Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de Biosphärenreservat Rhön de-DE Biosphärenreservat Rhön Tue, 05 Jul 2022 11:04:01 +0200 Tue, 05 Jul 2022 11:04:01 +0200 TYPO3 EXT:news news-2192 Wed, 29 Jun 2022 13:20:00 +0200 130.000 Besucherinnen und Besucher waren dabei: Riesiges Biosphärencamp auf dem Fest zu 200 Jahren Landkreis Fulda https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/riesiges-biosphaerencamp-auf-dem-fest-zu-200-jahren-landkreis-fulda Über dieses Wochenende wird die Region noch lange sprechen: Mit insgesamt 130.000 Besucherinnen und Besuchern hat der Landkreis Fulda vom 24. bis 26. Juni auf dem Festgelände Schloss Fasanerie seinen 200. Geburtstag gefei-ert. In einem riesigen Biosphärencamp haben sich die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und der Verein Natur- und Lebensraum Rhön (VNLR) e. V. mit zahlreichen Partnern, allen voran die Rhön GmbH und das Netzwerk der Dachmarke Rhön, präsentiert. Der Kraftakt hat sich gelohnt. Tiere streicheln beim Wildpark Gersfeld, Weidenarmbänder basteln oder Nistkästen bauen mit den Junior RangerInnen, Holz zersägen beim Forstamt Hofbieber, Malen mit Pflanzenfarben, Spazierengehen mit den Rhön-Lamas, Köstlichkeiten der Rhöner Direktvermarkterinnen und Direktvermarkter genießen – und natürlich Rotmilan, Rhönquellschnecke, Edelkrebs, Wildkatze und die Biosphäre kennenlernen: Der Obst- und der Hofgarten des Schlossgeländes hatten sich drei Tage lang in ein riesengroßes Biosphärencamp verwandelt. In insgesamt 70 Pagoden präsentierten sich Partner aus Gastronomie, Landwirtschaft, Tourismus, Umweltbildung und Naturschutz. 

Monatelang hatten die Planungen und die Koordination gedauert, die wegen Corona mehrfach verschoben und angepasst werden mussten. Auch der Aufbau in der vergangenen Woche kostete einige Tage Zeit und Kraft. Die Verwaltungsstelle präsentierte ihre Themen und Projekte in zwei großen Tipis, einer neuen mobilen Ausstellung zum LIFE-Projekt „Rhöner Bergwiesen“ und einem Infostand der Zertifizierten Natur- und LandschaftsführerInnen. Zusätzlich hatten die Mitarbeiter des Naturparks Hessische Rhön mit Sitzgruppen, einer Wellenliege, Wanderschildern und Infotafeln einen Rhöner Wander-Rastplatz auf das Fasanerie-Gelände geholt, und in einer Pagode des VNLR erfuhren Interessierte unter anderem Näheres über das Erfolgsprojekt RhönWollets.

Ergänzend zu den Pagoden und Zelten mit zahlreichen Info-, Erlebnis- und Mitmachangeboten gab es jeden Tag ein buntes Programm auf der Biosphären-Bühne. So konnte in einer Live-Kochshow täglich ein anderes Rezept aus dem Rhönschaf-Genießerkochbuch probiert werden, die Junior Rangerinnen und Ranger stellten sich und ihre Aktionen vor, und unter dem Motto „Wo Gutes direkt von hier kommt“ erzählten Direktvermarkterinnen und -vermarkter von ihren Betrieben und aktuellen Herausforderungen. Weitere Programmpunkte waren eine tägliche Talkrunde "Wertschöpfung im Tourismus" und, als besonderes Highlight, der erste Anschnitt des neuen Rhöner Biosphären-Schinkens durch Landrat Bernd Woide mit Unterstützung auch aus den fränkischen und thüringischen Nachbarlandkreisen. Der Schinken konnte vor Ort erstmals probiert werden, bevor er am Ostheimer Wurstmarkt (8. und 9. Oktober) offiziell von allen beteiligten Metzgern in Umlauf gebracht wird. 

Am Festwochenende, das bereits am Donnerstag mit einer Feier für geladene Gäste begonnen hatte, waren alle 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und des VNLR im Einsatz. Hinzu kamen zahlreiche Ehrenamtliche, die die Biosphäre und ihre Projekte seit Jahren unterstützen. All die Anstrengungen, die besonders für das vierköpfige Kernteam von Verwaltung und VNLR ein Kraftakt waren, haben sich angesichts der überwältigenden Besucherzahlen, des tollen Wetters und des reibungslosen Ablaufs gelohnt. „Wir sind begeistert von dem, was der Landkreis Fulda – und unser Fachdienst Biosphärenreservat als Teil der Kreisverwaltung – gemeinsam mit den Partnern auf die Beine stellen konnte. Wir bedanken uns bei allen, die ihren Beitrag zu diesem unvergesslichen Fest geleistet haben", sagt Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. „Es ist gelungen, die Vielfalt der Rhön in all ihren Facetten zu präsentieren.“

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news-2191 Fri, 24 Jun 2022 17:59:46 +0200 Kernzone, Kulinarik, Karneval – Biosphären-Erlebnistag mit buntem Programm am 10. Juli https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/biosphaeren-erlebnistag-thueringer-rhoen Die Biosphäre in all ihren Facetten und die vielfältigen Erlebnisangebote kennenlernen: Hierzu laden die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und regionale Partner am Sonntag, 10. Juli, von 11 bis 18 Uhr ein. Beim zweiten „Biosphären-Erlebnistag“ stehen zahlreiche Angebote auf dem Programm – von Erlebniswanderungen über Live-Musik und Regional-Markt bis hin zu Aufritten des Karnevalvereins Kaltenwestheim. Erkunden kann man die drei Stationen ganz nach Belieben. Für den Transfer wird ein kostenfreier Shuttlebus angeboten, der zwischen 11 und 17.00 Uhr alle 30 Minuten am Busbahnhof in Dermbach startet und als Rundtour die Haltestellen Propstei Zella, Sportplatz Fischbach, Busbahnhof Kaltennordheim, Gymnasium Kaltensundheim, Wetzstein Kaltenwestheim und Erlebniswelt Rhönwald anfährt. Für die sportlichen Rhönerinnen und Rhöner bietet sich aber auch eine Fahrradtour für die etwa 27 Kilometer lange Strecke zwischen Dermbach und Erlebniswelt Rhönwald an.  

Station 1: „Verrückt auf Morgen“ – Propstei Zella/Rhön

Am neuen Bildungszentrum an der Propstei Zella/Rhön (Goethestr. 1) bietet die Biosphärenreservatsverwaltung zahlreiche Angebote zum Mitmachen und Entdecken an. Mittelpunkt der Aktionen werden die Themen Streuobstwiese und Biosphäre Rhön mit „Verrückt auf Morgen“ sein. Für das kulinarische Wohl sorgt die Gemeinde auf der Festwiese vor der Propstei. Um 13 und 15 Uhr finden Führungen im Klostergarten statt. Wer die Architektur und Geschichte der Propstei Zella näher kennenlernen möchte, kann um 14 und 16 Uhr an Führungen teilnehmen.

Station 2: Sommertal und „Butzen“ Fischbach

In Fischbach werden ab der Bushaltestelle kostenfreie Kutschfahrten zu den „Butzen“ (Im Spring 1) im Sommertal angeboten. An den Butzen – aus Holz gefertigte, minimalistische Nachtlager – findet eine Holzbildhauer-Ausstellung mit Einblicken in die Holzschnitzkunst statt. Die Kunstwerke werden innerhalb der Aktionswoche Holzbildhauer-Symposium angefertigt. Zudem gibt es ein kleines Markttreiben mit heimischen regionalen Produkten sowie von 14 bis 17 Uhr Live-Musik mit den „Rhöner Urtypen“. Wer lieber in die Natur möchte, kann um 12 und 15 Uhr an den Butzen zu einer Führung in die Kernzone Sommertal starten.

Station 3: „Biosphäre Helau!“ in der Erlebniswelt Rhönwald

Karneval im Sommer? Na klar! Um 13 und 15 Uhr bringt der Karnevalverein Kaltenwestheim jeweils ein einstündiges Programm auf die Bühne in der Erlebniswelt Rhönwald. Zuvor gibt es für Familien eine zweistündige Erlebniswanderung mit einer Zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin, die um 11 Uhr an der Erlebniswelt startet. Um 14 Uhr gibt es ein Bühnenprogramm mit Rhöner Mundart; weitere Höhepunkte sind ein kleiner Regionalmarkt und Angebote wie Kinderschminken, eine Hüpfburg, eine Bastelstation und ein Gaudiwettkampf für Kinder.

 

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Kinder Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön BRRhoen-TH Tipp
news-2189 Mon, 20 Jun 2022 09:50:11 +0200 Siebter Rhöner Himmelsschauplatz auf dem Gläserberg bei Dermbach eröffnet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/siebter-rhoener-himmelsschauplatz-auf-dem-glaeserberg-bei-dermbach-eroeffnet Auf dem Gläserberg bei Dermbach kann man künftig den Sternen ein Stück näherkommen. Im Rahmen einer Sternenparkführung haben die Gemeinde Dermbach, die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und die Rhön GmbH dort den fertiggestellten Himmelsschauplatz offiziell eingeweiht. Der Standort auf dem 670 Meter hoch gelegenen Gipfel des Gläsers besticht mit einem einmaligen Panoramablick. „Wir freuen uns, dass es Dank der Förderung durch das Thüringer Umweltministerium möglich war, den Standort weiter auszubauen und nun auch den Titel Himmelschauplatz tragen zu dürfen“, sagt Dermbachs Bürgermeister Thomas Hugk.Denn unsere schöne Region besticht nicht nur am Tag durch tolle Aussichten und offene Fernen – sondern auch der Nachthimmel hat viele Besonderheiten zu bieten. Mit den neuen Elementen lässt sich der Sternenhimmel wunderbar erkunden.“

„Als eine von nur fünf Regionen in Deutschland darf unsere Rhön den offiziellen Titel Sternenpark tragen“, ergänzt Bertram Vogel, Geschäftsführer der Rhön GmbH. „Der neue Himmelsschauplatz bietet unseren Gästen und Einheimischen auf dem Gläserberg beste Bedingungen zur Beobachtung des nächtlichen Sternenhimmels und wird für beeindruckende und unvergessliche Rhön-Erlebnisse sorgen.“

Mit den Standorten Weidberg (Erlebniswelt Rhönwald) und Gläserberg gibt es nun zwei Himmelsschauplätze auf Thüringer Seite und insgesamt sieben Himmelsschauplätze im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Die ersten fünf Standorte wurden im Herbst 2019 in Hessen eingeweiht. Zur Ausstattung aller Plätze, die für die offizielle Zertifizierung durch die Rhön GmbH geprüft werden, gehört neben Infotafeln zum Sternenpark und Schutz der Nacht auch eine Sternkarte, mit der man sich am Tages- und Nachthimmel orientieren kann. Durch Zusatzelemente wie zum Beispiel einen Polarsternfinder, Sonnenuhren oder Fernglasaufsetzer wird der Besuch eines Himmelsschauplatzes zu einem besonderen Erlebnis. Die Karte und den Polarsternfinder auf dem Gläser hat die Gemeinde Dermbach mit Fördermitteln aus dem Thüringer Umweltministerium zur nachhaltigen Entwicklung finanziert.

Bestandteil der neuen Sternenpark-Führungen

„Wir freuen uns, dass die Gemeinde die Fördermöglichkeit genutzt hat und so ein neues Highlight im Sternenpark geschaffen werden konnte“, sagt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Biosphärenreservatverwaltung. „Der Himmelsschauplatz wird künftig auch fester Bestandteil der Sternenparkführungen sein.“ Derzeit werden 20 neue SternenparkführerInnen in Bayern, Hessen und Thüringen ausgebildet. Nach ihrer Zertifizierung – die Abschlussprüfung findet Ende Juli statt – können die frischgebackenen Nacht-ExpertInnen Führungen im Sternenpark Rhön anbieten und über die Einzigartigkeit der Rhöner Nachtlandschaften und den Schutz der Nacht im Biosphärenreservat aufklären. Die Ausbildung absolvieren auch Thomas Wehner und Daniela Sell, die die Gäste an diesem Abend vom Schloss über die Dermbacher Klippen auf den Gläser begleiteten.

Auf dem Gipfel wurde die Gruppe von Dr. Peter Kroll empfangen, der eigens für die Eröffnung aus Sonneberg angereist war. In Zusammenarbeit mit der Sternwarte Sonneberg hatte die Sternenpark-Koordinatorin Sabine Frank die Idee für die Himmelsschauplätze und die Geräte entwickelt. Kroll erklärte, wie die Himmelskarte und der Polarsternfinder funktionieren. Bei klarer Sicht zeigte sich dann der Rhöner Abendhimmel von seiner besten Seite: Nach dem Sonnenuntergang legte sich die blaue Stunde mit ihren schönsten Farben über das Tal, und die ersten Sterne ließen nicht lang auf sich warten.

Hintergrund: Sternenpark Rhön

Sternenpark (Dark Sky Reserve) ist eine internationale Auszeichnung, die von der International Dark Sky Association (IDA) verliehen wird – an Kommunen und Schutzgebiete (z. B. Nationale Naturlandschaften wie das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön), die noch nahezu natürliche und besonders schützenswerte Nachtlandschaften aufweisen und/oder sich dem Schutz der Nacht verschrieben haben. Im August 2014 wurde dem länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön von der IDA die Auszeichnung verliehen.

Himmelsschauplätze im Sternenpark Rhön…

…unterstützen das eigenständige Erleben des Himmels bei Tag und Nacht und dienen der Wissensvermittlung zum Schutz der Nacht. Ausgestattet mit verschiedenen Elementen, bieten sie Laien die Möglichkeit, sich mit dem Himmel und seinen Phänomenen, dem Lauf der Gestirne sowie dem Rhythmus von Tag und Nacht auseinanderzusetzen. Besucherinnen und Besucher können den Rhöner Himmel auf besondere Weise erkunden und sich über die Bedeutung der nächtlichen Dunkelheit und Möglichkeiten zum Schutz der Nacht informieren. Nachts dienen sie der Besucherlenkung, indem sie bekannte Anlaufpunkte zur Sternenbeobachtung sind.

