Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de Biosphärenreservat Rhön de-DE Biosphärenreservat Rhön Sat, 13 Jul 2024 14:00:18 +0200 Sat, 13 Jul 2024 14:00:18 +0200 TYPO3 EXT:news news-2563 Fri, 12 Jul 2024 12:41:35 +0200 Unter Rhöner Sternen träumen: Neue Übernachtungsmöglichkeit begeistert Naturfreunde im Biosphärenreservat https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/unter-rhoener-sternen-traeumen-neue-uebernachtungsmoeglichkeit-begeistert-naturfreunde-im-biosphaerenreservat Den sternenklaren Nachthimmel im UNESCO-Biosphärenreservat mit allen Sinnen genießen – das ist seit kurzem auf der Maulkuppe neben dem Fuldaer Haus in Poppenhausen möglich. Gemeinsam mit den Studentinnen Anne Mack, Olga Turiel und Thea Griep von der Kunsthochschule Kassel haben das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und der Naturpark Hessische Rhön eine einzigartige Übernachtungsmöglichkeit geschaffen. Torsten Raab, Geschäftsführer des Naturparks Hessische Rhön und Leiter der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, blickte im Zuge der Eröffnungsfeier auf eine gelungene Zusammenarbeit zurück: „Im Oktober 2021 hatte die Hochschule erstmals Kontakt mit uns aufgenommen. Es war eine echte Initialzündung! Gemeinsam mit den Studentinnen und der ehemaligen Professorin und Designerin Nicola Stattmann haben wir in den vergangenen Monaten eine neue umweltfreundliche, außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit geschaffen.“ 

Gemeinsam wurde geplant, recherchiert und die Landschaft nach einem optimalen Stellplatz ausgekundschaftet – ausgewählt wurde schließlich eine bereits zuvor genutzte Ecke neben dem Fuldaer Haus. "Es war uns wichtig, den Nachtfalter an einer Stelle zu platzieren, die bereits genutzt wurde. Schließlich ist die Wahl dann auf den kleinen Platz neben der Gaststätte gefallen – herrliche Aussicht inklusive", so Raab.

Auch Manfred Helfrich lobte das Projekt und freute sich über die Installierung des Nachtfalters in seiner Gemeinde: „Die neue Übernachtungsmöglichkeit bietet einen Mehrwert, von dem die ganze Rhön profitiert“, so der Bürgermeister der Gemeinde Poppenhausen. 

Zum Nachtfalter

Aktuell befindet sich der Nachtfalter noch in der Testphase. „Das Objekt ist vielseitig einsetzbar und so konzipiert, dass es an zahlreichen Standorten, wie Bauernhöfen oder Streuobstwiesen, aufgestellt werden kann“, so Stattmann. „Wir sind gespannt auf die Rückmeldungen, sodass der Nachtfalter in Zukunft noch weiter optimiert werden kann“, so die ehemalige Professorin.

Der Nachtfalter besteht aus einem Gerüst aus Holz und ist mit Metallfüßen im Boden verankert. Die Übernachtungsgäste liegen auf einem erhöhten Schlafnetz. Bei Regen kann das Objekt zudem flexibel angepasst und ein wasserfester Schutz befestigt werden. Der Prototyp war ursprünglich als Projektarbeit im Rahmen einer Studienarbeit entstanden. Mit der Umsetzung des Projekts soll der nachhaltige Tourismus im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön gefördert werden. „Aus diesem Grund haben wir auch darauf geachtet, dass alle Bauteile regional produziert werden können“, so Thea Griep.

Wie geht’s weiter?

Das Projekt soll in den kommenden Jahren an weiteren Orten im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, beispielsweise am Hochrhöner, installiert werden. Die Buchung der Übernachtungen am Fuldaer Haus soll nach einer Testphase zunächst über die Gaststätte erfolgen. Der genaue Preis liegt noch nicht fest, wird sich aber an verschiedensten Zusatzoptionen wie Frühstück oder die Benutzung der Dusche im Fuldaer Haus orientieren. „Jetzt gilt es erstmal die Testphase abzuwarten – der Nachtfalter könnte den Auftakt für nachhaltiges Biwakieren – im Sinne des Biosphärenreservats Rhön - bedeuten“, so Raab abschließend. „Das Interesse ist groß - einige Kommunen haben bereits signalisiert, ebenfalls einen Nachtfalter installieren zu wollen.“ 

Weitere Infos zum Projekt gibt’s unter nachtfalter-rhoen.cargo.site. In Kürze wird die Webseite unter der offiziellen URL www.nachtfalter.design zu finden sein. Der offizielle Start der Buchungen wird noch mitgeteilt.

 

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news-2562 Fri, 12 Jul 2024 11:58:16 +0200 120 Teilnehmende bei Abschlusstagung des LIFE-Projekts „Rhöner Bergwiesen“ https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/120-teilnehmende-bei-abschlusstagung-des-life-projekts-rhoener-bergwiesen Das mit 7,2 Millionen Euro geförderte EU-LIFE-Projekt „Rhöner Bergwiesen“ geht im September nach acht Jahren zu Ende. Was in der hessischen Rhön für die Artenvielfalt des Berggrünlands, der Hutungen und ihrer Tierwelt erreicht werden konnte, haben die Projektverantwortlichen am 5. und 6. Juli bei ihrer Abschlusstagung in Poppenhausen vorgestellt. Mit mehr als 120 Teilnehmenden aus Naturschutz, Landwirtschaft, Forschung und Politik aus ganz Deutschland stieß die Veranstaltung auf großes Interesse. An den beiden Exkursionen am Folgetag nahmen über 50 Interessierte teil. Neun Fachvorträge und zwei Podiumsdiskussionen standen am ersten Tag auf dem Programm. Neben Ergebnissen der Naturschutzmaßnahmen für die verschiedenen Lebensräume und Zielarten teilten die Referierenden auch Erfahrungen aus anderen LIFE-Projekten mit dem Schwerpunkt Grünland.

Ziele erreicht, weitere Anstrengungen müssen folgen

Gute Nachrichten überbrachte LIFE-Projektleiterin Katharina Bach: Nahezu alle Ziele des ambitionierten Projekts zum Schutz und Erhalt der Bergwiesen sind erreicht worden. Zum Teil wurde sogar mehr geschafft als gefordert war. Mit gezielten Landschaftspflege-maßnahmen konnte der Rückgang wertvoller Lebensräume angehalten werden. Die Corona-Pandemie, Personalwechsel, aber auch ungünstige Wetterverhältnisse hatten den Weg erschwert. Dank einer 2-jährigen Projektverlängerung, einem engagierten Team und breiter Unterstützung lokaler Landwirtinnen und Landwirte sowie der Kommunen im Projektgebiet konnte dennoch alles planmäßig umgesetzt werden. Um den erreichten Zustand zu erhalten, müssen jetzt aber weitere Anstrengungen folgen.

Detlef Mahn (HLNUG) und Dr. Johanna Steger (Landkreis Fulda) boten Einblicke in den Lebensraum Grünland, seine Bedeutung für den Naturschutz, seinen Zustand und seine Entwicklung sowie die Erhaltungsmöglichkeiten durch Vertragsnaturschutz in Hessen.

Ergebnisse aus ihren Untersuchungen auf den Bergmähwiesen und Borstgrasrasen der LIFE-Projektkulisse stellten Gutachterin Conny Becker und ihr Kollege Claus Neckermann vor. Ihr abschließendes Fazit fiel erfreulich aus: So haben sich die meisten der mit LIFE-Mitteln gepflegten Flächen bereits zu den gewünschten Lebensraumtypen entwickelt, bei manchen hat sich die Artenvielfalt durch die Maßnahmen deutlich verbessert. Ergänzende Untersuchungen des Bodengutachters Andreas Look deuten darauf hin, dass mit gezielter Düngung, z.B. mit Festmist, sogar noch bessere Ergebnisse erzielt werden können.  

Erste Erfolge für bedrohte Arten

In ihren Vorträgen über die Bestandsentwicklungen von Zielarten, für die mit LIFE-Mitteln Lebensraumverbesserungen umgesetzt wurden, sprachen sich Ornithologe Pablo Stelbrink und Schmetterlingsexperte Benno von Blanckenhagen dafür aus, die Maßnahmen unbedingt weiterzuführen. Auch wenn bei einigen stark bedrohten Zielarten wie Braunkehlchen und Raubwürger kein Trend nach oben erkennbar sei, seien die Instandsetzungen ihrer Lebensräume Voraussetzung dafür, dass die Arten zurückkommen können, so Stelbrink. Besonders erfreuliche Ergebnisse dokumentierte von Blanckenhagen für den Goldenen Scheckenfalter: Nach den Pflegemaßnahmen durch das LIFE-Projekt und der Vergrößerung seines Lebensraums sieht es nach Jahren des Rückgangs wieder gut für den Falter in der Rhön aus. Auch für den in Hessen stark bedrohten Schwarzstorch, eine weitere Zielart im LIFE-Projekt, zog Bernd Mordziol-Stelzer von HessenForst das Fazit, dass bei den gemeinsamen Maßnahmen zur Biotopverbesserung jetzt nicht lockergelassen werden dürfe. 

Arbeit des LIFE-Projekts wird fortgeführt

In ihren abschließenden Statements zur Weiterführung der im Projekt begonnenen Maßnahmen sagten die Verantwortlichen von Landkreis Fulda, Regierungspräsidium Kassel, Hessischem Umweltministerium, HessenForst und Biosphärenreservat zu, alle zur Verfügung stehende Möglichkeiten zu prüfen, um den erreichten Stand, die gewonnene Expertise und das Personal zu halten. Denkbare Instrumente sind neben dem Vertragsnaturschutz und der Natura-2000-Förderung auch die Gründung eines Landschaftspflegeverbands. „Wir wollen die Arbeit des LIFE-Projekts fortführen und werden unsere Verantwortung als Landkreis wahrnehmen“, betonte Fuldas Landrat Bernd Woide bereits bei seiner Begrüßung. 

Abschlussbericht stellt Maßnahmen und Erfolge vor

Der 24-seitige Abschlussbericht des LIFE-Projekts ist in gedruckter Form bei der hessischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservates in Hilders erhältlich und steht online unter www.rhoener-bergwiesen.de zum Download zur Verfügung.

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LIFE
news-2561 Thu, 11 Jul 2024 13:54:21 +0200 Fast 2.000 Kinder erkunden spielerisch die heimischen Wälder: UNESCO-Biosphärenreservat Rhön unterstützt Walderlebnistage von HessenForst https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/fast-2000-kinder-erkunden-spielerisch-die-heimischen-waelder-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-unterstuetzt-walderlebnistage-von-hessenforst Die Wälder der Rhön verwandeln sich in ein lebendiges Klassenzimmer und zahlreiche Kinder entdecken und erleben spielerisch die Vielfalt des Waldes: Vom 10. Juni bis zum 1. Juli fanden die Walderlebnistage der Forstämter Burghaun, Fulda und Hofbieber statt, an denen sich auch das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön beteiligte. Täglich wurden im Bereich des Forstamtes Hofbieber je sieben Schulklassen auf einem circa 2,5 Kilometer langen Rundweg durch den Wald geführt. Die rund 2.000 Kinder, die an der Aktion teilnahmen, durften sich auf spannendes Know-How rund um Tiere und Pflanzen des Waldes sowie der Holzernte und dessen Verwendung freuen. Auch interessante Fakten zur Forstwirtschaft wurden vermittelt. Begleitet wurden die dritten Klassen des Landkreises Fulda dabei unter anderem von den Rangern des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Seit vielen Jahren unterstützt die Biosphäre die Aktion des Landesbetriebs HessenForst. An insgesamt zehn Stationen wurden spielerisch verschiedenste Themenbereiche beleuchtet. „Das persönliche Erleben der Natur weckt bei den Kindern meist große Begeisterung für Natur und Umwelt“, so Andresen, der die Walderlebnistage seit vielen Jahren organisiert. 

„Seit vielen Jahren unterstützen wir mit den Rangern diese wertvolle Aktion, die Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, die faszinierende Natur der Rhön hautnah zu erleben und zu verstehen. Die Zusammenarbeit mit HessenForst ist ein wichtiger Beitrag unseres gemeinsamen Zieles, das Bewusstsein für den Schutz unserer einzigartigen Waldlandschaften zu stärken“, so Ranger Hubert Stumpf vom UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. 

Die verschiedenen Stationen luden dazu ein, sich interaktiv mit der Flora und Fauna des Waldes zu beschäftigen. So konnten die Kids bei einer spielerischen Spurensuche Biber, Eichelhäher, Rot- und Schwarzwild näher kennenlernen. Anhand von Präparaten konnten die Naturentdecker die Tiere genauer unter die Lupe nehmen und sich mit verschiedensten Eigenschaften der Waldbewohner vertraut machen. 

Kennenlernen heimischer Baumarten

Zudem hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Waldarbeiter bei der Ausübung verschiedener Tätigkeiten zu beobachten. So konnte beispielsweise in sicherem Abstand eine Baumfällung beobachtet und mit einem kräftigen „Achtung Baum fällt“ unterstützt werden. Des Weiteren lernten die Drittklässler heimische Baumarten wie Buche, Eiche, Birke, Fichte, Kiefer und Lärche kennen und ordneten Blätter und Nadeln den richtigen Früchten zu. „Auf der Welt gibt es über 20.000 verschiedene Baumarten. Je größer die Vielfalt, desto gesünder ist auch die Erde“, verriet Andresen. 

An einem Dachs- und Fuchsbau erfuhren die Kinder Wissenswertes über die Lebensgewohnheiten der beiden Tiere. So kann der Dachs beispielsweise bis zu 20 Kilogramm schwer werden und seine kurzen Beine und die lange Schnauze eignen sich prima zum Schnüffeln und Wühlen in der Erde. Auch das Thema Holzverwendung spielte eine große Rolle. Mit der Bilderfolge „Wie wächst mein Frühstücksbrett“ konnten die Schülerinnen und Schüler näher in die Arbeitsschritte vom Buchensamen bis zum verarbeiteten Holzbrett eintauchen. Für große Begeisterung sorgte der sogenannte „Eichelflipper“ – ein großes Schwungtuch, dass eine Eiche mit Früchten zeigt. An jedem Loch ist ein „Nutzer“ der Eichel abgebildet. In Teamarbeit konnten die Kids dann Eicheln pflanzen bzw. Tiere und Pilz füttern. 

Wald als schützenswerter Lebensraum

Dass Müll im Wald eine lebensbedrohliche Gefahr für Waldtiere, Böden und Grundwasser darstellt, wurde in Form eines Zuordnungsspiels deutlich. Den Kindern konnte so die unterschiedliche Zersetzungsdauer und Gefahr von Müll im Wald vermittelt werden. Zudem erfuhren die Drittklässler an einer der Stationen bei einem Gruppenspiel mehr über die Bedeutung von stabilen Mischwäldern. „Die Kinder sollen im Rahmen der Walderlebnistage in erster Linie für den Wald als schützenswerten Lebensraum sensibilisiert werden, Neugier wecken und vor allem Spaß daran haben, in der heimischen Natur unterwegs zu sein“, so Andresen. Auch in 2025 sind in Kooperation mit dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Walderlebnistage geplant. 

 

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news-2560 Thu, 11 Jul 2024 09:59:35 +0200 Neue wegweisende Kooperation zwischen UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und RhönSprudel – Fokus auf Biosphären-Kitas und Biosphären-Schulen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/neue-wegweisende-kooperation-zwischen-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-und-rhoensprudel-fokus-auf-biosphaeren-kitas-und-biosphaeren-schulen Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und der Mineralbrunnen RhönSprudel wollen in Zukunft noch intensiver zusammenarbeiten – das wurde kürzlich in einem neuen Kooperationsvertrag festgehalten. Diese Partnerschaft hat das Ziel, die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Region zu stärken und insbesondere die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft in den Mittelpunkt zu stellen: die Kinder in den sogenannten Biosphären-Kitas. Erstmalig wird seitens des Mineralbrunnens das Projekt Biosphären-Kitas und Biosphären-Schulen unterstützt. „Dank der Kooperation mit RhönSprudel können wir unsere Partnerschulen und -kitas künftig noch mehr unterstützen und fördern“, freut sich Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, über die neue Kooperation.

„Aufgrund unserer Heimat im Biosphärenreservat Rhön und der einzigartigen Qualität des RhönSprudel Mineralwassers liegt uns, neben der Herstellung von besonders reinen und natürlichen Produkten, auch die Verantwortung für die Natur und die Menschen in unserer Region am Herzen“, so Natalie Habekost-Schindel vom MineralBrunnen RhönSprudel. „Deshalb sind wir sehr dankbar für die langjährige Partnerschaft mit dem Biosphärenreservat Rhön. Wir freuen uns sehr, das Projekt Biosphären-Kitas und Biosphären-Schulen in diesem Jahr erstmalig zu unterstützen. Denn bei diesem Leuchtturmprojekt aus dem Bereich der Umweltbildung lernen schon die Kleinsten etwas über die Besonderheiten des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und erlernen Kompetenzen für eine nachhaltige Zukunft.“

Die Kooperation zwischen dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und RhönSprudel ist ein bedeutender Schritt zur Förderung von nachhaltigem Denken und Handeln in der Region. Gemeinsam setzen sie ein starkes Zeichen für den Umweltschutz und die Bildung kommender Generationen.

 

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news-2559 Wed, 10 Jul 2024 14:08:01 +0200 Begeisterte Besucherinnen und Besucher beim länderübergreifenden Entwicklungszonentag https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/begeisterte-besucherinnen-und-besucher-beim-laenderuebergreifenden-entwicklungszonentag Mensch und Natur stehen miteinander im Einklang - dafür sind die "Entwicklungszonen" im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön das beste Beispiel. Sie sind Ort und Ideenschmiede für nachhaltiges Leben und Wirtschaften und standen beim länderübergreifenden Entwicklungszonentag Ende Juni ganz im Fokus. Die Verwaltungen des Biosphärenreservats in Bayern und Thüringen luden anlässlich des Aktionstages zu geführten Radtouren ein. In Hessen konnten Besucherinnen und Besucher beim Tag der offenen Tür den Verein Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal näher kennenlernen. Spannende Förderprojekte in Thüringer Rhön

In der Thüringer Rhön wurden bei bestem Radfahrwetter mit einer geführten Tour durch Mitarbeiter der Thüringer Biosphärenreservatsverwaltung Rhön die Förderprojekte des Thüringer Umweltministeriums zur nachhaltigen Entwicklung in den Nationalen Naturlandschaften Thüringen vorgestellt. Dazu gehören beispielsweise die Erweiterung der Außenanlage des Natur-Aktiv-Museums in Oepfershausen oder die Sanierung und touristische Außengestaltung der Kunststation Oepfershausen. 

