Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de Biosphärenreservat Rhön de-DE Biosphärenreservat Rhön Mon, 24 Jan 2022 18:41:03 +0100 Mon, 24 Jan 2022 18:41:03 +0100 TYPO3 EXT:news news-2135 Mon, 24 Jan 2022 12:06:49 +0100 Die Rückkehr des Wolfs: Wanderausstellung bis April 2022 im Haus der Langen Rhön zu sehen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/die-rueckkehr-des-wolfs-wanderausstellung-bis-april-2022-im-haus-der-langen-rhoen-zu-sehen/ Seit dem Jahr 2000 hat sich der Wolf wieder verstärkt in Deutschland ausgebreitet. Für den Artenschutz ein Erfolg – Weidetierhaltern hingegen bereitet die Rückkehr des heimischen Wildtiers große Sorge. Wie kann das Zusammenleben mit dem Wolf in einer Kulturlandschaft dauerhaft funktionieren? Welche Folgen hat die Rückkehr des großen Beutegreifers für den Menschen, aber auch für andere Wildtiere? Die Beantwortung dieser Fragen erfordert eine sachliche Debatte und wissenschaftliche Fakten. Dazu soll die Wanderausstellung „„Die Rückkehr des Wolfs“ der Deutschen Wildtier Stiftung beitragen, die bis zum 6. April im Biosphärenzentrum Rhön „Haus der Langen Rhön“ in Oberelsbach zu sehen ist.  Kaum ein Tier ist so umstritten wie der Wolf. Manche bejubeln seine Rückkehr und ignorieren damit einhergehendes Konfliktpotential, andere verbreiten Schreckensszenarien über ein gefährliches Raubtier, das sie am liebsten gleich wieder loswerden möchten. Zwischen Romantisierung und Angst scheint kaum Platz zu sein für ein rationales, naturschutzfachliches Verhältnis zu Canis lupus. Die Ausstellung liefert übersichtlich die wichtigsten Informationen über den Wolf, seine Ausbreitung und sein Beutespektrum. Sie erläutert richtiges Verhalten bei einem Zusammentreffen von Mensch und Wolf und erklärt, weshalb Weidewirtschaft so wertvoll für die Artenvielfalt ist und wie sie auch mit der Anwesenheit des Wolfs erhalten werden kann. Und sie erläutert, wie andere Wildtiere auf das Auftauchen der Wölfe reagieren und welche Folgen das haben könnte.

Die Wanderausstellung der Deutschen Wildtier Stiftung „Die Rückkehr des Wolfs“ ist im Biosphärenzentrum Rhön „Haus der Langen Rhön“ in 97656 Oberelsbach, Unterelsbacher Str. 4, bis zum 6. April 2022 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind täglich von 10 bis 16 Uhr (dienstags Ruhetag), der Eintritt ist frei. Es gilt die 2G+ Regel und Maskenpflicht.

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news-2133 Thu, 20 Jan 2022 13:03:32 +0100 Gebietsbetreuer für Nationales Naturmonument „Grünes Band Thüringen“ bezieht Büro in Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/gebietsbetreuer-fuer-nationales-naturmonument-gruenes-band-thueringen-bezieht-buero-in-verwaltungsstel/ Das Nationale Naturmonument „Grünes Band Thüringen“ zu schützen, zu erhalten und zu entwickeln, ist Aufgabe der Stiftung Naturschutz Thüringen. Für die acht Teilabschnitte des Grünen Bands ist jeweils vor Ort ein Mitarbeiter verantwortlich. Gebietsbetreuer und damit Ansprechpartner für die unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ist Ralf Hofmann, der kürzlich sein Büro bezogen hat – in der Propstei Zella, Dienstsitz der Biosphärenreservatverwaltung. Die räumliche Nähe wollen Stiftung und Verwaltung zum Anlass nehmen, künftig enger zusammenzuarbeiten.  Kontrollgänge durch „sein“ Gebiet zwischen Unterbreizbach und Hermannsfeld, Vorbereitung und Umsetzung von Landschaftspflege- und Artenschutzmaßnahmen und Freiwilligenprojekten, Verkehrssicherung und Besucherlenkung, aber auch die Entwicklung von Umweltbildungsangeboten: Die Aufgaben von Ralf Hofmann sind vielfältig. Als Gebietsbetreuer befasst er sich mit allem, was im Biosphärenreservat mit dem Thema Grünes Band zu tun hat. Hofmann, der selbst aus der Region kommt und in Bad Salzungen wohnt, ist Mitarbeiter der Stiftung Naturschutz Thüringen. Sie ist Trägerin des Nationalen Naturmonuments und besitzt mit 44 Prozent des Gebiets die meisten Flächen am Grünen Band in Thüringen. Um eine einheitliche Entwicklung im Sinne des Schutzzweckes zu gewährleisten, erarbeitet die Stiftung, die ihren Sitz in Erfurt hat, einen Pflege- Entwicklungs- und Informationsplan (PEIPL). Auch hierbei wirkt Ralf Hofmann mit. „Vor allem aber bin ich Ansprechpartner für die Rhönerinnen und Rhöner“, sagt Hofmann. Er und die weiteren sieben Gebietsbetreuer stellen eine wichtige Schnittstelle zu den haupt- und ehrenamtlichen Akteuren, Eigentümern und Nutzungsberechtigen dar. In den kommenden Monaten will sich Hofmann persönlich bei den Kommunen vorstellen.

Auch wenn die grüne „Lebenslinie“ noch im Winterschlaf ist und in der Landschaftspflege vor dem Frühjahr nicht viel passiert, hat Ralf Hofmann keine Langeweile. Vor kurzem hat er seine Ausbildung zum Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer abgeschlossen und bereitet nun zum Beispiel Themenführungen entlang des ehemaligen „Todesstreifens“ vor, die von April bis Oktober angeboten werden sollen. Die Verbindung von Naturschutz und Erinnerungskultur ist hierbei ein wichtiger Baustein.

Nicht nur in der Umweltbildung, sondern auch im Datenmanagement und im Bereich Forschung und Monitoring erhoffen sich die Thüringer Verwaltung des Biosphärenreservats und die Stiftung künftig Synergien. „Erfahrungen aus Pflegemaßnahmen auf Flächen entlang des Grünen Bandes können uns auch für unsere Pflegezonen im Biosphärenreservat wichtige Erkenntnisse liefern“, sagt Ulrike Schade, Leiterin der Biosphärenreservatverwaltung.

Für Anliegen zum Thema Grünes Band im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön steht Ralf Hofmann als Ansprechpartner zur Verfügung: Tel.: 0172 63 25 131, E-Mail: ralf.hofmann@snt.thueringen.de

Hintergrund Nationales Naturmonument „Grünes Band Thüringen“

Aus der jahrzehntelangen Trennung Deutschlands und Europas ist etwas Einzigartiges hervorgegangen – das Grüne Band. Der Grenzstreifen wurde zum Refugium für mehr als 1.200 seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Dieser Biotopverbund mit einer Länge von 1400 Kilometern innerhalb Deutschlands ist hierzulande der größte und wichtigste Lebensraumverbund. Mit einer Länge von 763 Kilometern hat Thüringen den größten Anteil und trägt eine große Verantwortung, das Gebiet als Mahnmal und Lebensraum zu erhalten. Im Dezember 2018 hat der Freistaat das „Grüne Band Thüringen“ als Nationales Naturmonument unter Schutz gestellt – als drittes und bisher flächenmäßig größtes Nationales Naturmonument in Deutschland. Die Abgrenzung erstreckt sich als durchgehendes Band von der Landesgrenze bis zum Kolonnenweg, der auch Bestandteil des Schutzgebietes ist. Insgesamt umfasst das Gebiet eine Fläche von etwa 6.500 ha.

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Kulturlandschaft & Naturschutz Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Wissen Natur
news-1851 Thu, 20 Jan 2022 12:30:00 +0100 Aktuelle (Winter-) Infos https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/aktuelle-winter-infos/ Der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Rhön (NBR) e. V. erinnert daran, dass der Naturlehrpfad und der Aussichtsturm im Schwarzen Moor bis auf Weiteres wegen Eisglätte und Rutschgefahr gesperrt sind. Weitere Infos finden Sie im Folgenden. AKTUELL: Das Biosphärenzentrum Rhön "Haus der Langen Rhön" in Oberelsbach bleibt am kommenden Wochenende, 22. und 23. Januar, ausnahmsweise geschlossen. Ab Montag, 24. Januar, gelten die gewohnten Öffnungszeiten.

Die Sperrung im Schwarzen Moor erfolgt jedes Jahr zur Winterzeit – in der Regel zwischen November und März beziehungsweise April. Diese Maßnahme dient nicht nur der Sicherheit der Besucherinnen und Besucher, sondern auch dem Schutz störungsempfindlicher Wildtiere. In den übrigen Monaten gibt es keine festen Öffnungszeiten, jedoch soll der Lehrpfad nicht nach Einbruch der Dunkelheit betreten werden.

Auf der Homepage des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön wird im Frühjahr 2022 darüber informiert, sobald der Lehrpfad wieder zugänglich ist.

Infos zu gespurten Loipen

Die Verwaltungen des Biosphärenreservats und die Naturparke bitten Langlauf-Fans, sich vorab zu informieren, ob und wo derzeit Langlauf möglich ist. Das Verlassen der hierfür vorgesehenen Loipen-Bereiche ist nicht gestattet.
Aktuelle Infos finden Sie hier: 
https://www.rhoen.de/urlaub-kultur-ferien-wellness/aktiv-freizeit/wintersport/loipen/index.html 
https://www.nordic-aktiv.com/
https://loipenpark.de/

Das Schneetelefon 0800 / 9719773 informiert zudem tagesaktuell über die Schneehöhen in der gesamten Rhön.

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Natur Ansprechpartner NBR
news-2136 Wed, 19 Jan 2022 15:47:00 +0100 Wettbewerb zu regionalbewusstem Bauen im Landkreis Fulda – Gewinner vorgestellt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wettbewerb-zu-regionalbewusstem-bauen-im-landkreis-fulda-gewinner-vorgestellt/ Der Landkreis Fulda mit seinem hohen Anteil ländlicher Gebiete ist geprägt von einer wechselvollen Bau- und Siedlungsgeschichte. Im Rahmen eines Wettbewerbs im Sommer 2021 waren die Menschen im Landkreis Fulda gefragt: Was verstehen sie unter regionalbewusst, und warum ist ihr Grundstück, ihr Haus oder ihr Garten, ein perfektes Beispiel hierfür? Nun sind die Gewinner vorgestellt worden. Den Wettbewerb hatte der Fachdienst Regioalentwicklung in Zusammenarbeit mit der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ausgerufen.

„Regionalbewusstes Bauen ist kein Baustil. Es gibt keine einheitlichen Kriterien, die darüber entscheiden, ob ein Gebäude in die Region ,passt‘ oder nicht“, erklärt Jürgen Simon vom Fachdienst Regionalentwicklung. „Es geht nicht darum, festgelegte Merkmale zu erfüllen – sondern darum, sich vor dem Bau auf die Umgebung einzulassen und sich nach ihr auszurichten.“ Dies bedeutet, sich zum Beispiel folgende Fragen zu stellen: Wie ist die Bodenbeschaffenheit, aus welcher Richtung kommt der Wind, wie ist der Lichteinfall, muss ich mich an eine Hanglage anpassen? Auch die Frage nach den Materialien gehört dazu: Gibt es regionale Lösungen? Kann ich Materialen aus der Region beziehen?