Qualitätsanspruch

Die Qualität der Himmelsschauplätze liegt darin, durch spezifische Ausstattungselemente Wissen zum Thema Astronomie und Schutz der Nacht zu vermitteln und gleichzeitig die Erlebbarkeit des Sternenparks Rhön zu fördern. Um als Himmelsschauplatz zu gelten, müssen daher an den einzelnen Standorten bestimmte Mindestanforderungen eingehalten werden. Diese tragen zu einer Individualität ohne Qualitätsverlust innerhalb der Gebietskulisse Rhön bei.Zur Qualitätssicherung wurde die Wortmarke „Himmelsschauplatz“ von der Rhön GmbH – Gesellschaft für Tourismus und Markenmanagement beim Deutschen Patent- und Markenamt markenrechtlich geschützt und innerhalb der Rhön koordiniert und vergeben.

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Sternenpark Rhön
news-2188 Wed, 15 Jun 2022 16:53:42 +0200 Gemeinsam für die Pflanzenvielfalt: Länderübergreifender Pflegezonentag mit Mitmach-Aktionen zur Bekämpfung der Lupine https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/laenderuebergreifender-pflegezonentag-mit-mitmach-aktionen-zur-bekaempfung-der-lupine Die aus Nordamerika eingeschleppte Stauden-Lupine (Lupinus polyphyllus) ist in der Rhön trotz jahrzehntelanger Bekämpfungsmaßnahmen noch immer ein Problem. Die hübsch lila blühende Pflanze, die mit ihren besonderen Wurzeln Stickstoff im Boden anreichert und damit die typischen Arten der mageren Rhöner Bergwiesen wie Trollblume, Teufelskralle und Arnika verdrängt, ist nach wie vor weit verbreitet. Großflächig gegen die invasive Art vorzugehen, erfordert jedes Jahr aufs Neue jede Menge Zeit und Kraft. Die Rhönerinnen und Rhöner können in diesem Jahr mit anpacken: Am 1. Juli 2022, dem ersten länderübergreifenden Pflegezonentag im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, gibt es öffentliche Aktionen zur Entfernung der Lupine und zum gemeinsamen Bestimmen von Tier- und Pflanzenarten. Zu dem Pflegezonentag laden die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und ihre Partner aus dem Bereich Landschaftspflege ein. Der Pflegezonentag komplettiert die Reihe der im vergangenen Jahr erstmals veranstalteten Aktionstage Kernzonentag und Entwicklungszonentag (dieser findet in diesem Jahr am 11. September statt). Die Pflegezonen umgeben die Kernzonen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, um diese von äußeren Beeinträchtigungen „abzuschirmen“. Hier geht der Mensch umsichtig mit der Natur um –  zum Beispiel für ökologisch orientierte Land- und Forstwirtschaft, Landschaftspflege, Maßnahmen zur Umweltbildung oder naturschonenden Tourismus. Viele naturnahe Wälder, aber vor allem die wunderschönen artenreichen Wiesen und Weiden der Rhön gehören zu den Pflegezonen.

Den Rhönerinnen und Rhöner diese einzigartige Vielfalt und Schönheit des Lebensraums Wiese in den Pflegezonen sichtbar zu machen und zu zeigen, wie gefährlich invasive Arten wie die Stauden-Lupine für die heimische Flora werden können, ist das Ziel an diesem 1. Juli. „Zur Landschaftspflege gehört in jedem Jahr auch die konsequente Entfernung der Lupine. In den sensiblen Schutzgebieten ist das nur mit mühsamer Handarbeit notwendig“, erklärt Ulrike Schade, Leiterin der federführenden Thüringer Verwaltungsstelle. Dabei erhalten die Verwaltungen der Biosphäre, der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. und die zuständigen Landschaftspflegeverbände regelmäßig externe Hilfe – zum Beispiel von Schulklassen. Am Pflegezonentag kann sich erstmals jeder, der möchte, beteiligen. „Wir freuen uns, wenn uns interessierte Rhönerinnen und Rhöner beim Schutz der Artenvielfalt unterstützen.“

Bayern: Bestimmen von Tier- und Pflanzenarten mit der ganzen Familie

Im bayerischen Teil steht die Artenvielfalt der von invasiven Pflanzen bedrohten Lebensräume im Vordergrund. Da man nur schützen kann, was man kennt und schätzt, laden wir zum gemeinsamen Bestimmen von Tier- und Pflanzenarten im Naturschutzgebiet „Trockengebiete nordwestlich Mittelstreu“. Nach einem kurzen Spaziergang, der einen Überblick über die Entstehungsgeschichte, Artenvielfalt, aber auch invasive Pflanzen gibt, stellen wir Feldführer und Literatur und laden zum gemeinsamen Bestimmen von Tier- und Pflanzenarten. Der Termin ist auch für Kinder, Jugendliche und Familien geeignet. Treffpunkt ist am 1. Juli um 15 Uhr die Kreuzung Frickenhäuser Straße / Abfahrt Birkighütte westlich Oberstreu. Anmeldungen per E-Mail an brrhoen@reg-ufr.bayern.de oder unter Telefon (0931) 380 1665 (montags bis freitags).

Hessen: Der Lupine geht es auf der Wasserkuppe an den Kragen

Im Hessischen Teil des Biosphärenreservats freut sich das Team des LIFE-Projekts „Rhöner Bergwiesen“ über tatkräftige Unterstützung. Treffpunkt ist am Freitag, 1. Juli, um 8.30 Uhr (Achtung, Uhrzeit von ursprünglich 8 Uhr geändert!) am Parkplatz Fuldaquelle auf der Wasserkuppe. Mit Sensen und Ampferstechern ausgestattet, verteilen wir uns auf Kleingruppen und gehen verschiedene Lupinen-Standorte auf der Wasserkuppe an. Dort werden unter fachkundiger Anleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des LIFE-Teams Lupinen gemäht oder ausgestochen. Werkzeug und Getränke werden gestellt. Wer eine eigene Sense hat, darf diese gerne mitbringen. Bitte an ausreichenden Sonnenschutz, festes Schuhwerk und angemessene Kleidung denken. Da wir mit scharfen und spitzen Gegenständen arbeiten, ist die Aktion leider nicht für Kinder geeignet. Ende ist gegen 13 Uhr. Anmeldung per Mail an info@br-rhoen.de oder telefonisch (montags bis freitags) unter (0661) 6006 7800.

Thüringen: Die Klingser Aue von der Lupine befreien

Im Thüringer Teil des Biosphärenreservats erwarten MitarbeiterInnen des Landschaftspflegeverbands Thüringer Rhön e. V. und der Biosphärenreservatsverwaltung ab 14 Uhr Interessierte an der Schnitzschule Empfertshausen (Andenhäuser Str. 2, 36452 Empfertshausen). Mit den Freiwilligen geht es vom Treffpunkt in die Klingser Aue, wo mit Ampferstechern unter fachgerechter Anleitung die Lupine – im besten Fall ohne Verlust der Samen – entfernt wird. Zuvor gibt es Infos zu den Lebensräumen in den Rhöner Pflegezonen und deren Beitrag zur Rhöner bzw. deutschlandweiten Artenvielfalt. Mitzubringen sind neben Sonnencreme und -hut unbedingt festes Schuhwerk und Arbeitskleidung. Werkzeug und Getränke werden zur Verfügung gestellt. Das Ende des Arbeitseinsatzes ist gegen 17 Uhr geplant. Diese Veranstaltung ist nicht für Kinder geeignet, da mit scharfen und spitzen Gegenständen gearbeitet wird. Die Anmeldung läuft bis zum 30. Juni 16 Uhr oder telefonisch (montags bis freitags) unter 0361 573923 330 oder per Mail: poststelle.rhoen@nnl.thueringen.de.

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news-2187 Fri, 03 Jun 2022 11:32:42 +0200 Farbe der Sehnsucht und der Naturwunder – und Warnsignal: Ausstellung „Warten auf Rot“ wird am 18. Juni eröffnet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/farbe-der-sehnsucht-und-der-naturwunder-und-warnsignal-ausstellung-warten-auf-rot-wird-am-18-juni-eroeffnet Die Kunstschaffenden des Vereins Nekst e. V. (Neuer europäischer Kunstsalon Thüringen) aus Meiningen präsentiert vom 18. Juni bis zum 15. August die Ausstellung „Warten auf Rot“ im Gewölbekeller des Biosphären-Infozentrums Propstei Zella. Der Eintritt ist kostenfrei. Zur Vernissage am 18. Juni um 15 Uhr laden der Verein und die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön alle Interessierten herzlich ein. In der Natur finden sich verschiedenste Rottöne, auf die es sich lohnt, sehnsüchtig zu warten: Sei es auf den blutroten Sonnenuntergang am Ende eines schönen Sommertages, auf das saftige Rot von reifen Kirschen, auf herrlich blühende Klatschmohn-Felder oder auf das strahlend rote Laub im Herbst. Kein Rot gleicht dem anderen, jedes ist individuell – und doch lohnt es sich, auf jeden einzelnen Rot-Ton zu warten, um diesen zu bestaunen.

Die Farbe kann aber auch als Warnsignal auftreten – in diesem Kontext kann nicht erst „auf Rot gewartet“ werden. Es gilt, jetzt zu handeln. Sei es in Bezug auf den Klimawandel, der uns immer weiter vor neue Herausforderungen stellt, oder auf den massiven Rückgang der Biodiversität. Hier ist die Botschaft, die einige KünstlerInnen vermitteln wollen, alarmierend und soll zum Nach- und Umdenken sowie zum nachhaltigen Handeln anregen.

„Mensch. Natur. Einklang.“ – nicht nur ein Ziel im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, sondern auch in der Kunst ein hochaktuelles Motto für jetzt und die Zukunft.

Die Ausstellung wird am 18. Juni um 15 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Sie ist bis zum 14. August im Gewölbekeller der Propstei (nicht barrierefrei), Goethestraße 1 im Dermbacher Ortsteil Zella/Rhön, zu sehen. Öffnungszeiten: montags 13 bis 16 Uhr, donnerstags und freitags 10 bis 16 Uhr, samstags und sonntags 13 bis 17 Uhr (Dienstag und Mittwoch Ruhetag).

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news-2186 Fri, 03 Jun 2022 08:49:27 +0200 Neues aus dem LIFE-Projekt: Wiesenbrüter, Bergwiesenschutz und mobile Ausstellung – Delegation informiert sich über den aktuellen Projektstand https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/neues-aus-dem-life-projekt-wiesenbrueter-bergwiesenschutz-und-mobile-ausstellung-delegation-informiert-sich-ueber-den-aktuellen-projektstand Das von der EU, dem Land Hessen und dem Landkreis Fulda geförderte LIFE-Projekt „Rhöner Bergwiesen“ steht kurz vor seiner Verlängerung. Über den aktuellen Projektstand und konkrete Naturschutzmaßnahmen im Projektgebiet informierte sich eine Delegation aus Vertreterinnen und Vertretern des Hessischen Umweltministeriums, des Regierungspräsidiums Kassel sowie der Agentur NEEMO, die im Auftrag der EU das LIFE-Projekt evaluiert. Erste Station der Bereisung war eine mit Projektmitteln zum Nahrungsbiotop für den Schwarzstorch umgestaltete Teichanlage der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) in der Gemeinde Poppenhausen. Projektleiter Elmar Herget gab Einblicke in die Maßnahmen zum Schutz des scheuen Waldbewohners, der die Feuchtwiesen und waldnahen Tümpel zur Nahrungsaufnahme aufsucht.

Auf der Wasserkuppe ging es um geplante Waldrodungen zur Herstellung von Verbindungskorridoren für Wiesenbrüter und die Neuentwicklung von Lebensraumtypen wie Bergmähwiesen und Borstgrasrasen, die im Schutzgebietsnetz Natura2000 im Fokus stehen. Auch kamen die unterschiedlichen Ansprüche der verschiedenen Nutzergruppen aus Flugsport, Tourismus und Naturschutz zur Sprache, für die jetzt im Rahmen des LIFE-Projekts ein neuer Prozess zum Interessenabgleich gestartet wird. 

Nächste Station war die Steinkopfhute. Das weitläufige Offenland um den Steinkopf und den Stirnberg stellt eins der wichtigsten Brutgebiete der hessischen Rhön für die Wiesenbrüter Braunkehlchen, Bekassine, Wachtelkönig und Wiesenpieper dar. Durch enge Zusammenarbeit mit Landwirten wie Stefan Hohmann und Moritz Weckbach wird sichergestellt, dass die Flächen offengehalten werden. Zum anderen werden sie durch die Einrichtung von Schonstreifen und Ansitzwarten im Sinne der Vögel optimiert. Um neue artenreiche Bergmähwiesen zu entwickeln, werden auf dem Plateau verschiedene Ansaatverfahren erprobt. Hierdurch sollen zusätzliche Lebensräume für Wiesenbrüter entstehen. Erste Erfolge stellen sich laut Elmar Herget bereits ein: „Auf den Ansaatflächen brüten schon Wiesenpieper und Baumpieper. Wir hoffen, dass von dem Maßnahmenpaket auch andere Vogelarten profitieren. Vielleicht kehrt sogar das Birkwild zurück, das hier schon häufiger in der Balzzeit gesichtet wurde.“

Zwei Highlights in diesem Jahr: Infomobil und neue Extratour

In seiner Begrüßung auf dem Rathausplatz in Wüstensachsen betonte Landrat Bernd Woide die Wichtigkeit des Bergwiesenschutzes in der Rhön: „Das Projekt hat schon jetzt gute Fortschritte für die bedrohten Grünlandlebensräume und Vogelarten unserer offenen Fernen erzielt. Auf dieser Ebene wollen wir weitermachen.“ Erstmals präsentierten die Projektverantwortlichen die neue mobile Ausstellung des LIFE-Projekts: In einem Anhänger untergebracht, zeigt sie auf kleiner Fläche alles, was es über die Rhöner Bergwiesen zu wissen gibt. „Das Angebot soll Groß und Klein Lust machen, sich über den einmaligen Schatz vor der Haustür zu informieren. Gleichzeitig möchten wir begreifbar machen, dass nur in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft die artenreichen Wiesen und Weiden der Rhön für künftige Generationen erhalten werden können,“ freut sich Elmar Herget. Für den Herbst kündigten die Projektverantwortlichen die Eröffnung einer neuen Extratour in der Gemeinde Ehrenberg (Rhön) an. „Der Wanderweg wird speziell die Hutungen rund um Ehrenberg in den Fokus rücken, die untrennbar mit der Geschichte unserer Dörfer verbunden sind. Zum 50. Geburtstag unserer Gemeinde können wir uns kein besseres Geschenk vorstellen“, betonte Bürgermeister Peter Kirchner.