Gemeinsam ging es für die Radler über einen steilen Anstieg zum Hahnberg, auf dem die Bedeutung und Gefahr der Neophyten, also gebietsfremden Arten, in der hiesigen Kulturlandschaft diskutiert wurde. Diese Arten breiten sich durch den Menschen in Gebieten außerhalb ihrer Heimat aus, und verdrängen so einheimische Arten. Man spricht in diesem Zusammenhang von sogenannten „invasiven Arten“. Hierzu zählen beispielsweise die vielblättrige Staudenlupine, das orientalisches Zackenschötchen oder der Riesenbärenklau. „Die Lupine, die in der Thüringer Rhön bereits weit verbreitet ist und beispielsweise Wiesenbrütergebiete gefährdet sowie die Artenvielfalt im Grünland reduziert, wird bereits seit Jahren durch die Natura-2000-Stationen und den Landschaftspflegeverband Thüringer Rhön e.V. aktiv bekämpft“, so Nils-Jonas Telle von der Thüringer Verwaltungsstelle.

Entlang des Höhenzugs folgten die Teilnehmenden der Route bis zum Hümpfershäuser Berghäuschen. Neben dem spektakulären Blick, von der Ostflanke des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Richtung Thüringer Wald, standen weitere Projektförderungen des TMUEN sowie die Entwicklungszone und ihre Bedeutung in der Landnutzung im Fokus.

Ein Höhepunkt der E-Biketour war der Stopp an der Streuobstwiese in Hümpfershausen, der von Peter Kerner vom Rhöner Streuobstbau fachlich begleitet wurde. Dieser erläuterte dabei die besondere Bedeutung der Kulturlandschaft für die Bevölkerung sowie für den Artenschutz in der Rhön. In einer kurzen Abschlussrunde wurden die potenziellen Auswirkungen des Klimawandels auf die Bereiche der Entwicklungszone debattiert.

Bayerische Rhön per Rad erkunden

Auch in Bayern wurde bei strahlendem Sonnenschein fleißig geradelt. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, mit dem Rad das Streutal von Fladungen bis Mellrichstadt zu erkunden und verschiedene Projekte kennenzulernen. Museumsleiterin Eva Maria König berichtete im Foyer des Rhönmuseums von den umfassenden Arbeiten, die die Neukonzeption des Museums, welches noch in diesem Jahr offiziell eröffnet wird, erforderten. Beim anschließenden Anstieg zur Fladunger Kapelle entlohnte ein facettenreicher Weitblick bis nach Thüringen, bevor sich die Radler im Streuobst-Modelldorf Hausen bei Familie Zentgraf auf eine eine Apfelverkostung freuen durften.

Bürgermeister Thomas Fischer und Michael Hippeli vom Bikepoint Rhön begrüßten die Gruppe in Nordheim. In der ehemaligen Dreschhalle hat sich ein florierender Fahrradladen etabliert. „Wenn wir die E-Bikes nicht nur in der Freizeit, sondern auch für alltägliche Fahrten und Erledigungen einsetzen, dann gelingt uns der nächste Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit im Verkehr“, motivierte Julia Rösch, Tourguide an diesem Tag und Mitarbeiterin für Nachhaltige Entwicklung in der Bayerischen Verwaltungsstelle. Die stellvertretende Landrätin Eva Böhm war zur Erfrischungspause der Radler ans Wassertretbecken der Stadt Ostheim gekommen: „Die Biosphären-Radrunde ist eine wunderbare Gelegenheit, sich der Schönheit der Landschaft im Streutal bewusst zu werden und sich gemeinsam für den Erhalt der Kulturlandschaft weiter einzusetzen.“

Nach der Mittagsrast am alten Zenthof in Stockheim, stellte Bürgermeister Martin Link das Pilotprojekt „Versorgt am Ort“ vor, das medizinische Behandlungen für Menschen, die nicht eigenständig mobil sind, ermöglicht. Letzte Station war die Kernzone „Loh“ bei Eußenhausen. Projektmitarbeiterin Katharina Thümer gab einen Einblick in das Angebot „Green Care“ – ein therapeutisches Programm zum Wirken der Natur auf die mentale Gesundheit. Am Zielort Mellrichstadt informierten sich die Radfahrer bei Anne Weiß, Innenentwicklungsmanagerin bei der Regierung von Unterfranken, und Nicole Seemann, stellvertretender Bürgermeisterin der Stadt Mellrichstadt, abschließend über gute Beispiele beim Umbau der Innenstadt. 

Tolles Programm beim Tag der offenen Tür in Hessen

In der Hessischen Rhön zog es zahlreiche Besucherinnen und Besucher nach Ebersburg-Weyhers. Bei schönstem Sommerwetter wurde die „Alte Post“ einmal mehr zum Treffpunkt von Alt und Jung. Der interkommunale Verein Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal und das Biosphärenreservat Rhön hatten zu einem Bürger- und Nachbarschaftsfest eingeladen, bei dem auch die umfangreichen Angebote des Bürgerhilfsvereins vorgestellt wurden. Besucher konnten sich über altersgerechte Assistenzsysteme, Demenz-Gesprächskreise bis hin zu smarten Bildungsformaten und der Organisation von Nachbarschafts- und Mobilitätshilfen informieren. Das Biosphärenreservat Rhön nutzte das Bürgerfest und informierte an einem Stand über Naturschutz und Regionalentwicklung. Weitere Partner von Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal präsentierten sich zudem mit ihren Nachhaltigkeitsprojekten. Ein Höhepunkt war die Eröffnung einer Tauschhütte auf dem Gelände der Alten Post. Hier können Bürger nicht mehr gebrauchte Kleidung und Waren abgeben. Gleichzeitig können aber auch kostenlos abgestellte Produkte für die eigene Nutzung mitgenommen werden.

Zum Fest, das sich in Anbetracht des sommerlichen Wetters auf die garten- und parkartige Anlage der Alten Post ausdehnte, waren Nachbarn, Bewohner des nahegelegenen Seniorenwohnheims Bruder-Konrad-Haus, Flüchtlingsfamilien und zahlreiche Interessierte gekommen. Die Veranstalter freuten sich über das gelungene, generationen- und kulturenübergreifende Sommerfest.

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news-2558 Wed, 10 Jul 2024 11:23:59 +0200 Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/DIE GRÜNEN zu Besuch im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/landtagsabgeordnete-von-buendnis-90-die-gruenen-zu-besuch-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen Hoher Besuch im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön: Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag und ihr Fraktionskollege Patrick Friedl, Fraktionssprecher für Naturschutz und Klimaanpassung, besuchten auf Einladung von Dr. Doris Pokorny das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Ziel des knapp dreistündigen Austauschs war es, sich über die Arbeit der Bayerischen Verwaltungsstelle in der Rhön zu informieren. Dr. Doris Pokorny und die Mitarbeiterinnen Julia Rösch und Alana Steinbauer, präsentierten im Überblick beispielhafte Projekte zu Themen der nachhaltigen Entwicklung wie Regionalvermarktung, Natur und Gesundheit, Schutz der Nacht, Klimaschutz und Klimaanpassung, Kulturlandschaftsforschung sowie internationale Zusammenarbeit. Die Gäste erhielten auch einen Einblick in die Organisationsstruktur sowie die länderübergreifende Zusammenarbeit.

Während eines Spaziergangs auf der Hochrhön im Naturschutzgebiet Lange Rhön stellten Ranger Maik Prozeller und Gebietsbetreuer Torsten Kirchner die Themen Landschaftspflege, Besucherlenkung und Besucherinfrastruktur sowie die Zusammenarbeit mit Landwirten vor.

Bernd Schneider und Regina Derleth gaben Einblick in die Arbeit der Umweltbildungsstätte Oberelsbach und wiesen auf Pläne zur Weiterentwicklung der Bildungsinfrastruktur hin.
Dr. Joachim Schneider präsentierte das von ihm geleitete und im Aufbau befindliche Naturerlebniszentrum Rhön und wies auf die vom Naturpark NBR e.V. eingesetzten Umweltbildungs-Teams sowie das Konzept der Biosphärenkitas und – schulen hin. Es konnte vermittelt werden, wie staatliches und kommunales Engagement in der Bildungsarbeit und der Bildungsinfrastruktur Hand in Hand gehen. 

Mehr als reiner Umweltschutz

Katharina Schulze zeigte sich beeindruckt: „Das Biosphärenreservat Rhön ist ein tolles Beispiel dafür, was man erreichen kann, wenn man über Ländergrenzen im Sinne der Region und der Menschen vor Ort zusammenarbeitet! Hier zeigt sich, dass Nachhaltigkeit so viel mehr als reiner Umweltschutz ist. Im Biosphärenreservat werden die heimische Wirtschaft, Bildung, Soziales und lokale Kultur mitgedacht und miteinander verwoben. Vielen Dank an alle vor Ort für die tolle Arbeit! Diese beispielhafte Zusammenarbeit dient als Modell für andere Regionen.“

Motor für eine nachhaltige Entwicklung der Rhön

„Das Biosphärenreservat Rhön ist Motor für eine nachhaltige Entwicklung der Rhön. Das Team für die Biosphäre leistet hervorragende Arbeit. Damit die Herausforderungen durch die Klimakrise, Wassermangel und Extremwetter gut bearbeitet werden können, ist die Staatsregierung gefordert, weitere dauerhafte Personalstellen und zusätzliche Finanzmittel für die Rhön zur Verfügung zu stellen. Klimaanpassung kann nur als gemeinsamer Kraftakt gelingen“, ergänzte Patrick Friedl.

Dr. Pokorny freute sich sehr über den politischen Besuch: „Die Zeit war knapp bemessen, das Interesse der Landtagsabgeordneten und die Wertschätzung unserer Arbeit und der unserer vielen Partner und Akteure aber umso größer. Viele konkrete Nachfragen haben gezeigt, dass die Abgeordneten sehr gut vorbereitet in die Rhön kamen und dass sie der Anerkennung der Rhön als UNESCO-Biosphärenreservat einen hohen Stellenwert zumessen.“

MdL Katharina Schulze hatte im Rahmen einer bayernweiten Informationsbereisung unter anderem die Biosphärenregion Berchtesgadener Land besucht. Die nächste Station galt dem Spessart. Seit geraumer Zeit wird auf Akteursebene diskutiert wird, die Region in die UNESCO-Biosphärenfamilie aufzunehmen. 

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news-2557 Thu, 04 Jul 2024 14:06:24 +0200 Biosphären-Erlebnistag mit über 30 Attraktionen lockte hunderte Gäste ins Ulstertal https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/biosphaeren-erlebnistag-mit-ueber-30-attraktionen-lockte-hunderte-gaeste-ins-ulstertal Beim dritten „Biosphären-Erlebnistag“ am 16. Juni im Ulstertal standen zahlreiche Attraktionen an insgesamt vier Stationen von Unterbreizbach bis nach Geisa auf dem Programm. Dazu gehörten regionale Stände, geführte Wanderungen, Ausstellungen, Vorträge, Mitmachaktionen und eine kulinarische Versorgung mit Rhöner Speisen und Getränken. Organisiert von Partnern der Region und der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, begeisterte der Biosphären-Erlebnistag hunderte Besucher, die sich zudem auf einen kostenfreien Shuttleservice zwischen den einzelnen Stationen freuen durften. Höhepunkt war die Einweihung des vom Thüringer Umweltministerium (TMUEN) geförderten neuen Themenrundwanderweges „Altes neu entdecken“ durch Staatssekretär Dr. Burkhard Vogel in Buttlar. Ab 11 Uhr fuhren die ersten kostenfreien Shuttlebusse ab Unterbreizbach und Geisa zu den einzelnen Stationen des Biosphären-Erlebnistags in Pferdsdorf, Buttlar, Geisa und Spahl. Alle 30 Minuten war der Zu- und Ausstieg an den vier Stationen sowie an den Bushaltestellen entlang der Route möglich. Dies nutzten hunderte Gäste bei herrlichem Sonntagswetter für ihren Ausflug ins Ulstertal. Denn das Angebot der Gemeinden und Vereine vor Ort war vielfältig: Über 30 Attraktionen von Wanderungen, Kutschfahrten, Vorträgen, Ausstellungen, Mitmachaktionen und Informationsständen standen zur Auswahl, an jeder Station wurden verschiedene kulinarische Besonderheiten angeboten.

So besuchten in Geisa beispielsweise knapp 80 Personen den Turm der katholischen Kirche und hörten gespannt dem Spiel von Astrid Weimann-Heim auf dem Carillon (Glockenspiel) zu. Aber auch Themen der nachhaltigen Energienutzung (Besichtigung der Hackschnitzelheizung / Nahwärmeversorgung der Stadt) waren nachgefragt. In der Anneliese Deschauer Galerie wurden Schulkunstobjekte ausgestellt, auch die astronomischen und historischen Stadtfotografien Geisas im Alten Schlachthaus sowie die ausgestellten Bilder des Fotozirkels der Evangelischen Kirche waren gut besucht. Imker-Vorträge und eine Führung zum jüdischen Leben rundeten neben regionalen Ständen auf dem Schlossplatz u. a. zum Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ oder dem Tourismus der Rhön (Rhön GmbH) das Angebot in der Point-Alpha-Gemeinde ab. In Geisa und Buttlar wurden Kräuterwanderungen angeboten, Informationsstände des UNESCO-Biosphärenreservats boten spannenden Input zur Flora und Fauna der Rhön. 

In Spahl hatten Landfrauen am Tag zuvor 70 Roggensauerteigbrote im Backhaus gebacken, welche bis zum Nachmittag alle verkauft waren. Ein Vortrag zum „Täglich Brot“ sowie Rhöner Kartoffeldätscher und Fettbrote mit Schnittlauch oder Zwiebeln waren gefragte „Leckerbissen“. In Pferdsdorf lud ein großes Festzelt an der Ulster, in der die Bergmannskappelle Unterbreizbach für beste musikalische Unterhaltung sorgte. Zudem begeisterten Wanderungen zu den ortsgeschichtlichen Stelen, Hügelgräbern sowie weitere Angebote am Fischlehrpfad, wie Stände von K+S oder DRK (inklusive Kinderschminken).

Einweihung des Themenrundwanderweges „Altes neu entdecken“ in Buttlar

An der Station Buttlar versammelten sich gegen 11:30 Uhr rund 70 interessierte Gäste zur Eröffnung des neuen Themenrundwanderweges „Altes neu entdecken“. An diesem knapp sechs Kilometer neu konzipierten Wanderweg wurden mit der Förderung des Thüringer Umweltministeriums „Investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung in den Nationalen Naturlandschaften Thüringens“ Informationspulte zu alten Obstbaumsorten bzw. kirchlichen Kulturdenkmälern 2023/24 errichtet. Seit 2018 wird in der Gemeinde Buttlar für jedes neu geborene Kind ein Obstbaum (alte hochstämmige Streuobstsorte) gepflanzt. „Die Eltern erhalten dabei eine Baumpatenurkunde“, so Projektkoordinator Roland Scheel von der Gemeinde Buttlar. „Zudem kümmern sie sich um die Pflege, Bewässerung und können das Obst im Herbst selbst ernten. Dabei werden bevorzugt sehr seltene, regionale und fast in Vergessenheit geratene Sorten gepflanzt, die im Zuge der Projektförderung mit Kurzinformationen beschrieben wurden. 

Mit Grußworten der Gemeinderatsmitglieder Marco Übelacker und Markus Hundertmark und anschließender Segnung durch den Diakon Thomas Kranz der Katholischen Kirche Buttlar eröffnete Umweltstaatssekretär Dr. Burkhard Vogel (TMUEN) feierlich den Themenrundwanderweg, der hinauf zur Michaeliskapelle führt. Er bedankte sich ausdrücklich für die außerordentlich gelungene Zusammenarbeit innerhalb der Projektumsetzung und betonte, dass das Miteinander und der Zusammenhalt in der Gemeinde Buttlar intensiv gepflegt wird. Dies sei eine besondere Basis für eine nachhaltige Entwicklung ganz im Sinne des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. 

Auf der Wanderung wurden zudem Einblicke in den naturnahen Waldumbau im Kontext des Klimawandels gegeben. So hatte ThüringenForst seit 2021 in Kooperation mit der Forstbetriebsgenossenschaft und der Gemeinde Buttlar eine ca. 4,5 Hektar große Fichtenforstfläche nach Käferherdbefall mit Edellaubhölzern naturnah aufgeforstet. Dies erfolgte auf Grund der Trockenheitsperioden 2022 und 2023 nicht ohne Hürden, die jedoch mit einer guten Zusammenarbeit und Förderung auch in Zukunft gemeistert werden sollen. Mit Stationen und entsprechenden Infopulten u. a. an der Michaeliskirche, der Mariengrotte und der Katholischen Kirche in Buttlar führte der Rundweg wieder zurück zum Dorfgemeinschaftshaus. Dort fanden zahlreiche Aktionen statt.

Ein Vortrag zur heimischen Vogelwelt lud dazu ein, gleich selbst Hand anzulegen und sich mit den Mitarbeitern der Thüringer Biosphärenreservatsverwaltung Rhön einen Nistkasten zu bauen. „An dieser Stelle gilt ein großes Dankeschön an alle Akteure des Ulstertals, die ein wirklich abwechslungsreiches und besonderes Angebot für den 3. Biosphären-Erlebnistag zusammengestellt haben. Es ist immer wieder beeindruckend, welche Vielfalt an nachhaltigen Aktivitäten, ob klein oder groß, in den Thüringer Rhöngemeinden stattfinden.“ so Ulrike Schade, Dienststellenleitung der Thüringer Biosphärenreservatsverwaltung. „Auch 2025 soll ein Biosphären-Erlebnistag im Thüringer Teil der Rhön stattfinden“, gibt Schade abschließend Ausblick.

Zu den Projekten

Bereits 65 „investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung in den Nationalen Naturlandschaften Thüringens" wurden durch das Thüringer Umweltministerium in den Jahren 2021 bis 2023 im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bewilligt. Damit fließen rund 2,2 Millionen Euro in die Region. Auch in diesem Jahr wurde zum Einreichen von nachhaltigen Projektideen aufgerufen, 20 Projektanträge aus der Region sind derzeit in Arbeit und Abstimmung, welche in den Jahren 2025-2026 umgesetzt werden sollen.

