Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de Biosphärenreservat Rhön de-DE Biosphärenreservat Rhön Mon, 06 Dec 2021 08:40:12 +0100 Mon, 06 Dec 2021 08:40:12 +0100 TYPO3 EXT:news news-1851 Thu, 02 Dec 2021 14:19:00 +0100 Sicherheit für Besucherinnen und Besucher, Schutz für Wildtiere: Lehrpfad "Schwarzes Moor" und Aussichtsturm gesperrt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/sicherheit-fuer-besucherinnen-und-besucher-schutz-fuer-wildtiere-lehrpfad-schwarzes-moor-und-aussi/ Der Naturlehrpfad und der Aussichtsturm im Schwarzen Moor am Dreiländereck bei Fladungen bleiben ab dem 3. Dezember wegen Eisglätte und Rutschgefahr bis auf Weiteres gesperrt. Die Sperrung erfolgt jedes Jahr zur Winterzeit – in der Regel zwischen November und März beziehungsweise April. Diese Maßnahme dient nicht nur der Sicherheit der Besucherinnen und Besucher, sondern auch dem Schutz störungsempfindlicher Wildtiere. 

In den übrigen Monaten gibt es keine festen Öffnungszeiten, jedoch soll der Lehrpfad nicht nach Einbruch der Dunkelheit betreten werden.

Auf der Homepage des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön wird im Frühjahr 2022 darüber informiert, sobald der Lehrpfad wieder zugänglich ist.

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Natur Ansprechpartner NBR
news-2115 Tue, 30 Nov 2021 15:33:00 +0100 Geschenkideen zu Weihnachten: Jubiläumsprodukte aus dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/geschenkideen-zu-weihnachten-jubilaeumsprodukte-aus-dem-unesco-biosphaerenreservat-rhoen/ Biosphären-Kaffee, Rhönschaf-Genießerkochbuch, Marmeladen-Dreiklang: Die Produkte aus dem Jubiläumsjahr 30 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat Rhön sind unsere Geschenktipps zu Weihnachten! Die Caritas Werkstatt Schloss Haselstein hat das Jubiläum mit dem offiziellen Jubiläumsprodukt „Rhöner Fruchtgenuss³ – Künstleredition“ mitgefeiert: drei Rhöner Konfitüren, die ausschließlich aus Rhöner Früchten hergestellt und mit dem Qualitätssiegel Rhön ausgezeichnet wurden. Mit dabei sind Hagebutten aus der Thüringischen Rhön, Erdbeeren aus dem Fränkischen Teil und Äpfel aus den Hessischen Rhöner Anbaugebieten. Produziert werden die Konfitüren in der Caritas-Werkstatt Schloss Haselstein. Dort tragen über 100 Menschen mit Behinderung zum Gelingen der Produkte bei und bringen sich ganz individuell mit ihren Fähigkeiten ein. 

Verkaufsstellen Marmeladen*

  • Rhön-Laden im Biosphärenzentrum Rhön "Haus der Schwarzen Berge", Rhönstr. 97, 97772 Wildflecken-Oberbach I Tel. 09749 / 930080-100
  • Caritas Werkstatt Schloss Haselstein, Schlossbergstraße 4, 36167 Haselstein/Nüsttal I Tel: 06652 / 966125

Der Kaffee „Biosphäre² – Peru trifft Rhön“ ist im Rahmen einer Partnerschaft der UNESCO-Biosphärenreservate Rhön und Oxapampa-Ashanika-Yanesha BIOAY (Peru) entstanden. Der Kaffee aus Peru, den man in der Rhön genießen kann, soll dazu ermuntern, bei Einkauf und Konsum auf nachhaltig erzeugte Produkte zu achten und sich für die Geschichte und die Menschen hinter einem Produkt zu interessieren. 

Verkaufsstellen Kaffee*

  • Rhön-Laden im Biosphärenzentrum Rhön "Haus der Schwarzen Berge", Rhönstr. 97, 97772 Wildflecken-Oberbach I Tel. 09749 / 930 080 100
  • Kompetenzzentrum/Tourist-Information, Spörleinstraße 11, 97616 Bad Neustadt an der Saale I Tel. 09771 / 687 6060
  • Kompetenzzentrum/ Tourist-Information Wasserkuppe I Tel. 06654 / 917 120
  • Verkaufsstellen von Rhön Kaffee – Bühners Rösterei

Das Rhönschaf-Genießerkochbuch ist im Jahr 2021 als besonderes Highlight der Rhönschaf-Genießerwochen entstanden. Von der Rhönschaf-Bratwurst über den Hirtenfladen bis hin zum Sterne-Gericht, von schnell gemacht bis elegant gezaubert: Die Rezepte sind vielfältig – nicht nur hinsichtlich Aufwand und Schwierigkeitsgrad, sondern auch, was die ganzheitliche Verwendung des Schafes angeht.

Verkaufsstellen Kochbuch*

  • Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V., Geschäftsstelle in Hilders, Marienstraße 13
  • Biosphärenzentrum Haus der Langen Rhön, Unterelsbacher Str. 4, 97656 Oberelsbach, Tel. 09774 9102-60

  • Infostelle Schwarzes Moor, Schwarzes Moor 1, 97650 Fladungen Tel. 09774 9102-31

  • Rhönladen im Biosphärenzentrum Rhön "Haus der Schwarzen Berge", Rhönstraße 97, 97772 Wildflecken-Oberbach
  • Touristinfos: Bad Neustadt, Hilders, Wasserkuppe, Wüstensachsen, Dermbach (Schloss)
  • Schäferei Weckbach, Schloßstraße 1, 36155 Ehrenberg (Rhön)
  • Bruder-Franz-Haus auf dem Kreuzberg
  • Hugendubel, Kürschnerhof 4-6, 97070 Würzburg 
  • natürlich Rhön, Marktplatz 9, 36129 Gersfeld (auch im Onlineshop)
  • REWE Sternberger, Heufurter Str. 10-12, 97647 Nordheim vor der Rhön
  • Berggasthof & Hotel Sennhütte, Sennhütte 1, 97650 Fladungen
  • Landgasthaus "Rhönblume", Marktplatz 18, 97653 Bischofsheim in der Rhön
  • "Rhöner Botschaft",  Bahnhofstraße 2, 36466 Dermbach
  • Bücher Pavillon Martin Eisenmann e. K., An d. Promenade 1, 97708 Bad Bocklet
  • antonius Laden,  An St. Kathrin 4, 36041 Fulda
  • Fuldaer Haus, Maulkuppe 1, 36163 Poppenhausen
  • Biolandhof Rönshausen, Rohingstraße 22-24, 36124 Eichenzell
  • Buchhandlung Sterzinger, Marktplatz 1, 97638 Mellrichstadt
  • Buchhandlung papierschmitt, Spörleinstraße 24, 97616 Bad Neustadt an der Saale
  • Buchhandlung Rupprecht, Marktpl. 27, 97616 Bad Neustadt an der Saale
  • Buchhandlung Schonder,  Marktpl. 3, 97653 Bischofsheim in der Rhön
  • Parzeller Lesershop, Frankfurter Straße 8, 36043 Fulda
  • Heimatliebe Fulda, Steinweg 26, 36037 Fulda
  • Buchhandlung Ulenspiegel, Löherstraße 13, 36037 Fulda
  • Buchhandlung Tintenfässchen, Veit-Stoß-Straße 6, 97702 Münnerstadt
  • Buchhandlung Schöningh, Brunnengasse 6, 97688 Bad Kissingen
  • Thalia (ZWE Mayersche Buchhandlung), Ferdinand Jühlke Str. 9, Erfurt
  • Collibri Buchladen GmbH, Markt 19, 97421 Schweinfurt

  • Biosphären-Infozentrum Propstei Zella, Goethestr. 1, 36466 Dermbach, OT Zella/Rhön (geschlossen bis Frühjahr 2022)

* aufgrund der dynamischen Lage wird empfohlen, sich bei den Anbieterinnen und Anbietern über ggf. veränderte Öffnungszeiten bzw. Schließungen zu informieren

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön VNLR
news-2114 Tue, 30 Nov 2021 11:12:00 +0100 Schutz der Nacht im Sternenpark: Bürgerwissenschaftliches Projekt startet am 1. Dezember https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/schutz-der-nacht-im-sternenpark-buergerwissenschaftliches-projekt-startet-am-1-dezember/ Im Sternenpark Rhön steht der Schutz der Nacht, also die Eindämmung von Lichtverschmutzung, im Fokus. Im Rahmen eines bürgerwissenschaftlichen Projekts der Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und dem Verein Sternenpark Rhön e. V. sind Rhönerinnen und Rhöner im Winter 2021/2022 dazu aufgerufen, zu zeigen, wo in der Rhön bereits gute Lösungen zur Eindämmung von Lichtverschmutzung gefunden wurden – aber auch, wo es noch Verbesserungspotenzial gibt. Das Projekt startet am 1. Dezember. Mittlerweile zählt Lichtverschmutzung – die Aufhellung des Nachthimmels durch Kunstlicht – als schädliche Umwelteinwirkung, gegen die künftig auf Grundlage einer Neuerung des Bundesnaturschutzgesetzes verstärkt und in allen Bereichen vorgegangen werden soll. Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist das bereits seit der Anerkennung als Internationaler Sternenpark ein wichtiges Ziel. Die beteiligten Kommunen setzen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Energieversorgern im Bereich der öffentlichen Beleuchtung die Sternenpark-Beleuchtungsrichtlinie um. Diese basiert auf Vorgaben, die nun die Bundesregierung in ihre Gesetzgebung mit aufnehmen wird.

Im Sommer 2021 hatten zahlreiche Kommunen ein weiteres Zeichen gesetzt: Im Rahmen der Sternenparkwochen beteiligten sie sich an der Aktion „Licht aus – Sterne an“ und schalteten an ausgewählten Stellen die öffentliche Beleuchtung zeitweise gänzlich ab. „Wir waren überwältigt von der spontanen Bereitschaft der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, sich zu beteiligen“, betonen Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, und Sabine Frank, Sternenpark-Koordinatorin beim Landkreis Fulda. Bei der Aktion in der Nacht zum 1. August erlebten rund 64.000 Rhönerinnen und Rhöner sowie Urlaubsgäste eine bestmöglich dunkle Nacht mit einem besonders natürlichen Sternenhimmel, der sogar den Nachweis seltener astronomischer Phänomene wie des nur selten zu entdeckenden „Airglow“ ermöglichte. Die Aktion zeigte aber auch, dass verbliebene Kunstlichtquellen auch bei bestmöglicher Eindämmung entsprechend der Sternenpark-Vorgaben den natürlichen Nachthimmel immer noch deutlich aufhellen kann – der Unterschied vor und nach der Abschaltung war gut zu erkennen.

Online-Portal zum Melden von Beleuchtungsanlagen

Selbstverständlich ist nächtliche Beleuchtung im Sinne eines Sicherheitsanspruchs nicht überall verzichtbar – zum Beispiel auf Gehwegen und Treppen. Oftmals sind diese Leuchtquellen aber unnötig hell oder strahlen Licht in alle Richtungen ab. Und Werbeanlagen und Schaufenster sind die ganze Nacht blendend hell erleuchtet, obwohl alles schläft und die Straßen leer sind. Das soll im Sternenpark Rhön verbessert und intelligenter gelöst werden – ganz im Sinne „Mensch. Natur. Einklang“. Die Beleuchtungsrichtlinie und die technischen „Planungshilfen für umweltverträgliche Außenbeleuchtung“ beziehen daher wichtige Parameter wie Lichtlenkung, -menge und -farbe mit ein. So soll Lichtverschmutzung bestmöglich eingedämmt werden, was ein wichtiger Baustein im Klima- und Artenschutz ist.

Wo funktioniert das im öffentlichen Bereich und in Gewerbegebieten besonders gut? Wo gibt es noch Verbesserungspotential? Vom 1. Dezember bis 28. Februar sind Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, Standorte in der Rhön zu melden, die ihnen aufgefallen sind – positiv oder negativ. Hierzu hat der Verein Sternenpark Rhön e. V. eine Projektseite mit Meldeformular eingerichtet. „Wir freuen uns über Fotos, die die jeweiligen Beleuchtungsanlagen sowohl bei Tag als auch eingeschaltet in der Dämmerung beziehungsweise in der Nacht zeigen“, sagt Ulrike Schade. „So können wir gezielt dort Beratungsangebote schaffen, wo noch Verbesserungspotenzial besteht.“ Die gesammelten Daten werden nicht veröffentlicht, sie werden anonymisiert und vertraulich behandelt und von den Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen ausschließlich intern für die Forschungs- und Monitoringarbeit verwendet.

Hier geht es zum Portal.

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Sternenpark Rhön
news-2113 Wed, 24 Nov 2021 16:06:07 +0100 Ausstellung zum Jubiläumsmotto "Mensch. Natur. Einklang." des Biosphärenreservats startet auf dem Kreuzberg https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/ausstellung-zum-jubilaeumsmotto-mensch-natur-einklang-des-biosphaerenreservats-startet-auf-dem-kr/ Das Jubiläumsjahr des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön neigt sich dem Ende entgegen. „Mensch. Natur. Einklang.“ lautete das Motto, unter dem zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen standen – unter anderem ein Fotowettbewerb, bei dem rund 300 Fotos aus allen Teilen der Rhön eingegangen waren. Die 20 Gewinnerfotos präsentieren die Biosphärenreservatverwaltungen in Bayern, Hessen und Thüringen und die Rhön GmbH ab sofort in einer gemeinsamen Wanderausstellung. Erste Station: das Bruder Franz Haus auf dem Kreuzberg, wo die Fotos bis Anfang März 2022 zu sehen sein werden. Während der länderübergreifenden Biosphärenwochen im Mai und Juni waren die Rhönerinnen und Rhöner dazu aufgerufen, fotografisch festzuhalten, was sie mit dem Einklang von Mensch und Natur verbinden. Unter den rund 300 Einsendungen wurden im Sommer schließlich 20 Gewinnerinnen und Gewinner gekürt. Das Ergebnis: eine bunte Themenvielfalt. Unter den Gewinner-Motiven sind zum Beispiel eine Schafstelze, die in einem Weizenfeld erfolgreich auf Nahrungssuche war – festgehalten von Annemarie Hochrein aus Poppenroth –, und Mitglieder der Folkloretanzgruppe Kaltenlengsfeld, die in traditioneller Montur von Regina Schmidt aus Kaltennordheim fotografiert wurden. Jonas Weller aus Rasdorf hat Jugendliche beim Pflanzen von Gemüse im Rasdorfer Dorfgarten fotografiert, und eine Freundin von Fotografin Martina Junk aus Fulda hat bei einer Wanderung auf der Wasserkuppe die Sonne mit einem Arm „eingefangen, weil es zu schön ist, sie untergehen zu lassen“. Als Siegerin wurde Mariella Heinmüller aus Hünfeld für eine beeindruckende Aufnahme des Wolkenmeers auf der Wasserkuppe gekürt – beobachtet von faszinierten Ausflüglern.

