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Überwinternde Rotmilane in der Rhön? Melden Sie Ihre Beobachtungen!

Rotmilane sind in der Rhön eigentlich Sommergäste, sie überwintern meist in Spanien oder Frankreich. Doch – so scheint es: Nicht alle Vögel sind fortgezogen. Die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen rufen daher die Rhönerinnen und Rhöner dazu auf, etwaige Sichtungen von Rotmilanen zu melden.

Foto: Adrian Aebischer

Bedingt durch den Klimawandel und die vergleichsweise milden Winter der vergangenen Jahre scheinen immer mehr Rotmilane auf den kräftezerrenden Flug ins Winterquartier zu verzichten. Daten dazu liegen aber nur in geringem Umfang vor. Bundesweit werden aktuell durch winterliche Zählungen an bekannten Schlafplätzen Daten erfasst. Auch innerhalb des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön soll das nun erfolgen, denn es ist bislang nur wenig darüber bekannt, ob und in welchem Umfang die eleganten Greifvögel bei uns überwintern.

Daher rufen die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön Vogelfreunde auf, etwaige aktuelle Rotmilansichtungen und gegebenenfalls auch Schlafplätze zu melden. Melden Sie Ihre Beobachtungen an die zuständigen Stellen in Bayern, Hessen und Thüringen – gern auch mit Fotos: Für Bayern an Dr. Tobias Gerlach, E-Mail: tobias.gerlach@reg-ufr.bayern.de, für Hessen an Jan Knittel, E-Mail: jan.knittel@br-rhoen.de, für Thüringen an Karola Marbach:karola.marbach@nnl.thueringen.de.

Der Rotmilan in der Rhön

Seit 2014 werden in der Rhön verstärkt das Vorkommen der Rotmilane (Milvus milvus) beobachtet und ihre Lebensstätten erfasst. Bis 2020 wurden durchschnittlich 358 Revierpaare gezählt.Sechs Jahre, fünf Landkreise, 910.000 Euro – und insgesamt 200 Helferinnen und Helfer: Das länderübergreifende Artenhilfsprojekt „Rotmilan in der Rhön“ war geprägt von einer beispiellosen ehrenamtlichen Leistung. Seit dem 31. Juli 2020 ist die Projektlaufzeit offiziell beendet – der Schutz des Charaktervogels der Rhön geht aber weiter. Danke des großen Netzwerks an Ehrenamtlichen führen die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön die Kartierung fort. Wer hierbei mitwirken möchte, kann sich an die Verwaltungen wenden.