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Biosphärenreservat Rhön
mensch, natur, einklang,

Auslegung des Entwurfs der Thüringer Verordnung über das Biosphärenreservat Rhön

Im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön wird der Anteil von Kern- und Pflegezonenflächen erhöht. Hierfür läuft auf Grundlage des Thüringer Naturschutzgesetzes ein Änderungsverfahren für die Thüringer Verordnung über das Biosphärenreservat. Die Unterlagen zum Entwurf der Verordnung sind im Zeitraum 5. September bis 4. November 2022 öffentlich für die Bürgerinnen und Bürger einsehbar – sowohl in Papierform als auch online.

Symbolfoto - Blick vom Ellenbogen in der Thüringer Rhön. / Foto: Klaus Nowottnick - srock.adobe.com

Warum wird das Verfahren eingeleitet? Wird das Biosphärenreservat vergrößert? Wie erfahre ich, was die Verordnung konkret für mein Grundstück bedeutet? Das Thüringer Umweltministerium hat auf seiner Webseite umfassende Informationen bereitgestellt. 

Hier finden Sie weitere Infos sowie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Änderungsverfahren.

Das Änderungsverfahren beruht auf den Regelungen in den §§ 9-11 des Thüringer Naturschutzgesetzes. Es beinhaltet eine Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und eine öffentliche Auslegung der Schutzgebietsunterlagen innerhalb einer festgelegten Frist. Dazu wird der Entwurf der Verordnung zur Ansicht und zur Stellungnahme analog wie elektronisch zur Verfügung gestellt. Die Anregungen, Einwände und Bedenken werden ausgewertet und in eine Abwägung eingestellt.

Hier finden Sie die Auslegungs- und Beteiligungsunterlagen (Verordnungstext, Übersichtskarte, Schutzgebietskarte - bestehend aus 14 Blättern und weitere Detailkarten)

Der Entwurf der Rechtsverordnung einschließlich der dazugehörigen Karten kann gemäß §22 Absatz 1 und 2 Bundesnaturschutzgesetz und §10 Absatz 2 Satz 1 und 3 und Absatz 3 Thüringer Naturschutzgesetz in der Zeit vom 5. September 2022 bis einschließlich 4. November 2022 von jedermann kostenlos eingesehen werden. Im Downloadbereich finden Sie die Informationen zu den Auslegungsstellen.

 

Was sind Kernzonen, Pflegezonen und Entwicklungszonen?

Biosphärenreservate werden räumlich in drei Zonen gegliedert: Kern-, Pflege- und Entwicklungszone. Die Nutzung dieser Bereiche erfolgt in abgestufter Form.

Die Entwicklungszone umfasst den Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum und nimmt mit bis zu 80 % den größten Flächenanteil im Biosphärenreservat ein. In diesen Bereichen werden nachhaltige wirtschaftliche Entwicklungen gefördert und erprobt.

Die Pflegezone umfasst besonders empfindliche oder repräsentative Ausschnitte der charakteristischen Kulturlandschaft. Um diese und die darin bestehenden Lebensräume zu erhalten, ist in diesem Bereich eine extensive Nutzung möglich. Die Pflegezone nimmt mindestens 10 % der Gesamtfläche ein.

In der Kernzone kann sich die Natur gemäß ihrer eigenen Dynamik entwickeln. Dieser Bereich ist von menschlicher Nutzung ausgeschlossen, lediglich Forschung und Monitoring sind zulässig. Dieser Bereich muss mindestens 3 % der Gesamtfläche eines Biosphärenreservats einnehmen. Kernzone und Pflegezone zusammen sollen mindestens 20 % der Gesamtfläche betragen.