Die 20 Fotos gehen nun als Wanderausstellung auf Reisen durch die Rhön. Vom 26. November bis 6. März ist die Ausstellung im Bruder Franz Haus auf dem Kreuzberg zu sehen. Die Fotos werden durch Rollups mit Infos rund um die Themenvielfalt im Biosphärenreservat ergänzt. Auch das Jubiläumsmagazin 30 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist kostenfrei erhältlich. Das Bruder Franz Haus ist täglich von 10 bis 12 sowie von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei, es gilt die 2G+-Regel (Zutritt für Genesene, Geimpfte Personen mit PCR-Test/PoC-PCR-Test/PoC-Antigentests, der vor höchstens 24 Stunden durchgeführt wurde) sowie eine Maskenpflicht.

Einrichtungen, die Interesse an der Ausstellung haben, können sich an die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön wenden: Telefon (0661) 6006 7800, E-Mail: info@br-rhoen.de.

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön
news-2112 Tue, 23 Nov 2021 10:47:03 +0100 Auf virtueller Exkursion durch die Hochrhön – neuer Film der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/auf-virtueller-exkursion-durch-die-hochrhoen-neuer-film-der-bayerischen-akademie-fuer-naturschutz-un/ Bergmähwiesen, Rhönschafe, Geburtshelferkröte und Schwarzes Moor: Im Rahmen der Jahrestagung des amtlichen Naturschutzes in Bayern ist eine virtuelle Führung "Die Rhön: Exkursion im Land der offenen Fernen" entstanden. Der 35-minütige Film ist ab sofort auf Youtube zu sehen – vor der Kamera stehen unter anderem Torsten Kirchner von der Wildland-Stiftung Bayern, Dr. Tobias Gerlach von der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und Antje Voll vom Biodiversitätszentrum Rhön. Der Film wurde von der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) in Koopeartion mit der Regierung von Unterfranken produziert, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der digitalen Tagung einen Eindruck vom Land der offenen Fernen verschaffen zu können. Die Bayerische Hohe Rhön ist für ihre mosaikartige Kulturlandschaft mit bunten Bergwiesen bekannt und zählt zu den Hotspots der Artenvielfalt. Seit 2003 ist Torsten Kirchner hier als Gebietsbetreuer für die Wildland-Stiftung Bayern tätig. Er kennt das Naturschutzgebiet Lange Rhön wie seine Westentasche und zeigt als "Exkursionsführer" den Zuschauerinnen und Zuschauern dessen Besonderheiten und Schätze, aber erzählt auch von Herausforderungen, die mit dem Erhalt verschiedener Lebensraumtypen einhergehen.

Akteurinnen und Akteure sind Gerd Frickel (SOKO Lupine), Antje Voll (Leiterin des Biodiversitätszentrums Rhön), Larissa Renninger (Biodiversitätsberaterin im Landkreis Rhön-Grabfeld), Rhönschäfer Julian Schulz und Dr. Tobias Gerlach (Bayerische Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön).

Links zu den Kurzvideos

Den kompletten Film finden Sie etwas weiter oben auf dieser Seite. Die einzelnen Themenbereiche finden Sie auf Youtube zudem als Kurzvideos:

Bergmähwiesen

Lupine

Schäfer

LfU – Biodiversitätszentrum Rhön (BioZ)

Geburtshelferkröte

Biosphärenreservat

Schwarzes Moor

"Steinreich und farbenfroh": Eine weitere virtuelle Exkursion im Rahmen der Tagung führte zu Kalkmagerrasen in Unterfranken. Das Video finden Sie hier.

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news-2110 Thu, 18 Nov 2021 09:49:53 +0100 Es kommt zusammen, was zusammengehört: NNL e. V. und VDN e. V. unterzeichnen Kooperation bei erster bundesweiter Tagung aller Nationalen Naturlandschaften https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/es-kommt-zusammen-was-zusammengehoert-nnl-e-v-und-vdn-e-v-unterzeichnen-kooperation-bei-erster/ Anlässlich der zukünftig engen Kooperation zwischen den beiden Dachverbänden Nationale Naturlandschaften e. V. (NNL e. V.) und Verband Deutscher Naturparke e. V. (VDN e. V.) tagten rund 150 Verantwortliche der 16 Nationalparke, 104 Naturparke, 18 Biosphärenreservate und 2 Wildnisgebiete in Deutschland vom 15. bis 19.11.2021 erstmals gemeinsam im Naturpark Lüneburger Heide. In einem feierlichen Festakt am 17. November wurden nach zwölf Monaten intensiver Verhandlungen langfristig ausgerichtete Kooperationsverträge zwischen den beiden Dachverbänden mit Sitz in Berlin und Bonn unterzeichnet. Gemeinsame Pressemitteilung VDN e. V., NNL e. V. + UNESCO-Biosphärenreservat Rhön 

Auch Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sowie der beiden Rhöner Naturparke nahmen an der hybriden Tagung teil. In der Kooperation sehen sie Chancen für die Rhön.

„Die vertraglich vereinbarte Kooperation der beiden Dachverbände für deutsche Großschutzgebiete stärkt das bestehende Netzwerk der Nationalen Naturlandschaften in Deutschland und bietet unter anderem die Möglichkeit, in der Landes- und Bundespolitik noch besser wahrgenommen zu werden“, erklären Klaus Spitzl, Geschäftsführer Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e. V., und Torsten Raab, Geschäftsführer des Naturparks Hessische Rhön und Leiter der Hessischen Biosphärenreservatverwaltung. „Für unsere Naturparke und das UNESCO-Biosphärenreservat ist diese Kooperation auf Bundesebene ein wichtiger Schritt, um anstehenden Aufgaben und Probleme gemeinsam lösen zu können. Unsere Projekte wie das Junior-Ranger-Programm können jetzt von beiden Verbänden und ihren Mitgliedern genutzt werden. So ergeben sich auch in der Rhön neue Möglichkeiten für Projekte und Informations- und Wissensaustausch.“

Michael Geier, Leiter der Bayerischen Verwaltung, und Ulrike Schade, Leitung Thüringer Verwaltung, sehen gerade im Hinblick auf die politische Wahrnehmung der Schutzgebiete auf Bundes- und Landesebene große Chancen. „Die Mitglieder des NNL e.V. sind fast durchgängig staatlich organisiert, wohingegen die Mitglieder des VDN e. V. weitestgehend kommunal bzw. privatrechtlich organisiert sind. Dass die beiden Verbände hier zielgerichtet und dauerhaft an einem Strang ziehen, erhöht das bundes- und landespolitische Gewicht enorm.“

Bundesumweltministerin Svenja Schulze zeigte sich in ihrer Videobotschaft begeistert über diese Kooperation. Sie hob hervor, dass die beiden Verbände mit der Kooperation zusammenführen, was zusammengehört, indem jetzt Nationalparke, Biosphärenreservate, Naturparke und Wildnisgebiete unter dem gemeinsamen Dach der Nationalen Natur­landschaften vereint sind. Beide Verbände ergänzen sich künftig und leisten aus ihrer Sicht einen unverzichtbaren Beitrag für den Erhalt der biologischen Vielfalt und für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland.

Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, betonte in seinem Grußwort: „Die Zusammenarbeit der beiden Dachverbände wird das bereits jetzt wichtige Angebot der Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke weiter stärken – und dafür sorgen, dass ihre hohe Bedeutung für den Natur- und Klimaschutz, aber auch für Erholung und Lebensqualität noch bekannter wird.“

„Durch diese Zusammenarbeit schaffen wir erstmalig ein Bündnis aller 16 Nationalparke, 104 Naturparke, 18 Biosphärenreservate und 2 Wildnisgebiete auf 33 Prozent der Fläche Deutschlands. In Zukunft werden wir mit einer gemeinsamen Stimme sprechen und viele Menschen dafür gewinnen, faszinierende Natur zu bewahren, Freude in und mit der Natur zu erleben und mit Zuversicht die Zukunft nachhaltig sowie klimaneutral zu gestalten“, stellt Friedel Heuwinkel, Präsident VDN e. V., fest.

„Als Nationale Naturlandschaften wollen wir als Bündnis für alle Menschen in besonderem Maße Naturschutz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf einem Drittel der Landesfläche verwirklichen, um die Natur zu bewahren, erlebbar zu machen und nachhaltige Perspektiven für das Zusammenleben von Mensch und Natur zu entwickeln und somit die Grundlagen für eine lebenswerte Zukunft zu sichern. Unsere Vision ist es, gemeinsam mit allen Menschen die Natur mit Freude zu bewahren und nachhaltig sowie klimaneutral zu leben“, bringt Peter Südbeck, Vorsitzender NNL e. V., die Zukunftsperspektive der beiden Verbände auf den Punkt.

Beide Verbände sind sich sicher, dass die nun abgeschlossenen Kooperationsverträge für noch mehr Sichtbar- und Wirksamkeit der Nationalen Naturlandschaften zum Wohle der Natur und der Menschen in Deutschland sorgen werden.

Über den Verband Deutscher Naturparke e. V.

Der Verband Deutscher Naturparke e. V. (VDN e. V.) mit Sitz in Bonn ist seit 1963 Dachverband der Naturparke in Deutschland, die als Großschutzgebiete zu den Nationalen Natur­landschaften zählen. Der gemeinnützige Verein vertritt 101 der 104 Naturparke in Deutschland. https://www.naturparke.de/

Über Nationale Naturlandschaften e. V.

Der Verband Nationale Naturlandschaften e. V. (NNL e. V.) mit Sitz in Berlin ist seit 1991 Dachverband der Großschutzgebiete. Der gemeinnützige Verein vertritt alle 16 National­parke, zwei großflächige Wildnisgebiete, alle 18 Biosphärenreservate sowie 16 Naturparke in Deutschland. https://nationale-naturlandschaften.de/

Über die Nationalen Naturlandschaften in Deutschland

Vom Wattenmeer an der Nordseeküste über ausgedehnte alte Buchenwälder und klare Seen im Tiefland und Mittelgebirge, vom Alpenvorland bis hin zum Hochgebirge – die Natur in Deutschland ist vielfältig und einzigartig zugleich. Um diesen Reichtum an Natur- und Kulturlandschaften sowie die biologische Vielfalt zu schützen und zu erhalten, gibt es in Deutschland 18 Biosphärenreservate, 104 Naturparke, 16 Nationalparke und zwei großflächige Wildnisgebiete. Vereint als Nationale Naturlandschaften bewahren sie faszinierende Natur, machen diese für die Gesellschaft erlebbar und entwickeln nachhaltige Perspektiven für das Zusammenleben von Mensch und Natur – für eine gemeinsame lebenswerte Zukunft.

 

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news-2099 Tue, 16 Nov 2021 16:48:00 +0100 Online-Seminarreihe "Klimaanpassung in der Forstwirtschaft": Letzter Termin am 3. Dezember https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/online-seminarreihe-klimaanpassung-in-der-forstwirtschaft-letzter-termin-am-3-dezember/ Der Klimawandel macht sich im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bereits in vielen Bereichen deutlich bemerkbar. Auch die Wald- und Forstwirtschaft ist von Veränderungen der Niederschlagsverteilung und der Temperaturen betroffen. Welche Probleme in Zukunft auftreten werden und wie man ihnen bestmöglich entgegentreten kann, soll in der kostenfreien Online-Seminarreihe „Klimaanpassung in der Forstwirtschaft“ thematisiert werden, zu der die Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt a. d. Saale im November und Dezember einladen. Wie ernst ist die Lage? Welche Auswirkungen hat die Klimakrise auf unsere Baumarten und Waldökosysteme? Welchen Beitrag können Waldbewirtschaftung, Holzverwendung und Agroforstwirtschaft zum Klimaschutz leisten? Wie können Waldbesitzerinnen und -besitzer ihre Wälder sich verändernden Verhältnissen anpassen, und welche Rahmenbedingungen sind dabei zu beachten? Auf Fragen wie diese sollen mit der Seminarreihe Antworten gefunden werden.

130 Teilnehmende bei Auftaktveranstaltung mit Harald Lesch

Erster Referent war der renommierte Astrophysiker Prof. Dr. Harald Lesch. Lesch, der unter anderem auch als Moderator der ZDF-Sendung „Leschs Kosmos“ bekannt ist, demonstrierte die Klimaveränderungen aus universeller Perspektive. Gravierend sei das Tauen der jahrtausendealten Permafrostböden. Würde diesem kein Einhalt geboten, „wäre das der Weg in die Katastrophe – das Explodieren einer Bombe in Zeitlupe“. Die Erderwärmung seit den 1950er Jahren sei, einhergehend mit der Industrialisierung, kontinuierlich angestiegen. Im Hinblick auf die in der öffentlichen Debatte häufig vertretene Ansicht, der Temperaturanstieg sei weder „menschengemacht“ noch aufhaltbar, fand der Referent deutliche Worte. Das Kohlendioxid, das beim Verbrennen fossiler Brennstoffe entsteht, sei als solches leicht zu erkennen und in der Atmosphäre auch eindeutig nachweisbar. „Wir sind der Grund“, betonte Lesch. „Und noch gibt es Möglichkeiten, gegenzusteuern.“

Argumenten wie „das gab es schon immer“ oder „früher gab es auch schon Hitzeperioden“ müsse konsequent mit Aufklärungsarbeit begegnet werden, erklärte hierzu der zweite Referent des Abends, Dr. Michael Joneck. Der Unterschied zwischen Wetter und Klima sei vielen noch immer nicht bewusst. Joneck, Leiter des Klima-Zentrums des Bayerischen Landesamts (LfU) für Umwelt in Hof, stellte die „Klima-Faktenblätter Spessart Rhön“ des LfU vor. Diese zeigen zum einen, wie sich das Klima in der Region bisher verändert hat und weiter verändern wird. Vor allem die innerjährliche Umverteilung der Niederschläge wird der Forstwirtschaft auf lange Sicht Probleme bereiten, erklärte Joneck. Seine Szenarien zeigten zwei klimapolitische Entwicklungspfade, wie die Klimazukunft der Rhön bei Einhaltung der im Pariser Klimaschutzabkommen festgelegten globalen "2 °C-Obergrenze" und wie sie ohne Klimaschutzmaßnahmen aussehen könnte. Mit Klimaschutz sei bis zum Jahr 2100 ein Temperaturanstieg von 1 °C zu erwarten – ohne Schutzmaßnahmen seien es 3,6 Grad. „Das zeigt, dass wir in die Pötte kommen müssen.“ Klimaschutz- und Anpassung könne es hierbei „nur im Doppelpack“ geben.

In der Diskussion ging es auch um Verantwortlichkeit. Das Interesse am Seminar signalisiere die Bereitschaft der Akteurinnen und Akteure aus der Forstwirtschaft, ihren Beitrag zu leisten, sagte Bad Kissingens Landrat Thomas Bold, der in seinem Grußwort auf den notwendigen Waldumbau einging. „Sie als Privatleute sind maßgeblich beteiligt – das kostet nicht nur Geld, sondern auch Engagement. Staat, Bund und Kommunen müssen hierbei unterstützen.“ Voraussetzung sei aber die Bereitschaft der Forstleute, den Weg zum klimagerechten Wald mitzugehen. „Anpassung ist in vielen Bereichen unverzichtbar – nicht nur in der Forstwirtschaft“, ergänzte Oliver Kröner, Leiter des AELF NES. „Ohne wirksamen Klimaschutz aber drohen Anpassungsversuche zu scheitern.“ Eine intensive gesellschaftliche Debatte zur Postwachstumsökonomie sei längst überfällig. „Die Klimakrise lässt sich nicht technisch lösen, sondern nur durch die kollektive Bereitschaft, die eigene Lebensweise anzupassen.“ Dies wiederum sei nur umsetzbar, wenn Maßnahmen zum Klimaschutz von der Bevölkerung nicht als Verzicht, sondern als Chance auf eine nachhaltig bessere Lebensqualität begriffen werde.