Auch beim Besuch des Hilderser Buchschirms stand das Thema Öffentlichkeitsarbeit im Fokus. Mit einer Serie neuer Infotafeln im Projektgebiet soll auf die besonderen Lebensräume der Bergwiesen und Hutungen aufmerksam gemacht werden. Simone Guiducci, die gerade ihre Ausbildung als zertifizierte Naturführerin im Rahmen des LIFE-Projekts macht, zeigte anschaulich, wie sie bei ihren Führungen den Menschen die Bergwiesen näherbringt. Elmar Herget und Dr. Johanna Steger vom Fachdienst Natur und Landschaft des Landkreises Fulda betonten die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft. Christian Hohmann und Pascal Eichler sind zwei von drei Landwirten, die den Buchschirm bergmähwiesenfreundlich bewirtschaften und so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und der einzigartigen Lebensräume leisten.

Erhalt der Kalkmagerrasen in Nüsttal

Abschließend machte die Delegation noch Halt in Nüsttal. Hier steht der Erhalt der orchideenreichen Kalkmagerrasen im Fokus der LIFE-Maßnahmen. Aufwändige Entbuschungsarbeiten an den Standorten Krengelsberg und Linsberg haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dass die artenreichen Kalkmagerrasen wieder für die Landwirtschaft, vor allem Schafhalterinnen und Schafhalter, nutzbar geworden sind. Die mit LIFE-Mitteln umgesetzte Extratour Ulmenstein trägt seit 2018 maßgeblich dazu bei, die Öffentlichkeit über die sensiblen Lebensräume aufzuklären und die Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und Artenvielfalt begreifbar zu machen.

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LIFE
news-2185 Thu, 02 Jun 2022 17:03:48 +0200 Landwirtschaftsbetriebe für die Umsetzung von Keyline-Design auf Ackerflächen gesucht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/landwirtschaftsbetriebe-fuer-die-umsetzung-von-keyline-design-auf-der-ackerflaeche-gesucht Im Rahmen eines Forschungsprojekts in der Antragsphase werden kurzfristig Landwirtinnen und Landwirte, die gerne auf ihren Flächen Keyline Design umsetzen wollen, gesucht. Beteiligt ist die Universität Göttingen – Forschungspartner der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön –, der Keyline Designer Philipp Gerhardt, die Klimapraxis gUG und weitere Partner. Gesucht werden drei Betriebe (Aufruf an Betriebe aus allen Teilen der Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen) mit ackerbaulich bewirtschafteten Flächen, in denen ab 2023 in einem Zeitraum von drei Jahren Maßnahmen zum Wasserrückhalt sowie dem Hochwasserschutz und der Dürreprävention geplant, umgesetzt und beforscht werden können.

Möglich sind etwa das Ziehen von Versickerungs- und Bewässerungsgräben, verschiedene Arten der Tiefenlockerung, die Anlage von Speicherbecken oder die Pflanzung von Agroforststreifen.

Folgende Bedingungen sollten die Betriebe erfüllen:

  • Eigentumsfläche, zusammenhängend, ohne Landschaftselemente
  • mindestens fünf Hektar Schlaggröße
  • Gefälle mindestens drei Prozent
  • Ackerbaulich genutzt
  • Bereitschaft zu Erdbewegung und Agroforst-Pflanzung auf der Fläche
  • konventionell bewirtschaftet, ökologischer Landbau auch möglich

Die Klimapraxis gUG bittet um einen kurzen Betriebsspiegel mit Beschreibung der Lage und eine knappe Begründung, welche Vorteile gesehen werden, wenn auf dem Betrieb eine Keyline-Struktur umgesetzt werden würde.

Bitte senden Sie uns Ihre Unterlagen bis 15. Juli 2022 per E-Mail an sassa.franke@klimapraxis.de

Was ist Keyline Design?

Die Schlüssellinienkultur (engl. Keyline Design) ist eine Methode, mit der Wasser in der Landwirtschaft gesammelt, gespeichert und besser verteilt werden kann. Basierend auf der Geländekontur werden Bearbeitungs- und Pflanzmuster erstellt, die Ackerbau, Grünland oder auch Baumstreifen so ausrichten, dass Starkniederschläge gezielt aufgefangen werden und in den Flächen versickern können. So steht dem Betrieb das wertvolle Niederschlagswasser auch in trockenen Sommern noch als Grundlage für eine gesicherte Produktivität zur Verfügung. Dieser Lösungsansatz bietet eine Möglichkeit, den lokalen Folgen des Klimawandels zu begegnen und zeitgleich dazu beizutragen, den Klimawandel global abzumildern.

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news-2184 Thu, 02 Jun 2022 13:40:24 +0200 Neuer Beirat für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – Erstes Treffen nach Corona in der Hochrhönhalle Frankenheim https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/neuer-beirat-fuer-das-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-erstes-treffen-nach-corona-in-der-hochrhoenhalle-frankenheim Wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, die für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön von grundsätzlicher Bedeutung sind, erhalten die drei Verwaltungsstellen in Bayern, Hessen und Thüringen wertvolle Unterstützung. Regelmäßig wird der Beirat des Biosphärenreservats einbezogen: Die ehrenamtlichen Mitglieder dieses beratenden Gremiums bringen zusätzliche Kompetenz und neue Sichtweisen ein. Der für die Jahre 2022 bis 2024 neu berufene Beirat hat nun erstmals getagt. Thema in der Hochrhönhalle in Frankenheim war unter anderem das Projekt „Green Care – Natur und psychische Gesundheit“. Jedes Bundesland beruft für die Dauer von drei Jahren vier Mitglieder und jeweils eine/n Stellvertreter/in. Den Vorsitz des Beirats hat derzeit die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund inne. Dem aktuellen Beirat für die Periode 2022 bis 2024 gehören an: für Bayern Sonja Rahm (Bürgermeisterin Gemeinde Schönau a. d. Brend), Thomas Beck (Bayer. Staatsbad Bad Bocklet), Dr. Harald Volz (Bayer. Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising) und Daniel Zippert (Bayer. Staatsforsten AöR), in Stellvertretung Cordula Kuhlmann (Landkreis Bad Kissingen, Regionalmanagement), Michael Diestel (Bayer. Bauernverband und Agrokraft GmbH), Bertram Vogel (Rhön GmbH) und Mareike Vogler (Voglers Hofprodukte); für Hessen Melanie Kreutz (BUND Landesverband Hessen), Dr. Hubert Beier (VNLR), Michael Brand (MdB) und Stefan Zaenker (Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen e. V.), in Stellvertretung Bruno Günkel (Landkreis Fulda, Regionalentwicklung), Prof. Dr. Andreas Mengel (Universität Kassel, Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung), Jürgen Reinhardt (Rhönklub e V.) und Clarissa Plendl (Hochschule Fulda, Beauftragte für Klimaschutz) sowie für Thüringen Philipp Metzler (Point Alpha Stiftung), Susanne Casper-Zielonka (Kunststation Oepfershausen), Sven Pfeifer (Thüringen-Forst) und Christoph Friedrich (Bürgermeister Einheitsgemeinde Rhönblick), in Stellvertretung Katja Remde (Burgbauernhof Katzenstein), Daniela Sell (Zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin), Julia Gombert (NATURA 2000 Station Rhön) und Andreas Hundertmark (Bündnis 90/Die Grünen, Kreistag Wartburgkreis).

In der ersten Sitzung in Präsenz nach der coronabedingten Pause hatten die alten und neuen Mitglieder Gelegenheit, sich kennenzulernen, sich auszutauschen und Wünsche und Anregungen für die kommenden Jahre zu äußern. Die drei VerwaltungsleiterInnen Ulrike Schade (Thüringen), Dr. Doris Pokorny (Bayern, stellvertretend für den scheidenden Leiter Michael Geier) und Torsten Raab (Hessen) stellten aktuelle länderspezifische und -übergreifende Themen und Projekte vor.

Ein Pilotprojekt aus dem Rahmenkonzept des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ist „Green Care – Natur und psychische Gesundheit“. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt ist im Jahr 2018 in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt gestartet. Noch bis 2023 wird untersucht, wie die positive Wirkung der Natur genutzt werden kann, um psychischen Erkrankungen entgegenzuwirken. Hierzu wird ein naturbasiertes Angebot entwickelt und erprobt. Zudem wird untersucht, inwiefern sich die entwickelten Methoden eignen, um die psychische Gesundheit zu fördern. Über den aktuellen Stand berichtete die Psychologin Katharina Thümer, „Green Care“-Projektleiterin bei der Bayerischen Verwaltung. In einem weiteren Kurzvortrag stellte Anna-Lena Bieneck, verantwortlich für die länderübergreifende Öffentlichkeitsarbeit des UNESCO-Biosphärenreservats, die Kampagne „Verrückt auf Morgen“ vor – eine bundesweite Initiative aller 18 deutschen Biosphärenreservate, die Ende April gestartet ist. Ziel ist, die wichtigen Aufgaben und Ziele der Biosphärenreservate stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

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news-2183 Wed, 01 Jun 2022 13:33:27 +0200 Natürlich draußen – wo denn sonst: Aktionstag Bildungsarbeit am 15. Juli im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/natuerlich-draussen-wo-denn-sonst-aktionstag-bildungsarbeit-am-15-juli-im-fraenkischen-freilandmuseum-fladungen Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sind seit Beginn zentrale Aufgaben im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. In den vergangenen 30 Jahren ist das Programmangebot stetig gewachsen. Die Vielfalt dieser Angebote können die Besucherinnen und Besucher des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen am Freitag, 15. Juli, von 15 – 17.30 Uhr, bei einem Aktionstag „Natürlich draußen! Wo denn sonst?“ erleben und ausprobieren. Für Fachkräfte wird, ebenfalls im Museum, eine Tagung mit einem Expertenvortrag angeboten. Zu dem Aktionstag lädt die länderübergreifende AG Bildung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön alle interessierten Rhönerinnen und Rhöner herzlich ein. Der „Markt der Möglichkeiten“ findet von 15 bis 17.30 Uhr auf dem Museumsgelände statt. Hier präsentieren sich die unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure mit ihrem Angebot. Die Angebote sind kostenfrei, zu zahlen ist lediglich der Museumseintritt.

Anmeldungen für Stand

Interessierte aus dem Bereich BNE und Umweltbildung, die sich mit einem Stand am Markt der Möglichkeiten beteiligen möchten, können sich bis zum 1. Juli bei Joachim Schneider, Leiter des Naturerlebniszentrums (NEZ) Rhön, melden, Telefon (0931) 380 1641, E-Mail: joachim.schneider@reg-ufr.bayern.de

Tagung für Fachkräfte

Zur Weiterentwicklung und Qualifizierung der Bildungsarbeit im Biosphärenreservat gibt die Fachtagung unter dem Motto „Natürlich draußen – wo denn sonst?“ bereits ab 14 Uhr aktuelle Einblicke in die Umweltbildung und BNE. Ein Impulsvortrag von Prof. Dr. Ulrich Gebhard, Erziehungswissenschaftler an der Uni Hamburg und Bielefeld, Autor von „Kind und Natur“, thematisiert den Einfluss von Natur auf die kindliche Entwicklung. Eingeladen sind UmweltpädagogInnen, LehrerInnen, ErzieherInnen, Zertifizierte Natur- und LandschaftsführerInnen sowie andere AkteurInnen der Bildungsarbeit. Für einen Einblick in Bewährtes und Neuartiges in der praktischen Bildungsarbeit steht ihnen im Anschluss der Markt der Möglichkeiten offen.

Für die Tagung ist eine Anmeldung bis spätestens 1. Juli beim Haus der Langen Rhön erforderlich: Telefon (09774) 910 260, E-Mail: info-theke@nbr-rhoen.de

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news-2181 Tue, 24 May 2022 15:01:00 +0200 Familien in Dermbach und Ebersburg für Forschungsumfrage zum Thema Telemedizin gesucht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/familien-in-dermbach-fuer-forschungsumfrage-zum-thema-telemedizin-gesucht Wenn medizinische Leistungen über eine räumliche Distanz hinweg – also mithilfe digitaler Wege wie Apps oder Videotechnologie – angeboten werden, spricht man von Telemedizin. Im Rahmen einer Dissertation werden für ein Interview zum Thema ärztliche Versorgung und Telemedizin auf dem Land Familien aus der Gemeinde Dermbach im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sowie in Ebersburg (Hessischer Teil) gesucht. Die Promotion des Studenten Julian Gick wird von der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön mitbetreut. Es soll untersucht werden, unter welchen Rahmenbedingungen junge Familien telemedizinische Anwendungen nutzen und welche Faktoren auf die Nutzung oder auch auf die Ablehnung Einfluss haben.

Im Rahmen kurzer Interviews will der Student herausfinden, wie Familien in den Gemeinden Dermbach und Ebersburg zum Thema Telemedizin auf dem Land stehen: Was ist ihnen – speziell für ihre Kinder – wichtig bei der ärztlichen Versorgung in ihrer Gemeinde?

Interessierte Familien mit mindestens einem nicht-schulpflichtigen Kind können sich an Julian Gick wenden:  Tel. oder Whatsapp: (0163) 377 6160, E-Mail: gick.univechta@posteo.de.

Zeitraum für das Projekt: 15. Juni bis 31. Juli

Das Interview findet unter strengen datenschutzrechtlichen Richtlinien statt. Es kann persönlich, nach Wunsch aber auch telefonisch oder über eine Videokonferenz stattfinden.

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news-2177 Tue, 24 May 2022 11:35:00 +0200 Urwälder der Zukunft: Die Kernzonen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön kennenlernen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/urwaelder-der-zukunft-die-kernzonen-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-kennenlernen Die Kernzonen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön dienen dem Naturerleben bei besonderer Rücksicht auf Tiere und Pflanzen, der Umweltbildung und der ökologischen Forschung. Die „Urwälder“ der Rhön, in denen sich die Natur nach ihrer eigenen Dynamik entwickelt, bieten Lebensraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Am zweiten länderübergreifenden Kernzonentag am Freitag, 3. Juni, kann man diese Schätze bei kostenfreien Führungen in Bayern, Hessen und Thüringen kennenlernen. Die Verwaltungen des Biosphärenreservats laden dazu ein, die besondere Natur auf sich wirken zu lassen und Näheres zu Projekten, Zielen und Maßnahmen in den Kernzonen zu erfahren.

