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Direktvermarkter in der Krise unterstützen: Regional einkaufen – jetzt erst recht!

Die Corona-Krise setzt nicht nur den Gastronomen und Hoteliers in der Rhön zu. Auch die Landwirte, Produzenten und Direktvermarkter in der Region kämpfen mit den Auswirkungen.

Sogenannte Regio-Boxen wie hier auf den Biohof Gensler stehen auch außerhalb der Hofladen-Öffnungszeiten zur Verfügung. Foto: Anna-Lena Bieneck
Hofläden wie der der Familie Vogler in Wartmannsroth bieten eine große Auswahl regionaler Lebensmittel in Selbstbedienung. Foto: Mareike Vogler
Ein "Drive-in" bietet die Rhönbrauerei in Kaltennordheim an. Foto: Rhönbrauerei

Pressemitteilung der Rhön GmbH

Durch die Schließung von Gastronomie- und Übernachtungsbetrieben und durch die Absage von Veranstaltungen sind den Direktvermarktern ganze Lieferketten und touristische Absatzmärkte weggebrochen. „Genau da wollen wir ansetzen und unterstützen", sagt Stephanie Meinecke. Sie leitet die Abteilung Dachmarke der Rhön GmbH – Gesellschaft für Tourismus und Markenmanagement und betreut unter anderem landwirtschaftliche und verarbeitende Partnerbetriebe in der Region. „Wir haben auf unserer Homepagewww.marktplatzrhoen.de eine Übersicht mit den aktuellen Service-Angeboten unserer Partnerbetriebe angelegt, um die Informationen zu bündeln und die Verbraucher zu informieren", sagt sie.

So sind beispielsweise in Metzgereien telefonische Bestellungen möglich, um unnötige Wartezeiten im Laden zu reduzieren. Andere bieten einen Lieferservice in einem bestimmten Umkreis an. Manche Betriebe verzichten bei Online-Bestellungen auf die Versandkosten. Gastronomen wiederum offerieren Grillpakete oder Gerichte „zum Mitnehmen". „Unsere Rhöner Betriebe machen sich wirklich Gedanken darum, wie sie die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln aufrechterhalten können", weiß Stephanie Meinecke. Umso wichtiger sei es gerade jetzt in dieser schwierigen Krisenzeit, dass die Rhöner ihre einheimischen Erzeuger und Vermarkter, die Betriebe und Gastronomen unterstützen. „Es ist wichtig, regional einzukaufen, regional zu konsumieren", appelliert die Fachfrau. Sie empfiehlt, Milchtankstellen und Lebensmittelautomaten, wie etwa die „Regio-Boxen", sowie Bauern- und Hofläden vor Ort oder in der Nähe zu nutzen. „Dort lässt sich der Kontakt zu anderen Menschen deutlich stärker reduzieren als beispielsweise bei anderen Anbietern", fügt sie hinzu.

Produkte aus der Rhön im Supermarkt

Regionale Produkte können aber auch in einigen Supermärkten der Rhön eingekauft werden. „In unserer Region werden insgesamt 17 Regionalregale betrieben. Sie sind gefüllt mit zahlreichen Produkten, die das Qualitätssiegel Rhön tragen", erklärt Stephanie Meinecke. Das Siegel steht für Qualität, Regionalität und eine transparente Wertschöpfungskette. Es wird vom Verein Dachmarke e.V. nach einem intensiven Zertifizierungsprozess vergeben. Aufgabe des Vereins ist die länderübergreifende Zusammenarbeit in Hessen, Bayern und Thüringen, nachhaltige Wirtschaftsformen sowie den Erhalt der Kulturlandschaft in der Rhön zu fördern. Außerdem trägt der Verein Dachmarke e.V. dazu bei, den ländlichen Raum zu stärken und die regionalen Wertschöpfungsketten zu fördern. Diese Arbeit kann aber nicht ehrenamtlich geleistet werden und wird deshalb seit dem Jahr 2017 von der Rhön GmbH erledigt. Deren Geschäftsführer Thorn Plöger ist zugleich ehrenamtlicher Geschäftsführer des Dachmarke Rhön e.V.. Für die Erledigung und Umsetzung der Aufgaben in der Rhön GmbH sind die Mitarbeiterinnen der Abteilung Dachmarke verantwortlich, die dabei von allen anderen Bereichen der Rhön GmbH unterstützt werden. So auch jetzt. „Wir nutzen beispielsweise unsere Social-Media-Kanäle, um wichtige Informationen, aber auch die Angebote unserer Partnerbetriebe weiterzugeben", sagt Stephanie Meinecke.

Unterstützung bedeutet Weiterentwicklung

„Direktvermarkter aus der Region zu unterstützen, hilft, die Rhön nachhaltig weiterzuentwickeln", sagt Janet Emig vom Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V., Trägerverein des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. „Es wird ein Leben nach Corona geben – bis dahin können Verbraucher verstärkt dazu beitragen, das Überleben der regionalen Anbieter zu sichern."

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