Weitere Termine

Die weiteren Termine sind mittwochs, 24. November und 1. Dezember, jeweils 19 bis 21 Uhr, sowie die Abschlussveranstaltung am Freitag, 3. Dezember, 16 bis 19 Uhr. Die Seminare finden auf der Plattform edudip statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden die Zugangsdaten zur Online-Konferenz.

Alle Termine, Anmeldelinks und Aufzeichnungen finden Sie hier. 

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news-2109 Tue, 16 Nov 2021 10:08:00 +0100 Den Steinbruch als Lebensraum fördern – Monitoring von Fledermäusen als erstes Projekt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/den-steinbruch-als-lebensraum-foerdern-monitoring-von-fledermaeusen-als-erstes-projekt/ Den Steinbruch als Lebensraum und die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten zu fördern, ist das gemeinsame Ziel der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, dem NABU Hilders und der F. C. Nüdling Natursteine GmbH + Co. KG. Eine erste Aktion im Rahmen der neu geschlossenen Kooperation hatte die nächtlichen Flugkünstler im Biosphärenreservat im Blick: In einem ausgewählten Waldbereich wurden Nistmöglichkeiten für Fledermäuse angebracht und Daten für ein Fledermausmonitoring aufgenommen. Felswände, Kleingewässer, Saumstrukturen, Felsschutthalden und offene Bodenstellen: Steinbrüche bieten eine Vielzahl an Lebensräumen. Um diese vorhandenen Strukturen bereits während des Abbaus zu optimieren und um die in den speziell in Steinbrüchen vorkommenden Arten zu fördern, wollen FCN, NABU und Biosphärenreservatverwaltung künftig eng zusammenarbeiten. So soll im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements von FCN ein in den Abbau integriertes Biodiversitätsmanagement erstellt werden.

Eine erste Aktion, dem Anbringen von Flachkästen und Höhlen für Fledermäuse, wurde fachlich von Ranger Jan Knittel und Stefan Zaenker von der Oberen Naturschutzbehörde beim RP Kassel, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Fledermausschutz Fulda e. V. ist, begleitet. Mithilfe eines Erfassungsbogens wurden dabei alle wichtigen Standortdaten wie Höhe der Aufhängung, Umfang des Baumes, Ausrichtung und GPS-Koordinaten des Kastens sowie die Baumart dokumentiert. Diese fließen direkt in das Monitoringprogramm ein.

So soll in Zukunft gemeinsam dokumentiert und kontrolliert werden, wie die unterschiedlichen Kästen in Abhängigkeit von den Standortbedingungen von den Fledermäusen angenommen werden. Mit diesen Daten sollen Erkenntnisse bezüglich der Quartiernutzung der Fledermäuse ermittelt werden. Auch weitere gemeinsame Maßnahmen – wie zum Beispiel der Ausbau eines ehemaligen Sprengstofflagers im Steinbruch für die Fledermäuse – sind bereits in Planung.

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news-2089 Mon, 15 Nov 2021 12:44:00 +0100 Neu: Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön per App erkunden https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/neu-das-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-per-app-erkunden/ Mobile Unterstützung beim Erkunden des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön: Die neue App „Biosphärenreservat Rhön“ bietet eine 3D-Karte mit Ausflugs- und Touren-Tipps, wichtige Hinweise zum rücksichtsvollen Umgang mit der Natur und vieles mehr. Die App des Bayerischen Umweltministeriums kann man sich ab sofort kostenfrei auf das Smartphone laden. Die Karte bildet die einzigartige Rhöner Kulturlandschaft mit ihren vielfältigen Rad- und Wanderwegen rund um den HOCHRHÖNER und seine Extratouren sowie alle wichtigen geographischen Informationen ab. Auf geprüften Wegen werden die Besucherinnen und Besucher durch das Biosphärenreservat geleitet. Ihre Touren können sie dabei mit einem Tracking-Tool aufzeichnen, das unterwegs punktgenau den aktuellen Standort, den zurückgelegten Weg, die Dauer der Tour und aktuelle Höhenmeter anzeigt. Ein Wechsel zwischen 3D Karte, topographischer Karte und Luftbild ist jederzeit möglich. Da es nicht in allen Bereichen der Rhön Mobilfunkempfang gibt, wurde die App auch für den Offline-Modus erstellt. Dazu können die Luftbilder und Karten auf das Handy geladen werden.

Dank der Funktion „Virtuelles Panorama“ kann man auch vom Sofa aus ins „Land der offenen Fernen“ reisen: Sie ermöglicht ein 360°-Panorama von einem beliebig wählbaren Standort aus – angereichert mit Zusatzinfos wie Bergnamen. Außerdem bietet die App Wissenswertes über die Rhöner Natur sowie Verhaltenstipps für unterwegs, Webcams mit aktuellen Bildern und eine direkte Verlinkung zum Veranstaltungsangebot im Biosphärenreservat.

„Die mobile 3D-Karte ist eine wichtige Ergänzung des digitalen Angebots im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön“, sagt Michael Geier, Leiter der Bayerischen Verwaltung. Die Inhalte – Rundwege und Strecken-Wanderwege, Informationszentren, Einkehrmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten – sollen nach und nach erweitert werden. Ein erstes Update mit Ergänzung der Loipen und Winterwanderwege ist bereits in Vorbereitung. Entwickelt wurde die App vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit den Biosphärenreservatverwaltungen.

Die App „Biosphärenreservat Rhön“ ist ab sofort in den App-Stores für iPhones und Android-Geräte zu finden.

 

Zur App im Apple® App-Store

Zur App im Google Play Store

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news-2111 Sun, 14 Nov 2021 16:31:00 +0100 Winterpause: Biosphären-Infozentrum Propstei Zella bis zum Frühjahr 2022 geschlossen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/winterpause-biosphaeren-infozentrum-propstei-zella-bis-zum-fruehjahr-2022-geschlossen/ Das Biosphären-Infozentrum Propstei Zella/Rhön geht in die alljährliche Winterpause und bleibt – in diesem Jahr etwas früher als üblich – ab Samstag, 20. November, geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für das Frühjahr geplant, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön bleibt wie gewohnt erreichbar: telefonisch unter (0361) 57392 3330, E-Mail: poststelle.rhoen@nnl.thueringen.de

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön
news-2108 Fri, 12 Nov 2021 21:12:51 +0100 Vielfalt vor der Linse – Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs „WiesenLEBEN“ gekürt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/vielfalt-vor-der-linse-gewinnerbilder-des-fotowettbewerbs-wiesenleben-gekuert/ Was lebt auf und von der Wiese? Unter diesem Motto stand der diesjährige Fotowettbewerb des LIFE-Projekts „Rhöner Bergwiesen“ im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, bei dem Hobby- und Profifotografinnen und -fotografen bis Ende September mitmachen konnten. Mit rund 160 eingesandten Fotos war die Resonanz überwältigend. Jetzt stehen die Gewinnerinnen und Gewinner fest. Gesucht wurden Aufnahmen von großen und kleinen tierischen Bewohnern, von Blumen, Blüten, Kräutern und Gräsern, die alle zusammen die Rhöner Bergwiesen zu dem machen, was sie zweifelsfrei sind: ein kleines Paradies vor der Haustür. „Wir freuen uns riesig über die rege Teilnahme und vor allem darüber, dass sich so viele Menschen mit den Wiesen beschäftigt haben“, sagt Nadja Moalem vom LIFE-Projekt. „Nur wer genau hinschaut, kann verstehen, warum der Schutz des artenreichen Grünlands in der Rhön so wichtig ist.“

Die Einsendungen aus allen Teilen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön spiegeln die bunte Vielfalt der Rhöner Bergwiesen wider: Zahlreiche Aufnahmen von Bienen, Hummeln, Käfern und Schmetterlingen in allen Farben, Arnika, Küchenschellen, Margeriten, Orchideen, Storchschnabel, Silberdisteln, Teufelskrallen, Wiesenflockenblumen, Trollblumen sind eingereicht worden. Die Teilnehmenden haben all die besonderen Schätze in den Fokus genommen, die es in der Rhön (zum Glück) noch gibt. Beeindruckende Nahaufnahmen von Insekten sind ebenso dabei wie herrliche Ausblicke über bunte Bergmähwiesen und weite Borstgrasrasen.

Zwölf Favoriten - ein Kalender plus Fotoausstellung

Die Qual der Wahl hatte die dreiköpfige Jury bestehend aus Pia Getzin, Chefredakteurin des Rhön-Magazins, Peter Stühlinger vom Hessischen Umweltministerium und dem bekannten Natur- und Wildlife-Fotografen und Influencer Chris Kaula. Sie kürten jetzt ihre zwölf Favoriten.

Glücklicher Gewinner des Fotowettbewerbs ist Friedrich Mährlein aus Hammelburg, dessen Foto von einer Bergwiese in der Bayerischen Rhön alle Jurymitglieder begeistert hat. „Das Bild ist einfach eine Explosion an Farben. Man kann sich gut vorstellen wie es auf dieser Wiese nur so von Insekten wimmelt“, begründet Chris Kaula die Entscheidung. Der Erstplatzierte gewinnt ein Wochenende für zwei Personen im Rhönerlebnishotel krenzers in Ehrenberg-Seiferts. Der zweite Platz geht an Andreas Gick aus Fulda mit seiner stimmungsvollen Aufnahme von Küchenschellen. „Die Kuhschellen im goldenen Licht verkünden den Einzug des Frühlings in der Rhön. Mit der noch tief stehenden Sonne sind die feinen Härchen besonders gut zu erkennen“, hebt Pia Getzin hervor. Der Zweitplatzierte erhält als Preis einen Tandemsprung der Flugschule Papillon auf der Wasserkuppe. Zum dritten Sieger wurde Frank Henkel aus dem thüringischen Untermaßfeld gekürt. Sein Foto zeigt einen von Schmetterlingen – Kaisermantel und Ochsenauge – nur so wimmelnden Wilden Dost. „Dieses Foto steht beispielhaft für das einzigartige Zusammenspiel von Insekten und Blütenpflanzen“, urteilt Jurymitglied Peter Stühlinger. Der dritte Platz wird mit einem Einkaufsgutschein für den Regionalladen auf der Wasserkuppe in Höhe von 50 Euro prämiert.

„Wir haben so viele tolle Fotos von Bergwiesen erhalten, dass wir uns entschlossen haben, neben dem geplanten Kalender auch eine Fotoausstellung aus den besten Einsendungen zu machen“, kündigt Projektleiter Elmar Herget an.

Die Fotos, die für den Kalender ausgewählt wurden, darunter die drei Gewinnerbilder, finden Sie hier.

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LIFE
news-2107 Thu, 11 Nov 2021 10:26:00 +0100 Hilfe für seltene Heuschrecken: Schülerinnen und Schüler der Rudolf-Steiner-Schule packen bei Landschaftspflege mit an https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/hilfe-fuer-seltene-heuschrecken-schuelerinnen-und-schueler-der-rudolf-steiner-schule-packen-bei-landsc/ Zugewachsene Flächen im „Land der offenen Fernen“ wieder freizustellen, um neue Lebensräume zu schaffen und zu sichern, ist eine wichtige Aufgabe im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – und eine aufwendige. In der hessischen Rhön unterstützen jedes Jahr Schülerinnen und Schüler der Rudolf-Steiner-Schule Loheland die Ranger der Hessischen Biosphärenreservatverwaltung bei solchen Landschaftspflegemaßnahmen. In diesem Jahr haben sie am Giebelrain bei Dietershausen, im Roten Moor und am Steinkopf mit angepackt. Der Giebelrain mit rund 588 Metern Höhe liegt in einer Pflegezone des Biosphärenreservats und ist als FFH-Gebiet ausgewiesen. FFH-Gebiete sind europäische Schutzgebiete und dienen dem Schutz von Pflanzen (Flora), Tieren (Fauna) und Lebensraumtypen (Habitaten), die in einer speziellen Richtlinie festgehalten sind. Zusammen mit den Vogelschutzgebieten bilden diese Gebiete das europaweite Netzwerk Natura 2000. Im Landkreis Fulda liegen 16 FFH-Gebiete, fünf davon liegen in der hessischen Rhön.

Auf den artenreichen Kalkmagerrasen am Giebelrain wachsen unter anderem Orchideen-Arten wie die Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) und das Kuckucks-Knabenkraut (Orchis mascula). Eine Besonderheit ist außerdem das Vorkommen seltener Heuschreckenarten, die zum Teil in der Rhön einen der letzten Lebensräume in Hessen haben. Umso wichtiger ist es, dass die Flächen nicht dauerhaft zuwachsen, um die wertvollen Lebensräume zu erhalten. Weil die geschützten Flächen zum Teil nicht mit Maschinen befahren werden können, ist hierfür viel Handarbeit nötig. Bei dieser Arbeit ist Ranger Hubert Stumpf in den vergangenen beiden Wochen von der Jahrgangsstufe 9 der Rudolf-Steiner-Schule unterstützt worden. Die Schülerinnen und Schüler haben ein vierzehntägiges Forstpraktikum absolviert, das fester Bestandteil des Lehrplans ist. Neben dem Spalten und Setzen von Holz in Zusammenarbeit mit HessenForst sind auch Landschaftspflegemaßnahmen im Biosphärenreservat seit vielen Jahren Teil des Praktikums. In diesem Jahr haben die Jugendlichen am Giebelrain Mähgut abtransportiert und Reisig verbrannt – bei Wind und Wetter, von morgens bis nachmittags.

Da die Arbeiten flott vorangingen, halfen die Schülerinnen und Schüler auch bei Maßnahmen im Roten Moor und am Steinkopf mit. Insgesamt rund drei Hektar Fläche haben sie so innerhalb von zwei Wochen bearbeitet – eine starke Leistung, lobt Ranger Hubert Stumpf. „Die vielfältigen Landschaftspflegemaßnahmen sind ohne das Engagement der vielen Ehrenamtlichen und die Zusammenarbeit mit Schulen nicht leistbar“, sagt Stumpf. „Die Unterstützung durch Loheland hat mittlerweile Tradition. Die Schülerinnen und Schüler leisten Jahr für Jahr einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.“

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news-2106 Fri, 05 Nov 2021 13:31:09 +0100 Schutz der Nacht wird Pflichtaufgabe: Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes bestätigt Arbeit im Sternenpark Rhön und der Sternenstadt Fulda https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/schutz-der-nacht-wird-pflichtaufgabe-aenderung-des-bundesnaturschutzgesetzes-bestaetigt-arbeit-im-ste/ Mit einem im Jahr 2019 verabschiedeten Aktionsprogramm will die Bundesregierung verstärkt gegen den massiven Rückgang der Insektenvielfalt vorgehen. In diesem Sommer folgte ein wesentlicher Schritt: In einer Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes ist Lichtverschmutzung erstmals als Tatbestandsmerkmal aufgenommen worden. Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön stehen die Eindämmung von Lichtverschmutzung und der Schutz der Nacht bereits seit der Anerkennung als Internationaler Sternenpark im Jahr 2014 im Fokus. Die Sternenpark-Landkreise und Biosphärenreservatverwaltungen sehen in der Gesetzesänderung eine Bestätigung ihrer langjährigen länderübergreifenden Arbeit. „Der Schutz der Nacht wird künftig bundesweit zur Pflichtaufgabe. Die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes ist ein konkreter Auftrag, den bisherigen Weg in der Rhön weiterzugehen“, erklären die Sternenpark-Verantwortliche der Landkreise Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Fulda, Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis und die drei Biosphärenreservatverwaltungen. Diese Fachgruppe hat eine gemeinsame Einordung zur Gesetzesänderung veröffentlicht. Das „Dritte Gesetz zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes“, das zum 1. März 2022 in Kraft tritt, beinhaltet zahlreiche Maßnahmen zur Bekämpfung des Insektensterbens und des Rückgangs der Artenvielfalt. „Erfreulich ist, dass die Eindämmung der Lichtverschmutzung als Zielvereinbarung besonders hervorgehoben wird“, betonen die Verantwortlichen.

Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass in Naturschutzgebieten im Außenbereich keine neuen Beleuchtungen an Straßen und Wegen sowie keine beleuchteten oder lichtemittierenden Werbeanlagen errichtet werden dürfen. Dies gilt auch entsprechend in Kern- und Pflegezonen von Biosphärenreservaten. Und außerhalb dieser Gebiete gilt: Leuchtmittel sind so anzubringen, „dass Tiere und Pflanzen wildlebender Arten vor nachteiligen Auswirkungen durch Lichtimmissionen geschützt sind“.

Konkrete Maßnahmen und technische Anforderungen zur Umsetzung des Gesetzes müssen nun in einer Rechtsverordnung formuliert werden, was noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. „Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass sich die Regelungen an den Ergebnissen entsprechender Publikationen jüngster Zeit orientieren und dass sie deren Grundsätze übernehmen werden“, erklärt die Fachgruppe. „Es wird daher dringend empfohlen, schon jetzt wirksame Vorkehrungen wie Festsetzungen im Bauleitverfahren, verbindliche Vorgaben in der Baugenehmigung und Anpassung von Förderrichtlinien und Ausschreibungsunterlagen zu treffen“. Hierfür gibt es in der Rhön bereits konkrete Umsetzungshilfen. Bereits im Jahr 2019 haben die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Kooperation mit den Rhön-Landratsämtern für Kommunen, Vereine, Gewerbetreibende und Privatleute anwendungsspezifische „Planungshilfen für umweltverträgliche Außenbeleuchtung“ veröffentlicht. Darauf aufbauend und auf Basis der bestehenden Rechtslage hat die Koordinierungsstelle Sternenpark beim Landkreis Fulda für Kommunen, Landkreise und Träger öffentlicher Belange eine Arbeitshilfe zur Berücksichtigung und Einbeziehung technischer Vorgaben zur Vermeidung von Lichtimmissionen in die Beurteilungs-, Stellungnahme- und Genehmigungspraxis erstellt.

Die Einordnung zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes finden Sie hier (PDF).

Das Berücksichtigungspapier für Träger öffentlicher Belange finden Sie hier. 

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Sternenpark Rhön
news-2105 Tue, 02 Nov 2021 11:29:53 +0100 Auftaktveranstaltung zum Start in die neue LEADER-Förderperiode: Gemeinsam die Zukunft der hessischen Rhön gestalten https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/auftaktveranstaltung-zum-start-in-die-neue-leader-foerderperiode-gemeinsam-die-zukunft-der-hessische/ Auch zukünftig will die hessische Rhön als LEADER-Region Fördergelder der EU für eine nachhaltige regionale Entwicklung nutzen. Dafür wird in den kommenden Monaten eine Lokale Entwicklungsstrategie erstellt, mit der sich der Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. (VNLR) beim Land Hessen um die erneute Anerkennung als LEADER-Region bewerben wird. Ihre Ideen können Interessierte am 30. November bei einem Infoabend einbringen. Aktueller Hinweis: Die Veranstaltung wird am 12. Januar 2022 digital nachgeholt. Infos folgen!

 

Gemeinnützige Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Freizeit und Kultur, Angebote der Naherholung und des ländlichen Tourismus oder die Unterstützung kleiner Unternehmen sind Beispiele, für die die Förderungen der EU, des Bundes und des Landes Hessen in Zukunft eingesetzt werden sollen. Voraussichtlich ca. 4 Millionen Euro werden der Rhön für die Förderperiode 2023-2027 zur Verfügung stehen. Das Besondere an LEADER ist dabei, dass die Frage, wofür die Gelder eingesetzt und welche Schwerpunkte und Ziele die Region damit verfolgt werden sollen, von der Region beantwortet wird. „Bei LEADER wird nicht von oben, sondern in der Region entschieden, wofür das Geld ausgegeben wird“, betont Dr. Hubert Beier als Vorsitzender des VNLR. Gemeinsam mit Vereinen und Initiativen sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Tourismus, der Kultur und dem öffentlichen Bereich wird der VNLR in den nächsten Monaten an einer Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) 2023-2027 arbeiten. Diese Entwicklungsstrategie muss bis Mai 2022 dem Land Hessen als Basis für die erneute Anerkennung als LEADER-Region vorliegen. Die dort formulierten Ziele und Perspektiven bilden den Rahmen für die Entscheidung über zukünftige Projektförderungen in der Region.

Bürgerinnen und Bürger können mitreden

Unter dem Motto „Gemeinsam die Zukunft der Rhön gestalten“ sind alle Interessierten zur Auftaktveranstaltung am Dienstag, 30. November 2021, um 18 Uhr ins Bürgerhaus in Nüsttal-Hofaschenbach eingeladen. Neben Informationen über das Förderprogramm LEADER, die Lokale Entwicklungsstrategie und die Beteiligungsmöglichkeiten wird es genügend Raum geben, sich mit Anregungen und Ideen einzubringen und mit anderen Teilnehmenden auszutauschen.

Wer sich mit seinen Ideen und Anregungen auch darüber hinaus beteiligen möchte, kann dies in den kommenden Monaten in Workshops tun. Hierbei werden Themen der Daseinsvorsorge, der wirtschaftlichen Entwicklung, eines nachhaltigen Konsums oder auch der Naherholung und des ländlichen Tourismus im Mittelpunkt stehen.

Hintergrund: LEADER in der hessischen Rhön

Die LEADER-Region Rhön umfasst die 13 Städte und Gemeinden Burghaun, Dipperz, Ebersburg, Ehrenberg, Eiterfeld, Gersfeld, Hilders, Hofbieber, Hünfeld, Nüsttal, Poppenhausen, Rasdorf und Tann. Unter dem Dach des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön e. V. (VNLR) stehen die Kommunen gemeinsam mit vielen regionalen Vereinen, Verbänden, Initiativen und Unternehmen für die Förderung einer nachhaltigen regionalen Entwicklung. Sie werden dabei vor allem durch das europäische Förderprogramm LEADER unterstützt. Fast 50 LEADER-Projekte und mehr als 40 Kleinstprojekte des Regionalbudgets konnten allein in der Förderphase 2014-2021 umgesetzt werden. Mehr als 3 Millionen Euro Fördermitteln kamen Projekten wie z. B. dem Zeltplatz Strutt in Poppenhausen, dem Rhönhof in Tann, der Alten Post in Ebersburg-Weyhers, den Himmelsschauplätzen im Sternenpark Rhön, der Einrichtung von Ferienwohnungen oder auch vielen kleinen Unternehmen zugute.

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VNLR
news-2104 Fri, 29 Oct 2021 11:46:07 +0200 Himmelsschauplätze in der Rhön für Hessischen Tourismuspreis nominiert https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/himmelsschauplaetze-in-der-rhoen-fuer-hessischen-tourismuspreis-nominiert/ Das Projekt Himmelsschauplätze im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist für den „Typisch Hessisch Award 2021“ nominiert, der am 4. November auf dem Hessischen Tourismustag in Wiesbaden verliehen wird. Der Naturpark Hessische Rhön und das Biosphärenreservat hatten die Bewerbung für den Landkreis Fulda eingereicht. Nominiert sind sechs Projekte, die aus insgesamt 44 Bewerbungen ausgewählt wurden. Der Typisch Hessisch Award belohnt die besten Projekte und Angebote aus ganz Hessen. Darunter fallen sämtliche touristische Innovationen, nachhaltige Projekte, barrierefreie Angebote oder kundenorientierte Services. Die Himmelsschauplätze in der Rhön haben gemeinsam mit den weiteren fünf Nominierten die Jury in der Erfüllung der Wettbewerbskriterien Nachhaltigkeit, Innovation, Qualität- und Kundenorientierung sowie Wirtschaftlichkeit besonders überzeugt. Ob die Himmelsschauplätze einen der ersten drei Plätze belegen, erfahren die Projektverantwortlichen am 4. November in Wiesbaden – dort verleiht Staatsminister Tarek Al-Wazir auf dem Hessischen Tourismustag den Tourismuspreis.

Das Projekt

Die Himmelsschauplätze in der Rhön sind ein deutschlandweit einmaliges Projekt. Mit eigens gestalteten Geräten wie Polarsternfinder und drehbarer Himmelskarte können Einheimische und Touristen hier den Tages- und Nachthimmel auf besonderer Weise kennenlernen und sich gleichzeitig über das Thema Schutz der Nacht im Sternenpark Rhön informieren. Offiziell eröffnet wurden die ersten fünf Himmelsschauplätze in der hessischen Rhön am 13. September 2019 in Nüsttal-Hofaschenbach. Die weiteren Standorte sind Hohenroda-Soislieden, Hofbieber-Danzwiesen, Bad Salzschlirf und Kalbach-Eichenried. Thüringen folgte im Jahr 2020 mit der Eröffnung eines Himmelsschauplatzes in der Erlebniswelt Rhönwald auf dem Weidberg, ein weiterer wird derzeit auf dem Gläser ausgebaut. Auch im bayerischen Teil des Biosphärenreservats befinden sich weitere Standorte in Planung.

Finanziell unterstützt wurde das Kooperationsprojekt in Hessen – beteiligt sind der Landkreis Fulda (Naturpark und Biosphärenreservat Rhön), der Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V., die Regionalforen Fulda Südwest und Hersfeld-Rotenburg sowie die Gemeinde Hohenroda – mit LEADER-Mitteln in Höhe von rund 41.000 Euro. Teil des Projekts sind neben den fünf Himmelsschauplätzen auch Infotafeln zum Thema Sternenpark Rhön und Schutz der Nacht, die an insgesamt 22 Standorten in Kommunen des Landkreises Fulda sowie in den Gemeinden der Nördlichen Kuppenrhön aufgestellt wurden.

Alle Nominierten werden auf der Webseite des Tourismus Netzwerk Hessen mit einem Video vorgestellt: https://tourismustag-hessen.tourismusnetzwerk.info/startseite/hessischer-tourismuspreis/unsere-nominierten/

Der Typisch Hessisch Award

Die HA Hessen Agentur GmbH, der Hessische Tourismusverband e.V., der Hessische Heilbäderverband e.V., der Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA Hessen e.V. und der Hessische Industrie- und Handelskammertag vergeben den Hessischen Tourismuspreis 2021 nun bereits zum achten Mal. Exklusiver Kooperationspartner ist der ADAC Hessen-Thüringen e.V. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen ist Preisstifter des Typisch Hessisch Awards.

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news-2103 Fri, 29 Oct 2021 10:12:16 +0200 Rhöner Natur statt Hörsaalbank: Jetzt bewerben für das Commerzbank-Umweltpraktikum 2022 https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rhoener-natur-statt-hoersaalbank-jetzt-bewerben-fuer-das-commerzbank-umweltpraktikum-2022/ Den weiten Blick in die Landschaft genießen, die Luft im „Land der offenen Fernen“ atmen und sich für Natur, Regionalentwicklung und Kultur engagieren: Dieses Kontrastprogramm zum Hörsaal macht das Commerzbank-Umweltpraktikum so beliebt. Beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. erhalten Studierende Einblicke in die Regionalentwicklung und in Naturschutzprojekte des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Die Bewerbungsphase für 2022 ist nun gestartet. Studierende aller Fachrichtungen können sich noch bis zum 15. Januar 2022 für ein abwechslungsreiches Praxissemester in den Nationalen Naturlandschaften Deutschlands bewerben. An 27 Standorten zwischen Nordsee und Alpen können sie ein drei- oder sechsmonatiges Praktikum absolvieren. In den teilnehmenden Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre Leidenschaft für die Natur mit praktischen Erfahrungen zu verbinden.

Auch der hessische Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ist im kommenden Jahr wieder als Einsatzort dabei. Im Rahmen von zwei dreimonatigen oder einem sechsmonatigen Pflichtpraktikum erhalten die Teilnehmenden beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. (VNLR) spannende Einblicke in vielfältige Aufgabengebiete – insbesondere in den Natur- und Umweltschutz, die Regionalentwicklung mittels Förderprojekte sowie in die Arbeitsabläufe der Schutzgebiete. Darüber hinaus realisieren die jungen Menschen eigene Projekte in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit und finden oft auch spannende Themen für ihre Bachelor- oder Masterarbeiten. Die Commerzbank unterstützt das Praktikum mit einem Entgelt und sorgt für die Unterkunft. Vor Ort übernimmt der VNLR die fachliche Betreuung.

Die Bewerbung für das Umweltpraktikum 2022 ist ab sofort ausschließlich online möglich unter www.umweltpraktikum.com. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar 2022. Weitere Informationen erteilt der Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. in der Marienstraße 13 in Hilders, Telefon (06681) 91745-0, E-Mail: info@vnlr.de.

Zum Projekt

Das Commerzbank-Umweltpraktikum hat sich zu einer wesentlichen Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Ziel ist die Sensibilisierung von Studierenden für nachhaltige Entwicklung und das Aufzeigen von beruflichen Perspektiven im Natur- und Umweltschutz. An insgesamt 27 Standorten in Deutschland setzt sich das Commerzbank-Umweltpraktikum seit 32 Jahren für den Schutz der Natur und damit des Menschen und seiner Lebensgrundlagen ein. Seit Beginn des Projekts in 1990 haben mehr als 1.800 Praktikanten in den teilnehmenden Nationalen Naturlandschaften einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Mittlerweile sind 13 Nationalparks, 6 Naturparks und 8 Biosphärenreservate Partner der Initiative. Die Absolventen tragen ihre Erfahrungen in Bereiche der Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt weiter. Vielen Teilnehmern wurde der spätere Einstieg ins Berufsleben durch die Erfahrungen im Umweltpraktikum geebnet.

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Ansprechpartner VNLR
news-2102 Tue, 26 Oct 2021 13:01:47 +0200 Wanderwege zwischen Rotem Moor und Fuldaquelle an Werktagen gesperrt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wanderwege-zwischen-rotem-moor-und-fuldaquelle-an-werktagen-gesperrt/ Auf der Wanderstrecke vom Roten Moor kommend in Richtung Fuldaquelle finden derzeit umfangreiche Baumfällarbeiten statt. Die dort verlaufenden Wander- und Radwege sind daher aus Sicherheitsgründen an Werktagen gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert – die Umleitungsstrecke führt ein kleines Stück an der Straße entlang. Von der Wasserkuppe kommend ist die Fuldaquelle zugänglich. An den Wochenenden ist der Weg frei begehbar ohne Umleitungsstrecke.

Die Arbeiten werden voraussichtlich 14 Tage (ab dem 26. Oktober) andauern. 