Einige Beispiele für regionaltypisches Bauen:

  • klare gradlinige Baukörper
  • regionale Materialien und Baustoffe
  • Bau passt in Umgebung, und es wird auf Bodenbeschaffenheit und äußere Umstände geachtet
  • Holzfassaden
  • Holzfenster
  • geringe Dachüberstände
  • schonender Umgang mit vorhandenem Gelände
  • Zweitverwendung von Baustoffen

Die Gewinner des Wettbewerbs stehen fest: Fünf regionaltypische Häuser und fünf Gärten sind als Gewinner ausgezeichnet worden. 

Alle Gewinner finden Sie auf der Webseite des Landkreises Fulda

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news-2132 Mon, 17 Jan 2022 10:38:11 +0100 Mauersegler, Wachtelkönig und Co.: Online-Vorträge am 27. Januar https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/mauersegler-wachtelkoenig-und-co-online-vortraege-am-27-januar/ „In der Rhön, für die Rhön“ – mit dieser Vortragsreihe will die Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön die Forschung im Biosphärenreservat greifbar machen und die Rhönerinnen und Rhöner an den neuesten Erkenntnissen teilhaben lassen. Beim nächsten Termin am Donnerstag, 27. Januar, 19.30 bis 21 Uhr, widmen sich zwei Vorträge der Vogelwelt. Die kostenfreie Online-Veranstaltung findet auf der Plattform „edudip“ statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und im Anschluss auf der Homepage des Biosphärenreservats veröffentlicht.

„Räumlich flexibel und sehr erfolgreich: Schutz von Wachtelkönig und Co.“ Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist, wie insgesamt in Europa, ein starker Rückgang der meisten Vogelarten zu verzeichnen. In den letzten Jahren wurden daher im Vogelschutzgebiet Hessische Rhön für zahlreiche Arten intensive Schutzmaßnahmen durchgeführt. Hierdurch konnten sich die Bestände wesentlich verbessern. Stefan Stübing (Büro für faunistische Fachfragen) und Jonas Thielen (Hessische Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön) zeigen dies am Beispiel des in ganz Deutschland seltenen gewordenen, sehr versteckt lebenden und daher am besten über seine Rufe nachweisbaren Wachtelkönigs und geben einen Einblick zu weiteren für die Rhön relevanten Vogelarten.

„Charakterisierung von Brutplätzen des Mauerseglers im ländlichen Raum.“ Während die Autökologie des Mauerseglers gut erforscht ist, gibt es zur Brutplatzwahl im ländlichen Raum große Wissenslücken. Um wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung des Mauerseglers etablieren zu können, untersuchte und analysierte Marlene Klisa im Rahmen ihrer Masterarbeit in Kooperation mit der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats das Brutvorkommen im Landkreis Fulda. Ihr Vorgehen und die wichtigsten Erkenntnisse stellt die Referentin in ihrem Vortrag vor.

Hier geht es zur Anmeldung.

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news-2131 Fri, 14 Jan 2022 14:04:50 +0100 Jede Stimme zählt: Die Rhön wieder dabei im Rennen um Deutschlands schönsten Wanderweg https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/jede-stimme-zaehlt-die-rhoen-wieder-dabei-im-rennen-um-deutschlands-schoensten-wanderweg/ Stimmen Sie ab für Deutschlands schönsten Wanderweg: In diesem Jahr geht auch die Rhön wieder mit ins Rennen. Die Extratour "Der Hilderser" ist im Bereich Tagestouren nominiert. Jetzt sind die Rhönerinnen und Rhöner gefragt – jede Stimme zählt. Fast 100 kurze und lange Wanderwege aus ganz Deutschland hatten sich bei der Fachzeitschrift Wandermagazin beworben, um Deutschlands Schönster Wanderweg 2022 zu werden. Nun stehen die 25 Wege fest, die es in die finale Runde geschafft haben und für die man seit dem 3. Januar online abstimmen kann.

Eingeteilt ist das Teilnehmerfeld in zehn Mehrtagestouren sowie 15 Tagestouren, die jeweils in diesen zwei Kategorien gegeneinander antreten, um möglichst viele Wählerstimmen für sich zu gewinnen.Auch die Marktgemeinde Hilders hat sich mit seinem Premiumwanderweg, der Extratour "Der Hilderser", beworben und es unter die Top 15 Tagestouren geschafft.

Hier können Sie abstimmen

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news-2117 Thu, 13 Jan 2022 10:46:00 +0100 Wie das Erleben der Natur die psychische Gesundheit fördern kann – Online-Befragung für Rhönerinnen und Rhöner https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wie-das-erleben-der-natur-die-psychische-gesundheit-foerdern-kann-online-befragung-fuer-rhoenerinnen/ Die positive Wirkung der Natur nutzen, um psychischen Erkrankungen entgegenzuwirken: Wie das funktionieren kann, soll mit „Green Care – Natur und psychische Gesundheit“, einem Projekt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und in der Biosphärenregion Berchtesgadener Land, gezeigt werden. Mit der Teilnahme an einer Online-Befragung können alle Rhönerinnen und Rhöner das Projekt nun unterstützen: Wo fühlen sie sich in der Rhön besonders wohl? Welche Orte schenken ihnen Kraft und helfen beim Abbau von Stress? Die Befragung läuft bis zum 31. Januar 2022. Anhand der Befragung untersucht der Lehrstuhl für Physische Geographie an der Universität Augsburg die beiden Regionen Rhön und Berchtesgadener Land hinsichtlich ihres Potentials zur Gesundheitsförderung. Die Ergebnisse der Umfrage sind eine wichtige Planungsgrundlage im Forschungsprojekt Green Care, in dem ein naturbasiertes Angebot entwickelt und erprobt wird, um Menschen mit depressiven Erkrankungen unter fachlich qualifizierter Anleitung positive Naturbegegnungen zu ermöglichen. Parallel wird wissenschaftlich untersucht, inwiefern sich die entwickelten Methoden eignen, um die psychische Gesundheit zu fördern.

Kooperationspartner für das Projekt in der Rhön ist die Psychosomatische Klinik des Rehabilitationszentrums Bad Bocklet. Seit Oktober 2020 wird dort das Angebot mit Rehabilitandinnen und Rehabilitanden der Psychosomatik des Zentrums durchgeführt und evaluiert. Angeleitet wird das Angebot durch die Projektmitarbeiterin und Psychologin Katharina Thümer und den Ranger und Wildnispädagogen Maik Prozeller (beide Bayerische Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön). Zusätzlich wird das Angebot von einer Psychologin des Rehabilitationszentrums sowie – wissenschaftlich – vom Lehrstuhl Sozial- und Arbeitspsychologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt begleitet.  

Nun ist auch die breite Öffentlichkeit gefragt: Zur Unterstützung des Projekts aus dem Rahmenkonzept des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sind die Rhönerinnen und Rhöner eingeladen, ihre Erfahrungen und ihre Wahrnehmung der Natur- und Landschaftsräume im Biosphärenreservat zu teilen. Unter anderem können sie aus ihrer ganz persönlichen Sicht beantworten, ob sie einen Zusammenhang zwischen dem Aufenthalt in der Natur und der psychischen Gesundheit des Menschen sehen, und an welchen Orten das besonders spürbar wird.

Hier geht es zur Umfrage.

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Mensch
news-2130 Thu, 06 Jan 2022 12:49:25 +0100 „RhönWollets“ als innovativstes Produkt: Drei Ideen aus der Rhön überzeugen in Wettbewerb deutscher Mittelgebirgsbetriebe https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rhoenwollets-als-innovativstes-produkt-drei-ideen-aus-der-rhoen-ueberzeugen-in-wettbewerb-deutscher/ Drei Kategorien, dreimal gewonnen: In einem bundesweiten Wettbewerb, in dem zukunftsweisende Konzepte von Mittelgebirgsbetrieben prämiert wurden, hat die Rhön mit unterschiedlichen Ideen und Konzepten überzeugt. Von einem Erfolgsprojekt aus dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön war die Jury des Wettbewerbs „Modellbetriebe Bioökonomie in den Mittelgebirgen“ besonders begeistert: Die „RhönWollets“, Dünger aus Schafwolle, haben im Bereich innovative Produkte gewonnen. Mit dem Ideenwettbewerb würdigt der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) Modellbetriebe, die das Potenzial nachwachsender Rohstoffe und Nahrungsmittel in den Mittelgebirgsregionen nachhaltig erschließen. Gesucht wurden Innovationen aus land- und forstwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten. Zu den Sigern im Bereich „innovative Produkte“ gehören die RhönWollets, ein ökologischer Langzeitdünger, der ausschließlich aus Rhöner Schafwolle besteht. Ins Leben gerufen wurde das Projekt im Jahr 2020 von Janet Emig vom Verein Natur- und Lebensraum Rhön (VNLR) e. V. und Nadja Schneider aus der Abteilung Dachmarke der Rhön GmbH. Mittlerweile beteiligen sich zehn Betriebe an der Sammlung von Schafwolle, die in Bayern gereinigt und zu Pellets gepresst und anschließend in der Rhön vermarktet wird. So ist die Wolle, deren Verkauf sich kaum noch lohnt und die daher meist zum Abfallprodukt wird, für die Schäferinnen und Schäfer in der Rhön wieder lukrativ geworden.

Stellvertretend für die beteiligten Betriebe hatte der VNLR den Biohof von Andreas Schlembach aus Münnerstadt beim Wettbewerb angemeldet. Mit ihren 30 Schafen bewirtschaftet Familie Schlembach 50 Hektar Offenland und trägt damit zur Landschaftspflege und zum Erhalt der Rhöner Kulturlandschaft bei. Im eigenen Hofladen und im Selbstbedienungsstand „Schäferstübchen“ findet sich eine Auswahl an Bio-Produkten, die vom eigenen Hof und von kooperierenden Biolandwirtinnen und Biolandwirten aus der Region stammen. Auch die „RhönWollets“ kann man seit 2021 hier kaufen. Innerhalb weniger Monate wurden die Wollets zum Erfolg – auch über die Region hinaus.

„Die Auszeichnung durch den DVL zeigt einmal mehr, dass im Biosphärenreservat zukunftsweisende Ideen mit Modellcharakter geboren werden“, sagt Janet Emig, die das Wollet-Projekt angestoßen hatte. Mittlerweile organisieren die teilnehmenden Betriebe die Vermarktung der Pellets selbst, Emig steht weiterhin beratend zur Seite. Das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro will das Netzwerk nun den nächsten Schritt investieren: Der Name „RhönWollets“ soll markenrechtlich geschützt werden.

