Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de Biosphärenreservat Rhön de-DE Biosphärenreservat Rhön Mon, 20 Sep 2021 02:01:37 +0200 Mon, 20 Sep 2021 02:01:37 +0200 TYPO3 EXT:news news-2081 Fri, 17 Sep 2021 15:00:00 +0200 Die Rhön zeigt, wie's geht: Erfolgreiche Projekte und Zukunftsideen bei länderübergreifender Biosphärentagung vorgestellt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/die-rhoen-zeigt-wies-geht-erfolgreiche-projekte-und-zukunftsideen-bei-laenderuebergreifender-biosphae/ Erfolgreiche Projekte zur nachhaltigen Entwicklung im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – zu diesem Thema haben sich am Freitag auf Einladung der Thüringer Verwaltung rund 140 Gäste auf der Biosphärentagung in der Schlosshalle in Dermbach ausgetauscht. Die Tagung stand dabei ganz im Zeichen des Jubiläums: Zu 30 Jahren UNESCO-Biosphärenreservat wurde ein Magazin vorgestellt, und erstmals war der eigens komponierte Biosphärensong „Geliebte Rhön“ zu hören. „Mensch. Natur. Einklang.“ – das Rhöner Jubiläumsmotto macht deutlich, dass es in UNESCO-Biosphärenreservaten als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung um mehr als Natur- und Artenschutz geht. Auch in der Rhön ist eine wirtschaftliche Entwicklung mit regionalen, ökologischen und sozialen Schwerpunkten das Ziel. Um erfolgreiche Beispiele und zukunftsweisende Ideen drehte sich daher die diesjährige Biosphärentagung. 

„Von der Vermarktung regionaler Produkte über Angebote zum nachhaltigen Tourismus bis zu Projekten zur klimafreundlichen Mobilität – in der Rhön gibt es vielfältige Ideen, um die Schönheit der Natur zu wahren und gleichzeitig die nachhaltige Entwicklung der Region voranzubringen. Ich freue mich, dass wir gerade in diesem Jahr mit unserem Förderprogramm dazu viele Projekte unterstützen oder anschieben konnten“, sagte Umweltstaatssekretär Olaf Möller zur Tagungseröffnung.

Weitere Grußworte sprachen Dermbachs Bürgermeister Thomas Hugk, Reinhard Krebs, Landrat des Wartburgkreises, und Daniel Klee als Koordinator der Kreisentwicklung im Landratsamt Schmalkalden Meiningen in Vertretung von Landrätin Peggy Greiser.

Starthilfe, Jugend und Tourismus

Von der Rhön als Wirtschaftsregion sprach Joanna Izdebski, Geschäftsführerin der TGF Schmalkalden/Dermbach GmbH. Hauptaufgabe der TGF als regionales Wirtschaftsförderungsinstrument ist es, Start-ups und künftige Gründerinnen und Gründer auf ihrem Weg zu finanzstarken, eigenständigen Unternehmen zu begleiten. Unterstützung erhalten die Jungunternehmen zum Beispiel durch Beratung, Vermietung von Gewerbeflächen, Kooperationsvermittlung sowie Einbeziehung in Projekte und Netzwerke.

Nachhaltige Jugendarbeit in der Thüringer Rhön thematisierten Julia Wegener und Daniela Tischendorf vom Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa e. V. Die dezentrale Kinder-und Jugendarbeit auf den Dörfern ist besonders wichtig für die Verbundenheit zur Rhön als Heimat. „Die Jugend möchte in ihrer Freizeit mitbestimmen können. Wenn wir dies ermöglichen, sind das perfekte Voraussetzungen dafür, nachhaltige Jugendarbeit durchzuführen. Die junge Generation sollte in der Rhön stets vertreten bleiben“, betonten die Referentinnen.

Um nachhaltigen Tourismus ging es im Vortrag von Bertram Vogel, Geschäftsführer der Rhön GmbH – Gesellschaft für Tourismus und Markenmanagement, die Anfang 2017 die Aufgabe übernommen hat, die Urlaubsregion Rhön zu fördern und die dort hergestellten Produkte zu vermarkten. Wichtiger Bestandteil ist die Abteilung Dachmarke Rhön, die die Zertifizierung mit dem Siegel „Qualität aus dem Biosphärenreservat“ steuert und durchführt. Aktuelle Entwicklungen im Bereich Dachmarke stellte Martina Klüber-Wibelitz vor.

Förderung und Mobilität

Über das Thema Mobilität, genauer gesagt den öffentlichen Nahverkehr im nördlichen Teil der Rhön, sprach Horst Schauerte, Vorstand von Wartburgmobil. „Ziel ist, dass schon die Anreise mit guten Verbindungen auch ohne Auto möglich ist, da in größeren Städten bis zu 40 Prozent entweder kein Auto oder keinen Führerschein haben.“ Hier bietet der „dorfbus“ seit September 2020 Abhilfe. Erstmals sind auch kleinere Orte und Siedlungen ebenso wie touristische Ziele gut und individuell erreichbar. Digitale Angebote erleichtern den Zugang zum Angebot und den Fahrplänen – von der App über die ersten ePaper-Haltestellen bis zum Handyticket.

Erfolgsgeschichten aus der hessischen Rhön – dem LEADER-Fördergebiet Lebensraum Rhön – erzählte Ute Raband, Regionalmanagerin beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. Raband gab Einblicke in Fördermöglichkeiten und deren Einfluss auf eine nachhaltige Entwicklung des Landschafts-, Lebens- und Wirtschaftsraums Rhön. Bekanntes Projekt ist zum Beispiel das seit den 1950er Jahren gemeinschaftlich genutzte Gefrierhaus in Ehrenberg-Thaiden, das im Rahmen des hessischen Regionalbudgets im Jahr 2020 modernisiert werden konnte.

Über eine vielversprechende Förderung im Bereich der Regionalentwicklung durfte sich in diesem Jahr auch der Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats freuen: Rund 600.000 Euro flossen im Rahmen eines Förderprogramms des Thüringer Umweltministeriums in insgesamt 28 innovative Projekte in der Rhön. Der Verein Rhönforum e. V. und die Thüringer Biosphärenreservatverwaltung begleiten die Kommunen bei der Umsetzung. Noch in 2021 entstehen unter anderem neue Lehrpfade und Wanderwege sowie Übernachtungsmöglichkeiten. Einen Einblick in die vielfältigen Ideen der Kommunen gaben Dr. Frank Riedel (Thüringer Verwaltung Biosphärenreservat) und Regina Filler vom Rhönforum e. V.

Magazin, Biosphärensong und Poetry Slam

Mit ihren Kollegen Michael Geier (Bayern) und Torsten Raab (Hessen), ihrem Vorgänger Karl-Friedrich Abe sowie Anna-Lena Bieneck (Hessen) stellte Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung, das Magazin zum Jubiläum „30 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat Rhön“ vor, das die Verwaltungen gemeinsam erarbeitet haben. „Das Magazin ist keine historische Chronik, sondern ein kurzweiliger Einblick in unsere Arbeit – gestern, heute und morgen“, betonte Schade. „Auch die eine oder andere Anekdote ist darin zu finden. Wir hoffen, die Rhönerinnen und Rhöner haben Spaß daran!“ Das Heft ist in den Verwaltungen in Oberelsbach, Hilders und Zella/Rhön kostenfrei erhältlich.

Kein Biosphärenreservat ohne kulturelle Vielfalt – und Kultur kam auf der Tagung nicht zu kurz: Die Band JANNA spielte erstmals live den anlässlich des Jubiläums gedichteten Biosphärensong „Geliebte Rhön“, und Poetry-Slammer Michael Jakob aus Ansbach ließ zum Schluss der Veranstaltung die vorgestellten Themen Revue passieren.

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Wirtschaft, Tourismus & Regionalkultur Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Mensch VNLR
news-2084 Thu, 16 Sep 2021 12:03:45 +0200 Vortrag zum Anschauen: Wassermanagement im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön unter dem Einfluss des Klimawandels https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/vortrag-zum-anschauen-wassermanagement-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-unter-dem-einfluss-des-kli/ Wie sich die Niederschläge und die Grundwasserneubildung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich verändern werden, haben Hydrologinnen und Hydrologen des transdisziplinären Forschungsprojekts KlimaRhön an der Goethe-Universität Frankfurt am Main modelliert. Erste Ergebnisse aus dem Projekt hat die Projektleiterin Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink in einem Online-Vortrag in der Reihe „In der Rhön – für die Rhön“ vorgestellt. Interessierte finden die Aufzeichnung auf der Homepage des Biosphärenreservats. Die Expertinnen und Experten schätzen, dass es zwar insgesamt zu mehr Grundwasserneubildung durch Niederschläge kommen wird, diese aber vor allem in den künftig eher milden und somit regenreichen Wintern fallen werden. „So wird sich der Trend der vergangenen Jahre mit trockenen Frühjahr- und Sommermonaten und regenreichen Wintern wohl leider weiter fortsetzen. Das bedeutet, dass es gemäß den modellierten Klimaveränderungen in der Rhön im Sommerhalbjahr zu häufigeren Perioden mit Bodentrockenheit, Extremwetterereignissen, Temperaturanstieg und damit auch zu einer zumindest periodischen Austrocknung von Bächen, Teichen und Seen kommen wird“, erklärte die Referentin.

Die Soziologinnen und Soziologen haben gleichzeitig mittels Umfragen und Interviews erhoben, ob und wie der Klimawandel in der Bevölkerung, aber auch in der Wirtschaft, der Kommunalpolitik und Verwaltung wahrgenommen wird. Dabei stellte sich heraus, dass mehr als 50 Prozent der Befragten in den vergangenen Jahren bereits eine geringere mengenmäßige Verfügbarkeit von Wasser festgestellt haben. „Schon jetzt wird dieser Zustand als deutliche Einschränkung erlebt.“ Mehr als 60 Prozent gaben an, dass sie die abnehmende Wasserverfügbarkeit als künftig großes Problem sehen. Bei der Frage nach Verantwortlichkeiten variierten die Meinungen. Stark kritisiert wurde unter anderem, dass bestehende Verordnungen von den Behörden und Verwaltungen oft nicht ausreichend umgesetzt würden.

Bei der Frage, wie mit dem Knapperwerden der Ressource Wasser umgegangen werden könnte, zeigte sich eine sehr hohe Bereitschaft, Regenwasser zu nutzen. Außerdem wäre ein Großteil der Befragten bereit, durch die Verwendung wassersparender Haushaltsgeräte, die Vermeidung von Flächenversiegelung, die Nutzung von Grauwasser (z. B. für die Toilettenspülung) und die Reduzierung des eigenen Fleischkonsums den Wasserverbrauch im privaten Haushalt zu reduzieren. Die Bereitschaft, mehr für Trinkwasser zu bezahlen, um auf diese Weise Anpassungsmaßnahmen finanzieren zu können, war hingegen eher gering.

All diese Erkenntnisse werden nun in der letzten Phase des Projekts dazu genutzt, zusammen mit Landwirtschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Kommunalpolitik und Bevölkerung Strategien zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu entwickeln.

Die Aufzeichnung des Vortrags als Video finden Sie hier.

Die Präsentation als PDF finden Sie hier. 

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news-2083 Thu, 16 Sep 2021 09:00:00 +0200 Baumwartausbildung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön startet im November https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/baumwartausbildung-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-startet-im-november/ Dem Kulturerbe Streuobst in der Rhön eine Zukunft geben – das ist das gemeinsame Ziel der Rhöner Apfelinitiative e. V. und der Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Die Verwaltungen fördern ab November 2021 länderübergreifend eine zweijährige Ausbildung zum/zur Baumwart/in, Bewerbungen sind ab sofort möglich. Los geht es am 26. November mit dem ersten Modul „Winterschnitt am Altbaum“. Mit der Durchführung der Ausbildung ist die Rhöner Apfelinitiative beauftragt worden. Seit mehr als 25 Jahren ist der Verein Dachorganisation für alle, denen die Rhöner Streuobstwiesen mit ihren Apfelbeständen am Herzen liegen. „Im Aufbau einer neuen Generation Baumwartinnen und Baumwarte sehen wir eine Chance, den als immaterielles Kulturgut anerkannten Streuobstanbau im UNESCO-Biosphärenreservat und damit auch Streuobstwiesen als wertvolle Hotspots der biologischen Vielfalt langfristig zu erhalten“, erklärt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung, die die Ausbildung federführend organisiert. Viele der heutigen Bestände seien überaltert und von Misteln befallen, erklärt Antje Schwanke, Geschäftsführerin der Apfelinitiative. „Noch dazu zieht sich die ältere Generation mehr und mehr zurück, und den Nachrückenden fehlt es oft an grundlegendem Wissen.“ Gemeinsames Ziel des Vereins und der Biosphärenreservatverwaltungen ist es daher, langfristig ein Netzwerk aus Baumwartinnen und Baumwarten aufzubauen, die sich länderübergreifend um das bestehende Streuobstpotential kümmern, sich austauschen und als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fungieren.

Erster Termin ist am 26. November 2021, die Abschlussprüfung ist für November 2023 geplant. Das erste Jahr bietet eine intensive Einführung in Schnitt und Pflege von Streuobstbäumen, das zweite Jahr dient zur Vertiefung und Erweiterung des Wissens. Die Ausbildung umfasst neun Wochenendmodule über zwei Vegetationsperioden mit insgesamt 135 Stunden. Diese finden auf Rhöner Streuobstflächen in Bayern, Hessen und Thüringen statt. Themen sind Winterschnitt am Altbaum, Jungbaumerziehung, Baumgesundheit und -pflege, Sommerschnitt am Altbaum, Instandsetzung/Neuanlage von Streuobstwiesen, Veredelung, Perspektiven im Streuobstbau, Pomologie sowie Laub- und Nadelbaum im Reife- und Altersstadium. Mit erfolgreich abgeschlossener Prüfung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.

Bewerbungen bis 22. Oktober

Die Ausbildung richtet sich nicht nur an jene, die bereits Flächen bewirtschaften, sondern an alle Interessierten, die im Streuobstbau beziehungsweise der Baumpflege in der Rhön aktiv werden wollen. Zu beachten ist, dass die Arbeit mit körperlicher Anstrengung verbunden ist. Die Ausbildung wird durch die Biosphärenreservatverwaltungen mitfinanziert, der Eigenanteil liegt bei insgesamt 650 Euro pro Person (pro Wochenende 72 Euro).

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Bewerbungen sind bis zum 22. Oktober 2021 möglich: in schriftlicher Form beim Verein Rhöner Apfelinitiative e. V., Eisenacher Str. 24, 36115 Ehrenberg-Seiferts, alternativ per E-Mail an apfelbuero@rhoenerlebnis.de. Die Bewerbung sollte eine kurze Vorstellung der Person enthalten sowie die Darstellung der Motivation, an der Ausbildung teilzunehmen. Für Rückfragen steht Geschäftsführerin Antje Schwanke zur Verfügung, Telefon (0176) 9858 0604, E-Mail: schwanke.antje@googlemail.com.