 

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news-2556 Thu, 04 Jul 2024 12:06:56 +0200 Vom Home-Office in die Natur: Mitarbeitende von Software-Unternehmen errichten Handlauf für neue Gersfelder Extratour https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/vom-home-office-in-die-natur-mitarbeitende-von-software-unternehmen-errichten-handlauf-fuer-neue-gersfelder-extratour Sie arbeiten sonst nur im virtuellen Raum zusammen, jetzt packten sie gemeinsam drei Tage tatkräftig in der Rhön mit an: Acht Mitarbeitende des Softwareunternehmens salesforce haben im Rahmen eines Corporate-Volunteering-Einsatzes für die künftige Extratour „Gersfelder“ einen neuen Handlauf errichtet und einen Serpentinenweg angelegt. Beide sollen den Auf- und Abstieg an der steilsten Stelle der Tour am Rande der Kernzone „Höllwald“ erleichtern. Anleitung und praktische Unterstützung kamen von Naturpark-Mitarbeiter Julian Fink und Biosphären-Ranger Arnold Will. Es ist bereits der zweite Arbeitseinsatz in der Rhön für das Team von Oliver Ballreich, Senior Director Solution Engineering der Firma salesforce, die ihren Hauptsitz in München hat. Regen, Schlamm, Hitze und Mücken konnten den sieben Mitarbeitenden – einer Frau und sechs Männern – nichts anhaben. Unter fachkundiger Anleitung von Julian Fink und Arnold Will haben sie zunächst einen 200 Meter langen Weg freigeschnitten, um im nächsten Schritt aus Pfosten und Querriegeln einen Handlauf zu errichten. Dieser führt den Wanderweg nahe der Kernzone „Höllwald“ an einer Weide entlang. An der steilsten Stelle des Abstiegs hat das Team einen Serpetinenweg angelegt und mit Kalkkies aufgeschüttet, sodass Wandernde jetzt sicheren Trittes unterwegs sein können. Am letzten Tag hat das Team noch den Wanderweg, der am Höllwald entlang zum Himmeldunkberg führt, freigeschnitten und somit den Blick Richtung Hohe Rhön freigelegt.

Für Oliver Ballreich und sein Team ist der dreitägige Einsatz im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön eine willkommene Abwechslung und gute Teambuilding-Maßnahme. Die Mitarbeitenden arbeiten überwiegend im Home-Office von unterschiedlichsten Orten aus und treffen sonst nur virtuell aufeinander. „Beim gemeinsamen Arbeiten für die Natur können wir uns re-connecten“, freut sich Oliver Ballreich, der schon seit neun Jahren Corporate-Volunteering-Einsätze unterstützt. „Ich finde das Thema sehr wichtig, außerdem ist es schön, dass wir nicht weit fahren mussten“, lobt er die Vorzüge der Rhön.

„Wir sind dankbar für die Unterstützung durch die Freiwilligen, mit deren Manpower wir die Arbeiten in kürzester Zeit fertigstellen konnten. Einige haben dabei handwerkliche Fähigkeiten entdeckt, von denen sie noch gar nichts wussten“, freut sich Ranger Arnold Will. „Die Gruppe war ganz begeistert von der Rhön. Der ein oder andere kommt bestimmt als Besucher wieder.“

Die Planungen für die neue Extratour „Gersfelder“ laufen auf Hochtouren. Im Frühjahr 2025 soll der rund 12 Kilometer lange Premiumwanderweg eröffnet werden.

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news-2552 Wed, 03 Jul 2024 09:07:00 +0200 UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bei Jugendkonferenz der EuroMAB 2024 vertreten https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/unesco-biosphaerenreservat-rhoen-bei-jugendkonferenz-der-euromab-2024-vertreten Yan Axel Arteaga, Freiwilliger im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, hat in diesem Jahr an der Jugendkonferenz der EuroMAB 2024 - einer Konferenz für Interessengruppen aus über 300 UNESCO-Biosphärenreservaten in 41 Ländern Europas und Nordamerikas - teilgenommen. Erstmalig fand die Konferenz in Deutschland, genauer gesagt in Lutherstadt-Wittenberg statt. In einem kurzen Bericht schildert er seine Erfahrungen und Erlebnisse. "Die Jugendkonferenz umfasste interaktive Aktivitäten, Diskussionsrunden und Gruppenarbeits-Sessions, die den teilnehmenden Jugendlichen ermöglichten, die Herausforderungen und Chancen der nachhaltigen Entwicklung auf kreative und kollaborative Weise anzugehen", so Arteaga.

Die EuroMAB 2024 Konferenz sei mit großem Erfolg zu Ende gegangen und habe die Bedeutung und das Engagement der Jugend bei der Erforschung und Umsetzung nachhaltiger Ziele hervorgehoben. "Das MAB-Programm hat einmal mehr seine Wirksamkeit bei der Förderung nachhaltiger Entwicklung durch die aktive Teilnahme lokaler Gemeinschaften bewiesen, und in dieser Ausgabe war die Stimme der Jugend von grundlegender Bedeutung", sagt der junge Mann aus Peru. 


Die Veranstaltung brachte Experten, Manager, Akademiker und junge Menschen aus den Biosphärenreservaten Europas, der USA und Kanadas zusammen, um Strategien für nachhaltige Entwicklung in Biosphärenreservaten zu diskutieren und zu planen.

Eine der herausragendsten Eigenschaften der EuroMAB 2024 war die ganzheitliche Integration der Jugend in die Veranstaltung. "Neben der regelmäßigen Teilnahme an den Sitzungen hatten die jungen Menschen die Möglichkeit, Ideen auszutauschen und in einem Jugendkonferenz zusammenzuarbeiten.  Diese Konferenz, war ein entscheidender Raum für die Entwicklung neuer Perspektiven und innovativer Vorschläge", so Arteaga. 


Die EuroMAB 2024 Konferenz habe klar gezeigt, dass die Zukunft der nachhaltigen Entwicklung in den Händen der Jugend liegt. "Ihr Engagement und ihre Kreativität werden entscheidende Elemente sein, um die Ziele des MAB-Programms zu erreichen und ein harmonisches Gleichgewicht zwischen dem Erhalt der Biodiversität und der menschlichen Entwicklung zu gewährleisten", so Yan Axel Arteaga abschließend.

Zudem haben die Jugendlichen im Rahmen der Konferenz auch ein Video aufgenommen. Das Video ist unter folgendem Link zu finden: 240607_EuroMABYouth auf Vimeo

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news-2555 Fri, 28 Jun 2024 09:22:51 +0200 Internationaler Austausch mit Biosphärenreservaten aus Europa und Nordamerika: UNESCO-Biosphärenreservat Rhön präsentierte sich auf EuroMAB 2024 https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/internationaler-austausch-mit-biosphaerenreservaten-aus-europa-und-nordamerika-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-praesentierte-sich-auf-euromab-2024 Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön war in diesem Jahr auf der renommierten EuroMAB-Konferenz vertreten, die vom 3. bis 6. Juni in der historischen Lutherstadt Wittenberg stattfand. EuroMAB ist das größte internationale Treffen des UNESCO-Programms „Man and the Biosphere“ (MAB) in Europa und Nordamerika. Mit einer abwechslungsreichen Agenda bot die Konferenz beste Gelegenheiten zu einem wertvollen internationalen Austausch von Wissen, Know-how, Erfahrungen und einem gemeinsamen Verständnis der Beiträge des Netzwerks für eine nachhaltige Entwicklung. Die Verwaltungsstellenleitungen des  UNESCO-Biosphärenreservats Rhön aus Bayern, Hessen und Thüringen nutzten gemeinsam mit der länderübergreifenden Pressereferentin die Gelegenheit, um mit Delegationen aus insgesamt über 300 Biosphärenreservaten aus 41 Ländern über neueste Initiativen und Projekte ins Gespräch zu kommen. Dabei fand die diesjährige EuroMAB zum ersten Mal in Deutschland statt – mit dem passenden Thema der Konferenz „Climate for Change - Nachhaltigkeit leben:  lokale Aktionen, globale Auswirkungen“. Aus der Rhön konnten beeindruckende Beispiele vorgestellt werden, wie regionale Projekte weltweite Vorbildfunktion haben können.

Vier Tage Programm mit Workshops und Exkursionen

An insgesamt vier Tagen bot das abwechslungsreiche Programm den Vertreterinnen und Vertreter der UNESCO-Biosphärenreservate die Gelegenheit miteinander in verschiedenen thematischen Workshops ins Gespräch zu kommen, an spannenden Exkursionen teilzunehmen oder sich von interessanten Paneldiskussionen inspirieren zu lassen. In einem Workshop hielt Dr. Doris Pokorny einen viel beachteten Fachvortrag zur Thema Anpassung an den Klimawandel. Auch Yan Axel Arteaga aus dem Partnerbiosphärenreservat BIOAY in Peru, der aktuell einen Freiwilligendienst im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön leistet, war nach Wittenberg gereist und beteiligte sich an einer der internationalen Podiumsdiskussionen. An einem gemeinsamen Infostand der deutschen Biosphärenreservate, der von Torsten Raab und Lea Hohmann organisiert und mitbetreut wurde, konnte sich die internationalen Gäste zudem über die verschiedenen Regionen und ihre Besonderheiten informieren und an einem Quiz zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG’s) teilnehmen.

„Es freut mich, dass Sie aus so vielen verschiedenen Regionen gekommen sind, um sich hier auszutauschen und zu vernetzen. Das EuroMAB-Netzwerk ist das größte und älteste regionale Netzwerk der UNESCO-Biosphärenreservate. Erstmals findet die EuroMAB-Tagung in Deutschland statt“, so Bundesumweltministerin Steffi Lemke, die die Konferenz in Wittenberg persönlich besuchte und eröffnete. „Die Idee der Biosphärenreservate ist auch nach 50 Jahren noch aktuell: modellhaft nachhaltige Wirtschaftsweisen entwickeln und diese dann in die Breite tragen. Diese Idee stößt auf wachsende Zustimmung – national und weltweit.“

Auch Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission sowie Prof. Dr. Armin Willingmann, stellvertretender Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt sowie Barbara Engels vom Bundesamt für Naturschutz richteten einige Worte an die hunderten Vertreterinnen und Vertreter aus aller Welt.

Biosphärenreservat Rhön ist Teil eines globalen Netzwerks

„Wir konnten uns vielfältig einbringen, wertvolle Kontakte knüpfen und viele neue Impulse für unsere weitere Arbeit mitnehmen, so Dr. Doris Pokorny, Leiterin der federführenden bayerischen Verwaltungsstelle. „Die EuroMAB 2024 in Lutherstadt-Wittenberg hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der turnusmäßige internationale Austausch und die Zusammenarbeit sind, um die Ziele der nachhaltigen Entwicklung zu erreichen. Das Biosphärenreservat Rhön wird auch in Zukunft aktiv an diesem Dialog teilnehmen und seine Erfahrungen und Erkenntnisse in das globale Netzwerk einbringen“.

Kurz zuvor fand in Wittenberg zudem die „EuroMAB Jugendkonferenz“ statt. Jugendliche aus aller Welt gestalteten dabei ein abwechslungsreiches Programm rund um das Thema Kommunikation und traten miteinander in Austausch.

 

Zur Rolle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön

Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, das sich über die Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen erstreckt, ist seit 1991 Teil des weltweiten UNESCO-Programms "Der Mensch und die Biosphäre". Mit seiner einzigartigen Landschaft und seinem Engagement für nachhaltige Entwicklung und internationalen Partnerschaften mit Biosphärenreservaten in Peru und Südafrika spielt es eine Schlüsselrolle im Netzwerk der UNESCO-Biosphärenreservate.

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news-2554 Wed, 19 Jun 2024 15:54:45 +0200 Tausende Besucher bei drittem Milch- und Honigmarkt und Abschlussfeier des LIFE-Projekts in Gersfeld https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/tausende-besucher-beim-dritten-milch-und-honigmarkt-in-gersfeld Markttreiben in der Innenstadt und dem Schlosspark, Infostände in der Stadthalle, ein buntes Bühnenprogramm mit Rhöner Platt-Geschichten von „Franz Habersack“, viele kulinarische Angebote und Mitmachaktionen für Groß und Klein: Der Milch- und Honigmarkt, der zugleich die Abschlussfeier des LIFE-Projekts „Rhöner Bergwiesen“ war, lockte am Sonntag tausende Besucherinnen und Besucher in die Rhönstadt Gersfeld. Nach der Eröffnung durch Gersfelds Bürgermeister Steffen Korell und einführenden Worten von Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates Rhön, folgten Grußworte einiger Ehrengäste. Neben Landtagsabgeordneten Sebastian Müller sprachen Wiebke Büschel vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat und Denise Otto von der IHK Fulda. Auch die Hessische Milchkönigin Sophia Schäfer und die Hessische Honigprinzessin Lea Flach begrüßten die Gäste. Den musikalischen Auftakt des Bühnenprogramms im Schlosspark machte die Stadtkapelle Gersfeld.

Bauernmarkt & Biosphärenmarkt

Parallel zum verkaufsoffenen Sonntag lockten in der Innenstadt mit dem Bauernmarkt vielfältige Marktstände von Kunst über Handwerk bis Kulinarik, während sich in der Stadthalle auf dem Biosphärenmarkt die Partner und verschiedene Projekte des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön präsentierten. Für die Jüngsten kam dank Eseln, Schafen und Kühen, einer Hüpfburg, einem Bollerwagen-Express, dem Umweltmobil „Rumpel“ und vielen Mitmach-Angeboten auf dem Festgelände keine Langeweile auf.  

Auf der Bühne ging es am Nachmittag mit einer Präsentation des LIFE-Projektteams weiter. Das achtköpfige Team zeigte Ergebnisse und Highlights aus acht Jahren Naturschutzarbeit zum Erhalt der artenreichen Bergwiesen und Hutungen in der hessischen Rhön. LIFE-Projektleiterin Katharina Bach nutzte die Gelegenheit, allen beteiligten Akteuren zu danken. Nur durch das Engagement vieler Menschen und die gute Zusammenarbeit kann das Projekt Ende September 2024 erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Dem Team dankte Torsten Raab für die gelungene Umsetzung.

Franz Habersack in Bestform

Höhepunkt des Tages war für viele Besucherinnen und Besucher der Gastauftritt von Bauer „Franz Habersack“ alias Michael Bleuel, der mit seiner Rhöner Mundart Comedy für beste Stimmung im Park sorgte. Er griff mit einem Augenzwinkern Themen aus dem Naturschutzprojekt auf und schaffte es, dem begeisterten Publikum auf unnachahmliche Weise zu „verzâhle“, worum es im LIFE-Projekt ging.

Auch die „Junior Ranger“ des Biosphärenreservates hatten ihren eigenen Auftritt. Schon seit 20 Jahren leisten die Kinder- und Jugendgruppen, angeleitet von Rangern und Wildnispädagogen, in ihrer Freizeit aktive Naturschutzarbeit in der Rhön. Müll sammeln, Bäume pflanzen, Krebse zählen, Honig schleudern, Nistkästen bauen – all das setzen die jungen Botschafterinnen und Botschafter mit großer Begeisterung um. Koordinator Hubert Stumpf dankte dem Nachwuchs und den ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern für ihr Engagement. Im Tipi des Biosphärenreservates konnten sich die Festbesucher näher über die verschiedenen Aktivitäten der Junior Ranger informieren.

Glückliche Gewinner bei Verlosung des Bergwiesen-Quiz

Informativ ging es auch bei der anschließenden Auflösung des LIFE-Quiz auf der Bühne weiter. Besucherinnen und Besucher erfuhren aus dem Mund einiger Überraschungsgäste, warum die Bodenbrüter in der Rhön so bedroht sind, was eine Hutung ist, mit welchem Spezialgerät in der Rhön Wiesensamen geerntet werden, was die Lupine für die mageren Wiesen der Rhön so gefährlich macht und warum die Zertifizierten Natur- und Landschaftsführerinnen und -führer des Biosphärenreservates wichtige Botschafter in Sachen Umweltbildung sind. Für die Teilnehmenden gab es beim Quiz tolle Preise zu gewinnen, die live auf der Bühne verlost wurden.

Nach einem zweiten Auftritt von „Franz Habersack“ endete das Bühnenprogramm mit einem Konzert der Band „Plan B“ aus Poppenhausen, die mit einem bunten Mix das Publikum unterhielt. Für die Veranstalter und beteiligten Partner war der Milch- und Honigmarkt mit tausenden Besucherinnen und Besuchern ein rundum gelungenes Fest. 

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LIFE
news-2553 Wed, 19 Jun 2024 11:43:00 +0200 Fokus auf umliegenden Flächen - Weitergehende Maßnahmen zur Wiedervernässung im Roten Moor – Zahlreiche Freiwillige des Bergwaldprojekts im Einsatz https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/fokus-auf-umliegenden-flaechen-weitergehende-massnahmen-zur-wiedervernaessung-im-roten-moor-zahlreiche-freiwillige-des-bergwaldprojekts-im-einsatz Im Roten Moor laufen aktuell wieder Maßnahmen zum Erhalt und zur Wiedervernässung dieses besonderen Ökosystems. Bereits im vergangenen Jahr waren zahlreiche Ehrenamtliche des Bergwaldprojekts im Hochmoor-Bereich sowie dem Leegmoor im Einsatz, um sogenannte Mönche zurückzubauen, morsche und defekte Spundwände zu erneuern und zu ersetzen. Seit einigen Tagen stehen nun die Flächen rund um das Moor im Fokus. Aufgrund der Maßnahmen war zudem der Bohlenpfad für einige Tage gesperrt. Dieser ist inzwischen für Besucherinnen und Besucher wieder begehbar. Auch für den Aussichtsturm gelten keine Einschränkungen. Das Rote Moor im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ist nicht nur einzigartiger Lebensraum für hochspezialisierte und vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten, sondern ein wichtiger CO2-Speicher. Doch insbesondere nach den trockenen Sommern der vergangenen Jahre ist das Rote Moor – wie zahlreiche weitere Moore bundesweit – stark gefährdet.

