Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de Biosphärenreservat Rhön de-DE Biosphärenreservat Rhön Thu, 22 Feb 2024 18:20:30 +0100 Thu, 22 Feb 2024 18:20:30 +0100 TYPO3 EXT:news news-2473 Thu, 22 Feb 2024 16:25:00 +0100 Lebende Bibliothek am 3.März: Menschliche Bücher in der Stadtbibliothek Hammelburg https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/lebende-bibliothek-am-3maerz-menschliche-buecher-in-der-stadtbibliothek-hammelburg Am 03.03.2024 zwischen 13 und 18 Uhr öffnet die Stadtbibliothek Hammelburg mit einem besonderen Angebot: Gemeinsam mit dem Naturerlebniszentrum Rhön veranstaltet sie eine „Lebende Bibliothek“, in der Menschen als „Bücher“ ausgeliehen werden können. Das Konzept soll Menschen zusammenbringen, die sich sonst nicht treffen und miteinander ins Gespräch kommen würden. Ziel ist es, durch diese Gespräche Vorurteile abzubauen und Offenheit für andere Lebensentwürfe zu bekommen.
So haben die Organisatoren des NEZ Rhön „Bücher“ aus den Bereichen Behinderung, sexuelle Orientierung, Beschäftigung und Ideologie gefunden, die sich an diesem Nachmittag „ausleihen“ lassen. 

Besucherinnen und Besucher der Lebenden Bibliothek können ab 13 Uhr jederzeit und ohne Anmeldung in die Stadtbibliothek Hammelburg kommen, ein Buch aus der Titelliste auswählen und 30 Minuten für ein Gespräch ausleihen. Alle Fragen sind willkommen.

Über das NEZ Rhön

Im Bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön entsteht das neue „Naturerlebniszentrum Rhön“ (NEZ Rhön) mit Standorten in Hammelburg und am Wild-Park Klaushof bei Bad Kissingen. Das NEZ führt vielfältige mobile Angebote für Schulklassen und außerschulische Gruppen durch. Das NEZ Rhön wird als Bildungs-, Forschungs- und Informationseinrichtung im Landkreis Bad Kissingen dienen und ergänzt so die vorhandenen Bildungsangebote im Biosphärenreservat.  Mehr Informationen zum NEZ Rhön findest du auf der Website nez-rhoen.de.

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news-2472 Wed, 21 Feb 2024 17:13:02 +0100 Im Rennen um UNESCO-Welterbe-Titel: Grünes Band auf der Vorschlagsliste zur Nominierung für Kultur- und Naturerbe https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/im-rennen-um-den-unesco-welterbe-titel-gruene-band-auf-der-vorschlagsliste-zur-nominierung-fuer-kultur-und-naturerbe Ein Welterbe, das auch zum Wartburgkreis und zum Landkreis Fulda gehört, das wäre 35 Jahre nach der Friedlichen Revolution und der Grenzöffnung ein weiteres kleines Wunder: Ein Anfang für diese nicht unmögliche Sensation, von der besonders auch die Gedenkstätte Point Alpha profitieren könnte, ist jetzt gemacht. Das Grüne Band ist nämlich auf der UNESCO-Vorschlagsliste Deutschlands und die geht nun offiziell ins Rennen um eine Nominierung zur Aufnahme in die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt. Mit der Abgabe der deutschen Tentativliste beim UNESCO-Welterbezentrum Anfang Februar 2024 in Paris wird nicht nur der Naturschutzwert des Grünen Bandes als Hotspot der Biodiversität bestätigt, sondern auch seine Bedeutung als lebendiges Monument und Erinnerungslandschaft der deutschen und europäischen Geschichte, so wie sie im US Camp, dem Haus auf der Grenze oder entlang der rekonstruierten Grenzsperranlagen zwischen Geisa und Rasdorf den Besuchern erlebbar und begreifbar wird. Es ist dem Prädikat Welterbe der Menschheit absolut würdig, und würde auch der Bedeutung des authentischen Gesichtsortes Point Alpha am Grünen Band zwischen Rasdorf und Geisa sicherlich einen enormen Schub verleihen. 

Ein starkes Signal

„Die Nachricht freut uns sehr, wir wollen aber nicht in Euphorie verfallen. Es ist ein erster Schritt und der Weg über die Nominierung bis zur endgültigen Auszeichnung noch lang und weit. Und die Konkurrenz ist groß. Auf alle Fälle drücken wir aber die Daumen“, sind sich die Vorstandsmitglieder der Point Alpha Stiftung, Benedikt Stock und Philipp Metzer, einig. Die Entscheidung der deutschen Kulturminister-Konferenz sei ein starkes Signal, das Grüne Band und die historischen Einrichtungen als erste, gemischte Welterbestätte‘ Deutschlands mit Natur- und Kulturwerten weiterzuentwickeln. Und es sei eine Anerkennung für den Schutz der Natur sowie eine Ehre und eine Wertschätzung für die historisch-politische Wissensvermittlung und Bildungsarbeit von Point Alpha sowie der anderen Grenzmuseen.

Über das Grüne Band

Das Grüne Band bezeichnet den rund 1.400 Kilometer langen ehemaligen deutsch-deutschen Grenzstreifen, davon verlaufen knapp 270 Kilometer zwischen Hessen und Thüringen. Es ist ein Projekt vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), den Landesregierungen und dem Bund. Bislang sind etwa 75 Prozent des Grünen Bandes als nationales Naturmonument ausgewiesen. Das Grüne Band reicht von Travemünde an der Ostsee über die Rhön bis zum Dreiländereck bei Hof in Oberfranken. Auf den Flächen und den angrenzenden Naturschutzgebieten leben zirka 1.200 bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Das Grüne Band wurde von Hessen und Thüringen gemeinsam mit Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein als Kandidat für die Liste vorgeschlagen, die für die Bereiche Kultur und Natur gilt. Über die Kultusministerkonferenz und das Auswärtige Amt wurde die Bewerbungen vor wenigen Tagen dem Welterbezentrum in Paris vorgelegt. Am Ende wird das Welterbe-Komitee entscheiden, ob aus diesen Vorschlägen auch eine Nominierung wird. Insgesamt gibt es zwölf Vorschläge aus Deutschland, das derzeit über 52 Welterbestätten verfügt.
 

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news-2471 Tue, 20 Feb 2024 15:01:02 +0100 Hexenpfad will „Deutschlands Schönster Wanderweg" werden: Abstimmung bis zum 30. Juni! https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/hexenpfad-im-rennen-um-den-titel-deutschlands-schoenster-wanderweg-voting-bis-30-juni-moeglich Bald wird der Frühling wieder die schönsten Seiten des Mittelgebirges Rhön hervorbringen: Frische Farben in der Pflanzenwelt, Vogelzwitschern oder Insekten in der erwachenden Natur. Da lohnt sich eine Wanderung auf dem Hexenpfad bei Fischbach/Rhön. Viele Besucher haben die rund 5,8 km lange Strecke zwischen den vulkanisch geformten Bergen Kolben und Umpfen bereits erwandert. Neben den landschaftlichen Schönheiten und Ausblicken sorgen die verschiedenen Spiel- und Entdeckerangebote gerade auch für Familien und Kindergruppen für einen besonderen Wanderspaß. Die vielen positiven Rückmeldungen vor Ort waren Motivation, um einen Wettbewerbsbeitrag zu „Deutschlands Schönstem Wanderweg“ anzumelden – einer jährlichen Aktion der Fachzeitschrift Wandermagazin. Der erste Erfolg: Im November 2023 stand fest, der Rundwanderweg gehört zu den besten 15 Tagestouren in ganz Deutschland in diesem Jahr. Ab 12. Januar 2024 konnte dann fleißig für den Wanderweg online oder mit einer Wahlkarte gevotet werden.

Mehr als 7.000 Wanderfreunde haben bereits ihre Stimme abgegeben. Dabei liegt der Hexenpfad momentan auf Platz 3. Bis 30. Juni ist noch Zeit für den Rhöner Wettbewerbsbeitrag abzustimmen. Die Akteure rund um den Hexenpfad trafen sich kürzlich, um weitere Verbesserungen und Veranstaltungen zu planen. So wird es voraussichtlich eine Ostereiersuche am Ostersamstag geben. Ebenso gibt es weitere Ideen, z. B. ein Walpurgisfeuer zu organisieren. Ebenfalls wird es auch noch einige neue Dinge zu entdecken geben und einige alte werden repariert oder wieder hergestellt.

Kennenlernen per Video

Auch online kann man sich den Weg schon mal anschauen. Die YouTubeKids Alisa und Ilana Nensel aus Kaltensundheim wanderten bereits im Herbst auf dem Hexenpfad. Begleitet wurden sie z. B. von Alpakas des Schullandheimes Fischbach.

https://www.youtube.com/watch?v=lgPYlJIl7tM

Hexenpfad braucht die Stimmen der Region

Bis 30.06.2024 kann noch abgestimmt werden. Wahlkarten gibt es u. a. in der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön Kaltensundheim / Stadtverwaltung Kaltennordheim / im Schullandheim Fischbach (Rhön) / bei den Butzen im Sommertal / Fischbach (Rhön) bei Fa. Arnrich oder an der Ski- und Wanderhütte Rhönbrise bei Kaltenlengsfeld. Weiterhin kann auch in den Tourist-Informationen Hofbieber, Ehrenberg und weiteren abgestimmt werden. 

Informationen zum Hexenpfad und Wahlkarten werden auch bei Veranstaltungen in der Region präsentiert.

Hier geht's zum Voting!

 

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news-2469 Thu, 15 Feb 2024 15:10:00 +0100 Unterstützung für Rotmilan-Kartierung im hessischen Teil des Biosphärenreservats gesucht: Schulung am 20. Februar in Hilders https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/unterstuetzung-fuer-rotmilan-kartierung-im-hessischen-teil-des-unesco-biosphaerenreservats-rhoen-gesucht-schulung-am-20-februar-in-hilders Schon bald werden die ersten Rotmilane aus ihren Winterquartieren zurück in die Rhön kehren. Anknüpfend an das länderübergreifende Rotmilan-Artenhilfsprojekt (2014-2020) werden die Bestände des Rhöner Charaktervogels auch weiterhin erfasst. Die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön freut sich über Unterstützung bei den Kartierarbeiten in der Saison 2024. Für Interessierte, die mithelfen möchten, wird am Dienstag, den 20. Februar um 18 Uhr, in der Verwaltungsstelle Marienstraße 13 in Hilders eine Schulung angeboten. Bei der Erfassung der Bestände des geschützten Greifvogels können Freiwillige einen wichtigen Beitrag leisten. Ziel und Aufgabe ist es, in einem definierten Abschnitt des Gebiets Rotmilanreviere zu erfassen und zu prüfen. In der Kartierschulung wird auf die Vorgehensweise bei Kartierungen von Rotmilanen, sowie deren Lebenszyklus eingegangen. Ziel ist es, das Gebiet des Biosphärenreservates flächendeckend zu kartieren. 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen Kartierungsunterlagen, eine Anleitung zur Dokumentation der Beobachtungen sowie einen Quadranten mit einer Fläche von ca. 30 Quadratkilometern zugeteilt. Dieser soll im Zeitraum von März bis Mitte Juni mindestens 5-6 mal auf Revieraktivitäten kontrolliert werden. Im Rahmen der Schulung wird außerdem über die Monitoring-Ergebnisse des Jahres 2023 informiert, Neuerungen im Projekt und Tipps zum Kartieren werden vorgestellt, und die Kartierflächen werden neu abgestimmt. Alle, die sich eine Mitwirkung im Projekt vorstellen können, sind herzlich eingeladen.

Bitte melden Sie sich spätestens bis zum 18. Februar per E-Mail an info@br-rhoen.de oder telefonisch unter 0661/6006-7800.

Über die Kartierung der Rotmilane

Die Kartierungen der Rotmilane dienen dazu, Bestände zu erfassen und die Bestandsentwicklung zu verfolgen. Ziel ist es, durch die gesammelten Daten und deren Weitergabe an die zuständigen Behörden, die Rotmilanhabitate bei Eingriffsplanungen zu berücksichtigen und die Bestandssituation zu dokumentieren. Der Rotmilan ist streng geschützt und hat bei uns in der Rhön noch ein gutes Verbreitungs- und Brutgebiet.    

Wenn Sie naturinteressiert sind und uns ihre Beobachtungen auf einem anderen Weg mitteilen möchten, freut sich das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön über die Meldung einzelner Vogelbeobachtungen über Ornitho.de beziehungsweise die App „Naturalist“. 
 

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news-2470 Thu, 15 Feb 2024 12:55:47 +0100 Online-Vortrag der Reihe „In der Rhön, für die Rhön“ am 22. Februar: Biodiversitätszentrum Rhön stellt sich vor https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/online-vortrag-der-reihe-in-der-rhoen-fuer-die-rhoen-am-22-februar-biodiversitaetszentrum-rhoen-stellt-sich-vor Die Online-Vortragsreihe „In der Rhön, für die Rhön“ der Verwaltungsstellen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön geht in die nächste Runde. In fünf spannenden Vorträgen sollen Forschung und Monitoring im Biosphärenreservat wieder für die interessierte Bevölkerung greifbar gemacht werden. Los geht es am 22. Februar 2024 um 19:30 Uhr. Der erste Referent des Jahres wird Dr. Sebastian Vogel sein. Er stellt das Biodiversitätszentrum Rhön und seine Arbeit dort vor. Das Biodiversitätszentrum wurde 2019 für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt in den bayerischen Mittelgebirgen gegründet. Es hat seinen Sitz in Bischofsheim in der Rhön und bearbeitet von hieraus zahlreiche Projekte, auch im Spessart, Steigerwald und Fichtelgebirge.


Dabei wird auf Althergebrachtes gesetzt, neue Methoden angewandt und auch Feuer spielt eine Rolle. Rhöntypische Lebensräume wie Borstgrasrasen oder Arten wie der Schwarze Apollo bilden hierbei nur zwei Schwerpunkte. Die Rhön dient häufig als Versuchsfläche, bevor gewonnene Erkenntnisse auch auf andere Regionen übertragen werden. 


Der kostenfreie Vortrag findet online auf der Plattform Edudip statt. Eine Anmeldung auf der Homepage des Biosphärenreservats unter www.biosphaerenreservat-rhoen.de oder direkt unter join.next.edudip.com/de/webinar/von-der-rhon-bis-in-den-bayerischen-wald-das-biodiversitatszentrum-stellt-sich-vor/1996071 ist erforderlich. Teilnehmende erhalten nach Anmeldung den Zugangslink.  
 

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news-2468 Wed, 14 Feb 2024 10:56:28 +0100 Eselabenteuer in der Rhön: Junior Ranger erkunden die Natur mit Max und Moritz https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/eselabenteuer-in-der-rhoen-junior-ranger-erkunden-die-natur-mit-max-und-moritz Die malerische Landschaft im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön mit einem tierischen Begleiter ganz neu erleben: Gemeinsam mit den beiden Eseln Max und Moritz erkunden die Junior Ranger aus Hilders bei strahlendem Sonnenschein gemeinsam mit ihren Betreuerinnen Simone Guiducci und Sigrid Goldbach das Ulstertal. Sabine Kuhnert, die sich mit ihren „Rhöneseln“ einen eigenen Betrieb aufgebaut hat, nimmt die jungen Abenteurer bei einer Wanderung mit in die Welt der einfühlsamen Langohren. Bevor die jungen Rangerinnen und Ranger ihre Wanderung starten, machen sie sich mit den Eseln vertraut. „Es ist wichtig, erstmal eine Bindung zu den Tieren aufzubauen und die Kids im Umgang mit den Eseln zu sensibilisieren.“ Im Rahmen einer kurzen Kennenlernrunde erfuhren die Junior Ranger einiges über das Verhalten und den Charakter der Tiere - Max und Moritz sind in Holland geboren und über einige Umwege in die schöne Rhön gekommen. „Rhöner Platt verstehen die beiden zwar nicht, aber miteinander kommunizieren können wir dennoch sehr gut“, so die Tierfreundin. 