Gemeinschaftsbiogasanlagen und Anbau auf kleiner Fläche

Auch in den beiden anderen Kategorien konnte die Rhön überzeugen: In der Kategorie „Wertschöpfungsketten und Kooperation“ – gehört die Agrokraft GmbH mit Sitz in Bad Neustadt a. d. Saale, die sich für den Betrieb von Gemeinschaftsbiogasanlagen einsetzt, zu den drei Gewinnern. Dabei übernimmt Agrokraft die konzeptionelle Planung und Entwicklung sowie die Vernetzung aller Akteurinnen und Akteure. Weiterhin hilft sie bei der Gründung von neuen, eigenständigen Biogasgemeinschaften. Die grundlegende Idee ist einfach: Nicht jeder Betrieb braucht eine eigene Biogasanlage, und durch eine Bündelung werden der Anlagebau auf das Notwendigste reduziert und die Flächenversiegelung verringert. Aber auch die Biodiversität wird gefördert: Seit einigen Jahren engagiert sich die Agrokraft zusammen mit dem Bund Naturschutz, Kreisgruppe Rhön-Grabfeld, in einem Projekt zum Einsatz von Blühmischungen als Ersatz für Mais. So werden über das Jahr hinweg verschiedene Energiepflanzen kombiniert. Neben aktuell vier Biogasgemeinschaften mit 150 Betrieben wurde eine Abfallbiogasanlage unter Beteiligung von Landwirtinnen und Landwirten, Kommunen und regionalen Unternehmen realisiert. Weiterhin wurde mit Unterstützung von Agrokraft Bürger-Energiegenossenschaften gegründet, um die Abwärme der Biogasanlagen durch Nahwärmenetze nutzbar zu machen.

In der Kategorie „Gesamtbetriebliche Konzeption“ gewann der Biohof Hartmann aus Oberelsbach, ein Mischbetrieb im ökologischen Landbau mit Naturland-Zertifizierung, für die Umsetzung des „Market Gardenings“. Der Einstieg des Sohnes als Vollzeitlandwirt stellte die Hartmanns vor die Herausforderung, den Betrieb so auszuweiten, dass die Versorgung einer großen Familie gesichert werden konnte. Als neuer Einkommenszweig kam die Idee des „Market Gardening“ hinzu, das unter anderem in den USA und in Skandinavien genutzt wird, um auf relativ kleiner Fläche mit geringen Investitionskosten ein Familieneinkommen erwirtschaften zu können. Das Konzept zeichnet sich durch eine besonders bodenschonende, nachhaltige Landwirtschaft aus, die zudem biodiversitätsfördernd ist. Auf 2.200 m² entstand neben dem Rinderstall ein Gemüseacker, auf dem durch eine Mehrfachbelegung der Beete bis zu 30 verschiedene Sorten Gemüse angebaut werden können.  Auch wärmeliebende Sorten wie Gurken, Tomaten oder Auberginen können in zwei Folientunneln angebaut werden. Die Blühstreifen zwischen den einzelnen Beeten werden nach und nach durch Permakulturen wie Holzhecken und Obstgehölze ersetzt, die nicht nur Schatten und Windschutz, sondern Lebensraum für Nützlinge und andere Arten bieten. Das Obst ergänzt künftig die Produktpalette der Hartmanns, die neben dem eigenen Hofladen unter anderem auch die Umweltbildungsstätte Oberelsbach beliefern.

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news-2128 Wed, 05 Jan 2022 17:50:12 +0100 200 Rhönerinnen und Rhöner halfen bei der Kartierung hunderter Standorte von Silber- und Golddistel https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/200-rhoenerinnen-und-rhoener-halfen-bei-der-kartierung-hunderter-standorte-von-silber-und-golddistel/ Um einen Überblick über die Verbreitung von Silber- und Golddisteln in der Rhön zu erhalten, hat die Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön im Herbst 2021 länderübergreifend nach Standorten der beiden Arten gesucht – unterstützt von der Rhöner Bevölkerung. Dank dem beeindruckenden Engagement zahlreicher Freiwilliger konnten in etwa 200 Einzelmeldungen aus Bayern, Hessen und Thüringen mehr als 3.000 Silberdisteln und etwa 350 Golddisteln erfasst werden. Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist als „Land der offenen Fernen“ bekannt und bringt durch seine vielfältigen Landschaftsstrukturen eine hohe Artenvielfalt mit sich. Die berühmteste Pflanze der Rhön ist wohl die Silberdistel (Carlina acaulis), auch als „Rhöndistel“ bekannt. So ist sie zum Beispiel Namensgeberin vieler Ferienwohnungen und ziert als Gemälde ganze Hausfassaden. Weniger bekannt ist hingegen ihre Verwandte, die Golddistel (Carlina vulgaris). Um einen Überblick über die Verbreitung beider Arten in der Rhön bekommen und weitere wertvolle Lebensräume im Biosphärenreservat kennenlernen zu können, waren die Rhönerinnen und Rhöner im Oktober und November 2021 zur Mithilfe bei der Erfassung aufgerufen.

Insgesamt wurden mit 173 Standorten im Projektzeitraum deutlich mehr Silberdisteln als Golddisteln (22) gemeldet. „Ein Grund ist sicher der große Bekanntheitsgrad der etwa 10 Zentimeter großen Distel mit ihren typisch silbrig-weiß glänzenden Hüllblättern“, sagen die Projektverantwortlichen Tina Bauer und Pia Bergknecht. Die Anzahl der Silberdisteln auf den gemeldeten Flächen reichte von einer bis zu 300 Exemplaren. „Da die Silberdistel deutschlandweit auf der Vorwarnliste der gefährdeten Pflanzen steht und die Rhön als einer ihrer Verbreitungsschwerpunkte in Deutschland gilt, ist die Vielzahl an Fundorten im Erfassungsprojekt sehr erfreulich“, bilanziert Tina Bauer. Auf einigen Flächen wurde sogar von einer Zunahme der Silberdisteln in den vergangenen Jahren berichtet, an zahlreichen Standorten jedoch auch von einem deutlichen Verlust. „Auch bundesweit wird langfristig ein Rückgang der Silberdisteln erwartet. Es ist daher wichtig, die Bestände in der Rhön weiter zu beobachten.“ Darum kümmern sich Ehrenamtliche aus dem Netzwerk Rhönbotanik, die die Art auf ihrer Beobachtungsliste führen und die Vorkommen langfristig erfassen und beobachten. Mit den Meldungen im Rahmen des bürgerwissenschaftlichen Projekts konnte diese Arbeit um wichtige Fundorte ergänzt werden.

Auch die etwas zierlichere und vergleichsweise unscheinbare Golddistel wurde an 22 Standorten in der Rhön entdeckt. Hier variierte die Anzahl zwischen einem bis hin zu 50 Exemplaren pro Standort. Insgesamt ist die Pflanze mit den goldgelb glänzenden Hüllblättern weniger auffällig als ihre Verwandte – ihr Fund hat aber eine ähnlich große Bedeutung: „Beide Distelarten gelten als Charakterarten beweideter Magerrasen und können uns Hinweise auf wertvolle Flächen mit vielen anderen seltenen Pflanzenarten geben“, erklärt Bauer. So wurden zum Beispiel für viele Silberdistel-Flächen auch Vorkommen von Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) sowie einiger gefährdeter Orchideen- und Enzianarten gemeldet. Aufgrund ihrer späten Blühzeit haben Silber- und Golddistel außerdem eine große Bedeutung als Nektarpflanzen in der sonst recht blütenarmen Spätsommer-Landschaft. So wurden im Oktober noch einige Insektenarten auf den Disteln gesichtet – unter anderem verschiedene Schmetterlinge, ein Rosenkäfer und verschiedene Hummelarten. Die Bayerische Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ist sehr dankbar für die große Beteiligung am gemeinsamen Erfassungsprojekt und freut sich auf weitere Projekte im nächsten Jahr.

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news-2127 Wed, 05 Jan 2022 17:30:18 +0100 Kinder und Jugendliche im Fokus: Regionalbudget fördert auch 2022 wieder Kleinprojekte in der hessischen LEADER-Region Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/kinder-und-jugendliche-im-fokus-regionalbudget-foerdert-auch-2022-wieder-kleinprojekte-in-der-hessis/ Ob neue Geräte für Kinderspielplätze, die technische Ausstattung von Dorfgemeinschaftsräumen, Geräte für Sportvereine, ein Tipi auf dem Zeltplatz in Kleinsassen oder Infotafeln zur Kulturgeschichte und zum Landschaftsraum: Seit 2020 konnten mit dem Regionalbudget in der hessischen Rhön mehr als 40 kleine Projekte mit einer Fördersumme von fast 275.000 Euro unterstützt werden. An die Erfolgsgeschichte will der Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V. (VNLR) auch 2022 anschließen und für Projekte von Vereinen, Initiativen und Kommunen ein Förderangebot zur Verfügung stellen. Bis zum 1. März können Anträge beim Verein eingereicht werden. Das Regionalbudget wird vom Bund und dem Land Hessen sowie aus regionalen Eigenmitteln finanziert. Unterstützt werden Vorhaben, die darauf abzielen, die Infrastruktur und Grundversorgung im sozialen und kulturellen Raum zu stärken und zu verbessern. Gefördert werden dabei Investitionen in Ausstattung, Maschinen, kleine bauliche Maßnahmen, Dienstleistungen und Sachausgaben. In 2022 konzentriert sich die Förderung auf Angebote und Maßnahmen für Kinder und Jugendliche sowie Orte der Begegnung. Antragsteller können Vereine und Initiativen aus den Städten und Gemeinden der hessischen LEADER-Region Rhön, aber auch die Kommunen selbst sein: Burghaun, Gersfeld, Dipperz, Ebersburg, Ehrenberg, Eiterfeld, Hilders, Hofbieber, Hünfeld, Nüsttal, Poppenhausen (Wasserkuppe), Rasdorf und Tann.

Die Gesamtkosten pro Projekt müssen mindestens 1.000 Euro und dürfen maximal 10.000 Euro betragen. Der Zuschuss beläuft sich auf 80 Prozent der förderfähigen Bruttokosten. Die geförderten Projekte müssen innerhalb weniger Monate umsetzbar sein. Und, ganz wichtig: Die Umsetzung der Maßnahmen darf noch nicht begonnen haben. Sie muss vom Antragsteller vorfinanziert werden. Jeder Projektträger kann maximal einen Antrag einreichen. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.

Bis zum 1. März 2022 können Anträge beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. eingereicht werden.

Alle Infos sowie die Unterlagen finden Sie hier.