„Nachdem im Sommer 2023 begonnen wurde Hoch-und Leegmoor wieder zu vernässen, gilt es sich nun um die Randbereiche des Moores zu kümmern, um das Wasser auch dauerhaft in diesem komplexen Ökosystem aus Hoch-, Niedermoor und Feuchtflächen, mit seiner spezialisierten seltenen Flora und Fauna zu halten“, erklärt Jan Knittel, Ranger im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, der die Maßnahmen im Moor aktuell betreut. Es werden Entwässerungsgräben, die das Wasser kanalisiert und schnell aus der Fläche ableiten, teilweise wieder verfüllt sowie neue Spundwände zum Wasserrückhalt eingebaut.

Warum wird’s gemacht?
Ziel ist, den Wasserabfluss zu verringern, so dass der noch vorhandene Torfkörper wieder stärker vernässt und sich im abgetorften Leegmoor wieder die moortypischen Pflanzengesellschaften entwickeln können. Damit sollen Flora und Fauna ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimaveränderungen stärken, und die Funktionalität des Moores soll wiederhergestellt werden. Außerdem kann durch die Renaturierung eines Moores der derzeitig andauernde Austritt von CO2 und Methan gestoppt und in eine Aufnahme von CO2 in die Torfböden umgewandelt werden. Ohne das aktive Eingreifen in das Ökosystem Rotes Moor, welches in großen Teilen vom Menschen industriell abgebaut wurde, wäre dieses nicht in der Lage, sich selbst zu regenerieren.

Welche Maßnahmen wurden bisher durchgeführt?
Auf dem Hochmoorkörper wurden im vergangenen Jahr die Mönche vollständig rückgebaut die Abläufe und Entwässerungsgräben verschlossen. Zudem wurden die maroden Holzspundwände saniert. Über 140 überwiegend ehrenamtliche Teilnehmende waren im Sommer 2023 acht Wochen lang im Einsatz, bewegten sich in den sensiblen Bereichen des Hochmoors auf Bohlenwegen und setzten verschiedenste Arbeiten per Hand um.

Zum Bergwaldprojekt
Bereits seit 2009 unterstützt das Bergwaldprojekt, das seit über 30 Jahren deutschlandweit Freiwilligeneinsätze im Wald, im Moor und in Kulturlandschaften durchführt, die Hessische Verwaltung des Biosphärenreservats Rhön bei Pflege- und Schutzmaßnahmen. Ziel dieser Einsätze ist auch, die Teilnehmenden über die Projektwochen hinaus für einen schonenden Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren.

Wie geht es weiter?
Die aktuellen Maßnahmen im Roten Moor sollen bis einschließlich 5. Juli andauern. Auch in den kommenden Jahren werden weitere Wiedervernässungsmaßnahmen nötig sein, um das Moor dauerhaft zu erhalten. Unser langfristiges Ziel ist es, das Ökosystem im Roten Moor auch noch für nachfolgende Generationen sowie als Lebensraum für die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten (z.B. Hochmoor-Perlmuttfalter, Sonnentau) zu erhalten.

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BRRhoen-HE
news-2551 Thu, 13 Jun 2024 11:43:37 +0200 Rhöner Landschaftsbild schmückt seit Neuestem das Buswartehäuschen in Neidhartshausen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/mensch/kommunale-entwicklung/investive-projekte-zur-nachhaltigen-entwicklung-thueringen Statt karger Wände verkürzen nun kreativ gesprühte Motive von Rhönschaf, Rotmilan und Co. die Wartezeit an der Bushaltestelle in Neidhartshausen. Mit der Projektförderung 2023 des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) in Höhe von 6.545 Euro ließ die Gemeinde Dermbach das Buswartehäuschen im Ortsteil Neidhartshausen mit einer rhöntypischen Malerei verzieren. Das Buswartehäuschen am Dorfgemeinschaftshaus im Ortsteil Neidhartshausen wurde jüngst durch den Bauhof der Gemeinde aufgewertet und erhielt einen neuen Anstrich, neuen Pflasterbelag und eine Holzbank im Innenbereich. Um das Wartehäuschen weiter aufzuwerten und noch ansprechender zu gestalten, beteiligte sich die Gemeinde Dermbach beim letztjährigen Aufruf des Thüringer Umweltministeriums zur Förderung investiver Projekte in den Nationalen Naturlandschaften Thüringens mit der Idee einer Gestaltung mit rhöntypischen Motiven. Diese Idee für ein Kleinprojekt überzeugte, da Aspekte der Umweltbildung, Kunst, Dorferneuerung und Stärkung der Dorfidentität vereint werden konnten. 

Der Auftrag wurde vergeben an den Künstler Christian Hoschka von LebensART-Atelier.de aus Bad Liebenstein, der mit seinem außerordentlichen Talent schon so einige Gebäudefassaden in der Region in besonderer Art gestalten konnte. Bei der Auswahl der Motive wurde der Ortsteilrat von Neidhartshausen involviert, der auch Ideengeber für das Projekt war. Die Haltestelle am Ortseingang, unmittelbar am Dorfgemeinschaftshaus war und ist auch immer Treffpunkt für die Einwohner des Ortes. Ein Abriss oder Rückbau wäre schade gewesen, umso mehr freuen wir uns, dass die Haltestelle im neuen Glanz erstrahlt, so Ortsteilbürgermeister Michael Kümpel. 

Die Wahl der Motivbemalung fiel auf heimische Tierarten wie auf das Rhönschaf und den Rotmilan im malerischen „Land der offenen Fernen“, aber auch Vertreter wie der Frosch und die Fledermaus wurden gewählt. Neidhartshausen ist bekannt als „Fledermausdorf“, da in der Dorfkirche jährlich mehrere hundert Fledermäuse, wie z.B. das Große Mausohr, ihre Wochenstube einrichten. „Dass wir mit Hilfe der Projektförderung des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) und der Mitarbeit unseres Bauhofs eine weitere Aufwertung unseres schönen Ortsteils Neidhartshausen erreichen konnten, ist wirklich großartig. Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, freut sich Bürgermeister Thomas Hugk. 

Die künstlerische Umsetzung der Rhönlandschaft mit heimischen Tierarten im Buswartehäuschen ist in unseren Augen ein absoluter Hingucker. Dies betrifft insbesondere die detailgetreue Darstellung in der malerischen Szenerie“, so Ulrike Schade, Leitung der Thüringer Biosphärenreservatsverwaltung, die betont: „Es ist schön, dass diese glänzende Idee über die Förderung des Thüringer Umweltministeriums umgesetzt werden konnte und nicht nur Schülerinnen und Schüler beim Warten auf den Schulbus begleiten wird." 

Nun werden noch QR-Codes installiert, die zu Internetseiten des UNESCO-Biosphärenreservats führen werden. Denn hier kann sich jeder zu den Tieren und ihrer Verbreitung in der Rhön informieren – ganz im Sinne der Bildung für nachhaltigen Entwicklung.“

Zu den Projekten

Bereits 65 „investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung in den Nationalen Naturlandschaften Thüringens" wurden durch das Thüringer Umweltministerium in den Jahren 2021 bis 2023 im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bewilligt. Damit fließen rund 2,2 Millionen Euro in die Region. Auch in diesem Jahr wurde zum Einreichen von nachhaltigen Projektideen aufgerufen, welche in den Jahren 2025-2026 umgesetzt werden sollen. Eine Übersicht der Projekte: www.biosphaerenreservat-rhoen.de/mensch/kommunale-entwicklung/investive-projekte-zur-nachhaltigen-entwicklung-thueringen)

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news-2550 Thu, 13 Jun 2024 11:06:33 +0200 Hunderte Besucherinnen und Besucher in der Thüringer Rhön - Langer Tag der Natur lockt Gäste aus Nah und Fern https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/hunderte-besucherinnen-und-besucher-in-der-thueringer-rhoen-langer-tag-der-natur-lockt-gaeste-aus-nah-und-fern Unvergessliche Erlebnisse rund um Sonne, Mond und Sterne in der atemberaubenden Natur, beim Quiz tolle Preise abstauben oder bei zahlreichen Spiel-und Bastelangeboten rund um den Schutz der Nacht selbst kreativ werden: Der Lange Tag der Natur in der Propstei Zella/Rhön stand in diesem Jahr unter einem ganz besonderen Stern und lockte über 500 Besucherinnen aus Nah und Fern ins UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Bei traumhaftem Wetter und sommerlichen Temperaturen konnte auf dem weitläufigen Gelände der Streuobstwiese in ferne Galaxien eingetaucht werden. Das gesamte Team der Thüringer Biosphärenreservatsverwaltung Rhön ist überwältigt, wie viele Familien und Gäste der Einladung zur „Langen Nacht der Natur“ zum Thema „10 Jahre Sternenpark Rhön“ folgten und der Veranstaltung beiwohnten. Das Thema Lichtverschmutzung und die Auswirkungen auf die heimische Flora und Fauna zu sensibilisieren war ein wichtiges Anliegen im Jubiläumsjahr des Sternenparks. Und der Dank gilt allen Helfern und ausdrücklich auch der Spielplatzinitiative Propstei Zella/Rhön, die ideenreiche Gerichte wie beispielsweise „Astronaut im Schlafrock“ und weitere kulinarische Spezialitäten bis spät in die Abendstunden zauberten“ so Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön.

Kleine und große Entdecker kamen bei spannenden Geschichten, Spielen, einer interaktiven Wissensrallye, dem Insektenfang bei Dämmerung oder Forscherwissen rund um das Thema Sternenpark Rhön voll und ganz auf ihre Kosten. Eine Fotobox lud die Besucherinnen und Besucher zudem ein, den Abend bildlich festzuhalten.

Flugkünstler begeisterten hunderte Zuschauer

Besonderes Highlight war die Flugshow der Falknerei am Rennsteig - Schleiereule, Wüstenbussard oder der Uhu als größte Eule weltweit, begeisterten hunderte Besucher. Mit seinem markanten Gesicht und den großen orangegelben Augen zog Uhu „Bubu“ die Zuschauer direkt in seinen Bann. Die Flugkünstler beeindruckten mit ihren einzigartigen Merkmalen, wie ihrem ausgeprägten Seh- und Hörvermögen und mischten sich still und heimlich auch gerne mal unters Publikum.

An verschiedensten Infoständen konnten die Besucher sich zum Schutz der Nacht informieren – mit Hilfe von Teleskopen konnten zudem faszinierende Blicke in den Himmel erhascht werden. Kreative Werkel- und Bastelstationen luden dazu ein, selbst kreativ zu werden. So konnten Jung und Alt beispielsweise ihr eigenes Sternzeichen mit goldenen Nägeln auf einem Holz kreieren oder mit heimischen Naturmaterialien ein durch die Sonne belichtetes Bild gestalten.

Abschaltung ermöglichte unvergessliche Blicke in Rhöner Sternenhimmel 

Besondere Aufmerksamkeit lag am Abend auf dem Thema „Künstliches Licht und deren Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt“. Auch die Straßenbeleuchtungen, die Fassadenbeleuchtung der Propstei und die Beleuchtung der Kirche in Zella/Rhön wurden zum Langen Tag der Natur abgeschaltet und ermöglichten so einen unvergesslichen Blick in den Rhöner Nachthimmel. Die zertifizierte Sternenparkführerin Daniela Sell und Simon Manger, der sich viele Jahre als erster Vorsitzender des Vereins Sternenpark Rhön e.V. engagiert hat, entführten im Biosphärenklassenzimmer die zahlreichen Besucherinnen und Besucher am Abend in ferne Galaxien. Die Zuhörer erfuhren spannende Infos zu den Sternenbildern, der Milchstraße oder der Konstellation von Planeten.

Zum „Langen Tag der Natur“

Der „Lange Tag der Natur“ hat jedes Jahr im Juni das Ziel, die Menschen für die biologische Vielfalt im Freistaat Thüringen zu sensibilisieren, die kostbaren Naturschätze ihrer Heimat zu entdecken und das Bewusstsein für die Natur vor der eigenen Haustür zu stärken. Und dieses Jahr steht in der Thüringer Rhön das 10-jährige Jubiläum im Mittelpunkt: Seit 2014 ist das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen von der International Dark-Sky Association (IDA) als Internationaler Sternenpark anerkannt.

Diese Auszeichnung wird nur an Gebiete mit einer besonders schützenswerten und nahezu natürlichen Nachtlandschaft verliehen! All das kommt seit 10 Jahren nicht von ungefähr. Die Region hat sich explizit der Reduzierung von Lichtverschmutzung zur Aufgabe gemacht. Vor allem Kommunen bringen gezielt mit umweltverträglicher Beleuchtung einen aktiven Beitrag zum Insekten- und Klimaschutz in der Rhön bei.“

 

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news-2530 Wed, 12 Jun 2024 21:27:00 +0200 Gemeinsam die Thüringer Rhön entdecken - Biosphären-Erlebnistag mit über 30 Attraktionen am 16. Juni im Ulstertal https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/gemeinsam-die-thueringer-rhoen-entdecken-biosphaeren-erlebnistag-mit-ueber-30-attraktionen-am-16-juni-im-ulstertal Die Biosphäre in all ihren Facetten und die vielfältigen Erlebnisangebote kennenlernen: Hierzu laden die Partner der Region und die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ein. Beim dritten „Biosphären-Erlebnistag“ stehen zahlreiche Attraktionen auf dem Programm: An insgesamt vier Stationen von Unterbreizbach bis nach Geisa werden Tagesprogramme, Mitmachaktionen, regionale Stände sowie eine kulinarische Versorgung mit Rhöner Speisen und Getränken für die ganze Familie angeboten. Alle 30 Minuten gibt es ein besonderes Mobilitätsangebot: Zwischen den Stationen fährt ein kostenloser Linienbusshuttle. Gemeinsam Nistkästen bauen, mit Naturmaterialien basteln, spannenden Vorträgen zur Flora und Fauna der Rhön lauschen oder bei einem Spaziergang die Welt der Rhöner Kräuter und des Grünen Bandes erkunden – das Angebot ist vielfältig. Bereits im Jahr 2022 hatte der Biosphären-Erlebnistag zahlreiche Besucherinnen und Besucher im Feldatal begeistert. Dieses Jahr präsentiert sich das Ulstertal mit seinen Attraktionen.

Auch Ulrike Schade, Dienststellenleitung der Thüringer Biosphärenreservatsverwaltung Rhön, zeigt sich begeistert: „Dieses Jahr haben wir mit den Gemeinden Unterbreizbach, Buttlar und Geisa ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Insgesamt sind mehr als 30 Attraktionen vor Ort geplant, die von Vereinen, Ehrenamtlichen und den Gemeindeverwaltungen selbst organisiert werden. Und an jeder Station gibt es Informationen zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Wir freuen uns auf viele Gäste und Einheimische, die die Biosphäre Rhön im Ulstertal an diesem Sonntag per kostenlosen Busshuttle oder auch mit dem Fahrrad entdecken möchten.“

Station 1: Pferdsdorf – Lindenrasen

In Pferdsdorf gibt es ein Tagesprogramm für Kinder mit der Staatlichen Regelschule Unterbreizbach, Schminken mit dem DRK und Ständen von K+S sowie der Akademie Werratal. Angeboten werden drei Wanderungen, jeweils zu den Hügelgräbern, zu den Stelen im Ort und entlang des Fischlehrpfads. Zwischen 13.30 und 15.00 Uhr spielt die Bergmannskapelle Unterbreizbach.

Station 2: Buttlar – Dorfgemeinschaftshaus

In Buttlar wird vom Umweltstaatssekretär Dr. Burkhard Vogel der Wanderweg „Altes neu entdecken“ eingeweiht, welcher zu 90 % mit Mitteln des Thüringer Umweltministerium gefördert wurde. Entlang dieser Route finden nachmittags Vorträge zum Waldumbau durch einen Förster statt und auch am Obstlehrpfad werden Führungen angeboten. Ebenso gibt es Besichtigungsmöglichkeiten der Michaeliskirche und der Kirche in Buttlar. Auch Pferdekutschfahrten, Nistkastenbau, Basteln mit Naturmaterialien sind Teil des Angebots am Dorfgemeinschaftshaus. Ein Vortrag zur Vogelwelt der Rhön findet im Pfarrsaal statt. Ebenso wird ein Kräuterspaziergang angeboten.

Station 3: Geisa – Schlossplatz

In Geisa dreht sich alles rund um den Schlossplatz. Hier kann die Anneliese Deschauer Galerie und deren Schulkunstausstellung besucht werden – inklusive künstlerisches Programm für Kinder. Weitere Höhepunkte sind Kräuterwanderungen, Besichtigungen der Hackschnitzelheizung wie auch der katholischen Stadtkirche mit Carillon. Eine Führung zum jüdischen Leben in Geisa ist ebenfalls geplant wie auch Ausstellungen zur Astrofotografie im Sternenpark Rhön, des Fotozirkels und Infovorträge zur Imkerei. Auf dem Schlossplatz befinden sich zudem Stände des UNESCO-Biosphärenreservats, des Landschaftspflegeverbandes Thüringer Rhön e. V. und der Rhön GmbH.

Um 14:00 und 14:30 Uhr startet der Busshuttle ab dem Marktplatz Geisa hinauf zu Point Alpha „Haus auf der Grenze“. Dort kann die Ausstellung zu einem Sonderpreis von 4 Euro / Person besucht werden. Ab 15 Uhr besteht freier Eintritt für alle Interessierten zur Preisverleihung des „Point Alpha Preises“ im US-Camp, welche ab 16 Uhr stattfindet. Um 17:40 Uhr und 18:10 Uhr besteht eine Rückfahrt mit dem kostenlosen Busshuttle ab der Haltestelle „Haus auf der Grenze / Point Alpha“. 

Station 4: Spahl – Platz an der Linde

An der südlichsten Station in Spahl erwartet die Gäste ein Vortrag zum „Täglichen Brot“, denn hier wird an dem Tag im Backhaus gebacken und Kartoffeldätscher sowie Roggensauerteigbrote verkauft. Wer möchte, kann das Rhöner Spaßmuseum besuchen.

An allen Stationen warten kulinarische Höhepunkte schon zum Mittagstisch aber auch zum sonntäglichen Kaffee und Kuchen. 

Nachhaltiges Mobilitätsangebot

Den Biosphären-Erlebnistag kann man entlang des Ulstertalradweges mit dem Fahrrad erleben. Für diesen Tag auch gebucht sind kostenlose Shuttlebusse. Alle 30 Minuten ist der Zu- und Ausstieg an den vier Stationen sowie an den Busbahnhöfen in Unterbreizbach, Geisa und den Bushaltestellen Räsa, Sünna, Hüttenroda, Borsch, Geisa (Markt), Wiesenfeld, Geismar, Spahl, Ketten, Apfelbach, Motzlar und Schleid möglich. 