Die Rhön auf vielfältige Weise entdecken

Bevor es mit den beiden Tieren durch die Rhön geht, erklärt die Rhönerin den jungen Rangerinnen und Rangern, worauf es beim Führen des Esels zu achten gilt. „Dem Tier gehört in etwa die Hälfte des Seils. Es ist wichtig, dem Esel Freiraum zu lassen. Dennoch sollte man ihn mit leichten Bewegungen etwas lenken. Anhand der Ausrichtung der Ohren kann man außerdem gut erkennen, wo die Aufmerksamkeit des Tieres liegt“, so Kuhnert. 

Einmal pro Woche treffen sich die Junior Rangerinnen und Ranger in Hilders, um die Rhön auf vielfältige Weise zu entdecken und näher kennenzulernen. Die Tour mit den Eseln ist für die jungen Abenteurer ein echtes Highlight. „Die Esel sind bei den Kindern unfassbar ruhig und lassen sich sehr gut führen“, so Kuhnert, die betont: „Das ist nicht selbstverständlich. Manchmal sind Esel, wie man ja sprichwörtlich auch sagt, ziemlich stur. Die Kids scheinen auf die Tiere eine beruhigende Wirkung zu haben.“ 

Während der Wanderung erfahren die Junior Ranger allerlei Wissenswertes rund um die flauschigen Vierbeiner: „Esel putzen sich gegenseitig. Das tun sie nicht nur für die Hygiene - sie zeigen sich dadurch ihre gegenseitige Zuneigung und ihr Vertrauen“, verrät Kuhnert. „Wenn man die Freundschaft eines Esels gewinnen möchte, sollte man ihn am besten an Stellen kraulen, an die er selbst nicht gut rankommt. Ganz nebenbei setzt die Berührung des Fells und die Interaktion mit dem Esel auch Glückshormone bei uns Menschen frei“, so die Rhönerin.

Über die Junior Ranger

Das Junior-Ranger-Programm dient dazu, Kinder und Jugendliche für die biologische Vielfalt zu begeistern und sich aktiv für Natur- und Umweltschutz einzusetzen. Dabei arbeiten sie in einem deutschlandweiten Junior-Ranger-Netzwerk zusammen. Als Modellregion für nachhaltige Entwicklung beteiligt sich auch das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön mit spannenden Lern- und Erlebnisorten. 

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news-2467 Thu, 08 Feb 2024 15:55:38 +0100 Langfristige Erfolge der Artenschutzprojekte zur Wiederansiedlung von Edelkrebs, Schneider und Karausche https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/langfristige-erfolge-der-artenschutzprojekte-zur-wiederansiedlung-von-edelkrebs-schneider-und-karausche Wie geht es Edelkrebs, Schneider, Karausche und Co. im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön? Der Arbeitskreis „Rhöner Fließgewässer“ hat kürzlich Bilanz über die durchgeführten Aktionen des letzten Jahres und auch über die langfristigen Erfolge der Artenschutzprojekte zur Wiederansiedlung gezogen. Dabei standen vor allem die Wiederansiedlungsprojekte Edelkrebs (seit 2004), Schneider (seit 2012) und Karausche (seit 2010) im Fokus. Dipl.-Biol. Christoph Dümpelmann vom Büro für Fischbiologie & Gewässerökologie stellte sowohl eigene Tätigkeiten, als auch die Aktivitäten der Ehrenamtlichen sowie des Rangers Joachim Walter im Projektjahr 2023 vor. „Im Rahmen des am längsten laufenden Projekts zur Wiederansiedlung des Edelkrebses stellt die zunehmende Ausbreitung des gebietsfremden amerikanischen Signalkrebses eine Bedrohung in einigen Bächen dar“, so Dümpelmann. In den letzten Jahren angesiedelte Edelkrebsbestände drohen, durch die invasive Art wieder vernichtet zu werden. 
Auch die trockenen Sommer der letzten Jahre führten zu Problemen bei angesiedelten Edelkrebsen. So verloren sie beispielsweise durch Wassermangel Lebensraum. Und auch eine zunehmende Gefahr durch Waschbären konnte beobachtet werden, wenn der Wasserspiegel so stark sank, dass die nachtaktiven Invasoren die Edelkrebse im Restwasser erreichen konnten. „Grundsätzlich sind in den meisten Bächen und Teichen, wo der Edelkrebs besetzt wurde, die Tiere noch nachweisbar, eine größere Ausbreitung, so wie erhofft, fand in der Regel jedoch nicht statt“, sagt Dümpelmann.

Positive Entwicklung beim Schneider

Anders sieht es bei der aufwändigen Wiederansiedlung des Schneiders, einer bedrohten Kleinfischart, aus. Hier erfolgte in den letzten vier bis acht Jahren in den Gewässern Ulster, Döllbach, Haune und Nüst ein Besatz mit Jungtieren. Diese werden von Elterntieren aus der Orke, einem Nebenbach der Oberen Eder – also auch im hessischen Wesersystem – speziell für das Projekt im Biosphärenreservat gezüchtet. Durch Kontrollbefischungen konnte in den letzten Jahren gezeigt werden, dass der Schneider im Döllbach wieder etabliert ist und sich auch bereits erfolgreich reproduziert hat. In Haune und Nüst lassen zahlreiche Wiederfänge besonders im Jahr 2023 ebenfalls auf eine erfolgreiche Etablierung schließen; ein Reproduktionsnachweis gelang hier jedoch noch nicht, sodass noch nicht mit Sicherheit von einer erfolgreichen Ansiedlung ausgegangen werden kann. Hier erfolgt jedoch auch im aktuellen Jahr noch ein Besatz. Lediglich in der Ulster gelangen nach dem mehrjährigen Besatz noch keine Wiederfänge – ein Nachweis über Umwelt-DNA-Proben (eDNA) erfolgte jedoch im Jahr 2019.

Artenschutzprojekt „Karausche“ am erfolgreichsten

Die in Hessen vom Aussterben bedrohte Karausche, eine der seltensten Fischarten Hessens, konnte in mindestens acht isolierten Stillgewässern erfolgreich etabliert werden. Die konkurrenzschwache Art, die durch eine Reihe von Anpassungen mit starken Temperaturschwankungen sowie auch mit geringen Sauerstoffverhältnissen im Gewässer gut klarkommt, bildete in Waldteichen nach dem Besatz zum Teil Massenbestände, wenn keine anderen Fische im Gewässer auftraten. Für diese Art wurden alte Teichanlagen saniert und auch Hessen Forst stellte für das Karauschenprojekt einige Teiche zur Verfügung. Von den drei Wiederansiedlungsprojekten ist das Karauschenprojekt das erfolgreichste. Der Arbeitskreis kann mittlerweile aus den entstandenen Beständen Tiere für den Besatz weiterer Projektgewässer entnehmen.
So wurde in Hilders zusammenfassend ein durchwachsenes, jedoch überwiegend positives Fazit gezogen. Positiv bewertet wurde auch, dass der Arbeitskreis seit 20 Jahren existiert - einige Mitwirkende sind bereits seit der ersten Stunde dabei. Da neben den Wiederansiedlungsprojekten regelmäßig auch kostenlose Weiterbildungsmaßnahmen und Exkursionen zu Gewässerthemen angeboten werden, können sich jedes Jahr an Gewässern interessierte Menschen über die Aktivitäten des Arbeitskreises „Rhöner Fließgewässer“ informieren -  neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind jederzeit herzlich willkommen!
 

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news-2466 Mon, 05 Feb 2024 13:06:31 +0100 Besondere Tourismus-Auszeichnungen für Partner-Biosphärenreservate der Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/besondere-tourismus-auszeichnungen-fuer-partner-biosphaerenreservate-der-rhoen Nachhaltigkeit und schützenswerte Natur weltweit erleben: Im vergangenen Jahr haben die Partner-Biosphärenreservate des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Südafrika (Kruger to Canyons/K2C) und Peru (Oxapampa – Asháninka – Yánesha/BIOAY) der Welt ihr besonderes Engagement für nachhaltige Entwicklung gezeigt. Beide Reservate durften sich über Auszeichnungen freuen: K2C erhielt den “Green Destination Story Award 2023” und das Dorf Pozuzo in BIOAY wurde zu einer der besten Tourismusdestinationen der Welt ernannt. K2C in Südafrika hat als eine von 100 Regionen den “Green Destinations Story Award 2023” erhalten. Die Auszeichnung würdigt Fortschritte im Bereich des nachhaltigen Tourismus. Der Partner des Biosphärenreservats Rhön hat sich besonders für umweltfreundliche Reisen engagiert und für die Förderung des kulturellen Erbes eingesetzt. Ein Beispiel für den nachhaltigen Einsatz ist das Dorf Phiring, in dem der Fokus auf Gemeinschaft und Natur neues Leben in das Dorf bringt. So gibt es beispielsweise ein neues sogenanntes “Homestay-Angebot”. Dabei haben Touristen die Möglichkeit bei südafrikanischen Familien in Phiring zu übernachten, um Kultur und Traditionen hautnah zu erleben – eine soziale Perspektive für nachhaltigen Tourismus!

Kulturelles Erbe bewahren und nachhaltige Tourismusideen entwickeln

Auf der anderen Seite der Welt, in BIOAY/ Peru, wurde das Dorf Pozuzo von der Weltorganisation für Tourismus der Vereinten Nationen (UN) als eines der besten Reiseziele der Welt ausgezeichnet. Pozuzo, ein Dorf, das im 19. Jahrhundert von deutschen und österreichischen Auswanderern gegründet wurde, zeichnet sich durch eine besondere kulturelle Vielfalt und großes Engagement aus - sowohl für Umweltschutz als auch für nachhaltige Entwicklung. Besonders wichtig ist es den Einwohnern Pozuzos, ihre Traditionen und ihr kulturelles Erbe zu bewahren und gleichzeitig nachhaltige innovative Tourismusideen umzusetzen.

Einblicke in die Kultur

Ein Beispiel dafür ist die “Ruta de los Colonos y Arrieros”, eine dreitägige Wanderung, auf den Spuren der österreichischen und deutschen Auswanderer. Neben der atemberaubenden Landschaft zwischen Hochgebirge und Dschungel erhalten Besucherinnen und Besucher einen Einblick in das damalige Leben und in die Kultur der Volksgruppe. Auch hier besteht die Möglichkeit bei den Dorfbewohnern zu übernachten und die landestypische Küche zu genießen. Ein weiteres Highlight ist das Pozuzo-Fest. Angelehnt am bayerischen Original wird einmal im Jahr mit Tracht und Bier das Oktoberfest Perus gefeiert. 

Gemeinsam zeigen K2C und Bioay, wie nachhaltige Entwicklung dazu beitragen kann, einen positiven Wandel zu fördern: Ein verantwortungsvoller Tourismus trägt zum Erhalt der Umwelt bei, stärkt die regionale Wirtschaft und erhält die kulturelle Identität. Davon profitieren alle – der Mensch und die Biosphäre!Auch die Rhön ist durch das Engagement der Rhön GmbH und vieler Partner derzeit auf dem Weg einer Zertifizierung als „Nachhaltiges Reiseziel“.

Warum Partner-Biosphärenreservate in Südafrika und Peru?

UNESCO-Biosphärenreservate sind Teil eines weltumspannenden Netzwerks mit aktuell 748 Biosphärenregionen in 134 Ländern. Der Erfahrungsaustausch in Fragen zur nachhaltigen Entwicklung steht an erster Stelle: Lernen mit und voneinander auf Augenhöhe. Entstehende Synergien nutzen.

“Kaffee Biosphäre²” symbolisiert gelebte Nachhaltigkeit

Das aktuellste Projekt - der biologisch erzeugte und faire “Kaffee Biosphäre²” mit BIOAY -steht als Symbol gelebter Nachhaltigkeit.  Über den Kontakt der beiden Biosphärenreservate Rhön und BIOAY konnte die Rösterei “RhönKaffee” aus Maria-Bildhausen, in der Inklusion gelebt wird, Kaffeebohnen von der indigenen Kaffeeinitiative CEPRO Yanesha beziehen. 
Die Wertschöpfung von Anbau und Verkauf bleibt jeweils in den Biosphärenreservaten. Ein nachhaltiges Produkt in ökologischer, wirtschaftlicher und soziales Hinsicht! Der Kaffee “mit Gesicht” aus Peru, den man in der Rhön genießen kann, soll dazu ermuntern, bei Einkauf und Konsum auf nachhaltig erzeugte Produkte zu achten und sich für die Geschichte und die Menschen hinter einem Produkt zu interessieren.

Zum Freiwilligendienst in den Partnerbiosphärenreservaten

Über das Programm Weltwärts haben junge Rhönerinnen und Rhöner zwischen 18 und 28 Jahren die Möglichkeit, sich für einen Aufenthalt im Partnerbiosphärenreservat BIOAY zu bewerben. Ein Aufenthalt in K2C soll ebenfalls bald wieder möglich sein.
Während dieser Zeit können die Freiwilligen nicht nur Gemeinsamkeiten und Unterschiede erleben, die die Partnerschaft auszeichnet. Vor allem bietet sich ihnen die Möglichkeit, ganz praktisch mit anzupacken.

Gut zu wissen: Bewerberinnen und Bewerber, die ihren Wohnsitz in den Rhönlandkreisen haben, werden bei gleicher Eignung gegenüber anderen bevorzugt. Mehr Informationen zum Freiwilligendienst unter www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/jobs-praktika-abschlussarbeiten/freiwilligendienst.

 

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news-2465 Mon, 05 Feb 2024 10:46:19 +0100 Nationale Naturlandschaften stehen für Vielfalt und Demokratie https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/nationale-naturlandschaften-stehen-fuer-vielfalt-und-demokratie Die Vorstände von NNL e. V. und VDN e. V. haben ein gemeinsames Positionspapier "Nationale Naturlandschaften für Vielfalt und Demokratie" veröffentlicht. Diskriminierende Verhaltensweisen, Rassismus, Gewalt und Extremismus jeglicher Art haben in den Nationale Naturlandschaften keinen Platz. Wir stehen für Inklusion, Toleranz und demokratische Mitbestimmung. Wir Nationalen Naturlandschaften sind das Bündnis der 16 Nationalparke, 104 Naturparke, 18 Biosphärenreservate und 3 Wildnisgebiete in Deutschland. Auf 33 % der Landesfläche setzen wir uns gemeinsam mit den Menschen für Naturschutz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit ein. Die Nationalen Naturlandschaften verstehen sich als eine Gemeinschaft, die alle Menschen einlädt, faszinierende Natur zu bewahren, Freude in und mit der Natur zu erleben und mit Zuversicht die Zukunft nachhaltig sowie klimaneutral zu gestalten.

Wir stehen für Inklusion, Toleranz und demokratische Mitbestimmung. Diskriminierende Verhaltensweisen, Rassismus, Gewalt und Extremismus jeglicher Art haben in den Nationalen Naturlandschaften keinen Platz.