Bayern: Laubmischwald und Vulkangeschichte – Führung am Gangolfsberg

Die Kernzone Gangolfsberg stellt einen sehr naturnahen, für die Basaltkuppen der Rhön typischen Laubmischwald dar. Vom Wanderparkplatz aus über die Brücke des klaren Elsbachs geht es mit den Rangern Maik Prozeller und Florian Essel entlang des Flusstals durch einen Waldbereich, der bereits 1978 aus forstwirtschaftlicher Nutzung genommen wurde. Alte Buchen, Eschen und Bergahorne begleiten uns zur Basaltprismenwand, die von der vulkanischen Entstehungsgeschichte der Rhön zeugt. Die Streckenlänge beträgt ca. 4 km, festes Schuhwerk ist angeraten. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Wanderparkplatz Gangolfsberg am Franzosenweg, Oberelsbach. Anmeldungen bitte per Mail an ulrike.sofsky@reg-ufr.bayern.de

Hessen: Biodiversität, Buchen, Basalt – Führung am Schafstein

Der Schafstein mit seiner großen Basaltblockhalde und den uralten Buchen ist ein herausragendes Geotop und eine wichtige Kernzone im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Bei einer leichten Wanderung erläutert Jonas Thielen, Sachgebietsleiter Naturschutz bei der Hessischen Verwaltung, Wissenswertes zu dem Naturschutzgebiet und der umliegenden Kulturlandschaft. Auch gemeinsame Projekte mit dem Forst stehen im Vordergrund, die Führung wird von Bernd Mordziol-Stelzer vom Forstamt Hofbieber begleitet. Das Forstamt, das im Jahr 2020 zum „Modellbetrieb für Biodiversität PLUS“ ernannt wurde, ist verantwortlich für 15.000 ha Wald, der vor allem durch Buchen, Fichten und weiteren Laubbaumarten geprägt ist. Neben der nachhaltigen Produktion des Rohstoffes Holz liegt ein besonderer Fokus auf den Schutzfunktionen des Waldes. Das „Biodiv-Forstamt“ entwickelt verschiedene Maßnahmen, die dem Erhalt und der Steigerung der Biodiversität im Landeswald dienen sollen. In Zusammenarbeit mit der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats werden zahlreiche Maßnahmen zum Schutz von Mopsfledermaus, Schwarzstorch und Co. umgesetzt.

Die Streckenlänge beträgt ca. 6 km, dabei werden ca. 120 Höhenmeter überwunden. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Parkplatz Fuldaquelle auf der Wasserkuppe. Die Führung dauert etwa drei Stunden. Anmeldung bis spätestens 2. Juni an info@br-rhoen.de oder unter Telefon (0661) 6006 7800.

Thüringen: Mosaik der Vielfalt – Führung am Umpfen

Die Kernzone Umpfen zeichnet sich durch seine unterschiedlichen Strukturen aus. Bereits 1971 wurde der Steinbruch, der einen Großteil der Kernzone einnimmt, offengelassen. Hier sind die verschiedenen Entwicklungsstadien der Wiederbewaldung gut nachvollziehbar. Entlang der Route kommen wir an den Hang- und Schluchtwäldern mit den starken Buchen und alten Ahorn-Bäumen vorbei.  Ein Mosaik der Vielfalt ist hier auf kurzem Weg erlebbar. Die Exkursion wird vom zuständigen Revierleiter Gerrit Schmook begleitet.

Die Streckenlänge beträgt ca. 3,5 km, festes Schuhwerk ist angeraten. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Rhön-Brise Wanderhütte, Zum Umpfen 12, 36452 Kaltennordheim-Kaltenlengsfeld.
Eine Anmeldung an poststelle.rhoen@nnl.thueringen.de zur besseren Planung ist wünschenswert, aber nicht notwendig.

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news-2180 Tue, 24 May 2022 11:22:46 +0200 Durch das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön mit seinen Schätzen führen: Neuer ZNL-Ausbildungskurs startet Ende August https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/durch-das-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-mit-seinen-schaetzen-fuehren-neuer-znl-ausbildungskurs-startet-ende-august Sie führen durch das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön mit all seinen Natur- und Kulturschätzen und verstehen sich als BotschafterInnen der Region: Zertifizierte Natur- und LandschaftsführerInnen (ZNL) sind im Bildungs-, Erholungs- und Erlebnisangebot in der Rhön nicht mehr wegzudenken. Ende August 2022 startet ein Ausbildungskurs für neue ZNL im Thüringer Teil des Biosphärenreservats. Anmeldungen sind bis Ende Juli möglich. ZNL verstehen sich als „Botschafter ihrer Region“. Sie führen Einheimische und Touristen durch ihre jeweilige Heimat. Dabei setzen sie selbst gewählte inhaltliche Schwerpunkte – so kommt jedes Jahr ein vielfältiges Programm in Bayern, Hessen und Thüringen zustande. Sie kooperieren eng mit den Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sowie mit der regionalen Gastronomie und Tourismus-Akteuren.

Daniela Sell aus Dermbach ist Zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin in der Thüringer Rhön – und das aus Leidenschaft. „Ich bin in der Rhön geboren und verwurzelt. Mir ist es wichtig, etwas für meine Heimat zu tun. Als ZNL wirken wir an der Aufwertung des Tourismus mit“, sagt sie. Größte Motivation sei aber, in der einzigartigen Natur unterwegs zu sein und mit Menschen in Kontakt zu kommen. „Dabei dann noch Wissenswertes über die Region vermitteln zu können, ist einfach super!“

Am 27. August 2022 beginnt ein neuer ZNL-Kurs im Thüringer Teil des Biosphärenreservats. Die Ausbildung basiert auf einem bundesweit einheitlichen Rahmenlehrplan, der auf die Rhön angepasst wurde. Zu den Unterrichtsinhalten gehören Naturpädagogik, Kommunikation, Führungsdidaktik, Naturschutzrecht, Grundlagen der Ökologie sowie die Naturräume im Biosphärenreservat. Eine wichtige Rolle spielt zudem Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Der Lehrgang findet an insgesamt sieben Wochenenden in Zella/Rhön statt. Etwa ein Drittel des Unterrichts ist Exkursionen vorbehalten, um praxisnah zu lernen und sich in der Natur auszuprobieren. Letzter Unterrichtstag ist der 30. Oktober, im Anschluss folgen die Prüfungsteile. Dort liegt der Schwerpunkt auf der Erstellung eines Konzepts mit Wanderung.

Träger des Kurses ist der Heimatbund Thüringen e. V., der seit 2016 bereits 16 Lehrgänge organisiert und durchgeführt hat. Planung und Durchführung erfolgen in enger Kooperation mit der Thüringer Verwaltung des Biosphärenreservats. Die Teilnahmegebühr beträgt 250 Euro. Es stehen maximal 15 Plätze zur Verfügung. Interessierte können sich bis zum 31. Juli über den Heimatbund Thüringen e. V. oder bei der Verwaltung des Biosphärenreservats informieren und anmelden.

Das Anmeldeformular finden Sie im Downloadbereich auf dieser Seite. 

Kontakte für Rückfragen

Heimatbund: info@heimatbund-thueringen.de, Thomas Pohler, Tel. (0176) 96 84 92 35 und Hans-Joachim Petzold, Tel. (0176) 44 46 80 17 (Koordinatoren)

Thüringer Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, Ansprechpartner Nils Hinkel: nils.hinkel@nnl.thueringen.de, Tel. (0361) 57 3923 342.

 

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news-2179 Tue, 24 May 2022 08:52:46 +0200 650 Pflanzen, viele helfende Hände: Arnika in der hessischen Rhön gepflanzt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/650-pflanzen-viele-helfende-haende-arnika-in-der-hessischen-rhoen-gepflanzt Dem Schwund der Arnika im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön entgegenwirken: Das ist das Ziel im BUND-Projekt „Arnika Rhön“, das sich im Rahmen der Hessischen Biodiversitätsstrategie die Rettung der gefährdeten Heilpflanze auf die Fahne geschrieben hat. Bei einer Pflanzaktion in Dalherda (Gersfeld) haben kürzlich wieder viele helfende Hände mit angepackt. Unterstützt wurden die BUND-Mitglieder von Aktiven des Netzwerks Rhönbotanik sowie Anwohnern und Landwirten aus Dalherda. 650 junge Arnika-Pflanzen wurden von den Freiwilligen im Bereich einer lokalen Population hinzugepflanzt, zusätzlich wurde auf einer angrenzenden Parzelle ausgepflanzt und auch gesät. Diese Fläche wird künftig naturschutzkonform bewirtschaftet – hierzu hat der Landkreis Fulda gemeinsam mit dem Landwirt spezielle Maßnahmen wie eine späte Mahd und Beweidungszeiträume festgelegt. Das Ziel im 2018 gestarteten Projekt „Arnika Rhön“ ist es, der Arnika – Verantwortungsart im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – zu helfen, neue Populationen langfristig zu etablieren. Die ehemals weit verbreitete Heilpflanze gilt heute als gefährdet, ihre Bestände sind trotz aller Bemühungen seit Jahren rückläufig.

Mithilfe von regionalem Saatgut und daraus angezogenen Pflänzchen sollen im Projekt geeignete Biotope gezielt besiedelt werden. Hierfür werden zunächst Samen der gesetzlich geschützten Pflanze im nahen Umfeld der geplanten Ansiedlungsorte gesammelt – nach speziellen Regeln, die sicherstellen, dass nichts beschädigt wird und man „hochwertige“ Samen erhält. So gelingt oft eine Keimrate von etwa 90 Prozent, und selbst kleine, vom Aussterben bedrohte Populationen können noch gerettet werden. Die jungen Pflänzchen werden dann im Frühling „ausgewildert“. Zusätzlich werden Samen direkt ausgesät: Diese Pflanzen wurzeln von Anfang an tiefer ein und können klimawandelbedingte Trockenphasen besser überstehen. Anschließend erfolgen wiederholte Kontrollen.

Träger des Projekts ist der BUND-Kreisverband Fulda, der von Ehrenamtlichen des Netzwerks Rhönbotanik unter Leitung des Botanikers Uwe M. Barth unterstützt sowie von der Universität Kassel und vom Botanischen Garten der Philipps-Universität Marburg fachlich begleitet wird. Das Projekt, das noch bis 2023 läuft, wird mit Unterstützung der Oberen Naturschutzbehörde beim RP Kassel durchgeführt und aus Mitteln der Hessischen Biodiversitätsstrategie finanziert.

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news-2178 Mon, 23 May 2022 15:53:58 +0200 Deutschlandweiter Wettbewerb für junge Menschen – „Verrückte“ Ideen aus der Rhön gesucht! https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/deutschlandweiter-wettbewerb-fuer-junge-menschen-verrueckte-ideen-aus-der-rhoen-gesucht Bist du verrückt genug für uns? In 18 Schutzgebieten in Deutschland verändern die UNESCO-Biosphärenreservate die Welt mit innovativen Ideen, um ein nachhaltiges und klimafreundliches Miteinander von Mensch und Natur zu ermöglichen. Sie erproben das Leben von morgen, damit eine gemeinsame Zukunft auf diesem Planeten gelingen kann. Im Jahr 2022 haben die deutschen Biosphärenreservate die Initiative „Verrückt auf Morgen“ gestartet. Teil davon ist ein Mitmachwettbewerb für junge Menschen, bei dem die Einsendenden 1.000 Euro für die Umsetzung oder Fortführung des eingereichten Projekts im Bereich Zukunft und Nachhaltigkeit sowie die Patenschaft eines ausgewählten Biosphärenreservats gewinnen können. "Wir setzen bereits heute viele gute Ideen im Bereich Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Naturschutz und Soziales um. Aber das ist noch nicht alles. Wir wollen auch die allgemeine Bevölkerung einbinden. Wir suchen deine Idee, dein Projekt, dein Produkt oder deine Initiative, damit wir diese in oder durch eines unserer Biosphärenreservate gemeinsam weiterentwickeln können", erläutert der bekannte Fernsehmoderator und VIP-Wettbewerbsbotschafter Willi Weitzel, der auch in der Jury sitzt.

Wie funktioniert das Ganze? Sende uns deine Projektidee im Bereich Zukunft und Nachhaltigkeit – entweder als Einzelperson oder stellvertretend für eine Gruppe – bis zum 30. September 2022 über das Teilnahmeformular auf www.verrueckt-auf-morgen.de zu und gewinne 1.000 Euro für die Umsetzung oder Fortführung des eingereichten Projektes sowie die Patenschaft eines ausgewählten Biosphärenreservats.

In der Jury sitzt neben Willi Weitzel auch Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, sowie Vertreterinnen und Vertreter der UNESCO und der Biosphären-Schulen. Diese küren drei Gewinnerprojekte des Wettbewerbs "Verrückt auf Morgen", die auch auf der Roadshow mit Station in Berlin dem Bundestag vorgestellt werden.

Worauf kommt es an?

Maßgeblich ist der Innovationsgrad, mit dem Zukunft und Nachhaltigkeit im Rahmen eines Projektes vermittelt, gelebt, dargestellt oder analysiert werden. Außerdem von Relevanz ist die Anwendbarkeit des eingereichten Projektes für ein ausgewähltes Biosphärenreservat. Im Rahmen einer Patenschaft werden die drei Gewinnerprojekte umgesetzt oder weitergeführt.

Teilnahmebedingungen: https://verrueckt-auf-morgen.de/teilnahmebedingungen/

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news-2172 Mon, 23 May 2022 13:36:00 +0200 HINWEIS: Telefonische Forsa-Meinungsumfrage im Biosphärenreservat https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/forsa-meinungsumfrage-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen Im Juni und Juli führt die Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH, kurz Forsa, eine telefonische Meinungsumfrage im Auftrag der Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen durch. Darauf weisen die Verwaltungen hin. Die Umfrage wird anonymisiert ausgewertet. 

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news-2175 Fri, 20 May 2022 15:55:35 +0200 Oscar des europäischen Naturschutzes: Von Fuldaern entwickelte CaveLife-App gewinnt Natura-2000-Award https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rhoener-hoehlenforscher-gewinnen-europaeischen-naturschutzpreis Der Natura-2000-Award, die höchste Auszeichnung der EU für den Naturschutz, geht in diesem Jahr nach Deutschland: Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e. V. (VdHK) gewann in der Kategorie „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit“ mit seiner CaveLife-App. Entwickelt wurde die App von Christian und Stefan Zaenker aus Fulda – seit Jahren wichtige Partner in der Forschung und im Naturschutz im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Die Preisverleihung fand am 18. Mai 2022 im Berlaymont-Gebäude, dem Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel, statt. Natura 2000 ist das größte grenzüberschreitend organisierte Schutzgebietsnetz der Welt. Seit 2014 werden Gewinner in sechs verschiedenen Kategorien gekürt, die sich in besonderem Maße für den Naturschutz in Europa engagieren.