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Kulturlandschaft & Naturschutz
news-2082 Wed, 15 Sep 2021 09:33:56 +0200 Eine heiße Tasse „Peru trifft Rhön“ und spannende Hintergründe – Erzählcafé am 7. November in Maria Bildhausen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/eine-heisse-tasse-peru-trifft-rhoen-und-spannende-hintergruende-erzaehlcafe-am-7-november-in-maria/ Die tägliche Tasse Kaffee ist für viele unverzichtbar. Wie es gelingt, dieses „Lebenselixier“ nachhaltig zu genießen, zeigt der Kaffee „Biosphäre² – Peru trifft Rhön“. Er ist Symbol einer in diesem Jahr unterzeichneten Partnerschaft der UNESCO-Biosphärenreservate Rhön und BIOAY in Peru. Bei einem Erzählcafé am Sonntag, 7. November, von 14 bis 17 Uhr in der „Abtsstube“ der Klostergaststätte Maria Bildhausen können Interessierte den Kaffee und die Rösterei Bühner kennenlernen und Hintergründe zur Partnerschaft und dem Themenfeld nachhaltige Landnutzung und nachhaltiger Genuss erfahren. Zu der Veranstaltung laden die Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, die Rhön GmbH und die Rösterei „Rhön Kaffee – Bühners Rösterei“ ein. Bei einer heißen Tasse „Biosphäre² – Peru trifft Rhön“ und entspannter Musik erfahren Sie Hintergründe zum Thema Kaffee und Nachhaltigkeit sowie zur Partnerschaft mit dem Biosphärenreservat BIOAY und den peruanischen Kaffeebauern, und wir kommen ins lockere Gespräch. Lernen Sie Menschen aus der Region kennen, die sich um Fairness in den unterschiedlichen Bereichen kümmern: Verantwortliche des Weltladens Bad Neustadt, des Fair­trade-Landkreises Rhön-Grabfeld und der Fairtrade-Town Bad Neustadt, der Marktgemeinde Oberelsbach, der Rhön GmbH und aus der Rhöner Gastronomie. Wer möchte, kann die Rösterei bei einer Führung kennenlernen. Rainer Bühner beantwortet Fragen rund um Kaffee und dessen Verarbeitung.

Anmeldung bis 22. Oktober

Der Eintritt und der Biosphärenkaffee sind kostenfrei, weitere Verpflegung ist selbst zu zahlen. Einlass ist ab 13.30 Uhr. Es gelten die tagesaktuellen Corona-Hygieneregeln, entsprechende Nachweise (3G-Regel) sind mitzuführen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung bis spätestens 22. Oktober ist erforderlich: bei der Klostergaststätte Maria Bildhausen unter Telefon (09766) 815 71 bzw. -70 (8-16 Uhr) oder per Mail an manuela.gessner@drw.de.

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news-2080 Tue, 14 Sep 2021 16:03:37 +0200 Freiwillige leisten im Roten Moor wertvollen Beitrag zum Schutz des Goldenen Scheckenfalters https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/freiwillige-leisten-im-roten-moor-wertvollen-beitrag-zum-schutz-des-goldenen-scheckenfalters/ Großartiger Einsatz für einen kleinen Falter: Die Maßnahmen des LIFE-Projekts Rhöner Bergwiesen zum Schutz des Goldenen Scheckenfalters im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön haben erneut Unterstützung vom Bergwaldprojekt bekommen. Wie in den beiden Jahren zuvor waren Ende August aus ganz Deutschland Freiwillige in die Rhön gereist, um zweimal jeweils eine Woche lang Dienst für die Natur zu leisten. Regen, Kälte und Schlamm konnten den 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der ersten Projektwoche im Naturschutzgebiet Rotes Moor nichts anhaben, die unter dem Motto Biotoppflege und Artenschutz stand. Unter der Leitung von Ranger Jan Knittel halfen sie beim Mähen und Entbuschen der feuchten Borstgrasrasen. Weil hier keine Fahrzeuge fahren können, musste sämtliches Material im Anschluss von Hand vom morastigen Untergrund gezogen und zum Anhänger gehievt werden. Das Entfernen des Gehölzes und die einschürige Mahd des artenreichen Borstgrasrasens ist wichtig, damit sich der Gewöhnliche Teufelsabbiss wieder ausbreiten kann. Er ist die einzige Wirtspflanze des streng geschützten Falters. Auch bleibt dadurch der Artenreichtum des Borstrasrasens insgesamt erhalten. Andere seltene Pflanzen wie zum Beispiel die Arnika finden hier optimale Bedingungen.

Ein zweites Team aus weiteren 16 Freiwilligen pflanzte in der zweiten Einsatzwoche rund 6.400 Teufelsabbiss-Setzlinge an verschiedenen Standorten in die Erde, in deren Umfeld bereits Gespinste des seltenen Goldenen Scheckenfalters entdeckt wurden. In den Gespinsten leben die Raupen des Falters, die noch im selben Sommer geschlüpft sind und sich von den Blättern des Teufelsabbisses ernähren. Sie überwintern im Gespinst, verpuppen sich im darauffolgenden Frühjahr und der Kreislauf beginnt von neuem.
Der Falter kommt in der Hessischen Rhön derzeit nur rund um das Rote Moor und die Wasserkuppe vor. Mit der Schaffung von sogenannten Trittsteinbiotopen soll sein Lebensraum vergrößert werden. Der Teufelsabbiss zieht mit seiner späten Blüte noch viele andere Schmetterlingsarten an, wenn der Goldene Scheckenfalter seinen Lebenszyklus bereits beendet hat. Die Maßnahmen sind daher auch für andere Arten wertvoll. 

„Ich bin froh und dankbar für den wiederholten Einsatz der Freiwilligen aus dem Bergwaldprojekt. Es ist jedes Jahr wieder schön zu sehen wie motiviert alle ans Werk gehen. Gemeinsam leisten wir so einen großartigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in der Rhön“, freut sich Ranger und Freiwilligenkoordinator Jan Knittel. Zum Dank ging es am Ende der Einsatzwochen für alle Teilnehmenden noch auf eine Abschlussexkursion ins Schwarze Moor.

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Moore und Sümpfe Kulturlandschaft & Naturschutz Natur LIFE
news-2079 Tue, 14 Sep 2021 15:55:25 +0200 Sternenkino im Ulstertal: Neue Attraktion für den Sternenpark Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/sternenkino-im-ulstertal-neue-attraktion-fuer-den-sternenpark-rhoen/ An drei ausgewiesenen Standorten im hessischen Ulstertal haben Besucherinnen und Besucher ab sofort die Möglichkeit, den Nachthimmel auf eigene Faust zu erkunden und zu genießen. Die Touristikerinnen und Touristiker der Kommunen Ehrenberg, Hilders und Tann haben mit den "Sternenkinos" eine neue Attraktion für den Sternenpark im UNESCO-Biosphärenreservat geschaffen.  Pressemitteilung der Gemeinde Hilders

„Die Sternenkinos sind besonders attraktive Standorte zum Sternebeobachten“, berichten die Touristiker, „Unser Ziel ist es darüber hinaus aber auch, den Sternenpark in der Region noch bekannter zu machen.“ Daher gehört neben einer dreh- und schwenkbaren Holzliege auch eine informative Tafel zur Ausstattung dieser Plätze. „Die flexiblen Wellenliegen sind ideal, um den Blick nach oben in den Himmel zu richten“, erzählen die Touristiker weiter. Ein besonderes Erlebnis stellt eine Schnupper-Sternenführung dar, die von der Sternenparkkoordinatorin des Landkreises Fulda, Sabine Frank, aufgenommen wurde und als Audio-Datei über einen QR-Code vor Ort abrufbar ist. Die knapp 10-minütige Aufnahme gibt einen ersten Eindruck über den aufgehenden Sternenhimmel und soll Lust auf mehr machen.

Ergänzend sind in den Tourist-Informationen auch fluoreszierende Sternenkarten, Flyer, informative Bücher sowie Postkarten und Souvenirs zum Sternenpark erhältlich.

Die Sternenkinos sind an folgenden Standorten zu finden: Hilders – Buchschirm, Tann – Hundsbacher Weg, Wüstensachsen – Tretbecken.

Weitere Informationen erhält man in den Tourist-Informationen in Ehrenberg, Hilders und Tann oder unter www.ulstertal.de.

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Sternenpark Rhön
news-2078 Mon, 13 Sep 2021 10:33:57 +0200 Die Kelten im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön: Sonderausstellung bis 31. Oktober im Haus auf der Grenze https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/die-kelten-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-sonderausstellung-bis-31-oktober-im-haus-auf-der-gren/ Eine spannende perspektivische Erweiterung der Ausstellungen auf Point Alpha ist bis 31. Oktober mit „Als Grenzen keine Rolle spielten. Die Kelten im Biosphärenreservat Rhön“ im Haus auf der Grenze zu sehen. Die Sonderausstellung kommt vom Vonderau Museum Fulda und zeigt keltische Fundstücke von der Milseburg. Pressemitteilung der Point Alpha Stiftung

Die Kelten-Schau ist Teil der Kooperation zwischen der Gedenkstätte Point Alpha und dem Vonderau Museum Fulda. Besichtigt werden kann die Sonderausstellung „Als Grenzen keine Rolle spielten: Die Kelten im Biosphärenreservat Rhön“ im Haus auf der Grenze bis zum 31. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr. Im Zuge der Zusammenarbeit beider Institutionen ist parallel im Kaisersaal des Stadtschlosses Fulda bis zum 7. Oktober (Di–So, 10–17 Uhr) die Ausstellung „Point Alpha. Der heißeste Punkt des Kalten Krieges“ für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Exponate sind Zeugnisse der Eisenzeit und vermitteln Erlebnisse „keltischer Art”. Während der Eisenzeit, die 800 Jahre vor Christus beginnt, lag die Rhön am Rand des keltischen Verbreitungsgebietes. Kulturelle Einflüsse lassen sich in dieser Zeit aus verschiedenen Richtungen fassen. Der neue Werkstoff Eisen setzt sich in der frühen Eisenzeit nur langsam durch und wird anfangs hauptsächlich für Waffen und Werkzeuge verwendet. In der späteren Eisenzeit entwickelt sich die sogenannte Oppidakultur, infolgedessen große stadtartige Siedlungen entstehen.

„Die „Perle der Rhön“, die Milseburg, war während der Eisenzeit ein bedeutender Zentralort. Mit mächtigen Mauern befestigten die vorgeschichtlichen Siedler insgesamt über 45 Hektar Fläche“, erklärt Stadt- und Kreisarchäologin Milena Wingenfeld vom Fuldaer Vonderau Museum. Es ist eine faszinierende Zeitreise, auf die sich die Besucher der Sonderausstellung begeben. Die Funde von der Milseburg beweisen, dass in der Rhön verschiedenen Gewerken nachgegangen wurde, so sind unter anderem Zeugnisse von Textilverarbeitung, Keramikproduktion, Holzhandwerk, Metallverarbeitung und Landwirtschaft erhalten. Aber auch Schmuck in Form von bronzenen Gewandschließen, sogenannte Fibeln, und gläsernen Perlen sind bekannt. In der Ausstellung ist eine Auswahl von Fundstücken zu sehen, die einen Blick in den Alltag der eisenzeitlichen Siedler erlauben. Und was heißt das Wort Kelten? Autoren der Antike verwenden den Begriff „keltoi“. Das Wort gehört der indogermanischen Sprachfamilie an und bedeutet wohl so viel wie „die Tapferen“.

„Mit der Kelten-Ausstellung werden Geschichte und Gegenwart einmal in völlig anderen zeitlichen Dimensionen für die Gäste der Gedenkstätte erlebbar“, hofft der Wissenschaftliche Leiter Dr. Roman Smolorz auf regen Zuspruch. Das Point Alpha-Team freut sich dabei auf Begegnungen und Dialog über die Begriffe „Grenze“ und „Marken“. Für Sebastian Leitsch, Geschäftsführer der Point Alpha Stiftung, ist die Ausstellung aus dem Vonderau Museum eine willkommene Abwechslung und ein weiteres Signal des Aufbruchs nach langem CoronaStillstand. „Wir wollen mit dieser Ausstellung Einheimischen wie Touristen wieder einen neuen Anreiz zum Besuch unseres authentischen Geschichtsortes geben und dazu ermuntern, die geschichtlichen Aspekte unserer Region aus einem weiteren Blickwinkel, über die jüngere Geschichte hinaus, kennenzulernen."

Dr. Frank Verse, Leiter des Vonderau Museums, ergänzt: „Wir erhoffen uns, durch die Zusammenarbeit mit der Point Alpha Stiftung neue Impulse zu setzen und durch den Austausch auch für die inhaltliche Arbeit neue Anknüpfungspunkte zu erhalten.“ Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön, sieht in der Schau eine ideale Ouvertüre für das erste große Archäologie-Jahr in Hessen in 2022. An dem Projekt „Kelten Land Hessen – Archäologische Spuren im Herzen Europas“ beteiligen sich auch das Biosphärenreservat und das Vonderau Museum, um das reiche kulturelle Erbe der Kelten in Hessen sichtbar zu machen.

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news-2077 Sun, 05 Sep 2021 15:54:00 +0200 „Wir zählen Lichter“ https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wir-zaehlen-lichter/ Bürgerwissenschaftsprojekt mit dem GFZ Potsdam - Unter dem Slogan 'Wir zählen Lichter, weil die Nacht zählt' beteiligt sich das Umweltzentrum Fulda und der Sternenpark im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön an einer vom Deutschen Geoforschungszentrum GFZ Potsdam im September und Oktober 2021 initiierten Messkampagne. Hintergrund ist, dass Satellitenaufnahmen von der Erde bei Nacht eine weltweite Zunahme der Lichtverschmutzung aufzeigen. Verlässliche Daten zu vielen Lichtquellen am Boden fehlen aber und lassen sich auch nicht per Satellit ermitteln bzw. die Zusammenhänge zwischen den von Satelliten gemessenen Lichtemissionen und der Art und räumlichen Verteilung von Kunstlichtquellen sind nicht eindeutig.
Ziele der Kampagne sind die Fernerkundung nächtlicher Lichtemissionen durch Satelliten, um Daten über Lichtquellen am Boden zu ergänzen, die Ursachen von Lichtverschmutzung greifbarer und verständlich zu machen sowie das öffentliche Bewusstsein für diese Form der Umwelteinwirkung zu fördern.

Mit der eigens entwickelten Handy-App „Nachtlichter“ sollen im Kampagnenzeitraum in festgelegten Bereichen der Stadt Fulda sowie im Gewerbegebiet Petersberg/Künzell Quellen von Außenbeleuchtung erfasst werden. Zum Kampagnenstart wird die App kostenlos zur Verfügung sein. Wer mitzählen möchte, bekommt in einem Tutorial erklärt, wie die App funktioniert.