Die Nationalen Naturlandschaften bekennen sich zu diesen grundlegenden ethischen Prinzipien und erklären Folgendes:

Wir heißen in den Nationalen Naturlandschaften alle Menschen willkommen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Identität, Religion, Sprache, sozialem Status, körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Wir laden die Menschen in allen Nationalen Naturlandschaften dazu ein, sich gemeinsam mit uns für biologische Vielfalt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu engagieren.

Das Erleben der Natur sowie ein gemeinsames Engagement für den Schutz der Natur und eine nachhaltige Entwicklung ihrer Region gibt Menschen Kraft und auch Orientierung. Denn hier können Menschen aktiv selbst handeln und gemeinsam mit anderen zur Bewältigung der Krisen beitragen. Eine Ausgrenzung oder Herabwürdigung einzelner Menschen oder Gruppen von Menschen finden wir aus vielen Gründen falsch: Sie verletzt einzelne Menschen. Sie ist nicht vereinbar mit den Grundsätzen der Demokratie und dem Grundgesetz. Sie zerstört jede Chance, die großen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen, wie den Erhalt der biologischen Vielfalt und die Klimaveränderungen. Nur durch gemeinsames Engagement mit klaren Zielen können wir diese Krisen bewältigen. Das Ausgrenzen anderer Menschen macht dieses gemeinsame Handeln unmöglich und lenkt die für die Bewältigung der Krisen dringend benötigte Energie ab hin zu Streit, Angst und Hass.

Genauso wie wir für ein Miteinander aller Menschen in Deutschland stehen, stehen wir für ein Miteinander aller Staaten und Völker auf der Welt. Nur gemeinsam als globale Gemeinschaft werden wir eine gute und lebenswerte Zukunft für die heutigen Generationen und für unsere Kinder und Enkelkinder schaffen.

Nationale Naturlandschaften – gemeinsam für Vielfalt und Demokratie!

 

Peter Südbeck                                                           Friedel Heuwinkel
Vorstandsvorsitzender                                          Präsident
Nationale Naturlandschaften e. V.                     Verband Deutscher Naturparke e. V.

 

 

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news-2464 Mon, 29 Jan 2024 13:54:26 +0100 Gemeinsamer Austausch: Erste Mitgliederversammlung der Thüringer Biosphärenreservatsgemeinden Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/erste-mitgliederversammlung-der-thueringer-biosphaerenreservatsgemeinden-rhoen Schutz der Artenvielfalt, nachhaltige Regionalentwicklung, Forschung und Monitoring oder Bildung und Kommunikation: Die Ziele und Aktivitäten der Thüringer Verwaltung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön sind vielfältig. Um die Arbeit vorzustellen und in Kontakt mit den Kommunen zu treten, fand kürzlich die erste Mitgliederversammlung der Thüringer Biosphärenreservatsgemeinden Rhön statt. Zahlreiche Bürgermeister und Gemeindevertreter sowie –vertreterinnen waren in die Schlosshalle Dermbach gekommen, um mit dem 12-köpfigen Team auf vergangene Projekte zurückzublicken und gemeinsam Perspektiven für das Jahr 2024 zu besprechen. „Unser Team in Thüringen hat sich seit 2020 stark verjüngt und den Generationswechsel mit tollen neuen Fachkräften vollzogen, so Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltungsstelle. „Durch die Digitalisierung und eine intensivere länderübergreifende Zusammenarbeit mit den Verwaltungsstellen in Bayern und Hessen befinden wir uns in einem großen Transformationsprozess, in dem wir als Biosphäre schon jede Menge erreicht haben“ 

Auf Augenhöhe mit den Bürgerinnen und Bürgern

In der Thüringer Rhön erstreckt sich das Biosphärenreservat auf über etwa 49.000 Hektar – insgesamt 18 Gemeinden dürfen sich hier als „Biosphärenreservatsgemeinde“ bezeichnen. „Wir wollen bei den Bürgerinnen und Bürgern und ihren gesetzlichen kommunalen Vertretungen das Bewusstsein stärken, dass sie Teil eines einzigartigen Schutzgebiets sind. In einem Biosphärenreservat zuhause zu sein, bietet viele Chancen und Vorteile“, so Schade. So erhalten Bürgerinnen und Bürger Zugang zu Forschungsdaten aus ihrer Region oder können im Rahmen bürgerwissenschaftlicher Projekte (Citizen Science) selbst einen Beitrag zum Erhalt der schützenswerten Natur leisten. So bewahrt ein Biosphärenreservat nicht nur die Natur vor dem Menschen, sondern erhält sie auch für und mit dem Menschen.

Im Verlauf des Abends stellte das Team der Thüringer Verwaltungsstelle die Arbeit in den verschiedenen Fachbereichen sowie das Rahmenkonzept vor. „Wir befinden uns aktuell mitten in der dritten Evaluierung der Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat“, erklärte Pauline Riebe, (Bereich Evaluierung/Nachhaltigkeitsbericht). „Alle zehn Jahre wird die Rhön durch die UNESCO überprüft – in den vergangenen Monaten ist von uns länderübergreifend ein Evaluierungsbericht verfasst worden, der die Aktivitäten der Biosphäre in den vergangenen Jahren darstellt und im Herbst 2024 zur UNESCO nach Paris versandt wird.“ Die Entscheidung, ob die Rhön weiterhin die Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat Rhön behalten kann und worin künftige Schwerpunkte in der Region liegen, soll im Sommer 2025 erfolgen.

Das Team der Verwaltungsstelle gab zudem Einblick in die Arbeit länderübergreifender Arbeits-und Dialoggruppen. Auch soll im Jahr 2025 ein sogenannter „Nachhaltigkeitsbericht“ entstehen, der sowohl ökonomische, ökologische als auch soziale Aspekte einbezieht. „Vom Nachhaltigkeitsbericht können auch die Kommunen und Gemeinden profitieren. Es dient als wichtige Entscheidungsgrundlage für Fachbehörden“, so Schade.

Investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung

Des Weiteren gab Nadja Thürbeck (Bereich „Nachhaltige Regionalentwicklung“) einen Überblick über die Förderung der „Investiven Projekte zur nachhaltigen Entwicklung im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön“. Insgesamt werden durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz 65 Projekte in Höhe von 2,1 Millionen Euro in der Thüringer Rhön gefördert. Darunter befinden sich Tourismushighlights wie der Skypole auf der Hohen Geba und der Naturlehrpfad Ulsterberg, aber auch Bildungselemente wie die neue Kinderküche in der Kita Diedorf bzw. die Rangerhütte in der Erlebniswelt Rhönwald. Auch kleinere Projekte werden gut angenommen. Exemplarisch dafür steht die Förderung der neuen Rhönomaten zur Versorgung der Wanderer auf dem Emberg und Gläserberg, die besonders nach dem Wochenende mit neuen regionalen Produkten bestückt werden müssen. 

Zahlreiche Bildungsangebote

Das Bildungsteam der Thüringer Verwaltungsstelle wies auf zahlreiche Bildungsangebote und Aktionen, wie die Zertifizierung von Biosphärenschulen und Biosphärenkitas hin. Auch Freiwilligenprojekte, regionale Wertschöpfungsketten (z. B. das neue Leitprodukt „Rhöner Biosphären-Schinken“) oder das Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ wurde den Mitgliedsgemeinden nähergebracht. 

Die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsgemeinden hatten die Möglichkeit, sich an verschiedenen Infoständen über Projekte und Aktivitäten der Thüringer Biosphärenreservatsverwaltung zu informieren und mit dem Team ins Gespräch zu kommen. 

Lust auf ein FÖJ?

Um den Bekanntheitsgrad, die Wertschätzung und Identifikation der Bevölkerung mit dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön weiter zu optimieren, sind in den kommenden Jahren zahlreiche Projekte und Aktivitäten geplant. „Aktuell suchen wir außerdem nach einem FÖJ’ler, um nochmal ganz frischen Wind ins Team zu bringen“, so Schade. Interessenten können sich jederzeit an das Team der Thüringer Verwaltungsstelle wenden.

Am Ende bedankt sich Ulrike Schade im Namen des gesamten Teams für die angeregte Diskussion und die Teilnahme an der ersten „MiBio“ (Mitgliedsversammlung der Thüringer Biosphärenreservatsgemeinden). „Dieses Austauschformat wird ab jetzt jährlich im Januar stattfinden, denn ein guter Draht zwischen Verwaltungsstelle und Gemeinden ist Basis für den Erfolg des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön,“ so Ulrike Schade.
 

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news-2463 Fri, 26 Jan 2024 15:32:47 +0100 Winterfreizeitkarten für Bayerische Großnaturschutzgebiete Lange Rhön und Schwarze Berge veröffentlicht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/winterfreizeitkarten-fuer-bayerische-grossnaturschutzgebiete-lange-rhoen-und-schwarze-berge-veroeffentlicht Neuigkeiten aus dem bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön: Für die beiden Großnaturschutzgebiete Lange Rhön und Schwarze Berge haben der Naturpark und das Biosphärenreservat Bayerische Rhön e. V. erstmalig zwei Winterfreizeitkarten herausgegeben. Grund dafür ist die hohe naturschutzfachliche Bedeutung der Schutzgebiete sowie die dort vorhandene schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt. Im Bayerischen Teil der Rhön liegen die beiden größten außeralpinen Großnaturschutzgebiete im Freistaat Bayern, die Lange Rhön und die Schwarzen Berge. Der Naturpark und Biosphärenreservat Rhön e. V. (NBR) hat für jedes dieser Gebiete eine Winterfreizeitkarte herausgegeben, da es für diese besonders schützenswerten Gebiete bislang keine solche Karte als Druckerzeugnis gab. „Trotz der zunehmenden Bedeutung der Internet-Outdoor-Portale und der dortigen Kartendarstellungen, wünschen sich viele Menschen halt immer noch eine Karte zum Anfassen“, sagt Klaus Spitzl, Geschäftsführer beim NBR. 

Rücksicht auf die Natur

Die Karten zeigen den Verlauf der Loipen, Winterwanderwege, Rodelmöglichkeiten sowie Parkplätze und Info-Einrichtungen. Des Weiteren machen sie auf Verhaltensregeln zur Rücksichtnahme auf die Natur aufmerksam. 
Im Naturschutzgebiet Lange Rhön sind die Sommerwanderwege aus Naturschutzgründen und aufgrund der erhöhten Unfallgefahr und der gegebenenfalls erschwerten Sicht bei Schneelage gesperrt. Zudem stellen insbesondere der Heidelstein und das Schwarzes Moor im Winter Rückzugsgebiete für zahlreiche Tierarten dar, die durch Besucherinnen und Besucher enorm gestört werden könnten. Durch das Fluchtverhalten Tiere und den damit verbundenen Energieverlust werden die Wildtiere geschädigt.

Auf den Wegen bleiben

 „Schneeschuhgehen ist nur auf Winterwanderwegen oder direkt neben der Loipe gestattet. Die  Winterfreizeitkarten zeigen, welche Wege fürs Langlaufen oder Winterwandern in den Schutzgebieten präpariert werden", so Lukas Nietsch, Digital Ranger im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. „Wir bitten die Besucherinnen und Besucher, stets auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben, die allgemeinen Winterverhaltensweisen zu berücksichtigen und Rücksicht aufeinander zu nehmen.“ Aktuelle Bedingungen und Sperrungen entnehmen Sie bitte im Vorfeld ihrer Tour dem offiziellen Tourenportal der Rhön – www.touren-rhoen.de.

 

Die Winterfreizeitkarten sind in den beiden Biosphärenzentren, im Biosphärenzentrum Haus der Langen Rhön in Oberelsbach und im Biosphärenzentrum Rhön Haus der Schwarzen Berge in Wildflecken-Oberbach sowie in der Info-Stelle Schwarzes Moor erhältlich.

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news-2462 Fri, 26 Jan 2024 13:19:31 +0100 Gemeinsam das Biosphärenreservat entdecken: Neue Junior-Ranger in Ebersburg gesucht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/gemeinsam-das-biosphaerenreservat-entdecken-neue-junior-ranger-in-ebersburg-gesucht Mit einem Ranger die Wildnis erkunden, Nistkästen für Vögel bauen und gemeinsam das „Land der offenen Fernen“ entdecken: Am Dienstag, den 6. Februar 2024 findet eine Infoveranstaltung der Junior-Ranger-Gruppe Ebersburg des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön statt. Gesucht werde neue Junior-Rangerinnen und Ranger! Teilnehmen können Kinder der dritten und vierten Klasse. Los geht’s um 17 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Schmalnau – auch die Eltern sind herzlich eingeladen! Bei den regelmäßigen Treffen tauchen die Kids in das Leben der Ranger ein. Die neue Gruppe wird sich etwa 20-mal im Jahr - immer im zweiwöchigen Rhythmus treffen. Betreut werden die Junior-Ranger durch Maria Leinberger von der Bunten Zwergenwiese und Thomas Löw von der Erlebnisimkerei Bienenreich. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben.

 „Wir werden Ziegen, Hühner und Bienen pflegen, Vogelnistkästen bauen oder mit dem Förster im Wald Bäume pflanzen“, sagt Löw. Auch Aktionen wie Filzen mit Wolle, Bienenwachskerzen ziehen, Kartoffeln anpflanzen und ernten oder Stockbrot am Lagerfeuer backen seien geplant. „Vielleicht kommt auch noch eine Biberwanderung oder eine Fledermausexkursion mit ins Programm“, so die beiden Betreuer. 

Über die Junior Ranger

Junior Rangerinnen und Junior Ranger setzen sich im Rahmen konkreter Projekte unter Anleitung von erfahrenen Rangern und Wildnispädagogen aktiv für die biologische Vielfalt und nachhaltige Entwicklung ein. Die Rhön bietet ihnen jede Menge Lern- und Erlebnisorte für spannende Tätigkeiten: zum Beispiel Gewässer-Untersuchungen, Amphibienschutz, Streuobstwiesen-Pflege, Fährtensuche und Kartierungen von Spechthöhlen.
 

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news-2461 Thu, 25 Jan 2024 12:25:48 +0100 LIFE-Projekt fördert seltene Vogel- und Pflanzenarten rund um Tann https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/life-projekt-foerdert-seltene-vogel-und-pflanzenarten-rund-um-tann Bereits seit 2017 setzt das LIFE-Projekt „Rhöner Bergwiesen“ Pflegemaßnahmen auf Flächen im Tanner Stadtgebiet zur Förderung seltener Vogel- und Pflanzenarten um. Nachdem zunächst die so genannte „Hofwiese“ der Tanner Hute beim Weiler Dietgeshof und die Mühlberghute nordöstlich von Tann bearbeitet wurden, ist jetzt der Habelberg bei Wendershausen ein neuer Schwerpunktbereich. Die Tanner Hute, im einstigen Grenzgebiet gelegen, ist wertvoller Lebensraum für seltene Vogelarten. Zwischen artenreichen Bergmähwiesen, feuchtem Grünland, Bächen und Gräben finden sowohl Bodenbrüter wie Wachtelkönig, Wiesen- und Baumpieper als auch Würgerarten wie Neuntöter und Raubwürger optimale Bedingungen. Bis 2015 gab es hier sogar noch Braunkehlchen. Aber die Bestände der typischen Rhöner Offenlandarten gingen immer weiter zurück: Intensive Nutzung als Weide und Mähwiese haben über die Jahre Rückzugsbereiche für Vögel schwinden lassen. Zudem setzen Störungen durch Menschen und freilaufende Hunde den sensiblen Arten zu. 2018 wurde ein Teil der Tanner Hute zu einem Maßnahmenraum des LIFE-Projekts „Rhöner Bergwiesen“. In Abstimmung mit den Bewirtschaftern konnte der Lebensraum seitdem deutlich verbessert werden. Indem von Beweidung auf eine späte Mahd zu unterschiedlichen Terminen umgestellt und Schonflächen ausgewiesen wurden, ist ein Mosaik aus Rückzugsmöglichkeiten für die Vögel und ihre Beutetiere entstanden. Für Wiesen- und Baumpieper wurden Bambusstäbe als „künstliche“ Ansitzwarten in die Schonbereiche gesteckt, um sie als Lebensraum aufzuwerten.