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VNLR
news-2122 Thu, 23 Dec 2021 08:37:00 +0100 Auch die Rhönquellschnecke ließ sich blicken: 150 neue Quellen in Bayern, Hessen und Thüringen erfasst und untersucht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/auch-die-rhoenquellschnecke-liess-sich-blicken-150-neue-quellen-in-bayern-hessen-und-thueringen-erfas/ In wohl keinem anderen Mittelgebirge in Europa werden Quellen so detailliert erforscht wie im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Die geschützten Biotope können nicht nur Aufschluss über die Wasserqualität geben, sondern sind wichtige Lebensräume für kleine Lebewesen, die mit dem bloßen Auge kaum zu entdecken sind. Auch in 2021 wurden wieder neue Quellen in Bayern, Hessen und Thüringen erfasst und untersucht. Dabei konnten zahlreiche Tierarten nachgewiesen werden. Allerdings wurde auch deutlich: Die wertvollen Quellbiotope sind gefährdet und müssen zum Erhalt dieser Arten besser geschützt werden. Als Grenzlebensraum zwischen Grundwasser und Oberflächengewässer haben Quellen eine hohe Bedeutung für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, die an diese besonderen Umweltbedingungen angepasst sind. Aus dem Grundwasser werden Organismen wie Höhlenflohkrebse, Muschelkrebse und Ruderfußkrebse eingespült, oder sie wandern aktiv ein. Fliegen- und Mückenlarven nutzen die Quellen bis zur Flugfähigkeit als Kinderstube, und in strömungsarmen Bereichen kommen Wasser- und Schwimmkäfer vor. Tiere aus feuchten Landlebensräumen kommen in die Quellbereiche, um zu jagen oder ihre Brut zu legen: der Feuersalamander, verschiedene Insekten, Spinnentiere, Tausendfüßer, Asseln und Schnecken.

Die wohl prominenteste Bewohnerin ist die Rhönquellschnecke (Bythinella compressa): Die nur etwa 2 Millimeter große Schnecke kommt als endemische Art weltweit nur in einem kleinen Areal im Dreiländereck Hessen, Bayern und Thüringen vor. Wie alle Arten, die in den Quellbiotopen existieren können, reagiert sie sehr empfindlich auf Störungen und auf menschliche Beeinflussungen. Um solche Störungen und Umweltbelastungen zu ermitteln und Maßnahmen zur Verbesserung und zum Erhalt der einzigartigen Quellstandorte entwickeln zu können, läuft im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bereits seit 1996 ein länderübergreifendes Projekt zur Kartierung der Quellstandorte. Die Quellen werden vom Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen im Auftrag der Biosphärenreservatverwaltungen untersucht. Bezüglich der Erfassung gilt die Rhön als eine der führenden Regionen Europas: Bis heute wurden 3.841 Quellen erfasst – 2.547 in Hessen, 718 in Thüringen und 576 in Bayern. Im Jahr 2021 waren 152 neue Standorte hinzugekommen.

Alpenstrudelwurm als Indikator für sauberes Wasser

Die Kartierung umfasste in diesem Jahr die Gebiete Kammberg und Tannenberg bei Walkes (Thüringen), den Giebelrain bei Dietershausen (Hessen) und Teile des Naturschutzgebiets Schwarze Berge (Bayern). Der Fuldaer Stefan Zaenker und sein Team maßen Temperatur, pH-Wert und Leitfähigkeit des Wassers und erfassten das Pflanzenvorkommen. Der Fokus aber lag auf der Tierwelt, über die Aussagen zum Zustand des Quellbiotops getroffen werden können. Die beiden Eiszeitreliktarten Rhönquellschnecke und Alpenstrudelwurm (Crenobia alpina) konnten in 30 bzw. 31 Quellen festgestellt werden. „Der Alpenstrudelwurm ist ein Indikator für absolut sauberes Wasser“, erklärt Zaenker. Auffällig war allerdings die Verteilung der beiden besonderen Quellarten: Mit Ausnahme von zwei Funden des Alpenstrudelwurms in Thüringen wurden beide Arten ausschließlich bei den Kartierungen in Bayern entdeckt. „Das unterstreicht die hohe Schutzwürdigkeit des Naturschutzgebiets Schwarze Berge.“ Die Larven der Köcherfliege (Crunoecia irrorata) konnten in 22 der kartierten Quellen nachgewiesen werden.

Die Quellen, die von menschlichen Störungen weitestgehend geschützt sind, wiesen eine gute Qualität auf – das zeigten nicht nur die gemessenen physikalischen Werte, sondern zum Beispiel auch der Nachweis von Krebsarten, die ursprünglich Grundwasser besiedeln. „Viele der Quellen sind allerdings durch landwirtschaftliche Nutzung, durch Fassungen, Drainagen und Müllablagerungen gefährdet“, erklärt Stefan Zaenker. Das Ziel der drei Biosphärenreservatverwaltungen ist daher, diese Standorte zu verbessern und als Lebensraum zu erhalten. „Vor allem mit Blick auf weitere Beeinträchtigungen durch die Klimaveränderungen ist es enorm wichtig, die Kartierungsarbeiten auch in Zukunft fortzusetzen“, erklärt der Experte. Trotz der jahrzehntelangen Arbeit sind etliche Quellstandorte noch nicht erfasst. „Hinsichtlich des Artenspektrums erwarten wir noch einige zoologische Überraschungen.“

Alle Infos zum Quellen-Projekt und den ausführlichen Jahresbericht 2021 finden Sie hier.

Serie: Natur- und Artenschutzprojekte im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Neben Forschung und Monitoring, Bildung und Kommunikation sowie einer nachhaltigen Regionalentwicklung gehört der Natur- und Artenschutz zu den Hauptaufgaben im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Über die wichtigsten aktuellen Ergebnisse der Projekte aus Bayern, Hessen und Thüringen informieren wir im Frühjahr 2022 im Rahmen der Serie „Natur- und Artenschutzprojekte im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön“.

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Natur
news-2125 Wed, 22 Dec 2021 12:31:41 +0100 Ausbildung neuer Sternenparkführerinnen und Sternenparkführer: Jetzt bewerben! https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/ausbildung-neuer-sternenparkfuehrerinnen-und-sternenparkfuehrer-jetzt-bewerben/ Warum steht der Polarstern immer an derselben Stelle? Was macht den Nachthimmel im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön so besonders? Wie schädlich sind Lichtimmissionen, und wie können sie reduziert werden? Fragen wie diese beantworten im Sternenpark Rhön seit einigen Jahren zertifizierte Sternenparkführerinnen und -führer. Mittlerweile kommen Touristen aus ganz Deutschland eigens für die unterschiedlich gestalteten Führungen in die Rhön. Um das beliebte Angebot des Vereins Sternenpark Rhön e. V. auszuweiten, werden im kommenden Jahr 20 neue Sternenparkführerinnen und Sternenparkführer ausgebildet und zertifiziert. Interessierte können sich bis zum 21. Januar bewerben. Organisiert wird die Ausbildung länderübergreifend von den Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen in Kooperation mit dem Verein Sternenpark Rhön. Die Landkreise Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Fulda, Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis sowie die Touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG) Nördliche Kuppenrhön fördern die Ausbildung, sodass sich der Eigenanteil auf maximal 500 Euro pro Person beschränkt.

Im Zeitraum März bis Juli werden die Teilnehmenden an fünf Wochenenden in den Bereichen Astronomie, Umwelt, Mensch und Natur, Kultur und Landschaft, Kommunikation und Führung sowie Recht und Betriebswirtschaft geschult. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Schutz der Nacht: Hierbei geht es nicht nur umweltverträgliches Verhalten nachts in der Natur, sondern auch um das Thema Lichtverschmutzung und Maßnahmen der Eindämmung, die in der Rhön umgesetzt werden. Neben Praxisübungen werden Exkursionen und Hospitationen bei Sternenführungen Bestandteil des insgesamt 80-stündigen Lehrgangs sein. Die Inhalte werden durch die aktiven Sternenführerinnen und -führer des Vereins sowie Referenten mit langjähriger Expertise und Erfahrung im Bereich Umweltbildung und Umweltkommunikation vermittelt.

Nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung erhalten die Teilnehmenden die Zertifizierung als anerkannte Sternenparkführerinnen und Sternenparkführer.

Wer kann sich bewerben?

Die Ausbildung richtet sich an alle Interessierten aus den (umliegenden) Gemeinden des Biosphärenreservats, die astronomisch, naturkundlich und kulturell interessiert sind und sich der heimischen Natur und ihrem Schutz und Erhalt verbunden fühlen. Vorkenntnisse in Astronomie sind wünschenswert, aber keine Voraussetzung. Ein gewisser Grad an körperlicher Fitness (2-stündige Wanderungen durch das Rhöner Mittelgebirge) ist notwendig, erwartet werden das Interesse am Austausch und gute Kommunikationsfähigkeit.

Da die zukünftigen Sternenparkführer/-innen, oft kurzfristig, abends/nachts/am Wochenende zur Verfügung stehen müssen, werden Motivation und Flexibilität erwartet, damit die mittel- bis langfristige Betätigung als zertifizierte/r Führer/-in gewährleistet werden kann.

Weitere Teilnahmebedingungen (2G/3G) können sich durch die aktuellen pandemiebedingten Umstände zu den jeweiligen Zeitpunkten ergeben. 

Veranstaltungstermine (coronabedingt unter Vorbehalt):

  • 04.03. – 06.03. (Oberelsbach, BY)
  • 25.03. – 27.03. (Bad Brückenau, BY)
  • 29.04. – 01.05. (Fulda, HE)
  • 20.05. – 22.05. (Reichenhausen, TH)
  • 22.07. – 24.07. (Dermbach, TH)

Wie und wo?

Bewerbungen – Lebenslauf und Motivationsschreiben – können bis zum 21. Januar per Mail gerichtet werden an: Nadja Thürbeck, Thüringer Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, nadja.thuerbeck@nnl.thueringen.de. Telefonnummer für Rückfragen (montags bis freitags): (0361) 573 923 334.

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Sternenpark Rhön
news-2124 Tue, 21 Dec 2021 17:40:11 +0100 Stellenausschreibung: Wissenschaftliche/-r Mitarbeiter/-in für Aufgaben im Bereich Nachhaltige Entwicklung gesucht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/stellenausschreibung-wissenschaftliche-r-mitarbeiter-in-fuer-aufgaben-im-bereich-nachhaltige-entwi/ Die Regierung von Unterfranken stellt für die Bayerische Verwaltungsstelle UNESCO-Biosphärenreservat Rhön in Oberelsbach zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/-n wissenschaftliche/-n Mitarbeiter/-in (m/w/d) ein. Die Einstellung erfolgt als Elternzeitvertretung befristet bis zum 23. Februar 2023. Bewerbungen sind bis zum 10. Januar 2022 möglich. Die Beschäftigung erfolgt bis zum 23.08.2022 als Vollzeitbeschäftigte/-r, bis zum 23.02.2023 als Teilzeitbeschäftigte/-r mit 80 % der regelmäßigen Arbeitszeit. Wir suchen eine/n Mitarbeiter/in mit Universitätsabschluss, Dipl. Ing./Master der Landespflege, Geografie, Geoökologie, Regionalmanagement oder vergleichbarer Qualifikation.

