Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de Biosphärenreservat Rhön de-DE Biosphärenreservat Rhön Sun, 12 Jul 2020 02:44:10 +0200 Sun, 12 Jul 2020 02:44:10 +0200 TYPO3 EXT:news news-1906 Thu, 09 Jul 2020 10:01:24 +0200 Besondere Momentaufnahmen aus der Rotmilan-Kartiersaison: Ehrenamtlichem gelingt Video von Jungvögeln https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/besondere-momentaufnahmen-aus-der-rotmilan-kartiersaison-ehrenamtlichem-gelingt-video-von-jungvoegel/ Das ehrenamtliche Engagement im Artenhilfsprojekt "Rotmilan in der Rhön" sucht seinesgleichen. Seit Beginn des Projekts im Jahr 2014 hat sich ein länderübergreifendes Netzwerk aus rund 200 Freiwilligen gebildet. Jedes Jahr im Frühjahr und Sommer sind sie stundenlang draußen unterwegs, um die Brutplätze der Milane zu erfassen und die Bruterfolge zu dokumentieren. Projektmanagerin Heidi Witzmann und Hartmuth Kiel aus Steinbach sind in diesen Wochen seltene Aufnahmen gelungen. Bei der Kontrolle an mehreren Horsten war der Blick an einer Stelle so gut, dass Kiel auch aus der Ferne ein eindrucksvolles Video gelungen ist. Die Aufnahme zeigt zwei Jungvögel – diese werden Ästlinge genannt, da sie vor dem "Flügge-Werden" auf den Ästen herumturnen. Einer von ihnen breitet seine Schwingen aus und schlägt probeweise mit den Flügeln. 

Rückblickend konnten die Kartierer in diesem Jahr beobachten, dass sich die Zeitspanne, in dem die Jungvögel flügge werden – das passiert normalerweise zwischen dem 15. und 25. Juni – etwas nach vorne verlagert hat: Die ersten Jungvögel waren bereits ein bis zwei Wochen vorher ausgeflogen. "Erklären kann man das damit, dass viele Rotmilane dieses Jahr sehr früh aus ihren Überwinterungsquartieren zurückgekommen waren und einige offensichtlich früher mit der Brut begonnen haben als in den Vorjahren", sagt Heidi Witzmann. 

Belohnung nach monatelanger Arbeit

Die Bruterfolgskontrolle ist jedes Mal ein tolles Erlebnis für die Ehrenamtlichen, sie sind eine Art "Belohnung" nach der langen Kartierarbeit über Monate hinweg. Dass die Kontrollen aber nicht immer einfach sind, ist anhand des Videos gut zu erkennen: "Das Blätterdach ist oftmals so dicht, dass man oft große Schwierigkeiten hat, den Horst in den Baumkronen überhaupt zu finden", erklärt Witzmann. Besonders schwierig ist es bei Buchen, Eichen oder gar Fichten. "Bei Kiefernbeständen (wie im Video) hat man manchmal einen etwas besseren Einblick in den Horst. Für mich ist es das Highlight der Saison!"

Natürlich, betont Witzmann, verhalten sich die Kartierer in solchen Situationen äußerst vorsichtig und ruhig, um möglichst wenig zu stören. Besonders wenn die Jungvögel noch klein sind, halten sie sich nur sehr kurz am Horst auf. 

Das Rotmilan-Projektteam dankt Hartmuth Kiel für das Video!

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news-1899 Wed, 08 Jul 2020 10:14:00 +0200 Wir sind umgezogen: Hessische Verwaltung und Verein Natur- und Lebensraum Rhön ab sofort in Hilders https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wir-sind-umgezogen-hessische-verwaltung-und-verein-natur-und-lebensraum-rhoen-ab-sofort-in-hilders/ Seit Mitte Juni steht das Groenhoff-Haus auf der Wasserkuppe leer: Die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und das Büro des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön sind in die Martkgemeinde Hilders umgezogen. Ab sofort erreichen Sie uns telefonisch unter (0661) 6006 7800. Die Büroräume befinden sich im ersten OG in der ehemaligen Konrad-Zuse-Schule, Marienstraße 13. Im Erdgeschoss soll im Laufe des Jahres eine neue Ausstellung entstehen, die künftig noch mehr für Kinder und Schulklassen bieten soll.

Aufgrund der aktuellen Corona-Regelungen ist ein Besuch in der Verwaltungsstelle nur nach vorheriger Anmeldung und nur bei Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gestattet.

Die neuen Telefon-Durchwahlen der Kolleginnen und Kollegen der Hessischen Verwaltung finden Sie hier. 

Die neuen Telefon-Durchwahlen der Kolleginnen und Kollegen des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön finden Sie hier. 

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news-1904 Mon, 06 Jul 2020 15:50:00 +0200 Wanderer finden ab sofort sieben ausgewählte Extratouren der Rhön auf "Komoot" https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wanderer-finden-ab-sofort-sieben-ausgewaehlte-extratouren-der-rhoen-auf-komoot/ Verwitterte Burgruinen, naturbelassene Wälder, erloschene Vulkane und beeindruckende Basaltsäulen – im herrlich vielfältigen Mittelgebirge Rhön gehen Wanderer auf Entdeckungsreise der Extraklasse. Auf mittlerweile 31 Extratouren kann man die Rhöner Kulturlandschaft kennenlernen. In Zusammenarbeit mit Franken-Tourismus hat die Rhön GmbH nun sieben ausgewählte Extratouren in der Routenplaner- und Navigations-App "Komoot" präsentiert. Alle Extratouren sind Rundwege, die von einem Parkplatz aus starten und als Tagestouren erwandert werden können. Auf Komoot werden die Extratouren Michelsberg,Waldfenster, Weinberg, Museumstour, Keltenpfad, Gebaweg und Königsweg ausführlich beschrieben – inklusive Fotos. 

Die Touren verteilen sich über das gesamte Rhöngebiet und führen Wanderer auf die unzähligen Kuppen, die Berge der Region. Ganz im Norden des Gebirges finden sich auf dem Keltenpfad neben einem Meer aus Basaltblöcken immer wieder Hinweise auf uralte Befestigungsanlagen der Bewohner aus der Eisenzeit. Auf dem Michelsberg weiter südlich lernt man am Bienenlehrstand Spannendes über die geflügelten Honigproduzenten und erkundet eine imposante Burgruine. Die Museumstour im Streutal und der Hochrhön bringt Besucher im Freilandmuseum Fladungen dem Leben von vor 300 Jahren näher, und auf dem Gebaweg startet man auf dem aussichtsreichen Gipfelplateau der Hohen Geba.

Absolut idyllisch spazieren Wanderer auf der Extratour von Waldfenster aus. Ihr Name birgt für Qualität, denn hier ist man in einem der ursprünglichsten Wälder der Region unterwegs. Stilvoll und kulturreich beschreitet man den Königsweg und tritt dabei in die Spuren der Kaiserin Sissi. Märchenhaft wird es am Weinberg bei Hünfeld, wo der malerische Haselsee von Szenen aus dem Froschkönig bis zum Gestiefelten Kater umgeben ist...

Hier geht es zu den Komoot-Touren

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Wanderungen
news-1880 Tue, 30 Jun 2020 17:24:00 +0200 Neues Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“: Projektleitung in Vollzeit gesucht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/neues-naturschutzgrossprojekt-thueringer-kuppenrhoen-projektleitung-in-vollzeit-gesucht/ Die Vielfalt der Rhön ist vor allem durch Nutzungswandel zunehmend gefährdet. Diesem Trend entgegenzuwirken, macht sich das neue Naturschutzgroßprojekt "Thüringer Kuppenrhön“ im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön zur Aufgabe. Das chance.natur-Projekt mit einer Bundes- und Landesförderung hat das Ziel, die im und am ehemaligen Grenzstreifen (Grünes Band) gelegenen Flächenabschnitte unter Naturschutzaspekten und im Sinne einer nachhaltigen Landnutzung zu entwickeln. Konkrete Ziele sind unter anderem die Wiederherstellung verloren gegangener wertvoller Offenlandbereiche und die Vernetzung der Lebensräume, Biotopverbesserungen sowie der Erhalt und die Regeneration von Bergmähwiesen, Borstgrasrasen und halboffener Biotope wie Wacholderheiden, gehölzreiche Kalkmagerrasen und Streuobstwiesen.

Das Projekt wird getragen von der „Naturschutzgroßprojekt Thüringer Kuppenrhön gGmbH“, deren Gesellschafter die Heinz Sielmann Stiftung und der Landschaftspflegeverband BR Thüringische Rhön e.V. sind. Im Projekt I werden im Rahmen einer dreijährigen Planungszeit bis zum Jahr 2023 ein Pflege- und Entwicklungsplan sowie Umsetzungsmaßnahmen erarbeitet. Der anschließende Umsetzungszeitraum (Projekt II) ist auf sieben Jahre bis zum Jahr 2030 konzipiert. 

Hierfür suchen  der Landschaftspflegeverband BR Thüringische Rhön e.V. und die Heinz Sielmann Stiftung zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Projektleitung (m/w/d) in VollzeitBewerbungsschluss ist der 29. Juli 2020. Zu den Aufgabenschwerpunkten zählen unter anderem die federführende Koordinierung der Arbeiten zur Erstellung des Pflege- und Entwicklungsplans, die Kommunikation und Vermittlung zwischen Fördermittelgebern, Behörden und Akteuren der Region sowie die Geschäftsführung der Trägereinrichtung (Thüringer Kuppenrhön gGmbH). Die Projektstelle ist zunächst auf drei Jahre befristet. Eine Weiterbeschäftigung in der Umsetzungsphase bis zum Jahr 2030 wird bei entsprechendem Erfolg angestrebt.  

Die ausführliche Stellenbeschreibung sowie Infos zur Bewerbung finden Sie hier. 

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news-1907 Mon, 29 Jun 2020 17:35:00 +0200 Touristische Hinweisschilder an der Autobahn machen auf Nördliche Kuppenrhön aufmerksam https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/touristische-hinweisschilder-an-der-autobahn-machen-auf-noerdliche-kuppenrhoen-aufmerksam/ Vulkanische Kegelberge, malerische Ansiedlungen und eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt – erlebbar dank eines breiten Wander- und Radwegenetzes: Die Nördliche Kuppenrhön hat Besuchern einiges zu bieten. Ab sofort macht ein Schild an der BAB A4-Anschlussstelle Friedewald aus beiden Richtungen auf diese besondere Landschaft im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön aufmerksam. Die offizielle verkehrsbehördliche Anordnung zum Aufstellen der beiden touristischen Unterrichtungstafeln mit der Aufschrift „UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – Nördliche Kuppenrhön“ hatte Hessen Mobil Wiesbaden als zuständige Straßenverkehrsbehörde für Autobahnen kürzlich erteilt. Neben der Silhouette des markanten Dreienbergs, eine der größten Kernzonen im Biosphärenreservat, sind auf den Tafeln auch der Rotmilan, Charaktervogel der Rhön, und die für die Region typische Silberdistel dargestellt. Die Gestaltung stammt von dem Diplom-Designer Christian Kunert von der Werbeagentur ekwdesign in Bad Hersfeld.

„Viele zigtausend Augen täglich werden die Hinweistafeln sehen und hoffentlich Geschmack auf mehr bekommen“, so die Bürgermeister der Gemeinden Schenklengsfeld, Hohenroda, Philippsthal und Friedewald, die bereits seit einigen Jahren unter der touristischen Arbeitsgemeinschaft „Nördliche Kuppenrhön“ agieren. 

Eine breite Unterstützung hat die Nördliche Kuppenrhön auch vom Verein für Natur- und Lebensraum Rhön e.V. (VNLR) sowie von der Hessischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön erhalten, die sich an den Gesamtkosten beteiligen.