Die Maßnahmen zahlen sich aus. Sowohl die Wiesenpieper- als auch die Neuntöter-Bestände erholen sich laut den Zahlen des LIFE-Monitorings auf der Tanner Hute. Während 2017 nur zwei Neuntöter-Reviere gezählt wurden, waren es 2023 Jahr bereits sechs. Auch Wiesenpieper und Grauammern haben die Hute als Lebensraum angenommen. „Wir hoffen, mit den Maßnahmen auch seltenere Arten wie den Wachtelkönig langfristig hier halten und das Braunkehlchen eines Tages auf die Hute zurückholen zu können“, sagt Kristine Schmitt vom LIFE-Projekt. Damit das so bleibt, müssen die getroffenen Maßnahmen auch nach Ende des Projekts weitergeführt werden.

Orchideenreiche Mühlberghute

Um botanische Schätze dreht sich alles auf der Mühlberghute nordöstlich von Tann. Hier befindet sich ein wertvoller Komplex an artenreichen Kalkmagerrasen. „Ihren Ursprung haben die Rasen als Schafweiden und Mähwiesen zur Heugewinnung. Werden sie nicht mehr bewirtschaftet, verbuschen die Flächen und die Vielfalt an Pflanzen und Tieren geht zurück“, erklärt Kristine Schmitt den Zusammenhang. Das war auch auf der Mühlberghute, die jahrzehntelang brach gelegen hatte und stark verbuscht war, der Fall. Die Entbuschung hatte daher Priorität, als 2018 die Maßnahmen begannen. Auf die zurückgewonnenen Flächen kam im Anschluss eine Schaf- und Ziegenherde. Die Tiere übernehmen bis heute die wichtige Nachpflege, um Büsche zurückzudrängen.

Die botanische Entwicklung der Fläche und damit den Erfolg der Maßnahmen überprüft Rhön-Botaniker Uwe Barth. „Durch die Entbuschung und Wiederbeweidung mit Ziegen hat sich der Zustand der Mühlberghute deutlich verbessert. Besonders erfreulich ist für mich das zahlreiche Auftreten der Fliegen- und Bienenragwurz. Diese sensiblen Orchideen waren jahrelang verschwunden. Die hübsche Bienenragwurz gedeiht inzwischen sogar an Wegrändern im Bereich der Hute, etwa dort wo der Wanderweg zum Dietgeshof abzweigt. Hier ist sie zur Blütezeit Mitte Juni bis Anfang Juli leicht zu finden und schön zu sehen“, sagt Barth.

Heckenmanagement am Habelberg

Auch der Habelberg bei Wendershausen ist als Maßnahmenraum für Vögel wie den Neuntöter und den Raubwürger für das LIFE-Projekt von besonderem Interesse. Hier sind in den letzten Wochen in enger Abstimmung mit der Stadt Tann Hecken „auf den Stock gesetzt“ worden. „Wir konzentrieren uns auf Hecken in Nachbarschaft zu extensiven Wiesen, die seltener im Jahr gemäht und nicht gedüngt werden und unseren Zielarten ein reiches Nahrungsangebot bieten“, erklärt Kristine Schmitt die Standortwahl. Damit vorhandene Hecken am Habelberg auch künftig ihre Funktion als Lebensraum für typische Heckenbewohner, aber auch für den Klima- und Erosionsschutz erfüllen können, müssen sie alle 10-20 Jahre eine Handbreit über dem Boden sauber abgeschnitten werden. Dann treiben sie im Folgejahr umso dichter wieder aus. Neuntöter gibt es bereits rund um den Habelberg und vielleicht auch bald wieder die noch selteneren Raubwürger. Über die Erfolge freut sich auch der Tanner Bürgermeister Mario Dänner: „Mit den umgesetzten Maßnahmen aus dem LIFE-Projekt konnte in den letzten Jahren ein wertvoller Beitrag zum Erhalt unserer einmaligen Landschaft mit seiner Flora und Fauna geleistet werden.“

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LIFE
news-2460 Wed, 24 Jan 2024 12:00:11 +0100 "Höhlentier des Jahres 2024“ auch im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön beheimatet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/hoehlentier-des-jahres-2024-auch-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-beheimatet Die Gefleckte Höhlenspinne wurde zum Höhlentier des Jahres 2024 gekürt. Die Art steht für eine Vielzahl von Tierarten, die auf geschützte unterirdische Rückzugsorte angewiesen sind. Auch im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist das kleine Tierchen beheimatet. Mit der jährlichen Wahl des Höhlentieres weist der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher auf den Handlungsbedarf der Erforschung unterirdischer Ökosysteme und der darin vorkommenden Arten hin. Bereits im Jahr 1757 wurde die Gefleckte Höhlenspinne (Nesticus cellulanus) vom schwedischen Entomologen Carl Alexander CLERCK erstmals für die Wissenschaft beschrieben. Die Art kommt unter anderem in Höhlen, Kellern und Bergwerksstollen vor. Auch im Freiland – beispielsweise in Geröllhalden, Mauer oder vereinzelt auch in Wäldern ist die kleine Spinne zu finden. Dort lebt sie gewöhnlich an der Höhlenwand und der Decke, bevorzugt in der Übergangs- und Tiefenregion. 
Ihr kommt die allgemein hohe Luftfeuchte in Höhlen – wie man sie auch in der Rhön vorfindet – zugute. Diese schützt sie vor dem Austrocknen. Das ganze Jahr über werden Höhlen und andere unterirdische Hohlräume von Spinnen besiedelt. 

Bekanntestes Quartier im Milseburgtunnel

Stefan Zaenker, Autor des 2020 erschienenen Buches „Die Höhlentiere Deutschlands“, hat die Gefleckte Höhlenspinne in der Rhön näher erforscht. „Im Biosphärenreservat kommt die Spinne an etwa 25 Standorten vor“, sagt der Spezialist für Biospeläologie, wie die Wissenschaft vom Leben untertage genannt wird. Hierunter sind Felsenkeller in Dietges, Eckweisbach und Weyhers, Bergwerksstollen, aber auch Bahn- oder Straßenunterführungen. Bekanntestes Quartier dürfte der Milseburgtunnel sein, in dem Zaenker die Art nachgewiesen hat.

Über die Gefleckte Höhlenspinne

Der Vorderleib der Gefleckten Höhlenspinne ist gelblich gefärbt und besitzt eine schwärzliche Zeichnung. Die Brust ist hellgelb mit schwarzen Flecken, die Beine sind gelblich und schwarz geringelt. Der Hinterleib ist graugelbweißlich mit schwärzlichen Flecken. Die Männchen der Spinnenart werden 3,7 bis 4,5 mm groß, die Weibchen erreichen eine Größe von 4 bis 5,5 mm. Die Spinne baut zumeist in Vertiefungen von Höhlenwänden einen weitmaschigen Netzteppich, von dem aus Fangfäden nach unten führen. 
Seltene Spinnenart auch im Fuldaer Waidestunnel
Die Gefleckte Höhlenspinne kann mit der bei uns allerdings deutlich selteneren Bleichen Höhlenspinne (Kryptonesticus eremita) verwechselt werden, die etwas heller gefärbt ist. Der dunkle Mittelstreifen auf dem Vorderleib geht bei der Gefleckten Höhlenspinne von vorne nach hinten durch und wird bei der Bleichen Höhlenspinne ab der Mitte schmal oder ist gar nicht mehr vorhanden. Aber auch diese Art hat Stefan Zaenker schon im Landkreis Fulda gefunden. „Die Spinne kommt in einem Wasserdurchlass bei Batten und im Waidestunnel, mitten im Fuldaer Stadtgebiet, vor.“

Verbreitung in ganz Europa

Die Gefleckte Höhlenspinne ist über ganz Europa bis in die Türkei weit verbreitet und wurde bis nach Nordamerika verschleppt. In Deutschland ist die Art aus allen Höhlengebieten bekannt. Die Gefleckte Höhlenspinne wurde nicht nur zum „Höhlentier des Jahres“, sondern auch zur „Europäischen Spinne des Jahres 2024“ gewählt. „Dies verdeutlicht die gute Zusammenarbeit zwischen den Höhlenbiologen und den Spezialisten, für die in Höhlen lebenden Artengruppen. Die Spinnenforscher (Arachnologen) sind dabei auf die Ortskenntnisse und Techniken der Höhlenforscher (Speläologen) angewiesen, um Erkenntnisse zu den Arten in unterirdischen Lebensräumen zu erhalten“, so Zaenker.

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news-2458 Wed, 17 Jan 2024 15:52:52 +0100 Startschuss für einen neuen Entdeckerpfad von Herpf und Stepfershausen zur Hohen Geba https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/startschuss-fuer-einen-neuen-entdeckerpfad-von-herpf-und-stepfershausen-zur-hohen-geba Abenteurer aufgepasst: Bis Ende 2025 soll ein neuer Entdeckerpfad rund um die Hohe Geba entstehen. Vertreter des Fremdenverkehrsvereins Geba e. V. dürfen sich über die Förderzusage seitens des Thüringer Umweltministeriums in Höhe von 138.072,00 Euro freuen. Dies entspricht einer 90-prozentigen Förderung der Gesamtkosten. Die Förderung ist Teil der „Investiven Projekte zur nachhaltigen Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön (Thüringer Teil)“ und wird bis zur finalen Projektumsetzung eng von der Thüringer Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats begleitet. Kurz vor Weihnachten trafen sich Ulrike Schade (Dienststellenleiterin der Thüringer Biosphärenreservatsverwaltung Rhön), Fabian Giesder (Bürgermeister Stadt Meiningen), Jens Töpfer (Ortsteilbürgermeister Stepfershausen) und Christoph Friedrich (Bürgermeister Einheitsgemeinde Rhönblick) in der Träbeser Bauernstube, um die ersten Informationen des geplanten Entdeckerpfads zu besprechen. Mit seinem Antrag hatte der Fremdenverkehrsverein Geba e. V. beim Projektaufruf „Investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön (Thüringer Teil)“ im Mai 2023 einen gebietsübergreifenden Kooperationsantrag von verschiedenen Ortsteilen der Gemeinde Rhönblick und Stadt Meiningen vorgelegt. 

Besonderes Naturerlebnis

Der geplante Entdeckerpfad zwischen Herpf, Träbes, Geba und Stepfershausen (möglicher Rundwanderweg von 16,3 km) soll ein besonderes Naturerlebnis mit Informationen zur geologischen Entstehung der Region und den weiteren Themen Klima und Klimaschutz sowie Erhaltung der einzigartigen Trockenrasen und dem Schutz der Nacht bieten. Hierzu wurde vom Projektträger ein Streckenverlauf gewählt, bei dem die Gäste gezielt ihre Reise an einer Stelle im Tal, dem Meininger Ortsteil Herpf, in das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön starten können. Hier soll der Entdeckerpfad im Buntsandstein beginnen und zunächst durch den Muschelkalk bis auf das Basaltplateau der Hohen Geba führen, auf der die natürliche Nachtlandschaft im Sternenpark Rhön auch mittels des neu errichteten SkyPoles beobachtet werden kann. Wichtig im umweltverträglichen Besucherlenkungskonzept des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ist auch die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die in Herpf durch die regelmäßig verkehrende Buslinie aus Meiningen gegeben ist. So können Gäste auch ohne Auto die Thüringer Rhön entdecken. Über einen möglichen „Hohe-Geba-Bus“, der Wanderer nach der Hälfte des Weges wieder vom Berg hinunterbringt, wurde angeregt diskutiert.

Schutz der atemberaubenden Tier- und Pflanzenwelt

„Die thematische und übergreifende Konzeption des Entdeckerpfades hat dem Thüringer Umweltministerium und dem Beirat des Rhönforums e. V. bei der Auswahl besonders gefallen“, so Ulrike Schade, Dienststellenleiterin der Thüringer Biosphärenreservatsverwaltung Rhön, da es keine verschiedenen Projekte der einzelnen Gemeinden sind, sondern ein abgestimmtes Kooperationsprojekt. Das Projekt steigert nicht nur die Attraktivität des Ausflugsgebiets, sondern legt auch einen Fokus auf die Ziele des UNESCO-Biosphärenreservats – nämlich dem Schutz der atemberaubenden Tier- und Pflanzenwelt der Rhön. „Im Sinne einer umweltgerechten Besucherlenkung ist die minimalste Beeinflussung der Naturräume zu gewährleisten“, merkt Frau Schade an. 

Stärkung der regionalen Wertschöpfung

„Dank dieser großzügigen Förderung ist es uns möglich, ein weiteres Puzzleteil zur naturnahen Entwicklung der Geba umzusetzen, was den Menschen und insbesondere Familien die Vorzüge unserer Heimat in der Natur und kulinarisch noch besser erlebbar macht“, zeigt sich Meiningens Bürgermeister Fabian Giesder dankbar.  Auch Christoph Friedrich, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Rhönblick, lobt das neue Vorhaben: "Das Projekt dient der Umsetzung der neuen Tourismusstrategie des Rhönforums als perfekter Tag, bezieht direkt Gastronomie sowie die örtlichen Bäcker und Metzger mit ein und soll Touristen wie Einheimischen ein tolles Wandererlebnis bieten.“  

Auch die Regelschule Bettenhausen und die Grundschule Herpf sollen bei der Mitgestaltung der Lern- und Infotafeln am Entdeckerpfad involviert werden. Durch die Einbindung der ansässigen Gastronomie und Dorfläden soll zudem die regionale Wertschöpfung gestärkt werden. Als Modellprojekt für die Region soll im Rahmen des Projektes auch eine audiovisuelle Digitalisierung (Audioguide) erfolgen, die allen Besucherinnen und Besuchern auf moderne, abwechslungsreiche Art spannende Informationen zur Rhöner Landschaft, Lebensräumen, Kultur und Geschichte vermittelt. Die Pflege der Wege übernimmt der Fremdenverkehrsverein Geba e. V.

Hintergrund

Das dritte Jahr in Folge fördert das Thüringer Umweltministerium „Investive Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den Nationalen Naturlandschaften Thüringens“. Hierzu zählt der Thüringer Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. In den Jahren 2021-2023 erhielten bereits 65 Projekte eine Förderzusage. 21 dieser Projekte wurden erst im Projektaufruf 2023 neu beantragt und werden in diesem Jahr (spätestens bis 2025) umgesetzt. Insgesamt fließen somit ca. 2,1 Millionen Euro in die Region. 

