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Biosphärenreservat Rhön
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World Ranger Day am 31. Juli: Rhöner Rangerinnen und Ranger laden zu Aktionstag mit Führungen ein

Auch in diesem Jahr laden die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. die Rhönerinnen und Rhöner dazu ein, am 31. Juli, dem World Ranger Day, dabei zu sein. Rangerinnen und Ranger sorgen weltweit in Schutzgebieten für den Erhalt und Schutz von Pflanzen und Tieren und werben für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – auch in der Rhön. Am World Ranger Day steht diese wertvolle Arbeit bei Veranstaltungen auf der ganzen Welt im Vordergrund.

Die hessischen Ranger Arnold Will und Hubert Stumpf bei der Arbeit. / Foto: Anna-Lena Bieneck
Umweltbildung gehört zu den vielfältigen Aufgaben der Rangerinnen und Ranger. / Foto: Alexander Mengel
2021 waren im Rahmen des Programms REACT-EU auf bayerischer Seite neue Kolleginnen und Kollegen hinzugekommen – fünf Rangerinnen und Ranger sowie eine Verwaltungskraft zur Koordination der Ranger-Tätigkeiten. / Foto: Nadja Moalem
Einsatz in der Natur. Amelie Nöth ist seit 2020 Rangerin beim Verein Naturpark & Biosphären-reservat Bayerische Rhön e. V. (NBR). / Foto: Andreas Göttler

1872 wurde in den USA der erste Nationalpark ausgewiesen. Acht Jahre später nahm dort, im Yellowstone National Park, der weltweit erste Ranger seine Arbeit auf. Seitdem ist die Notwendigkeit, das Naturerbe der Welt zu erhalten und schützend zu betreuen, dramatisch gewachsen. Der Einsatz von Rangerinnen und Rangern ist heute ein international anerkannter Naturschutzstandard. In Deutschland werden sie hauptsächlich in Großschutzgebieten (Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks) eingesetzt. Zunehmend werden aber auch einzelne Naturschutz- und Natura 2000-Gebiete durch hauptamtliches Personal betreut. Am 31. Juli wird weltweit vor allem auch all jener gedacht, die während ihrer Arbeit verletzt oder sogar getötet wurden. Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF verlieren jährlich mehr als 100 Naturwächterinnen und -wächter im Einsatz ihr Leben. Vor allem in Afrika ist der Beruf gefährlich – hier gehören Schusswaffen zur Dienstausrüstung. Ein Hauptproblem sind Wilderer, deren illegalen Geschäften die Wildhüterinnen und -hüter im Weg stehen.

Besonders gefährlich ist der Beruf im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön zum Glück nicht. Doch auch hier ist die Arbeit der Rangerinnen und Ranger für den Erhalt der Schutzgebiete unerlässlich. Ihr Aufgabengebiet ist vielfältig: Die Markierung und Kontrolle von Schutzgebieten und die Mitarbeit bei Artenschutz- und Monitoringprojekten gehören ebenso dazu wie Landschaftspflege, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Besucherinnen und Besucher werden von ihnen durch die Schutzgebiete geführt, und Kinder und Jugendliche setzen sich in Junior-Ranger-Gruppen mit den Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit auseinander.

Die Rangerinnen und Ranger in der Rhön

Derzeit sind im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön insgesamt 18 Rangerinnen und Ranger im Einsatz: sieben in Hessen sowie elf in Bayern (vier davon beim NBR, sieben bei der Verwaltung). Die bayerische Verwaltung hatte im Jahr 2021 im Rahmen des Förderprogramms REACT-EU Unterstützung durch fünf zusätzliche Rangerinnen und Ranger erhalten, die die übrigen beiden Ranger der Verwaltungsstelle bis Ende 2023 unterstützen. Einer von ihnen kümmert sich als „Digital-Ranger“ um die digitale Besucherlenkung und ist somit zum Beispiel für die Überprüfung und Bestückung von Webseiten, Social-Media-Kanälen und Outdoor-Apps verantwortlich.

Aktionstag und Führungen an der Schornhecke

Die Rhöner Rangerinnen und Ranger laden am World Ranger Day, 31. Juli 2022, von 10 bis 16 Uhr auf den Wanderparkplatz Schornhecke (bayerische Seite) zwischen Oberelsbach und Wüstensachsen ein. Besucherinnen und Besucher erhalten hier nicht nur einen Einblick in die Ranger-Arbeit und in spannende Projekte im Biosphärenreservat, sondern sind auch herzlich zu Führungen eingeladen: Diese starten um 11 und 13 Uhr und ermöglichen an verschiedenen Stationen rund um den Heidelstein einen „hautnahen“ Einblick in den abwechslungsreichen Ranger-Beruf. Man kann erfahren, was die Rangerinnen und Ranger alles tun, um die Rhöner Natur und Landschaft zu schützen und auch andere Menschen dafür zu begeistern. Die Führungen dauern jeweils etwa zwei Stunden, die Streckenlänge beträgt ungefähr drei Kilometer.