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news-1901 Fri, 26 Jun 2020 11:23:59 +0200 LIFE-Projektmaßnahmen waren "Rettung in letzter Minute" für die artenreiche Melpertser Hute https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/life-projektmassnahmen-waren-rettung-in-letzter-minute-fuer-die-artenreiche-melpertser-hute/ Unzählige Male ist Annika Hennemuth im vergangenen Jahr die steile und teilweise unbefestigte Grubenstraße von Melperts hinaufgefahren. Diese war vor etwa hundert Jahren gebaut worden, um am Lettengraben geförderte Braunkohle nach Wüstensachsen zum Bahnhof zu transportieren. Das Interesse der Mitarbeiterin des LIFE-Projekts „Hessische Rhön – Berggrünland, Hutungen und ihre Vögel“ galt aber ganz anderen „Bodenschätzen“: nämlich den Weideflächen und ihren besonderen Tieren und Pflanzen. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Kristine Schmitt hatte die Natura-2000-Sachbearbeiterin beim UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Geländeerhebungen der 63 Hektar großen Hute erstellt und die Verbuschungsstadien mit GPS und Outdoor-Tablets aufgenommen. Das Ergebnis war alarmierend: „Noch fünf bis zehn Jahre, dann wäre die Fläche wegen zwischenzeitlicher Unternutzung komplett zugewuchert gewesen“, schätzt Winfried Schiffhauer, der für die sechs Landwirte zählende Melpertser Weidegemeinschaft als ehrenamtlicher Weidewart fungiert. Diese Daten wurden an das Unternehmen, das von Januar bis März die Entbuschungen durchführte, weitergegeben.

„Wir haben bewusst keinen kompletten Kahlschlag durchgeführt“, betont Annika Hennemuth. Ziel des Projekts ist es unter anderem, durch Flächenoptimierung auf den Hutungen spezielle Habitate für bedrohte Vogelarten der Rhön wiederherzustellen beziehungsweise zu erhalten und zu verbessern. „Ausgewählte Strukturelemente sollten als Nahrungsquelle für Vögel – wie den gefährdeten Neuntöter, der hier noch in einer außergewöhnlichen Dichte vorkommt – und als Unterstände für die Weidetiere erhalten bleiben.“

Heimat für Wollgräser und Wiesenpieper

Das Offenland der Melpertser Hute, die in einer Höhenlage zwischen 600 und 770 Metern eine Vielzahl kleinflächiger Lebensraumstrukturen aufweist, bietet beispielsweise seltenen Pflanzen wie Sumpf-Stendelwurz, Sumpf-Herzblatt, zweierlei Wollgräsern und Orchideen sowie bedrohten Vogelarten wie dem Wiesenpieper eine Heimat. 46 Quellen hat der Forscher Stefan Zaenker kartiert, hinzukommen der Röhlichsgraben, kalkreiche Niedermoorflächen, Steinriegel und Blockschutthalden als weitere Biotope. „Ich bin zuversichtlich, dass die Melpertser Hute vom Artenreichtum der Langen Rhön profitieren kann und sich künftig auch Arten von dort – wie die Bekassine – hier niederlassen“, prognostiziert Projektmanager Elmar Herget.

Der Gesamtkomplex der 322 Hektar umfassenden Ehrenberger Flächen, wie er sich durch die jahrzehntelange extensive Beweidung entwickelt hat, ist im Landkreis Fulda einmalig und naturschutzfachlich sehr wertvoll. Mit der Reulbacher Hute, die als einzige der fünf Gemeinde-Hutungen auf westlicher Seite des Gemeindegebietes liegt, startete das Maßnahmenpaket bereits im Herbst 2019. Nach der Melpertser Hute wird nun die nördlich angrenzende Seifertser Hute in den Blick genommen.

Landwirte sind unentbehrliche Partner

 Doch nicht nur für den Naturschutz ist der Erhalt der Hutungen relevant. Die ausgedehnten Flächen mit bunten Wiesenblumen, grasenden Rindern und mächtigen Steinwällen vor der Kulisse der Wasserkuppe bieten zugleich eine Augenweide. „Wir wollen Wanderwelt Nummer 1 werden. Die Huteflächen stellen für uns ein Alleinstellungsmerkmal dar“, betont der Melpertser Hubert Hocke, der Naturschutzwart für den Rhönklub im Ulstertal ist und sich als stellvertretender Ehrenberger Bürgermeister von Anfang an für das LIFE-Projekt starkgemacht hat. So gehört die Ausweisung einer Extratour rund um das Thema „Hutungen“ zu den Zielen des LIFE-Projekts im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön.

Ehrenbergs Bürgermeister Peter Kirchner und Weidewart Winfried Schiffhauer danken dem LIFE-Team dafür, durch die professionell durchgeführten Entbuschungsarbeiten „den Stein ins Rollen gebracht zu haben“. Auch die zahlreichen Vorgespräche mit Landwirten und Gemeindevertretern seien hilfreich gewesen, so Kirchner. Um die Nachhaltigkeit zu sichern, sieht Elmar Herget die Landwirte als unentbehrliche Partner. Die Beweidung nicht nur durch Rinder, sondern auch durch Ziegen sei erforderlich, damit die Schlehen- und Weißdornsträucher nicht wieder überhandnähmen. Es sei daher ein Glücksfall, dass zur Melpertser Weidegemeinschaft auch ein Ziegenhalter gehöre.

1949 ist der Braunkohleabbau wegen Unrentabilität eingestellt worden, die Grubenstraße wird heute von Landwirten, Wanderern und Spaziergängern genutzt. Das LIFE-Projekt sieht Kirchner als „Mega-Chance“ für seine Gemeinde, um mit Fördermitteln die wenigen verbliebenen Bauern, den Tourismus und zugleich den Naturschutz zu stärken. „Das LIFE-Projekt umfasst ein Budget von 6.5 Millionen Euro“, führt Herget aus. „Europa und Hessen werden dafür sorgen, dass das investierte Geld nicht versandet, sondern die Pflege der Flächen auch nach Auslaufen des Projekts 2022 fortgeführt werden kann“, sichert der Projektmanager zu.

 

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Ansprechpartner BRRhoen-HE Handlungsfelder Kulturlandschaft & Naturschutz Übergreifende Kategorien Natur LIFE
news-1900 Thu, 25 Jun 2020 10:13:11 +0200 Naturerlebniszentrum Rhön nimmt Arbeit im Kellereischloss Hammelburg auf https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/naturerlebniszentrum-rhoen-nimmt-arbeit-im-kellereischloss-hammelburg-auf/ An den Standorten Wildpark Klaushof in Bad Kissingen und dem Kellereischloss in Hammelburg wird das „Naturerlebniszentrum Rhön“ (NEZ) entstehen. Dieses neue staatliche Zentrum wird der Mittelpunkt der Bildung für nachhaltige Entwicklung und des Naturerlebens im südlichen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön werden. Konkrete Angebote für Öffentlichkeit, Schulen, Kommunen und Fachpublikum sind geplant. Für das Projekt sind (einschließlich sog. Verpflichtungsermächtigungen) bis zu 9,4 Millionen Euro veranschlagt. Organisatorisch ist das Naturerlebniszentrum Rhön unmittelbar bei der Bereichsleitung 5 der Regierung von Unterfranken angebunden.

Seit März 2020 hat Dr. Joachim Schneider die Leitung des Naturerlebniszentrums Rhön inne. Der promovierte Pädagoge mit langjähriger Erfahrung in der Umweltbildung und im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön war zuvor als pädagogischer Fachbetreuer der Umweltbildungsstätte Oberelsbach beschäftigt. „Das NEZ fügt sich in die bestehende Bildungslandschaft des Biosphärenreservates Rhön ein, indem es eine Lücke im südlichen Erweiterungsgebiet schließt. Zugleich setzt es aber mit dem Standort Hammelburg, der Jugendliche und junge Erwachsene für Nachhaltigkeit begeistern soll und durch die Kooperation mit dem Wildpark Klaushof in Bad Kissingen innovative Akzente. Ich freue mich, diese mitgestalten zu können.“, umschreibt Einrichtungsleiter Dr. Schneider die Ziele und anstehenden Aufgaben des neuen Naturerlebniszentrums.

Die Koordination der wissenschaftlichen Arbeit des NEZ wird Felix Papsch übernehmen. Als Gymnasiallehrer für Biologie, sowie Politik und Wirtschaft rundet er das Team mit seinen Erfahrungen in Schulpraxis und der biologiedidaktischen Forschung ab. „Die Etablierung eines neuen Standorts, in welchem didaktische Kompetenzen gebündelt, vernetzt, sowie neue Erkenntnisse mit ganz unterschiedlichen Kooperationspartner*innen gewonnen werden können, stellt eine spannende und sehr vielversprechende Bereicherung für die gesamte Region dar. Genauso freue ich mich darauf, passgenaue Angebote für Schulen und Bildungseinrichtungen der Region mitzugestalten, in denen das Naturerleben im Freiland und die Nutzung digitaler Werkzeuge sinnvoll Hand in Hand gehen werden.“, so Felix Papsch zu seiner künftigen Arbeit im NEZ.

"Zukunftsfeste Region"

„Mit dem Bezug der neuen Büroräume des Naturerlebniszentrums Rhön in Hammelburg ist ein weiterer Meilenstein zur Einrichtung und Ansiedlung des Naturerlebniszentrums Rhön erreicht“, freut sich Landrat Thomas Bold. „Es war mir ein besonderes Anliegen, dass unser Engagement für das Biosphärenreservat Rhön nun auch mit der Einrichtung und Ansiedlung des Naturerlebniszentrums sichtbar wird. Mit gleich zwei Standorten, in Bad Kissingen und in Hammelburg, bieten sich einmalige Chancen, attraktive Anlaufpunkte sowohl für Tagesbesucher und Gruppen, als auch für Fachpublikum zu schaffen. Dies wird im gesamten Landkreis und darüber hinaus Wirkung entfalten und beweist einmal mehr unseren Willen uns als zukunftsfeste Region immer weiter zu entwickeln. Ich wünsche dem Leiter Dr. Schneider und seinem Team alles Gute zum Einzug in die neuen Büroräume. Herzlichen Dank auch an die Stadt Hammelburg, dass dies so rasch möglich war. Ich bin begeistert, wie sehr die Planungen für das Naturerlebniszentrum nun schon Fahrt aufgenommen haben und auch schon erste Programmangebote umgesetzt werden. Ich freue mich sehr auf die weiteren Schritte, bei denen wir gerne auch weiterhin an der Seite stehen“, so der Landkreischef.

Abenteuer Bodenleben und eine Schnitzeljagd per App

Mit dem neuen Projektbüro als Basis wird das dreiköpfige Team des NEZ Rhön, welches durch die Projektmanagerin Lisa Graskamp komplettiert wird, nun die Arbeit vor Ort mit den verschiedenen Zielgruppen aufnehmen. Eine für Mai und Juni mit dem Senckenberg Museum Görlitz und der Stadtbibliothek Hammelburg geplante Veranstaltungsreihe „Abenteuer Bodenleben – Werkstatt des Naturerlebniszentrums Rhön“ musste aufgrund der Corona-Pandemie zwar auf Herbst 2020 verschoben werden. Allerdings kann das NEZ bereits erste digitale Angebote vorweisen:

Im Computerspiel ECO hat eine Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Initiative des NEZ in den vergangenen, durch die Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen geprägten Wochen bereits kooperativ zusammengearbeitet, um virtuell eine nachhaltige Gesellschaft aufzubauen. Die vom Entwicklerteam „Strange Loop Games“ veröffentlichte Ökosystemsimulation fordert die Mitspieler*innen heraus, eine Welt von der Steinzeit in die Gegenwart zu entwickeln, ohne dabei die Natur unwiderruflich zu schädigen. Die Erfahrungen mit der Nutzung von ECO wird das NEZ-Team auswerten und für andere Umweltbildner*innen zur Verfügung stellen.

Auch das zweite Angebot des NEZ ist aktuell von zu Hause aus erlebbar. Das Team hat eine digitale Schnitzeljagd in der App Actionbound erstellt, welche dazu einlädt, die von der UN in ihrer globalen Agenda 2030 aufgestellten 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung zu Hause zu entdecken. Wie viele dieser Ziele uns unmittelbar in Bad, Küche und Wohnzimmer begegnen und welche Handlungsansätze für ein nachhaltiges Verhalten sich daraus ergeben, kann man in der App unter diesem QR-Code herausfinden. Um diesen Angebot selbst nutzen zu können, muss zuvor Actionbound kostenfrei im App Store oder Play Store geladen werden.

