Deutsches Fahrradmuseum

Das Museum mit der umfangreichsten und qualitativ hochwertigsten Sammlung historischer Fahrräder Deutschlands ist ein Dorado für Technikfreunde und für Radfahrer (auch dem Rennsport ist breiter Raum gewidmet), aber wegen der Einordnung der Exponate in den zeitgeschichtlichen Zusammenhang generell interessant.

„Mit dem Fahrrad durch drei Jahrhunderte“ kann man in Bad Brückenau reisen – und dies, ohne selbst dafür strampeln zu müssen. Denn die über 230 historischen Fahrräder befinden sich chronologisch sortiert auf zwei Etagen einer Jugendstilvilla von 1908 im Stadtteil Staatsbad Brückenau. Die Zeitreise beginnt mit einer Nachbildung des „Urfahrrads“ von 1820, der sogenannten Laufmaschine. Eine Texttafel informiert über deren Erfinder Karl von Drais, der 1849 zum glühenden Demokraten wurde und seine Adelstitel ablegte.

Allein der Anblick der Hochräder lässt erahnen, dass mancher Fahrer von diesen unfreiwillig in hohem Bogen „abstieg“. Bequem wurde das Fahrradfahren erst, als sich für die Niederräder die Luftbereifung durchsetzte. Doch auch unter Modellen, die schon aussehen wie unsere heutigen Velos, finden sich Kuriositäten wie ein hölzernes Fahrrad oder Klappräder. Amüsant ist, warum mancher, obschon ohne Pferde unterwegs, bei Radausflügen eine Peitsche mitführte.

Das Museum mit der umfangreichsten und qualitativ hochwertigsten Sammlung historischer Fahrräder Deutschlands ist ein Dorado für Technikfreunde und für Radfahrer (auch dem Rennsport ist breiter Raum gewidmet), aber wegen der Einordnung der Exponate in den zeitgeschichtlichen Zusammenhang generell interessant. Eine Fahrradwerkstatt und ein Fahrradladen versetzen zurück in die Zeit von 1930. Als weiteren Zweig gibt es das „Mobile Museum“, das für Events gebucht werden kann und zu dem bei Interesse auch der Verleih von „Ausprobierrädern“, „Hochrad-Schnupperkurse“ sowie Hochrad-Vorführungen gehören.

Die Ausstellung über die Entwicklung eines umweltfreundlichen Mobilitätsmittels passt hervorragend ins Biosphärenreservat Rhön.