„Es ist eine große Ehre und Freude, denn wir halten sozusagen den Oscar des europäischen Naturschutzes in Händen. Die CaveLife App wurde von der Idee zu einem großen Projekt ohne finanzielle Unterstützung ausgebaut. Und sie wurde von Höhlenforscher weit über unsere Landesgrenzen hinweg unterstützt. Der Preis geht über die Anerkennung geleisteter Arbeit weit hinaus und zeigt, dass die Relevanz unseres geologischen Erbes gesehen wird,“ so die VdHK-Vorsitzende Bärbel Vogel bei der Preisverleihung in Brüssel.

Idee im Milseburgtunnel entstanden

Die Fuldaer Christian und Stefan Zaenker hatten bereits 2018 die Idee, wissenschaftliche Datenerfassungen mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel auch Laien zugänglich zu machen. Anstoß gaben Fledermaus-Kartierungen im Milseburgtunnel, deren Ablauf sie vereinfachen wollten. Zielgruppe der daraus entstandenen „CaveLife-App“ sind vor allem HöhlenforscherInnen und FledermausschützerInnen, die vor Ort bei ihren Exkursionen wissenschaftliche Daten erfassen können, die dann später in Schutzkonzepte einfließen können.

Programmiert wurde die App von Christian Zaenker, der Großteil der fachlichen Inhalte stammt von seinem Vater Stefan. Seit 1983 beschäftigt sich Stefan Zaenker mit der Zoologie „unter Tage“. Als Referent für Biospeläologie im VdHK koordiniert er nicht nur die faunistische Erforschung der deutschen Höhlen, sondern engagiert sich zudem seit vielen Jahren im Fledermausschutz und erforscht die Grundwasser- und Quellenfauna im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön.

Die Entwicklung der App ist ehrenamtlich erfolgt – auch das floss in die Entscheidung der fünfköpfigen Fachjury der EU ein, den Preis in der Kategorie „Cross Border Cooperation and Networking“ (grenzüberschreitende Zusammenarbeit) an das CaveLife-Projekt zu verleihen.

Für die beiden Fuldaer war die Reise nach Brüssel ein unvergessliches Erlebnis. „Allein in die Endausscheidung gekommen zu sein, war schon ein großer Erfolg für die deutsche Höhlenforschung. Den Preis jetzt auch noch zu gewinnen ist einfach unglaublich", sagt Christian Zaenker. Die Preisverleihung, die live im Internet übertragen wurde, sei vergleichbar mit dem Eurovison Songcontest, erklären die beiden mit einem Augenzwinkern. Hunderte NaturschützerInnen feierten vor Ort die PreisträgerInnen und TeilnehmerInnen, und es konnten dabei viele weitere internationale Kontakte geknüpft werden.

Höhlen und Karstgebiete

Höhlen und Karstgebiete sind empfindliche Ökosysteme und einzigartige geologische Besonderheiten. Zerstörung und Verschmutzung, sowohl an der Oberfläche als auch unter der Erde, sind deren größte Bedrohungen. Verunreinigungen können durch Regenwasser sehr schnell und ohne Filterung in das Grundwasser transportiert werden. Durch Gesteinsabbau verschwinden ganze Landschaften unwiederbringlich. Besonders extrem zeigt sich das derzeit im weltweit einzigartigen Gipskarst im Südharz, der akut vom Abbau bedroht ist, obwohl dies durch Gipsrecycling komplett verhindert werden kann. Deshalb hat der VdHK am Rande der Feierstunde einen offenen Brief an den EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei übergeben, um für das Geoerbe gleichfalls geeignete Schutzmaßnahmen in der EU festzulegen.

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news-2176 Fri, 20 May 2022 09:19:00 +0200 Betriebsausflug mal anders im Roten Moor: Freiwillige erneuern Zaun am Moorsee https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/betriebsausflug-mal-anders-im-roten-moor-freiwillige-erneuern-zaun-am-moorsee Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist mit tatkräftiger Unterstützung von Freiwilligen der Holzzaun am Moorsee im Roten Moor erneuert worden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Ingenieurbüros aus Gelnhausen packten im Rahmen eines Corporate-Volunteering-Einsatzes für zweieinhalb Tage mit an. Sie sind Teilnehmende des Programms „Ehrensache Natur“ von Nationale Naturlandschaften e. V., das es Unternehmen ermöglicht, sich praktisch für den Naturschutz zu engagieren. Unter der fachkundigen Leitung von Naturpark-Mitarbeiter Julian Fink und Ranger Arnold Will haben die zwei Frauen und vier Männer zunächst den alten Zaun am Ufer des Moorsees entfernt. Daraufhin wurden die neuen Pfosten gesetzt, Querriegel angebracht und neue Holzbohlen angeschraubt. Der vollständig geschlossene Zaun ist in erster Linie Schutz für die im und am See lebenden Vögel und Amphibien. Im südlichen Bereich des Seeufers haben die Freiwilligen außerdem eine sogenannte „Benjeshecke“ aus Totholz angelegt, die künftig als Sichtschutz und Unterschlupf für Insekten und andere kleine Tiere dienen soll.

Für Ranger Arnold Will war die Unterstützung durch Freiwillige eines Unternehmens die erste dieser Art. Die Hilfe kam genau zur rechten Zeit: Der alte Zaun war nach mehr als 15 Jahren im Einsatz morsch geworden und nicht mehr ansehnlich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Büros für Geotechnik und Umweltgeotechnik waren mit viel Spaß und Motivation bei der Sache. Der Einsatz sei ein schönes Kontrastprogramm, die sinnvolle Arbeit in der Natur für sein Team ein „Betriebsausflug mal anders“, bilanzierte Geschäftsführer Robert Pflug. Nach getaner Arbeit erhielten die Freiwilligen von Arnold Will noch eine Führung durch Hessens größtes Hochmoor.

Ehrensache Natur – Freiwillige in Parks

Etwas Sinnvolles tun, neue Menschen kennen lernen, Spaß haben, Wissen und Fähigkeiten erweitern, die (Um-)Welt aktiv mitgestalten: In vielen Nationalparken, Biosphärenreservaten und Naturparken in Deutschland, den Nationalen Naturlandschaften, sind „Freiwillige in Parks“ im Einsatz – in Teamarbeit mit hauptamtlichen Schutzgebietsbetreuerinnen und -betreuern und dem gemeinsamen Ziel, wertvolle Ökosysteme, Pflanzen und Tiere zu erhalten. Unternehmen, die Interesse an einem Corporate-Volunteering-Einsatz haben, können sich unter www.ehrensache-natur.de/corporate-volunteering/ informieren.

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news-2174 Wed, 18 May 2022 09:35:00 +0200 Rastmöglichkeit und Pflanzkübel für einen bunten Schlosshof: Kunststation und Natur Aktiv Museum aufgewertet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rastmoeglichkeit-und-pflanzkuebel-fuer-einen-bunten-schlosshof-kunststation-und-natur-aktiv-museum-aufgewertet Die 500-Einwohner-Gemeinde Oepfershausen ist ein Zentrum für Kunst und Kreativität, Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Die Außenbereiche der seit fast 30 Jahren bestehenden Kunststation und das im Jahr 2017 eröffnete Natur Aktiv Museum sind nun im Rahmen eines Förderprogramms des Thüringer Umweltministeriums aufgewertet worden. Das kommt Einheimischen und Touristen gleichermaßen zugute. Wer entlang der Extratour Vorderrhönweg wandert, kommt direkt an der Kunststation vorbei. Seit 1993 können sich hier alle Altersgruppen an hier künstlerischen und kreativen Techniken versuchen.

Die Semesterkurse und Workshops werden regional und überregional gut gebucht und bieten für Touristen ein ansprechendes Urlaubsprogramm. Aber auch, wer nur kurz einen Blick hineinwerfen, sich ausruhen und innehalten möchte, fühlt sich hier sofort willkommen – dank der herzlichen Atmosphäre, die die Leiterin Susanne Casper-Zielonka und das Team der Kunststation schaffen.

Diese Atmosphäre ist ab sofort auch draußen zu spüren: Die bisher wenig genutzte Terrasse ist saniert und aufgewertet worden. Das Fundament wurde erneuert und die Sitzgelegenheiten teilweise überdacht, auch Pflanzenkübel sollen hinzukommen. Herzstück ist eine Bank, die von der Holz-Künstlerin Ines Britz gestaltet wurde. Die im Vergleich zu anderen nahegelegenen Kunstorten wie in Meiningen eher kleine Kunststation zu halten, ist für den Verein Kunststation Oepfershausen e. V. nicht immer einfach. Deshalb freut sich der Verein über die Fördermittel aus dem Thüringer Umweltministerium, mit dem im vergangenen Jahr insgesamt 29 Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung im Thüringer Teil des Biosphärenreservats unterstützt wurden.

Rund 18.900 Euro sind in die Gestaltung des Außenbereichs der Kunststation geflossen. „Auf der Terrasse können wir künftig bei schönem Wetter Workshops anbieten. Wir freuen uns aber auch, wenn die Sitzecke von Wanderern genutzt wird, die eine Rastmöglichkeit suchen“, sagt Susanne Casper-Zielonka. 

Nur einen Katzensprung entfernt liegt das im Jahr 2018 eingeweihte Natur Aktiv Museum (NAM), das ebenfalls vom Kunststation-Verein, dem Förderverein Schwarzes Schloss e. V. sowie weiteren PartnerInnen – PädagogInnen, KünstlerInnen, Vereinen und Institutionen aus den Bereichen Bildung und Umwelt – getragen, gefördert und mit Leben gefüllt wird. Das Museum im Schwarzen Schloss, Dorfmittelpunkt der Gemeinde, ist kein Museum im klassischen Sinne, sondern Lernort, Forschungswerkstatt und Werkstatt für generationsübergreifende Projekte in einem. Dank des partizipativen Konzepts können die Besucherinnen und Besucher die Ausstellungsinhalte mitentwickeln und so beim Aufbau des NAM als Aktivmuseum mithelfen – hier gilt das Motto „Von Kindern für Kinder“. Der pädagogische Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von Mensch und Natur am Beispiel des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Kleine und große Besucherinnen und Besucher lernen die Biosphäre anhand spannender Forscheraufgaben rund um die Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde kennen.

„Das NAM ist ein Pilotprojekt im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung, das seinesgleichen sucht – denn hier steht kompetenzorientiertes, selbstständiges Lernen, Basteln und Erfahren ganz im Sinne der Biosphäre im Vordergrund“, betont Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des Biosphärenreservats. Die Verwaltungsstelle hat die Stadt Wasungen, die die Fördermittel für den Ortsteil Wasungen beantragt hatte, beim Projektantrag und der Ausgestaltung unterstützt. Mit der Zuwendung in Höhe von rund 13.000 Euro wurden Pflanzkübel beauftragt, die gleichzeitig Sitzgelegenheiten bieten.

Auch ein Sonnensegel und eine Regentonne mit Wassersammler wurden mitfinanziert. Die von Bildhauer Frank Meyer aus massivem Eichenholz gefertigten Pflanzkübel sind bisher einzigartig in der Rhön. Museumspädagoge Jörg Wagner freut sich nun darauf, die inzwischen bepflanzten Kübel gemeinsam mit den Kindern zu pflegen. So wird der Schlosshof bald bunt blühen und Museumsbesucherinnen und -besucher schon vor der Tür willkommen heißen.

 

 

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Mensch
news-2171 Tue, 10 May 2022 12:32:14 +0200 Umweltkommunikation, aber richtig: Vortrag als Video online zugänglich – nächster Vortrag am 30. Juni https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/umweltkommunikation-aber-richtig-vortrag-als-video-online-zugaenglich-naechster-vortrag-am-30-juni Worauf zu achten ist, damit Umweltkommunikation auch bei dem oder der Empfänger/in ankommen kann, haben Katharina Thümer und Luisa von Seggern rund 90 interessierten Teilnehmenden in einem Online-Vortrag „Umweltkommunikation – aber richtig!“ in der Reihe „In der Rhön – für die Rhön“ vermittelt. Die beiden Psychologinnen referierten zu Grundlagen der Kommunikation und stellten ein psychologisches Modell zur Erklärung von Umweltverhalten vor. Die Aufzeichnung der Veranstaltung kann man sich ab sofort online anschauen. „Alles ist Kommunikation! Unsere Gestik, unsere Mimik, unser Erscheinungsbild unsere Tonlage. Es ist wichtig, dass wir uns dessen bewusst sind, weil all dies neben dem, was wir sagen, sehr großen Einfluss darauf hat, ob und wie das Gesagte beim Empfänger ankommt“, führte Katharina Thümer von der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, die die Vortragsreihe veranstaltet, in den Abend ein. In Anlehnung an das prominente Modell der Kommunikation von Schulz v. Thun (2000) machte Thümer deutlich, wie wichtig klar und deutlich formulierte Nachrichten sind, um den EmpfängerInnen die „Entschlüsselung“ zu vereinfachen und so Missverständnisse zu minimieren. Anhand zahlreicher Beispiele erläuterte sie, wie etwa durch das Betonen von Gemeinsamkeiten oder die Verwendung von Ich-Botschaften anstelle von Du-Botschaften eine positive Beziehung zu den Gesprächspartnern hergestellt und so auch in konfliktbeladenen Situationen ein Zugang gefunden werden kann.

Aus dem „Psychologische Modell zur Erklärung umweltgerechten Alltagshandelns“ leitete Luisa von Seggern (Psychologists for future, Würzburg) weitere Empfehlungen für eine gelungene Kommunikation ab: So sei es wichtig, neben dem eigentlichen „Problemwissen“ unbedingt auch „Handlungs- und Wirksamkeitswissen“ zu vermitteln, um Hemmnissen in der Veränderung des eigenen Verhaltens hin zu einem umweltfreundlichen Verhalten entgegenzutreten. Werden konkrete Maßnahmen kommuniziert, könne es sinnvoll sein zu betonen, welche Arten von umweltfreundlichem Verhalten von Menschen einer den EmpfängerInnen nahestehenden sozialen Gruppe bereits umgesetzt werden, bzw. den regionalen oder besser noch lokalen Bezug herzustellen.