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Übergreifende Kategorien Wissen
news-1898 Mon, 15 Jun 2020 16:56:24 +0200 Zwei unbefristete Stellen in der Thüringer Verwaltung mit Dienstsitz in Zella/Rhön zu vergeben https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/zwei-unbefristete-stellen-in-der-thueringer-verwaltung-mit-dienstsitz-in-zellarhoen-zu-vergeben/ Die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön mit Sitz im Dermbacher Ortsteil Zella/Rhön sucht zum nächstmöglichsten Zeitpunkt doppelte Verstärkung. Angeboten werden zwei unbefristete Stellen – Sachbearbeiter/Sachbearbeiterin TV-L E11 sowie Mitarbeiter/Mitarbeiterin TV-L E5. Das Aufgabengebiet Sachbearbeiter/Sachbearbeiterin TV-L E11 umfasst die Bereiche Biodiversitätsmanagement, Klimatologie und Hydrologie, dazu zählen unter anderem die (länderübergreifende) Entwicklung und Begleitung von Projekten sowie die Erhebung, Analyse und Interpretation von klimatologischen und hydrologischen Daten.

Die Stelle Mitarbeiter/Mitarbeiterin TV-L E5 umfasst Aufgaben wie die Organisation und Betreuung von Umweltbildungsveranstaltungen, die Durchführung von praktischen Landschaftspflegemaßnahmen, Kontrollgänge und Reparaturarbeiten sowie die Mitwirkung beim Monitoring.

Die Bewerbungsfrist endet jeweils am 3. Juli 2020.

Die ausführlichen Stellenausschreibungen sowie Infos zur Bewerbung finden Sie hier.

 

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news-1903 Mon, 15 Jun 2020 15:39:00 +0200 UNESCO startet weltweite Umfrage: Wie soll die Welt 2030 aussehen? https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/unesco-startet-weltweite-umfrage-wie-soll-die-welt-2030-aussehen/ Was sind die größten Herausforderungen für unsere Zukunft? Wie können wir ihnen wirksam begegnen und in was für einer Welt wollen wir im Jahr 2030 leben? Dies möchte die UNESCO gemeinsam mit Menschen aus aller Welt im Rahmen der globalen Umfrage "The World in 2030" herausfinden. Was sind die größten Herausforderungen für unsere Zukunft? Wie können wir ihnen wirksam begegnen und in was für einer Welt wollen wir im Jahr 2030 leben? Dies möchte die UNESCO gemeinsam mit Menschen aus aller Welt im Rahmen der globalen Umfrage The World in 2030 herausfinden. Jeder und jede ist eingeladen, an der Befragung teilzunehmen und sowohl seine Bedenken als auch Hoffnungen für die Zukunft zu teilen. Insbesondere junge Menschen sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Sichtweisen mitzuteilen und sich an der Diskussion über die Gestaltung unserer Zukunft zu beteiligen.

Die Umfrage kann in mehr als 20 Sprachen beantwortet werden und läuft noch zwei Monate. Die Ergebnisse werden im September 2020 im Rahmen eines Sonderberichts veröffentlicht und fließen in den strategischen Transformationsprozess der UNESCO ein.

Um besonders viele Menschen zu erreichen, kann die Befragung beispielsweise unter dem Hashtag #TheWorldin2030 geteilt werden.

Hier geht es zur Umfrage

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news-1897 Fri, 12 Jun 2020 10:53:10 +0200 Nachfrage steigt: Corona-Pandemie zeigt die Bedeutung der Nationalen Naturlandschaften https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/nachfrage-steigt-corona-pandemie-zeigt-die-bedeutung-der-nationalen-naturlandschaften/ Die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig der Beitrag der 104 Naturparke, 18 Biosphärenreservate, 16 Nationalparke und des zertifizierten Wildnisgebietes für das physische und psychische Wohlergehen der Bevölkerung sowie für den naturverträglichen Tourismus in Deutschland ist. Mit den Lockerungen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie steigt nun auch die Nachfrage nach Erholungs- und Urlaubsangeboten innerhalb Deutschlands, sodass spätestens in den Ferienmonaten mit einem stark erhöhten Besucheraufkommen in bisher ungeahnter Intensität auch in den Nationalen Naturlandschaften zu rechnen ist. Auf mehr als einem Drittel der Landesfläche leisten die Gebiete vereint als Nationale Naturlandschaften einen signifikanten Beitrag zur Erholung und Gesundheitsvorsorge der Menschen. Viele Gebiete – so auch das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – werden für die Naherholung stark genutzt. „Die Nationalen Naturlandschaften sind Deu tschlands Herz der Natur. Gerade in diesen schwierigen Zeiten sind sie als Erholungsraum und Urlaubsgebiet von unverzichtbarem Wert. Naturbezogene Freizeitangebote sind mehr denn je für das Seelenheil der Menschen notwendig. Die Nationalen Naturlandschaften stehen für intakte Natur und Landschaft mit all ihren Tier- und Pflanzenarten und landschaftlichen Schönheiten. Dabei ist es wichtig, das Erleben der Natur mit dem Schutz der Natur in Einklang zu bringen, denn das eine ist ohne das andere nicht zu haben“, so Peter Südbeck, Vorstandsvorsitzender des Nationale Naturlandschaften e. V. (NNL).

„Daher appellieren wir gemeinsam an Bund, Bundesländer sowie die in den Schutzgebietskulissen liegenden und an diese angrenzenden Landkreise, Städte und Gemeinden, gerade jetzt die Handlungsfähigkeit der Verwaltungs- und Geschäftsstellen der Nationalen Naturlandschaften abzusichern und zu stärken. Dies dient nicht nur der Bewältigung der Corona-Krise, sondern beugt gleichzeitig auch künftigen Krisen vor, die z. B. durch den Klimawandel oder eine abnehmende biologische Vielfalt entstehen können“, erklärt Friedel Heuwinkel, Präsident des Verbandes Deutscher Naturparke e. V. (VDN).

Geschultes Personal, Unterstützung der Partnerbetriebe

Beide Dachverbände verfolgen das Ziel, durch ein qualitätsvolles, professionelles Besuchermanagement in den Gebieten die Information und Sensibilisierung der Besucher*innen in Bezug auf die biologische Vielfalt und die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln sicherzustellen. Dafür wird ausreichendes, gut geschultes Personal in den Gebieten benötigt, damit die Ranger*innen und Naturführer*innen mit ihrer Arbeit bei den Gästen weiterhin und bei steigender Nachfrage umso mehr zur Wertschätzung des Naturschutzes, zum Natur- und Umweltbewusstsein beitragen können.

Nur so können die Gebiete auch zukünftig attraktive Naturerlebnisangebote für Familien, Einzelpersonen und Besuchergruppen anbieten und gleichzeitig die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie leben und bei den Gästen verankern. Ein wichtiges Anliegen ist es auch, die Partnerbetriebe der Nationalen Naturlandschaften zu unterstützen, von denen viele in der aktuellen Situation wegen fehlender Einnahmen am Rande ihrer Existenz stehen.

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Hauptkontakt Handlungsfelder Wirtschaft, Tourismus & Regionalkultur Übergreifende Kategorien Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön
news-1896 Tue, 09 Jun 2020 18:28:41 +0200 Rhöner Fledermaus-Experte veröffentlicht Buch zu Deutschlands Höhlentieren https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rhoener-fledermaus-experte-veroeffentlicht-buch-zu-deutschlands-hoehlentieren/ In der Rhön gibt es wohl niemanden, der sich mit unterirdischen Lebensräumen besser auskennt als er: Seit vielen Jahren beteiligt sich der Fuldaer Stefan Zaenker ehrenamtlich an Natur- und Artenschutzprojekten im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und kümmert sich dort um den Schutz der Quellen und der Fledermäuse. Jetzt hat der Naturschützer zusammen mit zwei Vereinskollegen ein Buch zu den Höhlentieren Deutschlands veröffentlicht. Seit 1983 beschäftigt sich Stefan Zaenker, Vorsitzender des Landesverbandes für Höhlen- und Karstforschung Hessen e.V., mit der Zoologie „unter Tage“. Als Referent für Biospeläologie im Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. koordiniert er nicht nur die faunistische Erforschung der deutschen Höhlen, sondern engagiert sich zudem seit vielen Jahren im Fledermausschutz und erforscht die Grundwasser- und Quellenfauna. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen und führt die zentrale Datenbank zur deutschen Höhlenfauna. Von Beruf ist Zeanker Sachbearbeiter beim Finanzamt Fulda, aber seit September 2019 aufgrund seiner Fachkenntnis zusätzlich an die Obere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Kassel abgeordnet. Zwei Jahre lang hat er nun mit  Alexander Weigand vom Nationalmuseum für Naturgeschichte in Luxemburg und dem Naturfotograf Klaus Bogon aus Sontra an einem neuen Naturführer über Deutschlands Höhlentiere gearbeitet.

Steckbriefe und beeindruckende Fotos

Ergebnis sind umfangreiche Details zu den 748 bekannten deutschen Höhlentierarten, aussagekräftige Steckbriefe und beeindruckende Tieraufnahmen – „für jedermann verständlich aufbereitet“, erklärt Zaenker. In die Recherchen sind zahlreiche Forschungsergebnisse aus dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön eingeflossen. Bei den jährlichen Fledermaus-Winterkontrollen, die Zaenker im Landkreis Fulda seit langem koordiniert, wurden auch umfangreiche Beobachtungen zu weiteren Höhlentieren gemacht. Herausgekommen ist ein Naturführer, der die weitgehend unbekannte Tierwelt der Höhlen beschreibt. So werden nach dem neuesten Forschungsstand Bestimmungsmerkmale, Ökologie und Verhaltensweisen von Asseln, Tausendfüßern, Spinnentieren, Insekten, Amphibien, aber auch der heimischen Fledermausarten beschrieben.

Der Naturführer „Die Höhlentiere Deutschlands. Finden – Erkennen – Bestimmen“ von Stefan Zaenker, Alexander Weigand und Klaus Bogon ist ab sofort für 29,99 Euro im Buchhandel erhältlich.

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Ansprechpartner BRRhoen-HE Klassenzuordnung Spinnentiere Insekten Säugetiere Amphibien Handlungsfelder Kulturlandschaft & Naturschutz Übergreifende Kategorien Natur Sprache Deutsch
news-1895 Tue, 09 Jun 2020 15:31:02 +0200 Maßnahmen in Nüsttal sind in vollem Gange – Positive Zwischenbilanz im LIFE-Projekt "Hessische Rhön" https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/massnahmen-in-nuesttal-sind-in-vollem-gange-positive-zwischenbilanz-im-life-projekt-hessische-rhoen/ Mit jahrelanger akribischer Planung und Konzeption hat es begonnen, nun trägt das LIFE-Projekt in der Hessischen Rhön sichtbare Früchte. Eines der wichtigsten Gebiete des EU-Projekts zur Umsetzung der sogenannten Natura-2000-Ziele ist Nüsttal: Zum Schutz der wertvollen Kalkmagerrasen im Bereich Hofaschenbach und Mittelaschenbach hat sich hier in den vergangenen Monaten viel getan. Die Projektbeteiligten ziehen eine positive Zwischenbilanz. Die Sonne brütet über der Laurentiuskapelle auf dem Linsberg. Der wolkenfreie Himmel erlaubt einen klaren Blick über das Nüsttaler Land bis hin zur Wasserkuppe. Doch nicht nur der schöne Ausblick macht den Linsberg, für Wanderer direkt an der Extratour Ulmenstein gelegen, zu etwas Besonderem. „Durch ihre Strukturvielfalt zählt die Fläche zu den wenigen besonders wertvollen Magerrasen im Landkreis Fulda“, erklärt LIFE-Projektmanager Elmar Herget. „Oben ein steiler trockener Bereich, geprägt durch teils offene Bodenflächen, kleinere Abbrüche und Kalksteinschutt, unten ein feuchterer flacher Hang, der teils beschattet ist: Diese Ausprägungsvielfalt fördert nicht nur den Reichtum der hier vorkommenden Pflanzenarten, sondern ist damit auch von großer Bedeutung für Vögel, Eidechsen und Insekten wie Laufkäfer, Bienen, Schmetterlinge und Heuschrecken.“

150 wichtige Partner auf vier Beinen

Artenreichen Magerrasen wie diese stehen – neben den für die Hessische Rhön typischen Bergmähwiesen und den Borstgrasrasen – im Mittelpunkt des im Jahr 2016 gestarteten LIFE-Projekts „Hessische Rhön, Berggrünland, Hutungen und ihre Vögel.“ Bis Ende 2022 sollen neue Methoden erprobt werden, um diese seltenen Räume zu erhalten – unter Mithilfe von Landwirten und den beteiligten Gemeinden. Ein erster Schritt am Linsberg waren flächige Entbuschungsmaßnahmen und die Rodung von Gehölzen. „Einzelne Bäume oder Sträucher wie Wacholder sind dabei als Strukturelemente erhalten geblieben“, erklärt Projektmitarbeiterin Kristine Schmitt. „Sie sind mit ihren Blüten und Samen für viele Tierarten wichtig und dienen den Vögeln als Ansitz. Zudem bieten sie den Schafen und Ziegen während der Beweidungszeit Schatten und Rückzugsmöglichkeiten.“ Denn auch sie ist ein wichtiger Partner im LIFE-Projekt: Die Schäferei Oliver Käsmann aus Eiterfeld mit rund 150 Schafen und Ziegen, die seit Juni auf den neuen freigelegten Flächen am Linsberg als „Landschaftspfleger“ eingesetzt sind. Sie helfen, die Landschaft weiterhin offenzuhalten. Ein eigens beauftragtes Planungsbüro hat für die Projektflächen – auch am Elzbachsrain und am Krengelsberg – ein Weidekonzept erstellt.