Am 07.09.2021 um 19 Uhr wird es per Zoom eine Online-Kick-off-Veranstaltung mit Infos rund um die Messkampagne und den Anleitungen zum Erfassen mit den Projektleitern des GFZ Potsdam geben:

Zoom-Meeting beitreten:
https://gfz-potsdam-de.zoom.us/j/99308422788?pwd=bDJ0LzF0SUVlRlJIMUhPY3U1U3MvZz09
Meeting-ID: 993 0842 2788
Kenncode: 285545

Am 08.09.2021 um 19 Uhr treffen wir uns am Uni-Platz in Fulda zur Verteilung der Warnwesten und Infoflyer und können gemeinsam die App ausprobieren.

Neben der Kampagne in Fulda sind weitere Kampagnen in Potsdam, Dresden und evtl. Würzburg und Bochum in Planung. Nach Auswertung der Daten aller Messkampagnen durch das GFZ-Team werden die Daten und Projektergebnisse öffentlich zugänglich gemacht und können von allen Beteiligten genutzt werden.

Infos zum Projekt und den Kontaktpersonen unter: www.gfz-potsdam.de/sektion/fernerkundung-und-geoinformatik/projekte/nachtlicht-buehne/

Kontakt vor Ort: kontakt@umweltzentrum-fulda.de oder info@sternenpark-rhoen.de

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Sternenpark Rhön Tipp BRRhoen-TH BRRhoen-HE BRRhoen-BY
news-2075 Fri, 03 Sep 2021 15:54:50 +0200 Biosphärenerlebnistag mit sechs Stationen und kostenfreiem Shuttle am 18. September https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/biosphaerenerlebnistag-mit-sechs-stationen-und-kostenfreiem-shuttle-am-18-september/ 30 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – das will die Thüringer Verwaltung des Biosphärenreservats mit den Menschen in der Rhön feiern! Am Samstag, 18. September, von 10 bis 17 Uhr, lädt die Verwaltung in Kooperation mit zahlreichen regionalen Akteurinnen und Akteuren zu einem kostenfreien Erlebnistag mit sechs Stationen ein. An Station 1 – dem Technologie- und Gründerzentrum Dermbach, Untere Röde 13 – präsentiert sich die Einrichtung mit einem Tag der offenen Tür und vielen Ausstellungselementen, Ständen von regionalen Wirtschaftsakteuren und buntem Markttreiben.

Am neuen Bildungszentrum an der Propstei Zella/Rhön in der Goethestr. 1 – Station 2 – bietet die Biosphärenreservatsverwaltung zahlreiche Angebote zum Mitmachen und Entdecken an. Mittelpunkt der Aktionen wird das Thema Streuobstwiese sein. Für das kulinarische Wohl sorgt die Gemeinde Dermbach, OT Zella auf der Festwiese vor der Propstei.

Die Rhönbrauerei als Verarbeitungsbetrieb im Netzwerk Dachmarke Rhön in der Fuldaer Str. 6 in Kaltennordheim öffnet ihre Türen für interessierte Gäste an Station 3. Hier werden Einblicke in den Familienbrauereibetrieb gegeben.

Wer Spannendes über Kalkmagerrasen, Silberdisteln und Rhönschafe wissen will, der ist an Station 4 in Oberkatz, Dörrensolzer Str. 22 – dem Katzbachhaus, willkommen. Hier starten jeweils um 10.30, 13 und 15 Uhr einstündige Kurzführungen, zudem gibt es für Ausdauernde eine geführte Wanderung entlang des 5 Kilometer langen Schäferwegs ab 13 Uhr. Außerdem werden kurze Alpakawanderungen angeboten. Die Gemeinde lädt zu Kaffee und Kuchen ins Katzbachhaus ein.

Station 5 ist das Natur Aktiv Museum Oepfershausen (Beckengasse 2b): Das Team lädt zum Basteln, Entdecken und Mitmachen ein.

Als Station 6 präsentiert sich das Landhotel „Zur Grünen Kutte“ im Dermbacher Ortsteil Bernshausen als Gastronomiebetrieb im Netzwerk Dachmarke Rhön mit touristischen und kulinarischen Highlights.

Erkunden kann man die Stationen zwischen 10 und 17 Uhr ganz nach Belieben – wer nicht mobil ist, kann einen kostenfreien Shuttlebus nutzen. Alle 30 Minuten startet ein Bus vom Technologie- und Gründerzentrum in Dermbach entlang der Stationsroute. und bietet somit ein nachhaltiges Mobilitätsangebot. So kann an den verschiedenen Stationen jederzeit wieder ein Bus zu den nächsten Erlebnispunkten genutzt werden. Auch per Fahrrad bieten sich viele Stationen an, die mit dem Feldatalradweg, dem Rhön-Rennsteig-Radweg oder Rosatalradweg verknüpft sind. Somit entsteht ein nachhaltiges Mobilitätsangebot.

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Tipp BRRhoen-TH Hauptkontakt
news-2074 Fri, 03 Sep 2021 14:57:37 +0200 Bürgerinnen und Bürger erfassen erfolgreich die Verbreitung von wärmeliebenden Insekten in der Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/buergerinnen-und-buerger-erfassen-erfolgreich-die-verbreitung-von-waermeliebenden-insekten-in-der-rhoen/ „Insekten gesucht!“ hieß es von Anfang Mai bis Ende Juli im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger war die Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats länderübergreifend auf der Suche nach der Blauschwarzen Holzbiene (Xylocopa violacea) und dem Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta), um Aufschluss über die Verbreitung der beiden wärmeliebenden Arten zu erhalten. Mit Erfolg: Dank der eifrigen Unterstützung aus der Bevölkerung konnten belastbare Daten gesammelt werden. „Mit mehr als 500 Meldungen und fast 1.000 gesichteten Individuen der beiden Insektenarten sind unsere Erwartungen weit übertroffen worden. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, ohne deren Hilfe solche Ergebnisse nicht zustande gekommen wären“, betont die Projektverantwortliche Tina Bauer. Die Holzbienen wurden größtenteils im eigenen Garten gesichtet, während die Trauer-Rosenkäfer häufig auch bei Spaziergängen entdeckt wurde. Beide Insektenarten sind wärmeliebend, in der Rhön war es ihnen früher deutlich zu kühl. Mit der Klimaerwärmung hat sich das geändert: Die Ergebnisse des bürgerwissenschaftlichen Erfassungsprojekts zeigen, dass sowohl die Blauschwarze Holzbiene als auch der Trauer-Rosenkäfer im UNESCO-Biosphärenreservat inzwischen weit verbreitet sind.

Vor allem die Blauschwarze Holzbiene ist mit über 400 Meldungen sehr häufig gesichtet worden, was in Zeiten von starken Bestandsrückgängen bei vielen Wildbienenarten eine gute Neuigkeit ist. In 68 Fällen wurden sogar die etwa fingerdicken Nistlöcher der Holzbiene in Totholz entdeckt. Das bedeutet, dass die Biene dort Brutgänge gebaut hat, in denen sich ihre Nachkommen entwickeln. Besonders häufig wurde die Blauschwarze Holzbiene auf Nektarsuche an Muskateller-Salbei und verschiedenen Wickenarten gesichtet. Doch auch Akelei, Wollziest und Mohn waren häufig genannte Pflanzen.

Der Trauer-Rosenkäfer gilt in Bayern als vom Aussterben bedroht, weil er lange Zeit nur sehr selten und nur in warmen Gebieten gefunden wurde. Daher sind die 67 Trauer-Rosenkäfer-Meldungen in der Rhön besonders bemerkenswert. Als Larve lebt der Trauer-Rosenkäfer in der Erde von Hochbeeten oder im Kompost und schlüpft dann in den ersten warmen Frühlingstagen. Danach findet man den ausgewachsenen Käfer meist an Pflanzen, von deren Pollen er sich ernährt. Am häufigsten wurde er auf Margeriten gesehen, daneben wurden Kornblumen und Löwenzahn als beliebte Pflanzen genannt.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse dieses bürgerwissenschaftlichen Projekts, dass der Klimawandel im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bereits angekommen ist. Das gefährdet zahlreiche kälteliebende Tier- und Pflanzenarten, die aus ihren wärmer werdenden Lebensräumen verdrängt werden. Auf der anderen Seite profitieren davon wärmeliebende Arten wie die Blauschwarze Holzbiene und der Trauer-Rosenkäfer. Beide Arten sind nach derzeitigem Kenntnisstand völlig ungefährlich für die heimische Flora und Fauna. Wer sie auch gerne im Garten beobachten möchte, kann mit den genannten Pflanzen ihnen und auch vielen anderen Insekten Nahrung ermöglichen. Wer Altholz von Laubbäumen im Garten hat oder tote Äste an Obstbäumen belässt, bietet der Holzbiene und vielen anderen Insekten zusätzlich wichtigen Lebensraum für ihre Larven.

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news-2073 Thu, 02 Sep 2021 14:02:49 +0200 Schutzgebiete neu entdecken: Neue Wanderausstellung „Ganz Meine Natur!“ ab 06. September in der Stadtbibliothek Hammelburg zu Gast. https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/schutzgebiete-neu-entdecken-neue-wanderausstellung-ganz-meine-natur-ab-06-september-in-der-stad/ Die Wanderausstellung „Ganz Meine Natur!“ der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege stellt eine wenig bekannte Schutzgebietskategorie, die Natura 2000 Gebiete, in den Fokus. Diese vielfältigen Landschaften dienen dem großflächigen Schutz von Tieren und Pflanzen. In interaktiven Ausstellungselementen können Besucher:innen sich über die Bewohner und Besonderheiten dieser Naturschönheiten informieren. So vielfältig wie die Schutzgebiete sind auch die geplanten Veranstaltungen im Ausstellungszeitraum. Das bunte Rahmenprogramm des Naturerlebniszentrum Rhön lädt ein, die Natura 2000 Gebiete im Landkreis Bad Kissingen zu erkunden. Ob aktives Mithelfen bei einer Müllsammelaktion in einem Hammelburger Schutzgebiet oder angeregtes Diskutieren bei einem philosophischen Abend zum Thema Boden, für jedes Interesse ist etwas dabei. Auf Exkursionen zu Natura 2000 Gebieten im Landkreis, z.B. auf den Truppenübunsgplatz Hammelburg, entdecken Interessierte ihre Heimat von einer neuen Seite. 
 
Die Ausstellung kann auf Initiative des Naturerlebniszentrum Rhön vom 06. September bis 10. Oktober in der Stadtbibliothek Hammelburg kostenfrei während der Öffnungszeiten besucht werden. 

Begleitet wird die Ausstellung von einem vielfältigen Rahmenprogramm.  
 

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news-2076 Wed, 01 Sep 2021 16:39:00 +0200 Thüringer Verwaltung sucht personelle Verstärkung im Bildungsbereich https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/thueringer-verwaltung-sucht-personelle-verstaerkung-im-bildungsbereich/ In der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön mit Sitz in Zella ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer/eines Mitarbeiterin/Mitarbeiters für Bildung und Kommunikation zu besetzen. Das Aufgabengebiet umfasst insbesondere die Mitarbeit bei anfallenden Arbeiten im Bereich der Kommunikation und Bildung für nachhaltige Entwicklung, insbesondere die Mitwirkung bei Bildungsmaßnahmen, z.B. Kita-Gruppen, Schulklassen,
Junior Ranger und Betreuung von Informationsständen bei öffentlichen Veranstaltungen und Messen. Gleichzeitig wird bei der Pflege und Instandhaltung der Dienstfahrzeuge/Equipment unterstützt, Transport- und Logistikaufgaben, z.B. im Bereich der Materialbeschaffung und Infomaterial-Verteilung werden durchgeführt. Desweiteren werden anfallende Instandhaltungs- und kleinere Baumaßnahmen im Außen- und Innenbereich vorbereitet und durchgeführt. Aber auch Tätigkeiten bei Forschungs- und Monitoringmaßnahmen wie z. B. Kontrolle von Insektenfalle gehören zum Arbeitsbereich.

Folgende Voraussetzungen werden von Bewerbern/ Bewerberinnen zwingend erwartet:

  • eine abgeschlossene Ausbildung in einem „grünen“ Beruf (Forstwirt/in,Landwirt/in, Landschaftsgärtner/in) oder eine vergleichbare Qualifikation
  • Fahrerlaubnis Klasse B
  • sichere Kenntnisse der Office-Anwendungen

Alle weiteren Informationen bitte der Stellenausschreibung - wir freuen uns über zahlreiche Bewerbungen.

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news-2072 Thu, 26 Aug 2021 08:56:00 +0200 Kochbuch als Highlight im Jubiläumsjahr: Vierte Runde der Rhönschaf-Genießerwochen startet am 25. September https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/kochbuch-als-highlight-im-jubilaeumsjahr-vierte-runde-der-rhoenschaf-geniesserwochen-startet-am-25-se/ Die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, der Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. (VNLR) und die Rhön GmbH haben es sich zur gemeinsamen Aufgabe gemacht, das Rhönschaf und die Rhönschäferinnen und -schäfer zu unterstützen. Ein Erfolgsprojekt seit 2018: die Rhönschaf-Genießerwochen, die im Herbst 2021 bereits zum vierten Mal stattfinden. Vom 25. September bis zum 17. Oktober steht das Maskottchen der Rhön wieder im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen. Im Jubiläumsjahr des Biosphärenreservats gibt es gleich zwei besondere Highlights. Die Rhön ist nicht nur landschaftlich, sondern auch kulinarisch ein Genuss – eine echte Genussregion eben! Das war nicht immer so: Einst galt die Rhön als arme, karge Gegend, und die Menschen ernährten sich von dem, was sie anbauen, sammeln oder jagen konnten. Einfache Gerichte mit Milch, Kartoffeln und Kraut sowie Mehlspeisen standen auf dem Speiseplan. Etliche dieser Rezepturen sind bis heute überliefert und werden in den Rhöner Gaststätten und Restaurants teils neu interpretiert. Eine der Delikatessen hat sich im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bis heute gehalten: Das Rhönschaf, von dessen Fleisch bereits Napoleon begeistert war. Das Schaf, das heute als Maskottchen der Rhön gilt, hat eine bewegte Geschichte hinter sich und galt in der Region zwischenzeitlich fast als ausgestorben. Dank zahlreicher Initiativen im Biosphärenreservat prägt es heute wieder das Landschaftsbild der Region. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege und somit zum Erhalt der Rhöner Kulturlandschaft.

Die wertvolle, aber auch harte Arbeit der Schäferinnen und Schäfer, die Bedeutung von Beweidung im Naturschutz und die besondere Geschichte des Rhönschafs steht während der Rhönschaf-Genießerwochen vom 25. September bis zum 17. Oktober wieder im Fokus. Zahlreiche Partnerbetriebe aus dem Netzwerk der Dachmarke Rhön haben für die Aktionswochen besondere Übernachtungs- und Genussangebote kreiert. Denn Genuss gehört untrennbar zum Rhönschaf. Auf seiner Tour durch die Rhön verputzt der wollige Landschaftspfleger zahlreiche Wildkräuter. Das macht sich auch im Geschmack bemerkbar, der sich auch aufgrund des geringen Fettanteils eher dem Wild zuordnen lässt. Und die Rhöner Köchinnen und Köche verstehen es, aus dem Fleisch wunderbare Kreationen zu zaubern.