Vorgesehene Tätigkeitsschwerpunkte sind insbesondere:

  • Betreuung von Projekten zur Umsetzung des Rahmenkonzeptes im Zuständigkeitsbereich der Verwaltungsstelle (z.B. Langfrist-Forschungsvorhaben "Historische Kulturlandschaft Rhön" und der damit verbundenen Publikationen)
  • Betreuung regionale Rohstoff- und Verarbeitungsprojekte soweit nicht unmittelbare Aufgabe der Rhön GmbH (Streuobst, Haustierrassen, Kulturpflanzen)
  • Entwicklung von Projekten zum regionalen Konsumverhalten und deren Umsetzung zusammen mit betroffenen Akteuren
  • Begleitung der Umsetzung des Rahmenkonzeptes, insbesondere Mitwirkung bei Planungen und Maßnahmen für die regionale Entwicklung (auch länderübergreifend) und Mitarbeit in kommunalen Allianzen im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungskonzepte
  • Betreuung der Weiterentwicklung des Sternenparks Rhön für den bayerischen Teil und Mitarbeit in der länderübergreifenden Arbeitsgruppe
  • Fachliche Begleitung von Vorhaben im Zusammenhang mit der touristischen Infrastruktur in der freien Landschaft im BR Rhön gemeinsam mit den Kommunen und den jeweiligen Nutzergruppen (z.B. Naturpark und Biosphärenreservat Rhön e.V., Rhönklub)
  • Fallweise Vertretung der Verwaltungsstelle und Mitarbeit in bayerischen und länderübergreifenden Arbeitsgruppen im Aufgabenfeld Nachhaltige Entwicklung

Die Bewerberin/der Bewerber verfügt über

  • Erfahrungen mit der Entwicklung, Aushandlung und Umsetzung von raumbezogenen Nutzungskonzepten mit unterschiedlichen Nutzergruppen aus verantwortlicher Mitarbeit in Projekten. Vorkenntnisse über das Biosphärenreservat Rhön sind von Vorteil, aber nicht Bedingung.
  • Erfahrungen in der Abwicklung öffentlich geförderter Projekte
  • die ausgeprägte Fähigkeit zur Organisation komplexer Prozesse
  • die Fähigkeit zur allgemein verständlichen Kommunikation komplizierter Sachverhalte
  • Kommunikationsfreude, Verhandlungsgeschick und Zielstrebigkeit im Umgang mit Partnern
  • Teamorientierung, Selbständigkeit und Eigeninitiative

Der sichere Umgang mit den gängigen Office- Anwendungen, der Besitz eines gültigen Führerscheins der Kl. B und die Bereitschaft, den Privat-PKW für Dienstfahrten zu verwenden, wird vorausgesetzt. Wir erwarten die Bereitschaft zu fallweiser Arbeitsleistung auch in den Abendstunden und am Wochenende.

Die Eingruppierung erfolgt nach den Bestimmungen des TV-L. Menschen mit Behinderung werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt. Die Gleichstellung ist für uns selbstverständlich.

Bewerbungen mit aussagekräftigen Unterlagen reichen Sie bitte bis zum 10.01.2022 ausschließlich über die Online-Bewerbungsplattform JOBquick ein:
https://reg-ufr.stellen.center/DCQG7BTFP/wissenschaftlicher-mitarbeiter-mwd-fur-die-bayerische-verwaltungsstelle-unesco-biospharenreservat-rhon  

Für allgemeine Fragen steht Ihnen Herr Schömig unter der Tel.-Nr. 0931/380-1227 und für fachliche Fragen Herr RD Geier unter der Tel.-Nr. 0931/380-1666 gerne zur Verfügung.

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön
news-2123 Tue, 21 Dec 2021 16:35:24 +0100 Wiesenglück fürs ganze Jahr: Postkartenkalender des EU-LIFE-Projekts „Rhöner Bergwiesen“ https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wiesenglueck-fuers-ganze-jahr-postkartenkalender-des-eu-life-projekts-rhoener-bergwiesen/ 160 Fotos aus allen Teilen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön waren dieses Jahr beim Fotowettbewerb des hessischen LIFE-Projekts zum Thema „WiesenLeben“ eingegangen. Die zwölf schönsten Aufnahmen von Rhöner Bergwiesen hat eine Jury für einen besonderen Kalender ausgewählt, der jetzt druckfrisch in der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und weiteren verschiedenen Abholstellen kostenfrei erhältlich ist. Während um diese Jahreszeit die Schätze der Rhöner Bergwiesen unter einer dicken Schneedecke schlummern, bringt der neue Kalender des LIFE-Projekts mit den zwölf schönsten Motiven aus dem Fotowettbewerb den Frühling und den Sommer zurück in die heimische Stube. Das Besondere: Jedes Kalenderblatt kann nach Ablauf des Monats noch als Postkarte versendet werden und so doppelt Freude bringen. „Der Kalender ist auch ein kleines Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fotowettbewerbs“, betont Nadja Moalem vom LIFE-Projekt. „Die vielen Einsendungen zeigen, dass die einzigartige Vielfalt auf den Wiesen den Menschen in der Rhön sehr am Herzen liegt. Sie zu erhalten, ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die über unser Projekt hinausgeht.“

Mit dem Kalender wollen die Projekt-Verantwortlichen der Öffentlichkeit die Schönheit und Zerbrechlichkeit der stark bedrohten Wiesenlebensräume der Rhön nahebringen und dazu einladen, sich über die Maßnahmen zu informieren, die zu ihrem Schutz ergriffen werden müssen.

Der in einer Auflage von 2.000 Stück produzierte Kalender ist im neuen Design der Natio-nalen Naturlandschaften, der Dachorganisation deutscher Großschutzgebiete, gestaltet. Er kann in der Hessischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, Marienstraße 13, 36115 Hilders sowie an folgenden Stellen kostenfrei abgeholt werden:

Hessen

  • Touristinfos: Fulda, Gersfeld, Hilders, Hofbieber, Poppenhausen, Tann/Rhön, Wasserkuppe
  • Tourist-Info Hessisches Kegelspiel, Am Anger 2, 36088 Hünfeld
  • Bürgerbüros der Gemeinden Dipperz, Nüsttal, Ehrenberg
  • Regionalladen Wasserkuppe, Wasserkuppe 48, 36129 Gersfeld (Rhön)
  • Umweltzentrum Fulda
  • Landratsamt Fulda, Bürgerservice, Wörthstraße 15, 36037 Fulda

Bayern

  • Touristinfos Kreuzberg, Bad Neustadt, Oberbach
  • Naturerlebniszentrum Hammelburg, Kirchgasse 4, 97762 Hammelburg
  • Biosphärenzentrum Rhön „Haus der Langen Rhön“, Unterelsbacher Str. 4, 97656 Oberelsbach
  • Rhönladen im Biosphärenzentrum Rhön "Haus der Schwarzen Berge", Rhönstraße 97, 97772 Wildflecken-Oberbach

Thüringen

  • Touristinfo Dermbach
  • Thüringer Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, Propstei Zella, Goethestraße 1, 36466 Dermbach OT Zella/Rhön

Weitere Abholstellen werden in Kürze ergänzt.

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LIFE
news-2121 Mon, 20 Dec 2021 15:10:57 +0100 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen dank Baumwartausbildung die Zukunft des Streuobsts in der Rhön sichern https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/25-teilnehmerinnen-und-teilnehmer-wollen-dank-baumwartausbildung-die-zukunft-des-streuobsts-in-der-r/ Dem Kulturerbe Streuobst in der Rhön eine Zukunft geben – das ist das Ziel im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. 25 Rhönerinnen und Rhöner wollen künftig an diesem Ziel mitarbeiten und sich als Baumwartin oder Baumwart engagieren. Sie sind im Winter 2021 in eine zweijährige Ausbildung gestartet, die finanziell durch die Biosphärenreservatverwaltungen in Thüringen, Hessen und Bayern gefördert werden. Projektträgerin ist die Rhöner Apfelinitiative e. V., die in den kommenden beiden Jahren theoretische und praktische Lehreinheiten organisieren wird. Die Ausbildung umfasst 135 Stunden über zwei Vegetationsperioden hinweg – inklusive körperlicher Arbeit bei Wind und Wetter. Durchgeführt werden die Praxismodule auf ausgewählten Rhöner Streuobstwiesen in den drei Bundesländern. Die „Lorbeeren“ werden dann im Jahr 2023 geerntet: Mit erfolgreicher Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die offizielle Zertifizierung.

Ulrike Schade, Leiterin der federführenden Thüringer Verwaltung, betont, dass die Rhöner Streuobstwiesen nicht erst seit der UNESCO-Auszeichnung zum Immateriellen Kulturerbe im Jahr 2021 fachkundige Betreuung benötigen. Nicht nur Schädlinge, sondern vor allem fehlende Pflege und Bewirtschaftung bedrohen den wichtigen Lebensraum Streuobstwiese und das Kulturgut Streuobstanbau. „Unser Ziel ist daher, ein Netzwerk aus Rhöner Baumwartinnen und Baumwarten zu etablieren, die sich länderübergreifend um das bestehende Streuobstpotenzial kümmern und sich austauschen können“, sagt Schade.

Antje Schwanke, Geschäftsführerin der Rhöner Apfelinitiative, freut sich über das Engagement der Teilnehmenden: „Das sind wissensdurstige Menschen, die ihre Kraft für Pflege, Erhalt und Vermehrung der Streuobstwiesen einsetzen.“ Dabei kämen die meisten sogar aus „naturfernen“ Berufen – unter den künftigen Baumpflege-Expertinnen und -experten sind Schlosser, Rettungssanitäter, Krankenschwestern, Projektmanager, Studenten und Lehrerinnen. „Sie alle eint Leidenschaft und regionale Verbundenheit.“

Die Ausbildung war im November mit einer digitalen Vorstellungsrunde gestartet. In einem ersten theoretischen Modul standen daraufhin im Dezember Werkzeugkunde, Baumansprache und Schnitttechniken im Vordergrund. Im kommenden Jahr werden an fünf Wochenenden – angepasst an die Wachstumsperioden – die nächsten Module stattfinden. Fachlich begleitet werden diese durch den Baumwart Reiner Merker.

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news-2105 Mon, 20 Dec 2021 11:29:00 +0100 Nachhol-Termin: Online-Auftaktveranstaltung zum Start in die neue LEADER-Förderperiode https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/nachhol-termin-online-auftaktveranstaltung-zum-start-in-die-neue-leader-foerderperiode/ Auch zukünftig will die hessische Rhön als LEADER-Region Fördergelder der EU für eine nachhaltige regionale Entwicklung nutzen. Dafür wird in den kommenden Monaten eine Lokale Entwicklungsstrategie erstellt, mit der sich der Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. (VNLR) beim Land Hessen um die erneute Anerkennung als LEADER-Region bewerben wird. Ihre Ideen können Interessierte im Rahmen einer Online-Auftaktveranstaltung am 12. Januar 2022 um 18.00 Uhr einbringen. Gemeinnützige Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Freizeit und Kultur, Angebote der Naherholung und des ländlichen Tourismus oder die Unterstützung kleiner Unternehmen sind Beispiele, für die die Förderungen der EU, des Bundes und des Landes Hessen in Zukunft eingesetzt werden sollen. Voraussichtlich ca. 4 Millionen Euro werden der Rhön für die Förderperiode 2023-2027 zur Verfügung stehen. Das Besondere an LEADER ist dabei, dass die Frage, wofür die Gelder eingesetzt und welche Schwerpunkte und Ziele die Region damit verfolgt werden sollen, von der Region beantwortet wird. „Bei LEADER wird nicht von oben, sondern in der Region entschieden, wofür das Geld ausgegeben wird“, betont Dr. Hubert Beier als Vorsitzender des VNLR. Gemeinsam mit Vereinen und Initiativen sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Tourismus, der Kultur und dem öffentlichen Bereich wird der VNLR in den nächsten Monaten an einer Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) 2023-2027 arbeiten. Diese Entwicklungsstrategie muss bis Mai 2022 dem Land Hessen als Basis für die erneute Anerkennung als LEADER-Region vorliegen. Die dort formulierten Ziele und Perspektiven bilden den Rahmen für die Entscheidung über zukünftige Projektförderungen in der Region.