Seltene Orchideen

Wie sich die Maßnahmen auf die Pflanzengesellschaften auswirken, untersucht der Biologe Uwe Barth am Linsberg während der kompletten Projektlaufzeit auf einer Daueruntersuchungsfläche. „Unter anderem konnten wir bereits drei Orchideenarten erfassen“, sagt Kristine Schmitt. In Deutschland sind Orchideen insgesamt eher selten, mit mehr als 40 Arten bietet die Rhön einen besonders wertvollen Schatz. Die Begeisterung für die streng geschützten Pflanzen ist groß: Jeden Sommer nehmen zahlreiche Besucher an geführten Orchideenwanderungen teil. Ihre Standorte sind oft Lebensraum für weitere, nicht minder seltene und schützenswerte Pflanzen und Tiere wie die Küchenschelle und den Baumpieper, die ebenfalls bereits am Linsberg erfasst wurden.

„Dass unser Magerrasen nicht nur aus naturschutzfachlicher Sicht ein Juwel ist, ist seit der Erschließung der Extratour Ulmenstein immer mehr ins Bewusstsein gerückt,“ erklärt Nüsttals Bürgermeisterin Marion Frohnapfel. Eine wichtige Grundlage für das LIFE-Projekt – Akzeptanz und Verständnis in der Bevölkerung – sei geschaffen worden. „Die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen und die unterschiedlichen Interessen zu hören, war von Beginn an oberstes Ziel“, erklärt Frohnapfel. Dies sei in einem intensiven Dialog, zum Beispiel bei Bürgerversammlungen, gelungen. „Die Menschen haben verstanden, dass das Freistellen bestimmter Bereiche unsere schöne Kulturlandschaft bereichert.“

Fortbestand gesichert

Auf den wertvollen Kalkmagerrasen im Raum Nüsttal sind weitere Entbuschungsmaßnahmen für Herbst 2020 geplant. Bereits umgesetzte Maßnahmen sind die Rodung von geschlossenen Gehölzflächen und Entbuschungsmaßnahmen am Elzbachsrain sowie die Optimierung und Neuschaffung von Magerrasen und potenziellen Entwicklungsflächen am Kaltenhauk und am Malhauk. „Natürlich bringt ein solches Großprojekt auch viele Bedenken mit sich. Die Menschen fragen sich, wie es nach der Laufzeit weitergeht“, sagt Elmar Herget, der betont: „Die Finanzierung zum Schutz, zur Pflege und zum Erhalt der Natura-2000-Flächen ist langfristig vertraglich gesichert.“

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Lebensraum / Ansprüche Borstgrasrasen Kalkmagerrasen Artenreiches Grünland Ansprechpartner BRRhoen-HE Handlungsfelder Kulturlandschaft & Naturschutz Übergreifende Kategorien Natur LIFE
news-1894 Thu, 04 Jun 2020 16:42:12 +0200 Alter Wasserbehälter in Mackenzell wird zu Winterquartier für Fledermäuse https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/alter-wasserbehaelter-in-mackenzell-wird-zu-winterquartier-fuer-fledermaeuse/ Für die Trinkwasserversorgung wird der alte Wasserbehälter bei Mackenzell schon lange nicht mehr genutzt. Auf Initiative des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und der Arbeitsgemeinschaft für Fledermausschutz Fulda ist der Behälter nun zu einem Fledermausquartier umgebaut worden. Im Raum Hünfeld, in dem es bisher nur wenige Winterquartiere gibt, ist so in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Hünfeld und der Oberen Naturschutzbehörde ein neuer Lebensraum für die nachtaktiven Insektenjäger entstanden. Bei den Arbeiten wirkten Joachim Walter, Ranger in der Hessischen Rhön, Christian Zaenker von der Arbeitsgemeinschaft für Fledermausschutz Fulda und Stefan Zaenker von der Oberen Naturschutzbehörde mit. Nach einer ersten Ortsbesichtigung im Jahr 2019 wurden nun Einflüge für Fledermäuse geschaffen und spezielle Fledermaus-Lochsteine an die Decke der ehemaligen Wasserkammer angebracht. Im Vorfeld war bereits das baufällige Dach des Behälters saniert worden. Finanziert wurde die Maßnahme vom UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Dass der Keller künftig ein wichtiger Lebensraum für Fledermäuse und andere Höhlentiere sein wird, hat bereits eine erste zoologische Untersuchung gezeigt: „Neben überwinternden Nachtfaltern, Mücken und Spinnen haben wir im Quellwasser auf dem Boden sogar weiße, augenlose Höhlenflohkrebse entdeckt“, erklärt Stefan Zaenker. Zudem bietet der Wasserbehälter auch eine hohe Luftfeuchtigkeit, die viele Fledermausarten zwingend für die Überwinterung benötigen.

Die Fledermaus im Landkreis Fulda

Im Landkreis Fulda sind insgesamt 17 Fledermausarten heimisch. Eine Vielzahl davon ist auf frostfreie Höhlen, Bergwerksstollen oder Keller angewiesen, um dort den Winterschlaf zu verbringen oder nutzt solche Quartiere als Tagesversteck. In Zusammenarbeit mit dem Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen betreut die Arbeitsgemeinschaft für Fledermausschutz Fulda im Landkreis etwa 40 solcher Quartiere, zu denen unter anderem auch der Milseburgtunnel gehört.

 

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news-1893 Thu, 04 Jun 2020 13:13:40 +0200 „Allein kaum zu schaffen“ – Studentin sucht noch Helferinnen und Helfer für Mauersegler-Projekt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/allein-kaum-zu-schaffen-studentin-sucht-noch-helferinnen-und-helfer-fuer-mauersegler-projekt/ Mehr als zwei Monate saß die 24-jährige Marlene Klisa aus Coburg unfreiwillig in Wien fest, nun ist sie endlich in der Rhön angekommen. Mit mehreren Wochen Verspätung startet die Studentin in Kooperation mit der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön das erste flächendeckende Mauersegler-Projekt im Landkreis Fulda. Hierfür sucht sie freiwillige Unterstützer, die helfen, das Vorkommen des rasanten Fliegers zu dokumentieren. Auf Hilfe ist die Studentin vor allem wegen der zwangsweisen Verzögerung angewiesen. „Eigentlich wäre ich seit März regelmäßig in der Region unterwegs. In dieser Zeit hätte ich mich mit dem Landkreis vertraut gemacht und Kartierer kennenlernen können. Doch Corona hat die Pläne erst mal zunichtegemacht.“ Umso mehr freut sie sich, nun endlich in der Rhön angekommen zu sein. Und die Zeit drängt: „Ende Juli werden die meisten Mauersegler schon wieder in Richtung Süden fliegen. Bis dahin den kompletten Landkreis zu kartieren, ist allein kaum zu schaffen. Ich freue mich über jeden Einzelnen, der helfen kann“, sagt die gebürtige Hanauerin, die in Coburg aufgewachsen ist und derzeit im Master Naturschutz- und Biodiversitätsmanagement an der Universität Wien studiert.

„Schon in meiner Schulzeit hat mich die Vogelwelt fasziniert“, erzählt Klisa. 2017 fing sie dann an, als ehrenamtliche Tierpflegerin in der Wildtierhilfe Wien zu arbeiten. Hier kam sie erstmals mit dem wendigen Flieger in Kontakt: „Im Sommer zählten neben vielen Jungvögeln oft auch Mauersegler zu den Pfleglingen.“ Im Jahr 2018 nahm sie schließlich an einem großen Freiwilligenprojekt der Stadt Wien zur Brutplatzkartierung der Mauersegler teil. „Hier habe ich dann noch mehr über ihre Lebensweise erfahren. Ihre spezielle Anpassung an das Leben in der Luft macht sie zu meinen Favoriten in der Vogelwelt.“

Fast jeder hat ihn schon einmal gesehen – oder zumindest gehört: den Mauersegler (Apus apus), der hierzulande den Sommer einläutet. Die schrillen Rufe der Luftakrobaten sind vor allem in den Abendstunden zu hören, wenn sie um die Häuser „segeln“. Die ehemaligen Felsenbrüter haben sich in Städten und zunehmend auch in Dörfern angesiedelt. Unter den Dächern und in winzigen Gebäudenischen und -löchern finden sie geeignete Brutstätten. Neben dem schwindenden Nahrungsangebot durch das Insektensterben stellen Sanierungsarbeiten an Gebäuden und Neubauten eine der größten Gefahren dar. „Um für den Schutz der Segler und ihrer Brutstätten sorgen zu können, ist es wichtig, diese vorab ausfindig zu machen“, erklärt Klisa. Das soll nun ihm Rahmen ihrer Masterarbeit geschehen.

Fokus auf dem ländlichen Raum

Der Fokus der Kartierung liegt nicht auf der Stadt Fulda, sondern auf der Rhön und dem weiteren ländlichen Raum des Landkreises. „Bisherige Studien über den Mauersegler sind vor allem in Städten durchgeführt worden – diese sind schließlich auch sein Hauptverbreitungsgebiet. Das heißt aber nicht, dass er ländliche Siedlungen meidet.“ Das beweisen zahlreiche Anrufe aus der Region, die nach einem ersten Aufruf zum Projekt eingegangen waren. „Ich habe schon 25 Meldungen über Brutstätten erhalten – der Großteil stammt zwar aus der Stadt Fulda, aber auch in Burghaun, Wüstensachsen und Eiterfeld wurde der Mauersegler gesichtet“, sagt Klisa. „Ziel ist nun, flächendeckend nach Brutplätzen zu suchen, sie zu charakterisieren und Vergleiche zur Stadt herzustellen.“ Warum die Rhön? „Neben den verschiedensten Dorfgrößen und -formen bietet die Region auch eine große Diversität an Landschaftsformen. Das macht das Gebiet so spannend, denn eine Frage meiner Arbeit beschäftigt sich auch damit, inwieweit Dorfgröße und Landschaftsformen Auswirkungen auf die Brutplatzwahl hat“, erklärt Klisa. Jonas Thielen, Sachgebietsleiter Naturschutz, ergänzt: „Mit dem Projekt wird erstmals eine flächendeckende Übersicht über die Verbreitung der Mauersegler im Landkreis Fulda ermöglicht – die Voraussetzung für mögliche folgende Schutzmaßnahmen.“

Wer möchte helfen?

Zur Erfassung des Mauersegler-Vorkommens hat Marlene Klisa den Landkreis in Quadranten eingeteilt (siehe angehängte Liste). Sieben Quadranten sind bereits vergeben, für rund 50 weitere sucht sie noch nach Unterstützern. Für unerfahrene Kartierer hat sie einen Leitfaden erstellt. Wer bei der Mauersegler-Kartierung im Landkreis Fulda helfen möchte, kann sich per Mail an mauerseglerrhoen@gmail.com oder an die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön unter Telefon (06654) 9612-0 wenden (ab 1. Juli 2020 unter neuer Nummer erreichbar: (0661) 6006 7800).

