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Unverzichtbare Arbeit für Erhalt und Schutz der Natur: World Ranger Day am 31. Juli

Rangerinnen und Ranger sorgen weltweit in Schutzgebieten für den Erhalt und Schutz von Pflanzen und Tieren und werben für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – auch im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Am World Ranger Day, dem 31. Juli, steht bei Veranstaltungen auf der ganzen Welt diese wertvolle Arbeit im Vordergrund. Der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. bietet eine Führung mit Rangerin Amelie Nöth am Naturlehrpfad Lösershag an.

Foto: Sandra Limpert

1872 wurde in den USA der erste Nationalpark ausgewiesen. Acht Jahre später nahm dort, im Yellowstone National Park, der weltweit erste Ranger seine Arbeit auf. Seitdem ist die Notwendigkeit, das Naturerbe der Welt zu erhalten und schützend zu betreuen, dramatisch gewachsen. Der Einsatz von Rangerinnen und Rangern ist heute ein international anerkannter Naturschutzstandard. In Deutschland werden sie hauptsächlich in Großschutzgebieten (Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks) eingesetzt. Zunehmend werden aber auch einzelne Naturschutz- und Natura 2000-Gebiete durch hauptamtliches Personal betreut.Am 31. Juli wird weltweit vor allem auch all jener gedacht, die während ihrer Arbeit verletzt oder sogar getötet wurden. Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF verlieren jährlich mehr als 100 Naturwächterinnen und -wächter im Einsatz ihr Leben. Vor allem in Afrika ist der Beruf gefährlich – hier gehören Schusswaffen zur Dienstausrüstung. Ein Hauptproblem sind Wilderer, deren illegalen Geschäften die Wildhüterinnen und -hüter im Weg stehen.

Besonders gefährlich ist der Beruf im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön zum Glück nicht. Doch auch hier ist die Arbeit der Rangerinnen und Ranger für den Erhalt der Schutzgebiete unerlässlich. Ihr Aufgabengebiet ist vielfältig: Die Markierung und Kontrolle von Schutzgebieten und die Mitarbeit bei Artenschutz- und Monitoringprojekten gehören ebenso dazu wie Landschaftspflege, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Besucher werden von ihnen durch die Schutzgebiete geführt, und Kinder und Jugendliche setzen sich in Junior-Ranger-Gruppen mit den Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit auseinander.

Am World Ranger Day lädt der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. zu einer Führung mit Rangerin Amelie Nöth ein. Treffpunkt ist um 9 Uhr der Wanderparkplatz am Beginn des Naturlehrpfads „Lösershag“, etwa ein Kilometer östlich von Oberbach (50.34494, 9.89906). Auf der Lehrpfad-Wanderung durch das Naturwaldreservat Lösershag erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Urwald mit Basaltblockhalden und erloschenem Vulkanschlot. Mit ihrem extremen Mikroklima sind die Basaltsteine Lebensraum seltener und speziell angepasster Tier- und Pflanzenarten. Die Führung dauert etwa zweieinhalb Stunden.

Eine Anmeldung ist erforderlich im Biosphärenzentrum Rhön „Haus der Schwarzen Berge“ unter Telefon (09749) 91 22 0 oder per Mail an infozentrum@rhoen.de.