 

 

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news-2514 Wed, 12 Jun 2024 14:59:00 +0200 Abschlusstagung des LIFE-Projekts am 5. und 6. Juli 2024 https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/abschlusstagung-des-life-projekts-am-5-6-juli-2024 Das LIFE-Projekt „Rhöner Bergwiesen“ lädt alle Interessierten zu seiner Abschlussveranstaltung am 5. und 6. Juli nach Poppenhausen ein. Vorgestellt und diskutiert werden die Ergebnisse aus acht Projektjahren sowie Möglichkeiten und Handlungserfordernisse zur Verstetigung der angestoßenen Maßnahmen. Wie der Erhalt von artenreichen Grünlandlebensräumen dauerhaft funktionieren kann, berichten Referentinnen und Referenten aus anderen Regionen. Die zweitägige Veranstaltung besteht aus einem Vortrags- und einem Exkursionsteil. Nach den Fachvorträgen am ersten Tag können sich die Teilnehmenden am zweiten Tag selbst ein Bild von den Maßnahmen machen, die mit Hilfe des LIFE-Projekts in der Hessischen Rhön umgesetzt wurden. Angeboten werden drei verschiedene Exkursionen in das Projektgebiet zu den Themen „Grünland und Wiesenbrüter“, „Hutungen“ sowie „Kalkmagerrasen und Beweidung“. Dabei wird es auch um die Habitatoptimierungen für den Goldenen Scheckenfalter gehen, die schon heute großartige Erfolge in der Hessischen Rhön hervorgebracht haben.

Die zweitägige Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Personen, die im Naturschutz und der Landschaftspflege oder verwandten Bereichen aktiv sind. Herzlich sind auch diejenigen eingeladen, die sich dem LIFE-Projekt „Rhöner Bergwiesen“ auf andere Weise verbunden fühlen.

Nähere Informationen sowie das vollständige Programm finden Sie auf der Veranstaltungsseite des Biosphärenreservates (s. weiterführende Links).

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LIFE
news-2549 Wed, 12 Jun 2024 14:33:34 +0200 Rhöner Landwirte entdecken innovative Projekte im Biosphärengebiet Schwäbische Alb https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rhoener-landwirte-entdecken-innovative-projekte-im-biosphaerengebiet-schwaebische-alb Wie lässt sich mit nachhaltiger Bewirtschaftung, innovativer Regionalvermarktung und einem zuverlässigen Partner-Netzwerk Wertschöpfung in einem Biosphärenreservat generieren? Um diese Frage drehte sich eine Exkursion von 14 Rhöner Landwirtinnen und Landwirten in das Biosphärengebiet Schwäbische Alb, zu der das LIFE-Projekt „Rhöner Bergwiesen“ eingeladen hatte. In zwei Tagen standen unterschiedlichste Betriebsformen und Projekte auf dem Programm. Auch der Genuss kam nicht zu kurz. Für die bessere Vernetzung der Rhöner Bewirtschafter war die Fahrt ein voller Erfolg. Erster Stopp der Exkursion war das Biosphärenzentrum des „Biosphärengebietes Schwäbische Alb“ in Münsingen. Hier gab es zunächst eine Einführung in verschiedene Projekte, mit denen im Biosphärengebiet die Landwirtschaft unterstützt wird. Neben der erfolgreichen Regionalmarke „Albgemacht“, die von 17 Betrieben mit Produkten von Backwaren über Käse, Fleisch und Streuobsterzeugnissen bis hin zu Weinen bedient wird, wurde auch ein innovatives Biogas-Projekt vorgestellt. Beim so genannten „Bienenstrom“ wird Biogas aus bienenfreundlichen Wildstauden von Blühstreifen erzeugt, die Landwirten einen Zugewinn bescheren und gleichzeitig Biodiversität fördern.

Dank des guten Netzwerks und der Unterstützung durch das Biosphärenzentrum konnte eine kleine Schlachterei erhalten werden. 65 fleischerzeugende Betriebe schlossen sich zu einem Verein zusammen und leisten so im Rahmen einer Schlachtgemeinschaft einen wichtigen Beitrag zu Regionalität und mehr Tierwohl. Auch zur ökonomischen Stärkung der Hüte- und Wanderschäferei wurden innovative Projekte der Fleisch- und Wollvermarktung vorgestellt, die einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft leisten.

Innovative Vermarktungsansätze erhöhen Wertschöpfung

Um die touristische Inwertsetzung der Landwirtschaft ging es bei der Besichtigung eines Ferienhofes in Münsingen, der alte Haustierrassen fördert und mit der Vermietung von Event-Loacations und außergewöhnlichen Unterkünften wie Zirkuswagen, Jurten und Tipis erfolgreich ist. Die Besichtigung eines Milchviehbetriebs mit Käserei und angeschlossenem Hofladen in Hayingen bildete den Abschluss des ersten Exkursionstages. 

Um Landschaftspflege, Schafhaltung, Herausforderungen des Herdenschutzes und Lammfleischvermarktung drehte sich am zweiten Tag alles bei der Besichtigung einer großen Demeter-Schäferei in Gomadingen. Der Hof mit 600 Merinoschafen wird in zweiter Generation auf Pachtgrund geführt und vermarktet sehr erfolgreich sein Fleisch von Bio-Kräuterlämmern über das Internet.

Um Betrieb und Vermarktung ging es auch bei der Besichtigung eines weiteren Bio-Hofes in Münsingen mit 35 Rindern der Rasse „Originales Braunvieh“. Die Beweidung ist hier Teil der Fruchtfolge auf dem Ackerland, das dadurch gesund und ertragreich bleibt. Neben Ochsenfleisch werden Lein- und Senföl sowie Dinkel, Linsen und Urkorn aus eigenem Anbau über das Internet, in einem „Hoflädle“ und auf Märkten vermarktet.

Das für die Rhön eher untergeordnete Themenfeld „Pferdezucht“ stand bei der Besichtigung des Haupt- und Landesgestütes Marbach im Vordergrund. Das Gestüt mit 550 Tieren umfasst ein Gebiet von 1000 Hektar Land, davon 60 Prozent Grünland und 40 Prozent Ackerfläche. Neben Araber-Pferden werden hier auch bedrohte Rassen wie Schwarzwälder Kaltblut und Altwürttemberger gezüchtet.

Letzter Stopp war ein weiterer von zwei Familien geführter biodynamisch wirtschaftender Hof mit Hofladen und Käserei in Ochsenwang. Neben der Landwirtschaft und Erlebnisangeboten rund um das Thema „Bauernhof“ bietet der Hof auch pädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche. Zum Zweck der Jugendförderung wurde ein eigener Förderverein gegründet, mit dessen Spendengeldern Investitionen auf dem Hof finanziert werden können.

Enge Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

„Die Fahrt in die Schwäbische Alb war ein voller Erfolg“, freuen sich LIFE-Projektleiterin Katharina Bach und ihre Kollegin Mahé-Madina Krumey-Toussaint. „Die gemeinsame Exkursion hat die Landwirtinnen und Landwirte, mit denen wir im LIFE-Projekt eng zusammenarbeiten, einander nähergebracht und Schranken abgebaut, die Kooperationen bei uns eventuell noch im Weg stehen.“

Gleichzeitig hat sie innovative Ideen für landwirtschaftliche Wertschöpfung im Einklang von Mensch und Natur und die Wichtigkeit guter Beratung aufgezeigt. „Beeindruckt hat mich die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Biosphärenreservats-Verwaltung und Landwirtschaft, die sicherlich auch auf der Förderung von kleinen investiven Projekten basiert. Von der Anschaffung einer Ölpresse bis hin zur Gestaltung eines Onlineshops war der Erfolg für die Betriebe schnell sichtbar“, sagt Janet Emig, die als landwirtschaftliche Beraterin des Landkreises Fulda und des Biosphärenreservats Rhön die Exkursion begleitet hat.   

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LIFE
news-2548 Wed, 12 Jun 2024 09:51:14 +0200 Wissenschaftliche/-n Mitarbeiter/-in (m/w/d) für die Umsetzung des Rahmenkonzepts im Aufgabengebiet Nachhaltige Entwicklung und Forschungskoordination gesucht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wissenschaftliche-n-mitarbeiter-in-m-w-d-fuer-die-umsetzung-des-rahmenkonzepts-im-aufgabengebiet-nachhaltige-entwicklung-und-forschungskoordination-gesucht Die Regierung von Unterfranken stellt für die Bayerische Verwaltungsstelle UNESCO-Biosphärenreservat Rhön in Oberelsbach zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen wissenschaftliche/-n Mitarbeiter/-in (m/w/d) für die Umsetzung des Rahmenkonzepts im Aufgabengebiet Nachhaltige Entwicklung und Forschungskoordination ein. Aufgabenschwerpunkte sind:

Schutz der Nacht (Sternenpark Rhön) mit Betreuung Monitoringaufgaben, betriebliche Nachhaltigkeitsmaßnahmen, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsorganisation und wissenschaftliches Datenmanagement.

Die Beschäftigung erfolgt in Teilzeitbeschäftigung 50 % TVL13 befristet bis 31.12.2028 mit Option auf Verlängerung.

Wir suchen eine/-n Mitarbeiter/-in mit abgeschlossenem Hochschulstudium (Diplom oder Master) der Fachrichtung Humangeografie, Kommunal-/Regionalentwicklung, Umweltplanung, Städtebau/Architektur oder verwandten Studiengängen und mit Erfahrung im Themenfeld Nachhaltige Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit.

Vorgesehene Tätigkeitsschwerpunkte sind insbesondere:

  • Information, Sensibilisierung und Beratung von Entscheidungsträger*innen (in Kommunen, Planungsbüros, Unternehmen/Handwerk, Industrie, Energieversorgern) sowie der Bevölkerung zur Vermeidung und Reduktion von Lichtverschmutzung (Schutz der Nacht) sowie zur Umsetzung einer umweltfreundlichen Beleuchtung
  • Mitwirkung und Repräsentation in der länderübergreifenden Arbeitsgruppe (Bayern, Hessen Thüringen) zur Umsetzung und Weiterentwicklung des Sternenparks Rhön als „Sternenparkkoordinator/in für den bayerischen Teil des Biosphärenreservats Rhön.
  • Aufbau, Installation und Management des Dark Sky-Monitorings für den Sternenpark Rhön
  • Mitwirkung an Aus-/Weiterbildungsmaßnahmen von Sternenparkführerinnen und -führern
  • Beförderung von weiteren Nachhaltigkeitsmaßnahmen in Unternehmen (Industrie und Handwerk), im Bereich Tourismus und im Gesundheitssektor, in Abstimmung mit regionalen Akteuren (Kommunen, NBR e.V., Rhön GmbH, Kurbäder, IHK, etc.)
  • Planung, Organisation und Durchführung der digitalen Veranstaltungsreihe „In der Rhön – für die Rhön“, in der Forschungs- und Monitoringergebnisse den Rhönerinnen und Rhönern präsentiert werden. Dies beinhaltet z.B. die Programmgestaltung, Referentenakquise, Veranstaltungsorganisation/ Moderation sowie Vorüberlegungen zu einem hybriden Veranstaltungsformat
  • Ansprechpartner/-in für die Software Webex Events, die länderübergreifend für digitale Veranstaltungen eingeführt wird
  • Ansprechpartner/-in für die länderübergreifende digitale Literaturdatenbank (auf Basis von Citavi), sowie deren Pflege und Weiterentwicklung. Plege der bayerischen Inhouse- Bestandbibliothek.
  • Öffentlichkeitsarbeit im eigenen Tätigkeitsfeld sowie Beiträge zum vierteljährlichen länderübergreifenden Newsletter des Biosphärenreservats zu den Tätigkeiten der Verwaltungsstelle zur Weitergabe an regionale Partner und Akteure
  • Management von Druckerzeugnissen der Biosphärenreservatsverwaltung (Inhaltliche Neuerstellung/update Broschüren, Faltblätter etc.)
  • Fallweise die Betreuung von Abschlussarbeiten von Studierenden, auf Anfrage das Anbieten von Fachführungen/-vorträge sowie die Begleitung von Besuchergruppen

Die Aufgabe erfolgt komplementär zu und in enger Abstimmung mit der länderübergreifenden Forschungskoordination, der gleichbenannten Fachstelle Nachhaltige Entwicklung Biosphärenreservat Rhön/Bayern, sowie für den Schutz der Nacht in Abstimmung mit der Fachstelle Sternenpark im Biosphärenreservat Rhön/Hessen.

Erwartet werden mehrjährige Erfahrung in der Organisation/Koordination und Durchführung von Projekten, gute Fachkenntnisse zu Nachhaltigkeit in Unternehmen und Kommunen sowie sicheres Auftreten, gutes Koordinations-/Organisationsvermögen, ausgeprägtes kommunikatives Geschick und Teamfähigkeit.

Erwartet werden ferner gute Kenntnisse der fachbezogenen englischen Sprache in Wort und Schrift.

Der Besitz eines gültigen Führerscheins der Klasse B und die Bereitschaft, den Privat-PKW für Dienstfahrten einzusetzen, wird ebenso vorausgesetzt wie die Bereitschaft zur Organisation von und Teilnahme an Veranstaltungen auch außerhalb der regulären Dienstzeit am Wochenende/Feiertagen und Abend (inkl. mehrtägige Dienstreisen).

Die Eingruppierung erfolgt nach den Bestimmungen des TV-L (E13).

Menschen mit Schwerbehinderung werden bei ansonsten gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Die Gleichstellung ist für uns selbstverständlich.

Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte bis spätestens 08.07.2024 ausschließlich über die Online-Bewerbungsplattform Interamt an uns.

Für allgemeine Fragen steht Ihnen Herr Schömig unter der Tel.-Nr. 0931/380-1227 und für fachliche Fragen Frau Dr. Pokorny unter der Tel.-Nr. 0931/380-1666 gerne zur Verfügung.

Hier geht's direkt zu Bewerbung!

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news-2545 Wed, 12 Jun 2024 08:42:00 +0200 Miteinander von Mensch und Natur im Fokus: Länderübergreifender Entwicklungszonentag am 23. Juni lädt zu spannenden Angeboten in Bayern, Hessen und Thüringen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/miteinander-von-mensch-und-natur-im-fokus-laenderuebergreifender-entwicklungszonentag-am-23-juni-laedt-zu-spannenden-angeboten-in-bayern-hessen-und-thueringen Sie nimmt mit knapp 75 Prozent den größten Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ein und ist Ort und Ideenschmiede für nachhaltiges Leben und Wirtschaften – die Rede ist von der sogenannten „Entwicklungszone“. Beim länderübergreifenden Entwicklungszonentag am 23. Juni steht das Miteinander von Mensch und Natur im Fokus. Rhöner Akteurinnen und Akteure zeigen ihre nachhaltigen Projekte. Die Verwaltungen des Biosphärenreservats in Bayern, Hessen und Thüringen laden zu geführten Rad-/E-Bike-Touren sowie einem Tag der offenen Tür beim Verein Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal ein. Geführte Projekt-Radtour in Bayern

Im bayerischen Teil des Biosphärenreservats haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, mit dem Rad das Streutal von Fladungen bis Mellrichstadt zu erkunden und Projekte kennenzulernen. E-Bikes sind ebenso willkommen. Die Tour startet um 9 Uhr am Markplatz in Fladungen, wo noch in diesem Sommer das Rhönmuseum wiedereröffnet wird. Ein kurzer Abstecher nach Hausen führt durch die Streuobstwiesen des Sortengartens, bevor die Radler in Nordheim wieder auf den Streutal-Radweg und seine Rad-Infrastruktur treffen. In Ostheim lockt der Fluss, mit Informationen zum Lebensraum seiner schattigen Auen und dann zum Erfrischen. 

Die medizinische Nahversorgung ist Thema in Stockheim, bevor sich Teilnehmende im Wald der Kernzone Loh dem Thema GreenCare – dem Wirken der Natur auf die mentale Gesundheit – widmen. Am Zielort Mellrichstadt erfahren die Radfahrer, welchen Beitrag Innenentwicklung zum Erhalt einer lebendigen Stadt leistet. Die Tour können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen 16 Uhr bei einem Feierabendgetränk ausklingen lassen.

Die Radtour wird von der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön veranstaltet. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist bis spätestens 20. Juni erforderlich unter 0931/380 1665 oder per Mail an brrhoen@reg-ufr.bayern.de.  Parkmöglichkeit am Freilandmuseum. Wer am Vorabend anreist, kann sein Rad gesichert im Fränkischen Freilandmuseum unterstellen. Bitte bei Bedarf bei der Anmeldung mitteilen. Die Fahrtstrecke beträgt 35 Kilometer, es werden etwa 170 Höhenmeter überwunden.Teilnehmerbeitrag: 10 Euro pro Person (für Pausenverpflegung mit Kaffee und Kuchen/belegten Brötchen in Stockheim), bitte passend mitbringen. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Bei schlechtem Wetter kann die Tour kurzfristig abgesagt werden – dazu bitte die Handynummer bei der Anmeldung hinterlegen.

Tag der offenen Tür beim Verein „Miteinander-Füreinander“ in Hessen

Auf hessischer Seite präsentiert der Verein Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal beim Tag der offenen Tür in der Alten Post, Am Gericht 3 in Ebersburg-Weyhers, seine umfangreichen Angebote. Von 11 Uhr bis 16 Uhr öffnet sie ihre Türen und lädt bei Kaffee und Kuchen zum Besuch und zum Austausch ein. Die Alte Post ist mehr als ein Treffpunkt für Alt und Jung. Der Verein nutzt das Gebäude für eine Vielzahl von gemeinnützigen Angeboten. Von praktischen Anschauungsbeispielen für altersgerechte Assistenzsysteme über Demenz-Gesprächskreise bis hin zur Schulung von Leihgroßeltern und der Organisation von Nachbarschafts- und Mobilitätshilfen reichen die vielseitigen ehrenamtlichen Angebote. 