 

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news-1891 Tue, 02 Jun 2020 10:00:00 +0200 Vom Büro ins Gewächshaus: Eine „Rhöntomate“ für das Freilandmuseum https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/vom-buero-ins-gewaechshaus-eine-rhoentomate-fuer-das-freilandmuseum/ Vielfalt im Garten und auf dem Acker erhalten – das ist das gemeinsame Ziel der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und dem Fränkischen Freilandmuseum Fladungen. Im Rahmen eines Projekts zur Nutzpflanzenvielfalt wird unter anderem in diesem Sommer eine eigene "Rhöntomate" angebaut. Die im März angesäten Pflanzen, die bisher nur Büroluft geschnuppert haben, sind nun aus der Verwaltungsstelle in Oberelsbach auf das Gelände des Museums umgezogen. Bei den Recherchen zur Nutzpflanzenvielfalt im Rahmen des Projekts „Nützliche Vielfalt: Biodiversität im Garten und auf dem Acker“ sind Julia Rösch und Janina Goldbach von der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön auf das Hausgarten-Tomaten-Züchtungsprojekt HATO von Dreschflegel e.V. gestoßen. HATO heißt: Viele Gärtnerinnen und Gärtner entwickeln gemeinsam Tomatensorten weiter, anstatt die Züchtung nur den Saatgutfirmen zu überlassen. Begonnen hat das Projekt 2011. Auf einen Aufruf hin bekam Dreschflegel e.V. neben 60 weiteren Sorten eine „Rhöntomate“ geschickt. Alle Sorten wurden getestet, gekreuzt, vermehrt und gingen danach wieder in die Hausgärten zum Anbau und zur Selektion der besten Pflanzen.

Besucher können Projekt verfolgen

Die Mitarbeiterinnen der Bayerischen Verwaltungsstelle haben die Nachkommen der „Rhöntomate“ im heutigen Rhöner Klima ausgesät. Aus den zarten Tomatenpflänzchen sind mittlerweile starke Pflanzen geworden, so dass es im Mai an der Zeit war, sie in den Garten zu setzen. Ein idealer Platz dafür war schnell gefunden: Die „Rhöntomate“ darf im kleinen Gewächshaus des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen unter der Obhut von Gärtner Thomas Hemmert wachsen – und versuchsweise auch im Bauerngarten gegenüber dem Brauhaus, damit die Museumsbesucherinnen und -besucher über den Sommer hinweg das Projekt auch verfolgen können.

Weitere Pflanzen kommen in verschiedene Privatgärten. Zur Erntezeit treffen sich die Projektbeteiligten wieder, um gemeinsam zu entscheiden, welche Früchte zum Wiederanbau im kommenden Jahr verwendet werden. "Auch wenn wir leider wegen der Corona-Einschränkungen den Aktionstag „Nützliche Vielfalt“ im Freilandmuseum absagen mussten, arbeiten wir gemeinsam weiter am Thema", sagt Museumsleiterin Ariane Weidlich. "Als Teil des kulturellen Erbes und als Reserve für künftige Anforderungen ist es von großer Wichtigkeit, die Vielfalt der gezüchteten Tiere und Pflanzen zu erhalten."

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news-1892 Fri, 29 May 2020 13:44:51 +0200 Katzensprung beendet Projektlaufzeit mit digitaler Konferenz – Sternenpark als Chance für die Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/katzensprung-beendet-projektlaufzeit-mit-digitaler-konferenz-sternenpark-als-chance-fuer-die-rhoen/ Urlaub machen, ohne dafür ins Flugzeug steigen zu müssen, Abenteuer erleben, die sich vor der eigenen Haustür ereignen – das Projekt "Katzensprung – Kleine Wege. Große Erlebnisse." steht seit drei Jahren für nachhaltiges Reisen mit größtmöglichem Erlebnisfaktor. Die Ergebnisse dieser drei Jahre wurden gestern auf einer digitalen Abschlusskonferenz präsentiert. Auch die Rhön war mit dabei – der Fokus lag auf dem Erfolgsprojekt Sternenpark im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Der Tourismusbranche kommt eine große Bedeutung beim Erreichen der nationalen Klimaschutzziele zu. Im Jahr 2017 ist  daher das Katzensprung-Projekt angetreten, um die zahlreichen Angebote im nachhaltigen und klimaschonenden Tourismus in Deutschland bekannter zu machen. Über 50 nachhaltige Reiseziele und Erlebnistipps – die sogenannten Leuchtturmprojekte – haben die Projektpartner auf dem Portal www.katzensprung-deutschland.de gesammelt. Sie beweisen, dass außergewöhnliche Urlaubserlebnisse in Deutschland oft nur einen Katzensprung entfernt sind und klimaschonendes Reisen jetzt schon ganz einfach möglich ist.

Nachhaltiger Tourismus im Herzen Deutschlands

"Wir haben bei dem Projekt mitgemacht, weil für uns ein nachhaltiger Tourismus eine Chance, aber gleichzeitig auch eine wichtige Aufgabe ist", sagt Torsten Raab, Geschäftsführer des Naturparks Hessische Rhön. "Der Naturpark liegt mitten in Deutschland, ist gut erreichbar und bietet ideale Voraussetzungen für einen ressourcenschonenden, erholsamen und gleichzeitig abwechslungsreichen Urlaub – ganz besonders auch für junge Menschen und Familien mit Kindern. Es war unser Wunsch, dieses Potential noch mal zu analysieren und weiter auszubauen."

Der Schwerpunkt im Projekt lag auf dem Thema Sternenpark Rhön. Im Jahr 2014 wurde die Rhön länderübergreifend offiziell als Internationaler Sternenpark anerkannt. "Seitdem versuchen wir, den Schutz der Nacht in allen Bereichen umzusetzen und zu kommunizieren. Es geht uns dabei um Vermeidung von unnötigem Licht und falscher Beleuchtung, es geht um den Schutz von Tieren und Pflanzen. Es geht aber auch um die Gesundheit und den Schlaf der Menschen, genauso wie um Energieeinsparung und Klimaschutz." Auch touristisch wird das Thema genutzt: Viele kommen inzwischen gerne zu Führungen und Übernachtungen unter dem Rhöner Sternenhimmel in den Naturpark. "Dieses Alleinstellungsmerkmal der Rhön wollen wir gerne weiter ausbauen und nutzen."

Himmelsschauplätze und Sternenparkwochen

Beim Projekt Sternenpark gibt es zahlreiche Akteure, die in verschiedenen Bereichen und Konstellationen zusammenarbeiten. Dazu zählen neben den touristischen Hauptakteuren wie der Rhön GmbH (zuständig für die Destination) auch die Touristischen Arbeitsgemeinschaften und die einzelnen Kommunen. Wichtige Partner sind zudem Betriebe aus der Gastronomie und ihr Netzwerk der Dachmarke Rhön. Außerdem mit dabei sind der Verein Sternenpark Rhön e.V., in dem sich viele der privaten Sternenparkführer zusammengeschlossen haben, sowie die länderübergreifende Sternenpark-Koordinatorin Sabine Frank. Gemeinsam sollen in Zukunft weitere Projekte umgesetzt und buchbare Angebote entwickelt werden.

Mit der Schaffung der ersten fünf Himmelsschauplätze im Jahr 2019 durch den Naturpark Hessische Rhön ist es gelungen, das Thema Sternenpark in der Natur – bei Tag und bei Nacht – erlebbar zu machen. Diese Plätze werden sehr gut angenommen –  auch in der Bayerischen und der Thüringischen Rhön sollen Himmelsschauplätze entstehen. Und mit dem Start der ersten „Sternenparkwochen“ Anfang August 2020 soll nach der Corona-Krise das Thema Sternenpark gezielt genutzt und kommuniziert werden, um Einwohnern und Gästen ein ganz besonderes Angebot für Urlaub in Deutschland machen zu können.

Konferenz verpasst?

Alle Beiträge zur Online-Konferenz finden Interessierte unter www.katzensprung-deutschland.de/konferenz/.

 

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news-1890 Tue, 26 May 2020 11:37:23 +0200 Wanderwege-Tester in Thüringen gesucht – Tolle Erlebnisse, aber auch Schäden dokumentieren https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wanderwege-tester-in-thueringen-gesucht-tolle-erlebnisse-aber-auch-schaeden-dokumentieren/ Der Frühling in der Rhön bietet wunderschöne Aussichten beim Wandern – die beste Gelegenheit, neue Wege am Heimatort und in der Umgebung kennenzulernen. Der Rhönforum – Verein für Regionalentwicklung und Tourismus Thüringer Rhön e. V. – sucht jetzt Wanderwege-Tester für die Rhön-Rundwege in Thüringen, um die Besonderheiten und Schönheiten der Ortsrundwanderwege, aber auch Schäden zu dokumentieren. Die Wanderwege in der Thüringischen Rhön werden von verschiedenen Verantwortlichen und Unterstützern unterhalten und gepflegt, z. B. von Vereinen wie dem überregionalen Wanderverein Rhönklub, mit Hilfe von ThüringenForst, mit Mitteln der Landkreise und des Landes und durch viel Engagement der Kommunen.

„Allen gilt ein großes Dankeschön! Gerade in den Zeiten der Einschränkungen durch Corona ist es wichtig, mit guter Infrastruktur bei Wanderwegen und Radwegen zu punkten“, ist Martin Henkel, Vorsitzender des Rhönforum e. V. und Thüringer Landtagsabgeordneter, überzeugt.

Die aktuelle Krise stellt Kommunen allerdings vor große Herausforderungen, um alle Pflegearbeiten innerhalb und außerhalb der Orte leisten zu können. Weitere Hilfe ist zum Erhalt, aber auch zur Steigerung der Bekanntheit der örtlichen Tourismusangebote, speziell auch für die Rhön-Rundwege der Thüringer Orte, notwendig.

Durch die schöne Heimat wandern und gewinnen

Daher werden nun Tester für die Rhön-Rundwege in Thüringen gesucht. Unter https://www.rhoenfuehrer.de/aktivitaeten/wandern/rhoen-rundwege kann man alle Rhöner Rundwege finden.Dann heißt es einen oder mehrere Wege aussuchen, mit Familie oder Freund(en) wandern und Fotos machen. Fotos werden von besonders schönen Punkten und Erlebnissen, aber auch von Problemen wie beschädigte Schilder, fehlende Wegemarkierungen oder zerstörter Infrastruktur gesucht. Wenn möglich, sind Problempunkte auf Karten zu markieren oder GPS-Daten aufzunehmen. Das geht auch mit Handy (Google-Maps/Standort) oder mit speziellen Apps.

Die Daten sind per Mail an info@rhoenforum.de zu übermitteln, damit diese unkompliziert an die entsprechenden Kommunen weitergeleitet werden können. Natürlich können Schäden der Kommune auch direkt mitgeteilt werden.

Als Dankeschön werden unter allen Teilnehmern verschiedene Preise verlost. Die schönsten Fotos – natürlich nur von den positiven Eindrücken – werden über Facebook, Vereins-Webseiten und Instagram veröffentlicht.

Vielleicht hat ja danach auch jemand Lust, das öfter zu machen und z. B. seine Heimatgemeinde langfristig zu unterstützen oder im Rhönklub oder in anderen Wandervereinen aktiv zu werden.

 

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news-1866 Thu, 21 May 2020 12:26:00 +0200 Infozentren, Lehrpfad, Veranstaltungen: Aktuelle Informationen zum Angebot im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/infozentren-lehrpfad-veranstaltungen-aktuelle-informationen-zum-angebot-im-unesco-biosphaerenreser/ Aufgrund der Verordnungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist das Angebot im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön derzeit eingeschränkt. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den aktuellen Entwicklungen. Zum aktuellen Zeitpunkt sind Veranstaltungen aller Art abgesagt. Das betrifft auch Termine, die im Freien stattfinden – zum Beispiel geführte Wanderungen. Hierzu zählen auch die öffentlichen Termine für Sternenführungen. Darüber, ob, wie und welche Veranstaltungen aufgrund der Lockerungen der Corona-Maßnahmen wieder möglich sind, wird auf dieser Seite zeitnah informiert.