Bürgerinnen und Bürger können mitreden

Unter dem Motto „Gemeinsam die Zukunft der Rhön gestalten“ sind alle Interessierten zur ONLINE-Auftaktveranstaltung am Mittwoch, den 12. Januar 2021 um 18.00 Uhr eingeladen! Eine Anmeldung über info@vnlr.de ist erforderlich. Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Den Link erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung. 

Neben Informationen über das Förderprogramm LEADER, die Lokale Entwicklungsstrategie und die Beteiligungsmöglichkeiten wird es genügend Raum geben, sich mit Anregungen und Ideen einzubringen und mit anderen Teilnehmenden auszutauschen.

Wer sich mit seinen Ideen und Anregungen auch darüber hinaus beteiligen möchte, kann dies in den kommenden Monaten in Workshops tun. Hierbei werden Themen der Daseinsvorsorge, der wirtschaftlichen Entwicklung, eines nachhaltigen Konsums oder auch der Naherholung und des ländlichen Tourismus im Mittelpunkt stehen.

Hintergrund: LEADER in der hessischen Rhön

Die LEADER-Region Rhön umfasst die 13 Städte und Gemeinden Burghaun, Dipperz, Ebersburg, Ehrenberg, Eiterfeld, Gersfeld, Hilders, Hofbieber, Hünfeld, Nüsttal, Poppenhausen, Rasdorf und Tann. Unter dem Dach des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön e. V. (VNLR) stehen die Kommunen gemeinsam mit vielen regionalen Vereinen, Verbänden, Initiativen und Unternehmen für die Förderung einer nachhaltigen regionalen Entwicklung. Sie werden dabei vor allem durch das europäische Förderprogramm LEADER unterstützt. Fast 50 LEADER-Projekte und mehr als 40 Kleinstprojekte des Regionalbudgets konnten allein in der Förderphase 2014-2021 umgesetzt werden. Mehr als 3 Millionen Euro Fördermitteln kamen Projekten wie z. B. dem Zeltplatz Strutt in Poppenhausen, dem Rhönhof in Tann, der Alten Post in Ebersburg-Weyhers, den Himmelsschauplätzen im Sternenpark Rhön, der Einrichtung von Ferienwohnungen oder auch vielen kleinen Unternehmen zugute.

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VNLR
news-2118 Mon, 20 Dec 2021 09:49:00 +0100 Eine sorgende Gemeinschaft in der Rhön – Vortrag des Vereins Miteinander-Füreinander https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/eine-sorgende-gemeinschaft-in-der-rhoen-vortrag-des-vereins-miteinander-fuereinander/ Wie sich kommunales und bürgerliches Engagement ergänzen und so den Auswirkungen des demografischen Wandels im ländlichen Raum niedrigschwellig, kreativ und erfolgreich begegnen können, haben Susanne Roser und Dr. Hans Unbehauen dem interessierten Publikum in einem Vortrag der Reihe „In der Rhön – für die Rhön“ vermittelt. Sie stellten das Wirken ihres interkommunalen Generationenvereins Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal e. V. vor. Zu der Online-Veranstaltung hatte die Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön eingeladen. Den Verein hatten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von Ebersburg, Ehrenberg und der Stadt Gersfeld mit weiteren Engagierten im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Seither setzen sich der Vorsitzende Dr. Hans Unbehauen und viele weitere ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger – unterstützt durch hauptamtliche Mitarbeiterinnen – mit ganzem Herzen und ganzer Kraft für die Menschen in den drei Gründungskommunen ein. „Wenn im Alter vieles nicht mehr so leicht von der Hand geht, die Mobilität abnimmt, ein langjähriger Lebenspartner schwer erkrankt oder sorgende Familienstrukturen wegfallen, ist es wichtig, sich trotzdem weiter gut versorgen und am sozialen und kulturellen Leben teilnehmen zu können“, erläuterte Dr. Hans Unbehauen die Motivation des Vereins. „Dies ist mit dem sehr eingeschränkten ÖPNV in unserer Region und immer zentralisierterer Infrastruktur oft nur sehr schwer oder gar nicht möglich. Auch die Digitalisierung des Alltags ist für viele ältere Menschen eine fast unlösbare Herausforderung.“ Deshalb sei es wichtig, Schritt für Schritt Angebote auf- und auszubauen, die die bestehenden Lücken in der Daseinsvorsorge bestmöglich schließen.

„Das Schöne ist, dass hiervon alle gleichermaßen profitieren“, ergänzte Susanne Roser. Die Vereinsstruktur ermöglicht es, sich ganz nach den individuellen Wünschen und Bedürfnissen einbringen oder selbst Hilfeleistungen in Anspruch nehmen zu können. Neben einem breitgefächerten Beratungsangebot sucht, ermutigt und vermittelt Miteinander-Füreinander kontinuierlich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Unterstützung Hilfesuchender und bietet niedrigschwellige und inklusive Möglichkeiten der Begegnung und des lebenslangen Lernens. Die Freiwilligen unterstützen hilfsbedürftige Bürgerinnen und Bürger, indem sie sie zum Beispiel zu Arztterminen begleiten oder im Rahmen des „Leih-Großelternprojekts“ generationenübergreifende Beziehungen ermöglichen. Im Gegenzug erhalten sie Dankbarkeit und das Gefühl des „Immer-noch-Gebraucht-Werdens“ und „Von-Wert-Seins“, „das immens zur Lebensqualität und auch zur eigenen Gesunderhaltung beiträgt“, betonte Roser.

Im Rahmen einer Unternehmensberatung im Förderprogramm „unternehmensWERT:Mensch“ wurde der Verein im vergangenen Jahr auf den Prüfstand gestellt. Dabei wurden konkrete Aufgaben für die Weiterentwicklung definiert – ein wichtiger Schritt zur Professionalisierung des ehrenamtlichen Engagements. „Wege entstehen beim Gehen“, sagte Hans Unbehauen abschließend, und er betonte, wie wichtig es sei, etwas zu wagen und sich für die Zukunft der Region einzusetzen.

Die Aufzeichnung der Online-Veranstaltung finden Sie hier.

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news-2116 Thu, 09 Dec 2021 15:46:00 +0100 Astro-Adventskalender zum Abschied: Roland Müller legt nach sechs Jahren „Himmelsvorschau“ die Feder nieder https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/astro-adventskalender-zum-abschied-roland-mueller-legt-nach-sechs-jahren-himmelsvorschau-die-feder/ Welche Himmelsphänomene erwarten uns in den kommenden Wochen? Wann lohnt es sich ganz besonders, wach zu bleiben und in die Sterne zu schauen? Seit mehr als sechs Jahren beantwortet das der Verein Sternenpark Rhön e. V. mit einem ganz besonderen „Service“: mit einer monatlichen Himmelsvorschau. Die Texte stammten aus der Feder des „Sternenpoeten“ Roland Müller, der für den Dezember 2021 mit Nummer 77 nun seine letzte Himmelsvorschau geschrieben hat. Zum Abschied gibt es einen astronomischen Adventskalender. „Mit der Wintersonnenwende geht das Erdenjahr zu Ende“, so wird die aktuelle Himmelsvorschau eingeleitet. „Wie wär‘s, den Dezember-Nachthimmel als Adventskalender zu nutzen? Jeden Abend geht ein neues Türchen auf und lässt weit ins Weltall blicken.“ Bildhafte Sprache, Poesie und eine Prise Fantasie formten von Beginn an die astronomischen Analysen von Roland Müller. Das machte die Himmelsvorschau weit über den Sternenpark Rhön hinaus bekannt und beliebt – nicht nur in Astronomie-Fachkreisen. „Viele wurden durch die Rhöner Himmelsvorschau erst zu begeisterten Sterneguckern“, sagt Sabine Frank, Sternenpark-Koordinatorin beim Landkreis Fulda. Im Sommer 2015 öffnete Frank für den Stuttgarter Roland Müller das „Türchen“ in den Sternenpark Rhön. Der Schwabe war bis dahin erst einmal in der Rhön gewesen: 1989, kurz vor der Grenzöffnung, zum Urlaub mit seiner Familie in Ostheim. Müller, der sich für die vulkanische Geologie interessierte, sah in der Rhön erstmals Lava-Blockfelder und Basaltsäulen und war bei einer archäologischen Grabung dabei. Ein unvergesslicher Urlaub – trotzdem sollte es bis zum nächsten Besuch in der Rhön knapp drei Jahrzehnte dauern.

2015 sah er dann zufällig eine Dokumentation über Lichtverschmutzung mit Sabine Frank und Dr. Andreas Hänel. „Das elektrisierte mich“, erinnert sich Müller, der sich in seiner Heimat bereits in den 1990er Jahren für die Einsparung von Lichtimmissionen engagierte. Per Mail entstand nach dem TV-Beitrag der Kontakt zu Sabine Frank und zum Verein Sternenpark Rhön. Schnell war die Idee der poetischen Himmelsvorschau geboren. Mit dem Format verknüpfte Roland Müller die Leidenschaften Astronomie und Lyrik. Beide Hobbys begleiten den heute 74-Jährigen, der Radio- und TV-Technik gelernt hat und bis zu seinem Ruhestand 40 Jahre lang in einem IT-Unternehmen tätig war, bereits seit der Schulzeit. Sein Antrieb: der Wunsch, zu verstehen, wie das Weltall mit all seinen Sternen, Planetenbahnen, Galaxien und Schwarzen Löchern im Detail funktioniert. „Da hören Forschung und Wissen ja nie auf.“ Auch sein literarisches Tun, so Müller, ist autodidaktisch entstanden – „sozusagen als geistige Wellness“. Er begleitete hier und da Musikveranstaltungen, veröffentlichte Gedichte. Die „Sternenpoesie“ entstand aber erst in Verbindung mit der Rhön und der damit verbundenen Faszination für die Naturnacht. „Obwohl ich den weiten Rhöner Nachthimmel noch nie wolkenlos erlebt habe, finde ich ihn einzigartig. Allein das, was bereits zwischen den Wolken zu entdecken ist, ist atemberaubend schön.“ Dieser Schönheit huldigte er fortan in der Himmelsvorschau und in regelmäßigen Beiträgen im Rhönklub-Magazin. Auch bei den Nächten der Poesie auf dem Weidberg, der Ebersburg und dem Kreuzberg war Müller als „Nachtpoet“ dabei.

„Die Rhön, die Natur im Biosphärenreservat und Sterne sind für mich ein Ganzes geworden“, sagt Roland Müller rückblickend. „Ein Paradies, für das es sich lohnt, bewahrend tätig zu werden.“ Auch, wenn er es in Zukunft ruhiger angehen lassen möchte, will er diesen Gedanken weiterhin an die nächste Generation vermitteln. „Meine aktive Sternenparkzeit hat mir einen Vorrat an Wissen beschert, das ich mit meinen sechs Enkelkindern teilen kann.“ Für sein Mitwirken sprechen der Verein Sternenpark Rhön, Sabine Frank und die drei Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön Roland Müller einen „galaktisch großen Dank“ aus.