Genießerkochbuch ab dem 25. September im Handel

Ihre Lieblingsrezepte wollen die Rhönschäferinnen und -schäfer und die Gastronomiebetriebe in diesem Jahr mit der Rhön und der Welt teilen. Ganz individuelle Kreationen haben sie Janet Emig vom Verein Natur- und Lebensraum Rhön und Martina Klüber-Wibelitz von der Abteilung Dachmarke bei der Rhön GmbH verraten. Insgesamt 29 Rezepte und einen Picknick-Tipp haben die beiden Organisatorinnen der Rhönschaf-Genießerwochen zusammengetragen – entstanden ist das „Rhönschaf-Genießerkochbuch“. „Das Kochbuch ist für uns das absolute Highlight in diesem Jahr – ein tolles Geschenk an uns selbst zu 30 Jahren UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, die wir in diesem Jahr feiern“, freut sich Janet Emig. Von der Rhönschaf-Bratwurst über den Hirtenfladen bis hin zum Sterne-Gericht, von schnell gemacht bis elegant gezaubert: Die Rezepte sind vielfältig – nicht nur hinsichtlich Aufwand und Schwierigkeitsgrad, sondern auch, was die ganzheitliche Verwendung des Schafes angeht. Natürlich gibt es auch umfangreiche Tipps zu passenden Beilagen, und die Schäferinnen und Schäfer sowie die Betriebe werden ausführlich vorgestellt. „In den Rezepten, aber auch in der Publikation stecken viel Mühe und Herzblut. Entstanden ist ein hochwertiges Produkt, das es bisher so in der Rhön noch nicht gab“, betont Emig. Herausgegeben wird das Buch von der Rhön GmbH, dem Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. und der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats in Kooperation mit der Druckerei Mack aus Mellrichstadt.

Das „Rhönschaf-Genießerkochbuch“ ist ab dem 25. September 2021 für 19,80 Euro im Buchhandel und an weiteren regionalen Verkaufsstellen wie zum Beispiel in den Tourist-Informationen in Bad Kissingen, Bad Neustadt, auf dem Kreuzberg und der Wasserkuppe sowie im RhönLaden im Biosphärenzentrum Rhön „Haus der Schwarzen Berge“ in Wildflecken-Oberbach erhältlich.

Erstmals E-Bike-Tour zum Thema Rhönschaf

Eine weitere Neuheit, die in diesem Jahr das Programm perfekt ergänzt, aber als Angebot auch über die Aktionswochen hinaus bestehen bleiben wird, ist eine E-Bike-Tour zum Thema Rhönschaf. Diese wurde von Studierenden der Hotelfachschule der Eduard-Stieler-Schule Fulda im Rahmen ihrer Abschlussarbeit konzipiert und im Frühjahr 2021 präsentiert. Die Thementour beginnt auf der Wasserkuppe, führt über Wüstensachsen, Melperts, Seiferts und Birx bis zur Hochrhönstraße am Schwarzen Moor. Vom Moor geht es bis nach Bischofsheim, weiter nach Gersfeld und zurück zur Wasserkuppe. Auf dem Weg liegen Betriebe und Läden, die Rhönschaf-Produkte anbieten, Schäfereien – und natürlich Rhönschaf-Weideflächen. „Mit dem Angebot begegnen wir einem steigenden Trend“, sagt Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats. „E-Bike-Touren durch die Rhön werden immer beliebter und die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten nimmt weiter zu.“ Auf der Tour können E-Bike-Fans die Rhön und ihr Schaf nach Belieben und auf eigene Faust erkunden. Mit 56 Kilometern und einer Dauer von etwa 4,5 Stunden ist die Tour eher anspruchsvoll und für geübte Fahrerinnen und Fahrer geeignet. 

Die E-Bike-Tour finden Sie hier.

Das Programm der Genießerwochen und Infos zum Kochbuch finden Sie hier.

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news-2071 Tue, 24 Aug 2021 11:04:48 +0200 Wo darf Streuobst gepflückt werden: Schilder für Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter in der hessischen Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wo-darf-streuobst-gepflueckt-werden-schilder-fuer-bewirtschafterinnen-und-bewirtschafter-in-der-hessi/ Streuobstwiesen sind Hotspots der Biodiversität und ein prägender Teil der Kulturlandschaft im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Zur Erntezeit kommt immer wieder dieselbe Frage auf: Darf ich von den in der Landschaft „verstreuten“ Bäumen einfach so pflücken? Der Verein Natur- und Lebensraum Rhön hat Schilder entwickelt, die Streuobstbesitzerinnen und -besitzer in der hessischen Rhön an ihren Flächen anbringen können, um zu kennzeichnen, ob und wo gepflückt werden darf.  

Mit dem Klarapfel sind die ersten Frühäpfel erntereif. Beim Spaziergang durch die Rhön wird da sicher die Lust geweckt, sich zu bedienen. Das ist allerdings nicht überall erlaubt – auch wenn die Bäume offenbar „herrenlos“ in der Landschaft herumstehen. Nicht eingezäunte Streuobstwiesen, Baumreihen oder einzelne Bäume sind oftmals privates Eigentum, das mit viel Arbeit gepflegt wird. Hier wollen die Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter die Früchte ihrer Arbeit natürlich auch selbst ernten. Andererseits ist es aber auch manchmal so, dass viele Äpfel ungenutzt zu Boden fallen und verderben, weil niemand sie pflückt.

Damit Interessierte erkennen können, ob Bäume zum Bedienen freigegeben sind, hat der Verein Natur- und Lebensraum Rhön zwei Schilder herausgebracht. Den Anstoß hat Astrid Schäfer gegeben, die selbst eine große Streuobstwiese bewirtschaftet. Als ehemalige Geschäftsführerin der Rhöner Apfelinitiative kennt sie beide Seiten: „Es gibt Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter, die ihr Obst vor unberechtigter Ernte schützen müssen, aber auch solche, die nicht selbst ernten können und froh sind, wenn das Obst von anderen genutzt wird, bevor es verdirbt.“ Daher gibt es neben der Variante „Bitte nicht pflücken“ auch ein Schild mit der Aufschrift „Obstretter gesucht“ – für jene, die ihr Obst zur Ernte für den Eigenbedarf anbieten möchten.

Die Schilder sind in begrenzter Auflage kostenfrei beim VNLR erhältlich und können in der Geschäftsstelle abgeholt werden: montags bis donnerstags zwischen 8.30 Uhr und 16 Uhr, freitags zwischen 8.30 Uhr und 13 Uhr in der Marienstraße 13, 36115 Hilders (Hessische Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön).

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VNLR
news-2070 Wed, 18 Aug 2021 09:39:40 +0200 Neue Stellen bei Verwaltung und NBR: Rangerinnen und Ranger in der bayerischen Rhön bekommen Verstärkung https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/neue-stellen-bei-verwaltung-und-nbr-rangerinnen-und-ranger-in-der-bayerischen-rhoen-bekommen-verstaer/ Rangerinnen und Ranger sorgen in Schutzgebieten für Besucherlenkung und -information. Mit steigendem Besucherdruck im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön wird ihre Arbeit immer wichtiger. In der bayerischen Rhön sind daher die Ranger-Stellen in den vergangenen eineinhalb Jahren deutlich aufgestockt worden. Ab dem 1. September 2021 werden in den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld insgesamt elf Rangerinnen und Ranger im Einsatz sein. Un-terstützt werden sie von einem Gebietsbetreuer der Kreisgruppe Bad Kissingen des Bund Naturschutz, der ebenfalls in diesem Jahr seine Arbeit aufgenommen hat. Die Rhöner Kulturlandschaft mit ihrer Reichhaltigkeit und Eigenart zieht jedes Jahr Millionen Besucherinnen und Besucher an. Nicht nur die Rhönerinnen und Rhöner erfreuen sich beim Abendspaziergang, der Wanderung oder Fahrradtour an ihrer Schönheit, auch immer mehr Touristen gehen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ihrer Lieblingsbeschäftigung in freier Natur nach. Der Reichtum dieser beliebten Mittelgebirgslandschaft erhält sich aber nicht von selbst. Land- und Forstwirtschaft gestalten sie seit Jahrhunderten Tag für Tag mit, und auch die Natur selbst unterliegt einem ständigen Wandel. Das führen Klimaveränderungen vor allem in der Rhön mittlerweile drastisch vor Augen. Die Rhöner Kulturlandschaft verdient, dass man sich intensiv um sie kümmert – und das kostet Zeit und braucht Sachverstand. Dabei wirkt am intensivsten und am nachhaltigsten die persönliche Ansprache draußen durch Menschen, die diese Vermittlung – freundlich, verständnisvoll, fachkompetent und klar – zu ihrem Beruf gemacht haben.

Über Jahrzehnte waren die personellen Kapazitäten des Naturparks, der Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön und des Bund Naturschutz in der bayerischen Rhön sehr begrenzt. Die Verwaltungsstelle hatte zwei Ranger, die in den Naturschutzgebieten präsent waren, in der Langen Rhön erhielten sie früh Unterstützung durch Gebietsbetreuer und Berufsjäger der Wildland-Stiftung Bayern. Der Naturpark hatte keine Ranger, das Naturschutzgebiet Schwarze Berge, obwohl fast genauso groß wie die Lange Rhön, keine eigene Gebietsbetreuung.

Innerhalb von eineinhalb Jahren hat sich diese Situation grundlegend und zum Besseren gewandelt. Seit dem 1. Januar 2020 verfügt der Naturpark Bayerische Rhön über eigene Ranger: Daniel Scheffler und Amelie Nöth sind den Rhönerinnen und Rhönern bereits aus der Presse bekannt. Ab dem 1. September 2021 werden sich dann insgesamt vier Naturpark-Rangerinnen und -Ranger, zwei im Landkreis Rhön-Grabfeld (Daniel Scheffler und Martina Faber) und zwei im Landkreis Bad Kissingen (Amelie Nöth und Leonard Helfrich), um die Bereiche Naturschutz, Landschaftspflege und naturschutzrelevante Forschung sowie Besucherlenkung, Naturerholung und Informationsarbeit und kümmern.

Wachsames Auge auf Einhaltung der Schutzgebietsverordnungen

Auf Grund eines neuen EU-Förderprogramms erhält zudem die Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats fünf zusätzliche Rangerinnen und Ranger, von denen sich einer der Kommunikation im Internet und in den Social Media annimmt, während sich die vier anderen mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom Naturpark die Arbeit im Gelände teilen werden. Zu guter Letzt hat die Kreisgruppe Bad Kissingen des Bund Naturschutz zum 1. April 2021 vom Bayerischen Naturschutzfonds eine halbe Stelle für einen Gebietsbetreuer für das NSG Schwarze Berge bewilligt bekommen. Diese Aufgabe hat Dipl.-Biologe Karl-Heinz Kolb, kein Unbekannter in der Rhön, übernommen.

Bei Fragen des Vollzugs der NSG-Verordnungen oder der Landschaftspflege und Naturpark-Förderung arbeiten die drei Organisationen nicht nur untereinander, sondern auch mit den beiden unteren Naturschutzbehörden an den Landratsämtern in Bad Neustadt und Bad Kissingen eng zusammen. Gleiches gilt für die beiden Landschaftspflegeverbände bei der Vorbereitung und praktischen Durchführung von Landschaftspflegemaßnahmen. Am Beispiel der Lupinenbekämpfung lässt sich das Zusammenspiel gut demonstrieren: Wie in der Langen Rhön Torsten Kirchner wird in den Schwarzen Bergen Karl-Heinz Kolb als Gebietsbetreuer die Planung, Organisation und Steuerung der Pflegeeinsätze übernehmen. Die Rangerinnen und Ranger betreuen die Ehrenamtlichen bei der Arbeit im Gelände fachlich, stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite und legen auch selbst Hand an. Die Naturschutzbehörden wissen Bescheid, wer wann und wo im Einsatz ist. Verwaltungsstelle, BN-Kreisgruppe und Naturpark informieren auf ihren Internetseiten und über die Social-Media-Kanäle über die Aktionen.

Natürlich werden die Rangerinnen und Ranger auch ein wachsames Auge auf die Einhaltung der Schutzgebietsverordnungen haben. In sensiblen Gebieten müssen Spielregeln gelten, nicht anders als im Straßenverkehr. Dabei gilt immer: Information und Aufklärung stehen an erster Stelle. Wer aber zum Beispiel, wie letztes Jahr passiert, sein Wohnmobil im Naturschutzgebiet auf dem prioritären Lebensraum Borstgrasrasen abstellt, Tische, Stühle und Grill auspackt und am nächsten Tag auch noch seine Chemietoilette hinter einen Busch kippt, der muss mit einer Anzeige rechnen. Die Rhöner Kulturlandschaft darf kein Wegwerfartikel werden.

Ebenso wie Daniel Scheffler und Amelie Nöth sollen die neuen Rangerinnen und Rangern nach der Einarbeitungsphase in den Medien vorgestellt werden.

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Kulturlandschaft & Naturschutz
news-2069 Tue, 17 Aug 2021 13:58:11 +0200 Freude über neu entdeckte Quellen, schwierige Zeiten für den Rotmilan – Vorläufige Bilanz der Kartiersaison 2021 https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/freude-ueber-neu-entdeckte-quellen-schwierige-zeiten-fuer-den-rotmilan-vorlaeufige-bilanz-der-kartie/ Auch in diesem Frühjahr haben zahlreiche Freiwillige mit der Kartierung der Rotmilane und deren Brutergebnisse sowie mit der Erfassung und Untersuchung neuer Quellen im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ganze Arbeit geleistet. Im Rahmen eines Helferfestes würdigte die Verwaltungsstelle die Leistungen der ehrenamtlichen Forscherinnen und Forscher. An der idyllisch gelegenen Rhönklub-Hütte des Zweigvereins Batten trafen sich rund 50 Ehrenamtliche zum geselligen Austausch. Begrüßt wurden sie von Hartmut Mai, Vertreter des Hessischen Umweltministeriums, und Martin Kremer von der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats. Mai und Kremer hoben die Bedeutung des Ehrenamts für den Naturschutz in Hessen und das Biosphärenreservat hervor. Die Zusammenarbeit der Verwaltung mit Ehrenamtlichen reicht bis in die 1990er Jahre zurück. Kremer dankte den Helferinnen und Helfern für die hohe Qualität ihrer Arbeit, ihre Leidenschaft und ihr großes Engagement. Aktuell engagieren sich jährlich rund 400 Ehrenamtliche in verschiedenen Projekten des Biosphärenreservats und beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön (VNLR) e. V.