Vorgestellt werden die vielfältigen Angebote des Vereins, der es sich zum Ziel gesetzt hat, gerade auch Senioren ein würdevolles Altern im ländlichen Raum zu ermöglichen. Der Verein, dessen Wirkungsbereich sich über die Kommunen Ebersburg, Ehrenberg und Gersfeld erstreckt, schafft Netzwerke, organisiert Fortbildungen und leistet aktive Bürgerhilfe. Für das Biosphärenreservat ist der Verein ein Leuchtturmprojekt, welches zeigt, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt möglich ist und generationsübergreifende Hilfsangebote einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität unserer Dörfer und Städte leisten. 

Geführte E-Bike-Tour in Thüringen

In Thüringen können Interessenten von 13 Uhr bis 17 Uhr an einer geführten E-Bike-Tour teilnehmen. Treffpunkt ist im Innenhof des Schwarzen Schlosses, in Oepfershausen (Koordinaten: 50.641111, 10.241635). Parkmöglichkeiten sind vorhanden. Auf etwa 15 Kilometern Wegstrecke erfahren die Radler, neben dem Effekt des Cardio-Trainings, etwas über die Entwicklungszone des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. An ausgewählten Stationen gibt es Einblicke in investive Projekte, in das Konzept der Biosphärenschulen sowie Infos zur hiesigen Kulturlandschaft und Bewirtschaftung. 

Die Radtour beinhaltet Steigungen mit insgesamt ca. 300 Höhenmetern (Aufstiegsmeter), für die ein E-Bike dringend angeraten wird, denn der Hahnberg soll erklommen werden. Von hier geht es weiter über die Hümpfershäuser Hütte, Hümpfershausen, Friedelshausen und zurück nach Oepfershausen. Beim Sportfest in Hümpfershausen ist eine Erholungspause geplant, wo die Möglichkeit zur Verpflegung (Selbstzahler) besteht. 

Wer etwas früher anreisen möchte, kann bereits ab 12 Uhr im Natur Aktiv Museum (NAM), das sich ebenfalls im Schwarzen Schloss befindet, die aktuelle Ausstellung zum Thema „Es liegt was in der Luft! - Die wunderbare Welt der Fermentation" entdecken. Interessenten werden gebeten, sich vorab telefonisch über unter 0361/57392 3330 oder per Mail unter poststelle.rhoen@nnl.thueringen.de  für die Radtour anzumelden.

Entwicklungszonentag im Biosphärenreservat Rhön

Gemäß den Vorgaben der UNESCO werden Biosphärenreservate in die Bereiche Kernzonen, Pflegezonen und Entwicklungszonen eingeteilt. Während in Kernzonen und Pflegezonen der Naturschutz eine wichtige Rolle spielt, steht in den Entwicklungszonen der Mensch im Vordergrund. 

Die Entwicklungszone umfasst den Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum der Bevölkerung. In diesen Bereichen soll vor allem durch umwelt- und ressourcenschonende Arbeitsweisen die Wertschöpfung der Region gesteigert werden. Exemplarisch möchte man so eine nachhaltige Entwicklung im Einklang von Mensch und Natur fördern.

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news-2544 Tue, 11 Jun 2024 14:20:00 +0200 Startschuss für neuen Newsletter „Rhön-Gezwitscher“ des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön – Jetzt direkt anmelden! https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/startschuss-fuer-neuen-newsletter-rhoen-gezwitscher-des-unesco-biosphaerenreservats-rhoen-jetzt-direkt-anmelden Mit dem 15. Juni 2024 startet für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön der neue Newsletter „Rhön-Gezwitscher“. Alle drei Monate gibt es zukünftig spannende Infos und Geschichten aus der Biosphäre Rhön direkt ins digitale Postfach. Damit versorgt der Newsletter alle Interessierten regelmäßig mit Nachrichten, Projekten und Geschichten aus den drei Verwaltungsstellen in Bayern, Hessen und Thüringen. Innovative Projekte sind ebenso Thema wie spannende Veranstaltungen oder Infos zur vielfältigen Rhöner Tier- und Pflanzenwelt. Einfach anmelden und mit „Rhön-Gezwitscher“ künftig regelmäßig auf dem Laufenden bleiben.
„Wir möchten mit dem ‚Rhön-Gezwitscher‘ noch näher an die Menschen herankommen und zeigen, wie viel unsere Region zu bieten hat“, so Dr. Doris Pokorny, die die drei Verwaltungsstellen federführend vertritt. „Wir laden alle ein, sich über unsere sowie die Arbeit externer Partner zu informieren und die Rhön immer wieder neu zu entdecken.“

Der Newsletter richtet sich an alle Naturfreunde, Einheimische, Touristen und Fachleute, die sich für die Rhön und ihre nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Naturschutz, Regionalentwicklung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Forschung/Monitoring interessieren. Er beinhaltet neben aktuellen Neuigkeiten auch Jobangebote, Erlebnistipps und spannende Infos zum Rhöner Sternenhimmel und zum Schutz der Nacht. 

Ab sofort können sich Interessierte direkt auf der Homepage des Biosphärenreservats für den neuen Newsletter anmelden. „Wir freuen uns darauf, mit ‚Rhön-Gezwitscher‘ regelmäßig auf die vielfältigen Aktivitäten im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön aufmerksam zu machen und hoffen auf viele neugierige Leserinnen und Leser“, so Lea Hohmann, länderübergreifende Pressereferentin abschließend.

Die Anmeldung für den Newsletter ist direkt hier möglich.
 

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news-2536 Mon, 10 Jun 2024 16:09:00 +0200 Bohlenpfad im Roten Moor ab Montagmittag wieder geöffnet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/bohlenpfad-im-roten-moor-wegen-arbeiten-zur-wiedervernaessung-gesperrt Der Bohlenpfad im Roten Moor wird am Montagmittag wieder für Besucherinnen und Besucher freigegeben. Im Sommer 2024 finden erneut weiterführende Maßnahmen zur Wiedervernässung und Renaturierung des Roten Moors im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön statt. Um die Arbeiten durchzuführen, war der Bohlenpfad seit 3. Juni gesperrt. Der Aussichtsturm sowie die Wanderwege, die nicht über den Bohlenweg führen, waren weiterhin begehbar und wurden hierfür zum Teil umgeleitet. news-2547 Fri, 07 Jun 2024 14:55:10 +0200 Regionalbewusst bauen und leben: Gute Beispiele für naturnahe Gärten im Landkreis Fulda gesucht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wettbewerb-des-landkreises-fulda-geht-in-naechste-runde-regionalbewusst-bauen-und-leben-gute-beispiele-fuer-naturnahe-gaerten-gesucht Während die Artenvielfalt massiv schwindet, wachsen die Siedlungsbereiche – die Lebensräume von Tieren und Pflanzen werden immer weiter eingeschränkt. Umso wichtiger ist eine bewusste Gartengestaltung. Im Wettbewerb „Regionalbewusst bauen und leben“ werden besondere Gärten im Landkreis Fulda prämiert. Naturnah ist hierbei ein wichtiges Stichwort, aber auch eine kreative Gestaltung des Gartens und Regionalität stehen im Fokus. Kurzum: Gärten, in denen Mensch und Natur gleichermaßen Raum finden. Pressemitteilung des Landkreises Fulda

Ein naturnaher Garten fördert nicht nur die heimische Biodiversität, sondern ist ein guter Ort zum Entspannen und Durchatmen. Naturnah – was meint das eigentlich? Einen Rahmen gibt das Hessische Naturschutzgesetz vor: Schottergärten sind seit 2023 per Gesetz verboten, Gärten sollen „insektenfreundlich gestaltet“ und „vorwiegend begrünt“ werden. Doch grün ist nicht gleich naturnah, nicht jede Bepflanzung ist insektenfreundlich. Viele bunt blühenden Blumen, die gern in Gärten verwendet werden, sehen zwar schön aus – sind für Insekten aber vollkommen wertlos, wenn sie gefüllte Blüten haben. Es kommt also auf die richtige Auswahl an. Für die Blumenbeete sollten bestmöglich heimische Arten gepflanzt werden, um Insekten Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

Aber nicht nur Insekten hilft ein Naturgarten. Auch Vögeln, Igeln, Eidechsen, Fröschen und Kröten und zahlreichen anderen Kleintieren bietet ein strukturreich gestalteter Garten Platz. „Natürliche Baustoffe wie Holz oder Natursteine und Elemente wie ein Teich oder Reisighaufen können nicht nur optische Akzente setzen, sondern bieten Nist- und Nahrungsmöglichkeiten“, erklärt Janet Emig vom Fachdienst Landwirtschaft beim Landkreis Fulda. „Wildfruchthecken bieten Vögeln und Kleinsäugern Unterschlupf, im Frühjahr Nahrung für Insekten und im Herbst Naschereien – auch für den Menschen.“ Generell ist Nutzungsvielfalt ein wichtiges Stichwort: durch Bepflanzung und Pflanzengemeinschaften sonnige Inseln schaffen genauso wie schattige Plätze, Windschutz und Regenschutz. Wer sich gut auskennt, kann unterschiedliche mikro-klimatische Gartenzonen schaffen, die dazu noch pflegeleicht sind, wenn die Pflanzen sich im Laufe des Jahres überwachsen und somit Fremdanwuchs unterdrücken.

Wie vielfältig die Gärten im Landkreis Fulda sind, soll der Wettbewerb „Regional bauen und leben“ zeigen, für den man sich ab sofort mit der Vorstellung seines Gebäudes oder seines Gartens bewerben kann. Gesucht sind Grundstücke, die als gutes Beispiel für regionalbewusste Gestaltung vorangehen. Ein Beispiel ist der Garten von Sabine Schneider in Rönshausen. „Hier wird der Natur Raum gelassen“, sagt Jürgen Simon vom Fachdienst Regionalentwicklung, der den Wettbewerb initiiert hat. Gemäht sind hier nur die Wege, die Sabine Schneider durch den Garten läuft – zum Beispiel, um zur Gartenhütte zu gelangen oder zu ihrer Hängematte. Der restliche Teil darf wachsen. Das bedeutet nicht, dass der Garten verwildert. Das, was „wild“ aussieht, hat Struktur und ermöglicht Lebensraumvielfalt: Neben zweijährigen Wildpflanzen und zahlreichen Bodendeckern, hierzu zählen zum Beispiel Storchenschnabel-Arten, Seggen, Immergrün, Teppich-Beinwell, Elfenblume und mehr, finden sich in Sabine Schneiders Garten zum Beispiel auch Totholz- und Legestein-Haufen. Zur Wegebefestigung wurde zum großen Teil Naturstein genutzt, und Staudenbeete finden genauso Platz wie Bauerngarten-Elemente und verschiedene Hochbeete mit Erdbeeren, Kräutern und Gemüse. Die tierischen Gartenbewohner finden mit Insektenhotel, Vogelhaus und Futterstellen zusätzlichen Raum. Und Sabine Schneiders ganz persönliche gestalterische Note wird in jeder Ecke deutlich – mit stilvollem Upcycling und kreativen Mosaik-Elementen, die zum Beispiel die Gartenbank zieren. Ein Ort der Ruhe für Mensch und Natur. 

Der Wettbewerb

Der Wettbewerb „Regionalbewusst bauen und leben“ wird vom Fachdienst Regionalentwicklung beim Landkreis Fulda ausgerufen. Mitmachen können Bauherrinnen und Bauherren beziehungsweise Eigentümerinnen und Eigentümer aus dem gesamten Landkreis Fulda. Bewerben kann man sich entweder mit einem Garten oder mit einem Gebäude. Hierfür gilt es, einen Fragebogen auszufüllen und Fotos einzureichen. Teilnahmeschluss ist der 2. September 2024. Eine Experten-Jury bewertet die Einreichungen, anschließend werden die jeweils fünf besten Gärten und Gebäude als Best-Practice-Beispiele auf der Webseite des Landkreises Fulda präsentiert. Zudem erhalten die Gewinnerinnen und Gewinner je einen 50-Euro-Gutschein, der bei Betrieben des Rhöner Charme eingelöst werden kann. Alle Infos, die Teilnahmebedingungen sowie die Bewerbungsunterlagen findet man online auf www.landkreis-fulda.de/regionaltypisches-bauen. Hier werden auch die Gewinnerinnen und Gewinner aus der ersten Runde des Wettbewerbs aus dem Jahr 2021 vorgestellt. Ansprechpartner ist Jürgen Simon: Telefon 0661 6006-7970, E-Mail: regionalentwicklung@landkreis-fulda.de

Beispielhafte Elemente eines regionalen/naturnahen Gartens: 

  • Haus-/Hofbaum
  • kleine Bäume zum Schattenspenden
  • Alternative zur Wegebefestigung: Kiesel, Splitt, Sand, Wiesenwege, Bohlen
  • wenn eine Wegefestigung notwendig: heimische Steine, Ackerlesesteine, Basalt, Sandstein, Vollziegelsteine und Natursteine aus Hausabbrüchen (wieder)verwenden
  • Befestigung durch Böschungsbepflanzung und Naturstein-Trockenmauern
  • durch Bepflanzung und Pflanzengemeinschaften Nutzungsvielfalt schaffen
  • Mischkulturen (Diversität) mit Fruchtfolgen und unterschiedlichen Wachstumsebenen
  • gestalterische Note (Upcycling: Leitern als Zaun, Kaffeekanne als Nistkasten, alte Fahrräder als Rankhilfe etc.)
  • Nutzgehölze (Idealfall: Streuobstwiesen)
  • Verzicht auf Kunstlicht zu Dekozwecken
  • Kräuterbeete
  • gepflegt (Terrasse mit Stauden und Blumen) darf neben „unordentlich“ existieren
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news-2546 Fri, 07 Jun 2024 14:51:07 +0200 „Die Rhön bleibt nicht verschont“ - Nils-Jonas Telle referierte auf Point Alpha über den Klimawandel im Biosphärenreservat https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/die-rhoen-bleibt-nicht-verschont-nils-jonas-telle-referierte-auf-point-alpha-ueber-den-klimawandel-im-biosphaerenreservat „Das Klima wird sich dramatisch verändern. Die Alarmglocken schrillen auch in der Rhön“, warnt Nils-Jonas Telle. Bei seinem Vortrag im Haus auf der Grenze von Point Alpha nahm er „Klimagewinner“ und „Klimaverlierer“ der Natur in den Blick. Simulationen prognostizieren bis zum Jahr 2100 in der Summe einen Verlust der Artenvielfalt und an Lebensraum, vermehrt Extremereignisse, einen Anstieg der Temperatur um 3,6 Grad Celsius sowie einen enormen Druck auf die Wasserressourcen. So vielfältig wie das landschaftliche Mosaik der Rhön, so unterschiedlich sind auch ihre Mikroklimate. Flora und Fauna sind ein komplexes System mit tiefgreifenden Abhängigkeiten und Verknüpfungen. „Dennoch lassen sich Trends der Entwicklung beobachten und anhand von Modellen statistisch darstellen“, verdeutlicht Telle, der sich in der Thüringer Verwaltungsstelle im UNESCO-Biosphärenreservat intensiv mit Biodiversität, Klima und Hydrologie beschäftigt. Pressemitteilung der Point Alpha Stiftung

Auch das Biosphärenreservat mit dem Grünen Band bleibt von Anomalien nicht verschont: Im Sommer wird es weniger Regen, dafür im Winter mehr Niederschläge geben. Die Schneemenge wird weniger, Vegetationsphasen länger. Pro Grad Erderwärmung nimmt die Intensität von Starkregen um sieben Prozent zu, rechnet der Referent vor. Gerade in Hanglagen könne das zu Bodenerosion führen. In den Trockenperioden wird der Wassergehalt im Boden oft zu niedrig sein, Quellen versiegen zeitweise.
Zu den „Klimaverlierern“ in der Tierwelt könnten laut Telle klimasensible Arten wie Libellen, Schmetterlinge und Falter gehören. Aber auch die Alpenspitzmaus, die Kreuzotter, der Salamander und Vögel wie der Pirol, Kleiber oder Trauschnäpper wären wohl Auswander-Kandidaten. Zu den „Klimagewinner“ gehörten möglicherweise die Blauschwarze Holzbiene, der Trauerrosenkäfer, die Mönchsgrasmücke oder der Bienenfresser, der als Einwanderer fast in der Rhön angekommen ist. „Die einen müssen weichen oder verschwinden ganz, weil sie mit den Verhältnissen nicht zurechtkommen. Andere rücken nach“, stellte der Referent fest.

Dass sich die Menschen in der Rhön schon mitten im Wandel befinden, belegte er anschaulich an zahlreichen Grafiken und Tabellen. Ein Vergleich der Mittelwerte zwischen 1991 und 2020 hat ergeben, dass in diesem Zeitraum die Jahrestemperatur in der Rhön bereits um 1,2 Grad Celsius gestiegen ist, die Zahl der Tage mit über 30 Grad um vier zugenommen hat und es neun Tage weniger sind, bei denen die Temperatur unter 0 Grad fällt. Deutlich sind auch die Ergebnisse des Deutschen Wetterdienstes, die für Poppenhausen am Fuße der Wasserkuppe mit 1887 mit 5 Grad das kälteste Jahr und für 2018 mit 9 Grad das bisher wärmste Jahr registriert haben.

„Meteorologisch betrachtet, befinden wir uns noch in einer Eiszeit, Klima-Schwankungen sind in einem solchen Zeitraum natürlich“, erläuterte Telle zum Erstaunen der Gäste im gut besetzten Forum von Point Alpha. Die Extreme in der derzeitigen Warmphase aber seien von Menschen gemacht. 
Auf eine Erwärmung des Planeten von deutlich unter zwei Grad, im besten Fall 1,5 Grad, hatte sich die internationale Gemeinschaft im Pariser Klimaabkommen von 2015 geeinigt. „Es ist allerhöchste Zeit aktiv zu werden“, mahnt der Biosphärenreservats-Wissenschaftler zur Eile und verwies dabei auf Renaturierungsmaßnahmen, wie aktuell für das Schwarze und Rote Moor, das Kalktuff-Niedermoor Geblar oder die Feuchtflächen bei Kaltensundheim. „Wir haben nicht die Zeit zu warten und den Murks, den wir gerade fabrizieren, rückgängig zu machen.“

Die Lebensräume der Rhön – 43 Prozent Wald, 28 Prozent Grünland, 19 Prozent Ackerland, 6 Prozent Siedlung und Infrastruktur – sind mosaikartig verzahnt. Zu Beginn seiner Ausführungen hatte Telle kompakt die Geologie der Rhön, die Grundlagen des Klimas, die Unterschiede der Schutzgebiete sowie Zahlen und Fakten zum Nationalen Naturmonument „Grünes Band“ vorgestellt. Philipp Metzler, Studienleiter und Vorstand der Point Alpha Stiftung, moderierte schließlich im Anschluss an den Vortrag die lebhafte Diskussion mit dem Publikum. Dabei wurde vor allem über die Möglichkeiten und Lösungen für einen sinnvollen Umbau des Waldes gesprochen.