Sternschnuppenregen und Planetenparade

Und wie geht es im Sternen-Adventskalender 2021 weiter? „Nach dem Nikolaustag beginnt die Flugzeit der Geminiden – Sternschnuppen, die aus dem Sternbild Zwillinge zu kommen scheinen. Sie erreichen ihr Maximum am 13. und 14. Dezember. Bevor der Mond dann am 19. Dezember seine volle Größe und Leuchtkraft erreicht, werden die Türchen zu den Fixsternen geöffnet. Mitten im sahneweißen Milchstraßenband und im Zenit der Himmelskuppel funkelt das prächtige Sternbild Perseus, und ganz in der Nähe Capella, der nördlichste Stern des sogenannten Wintersechsecks. Am 21. Dezember macht die Sonne mit ihrer Wintersonnenwende schließlich das Türchen zum Winteranfang auf. Die anschließende Nacht könnte Sternschnuppen bringen, diesmal von Norden aus dem Bereich des Großen Wagens. Der Weihnachtshimmel mit allen nur denkbaren Himmelslichtern ist dann einfach nur noch zum Genießen, und das Jahr endet am 31. mit einer Planetenparade über dem Südwesthorizont: Venus, Merkur, Jupiter und Saturn – alle auf einen Blick!“

Himmelsvorschau bleibt erhalten

Auf die Himmelsvorschau müssen Sternenfreundinnen und -freunde künftig zum Glück nicht verzichten. Franz-Peter Schmidt, ebenfalls Mitglied im Verein Sternenpark Rhön e. V., wird die Serie fortführen. Die aktuelle Himmelsvorschau, wie gewohnt inklusive einer Sternkarte der Vereinigung der Sternfreunde e. V. (VdS), finden Sie stets auf den Webseiten des Vereins Sternenpark Rhön e. V. und des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön.

Gedicht zum Advent: "Weihnachtsbären"

Es sucht ein Bär im dunklen Wald
sich einen Weihnachtsaufenthalt.
Fernab von Glühwein und Posaunen
will er die Sterne nur bestaunen
und, wenn er kommt, den goldnen Mond,
der jeden Blick mit Licht belohnt.

Es kommt der Bär auch ziemlich bald
zu einem hohen Baum im Wald.
Er klettert hoch am Stamm und fast
bis auf den allerhöchsten Ast.  
Da schaut vom Himmel – welch ein Wunder! –
ein andrer Bär zu ihm herunter: 

Sein ganzes Fell ist voller Sterne,
und leise brummt er aus der Ferne:
„Wenn sich zwei Bären so begegnen,
soll’s Sternenglanz vom Himmel regnen“ –
und schmückt mit Licht aus seinem Fell
den Baum im Wald weihnachtlich hell! 

(Roland Müller)

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Sternenpark Rhön
news-2119 Wed, 08 Dec 2021 13:48:00 +0100 20 Jahre lang um die Loipen im Roten Moor gekümmert: Trauer um Dieter Schleicher https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/20-jahre-lang-um-die-loipen-im-roten-moor-gekuemmert-trauer-um-dieter-schleicher/ Tief betroffen hat uns die Nachricht vom plötzlichen Tod von Dieter Schleicher, der fast 20 Jahre lang im Dienst der Stadt Gersfeld und im Auftrag des Naturparks Hessische Rhön das Loipenspurgerät im Roten Moor gefahren hat. Viele Tage und Nächte war er unermüdlich unterwegs, um perfekte Bedingungen für die Langläufer im Nordic-Aktiv Zentrum und auf der Wasserkuppe zu schaffen. Er wird uns und allen Langläuferinnen und Langläufern fehlen und in guter Erinnerung bleiben. Wir sind ihm für seine Arbeit und seinen Einsatz zu tiefstem Dank verpflichtet!

Landkreis Fulda, Fachdienst Biosphärenreservat und Naturpark Hessische Rhön

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news-2115 Tue, 30 Nov 2021 15:33:00 +0100 Geschenkideen zu Weihnachten: Jubiläumsprodukte aus dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/geschenkideen-zu-weihnachten-jubilaeumsprodukte-aus-dem-unesco-biosphaerenreservat-rhoen/ Biosphären-Kaffee, Rhönschaf-Genießerkochbuch, Marmeladen-Dreiklang: Die Produkte aus dem Jubiläumsjahr 30 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat Rhön sind unsere Geschenktipps zu Weihnachten! Die Caritas Werkstatt Schloss Haselstein hat das Jubiläum mit dem offiziellen Jubiläumsprodukt „Rhöner Fruchtgenuss³ – Künstleredition“ mitgefeiert: drei Rhöner Konfitüren, die ausschließlich aus Rhöner Früchten hergestellt und mit dem Qualitätssiegel Rhön ausgezeichnet wurden. Mit dabei sind Hagebutten aus der Thüringischen Rhön, Erdbeeren aus dem Fränkischen Teil und Äpfel aus den Hessischen Rhöner Anbaugebieten. Produziert werden die Konfitüren in der Caritas-Werkstatt Schloss Haselstein. Dort tragen über 100 Menschen mit Behinderung zum Gelingen der Produkte bei und bringen sich ganz individuell mit ihren Fähigkeiten ein. 

Verkaufsstellen Marmeladen*

  • Rhön-Laden im Biosphärenzentrum Rhön "Haus der Schwarzen Berge", Rhönstr. 97, 97772 Wildflecken-Oberbach I Tel. 09749 / 930080-100
  • Caritas Werkstatt Schloss Haselstein, Schlossbergstraße 4, 36167 Haselstein/Nüsttal I Tel: 06652 / 966125

Der Kaffee „Biosphäre² – Peru trifft Rhön“ ist im Rahmen einer Partnerschaft der UNESCO-Biosphärenreservate Rhön und Oxapampa-Ashanika-Yanesha BIOAY (Peru) entstanden. Der Kaffee aus Peru, den man in der Rhön genießen kann, soll dazu ermuntern, bei Einkauf und Konsum auf nachhaltig erzeugte Produkte zu achten und sich für die Geschichte und die Menschen hinter einem Produkt zu interessieren. 

Verkaufsstellen Kaffee*

  • Rhön-Laden im Biosphärenzentrum Rhön "Haus der Schwarzen Berge", Rhönstr. 97, 97772 Wildflecken-Oberbach I Tel. 09749 / 930 080 100
  • Kompetenzzentrum/Tourist-Information, Spörleinstraße 11, 97616 Bad Neustadt an der Saale I Tel. 09771 / 687 6060
  • Kompetenzzentrum/ Tourist-Information Wasserkuppe I Tel. 06654 / 917 120
  • Verkaufsstellen von Rhön Kaffee – Bühners Rösterei

Das Rhönschaf-Genießerkochbuch ist im Jahr 2021 als besonderes Highlight der Rhönschaf-Genießerwochen entstanden. Von der Rhönschaf-Bratwurst über den Hirtenfladen bis hin zum Sterne-Gericht, von schnell gemacht bis elegant gezaubert: Die Rezepte sind vielfältig – nicht nur hinsichtlich Aufwand und Schwierigkeitsgrad, sondern auch, was die ganzheitliche Verwendung des Schafes angeht.

Verkaufsstellen Kochbuch*

  • Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V., Geschäftsstelle in Hilders, Marienstraße 13
  • Biosphärenzentrum Haus der Langen Rhön, Unterelsbacher Str. 4, 97656 Oberelsbach, Tel. 09774 9102-60

  • Infostelle Schwarzes Moor, Schwarzes Moor 1, 97650 Fladungen Tel. 09774 9102-31

  • Rhönladen im Biosphärenzentrum Rhön "Haus der Schwarzen Berge", Rhönstraße 97, 97772 Wildflecken-Oberbach
  • Touristinfos: Bad Neustadt, Hilders, Wasserkuppe, Wüstensachsen, Dermbach (Schloss)
  • Schäferei Weckbach, Schloßstraße 1, 36155 Ehrenberg (Rhön)
  • Bruder-Franz-Haus auf dem Kreuzberg
  • Hugendubel, Kürschnerhof 4-6, 97070 Würzburg 
  • natürlich Rhön, Marktplatz 9, 36129 Gersfeld (auch im Onlineshop)
  • REWE Sternberger, Heufurter Str. 10-12, 97647 Nordheim vor der Rhön
  • Berggasthof & Hotel Sennhütte, Sennhütte 1, 97650 Fladungen
  • Landgasthaus "Rhönblume", Marktplatz 18, 97653 Bischofsheim in der Rhön
  • "Rhöner Botschaft",  Bahnhofstraße 2, 36466 Dermbach
  • Bücher Pavillon Martin Eisenmann e. K., An d. Promenade 1, 97708 Bad Bocklet
  • antonius Laden,  An St. Kathrin 4, 36041 Fulda
  • Fuldaer Haus, Maulkuppe 1, 36163 Poppenhausen
  • Biolandhof Rönshausen, Rohingstraße 22-24, 36124 Eichenzell
  • Buchhandlung Sterzinger, Marktplatz 1, 97638 Mellrichstadt
  • Buchhandlung papierschmitt, Spörleinstraße 24, 97616 Bad Neustadt an der Saale
  • Buchhandlung Rupprecht, Marktpl. 27, 97616 Bad Neustadt an der Saale
  • Buchhandlung Schonder,  Marktpl. 3, 97653 Bischofsheim in der Rhön
  • Parzeller Lesershop, Frankfurter Straße 8, 36043 Fulda
  • Heimatliebe Fulda, Steinweg 26, 36037 Fulda
  • Buchhandlung Ulenspiegel, Löherstraße 13, 36037 Fulda
  • Buchhandlung Tintenfässchen, Veit-Stoß-Straße 6, 97702 Münnerstadt
  • Buchhandlung Schöningh, Brunnengasse 6, 97688 Bad Kissingen
  • Thalia (ZWE Mayersche Buchhandlung), Ferdinand Jühlke Str. 9, Erfurt
  • Collibri Buchladen GmbH, Markt 19, 97421 Schweinfurt

  • Biosphären-Infozentrum Propstei Zella, Goethestr. 1, 36466 Dermbach, OT Zella/Rhön (geschlossen bis Frühjahr 2022)

* aufgrund der dynamischen Lage wird empfohlen, sich bei den Anbieterinnen und Anbietern über ggf. veränderte Öffnungszeiten bzw. Schließungen zu informieren

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön VNLR
news-2114 Tue, 30 Nov 2021 11:12:00 +0100 Schutz der Nacht im Sternenpark: Bürgerwissenschaftliches Projekt startet am 1. Dezember https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/schutz-der-nacht-im-sternenpark-buergerwissenschaftliches-projekt-startet-am-1-dezember/ Im Sternenpark Rhön steht der Schutz der Nacht, also die Eindämmung von Lichtverschmutzung, im Fokus. Im Rahmen eines bürgerwissenschaftlichen Projekts der Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und dem Verein Sternenpark Rhön e. V. sind Rhönerinnen und Rhöner im Winter 2021/2022 dazu aufgerufen, zu zeigen, wo in der Rhön bereits gute Lösungen zur Eindämmung von Lichtverschmutzung gefunden wurden – aber auch, wo es noch Verbesserungspotenzial gibt. Das Projekt startet am 1. Dezember. Mittlerweile zählt Lichtverschmutzung – die Aufhellung des Nachthimmels durch Kunstlicht – als schädliche Umwelteinwirkung, gegen die künftig auf Grundlage einer Neuerung des Bundesnaturschutzgesetzes verstärkt und in allen Bereichen vorgegangen werden soll. Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist das bereits seit der Anerkennung als Internationaler Sternenpark ein wichtiges Ziel. Die beteiligten Kommunen setzen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Energieversorgern im Bereich der öffentlichen Beleuchtung die Sternenpark-Beleuchtungsrichtlinie um. Diese basiert auf Vorgaben, die nun die Bundesregierung in ihre Gesetzgebung mit aufnehmen wird.