Emotionen waren ein weiterer Fokus des Abends: Das Hervorrufen von negativen Emotionen – zum Beispiel Angst vor Horrorszenarien in der Zukunft – resultiere beim Gegenüber oftmals in Bewältigungsstrategien wie Abwehr durch Verdrängung oder Bagatellisierung. Dagegen könne durch das Hervorrufen von positiven Emotionen – etwa durch die Betonung der Wirksamkeit kollektiven Handelns – Offenheit, Kreativität und Effizienz gefördert werden.

30. Juni: Von großen Bären und kleinen Wildschweinen

Der nächste Online-Vortrag der Reihe „In der Rhön – für die Rhön“ findet am Donnerstag, 30. Juni, von 19 Uhr bis 21.30 Uhr statt. Unter dem Motto „Von großen Bären und kleinen Wildschweinen“ geben Felix Papsch, Victoria Wunderle und Julia Tauer Einblicke in die Bildungsarbeit des Naturerlebniszentrums (NEZ) Rhön. NEZ-Mitarbeiter Felix Papsch stellt das im Jahr 2020 eröffnete NEZ und die dort stattfindende Bildungsforschung vor, die durch Abschlussarbeiten von Studierenden bereichert wird. So hat Victoria Wunderle, Lehramtsstudentin an der Universität Würzburg, den Einfluss von Sternenführungen auf die Naturverbundenheit und die Einstellungen zum Schutz der Nacht untersucht. Julia Tauer, Studentin im Bereich Biodiversität & Umweltbildung an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, präsentiert ihre Ergebnisse zum Einfluss eines Bildungsangebots für Grundschulkinder im Wild-Park Klaushof auf den Umgang mit tierischen Produkten.

Der kostenfreie Vortrag findet auf der Online-Plattform Edudip statt. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden ihren persönlichen Zugangslink. 

Zur Anmeldung: https://next.edudip.com/de/webinar/das-naturerlebniszentrum-rhon-und-seine-angewandten-forschungs-und-entwicklungsarbeiten-fur-die-bildung/1680298 

29. September: Seltene Schmetterlinge und die letzten „Hexen“ der Rhön

Seltene Schmetterlinge der Rhöner Kalkmagerrasen bringen Benno von Blanckenhagen und Janina Ebert den Teilnehmenden am Donnerstag, 29. September, von 19.30 bis 21 Uhr, näher. Die Rhön ist bekannt für ihre Vielgestaltigkeit: Bergwälder, Berg-Mähwiesen und Borstgrasrasen gehören ebenso zu den herausragenden Lebensräumen wie auch Moore und Kalkmagerrasen. Die Qualität der Biotope, ihre Größe und Vernetzung machen die Rhön zu einem Hotspot der biologischen Vielfalt, so auch für Schmetterlinge. Bedingt durch Biotopverluste, die Intensivierung der Landwirtschaft und den Klimawandel ist die Vielfalt der Tagfalter auch hier gefährdet. Besonders betroffen sind hochspezialisierte Falter wie die vom Aussterben bedrohte „Berghexe“ (Chazara briseis), die am thüringischen Gebaberg ihr deutschlandweit größtes Vorkommen hat. Benno von Blanckenhagen (Büro für ökologische Gutachten Marburg) unterstützt seit vielen Jahren das Monitoring der Tagfalter im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Janina Ebert (Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement der Universität Gießen) hat sich im Rahmen einer Studie der Frage gewidmet, wie der rückläufige Berghexen-Bestand langfristig erhalten werden kann.

Der kostenfreie Vortrag findet auf der Online-Plattform Edudip statt. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden ihren persönlichen Zugangslink. 

Zur Anmeldung: https://next.edudip.com/de/webinar/die-berghexe-und-das-tag-und-nachtfalter-monitoring-auf-kalkmagerrasen-in-der-rhon/1680314 

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news-2146 Mon, 09 May 2022 12:56:00 +0200 Biosphärenwochen vom 30. April bis 22. Mai – Rausgehen, durchatmen, entdecken https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rausgehen-durchatmen-entdecken-biosphaerenwochen-2022-vom-30-april-bis-22-mai Der Frühling ist da, in der Natur beginnt es zu blühen und zu zwitschern. Zum Start der Wandersaison laden die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen und der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. zusammen mit der Rhön GmbH zu den länderübergreifenden Biosphärenwochen ein. Die zweite Auflage des im vergangenen Jahr entstandenen Formats findet vom 30. April bis 22. Mai 2022 statt. Bei mehr als 50 Angeboten können die Rhönerinnen und Rhöner, aber auch die zahlreichen Gäste in der Rhön die einzigartige Kulturlandschaft mit ihrer Tier- und Pflanzenvielfalt kennenlernen. Grünes Band, Rhöner Ritter, Streuobst, Heilkräuter, Geologie, Sternenzauber: Die Zertifizierten Natur- und LandschaftsführerInnen (ZNLer) haben für die Biosphärenwochen ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Sie führen nicht nur zu zahlreichen beeindruckenden Orten im Biosphärenreservat, sondern teilen ihr Wissen über die Entstehung der Kulturlandschaft Rhön mit all ihren Schätzen. Welche wertvollen Lebensräume in der Rhön zu finden sind, welche zum Teil stark bedrohten Tiere und Pflanzen hier ihr Zuhause haben und welche Maßnahmen zu ihrem Schutz und Erhalt im Biosphärenreservat umgesetzt werden, erfährt man außerdem bei Vortragsabenden.

„Mit den Biosphärenwochen wollen wir die tollen Angebote unserer ZNLer, die seit vielen Jahren das Veranstaltungsangebot in der Rhön bereichern, in den Mittelpunkt rücken“, erklärt Michael Dohrmann vom NBR, der das Programm in Zusammenarbeit mit den Biosphärenreservatverwaltungen organisiert hat. „Die Führungen sind nicht nur ein tolles Erlebnisangebot im Biosphärenreservat, sondern gleichzeitig ein wichtiger Beitrag für eine umweltverträgliche Besucherlenkung“, ergänzt Ulrike Schade von der federführenden Thüringer Verwaltung. „Die Corona-Pandemie hat den Besucherdruck auf unsere Schutzgebiete noch einmal erhöht. Es wird immer wichtiger, dafür zu sensibilisieren, warum es wichtig ist, die Wanderwege nicht zu verlassen und die Tier- und Pflanzenwelt nicht zu stören.“

Alle Veranstaltungen und Infos zur Anmeldung finden Sie hier.

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news-2170 Mon, 09 May 2022 12:34:20 +0200 Nacht-Begeisterte aus aller Welt bei Europäischem Symposium zu Besuch im Sternenpark Rhön und in der Sternenstadt Fulda https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/schutz-der-nacht-symposium-in-der-rhoen 50 WissenschaftlerInnen, AktivistInnen und Nacht-Begeisterte aus der ganzen Welt haben sich Anfang Mai 2022 in der Sternenstadt Fulda zum 15. Europäischen Symposium zum Schutz der Nacht getroffen. Ziel war ein Austausch über den Schutz der Nacht vor zu viel künstlicher Beleuchtung. Spanien, Slowenien, Niederlande, England, Kroatien, Ungarn, Israel, Österreich: Die Liste der Länder, aus denen die Nachtschützerinnen und Nachtschützer aus den Bereichen Biologie, Astronomie, Lichtplanung, Tourismus und Naturschutz nach Fulda zum Symposium angereist waren, ist lang. Sogar der Direktor der International Dark Sky Association (IDA), Ruskin Hartley, ist aus den USA nach Fulda gereist.

In Vorträgen und Diskussionen wurden verschiedene Themenbereiche und Aspekte rund um das Thema „Lichtimmissionen im Spannungsfeld zum Schutz der Nacht“ umrissen. Unter anderem ging es um das Thema nachhaltigere Beleuchtung. Beispiel dafür waren der Sternenpark Rhön und die Sternenstadt Fulda, wo man sich um einen sparsamen Einsatz von Kunstlicht bemüht und, wo nötig, bereits insektenfreundlichere Leuchten einsetzt.

Licht und Sicherheit

Außerdem ging es um Messmethoden der Himmelshelligkeit und um Fragen der Kommunikation, auch in Bezug auf das Thema Sicherheit. Eine Kriminologin erläuterte, dass es keinen Zusammenhang zwischen Licht und Sicherheit gebe und Licht bei Nacht durchaus auch gegenteilige Effekte hervorrufen könne. In einem weiteren Beitrag ging es um die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema „Verlust der natürlichen Nacht“. Vorgestellt wurden zudem Forschungsergebnisse der Uni Würzburg zu den Auswirkungen von künstlichem Licht bei Nacht auf den Nachtfalterflug. Aufgrund seiner immensen Bestäubungsleistung wird der Nachtfalter von Forschern als „Biene der Nacht“ bezeichnet. Sein Schutz ist deshalb überaus wichtig. 

„Die rund 30 Vorträge und Diskussionen des Symposiums waren sehr spannend, aber auch sehr beunruhigend“, erklärt Sabine Frank, Sternenparkkoordinatorin beim Landkreis Fulda, die die Veranstaltung in Fulda federführend organisiert hat. „Das Symposium hat uns erneut gezeigt, wie wichtig es ist, das Kunstlicht in der Nacht noch besser und noch konsequenter zu reduzieren. Die Auswirkungen auf Tiere, Mensch und Natur sind immens“, fügt die wissenschaftliche Begleitung des Sternenpark Rhön, Dr. Andreas Hänel, hinzu.

Aufhellung auch in den Schutzgebieten

Neben den Vorträgen und Diskussionen haben die Teilnehmenden auch den Sternenpark Rhön besucht – unter anderem den Himmelsschauplatz in Nüsttal-Hofaschenbach, die Hohe Geba (Thüringen) und die Wasserkuppe, wo bereits im Jahr 2015 nachtfreundliche Beleuchtung installiert wurde. Aufgrund der Wetterlage mit tiefliegenden Wolken war jedoch auch zu sehen, wie stark die Nächte auch in den Schutzgebieten durch Reflexion des Lichts an Wolken aufgehellt sind.

Grußworte und Testimonials wurden im Laufe des Symposiums übermittelt von Dr. Frank Verse als Hausherr und Leiter des Vonderau-Museums, Ulrike Schade und Torsten Raab vom UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, Martin Heun, Hauptgeschäftsführer von der RhönEnergie Fulda sowie Michal Konow, Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda, der die Bedeutung des Sternenparks und der Sternenstadt als Standortfaktor hervorhob. „Die Teilnehmenden aus der ganzen Welt – allen voran IDA-Chef Ruskin Hartley – waren very impressed“, freut sich Sabine Frank.

Laut Frank ist es wichtig, das Thema immer wieder in den Fokus zu rücken. „Tag- und nachtaktive Tiere haben keine Chance. Licht, das nicht natürlich ist, gefährdet ihre Existenz, die für die Natur und damit für das Überleben der Menschen wichtig ist. Deshalb freue ich mich, dass wir das Thema und die ExpertInnen mit dem Symposium nach Fulda geholt haben.“
 

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Sternenpark Rhön
news-2169 Thu, 05 May 2022 08:38:32 +0200 Von Glücksbringern und Sommerboten – Bürgerbeteiligungsprojekt zu Schwalben und Mauerseglern https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/buergerbeteiligungsprojekt-zu-schwalben-und-mauerseglern Wo Schwalben brüten, wohnt das Glück – und eine Schwalbe allein macht noch keinen Sommer: In Sprichwörtern stehen Schwalben als Glücksbringer und Sommerboten, und wir sind ihre Anwesenheit in unseren Städten und Dörfern gewohnt. Doch Klimawandel, Insektensterben und auch Renovierungsarbeiten an Gebäuden sorgen dafür, dass die heimischen gebäudebrütenden Arten Mehlschwalbe und Rauchschwalbe an Wohnungsnot und Nahrungsmangel leiden – ebenso wie der Mauersegler. Um eine Übersicht über die Brutplätze dieser drei Vogelarten in der Rhön zu bekommen, sind die Rhönerinnen und Rhöner in Bayern, Hessen und Thüringen aufgerufen, Beobachtungen an die Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön zu melden.  Schwalben und Mauersegler stehen unter besonderem Schutz, und so sind auch ihre Nistplätze an Gebäuden geschützt. Alle drei Vogelarten leiden zunehmend unter Wohnungsnot, da ihre potenziellen Brutplätze wie beispielsweise Spalten und Hohlräume unter Dächern bei Renovierungsarbeiten meist verschlossen werden. Durch die zunehmende Versiegelung und Betonierung von Flächen fehlt außerdem immer häufiger Nistmaterial für den Bau der Nester. Da sich alle drei Arten ausschließlich von Fluginsekten ernähren, sind sie zusätzlich vom Insektensterben bedroht. Dies wird durch den Klimawandel noch verschlimmert, der zur Folge hat, dass ein Teil der Fluginsekten bereits aktiv wird, bevor die Zugvögel überhaupt aus Afrika zurück sind. Alle Faktoren zusammen führen dazu, dass der Bestand dieser Vogelarten in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist. Rauchschwalbe und Mehlschwalbe werden deswegen auf der bundesweiten Roten Liste bereits als „gefährdet“ eingestuft. 

Projekt läuft bis 30. Juni

Um herauszufinden, wie diese gebäudebrütenden Vogelarten im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön verbreitet sind, ist die Bayerische Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats auf die Hilfe der Rhönerinnen und Rhöner angewiesen. Ab Anfang Mai bis 30. Juni können Beobachtungen mit möglichst genauem Fundort und Funddatum, Anzahl der Vögel sowie Infos zum Brutnachweis – wenn möglich mit Foto vom Nest – an Tina Bauer gesendet werden. Per E-Mail an: artmeldungen@reg-ufr.bayern.de, Telefon: (0931) 380 1673 (Montag-Donnerstag 9-16 Uhr). Fotos können entweder per Mail oder WhatsApp-Nachricht an die angegebene Festnetz-Nummer gesendet werden. Alternativ können die Funde auch über die Plattform „Ornitho“ gemeldet werden. Alle Beobachtungen werden nur zum Zwecke der Erhebung der Artenverteilung gesammelt und anonymisiert ausgewertet.

Ergänzung zur Kartierung im Landkreis Fulda

Die Mauersegler-Erhebung dient zur Ergänzung der bereits im Jahr 2020 erfolgten Kartierung im Landkreis Fulda. Diesmal steht der komplette hessische Teil des Biosphärenreservats im Fokus.