Die Zahlen sprechen für sich: 37 Ehrenamtliche haben sich an der diesjährigen Kartierung in der hessischen Rhön beteiligt und ihre Datensätze beim Biosphärenreservat eingereicht. Sie konnten stolze 90 Prozent der Projektkulisse abdecken. Auch bei der Kartierung bisher nicht erfasster Quellen und der Untersuchung ihrer Flora und Fauna waren wieder etwa 20 Ehrenamtliche dabei. So konnten im ersten Halbjahr trotz Corona mehr als 100 weitere Quellen erfasst werden. Stefan Zaenker, Vorsitzender des Landesverbands für Höhlen- und Karstforschung Hessen e. V., der die Kartierarbeiten koordiniert und in der Praxis begleitet, berichtete von erneut spektakulären Ergebnissen. In einem über 20-jährigen Prozess konnten in der länderübergreifenden Rhön inzwischen rund 3.800 Quellen erfasst werden, in denen bisher mehr als 2.600 Tierarten nachgewiesen wurden. Bei einer Exkursion führte Zaenker vor, wie die Untersuchung einer Quelle abläuft.

Weniger erfolgreich verlief die Brutsaison des Rhöner Charaktervogels. Ranger Jan Knittel, zuständig für die Koordinierung und Betreuung der ehrenamtlichen Rotmilankartiererinnen und -kartierer in Hessen, zog für 2021 vorläufig eine gemischte Bilanz. Kälteeinbruch und längere Regenperioden haben zum Abbruch einiger Bruten geführt. Viel zu früh hatten sich bereits im Juni Trupps mit Altvögeln gebildet – ein Indiz für abgebrochene Bruten. „In einigen Teilgebieten gab es aber auch sehr gute Bruterfolge. Durch das spät einsetzende Vegetationswachstum der Ackerfrüchte war eine sehr gute Nahrungsverfügbarkeit gegeben“, erklärte Knittel. Die konkreten Ergebnisse werden nun von einem Büro ausgewertet.

Auf Einladung der Hessischen Verwaltung war auch Theresa Spatz von der Philipps-Universität Marburg in die Rhön gekommen, um über das Rotmilan-Projekt der Universität zu berichten. Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden Milane besendert und die Flugbewegungen und Reiserouten analysiert. Universität und Verwaltung möchten nun die Zusammenarbeit und den Austausch forcieren und künftig stärker kooperieren.

Abschließend dankte Martin Kremer dem Rhönklub Zweigverein Batten und seinem Vorsitzenden Matthias Zentgraf, der die Örtlichkeit zur Verfügung gestellt hatte und für ein leckeres regionales Catering sorgte.

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Vögel Kulturlandschaft & Naturschutz
news-2068 Tue, 17 Aug 2021 11:40:51 +0200 Alles über Sterne, Galaxien und den Schutz der Nacht: Gemeinde Hofbieber eröffnet Sternen-Lehrpfad https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/alles-ueber-sterne-galaxien-und-den-schutz-der-nacht-gemeinde-hofbieber-eroeffnet-sternen-lehrpfad/ Auf einem Kilometer alles über Licht, den Nachthimmel und den Sternenpark Rhön lernen: Nach zweijähriger Planung hat die Gemeinde Hofbieber im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön einen Sternen-Lehrpfad eröffnet. Pressemitteilung der Gemeinde Hofbieber

Am Freitag, dem 13. August 2021, war es endlich so weit: Der neue Sternen-Lehrpfad und die neuen Spielgeräte am Barfuß-Erlebnispfad wurden eingeweiht. Nachdem der Parkplatz des Barfuß-Erlebnispfades vom gemeindlichen Bauhof und den Mitarbeiterinnen der Tourist-Information Hofbieber für die Eröffnung hergerichtet wurde, startete der Tag um 10:30 Uhr mit einem Pressetermin für geladene Gäste. Bürgermeister Markus Röder stellte den Anwesenden die beiden im Juli fertiggestellten Projekte vor: Vor ca. zwei Jahren kam der Wunsch der Gemeindevertretung auf, vermehrt auf das Thema Umweltbildung und Nachhaltigkeit zu setzen. Das Text-Atelier Schmidt arbeitete daraufhin ein erstes Konzept aus, auf welchem Larissa Kempf aus der Tourist-Information Hofbieber aufbaute. Die Zusammenarbeit intensivierte sich, die Hessische Verwaltug des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön wurde mit ins Boot geholt, und schließlich entstanden zehn Tafeln inklusive Erweiterungen für Kinder sowie eine Übersichtstafel, die fortan den Sternen-Lehrpfad bilden.

Ein solcher Lehrpfad ist bisher einmalig in Deutschland. Etwa einen Kilometer lang führt der Pfad Besucher vom Parkplatz des Barfuß-Erlebnispfads bis zum Barfußpfad selbst. Auf dem Weg stehen in regelmäßigen Abständen Tafeln, die zum einen die Richtung weisen, zum anderen aber auch darüber aufklären, warum der Schutz der Nacht so wichtig ist. Zudem ziert jede der zehn Tafeln eine Quizfrage, eine Aufgabe oder ein Spiel für Kinder, bei der sie ihr Wissen unter Beweis stellen und gleichzeitig etwas über die Sterne, das Licht oder die Galaxie lernen können. Das Projekt hat die Gemeinde rund 20.000 Euro gekostet.

Spielgeräte finanziert mit Regionalbudget

Auf dem Barfuß-Erlebnispfad wurden zudem fünf neue Spielelemente der Firma Ziegler Spielgeräte aus Sachsen errichtet: ein Spinnennetz, Stelzen, eine Hängematte, eine Seilbrücke und eine Netz-Helix. Neben den Spielgeräten, die mit rund 8.500 Euro aus dem Regionalbudget des Vereins Natur und Lebensraum Rhön gefördert wurden, erklären nun neue Holztafeln die Stationen in kindgerechter Sprache. Isabella Urbach plante für dieses Projekt rund 25.000 Euro in den gemeindlichen Haushalt ein. 

Auf allen Sternen-Tafeln und auch auf den neuen Erklär-Tafeln auf dem Barfuß-Erlebnispfad findet sich nun auch das neue Maskotten von Hofbieber wieder: Freddy der Rotmilan. Freddy wird in Zukunft auf allen Kinderangeboten der Gemeinde Hofbieber zu finden sein. Bürgermeister Röder dankte in diesem Zusammenhang allen Beteiligten, die an den Projekten in den letzten zwei Jahren mitgewirkt haben: Allen voran den Mitarbeiterinnen der Tourist-Information Isabella Urbach und Larissa Kempf, dem gemeindlichen Bauhof, der Firma Tika, dem Text-Atelier Schmidt, dem Ortsvorsteher Heribert Bleuel und den gemeindlichen Gremien, der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats, dem Verein und Lebensraum Rhön, dem Werbewerk Hilders, HessenForst und nicht zuletzt den Grundstückseigentümern, die der Errichtung der Sternen-Tafeln zugestimmt haben.

Im Anschluss an die Begrüßungsworte wurde der Sternen-Lehrpfad und auch der Barfuß-Erlebnispfad von den Gästen getestet. Auch Sabine Frank (Sternenparkkoordinatorin) gab dabei spannende Hinweise auf die Lichtverschmutzung und den Schutz der Nacht. Um 12 Uhr startete dann die öffentliche Veranstaltung. Der Rhönklub Hofbieber bot Würstchen und Getränke an, Johanna Weber startete um 13 und um 16 Uhr mit einigen Kindern und interessierten Erwachsenen auf eine Führung, und Antonia Gutberlet bastelte ab 14 Uhr mit den anwesenden Kindern Mobiles. Zum Abschluss bekam jedes Kind noch eine Bastelmappe mit Buntstiften, eine „Ausmal-Freddy“ und einer Bastelanleitung geschenkt. Die Tourist-Information dankt allen Helferinnen und Helfern für diese tollen Projekte und für die tatkräftige Hilfe an diesem Tag. Sie ist sich sicher, dass Hofbieber durch die beiden Attraktionen nun noch attraktiver und positiver wahrgenommen wird.

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Sternenpark Rhön
news-2067 Mon, 16 Aug 2021 16:35:01 +0200 LIFE-Projekt "Rhöner Bergwiesen" kann in die Verlängerung gehen – Umweltministerin Hinz zu Gast in der hessischen Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/life-projekt-rhoener-bergwiesen-kann-in-die-verlaengerung-gehen-umweltministerin-hinz-zu-gast-in-d/ Über den aktuellen Projektstand des LIFE-Projektes „Rhöner Bergwiesen“, konkrete Naturschutzmaßnahmen im Naturschutzgebiet Eube sowie Möglichkeiten zur Vereinbarung von Naturschutz, Landwirtschaft und Freizeitnutzung auf der Wasserkuppe informierte sich heute die hessische Umweltministerin Priska Hinz anlässlich ihrer Sommerreise im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Sie überbrachte dabei erfreuliche Nachrichten: Das LIFE-Projekt kann in die Verlängerung gehen. „Die Bergwiesen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön sind ein bedeutender Lebensraum. Hier findet man gefährdete Pflanzen wie Arnika, Küchenschelle und Silberdistel und selten gewordenen Vögel wie Wiesenpieper, Braunkehlchen und Wachtelkönig. Die auf diesen Wiesen lebenden Tier- und Pflanzenarten brauchen einen besonderen Schutz. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass hier im Biosphärenreservat ein ehrgeiziges Projekt zum Schutz und Erhalt dieser gefährdeten typischen Rhöner Landschaft umgesetzt wird“, sagte Umweltministerin Priska Hinz.  „Ich hoffe sehr, dass wir die bisherige gute Arbeit im Projekte erfolgreich fortsetzen können. Um dies zu unterstützen, hat Hessen sich bereit erklärt, die dazu notwenigen Personalkosten von rund 700.000 Euro bereitzustellen.“ Mit der Finanzierung durch das Land sind die Weichen für einen (erfolgreichen) Antrag bei der EU gestellt. Das Projekt, das offiziell im September 2022 ausläuft, soll um zwei Jahre verlängert werden.

Erste Station der Ministerin im Rahmen ihrer Sommerreise war das Eube-Plateau nördlich von Schachen bei Gersfeld. Nach der Begrüßung durch Landrat Bernd Woide gab LIFE-Projektmanager Elmar Herget Einblicke in aktuelle Maßnahmen. Seit 2016 verfolgt das Projekt unter anderem das Ziel, die inzwischen selten gewordenen artenreichen Bergmähwiesen in der hessischen Rhön zu erhalten. Im 135 Hektar großen Naturschutzgebiet Eube sind sie noch mit einigen Flächen vertreten. Aktuell findet hier ein von einem Gutachterbüro überwachter Parzellenversuch statt, der Klarheit bringen soll, wie sich jeweils veränderte Nutzungsformen – beispielsweise unterschiedliche Mahdzeitpunkte und Beweidungskonzepte – auf die Artenvielfalt der Bergwiesen auswirken. Einer der Landwirte, die im Auftrag des Projekts die Flächen auf der Eube nach speziellen Vorgaben bewirtschaften, ist Andreas Weber aus Gersfeld. Er berichtete den Anwesenden von seinen Erfahrungen. 

Eine weitere Maßnahme ist die Neuschaffung von artenreichen Bergwiesen mittels Aussaat von Samenmaterial, das zuvor eigens auf heimischen Wiesen, so genannten Spenderflächen, geerntet wurde. Hierbei kommt auch der eBeetle zum Einsatz, den der Landkreis Fulda im Jahr 2018 für diese Zwecke angeschafft hatte. Wie der eBeetle funktioniert, führte Landwirt Martin Schiffhauer aus Ehrenberg den Anwesenden vor: Optisch eine Mischung aus Fahrradanhänger und Rasenmäher, bürstet das elektrisch angetriebene Gerät die ausgereiften Samen von den Wiesenpflanzen, bevor die Wiese zum Mähen freigegeben wird. Auch die Umweltministerin ließ es sich nicht nehmen, das Gerät zu testen. Durch die Aussaat der Samen auf anderen vorbereiteten Flächen konnten bereits 58 Hektar neue Bergwiesen geschaffen werden, wie Projektleiter Herget berichtete.

Kooperationen, Förderungen, Herausforderungen

Weitere Themen waren die Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern im Naturschutz wie dem NABU – vor Ort vertreten durch Nico Flügel – sowie das HALM-Programm als wichtigstes Förderinstrument zur Sicherstellung der landwirtschaftlichen Nutzung und dessen Bedeutung für die Erhaltung der bedrohten Rhöner Bergwiesen. Seine Erfahrungen teilte Dr. Hubert Beier, Vorsitzender des VNLR und ehemaliger langjähriger Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Fulda-Hünfeld e. V.

Bei einem kurzen Spaziergang zu den Guckaifeldern ging es abschließend noch um das Thema Wasserkuppe. Jonas Thielen, Sachgebietsleiter Naturschutz bei der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats, informierte über naturschutzfachlichen Besonderheiten auf Hessens höchstem Berg. Die Wasserkuppe beherbergt an ihrem Südhang Deutschlands größte zusammenhängende Borstgrasrasen außerhalb der Alpen und ist außerdem hessenweit ein bedeutendes Brutgebiet für Wiesenbrüter. Gleichzeitig gilt sie seit jeher als „Berg der Flieger“ und ist bei Segel- und Gleitschirmfliegern gleichermaßen beliebt. Nicht zuletzt boomen der Tourismus und die Freizeitnutzung. Die Ansprüche der verschiedenen Nutzergruppen sind nicht immer frei von Spannungen – hier wird seit Jahren an gemeinsamen Lösungen gearbeitet. Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats, und Jonas Thielen berichteten über Herausforderungen, Ziele und bisherigen Erfolge in Sachen Besucherlenkung und landwirtschaftliche Nutzung der Grünlandflächen.

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LIFE
news-2066 Wed, 11 Aug 2021 16:22:50 +0200 Nach dem Rechten sehen und für Sicherheit sorgen: Gruppe der Tanner Diakonie kontrolliert Bohlenpfad im Roten Moor https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/nach-dem-rechten-sehen-und-fuer-sicherheit-sorgen-gruppe-der-tanner-diakonie-kontrolliert-bohlenpfad/ Der Bohlenpfad im Roten Moor gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen im Hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Mit der Kontrolle und Instandhaltung fällt jedes Jahr viel Arbeit für die Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats und die Mitarbeiter des Naturparks Hessische Rhön an. Seit gut einem Jahr bekommen sie Unterstützung: Eine Gruppe der Tanner Diakonie ist im Sommerhalbjahr jeden Freitag auf dem Bohlenpfad unterwegs und sieht nach dem Rechten. „Das ist für uns ein echter Glücksgriff und entlastet uns“, sagt Ranger Arnold Will von der Hessischen Verwaltung. Die Gruppe kontrolliert den 1,2 Kilometer langen Pfad sehr sorgfältig: Die Männer und Frauen im Alter von 26 bis 72 sammeln nicht nur Müll auf und schneiden zu weit in den Weg hineinragende Äste zurecht, sondern markieren lockere Bohlen und Stolperfallen. Anschließend übergeben sie hierzu ein detailliertes Protokoll. „So müssen wir nicht selbst auf die Suche gehen, sondern können gezielt die Reparatur organisieren“, erklärt Will. Die Zusammenarbeit sei nicht nur im Hinblick auf die tatkräftige Unterstützung wichtig: „Das Projekt zeigt außerdem, wie Inklusion einfach und nachhaltig gelingen kann.“ Im Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) der UNESCO, das im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön als Modellregion für nachhaltige Entwicklung umgesetzt wird, ist Inklusion ein wichtiger Baustein.