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news-2457 Tue, 16 Jan 2024 15:18:00 +0100 Mit 180 PS durch den Winter: Unterwegs mit den Rhöner Loipenfahrern Oliver Kirchner und Christoph Happel https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/mit-180-ps-durch-den-winter-unterwegs-mit-den-rhoener-loipenfahrern-oliver-kirchner-und-christoph-happel Der Besucherandrang im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist jedes Jahr mit einsetzendem Schneefall groß. Nicht nur Einheimische, sondern Menschen aus ganz Deutschland lockt es in die schöne Winterlandschaft im „Land der offenen Fernen“. Bereits Anfang Dezember starteten Oliver Kirchner und Christoph Happel in die neue Wintersport-Saison und präparierten die Loipen rund um das Rote Moor für Wintersportler aus Nah und Fern. Auch im Januar geht es in den Rhöner Wintersportgebieten mit Vollgas weiter. Rund 65 Kilometer Loipennetz bereiten die beiden Rhöner regelmäßig auf. „Wir haben erst kürzlich auf neue Ganzjahresketten umgerüstet – so können wir auch schon bei circa 10 Zentimeter Schnee gut fahren“, erklärt Kirchner. „Die ursprünglichen Ketten kamen erst bei etwa 15 bis 20 Zentimetern Schnee zum Einsatz. Mit der Neuanschaffung der Ketten durch den Naturpark Hessische Rhön sind wir jetzt viel flexibler. Das kommt uns natürlich zu Gute, da wir ja nicht immer so viel Schnee haben – jetzt sind wir für den Winter gut gerüstet“, so der Rhöner, der seit vier Jahren als Loipenfahrer arbeitet und seit 2021 gemeinsam mit Christoph Happel im Auftrag der Stadt Gersfeld für die Präparierung der Loipen zuständig ist. Vorher waren lange Zeit Dieter Schleicher und Hubert Nix für das Präparieren zuständig. Herr Schleicher verstarb leider im Dezember 2021.
Bereits am ersten Dezemberwochenende konnte letztes Jahr in die Saison gestartet werden. „Dass das Wetter im alten Jahr schon so winterlich war, hatten wir selten. Zwei Wochen am Stück konnte Anfang Dezember bereits Wintersport betrieben werden“, sagt Kirchner.
Mit rund 180 PS sind Kirchner und Happel rund um den Heidelstein bis nach Wüstensachsen und hinüber zur Wasserkuppe unterwegs. Anschlussstellen gibt es am Schwedenwall, an der Schornhecke und am Holzberghof. Mit dabei haben die Loipenfahrer auch immer eine Motorsäge – denn im Winter gibt es immer wieder Bäume und Äste, die durch Schneebruch geschädigt sind und aus dem Weg geräumt werden müssen. 

Große Freude zum Start der Saison

Anfang Dezember sei die Freude bei den Wintersportlern schon extrem groß gewesen. „Alle sind heiß und das Besucheraufkommen war sehr hoch. Die Besucherinnen und Besucher konnten es kaum abwarten, wieder in die neue Saison zu starten“, sagt Kirchner. Dennoch sei es beim Aufbereiten der Loipen besonders wichtig, auf die heimischen Tiere, die im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön leben, Rücksicht zu nehmen. „Wir halten Ruhezeiten ein, sodass beispielsweise das Wild nicht unnötig gestört wird. Schließlich befinden wir uns im Roten Moor in einem wichtigen und besonderen Naturschutzgebiet“, so Kirchner. Gleichzeitig wird seitens der Naturparke und der Stadt Gersfeld dazu aufgerufen, dass die unterschiedlichen Nutzer wie Langläufer, Wanderer und Spaziergänger gegenseitig Rücksicht aufeinander nehmen und respektvoll miteinander umgehen. 

Naturverträglicher Wintersport

Das UNESCO-Biosphärenreservat weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, die markierten Loipen, beziehungsweise die ausgewiesenen Wanderwege, nicht zu verlassen. Störungen durch Wanderer, Skiläufer oder Schneeschuhwanderer haben besonders verheerende Folgen – auch außerhalb der Schutzgebiete. Viele Tiere, unter ihnen auch seltene Fledermausarten, halten derzeit Winterschlaf. 
Andere wie beispielsweise Dachs und Eichhörnchen befinden sich in Winterruhe. Werden Winterschläfer öfter gestört, kann dies tödlich für sie sein, denn das Hochfahren der Körperfunktionen kostet zusätzlich Energie, die sie über Nahrung aufnehmen müssten. Die dichte Schneedecke macht es auch für nicht winterschlafende bzw. -ruhende Säugetiere und Vögel schwierig, an Nahrung zu gelangen. Zudem bietet die karge weiße Schneelandschaft kaum Deckung. Daher zehrt jede - auch durch touristische Störung verursachte Flucht - zusätzlich an den Energiereserven und lockt Feinde an.
 

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news-2446 Fri, 12 Jan 2024 12:00:00 +0100 Jetzt abstimmen! Hexenpfad in der Rhön für Titel "Deutschlands schönster Wanderweg 2024" nominiert https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/fuer-den-titel-deutschlands-schoenster-wanderweg-2024-nominiert-der-hexenpfad-in-der-rhoen Der Wettbewerb „Deutschlands Schönster Wanderweg“ geht in die 19. Auflage. Das 25-teilige Teilnehmerfeld repräsentiert eine facettenreiche Auswahl von abwechslungsreichen Tagesrunden, kurzen Spazierwanderwegen, spannenden Themenwegen bis hin zu mehrtägigen Wanderklassikern aus ganz Deutschland. Die Nominierungen erfolgten durch eine vierköpfige Expertenjury, die 10 Mehrtagestouren und 15 Tagestouren auswählte. Die letzte Entscheidung, welcher Weg den Titel „Deutschlands schönster Wanderweg“ erhält, liegt jedoch beim Wanderpublikum. Vom 12. Januar bis zum 30. Juni kann online abgestimmt werden: https://bit.ly/DSWBR Die Rhön wird 2024 durch den Familienwanderweg „Hexenpfad“ bei Fischbach repräsentiert.  Auf einer Strecke von 5,8 Kilometern bietet dieser zertifizierte Familienwanderweg eine beeindruckende Kombination aus sagenhaften Aussichten, unberührter Natur und lehrreichen Erfahrungen.

Der Hexenpfad liegt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und verbindet die vulkanisch geformten Berge Kolben und Umpfen. Errichtet im Jahr 2010 als Umweltbildungsangebot vom Landschaftspflege-verband Thüringer Rhön e.V., wurde der Pfad 2017 in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wanderverband um neue Erlebnisangebote für Kinder erweitert und als Familienwanderweg zertifiziert. 

Der Weg beginnt am Schullandheim Fischbach, wo ein Naturspielplatz und freundliche Lamas und Alpakas auf die Wanderer warten. Die Route führt zu einer eindrucksvollen Fotowand und zu weiteren malerischen Punkten entlang des Weges, darunter eine Hexe mit einem atemberaubenden Aussichts- und Informationspunkt.

Nach einem leichten Anstieg erreicht man einen uralten, mystischen Buchenwald, wo Kinder auf einem Spielplatz nach Herzenslust spielen können. Ein Wiesenpfad bietet Einblicke in eine besondere Flora und Fauna. Der Hexenpfad ermöglicht tierische Erlebnisse, darunter einen Weitsprung mit den Waldtieren, die Entdeckung fossiler Schätze und einen Wasserspielplatz zur Erfrischung.

Ein idyllischer Rastplatz unter alten Linden lädt zum Verweilen ein, bevor der Weg am Südhang des Umpfen durch einen Nadelwald führt. Hier kann man sein Geschick beim Zapfenweitwurf unter Beweis stellen und gleichzeitig die herrliche Rhönlandschaft bewundern. Die Wanderung endet auf einem Feld-weg am Ortsrand mit Blick auf den gleichnamigen Bach, bevor man zum Ausgangspunkt zurückkehrt.

Wir herzlich ein, Deutschlands schönste Wanderwege zu entdecken und Ihre Stimme für den Hexenpfad in der Rhön abzugeben.

Die Publikumswahl beginnt offiziell am 12.01.2024 um 0 Uhr.
Die Online-Abstimmung ist unter dem Link https://bit.ly/DSWBR möglich. 

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news-2456 Tue, 09 Jan 2024 14:50:00 +0100 Umrüstung der Flutlichtanlage beim TSV Hilders berücksichtigt Klima- und Artenschutz https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/umruestung-der-flutlichtanlage-beim-tsv-hilders-beruecksichtigt-klima-und-artenschutz Als einer der ersten Vereine im Landkreis Fulda hat der TSV Hilders seine Flutlichtanlage nachtfreundlicher umgerüstet. Das Licht wird nun besser abgeschirmt, eine warmweiße Farbtemperatur von 3.000 Kelvin eingesetzt und die Beleuchtungsstärke bedarfsgerecht reduziert. Erste Rückmeldungen zeigen: Die Fußballerinnen und Fußballer sind mit der Umrüstung sehr zufrieden. Das Licht hellt nicht nur die Umgebung weniger auf, sondern blendet auch weniger beim Spielen und ist schonender für die Augen. Die Umrüstung wurde vom Landkreis Fulda gefördert. Da sich Sportplätze mit ihren Flutlichtanlagen in der Regel am Ortsrand und somit oft in der Nähe von Gewässern und Naturräumen befinden, haben sie massive Auswirkungen auf Flora und Fauna. So auch in Hilders, wo der Trainingsplatz direkt an das streng geschützte Flora-Fauna-Habitat Ulster angrenzt. Die hohen Lichtmengen der Flutlichtanlagen stellten hier, wie auch in anderen Gemeinden des Landkreises, eine der Hauptursachen für Lichtimmissionen dar.

Die kürzlich erfolgte Umrüstung der Beleuchtung bot nun die Chance, neben dem Klimaschutz auch den Artenschutz zu berücksichtigen – auch vor dem Hintergrund, dass in den letzten Jahren beim Thema Außenbeleuchtung zahlreiche naturschutzrechtliche Auflagen gesetzlich verankert wurden. Aufgrund dessen sieht die Bundesförderung für die Umrüstung von Fußball-Flutlichtanlagen unter anderem vor, dass Fluter nur noch nach unten strahlen und die Farbtemperatur maximal 3000 Kelvin beträgt. 

In enger Zusammenarbeit zwischen der Sport- und Vereinsförderung des Landkreises Fulda, der Fachstelle Sternenpark beim Landkreis Fulda sowie dem Sportkreis Fulda-Hünfeld e.V. wurden weitere technische Vorgaben zum Schutz des Außenbereichs konkretisiert, damit das Licht wirklich nur auf der Spielfläche landet und den angrenzenden Bereich bestmöglich schützt. In Hilders ist es damit gelungen, was bisher eher selten ist: Die Beleuchtung ist auf das Spielfeld begrenzt. Die Umrüstung hat der Landkreis Fulda mit einer Förderung in Höhe von 5.085 Euro unterstützt.„Die zunächst als streng empfundenen Vorgaben haben sich als richtig und technisch umsetzbar erwiesen, und die enge Begleitung und Prüfung der Lichtberechnungen durch den Landkreis hat uns als Verein eine gute Orientierung gegeben“, erklärt Markus Reinhart, Vorsitzender des TSV Hilders. 

Nach der Abnahme der Anlage durch Nachtschutz-Beauftragte des Landkreises Fulda konnte die neue Flutlichtanlage auf dem Trainingsplatz des TSV Hilders nun im Rahmen einer Feierstunde zur Einweihung auch von Bürgermeister Ronny Günkel, dem Kreisbeigeordneten Hermann Müller und Julia Schröder, Leiterin des Sachgebiets „Jugendförderung, Ehrenamt“ beim Landkreis Fulda, in Augenschein genommen werden. Julia Schröder erläutert dazu: „Die Belange des Sports mit den Anforderungen an den Artenschutz in Einklang zu bringen, ist uns in der Sport- und Vereinsförderung äußerst wichtig. Dies ist hier eindrucksvoll gelungen.“

Die hohe Zufriedenheit der Spielerinnen und Spieler sowie das gute Gefühl einen Beitrag zum Klima- und Artenschutz geleistet zu haben, hebt auch der Vereins-Vorsitzende Markus Reinhart hervor. „Gerne bieten wir anderen Vereinen an, sich unsere neue Anlage anzuschauen.“
Zufrieden ist auch die Nachtschutz-Beauftragte Sabine Frank: „Auch wenn Flutlicht aufgrund der enormen Lichtmengen niemals nachtfreundlich gestaltet werden kann, so zeigt doch diese Anlage, dass man durch die Umsetzung unserer Vorgaben nicht nur Energie spart, sondern wesentlich weniger den Naturraum belastet.“ 

Weitere Informationen zur Umrüstung von Flutlichtanlagen gibt es online unter www.landkreis-fulda.de/sternenpark-rhoen. Vereine werden von der Fachstelle des Landkreises intensiv begleitet. Jede Lichtberechnung und jedes Angebot wird geprüft, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Hintergrund: Problem Lichtverschmutzung

Seit Juni 2023 ist das neue Hessische Naturschutzgesetz in Kraft. Darin wurde der Schutz der Lebewesen vor Beleuchtung gesetzlich verankert. Dazu erläutert die Nachtschutz-Beauftragte Sabine Frank: „Die Aufnahme des Schutzes der Nacht in die Naturschutzgesetze unterstützt unsere Arbeit. Aber es ist auch notwendig, denn Forschungsergebnisse der letzten Jahre belegen den nächtlichen Einsatz künstlichen Lichts als eine der Hauptursachen für den dramatischen Verlust der nacht- und dämmerungsaktiven Lebewesen. Darunter auch nachtaktive Insekten, die einen wichtigen Beitrag im Ökosystem leisten. Sie sind, wie viele andere nachtaktive Tiere auch, extrem lichtempfindlich. Von künstlichen Lichtquellen werden sie irritiert, angelockt und geblendet. Zugvögel ziehen hauptsächlich in der Nacht und werden durch starke Kunstlichtquellen –zum Beispiel schlecht ausgerichtete Flutlichtanlagen – vom Weg abgelenkt. Ein großes Problem ist zudem das an Wolken und Partikeln in der Atmosphäre gestreute Licht, das über die Wolkenreflexion weit über die Siedlungsgrenzen hinaus gestreut wird. So können auch abgelegene Gebiete ohne eigene starke künstliche Beleuchtung durch künstliche Aufhellung von Lichtverschmutzung betroffen sein und sich negativ auswirken. Je glücklicher wir mit weniger Licht wieder werden, umso besser ist das für Klima- und Artenschutz. Dann kehren auch wieder die Sterne zurück.“ 

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news-2455 Tue, 09 Jan 2024 14:35:58 +0100 Insektenkenner*in werden und zur Forschung in der bayerischen Rhön beitragen! https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/insektenkennerin-werden-und-zur-forschung-in-der-bayerischen-rhoen-beitragen Du möchtest mehr über unsere heimischen Insektenarten erfahren? Du interessierst dich dafür, wie du verschiedene Insektenarten bestimmen kannst? Du möchtest aktiv deinen Teil für den Naturschutz und die Forschung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön beitragen? Dann bist du bei unserer Insekten-AG genau richtig! Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bietet Lebensräume für zahlreiche seltene Insektenarten und schafft auch für häufige vorkommende Arten wertvolle Rückzugsräume. Leider gibt es immer weniger Menschen, die sich mit Insekten beschäftigen und diese bestimmen können. Dies ist jedoch sehr wichtig, um mögliche Rückgänge zu dokumentieren und Schutzmaßnahmen einleiten zu können. Dem will die bayerische Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön entgegenwirken und eine Insekten-AG gründen. Nach ca. fünf theoretischen Einführungsterminen im Winter, bei denen es ausreichend Gelegenheit gibt, die wichtigsten Insektengruppen kennenzulernen, folgen gemeinsame Exkursionen. Bei diesen liegt der Schwerpunkt auf der Erfassung und Bestimmung von Insekten in verschiedenen Lebensräumen. Die erhobenen Daten fließen in die Forschung des Biosphärenreservats ein und schaffen wichtige Erkenntnisse über den Zustand und die Verbreitung von Insekten in der Rhön. 

