Evaluierung

Das MaB-Nationalkomitee überprüft alle 10 Jahre den Fortschritt der Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Es erfolgte die erste Evaluierung 2003, die zweite im Jahr 2013. In den anschließenden zehn Jahren sind die Verwaltungsstellen und die Akteure in und außerhalb der Rhön angehalten, die Empfehlungen umzusetzen. 

Beide Berichte sind im Publikationsbereich als Download zur Verfügung gestellt.

Ergebnisse des Evaluierungsberichts 2013

Die Empfehlungen des Internationalen Koordinierungsrats (ICC) des MAB-Programms von September 2004 und des deutschen MAB-Nationalkomitees von März 2004 wurden im Berichtszeitraum umgesetzt oder befinden sich auf dem Wege der Umsetzung – mit folgenden Schwerpunkten:

  • Überarbeitung der Zonierung und Sicherung des Mindestanteils von 3 % Kernzonen und 20 % Kern- und Pflegezone zusammen (fast abgeschlossen);
  • Aktualisierung des Rahmenkonzepts im ersten Schritt durch Erarbeitung eines Perspektivenpapiers mit breiter Beteiligung der Öffentlichkeit  (abgeschlossen);
  • das Rahmenkonzept selbst wird nach Abschluss der Zonierung bearbeitet (abgeschlossen nach bayerischer Erweiterung);
  • Stärkung der Eigenverantwortung aller beteiligten Interessengruppen, Institutionen und Behörden für die nachhaltige Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat unter Umsetzung des Madrid Action Plans, u.a. durch Intensivierung der länderübergreifenden Arbeit in der ARGE Rhön und im Beirat des Biosphärenreservats (erfolgt),
  • Etablierung und fortgesetzten Ausbau der Dachmarke Rhön als Regionalmarke (erfolgt, wird fortgesetzt)
  • sowie Bemühungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit im (und mit dem) Tourismus (erfolgt, wird fortgesetzt);
  • Vergrößerung des Anteils ökologischer Landwirtschaft (erfolgt, soll weiter ausgebaut werden).

Darüber hinaus lagen Schwerpunkte in der Arbeit der Verwaltungsstellen gemeinsam mit weiteren Akteuren unter anderem bei:

  • Premium-Wanderwegen (DER HOCHRHÖNER),
  • naturschutzgerechter Grünlandnutzung,
  • Kartierung von Quellen und Schutz von Birkhuhn und Wildkatze als wichtige Zielarten.

Es wurde begonnen, eine Reihe von Zielen des Madrid Action Plans des World Network of Biosphere Reserves umzusetzen, insbesondere:

  • die Aktualisierung der Zonierung,
  • partizipatorische Verfahren,
  • kooperative Schutz- und Entwicklungsstrategien,
  • gebietsbezogene politikrelevante Forschungsprogramme,
  • Beiträge im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“,
  • Austausch im Weltnetz der Biosphärenreservate,
  • verbesserte Erwirtschaftung von Gewinnen und Möglichkeiten zum Lebensunterhalt durch nachhaltige Produktion,
  • Verarbeitung und Vermarktung,
  • Partnerschaften mit Unternehmen,
  • Austausch zwischen UNESCO-Biosphärenreservaten.

Defizite

Trotz entsprechender Bemühungen konnte aber die dringende Empfehlung des MAB-Nationalkomitees aus der letzten Evaluierung 2003 nicht umgesetzt werden, die neben der zu intensivierenden Zusammenarbeit der  verantwortlichen Umweltministerien der drei Bundesländer auch die Integration der übrigen Ressorts der Landesregierungen und somit Finanzierung und strategische Planung gefordert hatten.