Die Tanner Diakonie gibt Menschen mit Beeinträchtigung ein Zuhause – in der besonderen Wohnform, im ambulant begleiteten Wohnen und in tagesstrukturierenden Angeboten. Zur Betreuung gehört unter anderem die Kooperation mit der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats und damit Aktionen wie die Kontrolle im Roten Moor. Auch die Wanderstrecke zwischen Grabenhöfchen und Maulkuppe wird seit diesem Jahr regelmäßig von der Gruppe begutachtet. „Es ist schön für die Tanner Diakonie und ihre Klientinnen und Klienten, sich ehrenamtlich zu engagieren“, betont Jens Franke, der die Aktion als Betreuer und Mitarbeiter der Tanner Diakonie mit weiteren Kolleginnen und Kollegen begleitet. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das Angebot von den Klientinnen und Klienten als willkommene Abwechslung beurteilt wird. Die Begegnung mit den Rangern, die Arbeit in der Natur und sich aktiv für andere einsetzen zu können macht allen Beteiligten besonderen Spaß.

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news-2065 Thu, 29 Jul 2021 09:26:16 +0200 Waldarbeiten des Marktes Oberelsbach an Heidelstein und Schornhecke https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/waldarbeiten-des-marktes-oberelsbach-an-heidelstein-und-schornhecke/ Ab Anfang August finden Waldarbeiten im Umfeld des Heidelsteins und an der Schornhecke durch den Markt Oberelsbach statt. Der Wald um den Sendemast besteht größtenteils aus Fichten, die in der rauen Hochrhön besonders anfällig für Wind- bzw. Schneebruch sind und in den letzten Jahren zusätzlich unter starken Trockenphasen gelitten haben. An der Schornhecke gibt es Vorkommen des Borkenkäfers, der stark von hohen Temperaturen und dem Klimawandel profitiert.
Seit 2014 sind die Waldgebiete Heidelstein und Schornhecke – die beide dem Markt Oberelsbach gehören – Kernzonen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und somit als Naturschutzgebiet geschützt. In einem befristeten Zeitraum werden die dort vom Menschen gepflanzten, ursprünglich in der Rhön nicht vorkommenden Nadelbäume entnommen, sodass die nächste Generation heimischer Laubbäume heranwachsen kann. Erste Erhebungen im Bereich des Heidelsteins zeigen bereits zahlreiche Keimlinge von Vogelbeere, Sal-Weide und Berg-Ahorn. An der Schornhecke ist die nächste Waldgeneration aus jungen Buchen und Berg-Ahornen schon gut zu sehen.
Im Bereich des Heidelsteins finden ab dem 2. August Holzerntemaßnahmen statt, an der Schornhecke die Aufarbeitung von Borkenkäferholz. Der Besucherparkplatz Schornhecke, Wanderwege und Mountainbike-Strecken bleiben weiterhin nutzbar. Die Senderstraße muss jedoch in dem Abschnitt, der durch den Fichtenwald führt, für die Holzrückung regelmäßig vom Rückzug überquert werden. An beiden Enden werden entsprechende Warnschilder aufgestellt. Wir bitten ausdrücklich von Montag bis Samstag um größte Vorsicht bei der Durchquerung dieses Abschnitts. Den Anordnungen von Sicherungspersonal ist in jedem Fall Folge zu leisten. Sonntags kann die Senderstraße gefahrlos begangen werden.
Wir bitten Besucher um Verständnis für diese unvermeidlichen Behinderungen.
 

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news-2064 Mon, 26 Jul 2021 16:59:47 +0200 Großes ehrenamtliches Engagement: Ein Ort für Bildung, Spiel und Gemeinschaft - Zella eröffnet neues Bildungszentrum https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/grosses-ehrenamtliches-engagement-ein-ort-fuer-bildung-spiel-und-gemeinschaft-zella-eroeffnet-neues/ Großer Tag für den Ortsteil Zella/Rhön der Gemeinde Dermbach im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön: Am Wochenende ist mit rund 200 Besucherinnen und Besuchern an der Propstei Zella das neue Bildungszentrum eröffnet worden. Neben einem Biosphären-Klassenzimmer und einem Entdeckerwagen ist ein Erlebnisspielplatz entstanden – dank großen ehrenamtlichen Engagements innerhalb des Ortsteils. In den vergangenen beiden Jahren hat die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön den Außenbereich der Propstei Zella – Dienstsitz der Verwaltung und des Bio-sphären-Infozentrums – kontinuierlich zu einem Bildungsstandort für nachhaltige Entwicklung ausgebaut. Dazu gehören ein "Biosphären-Klassenzimmer" mit 60 Sitzplätzen, ein Junior-Ranger-Entdeckerwagen, ein Lehrpfad rund um die Streuobstwiese unterhalb der Propstei Zella sowie ein Erlebnisspielplatz "Streuobstwiese", der in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dermbach entstanden ist. Diese Angebote sollen für Bildungsmodule zur nachhaltigen Entwicklung für Groß und Klein inklusiv erlebbar sein.

Anlässlich der Eröffnung sagt Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund: „Ich freue mich sehr, dass in der Rhön Umweltbildung einen so großen Stellenwert hat und mit dem neuen Außengelände ein Raum zum Entdecken und Lernen entstanden ist. Hier lernen Kleine und Große gemeinsam den Wert unserer Natur zu schätzen. Uns ist wichtig, dass der Ort allen zugänglich ist – deshalb haben wir den neuen stufenfreien Zugang gefördert.“

Mit Fördermitteln aus dem Programm „Investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön" des Umweltministeriums (16.632,74 Euro) finanziert die Gemeinde den Ausbau eines stufenfreien Zugangs zur Streuobstwiese seitens der Sportplatzstraße. Ebenfalls ein Projekt aus dem Förderprogramm: die Umrüstung auf Sternenpark-konforme Architekturbeleuchtung am historischen Propsteigebäude (Förderung: 57.271,72 Euro).

„Wir freuen uns, dass wir es geschafft haben, den Nachhaltigkeitsgedanken auf dem Propsteigelände ganzheitlich umzusetzen“, sagt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung. „Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung sind zentrale Aufgaben des Biosphärenreservats. Das Außengelände ist eine perfekte Ergänzung zum Biosphären-Infozentrum Propstei Zella/Rhön, hinzu kommt die Verwaltung als Netzwerkstelle für die Thüringer Rhön. Mit dem ganzheitlichen Ansatz ist die Propstei nicht nur Bildungsort für Schulen und Kindergärten, Ausflugsziel und Infostelle für Touristen, sondern auch ein Ort der Gemeinschaft für die Einheimischen geworden.“

„In der aktuellen Zeit kommen dem Spielplatz und dem Bildungszentrum noch einmal mehr Bedeutung zu. Nach den schwierigen Monaten haben die Kinder einen genialen Treffpunkt hinzugewonnen, und durch unseren eigenen Aufbau sind wir als Dorfgemeinschaft weiter zusammengewachsen“, betont Ortsteilbürgermeister Marcel Schumann. Im April 2020 hatten sich acht Ehrenamtliche zusammengefunden und seitdem in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Gemeinde geplant, Fördermöglichkeiten gesucht und mit vielen weiteren Helferinnen und Helfern den Spielplatz gebaut. Rund 1.600 ehrenamtliche Stunden sind in den Aufbau der Geräte und die Gestaltung des Geländes investiert worden – in einem Zeitraum von insgesamt 12 Wochen. Beachtlich ist auch die Spendengemeinschaft aus dem 400-Einwohner- Ort: Neben Sachspenden kam eine Summe von 17.000 Euro zusammen.

Das Interesse war bei der Eröffnung entsprechend groß: Rund 200 große und kleine Besucherinnen und Besucher verbrachten einen bunten Tag mit zahlreichen Mitmach-Angeboten.

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news-2059 Fri, 23 Jul 2021 11:24:00 +0200 300 Motive zu „Mensch. Natur. Einklang.“ – Siegerinnen und Sieger aus Fotowettbewerb gekürt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/300-motive-zu-mensch-natur-einklang-siegerinnen-und-sieger-aus-fotowettbewerb-gekuert/ Überwältigende Resonanz: Rund 300 Fotos aus allen Teilen der Rhön waren beim Fotowettbewerb „Mensch. Natur. Einklang.“ eingegangen, zu dem die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und die Rhön GmbH Ende Mai aufgerufen hatten. Nun stehen die Gewinnerinnen und Gewinner fest. Aus ihren Fotos entsteht eine Wanderausstellung. In Biosphärenreservaten weltweit steht, anders als in Nationalparks, nicht der Naturschutz allein im Mittelpunkt. Auch Bildung und Kommunikation, eine nachhaltige Regionalentwicklung und Forschung gehören zu den Aufgaben – immer mit dem Ziel eines harmonischen Zusammenspiels von Mensch und Natur. In der Rhön, die in diesem Jahr 30 Jahre Anerkennung durch die UNESCO feiert, dreht sich 2021 daher alles um das Motto „Mensch. Natur. Einklang.“

So auch während der ersten Biosphärenwochen, die von Ende Mai bis Mitte Juni stattgefunden hatten. Während der Aktionswochen waren die Rhönerinnen und Rhöner dazu aufgerufen, fotografisch festzuhalten, was sie mit dem Einklang von Mensch und Natur verbinden. Rund 300 Fotos waren daraufhin bei der Hessischen Verwaltung in Hilders eingegangen. Die Jury – Melissa Kalmund, Stephanie Meinecke und Bertram Vogel (Rhön GmbH) sowie Ulrike Schade und Anna-Lena Bieneck (Biosphärenreservatsverwaltungen) – hatte nun die Qual der Wahl und kürte die 20 Gewinnerinnen und Gewinner. „Ergebnis ist eine bunte Themenvielfalt. Denn das Zusammenspiel von Mensch und Natur steckt überall drin – ob beim Wandern durchs Land der offenen Fernen, in der Landnutzung und Landschaftspflege, der Entwicklung von Siedlungsbereichen, in nachhaltigen Tourismusangeboten oder im Rhöner Brauchtum“, sagt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung. Unter den Gewinner-Motiven ist zum Beispiel die Aufnahme einer Schafstelze, die in einem Weizenfeld bei der Nahrungssuche erfolgreich war – festgehalten von Annemarie Hochrein aus Poppenroth –, und Mitglieder der Folkloretanzgruppe Kaltenlengsfeld, die in traditioneller Montur von Regina Schmidt aus Kaltennordheim fotografiert wurden. Jonas Weller aus Rasdorf hat Jugendliche beim gemeinsamen Pflanzen von Gemüse im Rasdorfer Dorfgarten fotografiert, und die Freundin von Fotografin Martina Junk aus Fulda hat bei einer Wanderung auf der Wasserkuppe die Sonne mit einem Arm „eingefangen, weil es zu schön ist, sie untergehen zu lassen“.

Als Siegerin wurde Mariella Heinmüller aus Hünfeld für die beeindruckende Aufnahme des Wolkenmeers auf der Wasserkuppe gekürt – beobachtet von faszinierten Ausflüglern. „Auf den ersten Blick fühlt man sich an einen Strand versetzt, mit Blick auf den weiten Ozean. Das Foto zeigt den Zauber der Rhöner Natur. In diesem Fall ist der Mensch stiller Beobachter: Er darf dieses Wunder auf sich wirken lassen“, sagt Bertram Vogel, Geschäftsführer der Rhön GmbH.

Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten einen Genussgutschein im Wert von 50 Euro, der bei insgesamt 21 teilnehmenden Partnerbetrieben aus dem Netzwerk der Dachmarke Rhön eingelöst werden kann. Die Siegerin darf sich zudem über einen Übernachtungsgutschein für das Thüringer Rhönhaus freuen. Aus den Fotos entsteht eine Wanderausstellung „Mensch. Natur. Einklang.“, die noch in diesem Jahr starten soll. Einige der Bilder werden außerdem dauerhaft auf dem Außengelände der Propstei Zella/Rhön, Dienstsitz der Thüringer Verwaltung, zu sehen sein.

Alle Gewinnerfotos finden Sie hier.

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news-2063 Fri, 23 Jul 2021 10:13:05 +0200 Unverzichtbare Arbeit für Erhalt und Schutz der Natur: World Ranger Day am 31. Juli https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/unverzichtbare-arbeit-fuer-erhalt-und-schutz-der-natur-world-ranger-day-am-31-juli/ Rangerinnen und Ranger sorgen weltweit in Schutzgebieten für den Erhalt und Schutz von Pflanzen und Tieren und werben für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – auch im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Am World Ranger Day, dem 31. Juli, steht bei Veranstaltungen auf der ganzen Welt diese wertvolle Arbeit im Vordergrund. Der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. bietet eine Führung mit Rangerin Amelie Nöth am Naturlehrpfad Lösershag an. 1872 wurde in den USA der erste Nationalpark ausgewiesen. Acht Jahre später nahm dort, im Yellowstone National Park, der weltweit erste Ranger seine Arbeit auf. Seitdem ist die Notwendigkeit, das Naturerbe der Welt zu erhalten und schützend zu betreuen, dramatisch gewachsen. Der Einsatz von Rangerinnen und Rangern ist heute ein international anerkannter Naturschutzstandard. In Deutschland werden sie hauptsächlich in Großschutzgebieten (Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks) eingesetzt. Zunehmend werden aber auch einzelne Naturschutz- und Natura 2000-Gebiete durch hauptamtliches Personal betreut. Am 31. Juli wird weltweit vor allem auch all jener gedacht, die während ihrer Arbeit verletzt oder sogar getötet wurden. Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF verlieren jährlich mehr als 100 Naturwächterinnen und -wächter im Einsatz ihr Leben. Vor allem in Afrika ist der Beruf gefährlich – hier gehören Schusswaffen zur Dienstausrüstung. Ein Hauptproblem sind Wilderer, deren illegalen Geschäften die Wildhüterinnen und -hüter im Weg stehen.