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news-2101 Tue, 26 Oct 2021 09:44:06 +0200 Sicher und umweltbewusst auf der Spur: Investition in Wintersport in der Thüringer Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/sicher-und-umweltbewusst-auf-der-spur-investition-in-wintersport-in-der-thueringer-rhoen/ Die Winterlandschaften im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön zum Erlebnis machen – und dabei sensible Bereiche schützen und über Naturschätze aufklären: Der Verein für Heimatpflege, Wandern und Wintersport Ellenbogen e. V. investiert mithilfe einer Förderung aus dem Thüringer Umweltministerium in den Wintersport in der Thüringer Rhön. Neben der Aktualisierung von Wander- und Loipendaten stehen dabei eine gezielte Besucherlenkung und eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit im Fokus. „Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist auch im Winter ein Anziehungspunkt. Wenn vielerorts der Schnee schon verschwunden ist, kann man hier auf den Kuppen noch Ski fahren, durch den Schnee wandern und rodeln“, sagt Jens Graf, Vorsitzender des Vereins. 13 Skiwanderwege auf insgesamt 95 Kilometern, Schlepplift, Kutschfahrten, Schlitten-, Ski- und Schneeschuh-Verleih: In der Thüringer Rhön bieten die vier Skigebiete Hohe Rhön, Hohe Geba, Oberes Feldatal und Emberg (Dermbach) zahlreiche Möglichkeiten, die vor allem von den Einheimischen gern genutzt werden. Allerdings befinden sich die Angebote vielerorts in unmittelbarer Nähe von Kernzonen und Naturschutzgebieten im Biosphärenreservat. „Die Wintersaison ist eine sensible Zeit für die Flora und Fauna“, erklärt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Werden Winterschläfer gestört, kann dies tödlich für sie sein, denn das Hochfahren der Körperfunktionen kostet zusätzlich Energie, die sie über Nahrung aufnehmen müssten. Die dichte Schneedecke macht es jedoch schwierig, an Nahrung zu gelangen – auch für nicht winterschlafende bzw. -ruhende Säugetiere und Vögel. Zudem bietet die karge weiße Schneelandschaft kaum Deckung. Jede, zum Beispiel durch touristische Störung verursachte Flucht zehrt an den Energiereserven und lockt Feinde auf die Spur. „Umso wichtiger sind eine gezielte Besucherlenkung, Aufklärung und Umweltbildung in den Wintersportgebieten“, sagt Schade.

Das wollen der Ellenbogen-Verein und die Verwaltung in einem gemeinsamen Projekt erreichen. Ein erster Schritt sind die Erfassung und Aktualisierung der Winterwander- und Loipendaten im beliebten Tourenportal Outdooractive, das auch in der Rhön gern genutzt wird. Daraufhin sollen zusätzliche Wege- und Parkplatzmarkierungen sowie Info- und Hinweistafeln angebracht werden, die über Kernzonen, Naturschutzgebiete und die Tier- und Pflanzenwelt im Biosphärenreservat informieren. Zusätzlich sollen – in enger Zusammenarbeit mit der Rhön GmbH und Wintersport-Partnern aus Thüringen, Hessen und Bayern – ergänzende Kommunikationsmaßnahmen entwickelt werden.  

Das zu 90 Prozent geförderte Projekt wird im Rahmen des Programms "Investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung in den Nationalen Naturlandschaften Thüringens" – kurz "Nachhaltigkeitsbudget" – umgesetzt. Mehr als 600.000 Euro fließen in diesem Jahr in den Thüringer Teil des Biosphärenreservats, sowohl an Kommunen als auch an Vereine. Begleitet wird das Projekt vom Verein Rhönforum e. V., der derzeit an einem Besucherlenkungskonzept für die Thüringer Rhön arbeitet und dabei auch die Winterwanderwege einbeziehen wird. Im Auftrag des Ministeriums haben Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, und Nadja Thürbeck, die seit September in der Verwaltung für den Bereich Nachhaltige Entwicklung zuständig ist, einen symbolischen Scheck in Höhe von 15.350 Euro an Heiko Fuchs vom Ellenbogen-Verein überreicht. Auch wenn die Winter in den vergangenen Jahren zum Teil deutlich weniger Schnee mit sich gebracht hätten, wolle man bestmöglich auf künftige gute Wintersaisons vorbereitet sein, sagt Fuchs. „Hier gibt es in der Thüringer Rhön noch Nachholbedarf – in Bayern und Hessen läuft das besser.“ Denn: Arbeiten wie das Spuren von Loipen und Wanderwege müsse der Verein mit wenigen Mitgliedern ehrenamtlich stemmen – langfristig sei das keine Lösung.

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news-2100 Fri, 22 Oct 2021 15:47:56 +0200 „Haus der Entdecker“ Kaltennordheim als erste Biosphären-Kita in Schmalkalden-Meiningen ausgezeichnet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/haus-der-entdecker-kaltennordheim-als-erste-biosphaeren-kita-in-schmalkalden-meiningen-ausgezeichne/ Herbstliche Feierstimmung im „Haus der Entdecker“ in Kaltennordheim: Die Kindertageseinrichtung wurde am 18. Oktober 2021 als Biosphären-Kita zertifiziert. Mit der Auszeichnung würdigt die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön das besondere Engagement der Kita in Sachen Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und Ressourcenschonung. Das „Haus der Entdecker“ ist damit die erste Kindertageseinrichtung im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, die im Rahmen des länderübergreifenden Leuchtturm-Projekts „Biosphären-Schulen und Biosphären-Kitas“ zertifiziert worden ist. In den vergangenen zwei Jahren wurden in Thüringen bereits die Einrichtungen in Urnshausen und Gehaus im Wartburgkreis ausgezeichnet. Das Projekt, das an eine bundesweite Auszeichnung der Nationalen Naturlandschaften e. V. angegliedert ist, unterstützt die partnerschaftliche Kooperation zwischen den Verwaltungen und Trägervereinen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön mit Schulen und Kindertageseinrichtungen in Bayern, Hessen und Thüringen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Vorschulkindern, Schülerinnen und Schülern originäre Natur-, Kultur- und Heimaterfahrungen in ihrem direkten Umfeld zu ermöglichen.

„Bei uns ist das einfach normal. Wir gestalten den Kindergarten-Alltag schon ganz lange so“, stellt Katja Schramm, die Erzieherin der Vorschulgruppe, stolz fest. Auch Hausleiterin Madlen Wagner pflichtet ihr bei: „Für uns ist der Titel ,Biosphären-Kita‘ eine Würdigung der jahrzehntelangen Arbeit, die mehrere Generationen von Erzieherinnen geprägt haben.“ Dass es den beiden eine Herzensangelegenheit ist, die Kinder auf vielfältige Art und Weise an die Natur und ihre Heimat heranzuführen, zeigte sich auch bei der herzlichen Begrüßung. Verkleidet als Herbstwind, Apfel, Birne, Pflaume, Kastanie, Kürbis, Sonnenblume und Tanne machte die Kindergruppe „Wilde Pferde“ ihrem Namen alle Ehre und wirbelte zu einem Herbstlied umher. Natürlich durfte auch ein selbst komponiertes Rhönlied nicht fehlen.

Im Anschluss überreichte Nils Hinkel, Projektverantwortlicher bei der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, die Ernennungsurkunde mit der Zertifizierung in den Bereichen Ernährung, Soziales & Kooperation und Bauliche Maßnahmen. Damit hat die Einrichtung die Zertifizierung in drei von fünf Bereichen erreicht. Hinkel hob insbesondere die hauseigene Küche für die Mittagsverpflegung, „so wie sie leider nur noch sehr selten zu finden ist“, und die Kinderküche hervor. Dort mahlen die Vorschulkinder unter anderem mit der Getreidemühle selbst Mehl, um es dann gleich anhand eines bebilderten Rezepts zu einem leckeren Ameisen-Apfelkuchen zu verarbeiten. „Die Kinder für ihre eigene gesunde Ernährung und regionale Produktkreisläufe und Wertschöpfung zu sensibilisieren, ist elementar wichtig. Ein richtiges Vorzeigeprojekt“, findet auch Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung.

Natürlich gab es den Kuchen und frisch gebackenes Brot mit selbst zubereiteten Brotaufstrichen als Kostprobe. Bei einem gemeinsamen Rundgang über das weitläufige Außengelände fiel insbesondere der naturbelassene Entdecker-Bereich mit zahlreichen Sträuchern und Beeten ins Auge. „Hier können die Kinder nach Herzenslust herumtoben und selbst mitbestimmen, was angepflanzt werden soll“, freute sich Michael Orf, der Gesamtleiter der Kindergärten der Stadt Kaltennordheim. „Auch mit Unterstützung des Fördervereins konnte das Gelände weiter aufgewertet und beispielsweise um ein Vordach ergänzt werden.“ An Plänen für die nächsten Jahre mangelt es keineswegs: Neben dem bereits fest etablierten Waldtag sollen weitere nachhaltige Projekte und Themen in Angriff genommen werden. „Energetisch wird sich auch einiges tun: Das ,Haus der Entdecker‘ wird inklusive Nebengebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen“, verkündete Bürgermeister Erik Thürmer. Beste Voraussetzungen also für die Rezertifizierung in drei Jahren.

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Kinder Wissen
news-2098 Tue, 19 Oct 2021 12:35:04 +0200 Auch in 2021 konnte der Schneider in heimischen Gewässern nachgewiesen werden https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/auch-in-2021-konnte-der-schneider-in-heimischen-gewaessern-nachgewiesen-werden/ Der Schneider ist eine Fischart, die ehemals in den Gewässern der Rhön weit verbreitet war. Durch Gewässerverschmutzung und -verbau ist der Bestand seit den 1960er Jahren stark zurückgegangen. Eine Maßnahme, dem entgegenzuwirken, ist seit einigen Jahren ein Artenschutzprojekt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Wiederansiedelungsversuche zeigen Erfolg: Auch in diesem Jahr konnte der Schneider wieder an mehreren Stellen nachgewiesen werden. Der Schneider (Alburnoides bipunctatus) ist mit einer Länge von maximal 18 Zentimetern ein relativ kleiner Schwarmfisch. Als Speisefisch ist er wirtschaftlich gesehen eher uninteressant – nicht aber in der Tierwelt: Hier ist er ein wichtiger Bestandteil in der Nahrungskette weiterer Arten. Im Rahmen des Artenschutzprojekts wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Exemplare in Döllbach, Nüst, Ulster und Haune ausgesetzt. Der Erfolg wird regelmäßig kontrolliert – so auch in diesem Jahr. An vier Abschnitten der Gewässer Döllbach, Haune und Nüst wurden im Hünfelder Stadtteil Nüst, in Margretenhaun (Petersberg) sowie in den Eichenzeller Ortsteilen Rothemann und Kerzell Fischbestandsaufnahmen durchgeführt. Mit dabei waren Joachim Walter, Ranger bei der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats, der Biologe und Fischereiexperte Christoph Dümpelmann, die Gewässerpächter, Praktikantin Anne Bauer (Hessische Verwaltung), Commerzbank-Umweltpraktikant Tobias Möller (Verein Natur- und Lebensraum Rhön) sowie zahlreiche Freiwillige, die bei der Elektrobefischung unterstützten.

Das genehmigungspflichtige Elektrofischen, das strengen Vorschriften unterliegt, ist eine schonende Methode, die vor allem im wissenschaftlichen Fischfang eingesetzt wird, um Bestandserhebungen und Analysen von Artenvorkommen durchzuführen. Elektrofischen funktioniert mit Gleichstrom, der im Wasser eine Spannung erzeugt. Wird der Kescher in das Wasser geführt, schließt sich der Stromkreis, und die Fische werden betäubt. Mit dem Kescher werden sie sorgfältig aufgenommen und nach den notwendigen Untersuchungen wieder zurückgesetzt. Die durch den Strom „angelockten“ Fische erholen sich innerhalb weniger Sekunden.

Gefahr durch invasive Arten

Auf diese Weise konnten Bachschmerlen, Gründlinge, Koppen, Bachneunaugen, Stichlinge, Forellen sowie Hunderte Elritzen gefunden werden. Und – zur Freude aller Beteiligten – auch der gesuchte Schneider. In den vier Gewässerabschnitten wurden insgesamt 22 der seltenen Fische gefunden, die Hälfte davon in Kerzell. Auch reproduzierende Exemplare waren dabei. Nach erfolgreichem Zählen und Vermessen wurden fast alle Fische wieder ihrem natürlichen Lebensraum überlassen – mit Ausnahme der nicht-heimische Arten. Denn auch sie werden zunehmend zum Problem in den regionalen Gewässern: Der amerikanische Signalkrebs zum Beispiel überträgt eine Krankheit, gegen die er selbst resistent ist, die aber zum Verhängnis für den heimischen Edelkrebs wird. „Viele Aquarienbesitzer setzen ihre Tiere in der Natur aus, wenn sie sie loswerden wollen. Die meisten wissen leider nicht, dass sie damit großen Schaden anrichten“, erklärt Joachim Walter. Erneut wurden neben dem in der Rhön streng geschützten Edelkrebs auch Signalkrebse gefunden, die – ebenso wie Regenbogenforellen und Blaubandbärblinge – nicht wieder zurückgesetzt wurden.

Ehrenamt wichtige Stütze

Die vielen Projekte im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön leben von der Mithilfe durch die Bevölkerung. Bestes Beispiel ist das Rotmilan-Projekt, das ohne die rund 120 ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierer aus Bayern, Hessen und Thüringen in dieser Form nicht umsetzbar wäre. Auch für den Schneider sind seit langem zahlreiche Freiwillige im Einsatz. Zu den Unterstützern zählt unter anderem der Fuldaer Aquarien- und Terrarienverein „Scalare“ 1925/55 e.V. Fulda, der ebenfalls Projektpartner im Artenschutzprojekt Karausche ist. Auch die Karausche ist eine ehemals weit verbreitete und heute stark gefährdete Fischart. „Das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamtlichen in diesen wichtigen Projekten läuft gut und hat sich über viele Jahre bewährt“, lobt Sven Haustein von den „Scalaren“. 

Im Umweltzentrum Fulda zu sehen

In der Natur den seltenen Schneider zu entdecken, ist eher unwahrscheinlich. Beobachten kann man ihn im Landkreis Fulda trotzdem: im Aquarium im Umweltzentrum Fulda. „Aus der Nähe kann man sehr gut das Seitenlinienorgan der Fische erkennen. Es sieht aus wie eine Naht – daher auch der Name Schneider“, erklärt Geschäftsführer Alexander Sust, der mit seinem Team ebenfalls Natur- und Artenschutzprojekte erfolgreich vorantreibt. Das Umweltzentrum hat montags bis freitags jeweils von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Wie geht es im Projekt weiter?

Noch in diesem Jahr erfolgt ein weiterer Besatz – Ende Oktober werden 2000 Schneider in Nüst und Haune gelassen.