Für den Kurs sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Jeder mit Freude am Kennenlernen von Insekten ist herzlich willkommen. Die Auftaktveranstaltung findet am 25.01.2024 um 18.30 Uhr in der bayerischen Verwaltungsstelle in Oberelsbach (Oberwaldbehrunger Straße 4) statt. Inhalt des ersten Termins soll das gegenseitige Kennenlernen und die Vorstellung des weiteren Ablaufs sowie ein erster Überblick über die wichtigsten Insektengruppen sein. Anmeldung und weitere Informationen unter artmeldungen@reg-ufr.bayern.de.  
 

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news-2454 Tue, 09 Jan 2024 11:00:17 +0100 Für den Erhalt von Rebhuhn und Co: Erster Heckenpflegetag im Landkreis Fulda https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/fuer-den-erhalt-von-rebhuhn-und-co-erster-heckenpflegetag-im-landkreis-fulda Hecken sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Sie dienen dem Natur- und Artenschutz, prägen das Landschaftsbild und sind ein unersetzlicher Teil unserer Heimat. Auf Initiative des Rebhuhn-Projekts des Landkreises Fulda wurde Anfang Dezember in Kooperation mit dem LIFE-Projekt „Rhöner Bergwiesen“ und dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) erstmals eine Schulung zur landschaftsgerechten Heckenpflege angeboten. Mit dabei waren Mitarbeitende der Bauhöfe aus 14 Gemeinden und zweier Pflegeverbände. Wenn sie landschaftsgerecht gepflegt werden, stellen Feldhecken für viele Tier- und Pflanzenarten einen wichtigen Lebens- und Rückzugsraum dar. Hecken schützen außerdem vor Bodenerosion und sind seit jeher ein Baustein im strukturreichen Landschaftsbild der Rhön, dem „Land der offenen Fernen“, und dem gesamten Landkreis Fulda. Die Artenvielfalt zu fördern, ist gemeinsames Ziel des Rebhuhn-Projekts und des Projekts „Rhöner Bergwiesen“. Um den Kommunen einerseits fach- und sachgerechte Informationen für die Heckenpflege, aber auch Wissen zur Weitergabe an die Bürgerinnen und Bürger an die Hand zu geben, hatten die Projektteams den Heckenpflegetag organisiert.

Der Einladung waren Mitarbeitende der Bauhöfe aus Ebersburg, Ehrenberg, Eichenzell, Eiterfeld, Flieden, Großenlüder, Hilders, Hofbieber, Künzell, Neuhof, Nüsttal, Petersberg, Poppenhausen und Tann gefolgt. Sie setzen die Heckenpflege in den Kommunen um und können das erlernte Wissen weitergeben. Vertreten waren zudem der Feldwege- und Grabenunterhaltungsverband Fulda-West und der Feldwegeverband Hohe Rhön. Auch die Nüsttaler Bürgermeisterin Marion Frohnapfel nahm an der Theorie-Schulung im Fuldaer Landratsamt teil. „Als Gemeinde wollen wir aktiv zum Erhalt der Artenvielfalt im Landkreis Fulda beitragen. Die Heckenpflege ist hierbei ein wichtiger Baustein. Die Schulung hat einen fachlich fundierten und umfassenden Einblick ermöglicht.“

Im Theorie-Teil entführte das Beratungsteam Biodiversität des LLH in die Welt der Flora und Fauna, die sich in einer Hecke findet. Untersuchungen haben gezeigt, dass Hecken in Mitteleuropa bis zu 1.500 Tierarten einen Lebensraum bieten können. Außerdem dienen lineare Elemente wie Hecken und Wegrandstrukturen als sogenannte Trittsteinbiotope: Unterschiedliche Lebensräume, deren Überwindung für bestimmte Arten sonst nicht möglich wäre, werden durch die Heckenstrukturen miteinander vernetzt. So entsteht ein Biotopnetz, das den genetischen Austausch diverser Populationen gewährleistet.

Praxisvorführung in Petersberg

Auf einer von der Gemeinde Petersberg zur Verfügung gestellten Fläche ging es dann an die Praxis. Hecken sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt und dürfen – abgesehen von leichten Pflegeschnitten – in der Zeit zwischen dem 1. März und 30. September nicht bearbeitet werden. Im Herbst und Winter ist die Zeit für eine Verjüngung gekommen: Hierfür sollten Hecken abschnittsweise „auf den Stock gesetzt“ werden. Das bedeutet, dass die Gehölze etwa 20 bis 30 Zentimeter über dem Boden abgeschnitten und einzelne Bäume entnommen werden. Dabei wird die Heckenreihe nicht komplett entfernt, sondern Heckenabschnitte bleiben jeweils im Wechsel stehen. Wie das in der Praxis aussieht, führten Biosphären-Ranger David Schmitt und der Lohnunternehmer Christian Will mit Handsäge und Bagger anschaulich vor.

„Wir sind dankbar für das rege Interesse. Mit einer landschaftsgerechten Heckenpflege auf ihren öffentlichen Flächen leisten die Kommunen einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität“, sagen die Organisatorinnen Jessica Eifert und Lisa Holz. Die Rebhuhn-Projektverantwortlichen planen, die Schulung künftig jährlich anzubieten.

 

Das Rebhuhn-Projekt im Landkreis Fulda

Seit 2021 steht das Rebhuhn (Perdix perdix) als stark gefährdete Offenland-Art im Mittelpunkt eines durch das Land Hessen finanzierte Feldflur-Projekts im Landkreis Fulda. Die am Projekt mitwirkenden Landwirtinnen und Landwirte – mittlerweile machen 34 Betriebe mit – werten die Lebensräume der ehemals weit verbreiteten und heute stark bedrohten Art durch gezielte Maßnahmen auf. Dazu gehören die Anlage von Schutzflächen für die Aufzucht der Jungen, die Anlage von Brachen und die fachgerechte Pflege von Hecken, die den Rebhühnern im Winter zur Deckung dienen. Diese Maßnahmen kommen nicht nur dem Rebhuhn, sondern zahlreichen weiteren Arten wie Kiebitz und Feldlerche zugute.

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LIFE
news-2453 Thu, 04 Jan 2024 09:51:45 +0100 Aufruf zur Schlafplatzzählung überwinternder Rotmilane am ersten Januarwochenende https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/aufruf-zur-schlafplatzzaehlung-ueberwinternder-rotmilane-am-ersten-januarwochenende Der Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. ruft am 6. und 7. Januar zur Schlafplatzzählung überwinternder Rotmilane über das Meldeportal ornitho.de auf. Der Wechsel von Wald mit einem bunten Mosaik von Wiesen, Weiden, Äckern und Feldgehölzen, zahlreichen Quellen und Bachläufen macht die Rhön zu einer Hot-Spot-Region der biologischen Vielfalt. In einer solch strukturreichen Landschaft fühlt sich auch der Rotmilan sehr wohl. Seit 2014 wurden im Rahmen im Rahmen des Artenhilfsprojekt Rotmilan in der Rhön vielfältige Maßnahmen zum Schutz des Greifvogels der Rhöner Kulturlandschaft umgesetzt. Weitere Infos zur Teilnahme an der Zählung sind auf der Homepage des Dachverbands Deutscher Avifaunisten zu finden.

 

 

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news-2452 Wed, 03 Jan 2024 09:58:29 +0100 Wir suchen dich! Praktikum in Bayerischer Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wir-suchen-dich-praktikum-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-bayerische-verwaltungsstelle Die Rhön ist eines von über 740 Biosphärenreservaten weltweit – von der UNESCO im Jahr 1991 wegen ihrer Einzigartigkeit anerkannt, um etwas Bedeutendes zu leisten: Beispielhaft für andere Regionen dieser Erde Wege zu finden, wie wir in Zukunft verantwortungsvoll und gut leben können. UNESCO-Biosphärenreservate – auch als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung bezeichnet – kümmern sich nicht nur um den Schutz einer Region, sondern auch um deren Pflege und nachhaltige Entwicklung. Koordiniert werden die damit verbundenen Aufgaben von den Verwaltungsstellen.

Praktikumsinhalt

Während Ihres Praktikums erhalten Sie einen Blick "hinter die Kulissen" eines UNESCO-Biosphärenreservats und erfahren, wie hier zusammen mit den Menschen in der Region Konzepte für Schutz, Pflege und nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden. Sie unterstützen die Mitarbeiter/-innen der bayerischen Verwaltungsstelle bei ihren täglichen Aufgaben und arbeiten dabei weitgehend selbständig.

Zu Ihren Aufgaben zählen die

  • Mitarbeit an Projekten zur Klimaanpassung,
  • Mitarbeit an Projekten für nachhaltige Entwicklung,
  • Mitarbeit an Citizen Science-Projekten,
  • Unterstützung des ökologischen Monitorings (GIS-Kenntnisse von Vorteil!),
  • Unterstützung der Forschungskoordination,
  • Unterstützung der (digitalen) Besucherlenkung,
  • Mitarbeit an der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichtes,
  • Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation.

Gleichzeitig besteht die Möglichkeit in weitere Arbeitsbereiche des UNESCO-Biosphärenreservates hinein zu schnuppern (Umweltbildung, Regionalvermarktung, Arten- und Naturschutzaktivitäten, …)


Zeitpunkt, Dauer und Vergütung

Wir beschäftigen ganzjährig Praktikanten.

  • Freie Plätze ab Februar 2024
  • Mindestens 2, maximal 3 Monate
  • 250 Euro / Monat Aufwandsentschädigung

Bewerben können sich Studierende aller Fachrichtungen, z.B. Geographie, Regionalmanagement, Umwelt- oder Landschaftsplanung, Biologie, o.ä.. Ihre aussagekräftige digitale Bewerbung mit Lebenslauf, Immatrikulationsbescheinigung und bisherigen Prüfungsergebnissen richten Sie bitte an:

Sabine Klenk
Reg. v. Unterfranken
Bayerische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön
Oberwaldbehrunger Str. 4, 97656 Oberelsbach
Tel.: 09 31 – 3 80 16 67
sabine.klenk@reg-ufr.bayern.de

Wir freuen uns über Ihr Interesse an einer Mitarbeit in der Bayerischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön!

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news-2443 Wed, 27 Dec 2023 14:58:00 +0100 Lust auf ein Open-Air-Semester? Jetzt für ein Umweltpraktikum im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bewerben https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/lust-auf-ein-open-air-semester-jetzt-fuer-ein-umweltpraktikum-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-bewerben Auch im Jahr 2024 bietet die Commerzbank in Zusammenarbeit mit den Nationalen Naturlandschaften Deutschlands Studierenden eine attraktive Möglichkeit, die schönsten Landschaften und Schutzgebiete kennenzulernen. Studierende können für drei bis sechs Monate den Prüfungsstress und den Uni-Alltag hinter sich lassen – für ein Praktikum in einem Nationalpark oder einem Biosphärenreservat. Auch im Jahr 2024 bietet die Commerzbank in Zusammenarbeit mit den Nationalen Naturlandschaften Deutschlands Studierenden eine attraktive Möglichkeit, die schönsten Landschaften und Schutzgebiete kennenzulernen. Studierende können für drei bis sechs Monate den Prüfungsstress und den Uni-Alltag hinter sich lassen – für ein Praktikum in einem Nationalpark oder einem Biosphärenreservat.

Ein Commerzbank-Umweltpraktikum bietet Studierenden die Chance, ihre Leidenschaft für den Naturschutz mit praktischen Erfahrungen zu verbinden und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Es wird von vielen Hochschulen als Pflichtpraktikum anerkannt. Praktikantinnen und Praktikanten erhalten ein Praktikumsentgelt sowie Unterkunft oder einen Wohnzuschuss.

Für ein Praktikum im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön können sich Studierende beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. bewerben. Der Verein vergibt für 2024 insgesamt sechs Praktikumsmonate, die meist auf zwei Praktikanten mit je dreimonatiger Praktikumsdauer vergeben werden.

Zu den Projekten, die die Umweltpraktikantinnen und -praktikanten in der Rhön bisher begleitet haben, gehören Ausstellungen, Informationsbroschüren, Konzepte oder Umweltbildungsprojekte. „Auch wirken die Studierenden in der Rhön bei praktischen Natur- und Artenschutzmaßnahmen mit“, ergänzt Martin Kremer, der das Umweltpraktikum vor Ort von Anfang an betreut. Kremer betont, dass das Praktikum keine „Einbahnstraße“ sei: „Unsere Praktikantinnen und Praktikanten erhalten Praxiserfahrung und wir als Biosphärenreservat profitieren vom Engagement und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die von den Hochschulen mitgebracht werden. Das Umweltpraktikum ist in vieler Hinsicht eine Erfolgsgeschichte, die zahlreichen jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben geebnet hat.“

Bis 15. Januar bewerben

Ausführliche Informationen und das Stellenprofil finden Interessierte online unter www.umweltpraktikum.com. Über diese Seite erfolgt auch das Bewerbungsverfahren. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar 2024.

Seit 1990 organisiert und finanziert die Commerzbank das Umweltpraktikum. Die Rhön ist seit 1994 Partner der Commerzbank und Einsatzstelle für das Umweltpraktikum. Die Schutzgebiete übernehmen die fachliche Betreuung vor Ort und die PraktikantInnen tragen den Naturschutz- und Nachhaltigkeitsgedanken über die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit weiter. Rund 2.000 Studierende haben bisher in den teilnehmenden Nationalen Naturlandschaften einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden.

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news-2451 Fri, 22 Dec 2023 14:07:53 +0100 Winterpause: Biosphären-Infozentrum Propstei Zella/Rhön bis Ostern 2024 geschlossen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/winterpause-biosphaeren-infozentrum-propstei-zella-rhoen-bis-ostern-2024-geschlossen Das Biosphären-Infozentrum Propstei Zella/Rhön geht in die alljährliche Winterpause und bleibt ab Samstag, 23. Dezember, geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für Ostersonntag, 31. März 2024, geplant. Die Thüringer Verwaltungsstelle im Obergeschoss der historischen Propstei Zella/Rhön bleibt vom 27. bis 29. Dezember ebenfalls geschlossen und ist ab dem 2. Januar wieder wie gewohnt erreichbar.

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news-2450 Fri, 22 Dec 2023 10:35:20 +0100 Rekordzahlen bei jährlicher Quartierkontrolle: 81 Fledermäuse überwintern aktuell im Milseburgtunnel https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rekordzahlen-bei-jaehrlicher-quartierkontrolle-81-fledermaeuse-ueberwintern-aktuell-im-milseburgtunnel Erfreuliche Nachrichten aus der Rhön: Bei der Fledermaus-Winterkontrolle im Milseburgtunnel, die jährlich unter der Leitung der Oberen Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Kassel durchgeführt wird, wurden insgesamt 81 Fledermäuse nachgewiesen – die höchste Anzahl seit Inbetriebnahme des Radweges im Jahr 2003. Bei rund der Hälfte der Tiere handelt es sich um sogenannte Mopsfledermäuse - eine schützenswerte Art, die bundesweit als „stark gefährdet“ eingestuft wird. Der Milseburgtunnel ist das wichtigste Fledermaus-Überwinterungsquartier in der hessischen Rhön. „Durch das spezielle Klima im Tunnel mit einem Temperaturgefälle von etwa 5 °C zwischen beiden Tunnelportalen bietet der Tunnel optimale Überwinterungsmöglichkeiten für 10 verschiedene Fledermausarten.“, erklärt Stefan Zaenker, Mitarbeiter der Oberen Naturschutzbehörde und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Fledermausschutz Fulda. 
Im Tunnel kommen europaweit geschützte Arten wie das Große Mausohr und die Bechsteinfledermaus ebenso vor, wie das Braune und Graue Langohr, die Kleine und Große Bartfledermaus, die Wasserfledermaus, die Fransenfledermaus, die Breitflügelfledermaus sowie die besonders gefährdete Mopsfledermaus. 