Besonders gefährlich ist der Beruf im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön zum Glück nicht. Doch auch hier ist die Arbeit der Rangerinnen und Ranger für den Erhalt der Schutzgebiete unerlässlich. Ihr Aufgabengebiet ist vielfältig: Die Markierung und Kontrolle von Schutzgebieten und die Mitarbeit bei Artenschutz- und Monitoringprojekten gehören ebenso dazu wie Landschaftspflege, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Besucher werden von ihnen durch die Schutzgebiete geführt, und Kinder und Jugendliche setzen sich in Junior-Ranger-Gruppen mit den Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit auseinander.

Am World Ranger Day lädt der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. zu einer Führung mit Rangerin Amelie Nöth ein. Treffpunkt ist um 9 Uhr der Wanderparkplatz am Beginn des Naturlehrpfads „Lösershag“, etwa ein Kilometer östlich von Oberbach (50.34494, 9.89906). Auf der Lehrpfad-Wanderung durch das Naturwaldreservat Lösershag erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Urwald mit Basaltblockhalden und erloschenem Vulkanschlot. Mit ihrem extremen Mikroklima sind die Basaltsteine Lebensraum seltener und speziell angepasster Tier- und Pflanzenarten. Die Führung dauert etwa zweieinhalb Stunden.

Eine Anmeldung ist erforderlich im Biosphärenzentrum Rhön „Haus der Schwarzen Berge“ unter Telefon (09749) 91 22 0 oder per Mail an infozentrum@rhoen.de.

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news-2062 Thu, 22 Jul 2021 19:24:40 +0200 Licht aus, Sterne an zum Auftakt der Sternenparkwochen: Kommunen beteiligen sich an Aktion am 31. Juli https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/licht-aus-sterne-an-zum-auftakt-der-sternenparkwochen-kommunen-beteiligen-sich-an-aktion-am-31-ju/ Am 30. Juli starten die zweiten Rhöner Sternenparkwochen. Zu diesem Anlass beteiligen sich Kommunen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön an der Aktion „Licht aus, Sterne an!“ und setzen damit ein Zeichen für den Schutz der Nacht und das länderübergreifende Engagement gegen Lichtverschmutzung. In der Nacht zum 1. August wird in einigen Ortslagen ein Teil der öffentlichen Straßen- beziehungsweise Gebäudebeleuchtung zeitweise abgeschaltet. Die natürliche, dunkle Nachtlandschaft und der (Sternen-)Himmel sind aufgrund der geringen Lichtverschmutzung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön besonders sicht- und erlebbar. Mit den Aktionswochen wird diese Besonderheit in den Fokus gerückt. Vom 30. Juli bis 22. August stehen wieder zahlreiche Erlebnis-, Info-, Gastronomie- und Übernachtungsangebote rund um Sonne, Mond und Sterne auf dem Programm. Bereits im Jahr 2020 waren die von der Rhön GmbH geplanten Sternenparkwochen trotz Corona ein Erfolg, das Angebot wurde in diesem Jahr deutlich erweitert.

Dass der Sternenhimmel hier ein besonderes Erlebnis ist, kommt nicht von ungefähr: Mit der Auszeichnung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön als internationaler Sternenpark im Jahr 2014 war das Versprechen verbunden, dass sich die Region für den Schutz der Nacht einsetzt. Die teilnehmenden Kommunen sind eine Selbstverpflichtung eingegangen und haben einer Sternenpark-konformen Beleuchtungsrichtlinie zugestimmt. Zum Auftakt der Sternenparkwochen wollen zahlreiche Kommunen nun ein Zeichen setzen und schalten in der Nacht auf den 1. August an ausgewählten öffentlichen Stellen – Straßen oder Gebäuden – die Beleuchtung zeitweise aus.

Mit dabei 

Thüringen: Wölferbütt und Völkershausen (Vacha), Schleid, Buttlar und Gerstengrund (Geisa), Herpf und Stepfershausen (Meinigen), Dermbach, Einheitsgemeinde Rhönblick (rund um die Hohe Geba), Mittelsdorf (Kaltenwestheim), Sünna und Pferdsdorf (Unterbreizbach) und Oberweid

Bayern: Ostheim v. d. Rhön, Fladungen, Schondra, Nüdlingen, Aura a. d. Saale, Münnerstadt, Bischofsheim/Rhön, Unsleben, Wollbach, Hammelburg, Burgwallbach (Schönau a. d. Brend), Fuchsstadt und Sondheim v. d. Rhön

Hessen: Ebersburg, Ehrenberg, Hilders, Tann mit der öffentlichen Straßenbeleuchtung sowie Petersberg und die Sternenstadt Fulda mit den Denkmälern

 „Wir sind überwältigt von der spontanen und großen positiven Resonanz aus den Kommunen – auch außerhalb des Biosphärenreservats“, erklärt Ulrike Schade, Leiterin der federführenden Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Auch im hessischen Teil waren die Rathauschefs begeistert von der Idee, zugesagt hatten Gersfeld, Eichenzell, Flieden und Neuhof sowie – zwar auf bayerischer Seite, aber ebenfalls im Gebiet des örtlichen Energieversorgers – Motten. „Die Möglichkeiten des Abschaltens sind in den unterschiedlichen Versorgungsgebieten anders geregelt und mit unterschiedlichem Aufwand verbunden. Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr eine passende Lösung für Motten und die Hessischen Kommunen finden.“

Hintergrund zur Aktion

Kommunen stellen die Straßenbeleuchtung allen Bürgerinnen und Bürgern selbstverständlich zur Verfügung. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Beleuchtung der Straße gibt es jedoch nicht. Dem gegenüber stehen die schädlichen Auswirkungen von Licht bei Nacht als Umwelteinwirkung im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes, insbesondere in Bezug auf die Biodiversität. Nicht zuletzt ist künstliches Licht immer mit Energieerzeugung und -verbrauch verbunden. Die Aktion "Licht aus, Sterne an!" soll an den Schutz der natürlichen Dunkelheit der Nacht erinnern und Aufmerksamkeit darauf lenken, dass künstliches Licht auch in Zeiten von LED keine Selbstverständlichkeit ist.

Hinzu kommt, dass die Betrachtung des Sternenhimmels ein gemeinschaftliches Gut und das Verstehen der astronomischen Zusammenhänge eines der ältesten Kulturleistungen der Menschheit darstellt (Kalender und Navigation). Insbesondere aber steht der massive Rückgang der Insekten im Vordergrund, denn seit dieser ins öffentliche Bewusstsein gelangt ist, wird auch der Einfluss künstlicher Beleuchtung auf das Insektensterben anerkannt, und gesetzliche Vorgaben für eine insektenfreundliche Beleuchtung werden formuliert. Unter anderem ist das Bundesnaturschutzgesetz diesbezüglich neu formuliert worden.

„Mit der Aktion wollen wir daher den Rhönerinnen und Rhönern und auch den Touristen nicht nur ein tolles natürliches Nachterlebnis, sondern auch einen erlebbaren Zugang zum Naturschutz, und – über die Astronomie – zu den Naturwissenschaften bieten“, sagt Sabine Frank, Sternenpark-Koordinatorin beim Landkreis Fulda.

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Sternenpark Rhön
news-2061 Thu, 22 Jul 2021 13:57:30 +0200 Wiesen-Wissen fürs Foyer - Wanderausstellung Rhöner Bergwiesen kann wieder ausgeliehen werden https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wiesen-wissen-fuers-foyer-wanderausstellung-rhoener-bergwiesen-kann-wieder-ausgeliehen-werden/ Bunt getupfte, kräuterreiche Wiesen und Weiden prägen das typische Gesicht der Rhön. Durch menschliche Bewirtschaftung über Jahrhunderte entstanden, sind die Bergwiesen ein artenreicher Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere. Auf diese schützenswerte und höchst attraktive Natur macht die Wanderausstellung des LIFE-Projekts Rhöner Bergwiesen aufmerksam. Nach monatelanger Corona-Pause darf sie jetzt wieder auf die Reise gehen. Das von der EU geförderte LIFE-Projekt Rhöner Bergwiesen setzt sich seit 2016 für den Schutz der einzigartigen Bergwiesenlebensräume im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ein. Seitdem wurde ein Bündel an Maßnahmen zur Pflege der Bergwiesen und Hutungen ergriffen, mit denen deren besondere Vielfalt an Pflanzen und Tieren erhalten werden soll. Worum es genau geht, welche Zielarten im Fokus stehen und was für das bunte Herz der Rhön getan werden muss, möchte die Wanderausstellung des LIFE-Projekts einer breiten Öffentlichkeit zeigen. Brillante Aufnahmen gespickt mit eindrücklichen Texten machen deutlich: Nur mit Unterstützung der heimischen Landwirtschaft haben die artenreichen Rhöner Bergwiesen eine Zukunft.

Ideal für Foyers von Rathäusern, Schulen und Unternehmen

Die 13-teilige Wanderausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem bekannten Naturfilmer Heribert Schöller realisiert. Sie eignet sich für die Präsentation in Foyers von Rathäusern, Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Veranstaltungs- und Kulturorten. Die Roll-Ups können kostenfrei bei der hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats ausgeliehen werden. Bei Platzmangel können auch nur neun der 13 Teile gezeigt werden. Die Verleihdauer erfolgt nach Absprache. Nähere Infos erteilen Ulla Heckert vom LIFE-Projekt (ulla.heckert@br-rhoen.de) oder das Sekretariat der hessischen Verwaltungsstelle (Tel: 0661-6006 7800, info@br-rhoen.de).

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LIFE
news-2060 Thu, 22 Jul 2021 13:32:32 +0200 Austausch zum Schutz der Quellen und des Grundwassers: Arbeitskreis Quellen und Grundwasser tagte in der Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/austausch-zum-schutz-der-quellen-und-des-grundwassers-arbeitskreis-quellen-und-grundwasser-tagte-in/ Sie haben sich die Erforschung und den Schutz des Grundwassers zur Aufgabe gemacht: die Mitglieder des Arbeitskreises Quellen und Grundwasser der Deutschen Gesellschaft für Limnologie e. V., die sich Mitte Juli in der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Hilders getroffen haben. Neben dem Austausch – unter anderem zur länderübergreifenden Quellenkartierung in der Rhön – standen Renaturierungsprojekte des Biosphärenreservats im Fokus. Dem Arbeitskreis, der sich im Jahr 2002 gegründet hat, gehören Mitglieder aus Deutschland und der Schweiz an, die sich beruflich oder ehrenamtlich mit grundwasserabhängigen Lebensräumen beschäftigen. Hierbei stehen auch Quellen im Mittelpunkt. Neben Experten der Universität Basel und des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) gehört unter anderen der Rhöner Quellen-Experte Stefan Zaenker zum Arbeitskreis. Als Vorsitzender des Landesverbands für Höhlen- und Karstforschung Hessen e. V. ist der Fuldaer verantwortlich für das Projekt Quellen der Rhön: Seit mehr als 25 Jahren werden im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Quellen kartiert und untersucht. Als Grenzlebensraum zwischen Grundwasser und Oberflächengewässer haben Quellen eine hohe Bedeutung für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, die an diese besonderen Umweltbedingungen angepasst sind. Die wenigen Arten, die in diesen kleinen Biotopen existieren können – unter anderem die Rhönquellschnecke –, reagieren sehr empfindlich auf Störungen, die nicht nur durch den Klimawandel, sondern auch durch menschliche Einflüsse wie Quellfassungen und Schadstoffeinträge verursacht werden. Deshalb werden im Rahmen des Projekts Maßnahmen zur Verbesserung und zum Erhalt der Quellen geplant und umgesetzt. Bis heute wurden 3.841 Standorte kartiert – die Rhön gilt bezüglich der Erfassung als eine der führenden Regionen Europas.

Im Arbeitskreis stellte Stefan Zaenker die Ergebnisse der Quellenkartierung in der Rhön vor. Weitere Vorträge beschäftigten sich unter anderem mit der Möglichkeit des DNA-Barcodings von Quellorganismen, der Kolmation – also der Verstopfung der Fließgewässersohle durch Sedimenteintrag aus der Landwirtschaft – und dem auch in der Rhön etablierten Quellen-Klimamonitoring.

Am zweiten Tag des Treffens standen bei Exkursionen Renaturierungsprojekte im hessischen Teil des Biosphärenreservats im Mittelpunkt: Am Auersberg bei Hilders wurden in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Hofbieber alte Verrohrungen unter Forstwegen für Gewässertiere durchlässig gestaltet, und bei Gotthards ist im vergangenen Jahr die Kalktuffquelle renaturiert worden.

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Arbeitskreistreffen waren durchweg positiv. „So ein Austausch von Experten ist sehr wichtig, um neue Ideen und Impulse für den Quellen- und Grundwasserschutz in der Rhön zu bekommen“, bilanziert Stefan Zaenker.

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news-2058 Fri, 16 Jul 2021 16:46:53 +0200 „Perlen des ländlichen Raums erhalten“: Kunststation Oepfershausen und Schlosshof in Wasungen werden aufgewertet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/perlen-des-laendlichen-raums-erhalten-kunststation-oepfershausen-und-schlosshof-in-wasungen-werden/ Wertvolle Schätze im ländlichen Raum erhalten, um das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön mit all seinen Kommunen und Ortsteilen attraktiv zu halten und lebenswert zu machen – dieses Ziel verfolgt auch die 5500-Einwohner-Stadt Wasungen in Thüringen. Sie nutzt eine Förderung des Thüringer Umweltministeriums zur Aufwertung der Kunststation Oepfershausen und des Schlosshofs, der gleichzeitig Eingang zum Natur Aktiv Museum ist. Einen Scheck in Höhe von insgesamt 32.000 Euro hat Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, an Wasungens Bürgermeister Thomas Kästner und Verantwortliche der Kunststation Oepfershausen übergeben. „Mit dem Förderprogramm laufen Sie offene Türen ein“, sagte Bürgermeister Kästner. „Das Programm zeigt, dass Biosphärenreservat so viel mehr ist als nur Naturschutz. Hier geht es um nachhaltige Attraktivität im ländlichen Raum – und die beginnt im Detail. Die Kunststation ist hierfür das beste Beispiel.“ Peter Casper als Vorsitzender des Vereins Kunststation Oepfershausen e. V. und langjähriges Mitglied des Biosphärenreservatbeirats ergänzte, es sei „hervorragend, dass das alles mit der unbürokratischen Hilfe aus dem Ministerium realisiert werden kann“.

Die barrierefreie Kunststation Oepfershausen bietet seit 1993 zahlreiche künstlerische, kreative Kurse für alle Altersgruppen an und ist weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Die Semesterkurse und Workshops werden jedes Jahr auch von zahlreichen Touristen genutzt – nichts zuletzt, weil die Extratour Vorderrhönweg direkt entlang der Kunststation am Ortseingang Oepfershausen verläuft. Um für die vorbeikommenden Wandernden, aber auch die Einheimischen noch attraktiver zu werden und eine Rastmöglichkeit bieten zu können, will die Stadt Wasungen die Terrasse vor der Kunststation sanieren lassen. Mithilfe der Fördermittel in Höhe von rund 19.000 Euro wird das Fundament erneuert, und es werden überdachte Sitzgelegenheiten geschaffen und mit Pflanzenkübeln gestaltet. „Bei uns soll sich jeder willkommen fühlen“, sagte Susanne Casper-Zielonka, Leiterin der Kunststation. Sie denkt bereits über weitere Aufwertungsmöglichkeiten nach – etwa den Verkauf regionaler Produkte direkt in der Kunststation wie den neuen Kaffee „Biosphäre2“ aus Peru.