Artensteckbriefe

Die Mehlschwalbe (Delichon urbica) ist mit ca. 12 cm ungefähr so groß wie ein Spatz und hat ein metallisch blau-schwarzes Gefieder. Im Flug kann man die Mehlschwalbe von der ähnlichen Rauchschwalbe gut an ihrem kurzen, schwach gegabelten Schwanz und an der komplett weißen Unterseite erkennen. Sieht man sie im Flug von oben, erkennt man sie gut am weißen „Bürzel“, einem weißen Fleck zwischen Oberkörper und Schwanz. Die Mehlschwalbe brütet gerne gesellig in der Nähe von Artkameraden und baut halbkugelige Nester aus Lehm mit einem kleinen Einflugspalt. Diese befinden sich an rauen Außenwänden unter Dachvorsprüngen immer außen an Gebäuden.

Eine weitere heimische Schwalbenart ist die Rauchschwalbe (Hirundo rustica), die mit 18 cm etwa so groß wie eine Amsel ist. Auch sie hat ein metallisch blau-schwarz glänzendes Gefieder. Im Gegensatz zur Mehlschwalbe hat die Rauchschwalbe aber einen deutlich längeren, stark gegabelten Schwanz, was man im Flug gut erkennen kann. Charakteristisch ist außerdem ihr rotbraunes Gesicht. Die Rauchschwalbe baut eher schalenartige Nester, welche sich im Gegensatz zur Mehlschwalbe im Inneren von Ställen, Scheunen oder Schuppen befinden. Für den Bau verwendet sie Lehm sowie Stroh, Heu oder auch Tierhaare. Wegen dieser Vorlieben ist die Rauchschwalbe oft in der Nähe von Nutztieren und Bauernhöfen zu finden.

Auch der Mauersegler (Apus apus) gehört zu den gebäudebrütenden Vogelarten. Mit einer Flügelspannweite von bis zu mehr als 40 cm ist er deutlich größer als die beiden Schwalbenarten. Der Mauersegler hat ein bräunlich bis schwarzes Gefieder und einen sehr kurzen, gegabelten Schwanz. Im Flug kann man ihn gut an seinen halbmondförmigen Flügeln und den schrillen „srriii srriii“-Rufen erkennen. Als Felsen- und Höhlenbrüter baut der Mauersegler im Gegensatz zu den beiden Schwalbenarten heute seine Nester in Hohlräumen oder Spalten von Hauswänden. Auch er brütet gerne in Kolonien und ist häufig in der Nähe von anderen Mauersegler-Neststandorten zu finden.

Vortrag zum Projekt am Donnerstag, 5. Mai

In einem Online-Vortrag am Donnerstag, 5. Mai, von 19 bis 20.30 Uhr, werden die Arten und ihre Lebensräume vorgestellt, und es wird detailliert erklärt, wie man sich an dem Projekt beteiligen kann. Außerdem gibt es Tipps zur Suche und Infos dazu, was jeder Einzelne tun kann, um Schwalben und Mauerseglern zu helfen. Der Vortrag ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich: https://bit.ly/3F9zflK

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news-2168 Wed, 04 May 2022 09:35:00 +0200 Zeichen der Gemeinschaft – Naturwerkstatt mit Spielplatz in Borsch eingeweiht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/zeichen-der-gemeinschaft-naturwerkstatt-mit-spielplatz-in-borsch-eingeweiht Eine Naturwerkstatt mit Spielplatz zum Klettern, Rutschen und Balancieren, mit Pavillon, mit Schautafeln, Insektenhotel und Relaxliege bereichert seit Kurzem das Areal rund um die „Borscher Hütte". Mit Mitteln des Nachhaltigkeitsbudgets des Thüringer Umweltministeriums wurde seit Sommer des letzten Jahres diese Erweiterung umgesetzt. Insgesamt wurden 25.400 EURO über eine 90%ige Förderung sowie Eigenmitteln der Stadt Geisa investiert.

Am vergangenen Wochenende gab es nun die feierliche Einweihung mit offizieller Übergabe der neusten Attraktion des Rhöndorfes. Ortseilbürgermeister Hubert Wilhelm begrüßte alle Gäste und hieß vor allen Dingen Landtagsabgeordneten Martin Henkel, Ulrike Schade von der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, Pfarrer Aloysius Ndiukwu sowie Bürgermeisterin Manuela Henkel und die Erste Beigeordnete der Stadt Geisa Simone Kleinstück willkommen.

Sein Dank ging an das Thüringer Ministerium für die finanzielle Unterstützung sowie an das Biosphärenreservat für die Begleitung des Projektes. Weiterhin dankte Hubert Wilhelm allen beteiligten Unternehmen, den Sponsoren und vor allen Dingen den freiwilligen Helfern, die dieses Projekt erst möglich gemacht hatten. „Ich möchte mich bei allen, die unter anderem beim Transport und Aufbau von Spielgerät, Pavillion oder Schautafeln geholfen haben, die Material zugesteuert oder ihre privaten Fahrzeuge zur Verfügung gestellt haben, die die Essensversorgung abgedeckt und die Fahrdienste übernommen haben, ganz herzlich bedanken“, so der Ortsteilbürgermeister. „Ohne Euch würde es weder die Borscher Hütte noch diesen Naturspielplatz geben.“

Im Förderprogramm wurden nur die Materialkosten beantragt, die Arbeitsleistung erfolgte komplett ehrenamtlich. Weiterhin dankte Hubert Wilhelm den Stadträten, Ortsbeiräten, Eva Pagel und Carmen Henkel von der Stadtverwaltung und der Kreisjägerschaft sowie dem Rhönclubzweigverein Geisa für die Unterstützung. „Die Quelle alles Guten liegt im Spiel“, zitierte Bürgermeisterin Manuela Henkel den Pädagogen Friedrich Fröbel. Beim Spielen vergessen die Menschen ihre Sorgen und Probleme, kommen runter und kommen damit auch zu sich. „Das gilt nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die Großen“, ist die Bürgermeisterin überzeugt. Auf dem Naturspielplatz bei der Borscher Hütte könne man das Spielen mit dem Entdecken, Lernen und Entspannen sehr gut verbinden und dazu noch einen phantastischen Blick auf die Rhön genießen. „Aber dieses Projekt zeugt von noch mehr“, so die Bürgermeisterin. „Es ist ein Zeichen Eurer Gemeinschaft und Eures Zusammenhaltes und das ist in diesen unstetigen Zeiten außerordentlich wichtig.“

Auch die Leiterin der Biosphärenreservatsverwaltung Ulrike Schade freute sich über das gelungene Projekt. „In der Rhön kann man nicht nur eine wunderbare Natur erleben, hier lebt der Mensch auch noch in Einheit mit der Natur“, stellte Ulrike Schade fest. Von den Borschern sei sie immer herzlich aufgenommen worden. „Die gute Gemeinschaft kann man hier deutlich spüren.“

Im Anschluss segnete Pfarrer Aloysius Ndiukwu die neue Anlage, die im März diesen Jahres fertiggestellt wurde. Die Errichtung der „Borscher Hütte“ geht bereits auf die 1.200 Jahrfeier des Ortes in 2015 zurück und wurde vom damaligen Erlös des Festes ehrenamtlich gebaut. Sie ist mittlerweile zu einem beliebten Ausflugsziel in der Region geworden. Wanderer, Naturfreunde, Betriebe, Vereine, Schulklassen und Kindergärten treffen sich hier.

Durch die Erweiterung gibt es nun noch mehr Möglichkeiten den Platz, der einen außerordentlich schönen Panoramablick bietet, zu nutzen. Musikalisch wurde die Einweihung von den Ulstertaler Blasmusikanten, den „Jungen Ulstertaler Blasmusikanten“ sowie vom Männerchor Concordia 125 Borsch gestaltet.

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Mensch
news-2165 Thu, 28 Apr 2022 15:55:00 +0200 Die deutschen Biosphärenreservate sind Verrückt auf Morgen! https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/die-deutschen-biosphaerenreservate-sind-verrueckt-auf-morgen In 18 Schutzgebieten in Deutschland verändern die UNESCO-Biosphärenreservate die Welt mit innovativen Ideen, um ein nachhaltiges und klimafreundliches Miteinander von Mensch und Natur zu ermöglichen. Sie erproben das Leben von Morgen, damit eine gemeinsame Zukunft auf diesem Planeten gelingen kann. Mit der Initiative Verrückt auf Morgen wird genau das bekannt gemacht und angeregt. Verrückt auf Morgen ist eine Initiative der Nationalen Naturlandschaften e.V., die im Frühjahr in 18 deutschen Biosphärenreservaten mit einem Morgenspaziergang in allen Schutzgebieten startet.

Mit dieser Kampagne möchten wir die Relevanz der deutschen Biosphärenreservate bekannt machen und ihre Mission voranbringen: für eine nachhaltige Zukunft auf unserem Planeten einzustehen.

Mit einem Mitmachwettbewerb, einer Roadshow mit über 60 Veranstaltungen durch ganz Deutschland und vielen Online-Aktivitäten bringen wir die deutschen Biosphärenreservate und ihre wichtige Aufgabe ins Bewusstsein der Menschen.

Kult-Regisseur Detlev Buck
Detlev Buck, ein Schirmherr, der nicht passender sein könnte. Als Kult-Regisseur seines 2006 im Biosphärenreservat Schaalsee gedrehten Kinderfilms „Hände weg von Mississippi“ hat Buck eine ganz besondere Verbundenheit zu den UNESCO-Biosphärenreservaten. „Automatisch bleibt die Umwelt nicht schön. Dafür muss man immer neu antreten. Das Gute ist, dass wir die Verantwortung nicht abgeben wie im Metaverse, sondern gleich um die Ecke soviel zu entdecken haben“. Buck, Bauernsohn und gelernter Landwirt aus Nienwohld/Schleswig-Holstein, ist davon überzeugt, dass das nur gemeinsam geht und setzt die Aufmerksamkeit bei allen Mitmenschen für die wunderschönen Orte, die in dieser Initiative im Mittelpunkt stehen.

Biosphärenreservate verändern die Welt
Von Rügen bis zum Berchtesgardner Land und vom Bliesgau im Saarland bis zur Schorfheide in Brandenburg: In 18 Biosphärenreservaten in Deutschland verändern wir die Welt mit innovativen Ideen, um ein nachhaltiges, ressourcenschonendes und klimafreundliches Miteinander von Mensch und Natur für uns alle zu ermöglichen.  

Wo Gutes direkt von hier kommt und wir Energie im Schlaf erzeugen
Die Biosphärenreservate sind Modellregionen der Zukunft, die das Leben von Morgen erproben. Wie sie das konkret machen und was daran verrückt ist, wird anhand von drei Reportagen filmisch dargestellt. Hier finden sich drei Beispiele aus über 270 Projekten, die wir zusammen mit den Menschen vor Ort und Partnerorganisationen und -unternehmen vorantreiben.

Mitmachwettbewerb für junge Menschen
Und nicht nur das. Auch Schülerinnen und Schüler sowie engagierte junge Menschen stecken ihre Köpfe im Rahmen des Kampagnen-Mitmachwettbewerbs zusammen. Willi Weitzel sitzt in der Jury des Mitmachwettbewerbs und freut sich schon, drei Gewinnerprojekte mit auszuwählen, die in ihren Ideen genauso spannend sein wirden, wie die Biosphärenreservate selbst, die diese Projekte als Paten weiterführen werden.  

Lassen Sie sich anstecken: Werden Sie verrückt auf Morgen!
Unterstützen Sie uns, die Initiative bekannt zu machen und ins Bewusstsein der Menschen zu rufen. In 60 deutschen Städten laden wir die Menschen ein, die Biosphärenreservate auf einer Verückt-auf-Morgen-Roadshow kennenzulernen.

Zum Abschluss der Roadshow treten alle Biosphärenreservate im Bundestag in Berlin an und unterstreichen die politische Wichtigkeit für ein nachhaltiges Morgen von Mensch und Natur. Um gemeinsam Zukunft zu gestalten.

Auch die Rhön ist verrückt

Die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen tragen die Initiative Verrückt auf Morgen mit und laden alle Rhönerinnen und Rhöner ein, dabei zu sein.

Neben dem deutschlandweit bekannten Moderator Willi Weitzel sitzt auch Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, in der Jury des Mitmachwettbewerbs „Verrückt auf Morgen“, der sich nicht nur an Schülerinnen und Schüler, sondern an alle engagierten jungen Menschen in der Rhön richtet. „Wir freuen uns auf frische Ideen, die wir mit den potenziellen PreisträgerInnen gemeinsam hier in der Rhön weiterentwickeln können“, sagt Ulrike Schade. 

Auftakt am Festwochenende 200 Jahre Landkreis Fulda
Bis in den November hinein wird es im Biosphärenreservat Aktionen rund um die Kampagne geben – auch bei der deutschlandweiten Roadshow ist die Biosphäre Rhön dabei. Den Anfang macht ein Auftritt auf dem Festwochenende zu 200 Jahren Landkreis Fulda vom 24. bis 26. Juni auf Schloss Fasanerie, wo es in einem großen „Biosphärencamp“ vieles zu entdecken und zu erleben gibt. Hier werden kleine und große Besucherinnen und Besucher auch „verrückt auf Morgen“ gemacht – seien Sie dabei!

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news-2166 Thu, 28 Apr 2022 15:16:24 +0200 Beteiligungsprozess: Jugendliche können Naturerlebniszentrum Rhön (NEZ) mitgestalten! https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/beteiligungsprozess-jugendliche-koennen-naturerlebniszentrum-rhoen-nez-mitgestalten Ein Ort, an dem man sich gerne aufhält und der das Thema Nachhaltigkeit greifbar macht – gestaltet von Jugendlichen für Jugendliche: Das will das Naturerlebniszentrum Rhön (NEZ) in Hammelburg werden. Dafür werden zwei Workshops mit der zukünftigen Zielgruppe veranstaltet: am 20. Mai in Hammelburg mit 11- bis 15-Jährigen und am 21. Mai in Bad Kissingen mit 16- bis 21-Jährigen. Ein Standort des Naturerlebniszentrums Rhön wird das Kellereischloss in Hammelburg. Sobald die Stadtbibliothek und die Touristinformation in das neue Bürgerhaus ziehen, können die Arbeiten für das neue Bildungs- und Informationszentrum des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön beginnen.