Für Aufenthalte im öffentlichen Raum gelten die jeweiligen Verordnungen der Länder Bayern, Hessen und Thüringen.

Bayern

In Bayern öffnen die Infozentren Biosphärenzentrum "Haus der Langen Rhön" und die Infostelle am Schwarzen Moor ab Montag, 11. Mai, wieder ihre Türen. Das Betreten ist hier nur unter Einhaltung des gebotenen Mindestabstands von 1,5 Metern sowie mit Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gestattet.

DIe Ausstellung im Biosphärenzentrum Rhön im "Haus der Schwarzen Berge"  mit dem Regionalwarenladen ist wieder geöffnet, die Cafeteria bleibt weiterhin geschlossen. Das Betreten ist hier nur unter Einhaltung des gebotenen Mindestabstands von 1,5 Metern sowie mit Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gestattet.

Der Naturlehrpfad Schwarzes Moor ist ab Samstag, 9. Mai, wieder geöffnet. Der Aussichtsturm bleibt zunächst weiterhin gesperrt.

Die  Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und der Verein Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. sind zu den Büruozeiten weiterhin telefonisch und per Mail erreichbar.

Hessen

Das Infozentrum im Groenhoff-Haus auf der Wasserkuppe mit Ausstellung und Medienraum bleibt wegen Umzugs für Besucher geschlossen.

Die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats und der Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. sind zu den Büruozeiten weiterhin telefonisch und per Mail erreichbar. Termine vor Ort sind nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Das NABU-Haus am Roten Moor ist ab dem 15. Mai wieder geöffnet. Nähere Infos gibt es auf der Homepage.

Thüringen

Das Biosphären-Infozentrum "Propstei Zella" ist für Besucher*innen wieder ab dem 22. Mai geöffnet. Das Betreten ist nur mit Mund-Nasen-Bedeckung gestattet.

Mit den Corona-Lockerungen wird ab dem 8. Juni 2020 die Thüringer Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön wieder die Türen für Publikumsverkehr öffnen. Ein Besuch ist also wieder möglich: doch bitten wir um vorherige Anmeldung. Durch ein Infektionsschutzkonzept möchten wir die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich halten. Unsere Mitarbeiter*innen stehen Ihnen schriftlich, telefonisch (0361 – 57392 3330) und per E-Mail poststelle.rhoen@nnl.thueringen.de zur Terminvereinbarung zur Verfügung.
 

Ab 9. Mai sind das Haus auf der Grenze (Platz der Deutschen Einheit 1 in Geisa) und das US-Camp (Hummelsberg 1 in Rasdorf) täglich zwischen 10 und 16 Uhr bei reduziertem Eintritt wieder für Besucher geöffnet. Gruppenbesuche und Führungen sind leider nicht möglich. Allerdings können Gruppen, Schulklassen oder Vereine schon heute unter der Telefonnummer (06651) 919030, per Fax unter (06651) 919031 oder per Mail unter service@pointalpha.com neue Termine ausmachen für die Zeit, in der sich hoffentlich bald der Alltag für alle in Richtung „Normalität“ bewegt.

 

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news-1889 Wed, 20 May 2020 16:12:32 +0200 Die Rhön bietet ein breites Wanderwegenetz – Hotspots und beliebte Ausflugsziele meiden https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/die-rhoen-bietet-ein-breites-wanderwegenetz-hotspots-und-beliebte-ausflugsziele-meiden/ Der Mai ist der Wandermonat schlechthin. Zahlreiche Rhöner Wanderwege bieten Einheimischen wie auch Touristen tolle Möglichkeiten, die Rhöner Kulturlandschaft zu entdecken. Aufgrund der aktuellen Situation werden Wanderinnen und Wanderer gebeten, nicht gezielt die bekanntlich hoch frequentierten Routen und Ausflugsziele anzusteuern. Das breite Wandernetz der Drei-Länder-Region bietet zahlreiche versteckte Highlights. Die Rhön bietet neben den 31 Premiumwanderwegen, den Extratouren und dem länderübergreifenden „HOCHRHÖNER“ (https://www.rhoen.de/urlaub-kultur-ferien-wellness/wandern-natur) in allen Teilen der Rhön und in vielen Gemeinden zahlreiche Rhön-Rundwege. Zudem pflegt der Rhönklub ein umfangreiches Wanderwegenetz (https://www.rhoenklub.de/wanderungen).

Wer es gerne kürzer und gehaltvoll mag, könnte sich die Lehr- und Naturpfade im Biosphärenreservat einmal genauer anschauen (https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/wissen/lehr-und-naturpfade). Orte mit erfahrungsgemäß hohem Besucheraufkommen sollten aber vorsorglich eher nicht aufgesucht werden.

Für den Bayerischen Teil der Rhön gibt es außerdem das gesamte Wanderwege- und Radwegenetz im BayernAtlas (https://geoportal.bayern.de/bayernatlas/?lang=de&topic=ba&catalogNodes=11,122&bgLayer=atkis).

Bitte an Wanderer

Halten Sie sich auf den Wanderwegen an die aktuellen Verhaltensregeln gemäß der Verordnungen der Landesregierungen. Zudem führen viele Wege durch Schutzgebiete. Hier gilt es, auf den markierten Wander- und Radwegen zu bleiben und die Tierwelt möglichst nicht zu stören. Bitte Abfall nicht in der Natur zurücklassen, sondern wieder mitnehemn. Nur eine müllfreie Landschaft ist für Sie und andere wieder einladend und ein Zielort für Erholung und Entspannung.

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news-1884 Sun, 10 May 2020 09:50:00 +0200 Untersuchung des Vorkommens von Fluginsekten: Hessische Rhön beteiligt sich an bundesweitem Monitoring https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/untersuchung-des-vorkommens-von-fluginsekten-hessische-rhoen-beteiligt-sich-an-bundesweitem-monitori/ Wer derzeit von Dietges in Richtung Wasserkuppe unterwegs ist, der entdeckt bei genauem Hinsehen am Nordhang ein kleines Zelt. Auf der landwirtschaftlichen Fläche steht eine sogenannte Malaise-Falle – eine von vier Insektenfallen, die Anfang April in der Hessischen Rhön aufgebaut wurden. Sie sind Teil eines bundesweiten Monitoringprojekts, das im Frühjahr 2019 gestartet ist und insgesamt 80 Standorte umfasst. Ziel des Monitorings – ein Kooperationsprojekt des Netzwerkss Long-Term Ecological Resarch Deutschland (LTER-D) und Nationale Naturlandschaften e.V. – ist, die Veränderung der Biomasse der Fluginsekten über einen längeren Zeitraum und über Großlandschaften hinweg zu kontrollieren. Hintergrund ist die sogenannte Krefelder Studie, die einen dramatischen Insektenschwund in Deutschland in den vergangenen 30 Jahren dokumentiert und seit ihrer Veröffentlichung im Jahr 2017 weltweit Beachtung erfahren hat.

Anders als die Krefelder Studie, die sich ausschließlich auf Offenland konzentrierte, untersucht das neue Projekt Agrarlandschaften, naturnahe Wälder, Auenwälder und Auengrünland sowie Sonderlebensräume, die typisch für bestimmte Schutzgebiete der Nationalen Naturlandschaften sind. Die sogenannten Malaise-Fallen gelten hierbei als besonders effizient. Bestehend aus Moskitonetz-Gewebe, einer zentralen Mittelwand und einem schrägen Dach, sind sie wie ein Zelt aufgebaut. Die Insekten fliegen gegen die Mittelwand und bewegen sich senkrecht nach oben, dem Licht entgegen. Durch eine Öffnung an der Spitze der Falle gelangen sie dann in eine Flasche, die mit einem flüssigen Konservierungsmittel gefüllt ist.

In der Hessischen Rhön befinden sich die Standorte auf einer extensiv beweideten Hute, auf einer angrenzenden Fläche zur intensiven Landwirtschaft, in einem Wirtschaftswald sowie auf einer Kernfläche. Alle 14 Tagen werden die Flaschen von den Rangern geleert, sodass bis Ende der Fallensaison im Oktober insgesamt 60 Proben (15 pro Falle) zusammenkommen. Anschließend wird die Biomasse der Insekten zentral bei der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Gelnhausen untersucht.

Noch nicht untersucht werden die Artenzusammensetzung der Fluginsekten sowie deren zeitliche Veränderung. Hierfür plant die Hessische Verwaltung für die Zukunft ein Kooperationsprojekt mit dem Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt, der Universität Duisburg-Essen und dem Nationalpark Kellerwald-Edersee.

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Ansprechpartner BRRhoen-HE Handlungsfelder Kulturlandschaft & Naturschutz Übergreifende Kategorien Natur Projekttyp Monitoringprojekt
news-1888 Thu, 07 May 2020 16:06:08 +0200 Gemeinsame Entscheidung der Veranstalter: E-Mobilitätstag 2020 abgesagt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/gemeinsame-entscheidung-der-veranstalter-e-mobilitaetstag-2020-abgesagt/ Nach den erfolgreichen Veranstaltungen 2017 in Rasdorf, 2018 in Eiterfeld sowie 2019 auf Point Alpha sollte in diesem Jahr wieder der historische Anger von Rasdorf der Ausstellungsort des E-Mobilitätstages sein. Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie wird die für den 6. September 2020 geplante Veranstaltung nun abgesagt. „Die Projektpartner haben diese Entscheidung gemeinsam getroffen“, erklärt Rasdorfs Bürgermeister Jürgen Hahn. Gründe seien die Planungsunsicherheit und vor allem der Schutz der Aussteller und Besucher. „Wann und wo der Elektromobilitätstag 2021 stattfinden wird, werden wir im Oktober 2020 entscheiden“, sagt Hahn. Er bedankt sich bei den zahlreichen Ausstellern, die sich bereits angemeldet hatten. „Wir würden uns über eine Teilnahme im kommenden Jahr sehr freuen.“

Projektpartner des E-Mobilitätstages sind die Point Alpha-Gemeinde Rasdorf, die Marktgemeinde Eiterfeld, die RhönEnergie Fulda GmbH, der Caritasverband der Diözese Fulda e. V., die Point-Alpha-Stiftung und der Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. Auslöser für den ersten E-Mobilitätstag war ein Förderprojekt, mit dem unter anderem E-Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur in der nördlichen Rhön beschafft werden konnten. Es ist das gemeinsame Ziel, mit einer Regional- und Fachmesse einen Impuls für eine umweltfreundliche Mobilität im ländlichen Raum zu setzen.

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Ansprechpartner VNLR Handlungsfelder Energie & Mobilität Übergreifende Kategorien Mensch
news-1887 Thu, 07 May 2020 14:06:44 +0200 Mehr Geld für Naturschutz in Thüringen – auch Landwirtschaft profitiert von neuer Richtlinie https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/mehr-geld-fuer-naturschutz-in-thueringen-auch-landwirtschaft-profitiert-von-neuer-richtlinie/ Eine freiwillige Naturschutz-Vereinbarung (Vertragsnaturschutz) wird in Thüringen künftig stärker finanziert: Für die Umsetzung der Richtlinie „Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Thüringen“ (NALAP) stehen im Jahr 2020 rund 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. Der maximale Fördersatz für die Pflege wichtiger Natur- und Lebensräume steigt auf 1400 EUR pro Hektar (bisher: 600 EUR pro Hektar). Das Angebot gilt auch für landwirtschaftliche Betriebe. Pressemitteilung des TMUEN

„Der Naturschutz hat viele starke Partner: Gemeinden, die Nistplätze für Störche angelegen, Vereine, die Bergwiese mähen, Landwirte, die orchideenreiche Kalkflachmoor erhalten. Für Naturschutz und Landschaftspflege brauchen wir diese Partner vor Ort und wollen sie auch stärker unterstützen, für mehr Natur in Thüringen“, sagt Umweltministerin Anja Siegesmund.

Magerrasen, Streuobstwiesen, Nisthilfen

Bei den Naturschutzprojekten sind Förderungen unter anderem für den Erhalt wertvoller Magerrasen-Flächen, die Sanierung von Streuobstwiesen, die Neuanlage oder die Entschlammung von Kleingewässern, die Anpflanzung von Hecken und Baumreihen oder die Anlage von insektenfreundlichen Blühflächen möglich. Auch spezifische Artenschutzmaßnahmen, wie der Umbau eines ehemaligen Trafohäuschens zum Artenschutzturm oder das Aufstellen von Nisthilfen für den Weißstorch werden unterstützt.