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news-2097 Fri, 15 Oct 2021 17:47:19 +0200 „Glasarche 3“ ist im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön angekommen – Eröffnung auf Point Alpha mit Bodo Ramelow https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/glasarche-3-ist-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-angekommen-eroeffnung-auf-point-alpha-mit-bodo/ Die Verantwortung für den Schutz und Erhalt der Natur über Ländergrenzen hinweg in die Hand nehmen: Mit rund 100 Gästen, darunter Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, ist auf Point Alpha das Kunstwerk „Glasarche 3“ eröffnet worden, das die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sowie die Point Alpha Stiftung anlässlich 30 Jahren Biosphärenreservat in die Rhön geholt haben. Die Glasarche als Symbol für die Zerbrechlichkeit der Natur wird bis Ende Januar 2022 auf Point Alpha stehen. „32 Jahre nach Mauerfall und Grenzöffnung steht das Kunstwerk da, wo einst der Eiserne Vorhang unser Land und ganz Europa auf das Schmerzlichste trennte“, sagte Ramelow. „Aus dem ehemaligen Grenzgebiet ist Deutschlands grüne Mitte geworden, aus dem Todesstreifen das Grüne Band. Darüber bin ich glücklich und unendlich dankbar.“ Die Rhön als einzigartige Naturlandschaft sei damals wieder ein Ganzes geworden. „So stehen 30 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat Rhön auch für drei Jahrzehnte gelebte Wiedervereinigung und für eine nachhaltige Entwicklung von Mensch und Natur im Einklang.“

Die „Glasarche 3“ ist ein Gemeinschaftswerk von Ronald Fischer, Stefan Stangl, Jo Joachimsthaler und Alexander Wallner sowie Sergyi Dyschlevyy und Christian Schmidt. Letzterer formte mit Thüringer Holz eine fünf Meter große menschliche Hand, die die imposante Arche aus Glas trägt. In leicht geneigter Position verdeutlicht das Glas-Holz-Ensemble, dass die Bewahrung der Natur- und Kulturlandschaft in Menschenhand liegt. „Der Standort auf dem ehemaligen Todesstreifen ist bewusst gewählt. Neben der Zerbrechlichkeit der Natur können wir hier mit der Arche auch die Fragilität unseres demokratischen Systems und unseres Menschseins in den Blick nehmen“, sagte Sebastian Leitsch, Geschäftsführer der Point Alpha Stiftung, der die Gäste im Haus auf der Grenze begrüßte. Unter ihnen waren die Fuldaer Kreisbeigeordnete Mechthild Klee, die dem Biosphärenreservat Glückwünsche im Namen aller Rhön-Landkreise überbrachte, Bürgermeisterin Manuela Henkel und der Rasdorfer Bürgermeister Jürgen Hahn, die Hessischen Einheitsbotschafter Vera Vogt und Max Dudyka sowie zahlreiche Freunde des Biosphärenreservats und Familien, die das Kunstwerk kennenlernen wollten. Rainer Helms, Vorsitzender des Landschaftspflegevereins Mittleres Elstertal, erzählte vor Ort die Entstehungsgeschichte der „Glasarche 3“, die in der Rhön ihre mittlerweile 40. Station gefunden hat.

Passagiere: Rhönschaf, Silberdistel, Rotmilan

Die VerwaltungstellenleiterInnen des Biosphärenreservats Ulrike Schade (Thüringen), Torsten Raab (Hessen) und Michael Geier (Bayern) verglichen die Symbolik des Kunstwerks mit dem Auftrag und den Zielen im Biosphärenreservat. „Die Anerkennung durch die UNESCO war im Jahr 1991 die Schiffstaufe unserer Biosphärenarche“, sagte Torsten Raab. Das Biosphärenreservat habe einen ganz ähnlichen Auftrag wie Noah in der Schöpfungsgeschichte: Den gemeinsamen Fortbestand von Mensch und Natur für die Zukunft zu sichern. Seit 30 Jahren werde nun die Biosphärenarche beladen, ergänzte Michael Geier – ohne Aufnahmestopp. Rhönschaf, Rotmilan, Rhönquellschnecke, Silberdistel und Orchideen sind nur einige Beispiele für die unzähligen schützenswerten Arten an Bord. Genauso, wie die Glasarche nicht nur ein Natur-, sondern ein Handwerksprodukt ist, gehe es auch im Biosphärenreservat um das Zusammenspiel von Mensch und Natur. „Deshalb sitzen auf unserer Arche auch alle Rhönerinnen und Rhöner – von den Rhönschäferinnen und -schäfern über die unzähligen Ehrenamtlichen, die sich für das Biosphärenreservat engagieren, bis hin zu den Gastronominnen und Gastronomen, die unter Deck in der Küche für die Verpflegung der Besatzung sorgen.“

„Das nächste Ziel, das wir ansteuern, ist die Bewahrung klimasensibler Arten“, sagte Ulrike Schade. Der Klimawandel sei zwar keine apokalyptische Sintflut, bringe die Biosphärenarche aber doch in starke Turbulenzen. „Um diese zu überstehen, ist es unumgänglich, dass wir gemeinsam Anpassungsstrategien finden und umsetzen. Den Kurs zu halten geht aber nur, wenn alle Rhönerinnen und Rhöner mit im Boot sitzen.“ Schade dankte allen, die in den vergangenen 30 Jahren das Ruder mit in die Hand genommen haben.  

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news-2095 Mon, 11 Oct 2021 10:50:00 +0200 Ein Jahr Peru: Zwei junge Rhönerinnen reisen für Freiwilligendienst in Partner-Biosphärenreservat https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/ein-jahr-peru-zwei-junge-rhoenerinnen-reisen-fuer-freiwilligendienst-in-partner-biosphaerenreservat/ Einmal um die Welt: Für die beiden Rhönerinnen Lena Gräfenschnell (18) und Maja Büttner (19) aus Bad Neustadt geht es am 17. Oktober für ein Jahr nach Peru. Im Rahmen des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „weltwärts“ werden sie im Biosphärenreservat Oxapampa-Ashanika-Yanesha – kurz: BIOAY – eingesetzt. Dort, im neuen Partnerreservat des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, helfen sie in der Verwaltung und in einer Schule mit. Im Mai hatten die UNESCO-Biosphärenreservate Rhön und BIOAY eine Partnerschaft unterzeichnet. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit konnte die Bayerische Verwaltung zwei Freiwillige aus der Rhön für Projektstellen von „weltwärts“ vermitteln. Die Entscheidung, nach dem Abitur ein Jahr ins 10.000 Kilometer entfernte Peru zu reisen, haben Lena Gräfenschnell und Maja Büttner ganz spontan getroffen. Als sie im Sommer durch Zufall auf den Freiwilligendienst im BIOAY aufmerksam wurden, „war das genau das Richtige für uns“. In Bad Neustadt sind die beiden keine Unbekannten: Sie organisieren dort die Ortsgruppe der weltweiten Bewegung „Fridays for Future“ mit.

Für beide war es klar, dass sie sich nach der Schulzeit „irgendwo für etwas Sinnvolles und für Nachhaltigkeit“ engagieren wollen. „Klimaschutz zum Beispiel ist für mich eine Herzensangelegenheit“, sagt Maja Büttner (19), die plant, später Medizin zu studieren. Sie ist am Bereich Forschung interessiert und kann sich für die Zukunft etwa ein Engagement bei „Ärzte ohne Grenzen“ vorstellen. Auch Lena Gräfenschnell (18) möchte studieren – sie interessiert sich für Ethnologie und Philosophie, die Themen Umwelt, Menschenrechte und humanitäre Hilfe. „Es geht um das Ziel: Meine Tatkraft auf etwas lenken zu können, hinter dem ich stehe und mit dem ich etwas bewegen kann.“

Das wollen beide nun in einem UNESCO-Biosphärenreservat tun, in dem die Umstände anders sind als in der Rhön. Die Freiwilligen arbeiten hier aktiv daran mit, funktionierende nachhaltige Strukturen aufzubauen – ob im Bereich Tourismus, Landwirtschaft, Naturschutz oder Bildung. Ob der Auslandseinsatz stattfinden kann, stand allerdings erst mal in den Sternen. Wegen Corona war lange nicht klar, ob Visa ausgestellt werden. Vor ein paar Wochen kam dann aber grünes Licht: Am 17. Oktober kann es losgehen. Die beiden sind vor allem gespannt auf die neue Kultur und die Menschen, die sie erwarten. Auf ihren Aufenthalt sind die Jugendlichen mit einem 8-tägigen Präsenzseminar und zwei digitalen Seminarabenden vorbereitet worden.

In Peru werden die Bad Neustädterinnen etwa vier Stunden voneinander entfernt wohnen. Eine der beiden Einsatzstellen ist die Biosphärenreservatverwaltung in Oxapampa. Hier wird Maja Büttner die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit sowie im Programm „Nachhaltige Gemeinden“ unterstützen. Lena Gräfenschnell wird in einer staatlichen Sekundarschule beim Englischunterricht und im schulischen Gemüsegarten mithelfen. Auch die Mitarbeit in der Umweltbildung, an Aufforstungsaktionen oder an Aktionen zur Förderung des Tourismus ist möglich.

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news-2096 Thu, 07 Oct 2021 14:39:43 +0200 Einsatz für den Erhalt von Rotem und Schwarzem Moor: Freiwillige trotzen Wind und Wetter https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/einsatz-fuer-den-erhalt-von-rotem-und-schwarzem-moor-freiwillige-trotzen-wind-und-wetter/ Wer sich in den vergangenen Tagen von dem vielen Regen nicht hat stören lassen und einen Ausflug ins Rote Moor unternommen hat, dem sind dort vielleicht abseits des Bohlenpfads Arbeiterinnen und Arbeiter in Bereichen aufgefallen, die eigentlich nicht betreten werden dürfen. Bis zum Freitag sind dort wieder Freiwillige aus dem Bergwaldprojekt e. V. im Einsatz, die im Legmoorbereich der ehemals abgetorften Fläche Gehölze entfernen und damit einen wichtigen Beitrag zur Wiedervernässung und zur Offenhaltung leisten. In der kommenden Woche ist dann das Schwarze Moor an der Reihe. Dass im Sommer und Herbst Ehrenamtliche aus ganz Deutschland ins UNESCO-Biosphärenreservat Rhön kommen, um bei Naturschutzmaßnahmen zu helfen, hat mittlerweile Tradition. Das Bergwaldprojekt e. V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich mehr als 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die an über 70 Einsatzorten rund 140 Projektwochen absolvieren. Schwerpunkte der Arbeiten sind neben Biotop- und Artenschutz auch Waldumbau und -pflege sowie Moorwiedervernässungen.

In Hessen werden sie jedes Jahr von Jan Knittel, Ranger bei der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats, betreut. „Der Erhalt der Biotop- und Artenvielfalt erfordert immer auch die konkrete Arbeit vor Ort. Die Freiwilligen leisten hier mit ihrem persönlichen Einsatz einen ganz konkreten Beitrag zum Erhalt dieses wertvollen Ökosystems“, sagt Knittel. "Wir hoffen, dass sich durch diese Maßnahmen auch schnell wieder Arten wie Bekassiene und Co. hier ansiedeln." Bereits im August wurden im Moor Freiflächen gemäht, Mähgut abtransportiert und Teufelsabbisse gepflanzt – die überlebenswichtige Futterpflanze des Skabiosen-Scheckenfalters, der außerhalb der Rhön nur noch in wenigen Gebieten Deutschlands zu finden ist. In dieser Woche hat sich eine neue Gruppe an das Entfernen von Gehölzen gemacht, um die wichtigen Freiflächen zu erhalten. Der Großteil der Arbeit passiert per Hand – vor allem bei dem Regen der vergangenen Tage und den kühlen Temperaturen war das eine Herausforderung. Der Motivation der Ehrenamtlichen – diese kommen unter anderem aus Berlin, Dresden und Frankfurt – und ihrem Betreuer Philipp Fritz vom Bergwaldprojekt e. V. tat das keinen Abbruch. Einige von ihnen sind dieses Jahr sogar schon zum wiederholten Male für das Projekt im Einsatz.

In der kommenden Woche macht sich auf bayerischer Seite eine neue Gruppe im Schwarzen Moor an die Arbeit. Im Rahmen des Bergwaldprojekts werden alte Querbauwerke am Ostrand des Moores saniert, die in die Jahre gekommen sind. Diese sollen bewirken, dass der Wasserabfluss aus dem Hochmoorkörper verzögert beziehungsweise ganz verhindert wird. Es werden neue Eichenbohlen eingezogen, und die Bauwerke werden mit Grassoden abgedichtet. Die Aktion erfolgt in Kooperation mit der Wildland-Stiftung Bayern und dem Landschaftspflegeverband Rhön-Grabfeld.

Untergebracht sind die Helferinnen und Helfer auf dem Spielgelshof in Ehrenberg-Melperts. Eine eigene Köchin kümmert sich mit vegetarischer Vollwertkost – mit möglichst regionalen und saisonalen Zutaten – um die Verpflegung der Gruppen.

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news-2093 Tue, 05 Oct 2021 14:32:24 +0200 Lücke in Lebensmittelversorgung wird geschlossen: Mini-Supermarkt in Zella/Rhön kann gebaut werden https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/luecke-in-lebensmittelversorgung-wird-geschlossen-mini-supermarkt-in-zellarhoen-kann-gebaut-werden/ Tolle Nachrichten für die Gemeinde Dermbach im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön: Dank großer Teilnahme aus der Bevölkerung kann im Ortsteil Zella/Rhön ein Mini-Supermarkt als Genossenschaftsprojekt gebaut werden. Die für eine Umsetzung notwendige Zahl von 300 Anteilen ist mit 426 Teilhaberinnen und Teilhabern und insgesamt 456 Anteilen (Stand 5. Oktober, weitere 100 Anfragen werden noch bearbeitet) weit übertroffen worden. Somit kann das Vorhaben des Mini-Supermarkts, genannt „Tante Enso“, an der Ecke Goethestraße/Neue Straße/Gläserblick, gemeinsam mit der zuständigen ENSO eCommerce GmbH in die Umsetzungsphase gehen. „Wir freuen uns über die riesige Unterstützung. Diese gibt uns dahingehend Recht, dass es notwendig war, das Thema Nahversorgung für unsere Orte anzugehen“, erklären die Ortsteilbürgermeister Marcel Schumann (Zella/Rhön) und Markus Gerstung (Brunnhartshausen). Grundlage für den Bau des Marktes, der rund um die Uhr geöffnet haben und eine Lücke in der Lebensmittelversorgung im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rön schließen soll, ist das Mitspracherecht der Genossenschaft und der Bevölkerung – vor allem, was das Sortiment, zusätzliche Dienstleistungen und die mit Personal besetzten regulären Öffnungszeiten betrifft. „Es ist unserer Meinung nach wichtig, die Menschen mitzunehmen und regelmäßig über die wichtigsten Details zu informieren.“

Noch in dieser Woche sollen Planungsgespräche mit der GmbH geführt werden. Ein erster Schritt ist die Gründung einer Arbeitsgruppe von 30 Personen, die die Gemeinde repräsentieren. „Alle Orte, die verschiedenen Interessen und die unterschiedlichen Altersgruppen sollen miteinbezogen werden“, sagt Schumann. Auch bürokratische Hürden gilt es, zu überwinden – zum Beispiel die Erstellung eines Kaufvertrags für das Grundstück. „Insgesamt können wir sagen: Es gibt viel zu tun, und wir hoffen, dass wir gemeinsam in dieser unruhigen Zeit ein solch großes Projekt hinbekommen! Dass wir so etwas können, haben wir in der Vergangenheit schon bewiesen.“

Bei der Gestaltung des Markts können alle Interessierten mitwirken. Auf der Webseite der ENSO eCommerce GmbH, auf der dauerhaft über den aktuellen Stand der Planungen und später auch den Baufortschritt informiert wird, kann ein Fragebogen ausgefüllt werden.