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news-2543 Wed, 05 Jun 2024 16:50:33 +0200 „Milch und Honig meets Rhöner Bergwiesen“ am 16. Juni in Gersfeld https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/milch-und-honig-meets-rhoener-bergwiesen-am-16-juni-in-gersfeld „Milch und Honig meets Rhöner Bergwiesen“: Die dritte Ausgabe des beliebten Gersfelder Erlebnismarktes am 16. Juni steht ganz im Zeichen des LIFE-Projekts „Rhöner Bergwiesen“, das dieses Jahr als offizieller Partner die Bühne im Schlosspark für seinen feierlichen Abschluss nutzen wird. Nach acht Jahren verabschiedet sich das von der EU und dem Land Hessen geförderte Projekt des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön mit einem bunten Bühnenprogramm, Mitmachaktionen und einem ganz besonderen Gast. Die traditionell bewirtschafteten bunt blühenden Bergwiesen und Hutungen in der hessischen Rhön sind ein einzigartiges Schatzkästchen der Artenvielfalt, vielerorts aber im Rückgang begriffen. Sie als Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten zu bewahren und für nachkommende Generationen zu erhalten, war und ist in den letzten acht Jahren das Ziel des LIFE-Projekts „Rhöner Bergwiesen“ gewesen. In enger Abstimmung mit Rhöner Landwirtinnen und Landwirten und der Unterstützung vieler weiterer Akteure ist es gelungen, auf den bedeutendsten Flächen im Biosphärenreservat in einem Projektgebiet von insgesamt 36.000 Hektar den Trend umzukehren und Vielfalt zu fördern.

Auf dem Milch- und Honigmarkt werden die Erfolge des Naturschutzprojekts im Rahmen eines bunten Festes mit Musik und vielen Mitmachaktionen präsentiert. Beim Bergwiesen-Quiz können Besucherinnen und Besucher ihr Wissen auf die Probe stellen und tolle Preise gewinnen. Wiesen mit allen Sinnen erleben, eine Saatgutbar, ein Infomobil, große und kleine Maschinen – dies und vieles mehr wird vom LIFE-Projekt geboten. Besonderes Highlight: Erstmals wird Bauer „Franz Habersack“ die Rhöner Bergwiesen treffen und auf der Bühne im Schlosspark Anekdoten auf Rhöner Platt zum Besten geben. Außerdem werden einige Ehrengäste erwartet. „Wir freuen uns, zum Abschluss nochmal die große Bühne für unser so wichtiges Projekt zu bekommen und laden Groß und Klein herzlich ein“, sagt LIFE-Projektleiterin Katharina Bach. „Wer bisher noch nichts von den Rhöner Bergwiesen und ihrer einzigartigen Vielfalt weiß, wird im Juni die Möglichkeit haben, uns und unsere Arbeit kennenzulernen.“

Drei Märkte an einem Tag

Auch die Junior Rangerinnen und Ranger des Biosphärenreservates, die dieses Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum feiern, stellen sich und ihre praktische Naturschutzarbeit auf der Bühne vor. Währenddessen laden im übrigen Schlosspark Info- und Erlebnisstände zu den Themen Milch und Honig zum Entdecken ein. Speziell für die kleinen Gäste werden Kinderschminken und eine Hüpfburg angeboten. Auf der Tierwiese können Schafe und Ziegen bestaunt werden. Parallel bietet der Biosphärenmarkt in der Stadthalle innovativen Ideen, regionalen Produkten, Projekten und Initiativen eine Bühne. Zahlreiche Partner und Unterstützer des UNESCO-Biosphärenreservats präsentieren Themen aus den Bereichen Naturschutz, Umweltbildung sowie Handwerk, Tourismus und Kultur. Buntes Markttreiben findet außerdem auf dem traditionellen Gersfelder Bauernmarkt rund um den Marktplatz statt, der am 16. Juni ebenfalls seine Stände präsentiert, während Geschäfte und Läden von 11-17 Uhr zum verkaufsoffenen Sonntag einladen. Veranstalter sind die Stadt Gersfeld und der Verein „Wir für Gersfeld e.V.“.

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LIFE
news-2542 Wed, 05 Jun 2024 08:22:02 +0200 Alter Ziegeleiweg in Wenigentaft: Ein neuer Themenrundweg zur industriellen Geschichte eröffnet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/alter-ziegeleiweg-in-wenigentaft-ein-neuer-themenrundweg-zur-industriellen-geschichte-eroeffnet Mit einer geführten Wanderung am neu konzipierten „Alten Ziegelweg“ wurde Pfingstsonntag feierlich der ca. 6 km lange Themenweg rund um Wenigentaft eingeweiht. Mit der Projektförderung des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) in Höhe von 22.562,40 Euro konnten neun Tafeln mit historischen Informationen und Fotos zur industriellen Geschichte dieser Grenzregion errichtet werden. Wenigentaft im Ulstertal gehört zu den Orten entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die zwischen 1952 und Mitte der 1980er Jahre durch eine massive Deindustrialisierung im Grenzgebiet der DDR betroffen war. Diese sinnbildlichen „Grenzerfahrungen“ prägten nicht nur die Einwohner stark, sondern auch die Landschaft in diesem Teil des heutigen UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Denn Wenigentaft lag im berüchtigten 500-Meterstreifen, in dem viele Häuser und Gehöfte mit jahrhundertelanger Geschichte damals zur „eigenen Sicherheit der Bürger“ abgerissen wurden. Hinzu kamen Zwangsumsiedelungen und auch der Rückbau von Infrastruktur wie beispielsweise Bahnlinien als Reparationsleistung an die Sowjetunion. Viel Geschichte auf kleinstem Raum, in kürzester Zeit.

Die Idee für den Themenrundweg „Alter Ziegelweg“ entstand schon 2015 unter den Einwohnern rund um die 1200-Jahrfeier von Wenigentaft. Hierzu wurden Projekte für die zukünftige Dorfentwicklung erarbeitet. Den ehemaligen Betrieben, Arbeitern, Häusern, Höfen und ihrer Zerstörung zu erinnern und somit die industrielle Geschichte Wenigentafts aufzuarbeiten war ein großes gemeinschaftliches Anliegen.“ so Johannes Ritz von der Gemeinde Buttlar.

Mit dem Start der Förderung durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz innerhalb der „Investiven Projekte zur nachhaltigen Entwicklung der Nationalen Naturlandschaften Thüringen“ 2021 wurde aus der Idee ein konkretes Vorhaben und ein Projektantrag für einen neuen Themenrundweg der Gemeinde Buttlar, Ortsteil Wenigentaft. Mit Bewilligung und Zuwendung konnten entlang verschiedenster Stationen Informationstafeln errichtet werden. Der Wanderweg beginnt am Bahnhofsparkplatz Wenigentaft, der einen bedeutenden Bahnhofsknoten für die gesamte Rhön darstellte und führt über die Dampfziegelei, die in der Spitze der Jahresproduktion von vier Millionen Ziegeln überregional bekannt war, über den Friedhof zum Nationalen Naturmonument „Grünes Band Thüringen“ bis hin zur Buchmühle.  Mit Blicken auf die alten Tongruben und dem Gestüt Mansbach sowie auf das Ulstertal kehrt die Wegeführung am Fuße des Standorfsbergs, an dem zu Kriegsende noch ein amerikanisches Flugzeug abgestürzt war, zurück nach Wenigentaft. Zeugen der industriellen Geschichte sind Relikte inmitten der Natur, denn hier befinden sich heute noch behauene Steine und Fundamentreste, beispielsweise der Seilbahn zur Tongrube im hessischen Mansbach.

Zur feierlichen Einweihung am Pfingstsonntag hatten sich ca. 45 Wanderer gegen 9:30 Uhr am ehemaligen Bahnhof Wenigentaft zusammengefunden, die bereit waren, den „Alten Ziegeleiweg“ gemeinsam zu entdecken. Der Rhönklub Zweigverein Geisa führte innerhalb von drei Stunden die Gruppe entlang des Themenrundweges und erläuterte mit viel Hintergrundwissen und Zeitzeugenberichten die industrielle Geschichte dieser Grenzregion. Zum Abschluss wurde ein großes Fest am ehemaligen Bahnhof in Wenigentaft gefeiert.

Mit dem „Alten Ziegeleiweg“ bei Wenigentaft ist eine neue touristische Attraktion entlang des Nationalen Naturmonuments „Grünes Band Thüringen“ entstanden, der einen weiteren Teil der Erinnerungskultur mit besonderem Naturerlebnis hier im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön verbindet. Ein sehr empfehlenswerter Ausflug für die ganze Familie.“ so Ulrike Schade, Dienststellenleiterin der Thüringer Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön.

Zu den Projekten

Bereits 65 „investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung in den Nationalen Naturlandschaften Thüringens" wurden durch das Thüringer Umweltministerium in den Jahren 2021 bis 2023 im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bewilligt. Damit fließen rund 2,2 Millionen Euro in die Region. Auch in diesem Jahr wurde zum Einreichen von nachhaltigen Projektideen aufgerufen, welche in den Jahren 2025-2026 umgesetzt werden sollen.

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news-2541 Mon, 03 Jun 2024 15:06:43 +0200 Hexenpfad in Fischbach: Mit neuen Infotafeln im frischen Design auf dem Weg zu Deutschlands schönstem Wanderweg? https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/hexenpfad-in-fischbach-mit-neuen-infotafeln-im-frischen-design-auf-dem-weg-zu-deutschlands-schoenstem-wanderweg Endspurt: Bis zum 30. Juni 2024 gibt es noch die Möglichkeit, für den Hexenpfad als Deutschlands schönster Wanderweg abzustimmen. Und damit die Wanderung oberhalb Fischbachs (Rhön) in der beeindruckenden Flora und Fauna des UNESCO-Biosphärenreservats noch erlebnisreicher wird, wurden im Mai mit der Projektförderung 2023 des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) in Höhe von 28.000 Euro neue Informationstafeln zu Lebensräumen und seltenen Tier- und Pflanzenarten errichtet und eingeweiht. Schon 2009/10 hatte der Landschaftspflegeverband (LPV) Thüringer Rhön e. V. innerhalb des Naturschutzgroßprojektes „Thüringer Rhönhutungen“ neun Stationen mit Gestaltungselementen und Informationstafeln zur Flora, Fauna und Landschaftspflege am Hexenpfad in Fischbach konzipiert und aufgestellt. Mit der Bewerbung zu Deutschlands schönstem Wanderweg entstand 2023 die Idee, diese Tafeln zu erneuern und ins neue Design des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön zu überführen, zumal auch weitere Tafeln des Schullandheims Fischbach und Naturschutzzentrums „Alte Warth“ entlang des Weges darüber hinaus in die Jahre gekommen waren und einer Überarbeitung bedurften.

Die Stadt Kaltennordheim beantragte als Projektträger die Förderung über das TMUEN innerhalb der „Investiven Projekte zur nachhaltigen Entwicklung der Nationalen Naturlandschaften Thüringen“ und stellte durch den Bauhof im Mai 2024 die fertigen Tafeln auf. Die Kooperationspartner LPV Thüringer Rhön und die Thüringer Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön erarbeiteten zuvor ein Informationstafelkonzept und passten die Ergebnisse des ehemaligen Naturschutzgroßprojektes für Jung und Alt an.

Das Ergebnis lässt sich sehen und ergänzt hervorragend die seit 2020 bestehenden Elemente des Familienwanderwegs. Die acht größeren Pulte geben Einblicke zu den verschiedensten Lebensräumen entlang des Hexenpfades (wie Kalkmagerrasen, Kernzonenwälder, Hutebuchen, Fließgewässer und Streuobstwiese), ihrer historischen Landnutzung und heutigen Bewirtschaftung / Landschaftspflege. Auf weiteren 20 Steckbrieftafeln werden Kindern und Erwachsenen seltene Tier- und Pflanzenarten in den verschiedenen Lebensräumen mit kleinen spannenden Fakten vorgestellt. Hervorzuheben sind hier der dem Wanderweg namensgebende Schmetterling „Berghexe“ und die kleine „Rhönquellschnecke“. Letztere gibt es nachweislich in den Quellen des Fischbachs, den man entlang der Tour auf halber Strecke überquert. Dabei ist allen Partnern in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit vor Ort wichtig, dass dieser „natürliche Schatz“ entlang des Hexenpfades auch für spätere Generationen durch schonende Bewirtschaftung und Landschaftspflege erhalten bleibt.

Großes Interesse von Nah und Fern am Hexenpfad

Viele Besucherinnen und Besucher haben die rund 5,8 km lange Rundtour zwischen den vulkanisch geformten Bergen Kolben und Umpfen bereits erwandert. Neben den landschaftlichen Schönheiten und Ausblicken sorgen die verschiedenen Spiel- und Entdeckerangebote gerade auch für Familien und Kindergruppen für einen besonderen Wanderspaß. Und auch Touristen und Einheimische können ihren Besuch nachhaltig gestalten: Der Hexenpfad führt entlang einer Kernzone durch eine Pflegezone des UNESCO-Biosphärenreservats. Es ist darauf zu achten, die Hunde anzuleinen und vor allem auf den Wegen zu bleiben. Denn seit Januar steht der „Hexenpfad“ zurecht auch zur Wahl als Deutschlands schönster Wanderweg.

Die Berghexe ist heute bei uns sehr selten geworden. Umso mehr freut es uns, dass bei einer Erfassung 2023 von den Kartierern mehrere Falter am Hexenpfad nachgewiesen wurden. Das heißt, der Schmetterling findet noch die richtigen Bedingungen hier. Es heißt aber auch, dass die Landschaftspflege in Zukunft unbedingt fortgeführt werden muss“, sagt Julia Gombert vom Landschaftspflegeverband „Thüringer Rhön“ e.V..

 „Wir sind sehr stolz darauf, dass es unser Hexenpfad in die Endrunde geschafft hat und nun Dank der vielfälligen Unterstützung dabei auch sehr gut im Rennen ist. Da wir eine sehr dünn besiedelte Region sind, lässt sich das bislang gute Abstimmungsergebnis auch nicht nur auf die Einheimischen zurückführen. Wir erleben jedes Wochenende anhand der Autokennzeichen, dass die Menschen von überall her zu uns kommen, um diesen besonderen Wanderweg zu erleben. Damit wir am Ende eine gute Platzierung erreichen können, bitte ich nochmal alle, uns hierbei mit ihrer Stimme zu unterstützen“, so Bürgermeister Erik Thürmer.

Der Hexenpfad in der Thüringer Rhön zeigt eindrücklich, warum die Rhön 1991 als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt wurde. Mit einer unbeschreiblichen Schönheit und Artenvielfalt zu jeder Jahreszeit, beginnend mit flächenhaften Vorkommen von Küchenschellen, später Orchideen, Leinkraut, Windröschen und Silberdisteln ist die Wanderung ein besonderes Naturerlebnis, ob Frühjahr, Sommer oder Herbst. Auf den Informationstafeln wird eindrücklich für Groß und Klein die Besonderheit des „Land der offenen Fernen“ und die Wertschätzung für diese Landnutzung „im Einklang mit der Natur“ aufgezeigt“, sagt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön.

Bis zum 30. Juni 2024 kann noch für den Hexenpfad abgestimmt werden. Wahlkarten gibt es u. a. in der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön Kaltensundheim / Stadtverwaltung Kaltennordheim / im Schullandheim Fischbach (Rhön) / bei den Butzen im Sommertal / Fischbach (Rhön) bei Familie Arnrich oder an der Ski- und Wanderhütte Rhönbrise bei Kaltenlengsfeld. Weiterhin kann auch in den Tourist-Informationen Hofbieber, Ehrenberg und weiteren votiert. Informationen zum Hexenpfad und Wahlkarten werden auch bei Veranstaltungen in der Region präsentiert. Für eine digitale Abstimmung geht es hier zum Online-Voting: https://wandermagazin.de/wahlstudio.

Zu den Projekten

Bereits 65 „Investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung in den Nationalen Naturlandschaften Thüringens" wurden durch das Thüringer Umweltministerium in den Jahren 2021 bis 2023 im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bewilligt. Damit fließen rund 2,2 Millionen Euro in die Region. Auch in diesem Jahr wurde zum Einreichen von nachhaltigen Projektideen aufgerufen, welche in den Jahren 2025-2026 umgesetzt werden sollen.

Eine Übersicht der Projekte findet man unter https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/mensch/kommunale-entwicklung/investive-projekte-zur-nachhaltigen-entwicklung-thueringen.

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news-2540 Wed, 29 May 2024 15:10:03 +0200 Reise zu den Sternen - Erlebnisse jetzt buchbar: Angebote zu Sternenparkwochen dienen der Besucherlenkung außerhalb von Schutzgebieten https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/reise-zu-den-sternen-erlebnisse-jetzt-buchbar-angebote-zu-sternenparkwochen-dienen-der-besucherlenkung-ausserhalb-von-schutzgebieten Die Rhöner Sternenparkwochen finden dieses Jahr vom 21. Juli bis 12. August 2024 statt und feiern gleichzeitig das 10-jährige Bestehen des Sternenparks Rhön. Diese besondere Veranstaltung verspricht erneut unvergessliche Erlebnisse rund um Sonne, Mond und Sterne in der atemberaubenden Natur der Rhön die ab sofort online buchbar sind. Pressemitteilung der Rhön GmbH

Die Sternenparkwochen sind ein Highlight für alle Natur- und Sternenliebhaber. In diesem Zeitraum gibt es eine Vielzahl an Angeboten, die von kulinarischen Erlebnissen über Führungen und Picknicks bis hin zu besonderen Übernachtungsmöglichkeiten reichen. Gäste und Einheimische können in den drei Wochen die Wunder des Nachthimmels auf vielfältige Weise entdecken. Dank der engen Zusammenarbeit mit den drei Verwaltungsstellen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und dem Verein Sternenpark Rhön e.V. wird erneut ein abwechslungsreiches Programm angeboten. Die Partnerschaft fördert das Bewusstsein für den Schutz der Nacht und die Bedeutung eines klaren Nachthimmels.