Neuer Rekord an Mopsfledermäusen

Auf der Roten Liste ist sie als „stark gefährdet“ eingestuft. Umso erfreulicher, dass die bedrohte Art im UNESCO-Biosphärenreservat eine beliebte Heimat gefunden hat. 44 Mopsfledermäuse überwintern derzeit im Tunnel. Die erste Mopsfledermaus ist dort im Winter 2011/2012 aufgetaucht. Seitdem steigt die Zahl. Im letzten Jahr wurden bereits 29 Mopsfledermäuse nachgewiesen.
Die Mopsfledermaus gilt als typische Waldfledermaus und ist ein guter Indikator für den Zustand unserer Wälder: Sie braucht viel Alt- und Totholz, um in den Sommermonaten geeignete Quartiere für sich und ihren Nachwuchs zu finden. Nur wo solche Strukturen vorhanden sind, kann man die Art auch in den Winterquartieren finden. 

Winterschlaf bis Mitte April

In weiten Teilen Hessens fehlt die Mopsfledermaus vollständig. Insekten sowie Nachtfalterarten stehen auf ihrem Speiseplan. Deshalb leidet sie besonders unter dem Rückgang der Insektenvielfalt. Auch die Zerschneidung ihres Lebensraums durch Verkehrstrassen oder Siedlungen und der niedrige Anteil an Alt- und Totholz in unseren Wäldern machen ihr das Leben schwer. 
Bis Mitte April hält die Mopsfledermaus im Milseburgtunnel mit insgesamt sechs weiteren nachgewiesenen Arten ihren Winterschlaf. Im Rahmen der Zählung wurden außerdem fünf weitere Quartiere in der Rhön kontrolliert. Insgesamt 142 Fledermäuse wurden – inklusive der Exemplare im Milseburgtunnel – nachgewiesen. Im Februar folgt dann eine zweite Zählung der Tiere.
 

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news-2449 Thu, 21 Dec 2023 11:22:56 +0100 Aus Alt mach Neu: Schülerinnen und Schüler kreieren Lineale aus Altplastik https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/aus-alt-mach-neu-schuelerinnen-und-schueler-kreieren-lineale-aus-altplastik Das Projekt-Seminar Kunststoffrecycling des Jack-Steinberger-Gymnasiums Bad Kissingen hat sich viel vorgenommen: Sammelstationen für Altplastik, anschließendes Sortieren und Zerkleinern und das Herstellen neuer Produkte für die 5. Klassen. Das Naturerlebniszentrum Rhön unterstützt mit Expertise und der Leihe der Recyclingmaschinen. Große Augen machen nicht nur die Schüler und Schülerinnen des P-Seminars Kunststoffrecycling, sondern auch das Team des Naturerlebniszentrum Rhön, als die bestellten Maschinen für das Plastikprojekt auf einer großen Palette geliefert werden.
Erstaunlich klein und leise sind sie dann, die drei Recyclingmaschinen, die im Jack-Steinberger-Gymnasium ihr vorläufiges zu Hause finden. 
„Wir freuen uns, gemeinsam mit euch erste Erfahrungen mit den Maschinen zu sammeln“, so Dr. Joachim Schneider, Leiter des Naturerlebniszentrum Rhön. „Im nächsten Schuljahr werden die Maschinen für ein ähnliches P-Seminar am Gymnasium Hammelburg genutzt, bevor sie in den offenen Werkstattbereich des NEZ Rhön umziehen und jedem zur Verfügung stehen.“

Das Vorhaben des P-Seminars wird durch eine Schülerin vorgestellt: „Wir werden nach Weihnachten Sammelstationen aufbauen um Flaschendeckel hier in der Schule zu sammeln. Aus der Mensa und einigen Gastro-Betrieben bekommen wir Plastikeimer und Tuben, die sich auch gut eignen. Es ist wichtig, dass es sortenreines Plastik, also nur eine Art von Kunststoff, ist. Sonst kann man es hinterher nicht mehr recyceln.“ 

Das gesammelte Polypropen, kurz PP, muss vor der Weiterverarbeitung nach Farbe sortiert und gereinigt werden. Dann kommt es in den Schredder, der es in Flocken zerkleinert. Diese können dann mit einer Injektionsmaschine geschmolzen und in Spritzgussformen gegossen werden. Hier sind vielfältige Produkte möglich, schlussendlich einigten sich die Schülerinnen und Schüler auf ein Lineal mit Schullogo als Geschenk für die 5. Klassen.

Für die Gravur des Logos in die Spritzgussformen konnte lokale Expertise beim Siemens-Werk Bad Neustadt (a.d. Saale) gewonnen werden.„Als ich die Anfrage das erste Mal gehört habe, hatte ich den Aluminiumspritzguss im Kopf. Und da arbeiten wir natürlich mit ganz anderen Temperaturen und Budgets!“, erklärt Dennis Knauff. Er ist froh, dass er sich um Kunststoffrecycling dreht und er und sein Team dem P-Seminar bei der Ausgestaltung des Lineals behilflich sein können: “Wir bringen dann ein bisschen zusätzliches Material in der Form auf, um das Logo zu gravieren. Das könnt ihr euch dann gerne direkt bei uns im Werk anschauen.“
Dieser Vorschlag wird von den Schülerinnen und Schülern begeistert aufgenommen, die ersten schauen bereits die Zugverbindung am Handy nach. „Das ist ein wirklich tolles Pilotprojekt. Wir freuen uns über die vielen regionalen Akteure, die uns dabei unterstützen.“, dankt Dr. Frank Orlik, Chemie- und Biologielehrer und Leiter des P-Seminars, als Abschluss des Termins den Teilnehmenden.

Über das Naturerlebniszentrum Rhön

Im Bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön entsteht das neue „Naturerlebniszentrum Rhön“ (NEZ Rhön) mit Standorten in Hammelburg und am Wild-Park Klaushof bei Bad Kissingen. Das NEZ führt vielfältige mobile Angebote für Schulklassen und außerschulische Gruppen durch. Das NEZ Rhön wird als Bildungs-, Forschungs- und Informationseinrichtung im Landkreis Bad Kissingen dienen und ergänzt so die vorhandenen Bildungsangebote im Biosphärenreservat.  Mehr Informationen zum NEZ Rhön findest du auf der Website nez-rhoen.de.
 

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news-2448 Thu, 21 Dec 2023 10:57:23 +0100 Skypole auf der Hohen Geba fertiggestellt: Innovatives Modellprojekt zur Erkundung des Nachthimmels https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/einweihung-des-skypoles-innovatives-modellprojekt-auf-der-hohen-geba-zur-erkundung-des-nachthimmels Den Rhöner Sternenhimmel auf eine neue Art und Weise erleben: Sternenbeobachtung für (Hobby-) Astronomen und die, die es werden wollen, ermöglicht nun die Einheitsgemeinde Rhönblick auf der Hohen Geba im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Ein innovatives Modellprojekt – der sogenannte Skypole – wurde vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) mit einer Zuwendung in Höhe von 21.421,00 Euro zu 90 % gefördert. Seit 2014 ist das länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat Rhön international anerkannter Sternenpark. Geringe Lichtverschmutzung macht es in der Rhön möglich, natürliche Nachtlandschaften mit Blick auf Milchstraße oder beeindruckende Sternenbilder zu erhaschen. In dunkleren Ortschaften mit geringer, umweltverträglicher Beleuchtung ist dieses einzigartige Erlebnis sogar bequem vom eigenen Garten oder vom Ortsrand aus möglich. Zusätzlich wurden in der Rhön spezielle Beobachtungspunkte und Himmelsschauplätze errichtet, die es ermöglichen, den Nachthimmel zu beobachten, ohne nachtaktive Tiere- vor allem in Schutzgebieten - zu beeinträchtigen. Im Oktober 2012 hat die Einheitsgemeinde Rhönblick nicht nur als erstes im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön den Beschluss zur Bewerbung als Sternenpark im Gemeinderat unterschrieben und seitdem viele kommunale Straßenlaternen auf umweltverträgliche LED-Beleuchtung umgerüstet: Auf der Hohen Geba, dem höchsten Berg der nordöstlichen Vorderrhön hat sie in den letzten Jahren einen Beobachtungsplatz mir vier astronomischen Plattformen eingerichtet. Auf diesem können kleine und große High-Tech-Teleskope mit technischem Equipment zur Himmelsbeobachtung aufgebaut und betrieben werden. Da nicht jeder Astronomiefan technisch hochkarätig ausgestattet ist, das Interesse an der Sternenbeobachtung auf der Hohen Geba aber stetig angestiegen ist, beantragte die Einheitsgemeinde im Rahmen des Projektaufrufs des Thüringer Umweltministeriums 2021 die Errichtung einer neuartigen Installation zur Beobachtung des Nachthimmels – einen sogenannten Skypole. 

Peilsystem zum Auffinden von Himmelsobjekten

Dieses innovative Modellprojekt wurde vom Leiter der Sternwarte Sonneberg, Dr. Peter Kroll, erfunden und patentiert. Es handelt sich dabei um ein Peilsystem zum Auffinden von Himmelsobjekten. Die Anlage besteht aus einem zentralen 10 Meter hohen Mast, umrundet von 200 kleinen Bodenplatten, die mit Zahlen und Buchstaben gekennzeichnet sind. Der Mast selbst ist mit drei farbigen Markierungen in unterschiedlicher Höhe versehen. Die Farben und die Schrift auf den Bodenplatten leuchten bei Nacht. Eine Infotafel vor Ort erklärt das genaue Vorgehen, um z. B. seltene Sternenbilder am Nachthimmel zu identifizieren. Auf einer Skala auf dieser Infotafel muss man zunächst die eigene Augenhöhe ablesen. Je nach Augenhöhe ruft man nun über die Homepage (https://hohegeba.skypole.de/) die aktuelle Liste der sichtbaren Sterne, Planeten oder Sternenbilder ab. In dieser Liste sind zudem die jeweiligen Koordinaten (Nummer der Bodenplatte) und die farbliche Markierung am Skypole (rot, gelb, grün) genannt. Nun begibt man sich auf die jeweilige Bodenplatte und richtet seinen Blick auf die entsprechende Markierung am Skypole. Dort befindet sich nun das gesuchte Himmelsobjekt. Ganz einfach – aber genial. Man benötigt keine Vorkenntnisse.

Zwar konnten wir zum Zeitpunkt der Fertigstellung am 15. Dezember 2023 vom Stein G4 an der grünen Markierung des Mastes wegen starken Nebels nicht einmal wie angegeben die Sonne deutlich erkennen. Jedoch war das System kinderleicht zu begreifen und wird sicherlich viele interessierte Gäste und Einheimische zur nächtlichen Sternenbeobachtung auf die Hohe Geba locken. Fantastisch, dass mit dem Nachhaltigkeitsbudget so ein Alleinstellungsmerkmal für die Region geschaffen werden konnte“, sagt Ulrike Schade, Dienststellenleiterin der Thüringer Biosphärenreservatsverwaltung Rhön.

Den Nachthimmel interaktiv erkunden

Der Skypole soll nun in die regelmäßigen Sternenführungen und Festivitäten auf der Hohen Geba eingebunden werden. "Wichtig ist aber," so Bürgermeister Christoph Friedrich von der Einheitsgemeinde Rhönblick, "dass mit Hilfe dieser Installation Besucherinnen und Besucher sowie Einheimische selbst und interaktiv den natürlichen Nachthimmel erkunden können und der nicht verschmutzte Nachthimmel im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön stärker im Fokus steht. Denn ein Besuch auf der Hohen Geba und das Sternenfunkeln sensibilisiert auch immer, dass der Schutz der Nacht bereits vor der eigenen Haustür beginnt. Ein besonderer Dank geht an die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Zella, welche uns bei der Projektumsetztung stets fachkompetent mit Rat und Tat zur Seite standen.

Hintergrund

Das dritte Jahr in Folge fördert das Thüringer Umweltministerium „Investive Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den Nationalen Naturlandschaften Thüringens“. Hierzu zählt der Thüringer Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. In den Jahren 2021-2023 erhielten bereits 65 Projekte eine Förderzusage. Davon wurden 21 Projekte in diesem Jahr neu beantragt und werden teilweise bis zum Jahr 2025 umgesetzt. Insgesamt fließen somit ca. 2,1 Millionen Euro in die Region. Ausführliche Infos zur Förderung und den bereits umgesetzten Projekten finden Interessierte auf der Webseite des Biosphärenreservats - im Randbereich (weiterführende Links). 

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news-2447 Wed, 20 Dec 2023 14:40:57 +0100 Wie Natur auf die Psyche wirkt: UNESCO-Biosphärenreservat Rhön stellt Broschüre zum Projekt „Green Care“ vor https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wie-natur-auf-die-psyche-wirkt-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-stellt-broschuere-zum-projekt-green-care-vor Die positive Wirkung der Natur nutzen, um psychischen Erkrankungen entgegenzuwirken: Wie das funktionieren kann, hat das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Green Care“ gezeigt, das vor über fünf Jahren im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und der Biosphärenregion Berchtesgadener Land gestartet ist. Gemeinsam wurde nun abschließend eine Broschüre mit dem Titel „Natürlich mental gesund“ veröffentlicht, die sich an alle wendet, die wirksame Entspannung in und mit der Natur suchen. Getreu dem Motto „Mensch. Natur. Einklang“, wurden im Rahmen des „Green Care“ Projekts zahlreiche Übungen und Formate zur Stärkung der mentalen Gesundheit in der Natur entwickelt, wissenschaftlich evaluiert und als wirksam bestätigt. Die gemeinsame Broschüre „Natürlich mental gesund“ des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sowie der Biosphärenregion Berchtesgadener Land greift diese Übungen auf. Damit wird eine geeignete Auswahl zur individuellen Anwendung im Alltag bereitgestellt. „Die Broschüre ist eine wunderbare Handreichung für viele Menschen, um eigenständig ihre mentale Gesundheit auch im Alltag – draußen in der Natur – bewusst zu stärken“, so Pokorny. 

Interessierte können sich jederzeit auf der Website des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön über das Projekt „Green Care“ informieren. Auch ein Vortrag von Katharina Thümer im Rahmen der Reihe „In der Rhön, für die Rhön“, in dem die Psychologin alle Hintergründe und Ergebnisse der Studie vorstellt, kann online angeschaut werden. Zudem finden Interessierte auf der Homepage zahlreiche Infos rund um das Projekt sowie den Evaluierungsbericht zur Begleitforschung. www.biosphaerenreservat-rhoen.de/green-care

Hintergrund des Forschungsprojekts

In Zusammenarbeit von UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und der Biosphärenregion Berchtesgadener Land wurde im Rahmen des 2018 bis 2023 laufenden Projekts erprobt, ob und wie sich Naturerfahrungen positiv auf die psychische Gesundheit auswirken, inwiefern bestimmte Achtsamkeits- und Entspannungsübungen stressreduzierend wirken können und auch, ob diese Erfahrungen naturschützende Handlungsbereitschaften fördern. „Im Projekt wurden in beiden Projektgebieten neuartige Verfahren zur Nutzung der Natur für die Stärkung der psychischen Gesundheit entwickelt – sowohl im therapeutischen, als auch im präventiven Bereich“, so Dr. Doris Pokorny, Leiterin der Bayerischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. 