Zweites Projekt ist der Schlosshof in Oepfershausen: Für rund 13.100 Euro pflastert die Stadt den Innenhof neu, schafft Sitzgelegenheiten mit Sonnenschutz und stellt Pflanzkübel auf. Der Schlosshof dient auf der Ostseite nicht nur als Parkfläche und Ort für Veranstaltungen, sondern ist gleichzeitig Eingangsbereich des Natur Aktiv Museums. Hier gibt es Umweltbildung zum Anfassen – für Schulklassen, freie Gruppen und Touristen.

„Wir sind glücklich, dass das Thüringer Umweltministerium in die nachhaltige Entwicklung investiert“, sagte Ulrike Schade. „Das Biosphärenreservat ist kein Naturschutzgebiet, sondern hier wird nachhaltige Entwicklung im Einklang mit der Natur vorwiegend von den Kommunen, den Landkreisen aber auch der Land- und Forstwirtschaft getragen. Gemeinsam ist es unser Ziel, die Perlen im Biosphärenreservat zu schützen – hierzu zählen seit Langem die Kunststation und das Natur Aktiv Museum.“

Hintergrund: Das Förderprogramm

Insgesamt investiert das Thüringer Umweltministerium im laufenden Haushaltsjahr 2,7 Millionen Euro in Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens. Ca. 600.000 Euro davon fließen in den Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Für die Thüringer Rhön ist die Förderung ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der im Rahmenkonzept des Biosphärenreservats festgelegten Ziele und Projekte. 49 Projektskizzen waren im Frühjahr 2021 eingegangen, 26 davon hatte der Beirat des Vereins Rhönforum e. V. als regionales Entscheidungsgremium daraufhin für die weitere Beantragung ausgewählt. Anfang Juni haben die Kommunen die Zuwendungsbescheide erhalten. Drei weitere Nachrückerprojekte sind frisch bewilligt. Infos zum Förderprogramm finden Interessierte auf der Homepage des Biosphärenreservats. Unter https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/mensch/kommunale-entwicklung/projekte-nachhaltige-entwicklung-thueringen/ werden alle Projekte ausführlich vorgestellt.

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news-2057 Fri, 16 Jul 2021 16:21:29 +0200 Das Biosphärenreservat spielerisch kennenlernen: Gemeinde Unterbreizbach errichtet Naturerlebnispfad am Ulsterberg https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/das-biosphaerenreservat-spielerisch-kennenlernen-gemeinde-unterbreizbach-errichtet-naturerlebnispfad/ Ein Naturerlebnispfad bis zum Gipfel des Ulsterbergs: Die Einheitsgemeinde Unterbreizbach mit den Ortsteilen Sünna und Pferdsdorf, die im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön liegen, nutzt Fördermittel aus dem Thüringer Umweltministerium zur Erweiterung ihres Tourismus- und Bildungsangebots. Den Aufruf aus dem Umweltministerium, Projektanträge zur nachhaltigen Regionalentwicklung einzureichen, nahm die Gemeinde dankend an. Eine der Ideen von Bürgermeister Roland Ernst, einen Waldspielplatz zu errichten, wurde von Christin Müller, Leiterin der Kindertagesstätte Sünna, begeistert aufgenommen. Die Erzieherinnen der Kindergärten Sünna und Pferdsdorf sind mit den rund 85 Kindern oft in der Natur unterwegs – vor allem am 487 Meter hohen Ulsterberg, „Hausberg“ der Einheitsgemeinde und insbesondere für die Kindergärten und Schulen der umliegenden Ortsteile ein beliebter Ausflugsort. Was bisher aber fehlte: Stationen entlang der Wege, an denen sie die Tier- und Pflanzenwelt des Biosphärenreservats spielerisch kennenlernen können. Gemeinsam mit den Ortsteilbürgermeistern Uwe Schmidt und Nico Lahs, der Regelschule Unterbreizbach, der Forstbetriebsgemeinschaft, der Agrarvereinigung „Rhönpforte“ Sünna und weiteren Verantwortlichen wurde ein Konzept entwickelt, wie der im Jahr 2010 entstandene Rhön-Rundweg Unterbreizbach 1 mit seinen bisherigen Infotafeln um ein solch kindgerechtes Angebot erweitert werden kann.

Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, hat Roland Ernst den symbolischen Scheck über rund 32.200 Euro übergeben. Mit dem Geld sollen an dem zwei Kilometer langen Rundweg fünf Stationen entstehen – unter anderem mit einer Tierweitsprunggrube, Hängematten, Baumstammwippen und Panoramaliegen. Auch eine Waldküche soll gebaut werden, und ein alter Bauwagen wird zu einer Sitzmöglichkeit für Gruppentreffen umgebaut. Die Planung erfolgte in enger Abstimmung mit der Biosphärenreservatsverwaltung, der Unteren Naturschutzbehörde, dem Forstamt Bad Salzungen und der Unteren Bauaufsichtsbehörde.

„Es ist toll, dass die Kinder hier künftig – dank dem Bau von Erlebniselementen mir hochwertigen Materialien aus der Region – Spaß an der Bewegung in der Natur haben und so spielerisch ihre Umwelt kennenlernen können. Denn nur was man kennt, kann man schützen“, sagt Ulrike Schade. Die Kinder der Kindertagesstätten Sünna und Pferdsdorf und der Grundschule Sünna freuen sich schon jetzt auf den neuen Erlebnispfad, der nicht nur in den Kita-Alltag, sondern auch in den Sach- und Heimatkundeunterricht der Schule einbezogen werden soll.

„Wir freuen uns über die 90-Prozent-Förderung und die unkomplizierte Antragstellung, bei der uns die Verwaltung des Biosphärenreservats intensiv unterstützt hat“, betont Bürgermeister Roland Ernst.

Hintergrund: Das Förderprogramm

Insgesamt investiert das Thüringer Umweltministerium im laufenden Haushaltsjahr 2,7 Millionen Euro in Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens. Ca. 600.000 Euro davon fließen in den Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Für die Thüringer Rhön ist die Förderung ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der im Rahmenkonzept des Biosphärenreservats festgelegten Ziele und Projekte. 49 Projektskizzen waren im Frühjahr 2021 eingegangen, 26 davon hatte der Beirat des Vereins Rhönforum e. V. als regionales Entscheidungsgremium daraufhin für die weitere Beantragung ausgewählt. Anfang Juni haben die Kommunen die Zuwendungsbescheide erhalten. Drei weitere Nachrückerprojekte sind frisch bewilligt.

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BRRhoen-TH
news-2054 Mon, 12 Jul 2021 16:11:09 +0200 Drei Wochen Sonne, Mond und Sterne: Zweite Auflage der Rhöner Sternenparkwochen startet am 30. Juli https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/drei-wochen-sonne-mond-und-sterne-zweite-auflage-der-rhoener-sternenparkwochen-startet-am-30-juli/ Die Auszeichnung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön als Internationaler Sternenpark steht für besondere Maßnahmen zum Schutz der natürlichen Nachtlandschaften – und für einen beeindruckenden Sternenhimmel, den man in der Rhön noch erleben kann. Sonne, Mond und Sterne stehen in diesem Sommer wieder im Mittelpunkt zahlreicher Angebote: Vom 30. Juli bis zum 22. August finden die zweiten Rhöner Sternenparkwochen statt. Einen besseren Zeitpunkt könnte es nicht geben: Denn wie auch im vergangenen Jahr sind um den 12. August die Sternschnuppen der Perseiden, ein jährlich wiederkehrender Meteorstrom, am stärksten zu sehen. Und die Vollmondnacht am 22. August wird den krönenden Abschluss der Aktionswochen bilden. Veranstalterin ist die Rhön GmbH, die in der Planung eng mit den Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen zusammengearbeitet hat.

Während der Sternenparkwochen, die in 2021 um eine Woche verlängert wurden, wird neben den beliebten Sternenführungen auch Neues geboten – zum Beispiel ein Klangabend zur blauen Stunde in Bad Neustadt und eine Sternstundenandacht unterm Sternenhimmel in Hilders. Kleine Sternenfans kommen beim Sternenparkfest in Kaltennordheim und einer digitalen Entdeckungstour durch die Sternenstadt Fulda mit Eule Luna auf ihre Kosten. 

Wer schon immer mal eine Sternenwanderung ausprobieren wollte, der hat dieses Jahr gleich mehrfach die Möglichkeit: Neben insgesamt 22 Führungen, die die Zertifizierten Sternenparkführer des Vereins Sternenpark Rhön e. V. anbieten, findet beispielsweise auch eine Nachtwanderung entlang der Extratour Waldfenster statt.

Warum der Schutz der Nacht und damit verbunden eine rücksichtsvolle Beleuchtung für den Natur- und Artenschutz unerlässlich ist, wird nicht nur bei den Sternenführungen, sondern auch bei Insektenworkshops der Sternenstadt Fulda deutlich: Das Projekt AuBe (Artenschutz durch Umweltverträgliche Beleuchtung) erforscht die Möglichkeit, Insekten anhand eines neuen Beleuchtungsdesigns für Straßenlaternen zu schützen.  

Auch Genießer kommen nicht zu kurz –  dank besonderer Angebote wie „Laurentius Tränen im Weinglas“ des Weingut Lange aus Hammelburg, Sternenwanderungen mit Gute-Nacht-Cocktail der Brennerei Bold’s aus Neuwirtshaus oder einem Picknick unterm Sternenzelt in Tann.

Alle Angebote finden Sie hier. 

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Sternenpark Rhön
news-2053 Fri, 09 Jul 2021 15:02:00 +0200 Einheitsgemeinde Rhönblick setzt auf nachhaltigen Sternenpark-Tourismus und schafft neue Angebote https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/einheitsgemeinde-rhoenblick-setzt-auf-nachhaltigen-sternenpark-tourismus-und-schafft-neue-angebote/ Sternenhimmel-Fans bekommen im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön bald besondere Schmankerl geboten. Die Einheitsgemeinde Rhönblick nutzt Fördermittel zur nachhaltigen Regionalentwicklung aus dem Thüringer Umweltministerium zur Errichtung von Übernachtungsmöglichkeiten unter freiem Himmel und baut einen „SkyPole“ auf der Hohen Geba. Auf den SkyPole freut sich Bürgermeister Christoph Friedrich besonders. „Wir ergänzen damit das Angebot für Touristen und Einheimische auf der Geba um ein weiteres Highlight – und das mit einer nachhaltigen Idee.“ Mit dem SkyPole kann man Himmelskörper in der Nacht, aber auch tagsüber oder in der Dämmerung finden. Insgesamt 200 Steine werden in den Boden eingelassen, die um einen Mast in der Mitte herum ein Koordinatensystem bilden. Über eine App wird angezeigt, auf welchen der Steine man sich stellen muss, um mithilfe des Masts bestimmte Sterne, Sternbilder, Planeten oder andere Himmelserscheinungen zu finden. „Hierfür braucht es keine Vorkenntnisse. So kann der Nachthimmel auch ohne Sternenführung auf eigene Faust erkundet werden“, sagt der Bürgermeister und ergänzt: „Anhand dieser neuen Attraktion wollen wir den natürlichen und nicht verschmutzten Nachthimmel im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön stärker in den Fokus rücken.“ Infotafeln weisen zusätzlich auf die besondere Bedeutung des Tag-Nacht-Rhythmus für Mensch und Natur hin.

Mit den insgesamt rund 50.200 Euro, die die Gemeinde Rhönblick aus dem Fördertopf für Projekte der nachhaltigen Regionalentwicklung aus dem Thüringer Umweltministerium erhält, werden zudem an zwei Standorten besondere Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen. Ebenfalls auf der Hohen Geba, im Rhönkulturgarten, wird ein durchsichtiges Kuppelzelt errichtet – zum Schlafen mit Blick in die Sterne. Eine Stromversorgung ist gewährleistet, für die Verpflegung sorgt das nahegelegene Bergstübchen. Hier können auch die Duschen und Toiletten genutzt werden. „Die Übernachtungsmöglichkeit ist emissionsfrei und somit ein besonders nachhaltiges Tourismusprojekt in der Biosphäre Rhön“, erklärt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, die den symbolischen Scheck an Bürgermeister Friedrich übergab.  

Emissionsfrei übernachten soll bald auch am Sportplatz der Gemeinde – am Ortsausgang mit Blick in die Rhöner Berge gelegen – möglich sein. Hier werden drei unterschiedlich große „Nature Homes“ gebaut, die nach der Zonierung des Biosphärenreservats "Kernzone", "Pflegezone" und "Entwicklungszone" benannt werden. Schutzziele der einzelnen Zonen werden über Infotafeln im Außenbereich erläutert. Strom beziehen die Übernachtungsgäste über eine Solaranlage. Ausgestattet werden die Nature Homes – gebaut aus regionalem Holz – mit Doppelbetten, Bänken, einem Tisch, Kühlmöglichkeiten für Lebensmittel, Wasserkocher sowie Ladegeräte für Elektrogeräte, E-Bikes. WLAN ist inklusive. Versorgt werden die Gäste aus der benachbarten Gaststätte, die regionale Produkte in ihrem Sortiment hat.

Die Übernachtungsangebote sollen online buchbar sein – über die Gemeinde Rhönblick und der Rhön GmbH. „Spätestens seit der Coronapandemie werden Ferien und Ausflüge in der Rhön immer beliebter, die Menschen entdecken ihre Heimat neu“, sagt Ulrike Schade. „Die Nachfrage nach außergewöhnlichen, individuellen Angeboten steigt. Es ist wichtig, diesen Besucherdruck nachhaltig zu lenken – im Sinne eines sanften Tourismus. Wir freuen uns, dass die Gemeinde Rhönblick die Chance ergreift.“

Die Projekte sollen noch in diesem Jahr umgesetzt werden, die Eröffnung des SkyPole ist für September geplant.

Hintergrund: Das Förderprogramm

Insgesamt investiert das Thüringer Umweltministerium im laufenden Haushaltsjahr 2,7 Millionen Euro in Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens. Ca. 600.000 Euro davon fließen in den Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Für die Thüringer Rhön ist die Förderung ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der im Rahmenkonzept des Biosphärenreservats festgelegten Ziele und Projekte. 49 Projektskizzen waren im Frühjahr 2021 eingegangen, 26 davon hatte der Beirat des Vereins Rhönforum e. V. als regionales Entscheidungsgremium daraufhin für die weitere Beantragung ausgewählt. Anfang Juni haben die Kommunen die Zuwendungsbescheide erhalten. Drei weitere Nachrückerprojekte sind frisch bewilligt. 

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