In der Mitte Deutschlands, wo Bayern, Hessen und Thüringen aufeinandertreffen, bietet der Sternenpark Rhön im UNESCO-Biosphärenreservat einzigartige Blicke ins Universum: In der gesamten Region kann man unzählige Sterne, kosmische Gasnebel und eine atemberaubende Milchstraße bewundern. Der Sternenpark ist ein Ort ohne Türen und Tore – einfach den Blick nach oben schweifen lassen und staunen.

Das gemeinsam entwickelte Programm der Sternenparkwochen umfasst kulinarische Angebote wie Picknicks unterm Sternenzelt und Verkostungen regionaler Spezialitäten, Führungen und Erlebnisse wie Nachtwanderungen mit zertifizierten Sternenparkführern und Nachtfotografie-Kurse sowie besondere Übernachtungsmöglichkeiten. „Wir freuen uns über ein abwechslungsreiches Angebot mit einigen Neuheiten - auch für Familien“, sagt Silvia Hillenbrand, Projektmanagerin bei der Rhön GmbH.

Ein besonderes Highlight ist die Aktion "Licht aus! Sterne an!" vom 10. auf 11. August. In einigen Ortslagen wird ein Teil der öffentlichen Beleuchtung abgeschaltet, um die Sicht auf den Nachthimmel zu verbessern und ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung zu setzen. 

Die Website ist online und die Angebote sind buchbar. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlen empfiehlt es sich, schnell zu sein. Das ganze Jahr über gibt es weitere attraktive Veranstaltungen und Angebote rund um den Sternenpark – schauen Sie direkt auf www.sternenparkrhoen.de vorbei.

Der Sternenpark Rhön bietet ein unvergessliches Erlebnis im Einklang mit der Natur. „Wir legen als nachhaltiges Reiseziel großen Wert auf unsere besondere Landschaft und deren Tier- und Pflanzenwelt“, betont Dr. Doris Pokorny, von der bayerischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats. „Sie können den Nachthimmel auch vom Balkon, der Terrasse oder ortsnah, sowie an unseren speziell ausgewiesenen Himmelsschauplätzen und Sternenkinos genießen. Zum Erhalt der natürlichen Artenvielfalt und aus Respekt vor der Natur ist es wichtig, beim Sterneschauen Schutzgebiete nicht zu betreten.“ - ergänzt Silvia Hillenbrand, von der Rhön GmbH.

Mehr Informationen zu den Sternenparkwochen, eine Übersicht aller Angebote und alle bislang eingerichteten Himmelsschauplätze finden Sie im Internet unter: www.sternenparkrhoen.de

Freuen Sie sich auch auf die Rhönschaf Erlebniswochen, die demnächst starten werden. Weitere Informationen hierzu folgen in Kürze.

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news-2538 Wed, 29 May 2024 13:45:44 +0200 Der Klimawandel in der Rhön - Informativer Vortrag am 6. Juni in der Gedenkstätte Point Alpha https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/der-klimawandel-in-der-rhoen-informativer-vortrag-am-6-juni-in-der-gedenkstaette-point-alpha Der dramatische Rückgang der biologischen Vielfalt und der spürbare Klimawandel gehören zu den globalen Herausforderungen unserer Zeit. Auch die Zukunft der Rhön ist davon betroffen. Welche Veränderungen und Probleme sind zu erwarten? Nils-Jonas Telle von der Thüringer Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön referiert am Donnerstag, den 6. Juni, auf Point Alpha über den „Klimawandel in der Rhön“. Beginn des Vortrages ist um 18.30 Uhr im Haus auf der Grenze. Der Eintritt ist frei. So vielfältig wie das landschaftliche Mosaik der Rhön ist, so divers sind auch ihre Mikroklimate. Dennoch lassen sich Trends der klimatischen Entwicklung in der Rhön beobachten und statistisch belegen. Von zunehmenden sommerlichen Defiziten im Wasserhaushalt, steigenden Starkniederschlagereignissen, eine sich verändernde Vegetationsperiode, stetig neue Temperaturrekorde bis zu Kranichen bei uns bereits im Januar sind nur einige wenige Punkte, die angesprochen werden sollen. Wie sich diese Entwicklungen und Anomalien im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und am Nationalen Naturmonument (Grünes Band) zeigen und welche "Klimaverlierer" und "Klimagewinner" es gibt, soll in diesem Vortrag skizziert werden.

Der Vortrag richtet sich an alle Interessierte. Fachwissen ist nicht erforderlich.

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news-2537 Wed, 29 May 2024 10:30:00 +0200 Das Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ – Eine große Chance für die Artenvielfalt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/das-naturschutzgrossprojekt-thueringer-kuppenrhoen-eine-grosse-chance-fuer-die-artenvielfalt-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen Gemeinsam die Artenvielfalt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön erhalten und fördern – das ist Ziel des Naturschutzgroßprojektes „Thüringer Kuppenrhön“, das im Juni 2020 gestartet ist. Das Projektgebiet ist nicht nur von einer besonderen Vergangenheit geprägt, sondern beheimatet auch zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten, wie den Goldenen Scheckenfalter oder die Vogelart Bekassine. Bis zum Jahr 1989 verlief hier die ehemalige innerdeutsche Grenze. Aufgrund der Unzugänglichkeit einerseits und der Offenhaltung des sogenannten Schutzstreifens andererseits entstand eine Kette wertvoller Biotope als Rückzugsort und Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Noch bis Ende September 2024 befindet sich das Naturschutzgroßschutzprojekt in der Planungsphase. Ideen und Konzepte im Sinne einer nachhaltigen Landnutzung fließen in den von einem Fachbüro erstellten Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) ein – das zentrale Element der Planungsphase. Mit der Maßnahmenumsetzung des Projektes soll ab dem kommenden Jahr in einer zweiten Phase begonnen werden.
Ein solches Projekt ist eine große und kräftezehrende Herausforderung. Dies wurde seitens der Projektleiterin Corinna Hoßfeld bei der letzten Sitzung der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) am 15. Mai innerhalb der Planungsphase deutlich gemacht. Aus der Erfahrung mit dem bereits umgesetzten Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Rhönhutungen“ konnte Julia Gombert, Geschäftsführerin des LPV „Thüringer Rhön“, allerdings berichten, dass sich der Aufwand und die Mühe lohnt. Der LPV hat gute Erfahrungen gemacht und ist nun als einer der beiden Träger-Gesellschafter bei der „Thüringer Kuppenrhön“ sozusagen „Wiederholungstäter“. Manuel Neukirchen, der als Vertreter und fachliche Begleitung der bundesweit tätigen Heinz Sielmann Stiftung, dem zweiten Träger-Gesellschafter, anwesend war, hob den ökologischen und landschaftlichen Wert des Projektgebietes hervor. Mit diesem Projekt, so Neukirchen, bestehe die Chance, „die unvermeidbaren Veränderungen in Gesellschaft und Landnutzung mit zu gestalten und zu agieren“. Die mittlerweile 6. Sitzung der PAG symbolisierte nicht nur einen gemeinsamen Abschluss, sondern einen Beginn zugleich. Folglich wurden nicht nur die Fortschritte seit der letzten Sitzung präsentiert, sondern auch gemeinsam Ideen für die Umsetzungsphase entwickelt. Alle Anwesenden sehen die Chancen eines Naturschutzgroßprojektes und wollen diese in der Thüringer Rhön verwirklichen. Hierzu wird es weitere und intensivere Abstimmungen geben. Das Stimmungsbild zum Ende der Sitzung war recht eindeutig: Die Grundlagen sind geschaffen, um kooperativ und partnerschaftlich in die Maßnahmenumsetzung übergehen zu können. Was genau am Ende in welchem Umfang realisiert wird, wird das Umsetzungsprojekt zeigen.

Zum Gebiet des Naturschutzgroßprojektes

Das ca. 4.830 ha große Projektgebiet erstreckt sich in Thüringen über die Hohe Rhön bis in die Vorderrhön. Das verbindende Element ist dabei der ehemalige innerdeutsche Grenzstreifen, das heutige „Grüne Band“, das zwischen Kolonnenweg und der heutigen Landesgrenze von Thüringen zu Bayern und Hessen verläuft. Das Grüne Band wurde im November 2018 als Nationales Naturmonument unter Schutz gestellt. Entlang dieses ca. 112 km langen Bandes befinden sich perlschnurartig aufgereiht elf Teilgebiete mit unterschiedlichen landschaftlichen Ausprägungen, wie das einzigartige Stedtlinger Moor ganz im Süden, artenreiche Feuchtgrünländer in der Klingser Aue, ausgedehnte Kalkmagerrasen am Weinberg bei Unterweid und am Rasdorfer Berg bei Geisa oder die Ulsteraue.

Die hohe standörtliche Vielfalt bringt ein breites Spektrum an Lebensräumen hervor, wie zum Beispiel kleinräumig wechselnde Wald- und Offenlandlebensräume mit zahlreichen Übergängen. Sie prägen dieses Gebiet und machen seinen hohen Wert für die biologische Vielfalt und den Biotopverbund aus.

Bedrohte Vielfalt

Doch Veränderungen in der Landnutzung, wie der Rückgang traditioneller Landnutzungsformen v.a. der Schafbeweidung, führen dazu, dass die hohe Struktur- und Artenvielfalt zunehmend gefährdet wird. Eine Tendenz, die deutschlandweit festzustellen ist, trifft leider auch auf die Rhön zu. Diesem Trend entgegenzuwirken und Flächen im Sinne einer nachhaltigen Landnutzung zu entwickeln, macht sich das Naturschutzgroßprojekt zur Aufgabe. Es bietet die Möglichkeit, alternative Landnutzungsformen mit einer langfristigen und nachhaltigen Perspektive zu etablieren und ist damit ein Glücksfall für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, welches sich als Modellregion für eine nachhaltige Entwicklung versteht.

Region im Sinne des Biosphärenreservats mitgestalten

Der Fokus des Naturschutzgroßprojektes „Thüringer Kuppenrhön“ liegt auf der Bewahrung und Förderung der Artenvielfalt in der Rhön – dazu gehört beispielsweise auch die Stabilisierung der Vielfalt der verschiedenen Lebensräume am Grünen Band oder die Wiedervernäs-sung von Grünland. „Es ist wichtig, die Feuchtlebensräume in der Rhön zu erhalten beziehungsweise wiederherzustellen, um daran gebundene selten gewordene Arten zu fördern, mit dem tollen Nebeneffekt auch Klimaschutz zu betreiben“, so Corinna Hoßfeld Projektleiterin des Naturschutzgroßprojekts „Thüringer Kuppenrhön“. „Auch die Entbuschung oder Neo-phytenbekämpfung - mit dem Ziel gefährdete und artenreiche Lebensräume zu sichern - gehört zu unseren Aufgaben. Gerade Neophyten wie der Riesenbärenklau stellen ein zunehmendes Problem dar.“ Des Weiteren beschäftigt sich das Projektteam auch mit der Etablierung naturnaher Beweidungsformen und tritt hierbei in Austausch mit den regionalen Land-wirten. „Wir blicken auf einen guten, konstruktiven Austausch zurück. Die Partner vor Ort sind dankbar, mitgenommen zu werden“, so Hoßfeld, die betont: „Die Arbeit des Naturschutzgroßprojekts als Chance für eine nachhaltige Bewirtschaftung zu begreifen – das wollen wir auch vor Ort in den Gemeinden und Betrieben vermitteln. „Wichtig ist uns, dass alle verstehen, dass wir Angebote unterbreiten, bei denen Partner freiwillig mitmachen“, so Hoßfeld.

Aktueller Stand des Projekts

Eine detailliert ausgearbeitete Maßnahmenplanung als Herzstück des Pflege- und Entwicklungsplans ist Grundlage für die Umsetzung und befindet sich aktuell in der finalen Abstimmung. Hierfür kommen im Rahmen der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe ca. zweimal jähr-lich die Vertreter der Landwirtschaft, der Gemeinden und Landkreise, der Forstwirtschaft, des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, des Tourismus und der Regionalvermarktung, der betei-ligten Behörden wie etwa den Naturschutzbehörden sowie Vertreter der Fördermittelgeber zusammen. Die Arbeitsgruppe hat eine wichtige beratende Funktion und wird auch die Um-setzungsphase begleiten.

Ein großer Schritt nach vorne

„Mit Abschluss der Maßnahmenplanung hat das Projekt einen großen Schritt nach vorne ge-macht! Denn nun ist klar, wo und welche Maßnahmen innerhalb der Projektkulisse möglich wären - der Konjunktiv ist wichtig, denn es handelt sich hierbei um eine Angebotsplanung. Naturschutzgroßprojekte basieren auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Das derzeitige Förderge-biet beinhaltet Maßnahmen zur Verbesserung und Wiederherstellung von Zielbiotopen sowie spezielle Artenschutzmaßnahmen“, so Johannes Urban, Projektassistent im Naturschutzgroß-projekt „Thüringer Kuppenrhön“.
Parallel wurden von der Thüringer Landgesellschaft die landwirtschaftlichen Hauptnutzer mit Bewirtschaftungsflächen im Projektgebiet des Naturschutzgroßprojektes befragt. Hierbei wer-den die betriebswirtschaftlichen und strukturellen Aspekte der Nutzer betrachtet und die Er-kenntnisse in die PEPL-Planung eingearbeitet. „Es wird daher bereits jetzt mit den beteiligten Akteuren ermittelt, wie es um die Akzeptanz der Maßnahmen bei den unterschiedlichen Inte-ressensgruppen steht. Denn diese ist ein wichtiger Aspekt für den Umsetzungserfolg“, so Urban.

„Naturschutzgroßprojekte bieten Chancen - nicht nur für die Natur, sondern auch für die Regionen und die dort lebenden Menschen“, heißt es auf der Homepage des Bundesamtes für Naturschutz (https://www.bfn.de/daten-und-fakten/naturschutzgrossprojekte-des-bundes). Das ist auch ein wichtiger Leitsatz im Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“. Daher sollten möglichst viele der beteiligten Flächennutzer an den Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt mitwirken.

Zum Hintergrund der Naturschutzgroßprojekte

Naturschutzgroßprojekte basieren auf dem seit 1979 bestehenden Förderprogramm „chance.natur - Bundesförderung Naturschutz“. Über „chance.natur“ können nur Gebiete ge-fördert werden, die im nationalen und internationalen Interesse für den Naturschutz außerordentlich wertvoll und für den betreffenden Lebensraumtyp in Deutschland besonders charakteristisch und repräsentativ sind. Das Förderprogramm soll zum dauerhaften Erhalt von Naturlandschaften sowie zur Sicherung und Entwicklung von Kulturlandschaften mit herausragenden Lebensräumen für besonders schützenswerte Tier- und Pflanzenarten beitragen . Naturschutzgroßprojekte gliedern sich in ein Planungsprojekt (Projekt I) mit einer in der Regel ca. 3-jährigen Laufzeit und einem bis zu 10 Jahre laufenden Umsetzungsprojekt (Projekt II). Im Projekt I wird ein Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) erstellt, der auf einer einge-henden Analyse des Planungsraums aufbaut und konkrete flächenspezifische Maßnahmen beinhaltet. Die Förderung erfolgt stets anteilig, wobei der Bund in der Regel 75 % der Gesamtkosten trägt. Die restlichen 25 % teilen sich das jeweils beteiligte Land und der Projekt-träger. Für das Umsetzungsprojekt ist derzeit ein Gesamtfördervolumen von mehreren Millionen Euro vorgesehen.
 

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Natur
news-2535 Tue, 28 May 2024 14:15:10 +0200 Eintauchen in das heimliche Leben der Rhöner Wildkatzen: Spannendes NaturEntdeckerCamp von Biosphärenreservat und VR-Bank Fulda https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/eintauchen-in-das-heimliche-leben-der-rhoener-wildkatzen-spannendes-naturentdeckercamp-des-unesco-biosphaerenreservates-und-der-vr-bank-fulda Gemeinsam die Natur im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön entdecken und dabei in das heimliche Leben der Rhöner Wildkatzen eintauchen: Welche Tiere leben in unseren heimischen Wäldern und was genau macht sie so besonders? Dies konnten zahlreiche junge Naturentdeckerinnen und Naturentdecker bei einer Erkundungstour im Wildpark Gersfeld erfahren. In Kooperation mit der VR-Bank Fulda fand kürzlich das erste NaturEntdeckerCamp im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön statt. Für die nächsten Monate sind weitere Erlebnis-Veranstaltungen geplant. Einige Plätze sind noch frei. Gemeinsam mit erfahrenen Naturführerinnen konnten die Kids in die Vielfalt der europäischen Wildtiere, von denen einige auch hier in der Rhön heimisch sind, eintauchen. Neben stattlichen Rothirschen gab es für die jungen Naturentdecker Wildkatzen, Fischotter, Uhus, Wildschweine und andere teilweise seltene Arten zu sehen. „Wir freuen uns, dass die Aktion so gut angenommen wurde und viele junge Menschen interessiert daran sind, unser Biosphärenreservat näher zu erkunden“, sagt Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. „Es ist schön, dass das Angebot Früchte trägt und bei den Kindern gut ankommt.“

Ein Schwerpunkt des Aktionstages lag auf der Wildkatze in der Rhön. Vor etwa 20 Jahren galt sie noch als ausgestorben - heute hat sie die Rhön wieder flächendeckend zurückerobert und kann zunehmend auch in freier Wildbahn beobachtet werden. Im Rahmen des NaturEntdeckerCamps konnten die Kinder erfahren, wie die Wissenschaft die Wildkatzen erfasst und welche Ansprüche die Katze an ihren Lebensraum hat. 

In den nächsten Wochen bietet die VR Bank Fulda weitere NaturEntdeckerCamps zu den Themen Biber, Walderlebnis und Kuh an. Einige Plätze sind noch frei, Anmeldungen erfolgen unter vrbankfulda.de/kinderevents. Torsten Hopf, Vorstand der VR Bank Fulda, freut sich über das rege Interesse: „Die Veranstaltungen mit dem Biosphärenreservat sind bereits ausgebucht. Weil das Angebot so dankbar angenommen wird, haben wir uns in diesem Jahr dazu entschieden, die Veranstaltungsreihe zu erweitern und noch mehr Termine anzubieten. Uns ist es als Partner der Region enorm wichtig, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, spielerisch zu lernen und Abenteuer zu erleben.“ Weitere Informationen zu den NaturEntdeckerCamps gibt es auf der Homepage der VR Bank Fulda. 

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