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news-2090 Fri, 01 Oct 2021 12:21:46 +0200 25.700 Euro für Besucherlenkungskonzept zum Erlebnis Biosphäre in der Thüringer Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/25700-euro-fuer-besucherlenkungskonzept-zum-erlebnis-biosphaere-in-der-thueringer-rhoen/ Im Jagdschloss Fasanerie Hermannsfeld trafen sich kürzlich Aktive aus den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis, die mit dem Wanderwegenetz der Region verbunden sind. Im Mittelpunkt stand das Vorhaben „ERLEBENs-Raum UNESCO Biosphärenreservat Rhön – Standortkonzept zur nachhaltigen Besucherlenkung – Thüringer Rhön“. Pressemitteilung des Rhönforum e. V.

Seit 2019 hat das Rhönforum e. V. die Aufgaben der Steuerung eines Wanderkompetenznetzwerkes Rhön auf der Grundlage der „Touristische Wanderwegekonzeption Thüringen 2025“ übernommen. Im Netzwerk sind alle wichtigen Partnerinnen und Partner für den Aktivtourismus vertreten: ehrenamtliche Wandervereine wie der Rhönklub, ThüringenForst, die Landkreise Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis, die Rhön GmbH, die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sowie weitere Partner. In diesem Gremium wurden und werden immer wieder erhebliche Defizite in der Qualität der Infrastruktur, aber auch bei der Kommunikation/Kooperation und innerhalb der Besucherlenkung in der Region festgestellt. Diese Defizite wurden durch die Corona-Pandemiezeit verstärkt. Zunehmender Nutzungsdruck besonders an beliebten Ausflugszielen oder in Naturschutzgebieten innerhalb des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön zeigt bereits deutlich negative Konsequenzen und Beeinträchtigungen in bestimmten Teilregionen.

Dem gegenüber stehen aufwendig angelegte, aber noch zu wenig bekannte und genutzte Angebote. Der Aktivtourismus in der Thüringer Rhön ist bei der An- und Abreise zudem nahezu ausschließlich vom motorisierten Individualverkehr geprägt. Bestehende, touristisch nutzbare ÖPNV-Angebote sind ebenfalls kaum bekannt und werden zu wenig in Anspruch genommen. Aus diesem Grund ist die Erarbeitung eines Besucherlenkungskonzept geplant – mit dem Fokus nachhaltiges Erlebnis BIOSPHÄRE sowohl für Aktivtouristen und als auch für Naturfreundinnen und -freunde. Im Ergebnis des Konzeptes soll modellhaft für die Thüringer Rhön das Biosphärenreservatsgebiet eine Ausstattung mit attraktiven, gebietstypischen Besucherlenkungselementen auf den Weg gebracht werden. Die Besucherströme sollen in der Gesamtrhön so gelenkt werden, dass einseitiger, unverträglicher Nutzungsdruck vermieden wird. Ebenfalls steht die Kommunikation der ÖPNV-Möglichkeiten in Verbindung mit Wanderparkplätzen auf der Agenda.

Besucherlenkung auch für neue Familienwanderwege – Bescheidübergabe am Wildtierpfad

Vor der Beratung des Wanderkompetenznetzwerkes Rhön überreichte Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, im Auftrag des Thüringer Umweltministeriums den Förderbescheid für das Besucherlenkungskonzept an den Rhönforum e. V. in Höhe von 25.704 Euro – vertreten durch die stellvertretende Rhönforum-Vorsitzende Landrätin Peggy Greiser (Landkreis Schmalkalden-Meiningen). Das Vorhaben gehört zu den Projekten des Förderprogramms „Investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung in den Nationalen Naturlandschaften Thüringens“, kurz: „Nachhaltigkeitsbudget“, die in diesem Jahr in der Thüringer Rhön umgesetzt werden. Nach der bereits erfolgten Ausschreibung wird die Erarbeitung des Konzeptes durch das Büro von Erik Hanf aus Kassel erfolgen. Hanf hat Thüringer Wurzeln und kennt die Region bereits von anderen Projekten.

Als Standort des Treffens und der Bescheidübergabe wurde bewusst das Jagdschloss Fasanerie Hermannsfeld gewählt. Hier verläuft einer der 13 neuen Familienwanderwege – der Wildtierpfad, der demnächst eröffnet werden soll. Dabei soll die Besucherlenkung auch hier von Anfang an beachtet werden. Aktuell wird am Wanderweg die Markierung vervollständigt. Schon jetzt lohnt ein Ausflug. Dort ist z. B. die Beobachtung von Wildtieren in den großzügig angelegten Gehegen möglich. Ebenfalls kann man sich im Jagdschloss gastronomisch verwöhnen lassen.

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news-2088 Thu, 30 Sep 2021 14:02:00 +0200 Auf der Suche nach Silber- und Golddistel: Rhönerinnen und Rhöner sind gefragt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/auf-der-suche-nach-silber-und-golddistel-rhoenerinnen-und-rhoener-sind-gefragt/ Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön zeichnet sich durch seine einzigartige, über die Jahrhunderte entstandene Kulturlandschaft aus. Wiesen und Weiden prägen das „Land der offenen Fernen“ und bringen durch ihre vielfältigen Landschaftsstrukturen eine hohe Artenvielfalt mit sich. „Tierische Land-schaftspfleger“ wie Rhönschafe sorgen dafür, dass die offenen Flächen erhal-ten bleiben. Doch was dem Rhönschaf nicht schmeckt, frisst es nicht – zum Glück, muss man im Falle von Silberdistel und Golddistel sagen. Um eine Über-sicht über die Verbreitung dieser Pflanzen in der Rhön zu bekommen, sind alle Bürgerinnen und Bürger ab dem 1. Oktober aufgerufen, Beobachtungen der beiden Arten zu melden. Die Silberdistel (Carlina acaulis) gilt als Charakterpflanze der Rhön und wird daher vielerorts auch Rhöndistel genannt. Sie hat einen silbrig-weiß glänzenden, strohigen Blütenkopf mit einem Durchmesser von bis zu 10 cm. Die Blätter wachsen in einer Rosette, sind tief eingeschnitten und haben an den Spitzen kleine, stechende Dornen. Einige Exemplare haben einen roten Stängel mit bis zu 40 cm Länge, während andere stängellos auf dem Boden aufliegen. Die Silberdistel ist vor allem auf beweideten Magerrasen, an besonnten Hängen und den Rändern von Gebüschen zu finden. Im vertrockneten Zustand kann sie mit der Stängellosen Kratzdistel verwechselt werden – diese hat im Gegensatz zur Silberdistel aber keinen roten Stängel.

Die Golddistel (Carlina vulgaris) hat goldgelb glänzende, strohige Blütenköpfe von ca. 2 cm Durchmesser, von denen an einem Stängel mehrere zu finden sein können. Im Winter können die Blütenköpfe auch braun erscheinen. Die Laubblätter verteilen sich entlang des Stängels und sind wellig und stachelhaarig. Auch die Golddistel ist auf Magerrasen zu finden, wobei diese nicht unbedingt beweidet sein müssen. Außerdem ist sie an Weg- und Waldrändern sowie auf Bergweiden zu finden.

Da die Landschaft im Spätsommer schon recht arm an blühenden Pflanzen ist, haben Silberdistel und Golddistel mit ihrer späten Blühzeit von Juli bis September eine große Bedeutung als Nektarpflanzen für viele Insekten. Im trockenen Zustand bleiben die beiden Arten bis ins nächste Frühjahr hinein stehen, weswegen man sie auch noch spät im Jahr beobachten kann. An feuchten Tagen schließen sich die Hüllblätter der beiden „Wetterdisteln“, während an trockenen Tagen die komplette Blütenpracht erkennbar ist. Beide Arten gelten als Magerkeitszeiger und deuten auf wertvolle kulturell geprägte Lebensräume hin, in denen es auch weitere seltene Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen gibt. Vor allem auf beweideten Flächen können sich die beiden Distelarten ausbreiten, da Rhönschafe und andere Weidetiere sie aufgrund ihrer stacheligen Blätter stehen lassen. Regelmäßige Düngung oder Mahd hingegen würde dazu führen, dass Silberdistel und Golddistel von einer Fläche verschwinden.

Jeder Fund ist hilfreich

Um herauszufinden, wie die beiden besonderen Distelarten im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön verbreitet sind, ist die Bayerische Verwaltung des Biosphärenreservats auf Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Vom 1. Oktober bis zum 30. November können Beobachtungen mit möglichst genauem Fundort und Funddatum, Anzahl der Pflanzen und – wenn möglich – mit einem Foto an die Verwaltung gesendet werden:

Tina Bauer (M.Sc. Biodiversität und Umweltbildung) und Pia Bergknecht (Studentin B. Eng. Umweltsicherung)

Bayerische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön

Oberwaldbehrunger Straße 4, 97656 Oberelsbach

Tel.: +49 (931) 380-1673 (montags bis donnerstags von  8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 14 Uh)

E-Mail: artmeldungen@reg-ufr.bayern.de 

Wenn Käfer oder andere Insekten auf den Disteln entdeckt werden, freuen sich die Projektverantwortlichen ebenfalls über Fotos.

Wichtig: Silber- und Golddistel stehen – wie viele Pflanzen in der Rhön – unter Schutz. Bitte pflücken Sie keine Pflanzen und bleiben Sie beim Suchen auf den Wegen.  

Alle Beobachtungen werden nur zum Zwecke der Artenverteilung gesammelt und anonymisiert ausgewertet. 

Steckbriefe der beiden Arten finden Sie hier.

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news-2083 Tue, 28 Sep 2021 09:00:00 +0200 Baumwartausbildung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön startet im November https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/baumwartausbildung-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-startet-im-november/ Dem Kulturerbe Streuobst in der Rhön eine Zukunft geben – das ist das gemeinsame Ziel der Rhöner Apfelinitiative e. V. und der Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Die Verwaltungen fördern ab November 2021 länderübergreifend eine zweijährige Ausbildung zum/zur Baumwart/in, Bewerbungen sind ab sofort möglich. Los geht es am 26. November mit dem ersten Modul „Winterschnitt am Altbaum“. Mit der Durchführung der Ausbildung ist die Rhöner Apfelinitiative beauftragt worden. Seit mehr als 25 Jahren ist der Verein Dachorganisation für alle, denen die Rhöner Streuobstwiesen mit ihren Apfelbeständen am Herzen liegen. „Im Aufbau einer neuen Generation Baumwartinnen und Baumwarte sehen wir eine Chance, den als immaterielles Kulturgut anerkannten Streuobstanbau im UNESCO-Biosphärenreservat und damit auch Streuobstwiesen als wertvolle Hotspots der biologischen Vielfalt langfristig zu erhalten“, erklärt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung, die die Ausbildung federführend organisiert. Viele der heutigen Bestände seien überaltert und von Misteln befallen, erklärt Antje Schwanke, Geschäftsführerin der Apfelinitiative. „Noch dazu zieht sich die ältere Generation mehr und mehr zurück, und den Nachrückenden fehlt es oft an grundlegendem Wissen.“ Gemeinsames Ziel des Vereins und der Biosphärenreservatverwaltungen ist es daher, langfristig ein Netzwerk aus Baumwartinnen und Baumwarten aufzubauen, die sich länderübergreifend um das bestehende Streuobstpotential kümmern, sich austauschen und als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fungieren.

Erster Termin ist am 26. November 2021, die Abschlussprüfung ist für November 2023 geplant. Das erste Jahr bietet eine intensive Einführung in Schnitt und Pflege von Streuobstbäumen, das zweite Jahr dient zur Vertiefung und Erweiterung des Wissens. Die Ausbildung umfasst neun Wochenendmodule über zwei Vegetationsperioden mit insgesamt 135 Stunden. Diese finden auf Rhöner Streuobstflächen in Bayern, Hessen und Thüringen statt. Themen sind Winterschnitt am Altbaum, Jungbaumerziehung, Baumgesundheit und -pflege, Sommerschnitt am Altbaum, Instandsetzung/Neuanlage von Streuobstwiesen, Veredelung, Perspektiven im Streuobstbau, Pomologie sowie Laub- und Nadelbaum im Reife- und Altersstadium. Mit erfolgreich abgeschlossener Prüfung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.

Bewerbungen bis 22. Oktober

Die Ausbildung richtet sich nicht nur an jene, die bereits Flächen bewirtschaften, sondern an alle Interessierten, die im Streuobstbau beziehungsweise der Baumpflege in der Rhön aktiv werden wollen. Zu beachten ist, dass die Arbeit mit körperlicher Anstrengung verbunden ist. Die Ausbildung wird durch die Biosphärenreservatverwaltungen mitfinanziert, der Eigenanteil liegt bei insgesamt 650 Euro pro Person (pro Wochenende 72 Euro).

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Bewerbungen sind bis zum 22. Oktober 2021 möglich: in schriftlicher Form beim Verein Rhöner Apfelinitiative e. V., Eisenacher Str. 24, 36115 Ehrenberg-Seiferts, alternativ per E-Mail an apfelbuero@rhoenerlebnis.de. Die Bewerbung sollte eine kurze Vorstellung der Person enthalten sowie die Darstellung der Motivation, an der Ausbildung teilzunehmen. Für Rückfragen steht Geschäftsführerin Antje Schwanke zur Verfügung, Telefon (0176) 9858 0604, E-Mail: schwanke.antje@googlemail.com.

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Kulturlandschaft & Naturschutz
news-2072 Sun, 26 Sep 2021 08:56:00 +0200 Rhönschaf-Genießerwochen im September und Oktober – Kochbuch ab sofort erhältlich https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rhoenschaf-geniesserwochen-im-september-und-oktober-kochbuch-ab-sofort-erhaeltlich/ Die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, der Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. (VNLR) und die Rhön GmbH haben es sich zur gemeinsamen Aufgabe gemacht, das Rhönschaf und die Rhönschäferinnen und -schäfer zu unterstützen. Ein Erfolgsprojekt seit 2018: die Rhönschaf-Genießerwochen, die im Herbst 2021 bereits zum vierten Mal stattfinden. Vom 25. September bis zum 17. Oktober steht das Maskottchen der Rhön wieder im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen. Im Jubiläumsjahr des Biosphärenreservats gibt es gleich zwei besondere Highlights. Die Rhön ist nicht nur landschaftlich, sondern auch kulinarisch ein Genuss – eine echte Genussregion eben! Das war nicht immer so: Einst galt die Rhön als arme, karge Gegend, und die Menschen ernährten sich von dem, was sie anbauen, sammeln oder jagen konnten. Einfache Gerichte mit Milch, Kartoffeln und Kraut sowie Mehlspeisen standen auf dem Speiseplan. Etliche dieser Rezepturen sind bis heute überliefert und werden in den Rhöner Gaststätten und Restaurants teils neu interpretiert. Eine der Delikatessen hat sich im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bis heute gehalten: Das Rhönschaf, von dessen Fleisch bereits Napoleon begeistert war. Das Schaf, das heute als Maskottchen der Rhön gilt, hat eine bewegte Geschichte hinter sich und galt in der Region zwischenzeitlich fast als ausgestorben. Dank zahlreicher Initiativen im Biosphärenreservat prägt es heute wieder das Landschaftsbild der Region. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege und somit zum Erhalt der Rhöner Kulturlandschaft.