Die Richtlinie

Die Richtlinie „Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Thüringen (NALAP)“ existiert in Thüringen seit 1992 und wurde seitdem mehrfach überarbeitet. Sie gliedert sich in die Teile Vertragsnaturschutz, Amphibienschutz und Naturschutzprojekte. Die Richtlinie richtet sich an Private, Verbände und Vereine sowie an Kommunen. Die Anträge sind über die unteren Naturschutzbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte beim Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) einzureichen. Für Naturschutzprojekte und Teile des Vertragsnaturschutzes steht NALAP auch Landwirten offen. Im Jahr 2019 wurden etwa 2 Millionen Euro an Fördermitteln ausgereicht. Ansprechpartner sind die unteren Naturschutzbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte.

Im Vertragsnaturschutz ergänzt NALAP inhaltlich das Thüringer Kulturlandschaftsprogramm (KULAP), das die naturschutzkonforme Bewirtschaftung von Acker- und Grünlandflächen durch Landwirte abdeckt. Im Fokus von NALAP stehen dagegen Naturschutzflächen, die aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden, aber einer regelmäßigen Pflege bedürfen. Hierzu gehören beispielsweise Moor- und Heideflächen oder sehr steile Trockenhänge.

 

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news-1886 Sun, 26 Apr 2020 17:31:00 +0200 Bayern steht zur Weidetierhaltung: Förderprogramm für Herdenschutz beim Wolf startet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/bayern-steht-zur-weidetierhaltung-foerderprogramm-fuer-herdenschutz-beim-wolf-startet/ Die Bayerische Staatsregierung fördert ab dieser Saison Maßnahmen zum Schutz von Weidetieren vor Wölfen. Nach Genehmigung der bayerischen Förderrichtlinie durch die EU beginnt die Förderung von Investitionen in Herdenschutzmaßnahmen am 30. April. Darauf weisen Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hin. Pressemitteilung

Glauber betonte: "Das ist eine gute Nachricht für die Weidetierhalter in Bayern. Das Förderprogramm bedeutet ein klares Bekenntnis zum Erhalt der Weidetierhaltung gerade auch bei Wolfsanwesenheit. Zum bestehenden Bayerischen Aktionsplan Wolf kommt jetzt mit der Förderrichtlinie für Herdenschutzmaßnahmen ein weiterer wichtiger Baustein hinzu. Der Wolf ist nach wie vor streng geschützt. Gleichzeitig wird auch der wertvolle Beitrag der Weidetierhaltung für die Artenvielfalt in Bayern gesichert."

Landwirtschaftsministerin Kaniber unterstrich: "Wir stehen zu unserer kleinstrukturierten Tierhaltung und lassen niemanden mit der Rückkehr der Wölfe allein. Dazu bieten wir den Tierhaltern Beratung zum Herdenschutz und Förderung der Herdenschutzmaßnahmen aus einer Hand an unseren Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an. Aber auch der Bund muss nun endlich seine Pflichten erfüllen und sich für eine EU-weite Bewertung des Erhaltungszustands einsetzen sowie die FFH-Richtlinie vollständig umsetzen, um die Voraussetzungen für eine Entnahme zur Bestandsregulierung zu schaffen. Hier wird Bayern nicht locker lassen."

In vier Gebieten dauerhaft ansässig

Das Landesamt für Umwelt benennt inzwischen vier Gebiete in Bayern, in denen Wölfe dauerhaft ansässig sind: Rhön, Nationalpark Bayerischer Wald, Veldensteiner Forst und Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Hinzu kommen weitere Gebiete, in denen beispielsweise Wolfsnachweise die Etablierung eines neuen Territoriums wahrscheinlich machen.

Damit Tierhalter in den betreffenden Gebieten ihre Weiden und Weidetiere schützen können, fördert der Freistaat den Bau von wolfssicheren Zäunen und andere Schutzmaßnahmen wie die Anschaffung mobiler Ställe zu 100 Prozent. Die Anschaffung von Herdenschutzhunden wird mit bis zu 3.000 Euro je Hund gefördert.

Die Antragstellung ist ab sofort an den Ämtern für Landwirtschaft in den ausgewiesenen Wolfsgebieten möglich. Informationen zur Förderrichtlinie einschließlich der Antragsunterlagen sind unter folgenden Links abrufbar: https://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/244077

Die genaue Lage der Fördergebiete legt das Bayerische Landesamt für Umwelt fest: https://www.lfu.bayern.de/natur/wildtiermanagement_grosse_beutegreifer/praevention/herdenschutz_wolf/index.htm

Regelungen in Hessen und Thüringen

Informationen zu Wolfsmanagement, Herdenschutz und Fördermöglichkeiten in Hessen finden Sie hier.

Den Managementplan für den Wolf in Thüringen finden Sie hier. Informationen zu Fördermöglichkeiten in Thüringen finden Sie hier.

 

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Klassenzuordnung Säugetiere Handlungsfelder Kulturlandschaft & Naturschutz Übergreifende Kategorien Mensch Natur
news-1882 Sun, 26 Apr 2020 11:31:00 +0200 Wiederholte Wolfsnachweise im Landkreis Fulda: Flächen sicher einzäunen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wiederholte-wolfsnachweise-im-landkreis-fulda-flaechen-sicher-einzaeunen/ In den vergangenen Monaten gab es im Landkreis Fulda wiederholt Nachweise von Einzelwölfen. Mit Hinblick auf die bevorstehende Weidesaison weisen die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und der Fachdienst Natur und Landschaft daher alle Nutztierhalter im Landkreis Fulda darauf hin, dass Weiden und Koppeln gemäß den Vorgaben des Landes Hessen wolfssicher eingezäunt werden sollten. Als wolfssicher gelten nach Vorgaben des Landes Netzzäune oder Litzenzäune in Verbindung mit geeignetem Zaungerät und Erdung mit einer Mindesthöhe von 90 Zentimetern und maximal 25 Zentimeter Bodenabstand der untersten Elektro-Litze. Die Zaunanlage sollte mindestens 3000 Volt Hütespannung aufweisen, die täglich mittels Zaunprüfer kontrolliert und dokumentiert werden sollte. „Herkömmliche Festzäune aus Metall-Knotengeflecht oder Holzlatten ohne elektrische Leiter und Anschluss an ein Zaungerät bieten selten eine gute Abwehr gegen große Beutegreifer“, stellt der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) fest. Im Gebiet des LIFE-Projekts Hessische Rhön sind bisher mehr als acht Kilometer mobile Zäune sowie elf Kilometer Festzäune an die Projektpartner ausgegeben worden.

Für die Absicherung ihrer Flächen durch Elektrozäune können Schaf- und Ziegenhalter auch Unterstützung beantragen – zum Beispiel die „Herdenschutzprämie Plus" (40 Euro pro Hektar und Jahr, Antragstellung bis zum 15. Mai 2020) im Rahmen des HALM-Programms des Landes Hessen. Bei Fragen zu weiteren Fördermöglichkeiten können sich alle Nutztierhalter an die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, Telefon (06654) 96120, E-Mail: info@br-rhoen.de, oder an den Fachdienst Natur und Landschaft beim Landkreis Fulda, Telefon (0661) 6006-7930, E-Mail: naturschutz@landkreis-fulda.de, wenden.

Über das Wolfsmanagement in Hessen, Herdenschutz sowie aktuelle Wolfsnachweise informieren das Hessische Umweltministerium (HMUKLV), das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HNLUG) sowie der LLH.

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Ansprechpartner BRRhoen-HE Handlungsfelder Kulturlandschaft & Naturschutz Übergreifende Kategorien Mensch Natur
news-1881 Mon, 20 Apr 2020 11:24:00 +0200 Zum Schutz des Borstgrasrasens: Verlegung des Wanderwegs zwischen Parkplatz Fuldaquelle und Rhön-Info-Zentrum https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/zum-schutz-des-borstgrasrasens-verlegung-des-wanderwegs-zwischen-parkplatz-fuldaquelle-und-rhoen-inf/ Teile des Borstgrasrasens entlang des Wanderwegs HOCHRHÖNER auf der Wasserkuppe sind in den vergangenen Jahren durch Fußgänger und Radfahrer stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Zum Schutz der Flächen ist oberhalb des Parkplatzes „Fuldaquelle“ in Richtung Wasserkuppe nun eine Sperrung mit entsprechendem Hinweis für Wanderer errichtet worden. Einfluss auf den Streckenverlauf hat das nicht: Fußgänger können den nebenliegenden asphaltierten öffentlichen Fußweg entlang der L 3068 in Richtung Infozentrum nutzen. Die Absperrung haben die Mitarbeiter des Naturparks Hessische Rhön in Abstimmung mit der Gesellschaft zur Förderung des Segelfluges auf der Wasserkuppe e.V. (GFS) und dem Fachdienst Natur und Landschaft beim Landkreis Fulda errichtet. Insgesamt ist der Wanderweg in den vergangenen Jahren intensiv genutzt und dadurch immer breiter geworden. Teile des Weges sind stark ausgespült, Touristen weichen immer häufiger auf den angrenzenden Borstgrasrasen auf dem Flugfeld aus.

Zum Schutz des Natura-2000-Lebensraumtyps sollen in den kommenden Monaten nun Maßnahmen zur Wiederherstellung – Auffüllen mit Erde, Wiederansaat, Sicherung vor Abschwemmung – erfolgen. Die Wanderer werden daher auf den parallel verlaufenden asphaltierten Fußweg umgeleitet. Radfahrer werden entsprechend gebeten, auf die Straße auszuweichen.

 

 

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Lebensraum / Ansprüche Borstgrasrasen Ansprechpartner BRRhoen-HE Handlungsfelder Kulturlandschaft & Naturschutz Übergreifende Kategorien Mensch Natur Veranstaltungsarten Wanderungen Wege Der Hochrhöner - Premiumwanderweg
news-1879 Sun, 19 Apr 2020 17:03:00 +0200 Regionalladen auf der Wasserkuppe eröffnet an neuem Standort https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/regionalladen-auf-der-wasserkuppe-eroeffnet-an-neuem-standort/ Fast 23 Jahre lang waren die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön mit ihrem Infozentrum und der Regionalladen des Vereins Rhöner Durchblick e.V. unter einem Dach vereint: im Groenhoff-Haus auf der Wasserkuppe. Nun trennen sich die Wege: Der Laden ist umgezogen - allerdings nur knapp 300 Meter weiter ins Haus Deutscher Flieger. Pressemitteilung der Rhön GmbH

Eigentlich wollten die Betreiberinnen vom Rhöner Durchblick e.V. dies öffentlichkeitswirksam feiern. Doch aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen wurde die Einweihungsfeier verschoben. Auch die ursprünglich geplanten Öffnungszeiten mussten an die aktuelle Situation angepasst werden. „Wir haben bis auf Weiteres nur Freitag, Samstag und Sonntag von 11 bis 16 Uhr geöffnet“, sagt Ellen Günther. Sie ist die zweite Vorsitzende des Rhöner Durchblick e.V.

Bereits seit 23 Jahren verkaufen Ellen Günther und ihre Mitstreiterinnen regional erzeugte Lebensmittel und Produkte im Regionalladen auf der Wasserkuppe. Der bisherige befand sich im Groenhoff-Haus. Doch schon bald wird das Gebäude leer stehen, da die Hessische Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ausziehen wird. Da kam das Angebot, mit dem Laden ins Haus Deutscher Flieger umzuziehen, genau richtig. Dort befand sich bis Herbst vergangenen Jahres ein SB-Restaurant, seit dem Wochenende 16./17. März ist der neue Regionalladen Wasserkuppe darin. „Er ist recht schön geworden“, freut sich Ellen Günther über den neuen Standort, an dem auch etliche neue Regale untergekommen sind. „Wir haben jetzt so richtig Platz.“

„Schön, dass es auf der Wasserkuppe weiterhin die Möglichkeit geben wird, echte Rhöner Produkte bei einem unserer Dachmarke-Partnerbetriebe einzukaufen“, freut sich Stephanie Meinecke, Leiterin der Abteilung Dachmarke bei der Rhön GmbH. Es ist wichtig, dass regionale Produkte an den Rhöner Hotspots - Orten mit hohem Besucheraufkommen - verfügbar sind. „Sie rücken so in das Bewusstsein der Menschen und bekommen die nötige Aufmerksamkeit.“ Denn regionale Spezialitäten werden sowohl im Urlaub als auch in der Freizeit als etwas Besonderes konsumiert, um sich mal „etwas zu gönnen“. „Unser Ziel ist, dass die Menschen Geschmack daran finden und es die regionalen Produkte auf den täglichen Speiseplan schaffen“, fügt Meinecke hinzu.