Die in einer eigens geschaffenen Projektstelle tätige Psychologin und Projektleiterin Thümer hatte gemeinsam mit Maik Prozeller, Ranger und Wildnispädagoge im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, im Rahmen der Studie mit Patientinnen und Patienten der Psychosomatischen Abteilung der HESCURO Kliniken Bad Bocklet eigens naturbasierte Angebote entwickelt. 

Mit den Rehabilitanden der Psychosomatischen Abteilung „streifte“ Katharina Thümer durch die Natur und leitete sie an, ihre Umgebung ganz intensiv wahrzunehmen. „Für viele Menschen ist achtsames Gehen in der Natur eine tolle Möglichkeit um abzuschalten – von grübelnden Gedanken und Sorgen. Sie können aus ihrem Gedankenkarussell entfliehen und ganz bewusst im Hier und Jetzt ankommen“, so Katharina Thümer. „Die Patientinnen und Patienten nehmen diese Erfahrung als sehr entlastend wahr“, weiß die Psychologin und Wildnispädagogin. Die Angebote wurden durch die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt wissenschaftlich evaluiert.

Erste Umsetzung der Projektergebnisse in Klinik für Psychosomatik 

„Forschung ist wertlos, wenn man sie nicht in die Praxis umsetzt. Wir geben die Erkenntnisse der Studie unmittelbar an unsere Rehabilitanden weiter“, so Chefarzt Arpad Grec, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Leiter der Psychosomatische Abteilung an den HESCURO Kliniken in Bad Bocklet. Die Klinik hatte bereits in der Studie als Kooperationspartner gedient und hat aufgrund der Projektergebnisse inzwischen den therapeutischen Ansatz von „Green Care“ etabliert, um Menschen mit psychischen Erkrankungen durch professionell angeleitete Naturbegegnungen zu unterstützen. Seit November ist Psychologin Katharina Thümer nun in der Klinik angestellt und setzt die Ergebnisse aus dem Projekt in ihrer therapeutischen Arbeit ein. „Dass ein Projekt eines Biosphärenreservats nun auch eins zu eins an einer Psychosomatischen Klinik umgesetzt wird, dürfte in dieser Form bundesweit einzigartig sein“, so Pokorny, die in diesem Zusammenhang auch die Modellfunktion von Biosphärenreservaten für eine nachhaltige Entwicklung unterstreicht.

Die Broschüre ist auf der Homepage des Biosphärenreservats Rhön im Download sowie in den Biosphärenzentren Haus der Langen Rhön in Oberelsbach und Haus der Schwarzen Berge in Wildflecken/Oberbach erhältlich.

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news-2439 Wed, 20 Dec 2023 12:29:00 +0100 Mitarbeiter/in (m/w/d) für Projektmanagement und –koordination des Handlungsfeldes Bioökonomie gesucht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/mitarbeiter-in-m-w-d-fuer-projektmanagement-und-koordination-des-handlungsfeldes-biooekonomie-gesucht Der Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V. (VNLR) als Lokale Aktionsgruppe (LAG) der hessischen Rhön sucht eine/n qualifizierte/n Mitarbeiter/in (m/w/d) für das Projektmanagement und –koordination des Handlungsfeldes Bioökonomie. Der VNLR ist seit 1991 Förderverein des Biosphärenreservats Rhön. Mit Blick auf das LEADER-Programm fungiert er im hessischen Teil der Rhön als anerkannte Lokale Aktionsgruppe und Träger der Regionalentwicklung gemäß LEADER. Der VNLR hat sich auch für die Förderperiode 2023-2027 erfolgreich um Anerkennung als LEADER-Region beworben. Schwerpunkt der ausgeschriebenen Vollzeit-Stelle ist das Projektmanagement/die Projektkoordination des Handlungsfeldes Bioökonomie.  Mit der Bearbeitung dieses Handlungsfeldes verbunden sind inhaltlich-fachliche Schnittstellen zum Handlungsfeld „Daseinsvorsorge“ (z.B. Sensibilisierung für Biodiversität, erneuerbare Energie, ressourcenschonendes Bauen, Entwicklung und Schaffung von Bildungsinfrastruktur wie z.B. Schau-/Beratungsgärten, Bauernhof als Klassenzimmer) sowie zum Handlungsfeld „Wirtschaftliche Entwicklung“ (z.B. Förderung von Verarbeitungsbetrieben, Förderung regionaler Wirtschaftskraft durch Netzwerke, Wertschöpfungsketten und Fachkräftestrategien, u.a. auch Markenentwicklung, Kooperationsvorhaben).  Die der Stelle zugrundliegende Lokale Entwicklungsstrategie (LES) sowie weitere Informationen zum VNLR können auf der Website www.vnlr.de abgerufen werden.

Das Handlungsfeld der Bioökonomie ist im Lebensraum Rhön als vollständig neues Aufgabenfeld erst mit der aktuellen Förderperiode 2023-2027 entstanden. Besondere Anstrengungen werden in den Themenfeldern der regionalen Kreislaufwirtschaft bzw. Wertschöpfung gesehen, aber auch in der Vermeidung von langen und ressourcenaufwändigen Lieferketten und –wegen, in der Unterstützung von Maßnahmen und Aktivitäten des (privaten wie gewerblichen) Anbaus sowie der Verarbeitung und Veredelung und der Vermarktung vor Ort. 

Das Handlungsfeld der Bioökonomie folgt dabei dem Motto „100 % regional – 100 % Rhön“. Wichtige Aspekte liegen darin, Altes zu erhalten, zu reparieren, zu tauschen oder weiterzugeben oder auch im gemeinsamen Gärtnern oder der Verwendung des „ganzen Tiers“ oder „hässlichem Gemüse“. Daneben gilt es, (auch niedrigschwellige) Maßnahmen der Sensibilisierung für Themen des Ressourcenschutzes, einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft mit möglichst umfassender regionaler Wertschöpfung (z.B. der Vermittlung traditionellen Wissens um den historischen Obst- und Gartenbau oder die Verwendung/Verarbeitung von alten Gemüse- und Obstsorten) zu entwickeln und zu vermitteln.

Handlungsfeld- und themenspezifisch gehören zu den Aufgaben des Stelleninhabers/der Stelleninhaberin

•    die Unterstützung von öffentlichen und privaten Antragstellern bei der Projektentwicklung (bevorzugt LEADER) 
•    die Entwicklung und Umsetzung kooperativer Projekte mit den Akteuren vor Ort
•    die Beratung von öffentlichen und privaten Projektträgern und Unterstützung bei der Vorbe-reitung der Projektunterlagen für das Entscheidungsgremium in enger Abstimmung mit dem Regionalmanagement
•    die Initiierung und Betreuung von handlungsfeld-/themenspezifischen Arbeitskreisen und Projektgruppen
•    das Monitoring bzgl. der Umsetzung der LES und der Handlungsfeldziele
•    die Vermittlung weiterer Förderprogramme, insb. wenn LEADER nicht greift 
•    der fach- und themenspezifische Austausch und Vernetzung mit regionalen und überregionalen Partnern

Eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Regionalmanagement des VNLR wird selbstverständlich vorausgesetzt.

Wir erwarten:

•    Hochschulabschluss in Agrarwirtschaft, Regionalentwicklung oder Geografie bzw. vergleichbare Qualifikation,
•    Kenntnisse des Landschaftsraums Rhön und insbesondere der Strukturen der regionalen Land- und Forstwirtschaft, des verarbeitenden Lebensmittelhandwerks und –einzelhandels,
•    besondere soziale und fachliche Kompetenzen für die Zusammenarbeit mit den handlungsfeldaffinen Akteuren (neben den entsprechenden Unternehmern auch Berufsverbände wie Kreishandwerkerschaft, Kreisbauernverband, Forst, Kammern etc.),
•    Erfahrungen in der Entwicklung und Umsetzung von (kooperativen) Projekten und der Organisation unterschiedlichster Veranstaltungsformate,
•    sehr gute EDV-Kenntnisse (MS-Office),
•    Flexibilität, Kreativität und Teamfähigkeit, 
•    Führerschein Klasse B und Bereitschaft, den eigenen PKW gegen Kostenerstattung für berufliche Zwecke einzusetzen.

Wir bieten

•    ein vielfältiges, anspruchsvolles Aufgabenfeld
•    selbstständiges Arbeiten im Team
•    Vergütung in Anlehnung an TVÖD entsprechend der fachlichen Qualifikationen

Die Besetzung der Stelle soll möglichst zum 01.04.2024 erfolgen. Die Besetzung ist befristet für die Förderperiode 2023-2027 mit Option auf Verlängerung. Dienstort ist die Geschäftsstelle des VNLR in Hilders (Rhön). Für nähere Auskünfte steht Ihnen die Regionalmanagerin Ute Raband (T. 06681 91 745 15, ute.raband@vnlr.de) zur Verfügung. 

Ihre aussagekräftige Bewerbung senden Sie bitte bis zum 21. Januar 2024 per E-Mail als zusammenhängende PDF-Datei (max. 10 MB) an info@vnlr.de.

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news-2444 Wed, 20 Dec 2023 09:49:53 +0100 Stellenausschreibung Projektassistenz (m/w/d) für Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/arbeiten-fuer-die-biodiversitaet-in-einer-der-hotspotregionen-deutschlands Die Naturschutzgroßprojekt "Thüringer Kuppenrhön" gGmbH sucht sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Teilzeit (20 bis 28h/Woche = 50 - 70 % einer Vollzeitstelle) eine Projektassistenz (m/w/d) für die Planungsphase (Projekt I) im Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“. Die Projektstelle ist zunächst befristet bis voraussichtlich 30.09.2024. Eine anschließende Weiterbeschäftigung in der Umsetzungsphase (Projekt II), voraussichtlich bis mindestens zum Jahr 2031, wird bei entsprechendem Erfolg angestrebt. Im Projekt I werden im Rahmen einer mehrjährigen Planungszeit ein Pflege- und Entwicklungsplan sowie Umsetzungsmaßnahmen erarbeitet. Im anschließenden Projekt II erfolgt die Umsetzung ge-planter Maßnahmen.

Was erwartet Sie?

Die Rhön ist eine Kulturlandschaft im Dreiländereck Bayern, Hessen, Thüringen mit einer hohen Vielfalt an Lebensräumen und Arten. Stetig wechselnde Wald- und Offenlandlebensräume mit zahlreichen Ökotonen, Fließgewässern und Mooren prägen die Region und machen ihren hohen Wert für die biologische Vielfalt und Attraktivität für die Menschen aus. Die ländliche Mittelgebirgsregion wartet mit abwechslungsreichen schönen Landschaften, vielen naturverbundenen Freizeitmöglich-keiten und vergleichsweise günstigen Lebenshaltungskosten auf.

Die Vielfalt der Rhön ist vor allem durch Nutzungswandel zunehmend gefährdet. Diesem Trend entgegenzuwirken, macht sich das Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön zur Aufgabe. Das chance.natur-Projekt mit einer Bundes- und Landesförderung hat das Ziel, die im und am ehemaligen Grenzstreifen (Grünes Band) gelegenen Flächenabschnitte unter Naturschutzaspekten und im Sinne einer nachhaltigen Landnutzung zu erhalten und zu entwickeln. 

Ihre Aufgabenschwerpunkte

Unterstützung der Projektleitung bei: 

•    der Koordinierung der Arbeiten zur Erstellung des Pflege- und Entwicklungsplans 
•    der strukturellen Abstimmung der Pflege- und Entwicklungsplanung mit einschlägigen Fachplanungen und Partnern in der Region (Landnutzer, Eigentümer, Behörden, Kommunen, Interessenverbände u. a.)
•    der Projektkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (mit Gemeinden, Landwirten, Privatpersonen), aber auch mit Fachbehörden (auf Bundes-, Landes- und Landkreisebene)
•    den projektbegleitenden Informationsmaßnahmen (Pflege der Homepage u. a.)
•    dem fachlichen Berichtswesen und bei der GIS-Bearbeitung
•    der Haushaltführung/ Abrechnung der Projektkosten gegenüber den Fördermittelgebern (Buchführung) und Sachbearbeitung (max. 25% der Arbeitszeit)

Ihr Profil

•    Abgeschlossenes Studium der Landschaftsplanung, der Landschaftsarchitektur, des Naturschutzes, der Landschaftspflege, der Geo- oder Landschaftsökologie, der Agrarwissenschaften, der Biologie oder vergleichbarer Studiengänge 
•    Mehrjährige Berufserfahrung im Projektmanagement im Naturschutz oder verwandten Bereichen in Theorie und Praxis
•    Erfahrungen auf dem Gebiet der Haushaltsführung, Betriebswirtschaft und des Finanzcontrollings
•    Angenehmes, kooperatives, sicheres Auftreten verbunden mit ausgeprägten Kommunikationsfähigkeiten mit Verständnis für die Belange der unterschiedlichen Zielgruppen wie Gemeinden, Landwirten, Forst, ehrenamtlichem Naturschutz u. a.
•    Ausgezeichnete Teamfähigkeit verbunden mit hoher Leistungsbereitschaft
•    Solide EDV-Kenntnisse grundlegender MS Office-Programme und GIS (hier: Q-GIS)
•    Führerschein der Klasse B
•    Gute englische Sprachkenntnisse in Wort und Schrift

Von Vorteil sind:
•    Gute Kenntnisse im Arten- und Biotopschutz
•    Gebietskenntnisse der Rhön 
•    Erfahrungen im Umgang mit Landnutzern 
•    Erfahrungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und mit Medien

Wir bieten Ihnen eine anspruchsvolle Position mit einer spannenden Aufgabe in einem kleinen, motivierten Team mit einer attraktiven Vergütung bis zu analog TVL E 11 bei Vorliegen der Voraussetzungen. Ihr Dienstort ist 36452 Kaltennordheim, OT Kaltensundheim in Thüringen, anteiliges Homeoffice ist grundsätzlich möglich.

Ihr Arbeitgeber ist die Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ gGmbH, deren Gesellschafter die Heinz Sielmann Stiftung und der Landschaftspflegeverband „Thüringer Rhön“ e.V. sind.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Aussagen zur zeitlichen Verfügbarkeit richten Sie bitte bis zum 10.01.2024 ausschließlich per E-Mail mit Betreff „Projektassistenz Kuppenrhön“ an Corinna Hoßfeld: c.hossfeld@ngp-kuppenrhoen.de (nur eine pdf-Datei, max. 10 MB).

Für Rückfragen steht Ihnen Corinna Hoßfeld, Projektleiterin und Geschäftsführerin der Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ gGmbH, zur Verfügung. Weitere Informationen zum Projekt und zu den Gesellschaftern der Trägergesellschaft finden Sie unter www.ngp-kuppenrhoen.de, www.sielmann-stiftung.de und www.lpv-rhoen.de. 


Die Gesellschafter der gGmbH

„Tun, was getan werden muss!“ Unter dieser Prämisse betreibt die Heinz Sielmann Stiftung bereits seit über 25 Jahren aktiven Naturschutz in Deutschland. Wir engagieren uns für die Sicherung unzerschnittener Naturlandschaften und weitläufiger Biotopverbünde, mit bundesweiten Projekten und nachhaltiger Landnutzung für den langfristigen Erhalt der biologischen Vielfalt in unserem Land.


Der Landschaftspflegeverband „Thüringer Rhön“ e.V. setzt sich für die Erhaltung der überaus vielfältigen Kulturlandschaft im Biosphärenreservat Rhön ein. Seit über 30 Jahren arbeitet der Verein im Sinne des Naturschutzes eng mit Landnutzern und Kommunen zusammen. 

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