Weinlehrpfad Hammelburg

Wer einmal im Oktober, wenn die Weinblätter rot, orange und gelb leuchten, durch die Hammelburger Weinberge gewandert ist, wird jedes Jahr wiederkommen wollen – um das herbstliche Farbenspiel zu genießen und sich mit süffigem Rhöner Frankenwein zu bevorraten.
Spaziergänger, die das erste Mal auf dem Weinlehrpfad Hammelburg unterwegs sind, haben zudem das Vergnügen, über die zahlreichen Anekdoten auf den insgesamt 16 Tafeln zu schmunzeln – etwa den beeindruckenden Weinkonsum des Fuldaer Fürstabtes Heinrich von Bibra 1772 oder die Erfindung der Spätlese. Der Weinlehrpfad Hammelburg ist Start- oder Endpunkt des Abtsweges, der auf 84 Kilometern Länge von Fulda bis Hammelburg führt. Die beiden Städte verbindet eine lange Geschichte, die ihren Anfang im Jahr 777 n. Chr. nahm.

Außer dieser Verbundenheit werden auf den Tafeln die Besonderheiten des Weinbaus im fränkischen Saaletal thematisiert, wie zum Beispiel Klima, Boden und die daraus resultierenden Weinsorten. Das Weingut Schloss Saaleck wirtschaftet ökologisch.

Auch landschaftlich ist die Strecke sehr reizvoll: Sie führt durch Weinberge, Wald und im letzten Drittel durch Wiesen und Felder und bietet schöne Ausblicke auf das Örtchen Obereschental.

Länge: knapp 6 Kilometer, mit der Möglichkeit, nach 1,5 Kilometern hinter dem Schlossweinberg zu Schloss Saaleck und dem Parkplatz zurückzukehren oder dem Lehrpfad weiter ins Waltertal zu folgen.

Voraussetzungen: nicht barrierefrei; schon der Zugang erfolgt vom Parkplatz zu Schloss Saaleck über zahlreiche Treppenstufen, ansonsten leicht begehbar