Erste Ideen hat das Team des NEZ Rhön für die Ausstellung und Gestaltung der Räumlichkeiten natürlich schon. „Hier in Hammelburg wird der Schwerpunkt auf der sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit liegen, also bei Fragen nach dem Konsum, der globalen Gerechtigkeit. Wir haben viel Platz, deshalb denken wir auch an Aufenthaltsbereiche und einen MakerSpace, die allen offenstehen. Damit soll das NEZ ein Ort werden, den man gerne regelmäßig besucht“, erklärt Joachim Schneider, Leiter der Einrichtung.

Damit das gelingt und sich die Zielgruppe auch wirklich vom neuen Zentrum angesprochen und sich dort wohl fühlt, startet das NEZ Rhön einen Jugendbeteiligungsprozess. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 11 und 21 Jahren aus dem Landkreis Bad Kissingen können ihre Meinungen und Wünsche zum NEZ Rhön einbringen. An zwei Workshopterminen, einmal für 11- bis 15-Jährige am 20. Mai im Pfarr-saal Hammelburg sowie am 21. Mai für 16- bis 21-Jährige im Penthouse des Jack-Steinberger-Gymnasiums Bad Kissingen, sollen, jeweils von 14 bis 17 Uhr, die Wünsche der Teilnehmenden erarbeitet werden.

Die Ergebnisse fließen direkt in die Planungen für das Naturerlebniszentrums Rhön ein. Auf dieser Grundlage erarbeitet das NEZ-Team gemeinsam mit einer Ausstellungsagentur die endgültige Gestaltung der Räumlichkeiten im Kellereischloss.

Für einen Workshop anmelden können sich interessierte Jugendliche per Mail an nez-rhoen@reg-ufr.bayern.de, telefonisch unter 0931 380 1640 oder per Nachricht an das NEZ-Rhön auf Facebook oder Instagram.

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news-2167 Tue, 26 Apr 2022 15:48:00 +0200 Haus der Schwarzen Berge ab 1. Mai mit neuen Öffnungszeiten https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/neue-oeffnungszeiten-im-haus-der-schwarzen-berge Liebe Gäste, vielen Dank für Ihren Besuch im Biosphärenzentrum Rhön "Haus der Schwarzen Berge" mit Rhön Café und Rhönladen. Aus personellen Gründen gelten ab dem 1. Mai verkürzte Öffnungszeiten. Das Biosphärenzentrum hat ab dem 1. Mai wie folgt geöffnet: mittwochs, donnerstags und freitags von 10 bis 16 Uhr, samtsags, sonntags und an Feiertagen von 9.30 Uhr bis 13 Uhr.  

Außerhalb dieser Öffnungszeiten stehen Ihnen unsere Kolleginnen an den Standorten

  • Rhöninfostelle Wasserkuppe tgl. 10-16 Uhr
  • Bruder Franz Haus Kreuzberg, tgl. 10-12 & 13-18 Uhr
  • Tourist-Information Bad Neustadt, tgl. 9-17 Uhr, samstags 10-14 Uhr

für Auskünfte rund um die Biosphäre Rhön gerne zur Verfügung.

Anfragen gerne per Mail an info@rhoen.de

Wir bitten um Ihr Verständnis. Vielen Dank.

Ihr Team der Rhön GmbH

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news-2163 Thu, 21 Apr 2022 08:37:00 +0200 Broschüren und Webseite: Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön in Leichter Sprache https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/broschueren-und-webseite-das-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-in-leichter-sprache Die Bildungsangebote und -häuser im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön an die Anforderungen von Inklusion und Integration anpassen und ein barrierefreies Informationsangebot schaffen: Das haben sich die Verwaltungen und Vereine für die kommenden Jahre vorgenommen. Ein wichtiger Schritt war nun die Veröffentlichung von Broschüren in Leichter Sprache. Diese sind kostenfrei bei den Biosphärenreservatsverwaltungen und in den Biosphären-Infozentren erhältlich sowie zum Download auf der Homepage verfügbar, die um einen Bereich Leichte Sprache ergänzt wurde. Allgemeines zum länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat, Rotmilan, Wildkatze, Kernzonen, Orchideen, Sternenpark und alte Haustierrassen: Das sind die Themen der vorerst acht Broschüren, die langfristig durch weitere Leichte-Sprache-Veröffentlichungen – unter anderem zu Erlebnisangeboten und Ausflugszielen – ergänzt werden sollen. Zudem ist auf der Webseite ein eigener Bereich Leichte Sprache entstanden, der ebenfalls weiterwachsen wird.

„Die Schaffung von möglichst barrierearmen beziehungsweise -freien Angeboten nicht nur im Erlebnisbereich, sondern auch in der Kommunikation und Wissensvermittlung ist ein wichtiges länderübergreifendes Ziel“, sagt Ulrike Schade, Leiterin der federführenden Thüringer Verwaltung des Biosphärenreservats. In Zusammenarbeit mit Julia Rösch (Bayern) und Anna-Lena Bieneck (Hessen) hat sie die Erstellung der Broschüren koordiniert. Finanziert wurde das Projekt durch eine 100-Prozent-Förderung des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF).

Leichte Sprache ist eine spezielle Form der einfachen deutschen Sprache und ein Instrument für Barrierefreiheit. Sie folgt speziellen Regeln – nicht nur hinsichtlich Sprache und Rechtschreibung, sondern auch bezogen auf Inhalt, Typografie und Mediengebrauch. Leichte Sprache soll Menschen mit kognitiven Einschränkungen, Lernschwierigkeiten oder schlechten Lese- oder Deutschkenntnissen das Verstehen von Informationen erleichtern.

„Übersetzerbüro“ mit Prüfgruppe

Die Informationen über das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön in all seinen Facetten hatten die Projektverantwortlichen dem Wetterauer Büro für Leichte Sprache übergeben, das sieben der acht Broschüren bearbeitet hat. Die Leiterin Wera-Marianne Arndt übersetzte die Texte und gab sie anschließend in ihre Prüfergruppe: Menschen mit einer geistigen Behinderung, die in den Wetterauer Werkstätten der Behindertenhilfe Wetteraukreis in Friedberg-Ockstadt arbeiten. Sie sind also Experten in eigener Sache, die sich mit Leidenschaft für die Verbreitung der Leichten Sprache einsetzen. „Das Team prüft die Übersetzungen auf Lesbarkeit, Verständlichkeit und Eindeutigkeit“, erklärt Arndt. Knifflig wurde es zum Beispiel bei fachspezifischen Beschreibungen wie in der Orchideen-Broschüre. Das „Übersetzungsbüro“ stand für diese Fälle in engem Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen im Biosphärenreservat. Insgesamt sei die Prüfergruppe von den Natur- und Artenschutz-Themen begeistert gewesen, sagt Arndt. „Die Themen des Biosphärenreservats haben viel Potenzial, mithilfe einer barrierearmen Kommunikation durch Leichte Sprache noch mehr Menschen zu erreichen.“

Die Broschüren sind kostenfrei in den Verwaltungen des Biosphärenreservats in Bayern, Hessen und Thüringen sowie in den Biosphären-Informationszentren erhältlich.

 

 

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news-2164 Wed, 20 Apr 2022 14:18:11 +0200 Neue Leitung für Bayerische Biosphärenreservatsverwaltung gesucht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/neue-leitung-fuer-bayerische-biosphaerenreservatsverwaltung-sowie-wanderwegekoordinatorin-gesucht Die Bayerische Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sucht zum 1. September 2022 eine neue Leitung. Bewerbungen sind bis 22. Mai möglich. Die Verwaltungsstelle hat ihren Sitz in Oberelsbach mit eigenem Dienstgebäude (Managementzentrum). Sie ist eine Außenstelle der Regierung von Unterfranken und dort der Bereichsleitung 5 (Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz) unmittelbar zugeordnet. Die übergeordnete Fachaufsicht liegt beim Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Die Aufgaben der Leitung der Verwaltungsstelle sind die Leitung hinsichtlich Personalführung, Ausstattung, Organisation und Budget, die Wahrnehmung der Aufgaben, die sich aus den nationalen Kriterien für die Anerkennung und Überprüfung von Biosphärenreservaten der UNESCO in Deutschland und dem Verwaltungsabkommen über die Einrichtung, Entwicklung und Verwaltung des Biosphärenreservats Rhön ergeben, sowie die Vertretung der Belange des Biosphärenreservats Rhön in bayerischen und länderübergreifenden Gremien, deren Arbeit unmittelbar oder mittelbar Auswirkungen auf die Entwicklung des Biosphärenreservats Rhön hat.

Die ausführliche Stellenausschreibung finden Sie als PDF im Downloadbereich auf dieser Seite sowie auf der Online-Bewerbungsplattform JOBquick: Aktuelle Stellenausschreibungen der Regierung von Unterfranken - Regierung von Unterfranken (bayern.de)

Eine Bewerbung ist ausschließlich über JOBquick möglich, spätestens bis 22.05.2022.

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news-2161 Tue, 12 Apr 2022 16:31:00 +0200 Förderung für nachhaltige Regionalentwicklung am Grünen Band: Bis 15. Mai Projektideen einreichen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/foerderung-fuer-nachhaltige-regionalentwicklung-am-gruenen-band-bis-15-mai-projektideen-einreichen Neuauflage des Förderprogramms „Investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung“: Das Thüringer Umweltministerium (TMUEN) stellt erneut Fördermittel für investive Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung zur Verfügung. In diesem Jahr wird dabei der Schwerpunkt „Grünes Band Thüringen“ gesetzt. Gemeinden können bis zum 15. Mai ihre Projektideen einreichen. Bereits im Jahr 2021 wurden in den acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens insgesamt 2,7 Millionen Euro für Förderprojekte bereitgestellt. Im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön wurden 29 Projekte mit insgesamt rund 650.000 Euro gefördert. Darunter zählt zum Beispiel der kürzlich eingeweihte „Stille Weg Otzbach“ der Stadt Geisa. In der neuen Förderperiode 2022 setzt das TMUEN nun einen räumlichen und fachlichen Schwerpunkt mit Bezug zum Nationalen Naturmonument „Grünes Band Thüringen“.

Mit einer Länge von 763 Kilometern hat Thüringen den größten Anteil an den 1.400 Kilometern Grünes Band Deutschland und trägt eine große Verantwortung, dieses als Mahnmal und Lebensraum zu erhalten. 113 Kilometer des Grünen Bandes verlaufen durch das länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Aufgerufen sind daher die Gemeindeverwaltungen im Thüringer Teil des Biosphärenreservats, die Anteile am Grünen Band (Geltungsbereich Thüringer Grünes-Band-Gesetz (ThürGBG)) haben. Die Thüringer Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön steht – wie bereits im vergangenen Jahr – in Koordination mit der Stiftung Naturschutz Thüringen und dem Gebietsbetreuer Grüne Band, Ralf Hofmann, als Ansprechpartner zur Verfügung, um Projektideen abzustimmen und die Skizzenerstellung zu begleiten.

Erinnerungskultur, Erleben, Wissensvermittlung – das Thema Grüne Band kann ganz unterschiedlich bespielt werden. Weiterhin im Fokus stehen innovative, inklusive Modellprojekte, die im Idealfall bürgerschaftliches, ehrenamtliches Engagement einbinden. „Wir freuen uns auf viele tolle Projektideen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister“, sagt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des Biosphärenreservats.

Projektideen und -skizzen können bis zum 15. Mai 2022 eingereicht werden: per E-Mail an projektfoerderungGB2022@tmuen.thueringen.de.

Die Projekte sind so zu konzipieren, dass ein wesentlicher Teil des Projektes bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 umgesetzt werden kann, mit Fertigstellung im Jahr 2023 (längerfristige Projekte bis 2024 als Ausnahmefälle möglich). Nach Sichtung der Projektskizzen und Auswahl durch ein Fachgremium (voraussichtlich im Juni), werden die Antragsteller gebeten, einen konkreten Projektantrag einzureichen (voraussichtlich bis Ende Juli).

Das Merkblatt für das Vorgehen sowie das Formblatt für die Projektskizze finden Sie auf dieser Seite im Downloadbereich.

Fragen zum Projekt beantwortet Nadja Thürbeck von der Thüringer Verwaltung des Biosphärenreservats, Tel. (0361) 57392 3334, E-Mail: nadja.thuerbeck@nnl.thueringen.de.

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news-2160 Tue, 12 Apr 2022 12:40:11 +0200 Freitagsführungen in der Hessischen Rhön starten am 15. April https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/freitagsfuehrungen-in-der-hessischen-rhoen-starten-am-15-april Es geht wieder los: Im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön werden ab Karfreitag, 15. April, wieder die wöchentlichen Freitagsführungen angeboten. Ranger und Natur- und LandschaftsführerInnen nehmen Interessierte mit zu den schönsten und interessantesten Orten in der Biosphäre. Die Freitagsführungen sind kostenfrei und starten immer um 14 Uhr. Seit vielen Jahren sind die Ranger-Führungen ein beliebtes Angebot in der hessischen Rhön. Ab diesem Jahr erhalten die Ranger Unterstützung durch erfahrene Natur- und LanschaftsführerInnen. Diese sind speziell ausgebildet und kennen sich mit Flora, Fauna und der Rhöner Kulturgeschichte bestens aus. Sie bieten unterschiedliche Themenführungen an.

Los geht es am 15. April um 14 Uhr mit einer Führung am Weinberg bei Hünfeld mit Orchideen-Experte Manfred Bender. Themen sind die Landschaftspflege mit Schaf- und Ziegenbeweidung und die Geschichte des Naturschutzgebiets Weinberg. Der Weinberg ist nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet, sondern mit seinem bedeutenden Kalkmagerrasen auch ein naturschutzfachlicher Schatz mit einer außergewöhnlichen Botanik. Treffpunkt ist der Parkplatz an den Linden am Weinberg, 36088 Hünfeld. Aus Hünfeld kommend an der JVA vorbei in Richtung Molzbach fahren (auf der Molzbacher Straße), nach ca. 100 Metern beim Feldkreuz links einbiegen. Nach etwa einem Kilometer erreichen Sie den Parkplatz. Die Streckenlänge der Tour beträgt ca. 4 Kilometer, wobei 120 Höhenmeter zu überwinden sind.

Wie für alle Freitagsführungen ist eine Anmeldung erforderlich: bei der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, Telefon (0661) 6006 7800, Mail: info@br-rhoen.de.

Die weiteren Termine bis Ende Oktober finden Sie online im Veranstaltungskalender des Biosphärenreservats.

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