Imbiss in Planung

In dem neuen Regionalladen werden auf rund 100 Quadratmetern ausschließlich Rhöner Produkte und Lebensmittel angeboten. In Summe sind das mehr als 100 Artikel, etwa 85 davon tragen das Qualitätssiegel Rhön. Es steht für Regionalität, für Qualität und für eine transparente Wertschöpfungskette. Somit ist der Laden ein echtes Fachgeschäft. Hier werden Töpferwaren und Schnitzereien verkauft, genauso wie Hausmacher Wurst, Nudeln, Weine, Spirituosen, Fruchtaufstriche und vieles andere mehr. „Auch Brot vom Bio-Hof Gensler aus Poppenhausen und von der Landbäckerei Vogel aus Dipperz verkaufen wir“, sagt Ellen Günter. Außer ihr und den Damen vom Verein Durchblick e.V. arbeiten in dem Laden noch fünf Verkäuferinnen mit.

Eigentlich ist alles wie vorher - nur an einem neuen Ort mit deutlich mehr Fläche und mit einer Küche. „Deshalb planen wir, künftig auch einen kleinen Imbiss anzubieten“, verrät sie. Frisch gekochten Eintopf soll es im neuen Regionalladen zum Verzehr im Freien geben, ebenso eine Wurstplatte sowie Kaffee und Kuchen. „Schließlich wollen wir auch die Gäste der neuen Ferienhäuser mitversorgen“, fügt Günther hinzu. Doch diese Pläne müssen warten - bis sich das Leben auf der Wasserkuppe wieder normalisiert hat. „Dann werden wir unseren Regionalladen täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet haben“, fügt Ellen Günther hinzu.

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Übergreifende Kategorien Mensch
news-1883 Fri, 10 Apr 2020 12:00:00 +0200 Umleitung des HOCHRHÖNER in Frankenheim bis Ende August https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/umleitung-des-hochrhoener-in-frankenheim-bis-ende-august/ Aufgrund einer Baustelle im Bereich Frankenheim wird der Premiumwanderweg DER HOCHRHÖNER bis zum 31. August 2020 umgeleitet. Die Umleitung erfolgt im Bereich des Leubachs, nähere Infos entnehmen Wanderer der beigefügten Grafik. 

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Veranstaltungsarten Wanderungen
news-1878 Thu, 09 Apr 2020 20:54:00 +0200 Vorsicht bei Spaziergängen in der Rhön – Fundorte des Riesenbärenklaus melden https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/vorsicht-bei-spaziergaengen-in-der-rhoen-fundorte-des-riesenbaerenklaus-melden/ Wer zurzeit in der Rhön spazieren geht oder fährt, freut sich über zahlreiche Frühlingsboten. Küchenschelle und Schlüsselblume blühen, die Wiesen grünen, und bald werden auch die Obstbäume in voller Blüte stehen. Bei Spaziergängen in der Natur gilt es aber ab sofort auch wieder, vorsichtig zu sein: Nicht alles, was am Wegesrand wächst, ist so harmlos wie es auf den ersten Blick aussieht. In diesen Wochen beginnt die Herkulesstaude, auch als Riesenbärenklau bekannt, zu wachsen. Noch sind die Pflanzen klein und nicht besonders auffällig, doch bald wird der Riesenbärenklau seinem Namen alle Ehre machen und bis zu vier Meter hoch sein. Von der beeindruckenden Pflanze geht dann eine ebenso große Gefahr aus: Auf der bloßen Haut kann das Gift, das in allen Teilen der Pflanze enthalten ist, großen Schaden anrichten. Bei Berührungen wird die natürliche Hautbarriere zerstört, sodass das UV-Licht der Sonne die Haut ungehindert verbrennen kann. Das Ergebnis sind schmerzhafte Brandblasen, die in vielen Fällen einen Arztbesuch erforderlich machen, zudem können Dämpfe zum Beispiel Übelkeit verursachen.

Tückisch ist, dass unmittelbar nach dem Kontakt noch keine sichtbare Reaktion erkennbar ist. Hat man den Riesenbärenklau angefasst oder den Verdacht, dies getan zu haben, sollte man sofort die Sonne meiden. Die betroffene Fläche auf der Haut, auch wenn noch keine Reaktion sichtbar ist, gründlich mit Wasser und Seife abwaschen. Vorsichtshalber sollte man zudem anschließend eine Sonnenschutzcreme aufzutragen. In den nächsten zwei bis drei Tagen unbedingt den Kontakt mit Sonnenlicht vermeiden.

Zu erkennen ist der Riesenbärenklau bereits jetzt an den gezackten Blättern, teilweise an seinem stark behaarten und purpurn gefleckten Stängel. Besonders auffällig ist zudem das Giftgrün der Blätter.

Wenn Sie Riesenbärenklau entdecken oder Fragen zum Umgang mit der giftigen Pflanze haben, wenden Sie sich bitte an die zuständigen Behörden:

Bayern: Im Landkreis Bad Kissingen ist Doris Hupfer von der Unteren Naturschutzbehörde, Telefon (0971) 801-4176, E-Mail: doris.hupfer@kg.de, Ansprechpartnerin für das Thema Riesenbärenklau. Im Landkreis Rhön-Grabfeld kann man sich per Mail an das Umweltamt wenden: umweltamt@rhoen-grabfeld.de.

Hessen: Wer im Landkreis Fulda und der Hessischen Rhön Herkulesstauden entdeckt, kann sich an die jeweilige Gemeinde beziehungsweise an die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön wenden, Tel.: (06654) 9612-0, E-Mail: info@br-rhoen.de.

Thüringen: Landschaftspflegeverband „BR Thüringische Rhön“ e. V., Ansprechpartnerin Gesa Last, Tel.: (036946) 20656, E-Mail: g.last@lpv-rhoen.de.

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Neophyten Handlungsfelder Kulturlandschaft & Naturschutz Übergreifende Kategorien Mensch Natur POI Schutzgebiete
news-1877 Thu, 09 Apr 2020 14:45:59 +0200 In den nächsten Wochen: Wanderwegeumleitung am Totnansberg https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/in-den-naechsten-wochen-wanderwegeumleitung-am-totnansberg/ Im Ostteil der Schwarzen Berge kommt es in den kommenden drei Wochen (ab dem 9. April 2020) wiederholt zu Hiebsmaßnahmen im bayerischen Staatsforstgebiet. Aus Sicherheitsgründen sind tageweise Sperrungen von Wanderwegen erforderlich, die in neben stehender Karte dargestellt sind. Bitte beachten Sie auch die Hinweise vor Ort. Die Umleitung am Totnansberg wird durch den Forstbetrieb Brückenau (BaySF) ausgeschildert. Einen Überblick gibt die nachstehende Karte. Wanderwege vom Würzburger Karl-Straub-Haus zur Platzer Kuppe und zum Feuerberg (Kissinger Hütte) bleiben wie eingezeichnet dauerhaft offen. Die Hütten bleiben unverändert bis auf Weiteres geschlossen.

Waldumbaumaßnahmen in den Kernzonen der Bayerischen Staatsforsten

Seit der Erweiterung 2014 verfügt das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön im bayerischen Teil über 3.889 ha Kernzonen, in denen sich die Natur auf Dauer unbeeinflusst von menschlicher Nutzung entwickeln kann. Einige durch die Erweiterung neu ausgewiesenen Kernzonen wurden jedoch im letzten Jahrhundert großflächig mit standortfremden Fichten aufgeforstet. Um diese Fichtenforste wieder in den für die Rhön typischen Laubwald zu überführen, werden aktuell umfassende Maßnahmen zum Waldumbau durchgeführt.

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BRRhoen-BY Hauptkontakt
news-1876 Mon, 06 Apr 2020 16:50:00 +0200 Finanzielle Entlastung für die Dachmarke-Partnerbetriebe: Markennutzungsgebühr wird 2020 ausgesetzt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/finanzielle-entlastung-fuer-die-dachmarke-partnerbetriebe-markennutzungsgebuehr-wird-2020-ausgesetzt/ Die Markennutzungsgebühr zur Verwendung des Qualitätssiegels Rhön wird in diesem Jahr ausgesetzt. Das haben die Vorstände des Vereins Dachmarke Rhön e.V. beschlossen. „Damit wollen wir unseren Beitrag zur Entlastung unserer Mitgliedsbetriebe leisten“, sagt Landrat Reinhard Krebs, der aktuelle Vorsitzende des Vereins Dachmarke Rhön e.V. Grund für diese Entscheidung sind die mit dem momentan grassierenden Coronavirus Covid-19 verbundenen Einschränkungen für das öffentliche Leben und die daraus resultierenden finanziellen Einbußen für die Erzeuger in allen Branchen und in allen Teilen der Rhön.  

Pressemitteilung der Rhön GmbH

Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe sind geschlossen, zahlreiche Veranstaltungen wurden abgesagt. Somit sind ganze Lieferketten und touristische Absatzmärkte weggebrochen. Durch die fehlenden Einnahmen sind viele Mitglieder des Dachmarke Rhön e.V. – sowohl in der Gastronomie als auch bei den Produzenten – in ihrer Existenz bedroht. Viele prüfen momentan alle Möglichkeiten, ihre Betriebskosten zu senken. Dazu gehören auch Gebühren und Beiträge, die bei Mitgliedschaften in Vereinen wie dem Dachmarke Rhön e.V. anfallen. „Erste Kündigungen haben wir schon erhalten“, sagt Stephanie Meinecke, die Abteilungsleiterin Dachmarke in der Rhön GmbH. Weitere, so befürchtet sie, werden folgen. „Dem wollen wir mit dem Aussetzen der Markennutzungsgebühr für 2020 entgegenwirken“, fügt Meinecke hinzu.

Je nach Mitarbeiterzahl fallen pro Betrieb jährlich zwischen 90 Euro und 2160 Euro netto als Markennutzungsgebühr an. Diese berechtigt das Unternehmen, das Qualitätssiegel Rhön für Produkte und Dienstleistungen zu verwenden, für die die Kriterien der Marke „Qualität des Biosphärenreservats“ erfüllt werden. Verwendet wird das Gebührenaufkommen dazu, die Vermarktung der gesiegelten Produkte mit Basis-Leistungen zu fördern. „Trotz der nun wegfallenden Gebühr sind unsere Dachmarke-Betriebe weiterhin berechtigt, das Qualitätssiegel Rhön für die entsprechenden Produkte und Dienstleistungen zu verwenden“, versichert Landrat Krebs. „Selbstverständlich werden von den Mitarbeiterinnen der Rhön GmbH auch weiterhin die gewohnten Leistungen und Arbeiten für die Markenpartner erbracht“, fügt er hinzu.


Das Qualitätssiegel Rhön

Das Siegel steht für Qualität, Regionalität und eine transparente Wertschöpfungskette. Es wird vom Verein Dachmarke Rhön e.V. nach einem intensiven Zertifizierungsprozess vergeben. Aufgabe des Vereins ist die länderübergreifende Zusammenarbeit in Hessen, Bayern und Thüringen, nachhaltige Wirtschaftsformen sowie den Erhalt der Kulturlandschaft in der Rhön zu fördern. Außerdem trägt der Dachmarke e.V. dazu bei, den ländlichen Raum zu stärken und die regionalen Wertschöpfungsketten zu fördern. Diese Arbeit kann nicht ehrenamtlich geleistet werden und wird deshalb seit dem Jahr 2017 von den Mitarbeiterinnen der Abteilung Dachmarke der Rhön GmbH erledigt. Dabei werden sie von allen anderen Bereichen der Rhön GmbH unterstützt.

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Handlungsfelder Wirtschaft, Tourismus & Regionalkultur Übergreifende Kategorien Mensch