Die wertvolle, aber auch harte Arbeit der Schäferinnen und Schäfer, die Bedeutung von Beweidung im Naturschutz und die besondere Geschichte des Rhönschafs steht während der Rhönschaf-Genießerwochen vom 25. September bis zum 17. Oktober wieder im Fokus. Zahlreiche Partnerbetriebe aus dem Netzwerk der Dachmarke Rhön haben für die Aktionswochen besondere Übernachtungs- und Genussangebote kreiert. Denn Genuss gehört untrennbar zum Rhönschaf. Auf seiner Tour durch die Rhön verputzt der wollige Landschaftspfleger zahlreiche Wildkräuter. Das macht sich auch im Geschmack bemerkbar, der sich auch aufgrund des geringen Fettanteils eher dem Wild zuordnen lässt. Und die Rhöner Köchinnen und Köche verstehen es, aus dem Fleisch wunderbare Kreationen zu zaubern.

Genießerkochbuch ab dem 25. September im Handel

Ihre Lieblingsrezepte wollen die Rhönschäferinnen und -schäfer und die Gastronomiebetriebe in diesem Jahr mit der Rhön und der Welt teilen. Ganz individuelle Kreationen haben sie Janet Emig vom Verein Natur- und Lebensraum Rhön und Martina Klüber-Wibelitz von der Abteilung Dachmarke bei der Rhön GmbH verraten. Insgesamt 29 Rezepte und einen Picknick-Tipp haben die beiden Organisatorinnen der Rhönschaf-Genießerwochen zusammengetragen – entstanden ist das „Rhönschaf-Genießerkochbuch“. „Das Kochbuch ist für uns das absolute Highlight in diesem Jahr – ein tolles Geschenk an uns selbst zu 30 Jahren UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, die wir in diesem Jahr feiern“, freut sich Janet Emig. Von der Rhönschaf-Bratwurst über den Hirtenfladen bis hin zum Sterne-Gericht, von schnell gemacht bis elegant gezaubert: Die Rezepte sind vielfältig – nicht nur hinsichtlich Aufwand und Schwierigkeitsgrad, sondern auch, was die ganzheitliche Verwendung des Schafes angeht. Natürlich gibt es auch umfangreiche Tipps zu passenden Beilagen, und die Schäferinnen und Schäfer sowie die Betriebe werden ausführlich vorgestellt. „In den Rezepten, aber auch in der Publikation stecken viel Mühe und Herzblut. Entstanden ist ein hochwertiges Produkt, das es bisher so in der Rhön noch nicht gab“, betont Emig. Herausgegeben wird das Buch von der Rhön GmbH, dem Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. und der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats in Kooperation mit der Druckerei Mack aus Mellrichstadt.

Das „Rhönschaf-Genießerkochbuch“ ist ab dem 25. September 2021 für 19,80 Euro im Buchhandel und an weiteren regionalen Verkaufsstellen wie zum Beispiel in den Tourist-Informationen in Bad Kissingen, Bad Neustadt, auf dem Kreuzberg und der Wasserkuppe sowie im RhönLaden im Biosphärenzentrum Rhön „Haus der Schwarzen Berge“ in Wildflecken-Oberbach erhältlich. Weitere Verkaufsstellen finden Sie hier.

Erstmals E-Bike-Tour zum Thema Rhönschaf

Eine weitere Neuheit, die in diesem Jahr das Programm perfekt ergänzt, aber als Angebot auch über die Aktionswochen hinaus bestehen bleiben wird, ist eine E-Bike-Tour zum Thema Rhönschaf. Diese wurde von Studierenden der Hotelfachschule der Eduard-Stieler-Schule Fulda im Rahmen ihrer Abschlussarbeit konzipiert und im Frühjahr 2021 präsentiert. Die Thementour beginnt auf der Wasserkuppe, führt über Wüstensachsen, Melperts, Seiferts und Birx bis zur Hochrhönstraße am Schwarzen Moor. Vom Moor geht es bis nach Bischofsheim, weiter nach Gersfeld und zurück zur Wasserkuppe. Auf dem Weg liegen Betriebe und Läden, die Rhönschaf-Produkte anbieten, Schäfereien – und natürlich Rhönschaf-Weideflächen. „Mit dem Angebot begegnen wir einem steigenden Trend“, sagt Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats. „E-Bike-Touren durch die Rhön werden immer beliebter und die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten nimmt weiter zu.“ Auf der Tour können E-Bike-Fans die Rhön und ihr Schaf nach Belieben und auf eigene Faust erkunden. Mit 56 Kilometern und einer Dauer von etwa 4,5 Stunden ist die Tour eher anspruchsvoll und für geübte Fahrerinnen und Fahrer geeignet. 

Die E-Bike-Tour finden Sie hier.

Das Programm der Genießerwochen und Infos zum Kochbuch finden Sie hier.

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VNLR
news-2086 Tue, 21 Sep 2021 17:06:10 +0200 Jugendliche aus ganz Deutschland bereiten sich in der Rhön auf Freiwilligendienste in Peru und Indien vor https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/jugendliche-aus-ganz-deutschland-bereiten-sich-in-der-rhoen-auf-freiwilligendienste-in-peru-und-indie/ In die Welt hinaus und sich in vielfältigen Bereichen engagieren: Mehr als 30 junge Menschen aus ganz Deutschland haben sich im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön getroffen, um sich auf ihren Auslandsaufenthalt im Rahmen des „weltwärts“-Freiwilligendienstes vorzubereiten. Unter ihnen sind auch zwei junge Rhönerinnen, die im Oktober in das neue Partner-Biosphärenreservat BIOAY in Peru reisen werden. In Vorträgen und Exkursionen haben die Entsendeten Ziele und Aufgaben eines Biosphärenreservats am Beispiel der Rhön kennengelernt. Das „weltwärts“-Programm wurde 2008 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen. Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst richtet sich an junge Menschen aus Deutschland, die sich in einem Land Asiens, Afrikas, Lateinamerikas, Ozeaniens oder Osteuropas engagieren möchten. Zur Vorbereitung des in diesem Jahr startenden Einsatzes trafen sich „weltwärts“-Freiwillige in der Umweltbildungsstätte Oberelsbach. Unter dem Thema „Ziele und Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung“ gab Lisa Knur, Forschungskoordinatorin bei der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in das MAB-Programm der UNESCO sowie in die Aufgaben, Ziele und Besonderheiten von Großschutzgebieten und der beiden Biosphärenreservate Rhön und Asháninka-Yánesha (BIOAY) in Peru. Diese hatten im Mai eine Partnerschaft zum Thema nachhaltige Landnutzung unterzeichnet.

Ein Teil der Freiwilligen wird nach Indien reisen, für die meisten geht es aber nach Peru. Fünf von ihnen werden im Partnerreservat BIOAY eingesetzt. Im Rahmen der Partnerschaft hatte die Bayerische Verwaltung daran mitgewirkt, dass auch zwei Rhönerinnen für die Projektstellen von „weltwärts“ im BIOAY gefunden und vermittelt werden konnten. Sie reisen Mitte Oktober nach Peru und waren nun zum Vorbereitungsseminar in Oberelsbach dabei, das die Bayerische Verwaltung für die Entsendeorganisationen Ecoselva organisiert hatte. Ecoselva plant „weltweit“-Einsätze in den Partnerländern, betreut die Freiwilligen vor Ort und bereitet sie auf ihren Auslandsaufenthalt vor. Zudem werden Freiwillige aus Peru und Indien nach Deutschland vermittelt – einige waren am Seminartag in der Rhön dabei, darunter auch ein Freiwilliger aus dem BIOAY.

Nach der theoretischen Einführung lernten die Teilnehmenden die Rhöner Kulturlandschaft kennen. Bei einer Exkursion in die Kernzone „Steinkopf“ im Naturschutzgebiet Lange Rhön ging es unter anderem um Unterschiede von Rhöner Wäldern und Urwäldern in den Tropen, die Folgen von Abholzung sowie um die problematischen Auswirkungen von Monokulturen auf die Struktur- und Artenvielfalt.

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Wissen Mensch Natur BRRhoen-BY
news-2081 Fri, 17 Sep 2021 15:00:00 +0200 Die Rhön zeigt, wie's geht: Erfolgreiche Projekte und Zukunftsideen bei länderübergreifender Biosphärentagung vorgestellt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/die-rhoen-zeigt-wies-geht-erfolgreiche-projekte-und-zukunftsideen-bei-laenderuebergreifender-biosphae/ Erfolgreiche Projekte zur nachhaltigen Entwicklung im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – zu diesem Thema haben sich am Freitag auf Einladung der Thüringer Verwaltung rund 140 Gäste auf der Biosphärentagung in der Schlosshalle in Dermbach ausgetauscht. Die Tagung stand dabei ganz im Zeichen des Jubiläums: Zu 30 Jahren UNESCO-Biosphärenreservat wurde ein Magazin vorgestellt, und erstmals war der eigens komponierte Biosphärensong „Geliebte Rhön“ zu hören. „Mensch. Natur. Einklang.“ – das Rhöner Jubiläumsmotto macht deutlich, dass es in UNESCO-Biosphärenreservaten als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung um mehr als Natur- und Artenschutz geht. Auch in der Rhön ist eine wirtschaftliche Entwicklung mit regionalen, ökologischen und sozialen Schwerpunkten das Ziel. Um erfolgreiche Beispiele und zukunftsweisende Ideen drehte sich daher die diesjährige Biosphärentagung. 

„Von der Vermarktung regionaler Produkte über Angebote zum nachhaltigen Tourismus bis zu Projekten zur klimafreundlichen Mobilität – in der Rhön gibt es vielfältige Ideen, um die Schönheit der Natur zu wahren und gleichzeitig die nachhaltige Entwicklung der Region voranzubringen. Ich freue mich, dass wir gerade in diesem Jahr mit unserem Förderprogramm dazu viele Projekte unterstützen oder anschieben konnten“, sagte Umweltstaatssekretär Olaf Möller zur Tagungseröffnung.

Weitere Grußworte sprachen Dermbachs Bürgermeister Thomas Hugk, Reinhard Krebs, Landrat des Wartburgkreises, und Daniel Klee als Koordinator der Kreisentwicklung im Landratsamt Schmalkalden Meiningen in Vertretung von Landrätin Peggy Greiser.

Starthilfe, Jugend und Tourismus

Von der Rhön als Wirtschaftsregion sprach Joanna Izdebski, Geschäftsführerin der TGF Schmalkalden/Dermbach GmbH. Hauptaufgabe der TGF als regionales Wirtschaftsförderungsinstrument ist es, Start-ups und künftige Gründerinnen und Gründer auf ihrem Weg zu finanzstarken, eigenständigen Unternehmen zu begleiten. Unterstützung erhalten die Jungunternehmen zum Beispiel durch Beratung, Vermietung von Gewerbeflächen, Kooperationsvermittlung sowie Einbeziehung in Projekte und Netzwerke.

Nachhaltige Jugendarbeit in der Thüringer Rhön thematisierten Julia Wegener und Daniela Tischendorf vom Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa e. V. Die dezentrale Kinder-und Jugendarbeit auf den Dörfern ist besonders wichtig für die Verbundenheit zur Rhön als Heimat. „Die Jugend möchte in ihrer Freizeit mitbestimmen können. Wenn wir dies ermöglichen, sind das perfekte Voraussetzungen dafür, nachhaltige Jugendarbeit durchzuführen. Die junge Generation sollte in der Rhön stets vertreten bleiben“, betonten die Referentinnen.

Um nachhaltigen Tourismus ging es im Vortrag von Bertram Vogel, Geschäftsführer der Rhön GmbH – Gesellschaft für Tourismus und Markenmanagement, die Anfang 2017 die Aufgabe übernommen hat, die Urlaubsregion Rhön zu fördern und die dort hergestellten Produkte zu vermarkten. Wichtiger Bestandteil ist die Abteilung Dachmarke Rhön, die die Zertifizierung mit dem Siegel „Qualität aus dem Biosphärenreservat“ steuert und durchführt. Aktuelle Entwicklungen im Bereich Dachmarke stellte Martina Klüber-Wibelitz vor.

Förderung und Mobilität

Über das Thema Mobilität, genauer gesagt den öffentlichen Nahverkehr im nördlichen Teil der Rhön, sprach Horst Schauerte, Vorstand von Wartburgmobil. „Ziel ist, dass schon die Anreise mit guten Verbindungen auch ohne Auto möglich ist, da in größeren Städten bis zu 40 Prozent entweder kein Auto oder keinen Führerschein haben.“ Hier bietet der „dorfbus“ seit September 2020 Abhilfe. Erstmals sind auch kleinere Orte und Siedlungen ebenso wie touristische Ziele gut und individuell erreichbar. Digitale Angebote erleichtern den Zugang zum Angebot und den Fahrplänen – von der App über die ersten ePaper-Haltestellen bis zum Handyticket.

Erfolgsgeschichten aus der hessischen Rhön – dem LEADER-Fördergebiet Lebensraum Rhön – erzählte Ute Raband, Regionalmanagerin beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. Raband gab Einblicke in Fördermöglichkeiten und deren Einfluss auf eine nachhaltige Entwicklung des Landschafts-, Lebens- und Wirtschaftsraums Rhön. Bekanntes Projekt ist zum Beispiel das seit den 1950er Jahren gemeinschaftlich genutzte Gefrierhaus in Ehrenberg-Thaiden, das im Rahmen des hessischen Regionalbudgets im Jahr 2020 modernisiert werden konnte.

Über eine vielversprechende Förderung im Bereich der Regionalentwicklung durfte sich in diesem Jahr auch der Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats freuen: Rund 600.000 Euro flossen im Rahmen eines Förderprogramms des Thüringer Umweltministeriums in insgesamt 28 innovative Projekte in der Rhön. Der Verein Rhönforum e. V. und die Thüringer Biosphärenreservatverwaltung begleiten die Kommunen bei der Umsetzung. Noch in 2021 entstehen unter anderem neue Lehrpfade und Wanderwege sowie Übernachtungsmöglichkeiten. Einen Einblick in die vielfältigen Ideen der Kommunen gaben Dr. Frank Riedel (Thüringer Verwaltung Biosphärenreservat) und Regina Filler vom Rhönforum e. V.

Magazin, Biosphärensong und Poetry Slam

Mit ihren Kollegen Michael Geier (Bayern) und Torsten Raab (Hessen), ihrem Vorgänger Karl-Friedrich Abe sowie Anna-Lena Bieneck (Hessen) stellte Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung, das Magazin zum Jubiläum „30 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat Rhön“ vor, das die Verwaltungen gemeinsam erarbeitet haben. „Das Magazin ist keine historische Chronik, sondern ein kurzweiliger Einblick in unsere Arbeit – gestern, heute und morgen“, betonte Schade. „Auch die eine oder andere Anekdote ist darin zu finden. Wir hoffen, die Rhönerinnen und Rhöner haben Spaß daran!“ Das Heft ist in den Verwaltungen in Oberelsbach, Hilders und Zella/Rhön kostenfrei erhältlich.

Kein Biosphärenreservat ohne kulturelle Vielfalt – und Kultur kam auf der Tagung nicht zu kurz: Die Band JANNA spielte erstmals live den anlässlich des Jubiläums gedichteten Biosphärensong „Geliebte Rhön“, und Poetry-Slammer Michael Jakob aus Ansbach ließ zum Schluss der Veranstaltung die vorgestellten Themen Revue passieren.

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Wirtschaft, Tourismus & Regionalkultur Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Mensch VNLR