Im Sommer 2021 hatten zahlreiche Kommunen ein weiteres Zeichen gesetzt: Im Rahmen der Sternenparkwochen beteiligten sie sich an der Aktion „Licht aus – Sterne an“ und schalteten an ausgewählten Stellen die öffentliche Beleuchtung zeitweise gänzlich ab. „Wir waren überwältigt von der spontanen Bereitschaft der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, sich zu beteiligen“, betonen Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, und Sabine Frank, Sternenpark-Koordinatorin beim Landkreis Fulda. Bei der Aktion in der Nacht zum 1. August erlebten rund 64.000 Rhönerinnen und Rhöner sowie Urlaubsgäste eine bestmöglich dunkle Nacht mit einem besonders natürlichen Sternenhimmel, der sogar den Nachweis seltener astronomischer Phänomene wie des nur selten zu entdeckenden „Airglow“ ermöglichte. Die Aktion zeigte aber auch, dass verbliebene Kunstlichtquellen auch bei bestmöglicher Eindämmung entsprechend der Sternenpark-Vorgaben den natürlichen Nachthimmel immer noch deutlich aufhellen kann – der Unterschied vor und nach der Abschaltung war gut zu erkennen.

Online-Portal zum Melden von Beleuchtungsanlagen

Selbstverständlich ist nächtliche Beleuchtung im Sinne eines Sicherheitsanspruchs nicht überall verzichtbar – zum Beispiel auf Gehwegen und Treppen. Oftmals sind diese Leuchtquellen aber unnötig hell oder strahlen Licht in alle Richtungen ab. Und Werbeanlagen und Schaufenster sind die ganze Nacht blendend hell erleuchtet, obwohl alles schläft und die Straßen leer sind. Das soll im Sternenpark Rhön verbessert und intelligenter gelöst werden – ganz im Sinne „Mensch. Natur. Einklang“. Die Beleuchtungsrichtlinie und die technischen „Planungshilfen für umweltverträgliche Außenbeleuchtung“ beziehen daher wichtige Parameter wie Lichtlenkung, -menge und -farbe mit ein. So soll Lichtverschmutzung bestmöglich eingedämmt werden, was ein wichtiger Baustein im Klima- und Artenschutz ist.

Wo funktioniert das im öffentlichen Bereich und in Gewerbegebieten besonders gut? Wo gibt es noch Verbesserungspotential? Vom 1. Dezember bis 28. Februar sind Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, Standorte in der Rhön zu melden, die ihnen aufgefallen sind – positiv oder negativ. Hierzu hat der Verein Sternenpark Rhön e. V. eine Projektseite mit Meldeformular eingerichtet. „Wir freuen uns über Fotos, die die jeweiligen Beleuchtungsanlagen sowohl bei Tag als auch eingeschaltet in der Dämmerung beziehungsweise in der Nacht zeigen“, sagt Ulrike Schade. „So können wir gezielt dort Beratungsangebote schaffen, wo noch Verbesserungspotenzial besteht.“ Die gesammelten Daten werden nicht veröffentlicht, sie werden anonymisiert und vertraulich behandelt und von den Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen ausschließlich intern für die Forschungs- und Monitoringarbeit verwendet.

Hier geht es zum Portal.

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Sternenpark Rhön
news-2113 Wed, 24 Nov 2021 16:06:07 +0100 Ausstellung zum Jubiläumsmotto "Mensch. Natur. Einklang." des Biosphärenreservats startet auf dem Kreuzberg https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/ausstellung-zum-jubilaeumsmotto-mensch-natur-einklang-des-biosphaerenreservats-startet-auf-dem-kr/ Das Jubiläumsjahr des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön neigt sich dem Ende entgegen. „Mensch. Natur. Einklang.“ lautete das Motto, unter dem zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen standen – unter anderem ein Fotowettbewerb, bei dem rund 300 Fotos aus allen Teilen der Rhön eingegangen waren. Die 20 Gewinnerfotos präsentieren die Biosphärenreservatverwaltungen in Bayern, Hessen und Thüringen und die Rhön GmbH ab sofort in einer gemeinsamen Wanderausstellung. Erste Station: das Bruder Franz Haus auf dem Kreuzberg, wo die Fotos bis Anfang März 2022 zu sehen sein werden. Während der länderübergreifenden Biosphärenwochen im Mai und Juni waren die Rhönerinnen und Rhöner dazu aufgerufen, fotografisch festzuhalten, was sie mit dem Einklang von Mensch und Natur verbinden. Unter den rund 300 Einsendungen wurden im Sommer schließlich 20 Gewinnerinnen und Gewinner gekürt. Das Ergebnis: eine bunte Themenvielfalt. Unter den Gewinner-Motiven sind zum Beispiel eine Schafstelze, die in einem Weizenfeld erfolgreich auf Nahrungssuche war – festgehalten von Annemarie Hochrein aus Poppenroth –, und Mitglieder der Folkloretanzgruppe Kaltenlengsfeld, die in traditioneller Montur von Regina Schmidt aus Kaltennordheim fotografiert wurden. Jonas Weller aus Rasdorf hat Jugendliche beim Pflanzen von Gemüse im Rasdorfer Dorfgarten fotografiert, und eine Freundin von Fotografin Martina Junk aus Fulda hat bei einer Wanderung auf der Wasserkuppe die Sonne mit einem Arm „eingefangen, weil es zu schön ist, sie untergehen zu lassen“. Als Siegerin wurde Mariella Heinmüller aus Hünfeld für eine beeindruckende Aufnahme des Wolkenmeers auf der Wasserkuppe gekürt – beobachtet von faszinierten Ausflüglern.

Die 20 Fotos gehen nun als Wanderausstellung auf Reisen durch die Rhön. Vom 26. November bis 6. März ist die Ausstellung im Bruder Franz Haus auf dem Kreuzberg zu sehen. Die Fotos werden durch Rollups mit Infos rund um die Themenvielfalt im Biosphärenreservat ergänzt. Auch das Jubiläumsmagazin 30 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist kostenfrei erhältlich. Das Bruder Franz Haus ist täglich von 10 bis 12 sowie von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei, es gilt die 2G+-Regel (Zutritt für Genesene, Geimpfte Personen mit PCR-Test/PoC-PCR-Test/PoC-Antigentests, der vor höchstens 24 Stunden durchgeführt wurde) sowie eine Maskenpflicht.

Einrichtungen, die Interesse an der Ausstellung haben, können sich an die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön wenden: Telefon (0661) 6006 7800, E-Mail: info@br-rhoen.de.

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön
news-2112 Tue, 23 Nov 2021 10:47:03 +0100 Auf virtueller Exkursion durch die Hochrhön – neuer Film der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/auf-virtueller-exkursion-durch-die-hochrhoen-neuer-film-der-bayerischen-akademie-fuer-naturschutz-un/ Bergmähwiesen, Rhönschafe, Geburtshelferkröte und Schwarzes Moor: Im Rahmen der Jahrestagung des amtlichen Naturschutzes in Bayern ist eine virtuelle Führung "Die Rhön: Exkursion im Land der offenen Fernen" entstanden. Der 35-minütige Film ist ab sofort auf Youtube zu sehen – vor der Kamera stehen unter anderem Torsten Kirchner von der Wildland-Stiftung Bayern, Dr. Tobias Gerlach von der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und Antje Voll vom Biodiversitätszentrum Rhön. Der Film wurde von der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) in Koopeartion mit der Regierung von Unterfranken produziert, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der digitalen Tagung einen Eindruck vom Land der offenen Fernen verschaffen zu können. Die Bayerische Hohe Rhön ist für ihre mosaikartige Kulturlandschaft mit bunten Bergwiesen bekannt und zählt zu den Hotspots der Artenvielfalt. Seit 2003 ist Torsten Kirchner hier als Gebietsbetreuer für die Wildland-Stiftung Bayern tätig. Er kennt das Naturschutzgebiet Lange Rhön wie seine Westentasche und zeigt als "Exkursionsführer" den Zuschauerinnen und Zuschauern dessen Besonderheiten und Schätze, aber erzählt auch von Herausforderungen, die mit dem Erhalt verschiedener Lebensraumtypen einhergehen.

Akteurinnen und Akteure sind Gerd Frickel (SOKO Lupine), Antje Voll (Leiterin des Biodiversitätszentrums Rhön), Larissa Renninger (Biodiversitätsberaterin im Landkreis Rhön-Grabfeld), Rhönschäfer Julian Schulz und Dr. Tobias Gerlach (Bayerische Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön).

Links zu den Kurzvideos

Den kompletten Film finden Sie etwas weiter oben auf dieser Seite. Die einzelnen Themenbereiche finden Sie auf Youtube zudem als Kurzvideos:

Bergmähwiesen

Lupine

Schäfer

LfU – Biodiversitätszentrum Rhön (BioZ)

Geburtshelferkröte

Biosphärenreservat

Schwarzes Moor

"Steinreich und farbenfroh": Eine weitere virtuelle Exkursion im Rahmen der Tagung führte zu Kalkmagerrasen in Unterfranken. Das Video finden Sie hier.

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news-2110 Thu, 18 Nov 2021 09:49:53 +0100 Es kommt zusammen, was zusammengehört: NNL e. V. und VDN e. V. unterzeichnen Kooperation bei erster bundesweiter Tagung aller Nationalen Naturlandschaften https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/es-kommt-zusammen-was-zusammengehoert-nnl-e-v-und-vdn-e-v-unterzeichnen-kooperation-bei-erster/ Anlässlich der zukünftig engen Kooperation zwischen den beiden Dachverbänden Nationale Naturlandschaften e. V. (NNL e. V.) und Verband Deutscher Naturparke e. V. (VDN e. V.) tagten rund 150 Verantwortliche der 16 Nationalparke, 104 Naturparke, 18 Biosphärenreservate und 2 Wildnisgebiete in Deutschland vom 15. bis 19.11.2021 erstmals gemeinsam im Naturpark Lüneburger Heide. In einem feierlichen Festakt am 17. November wurden nach zwölf Monaten intensiver Verhandlungen langfristig ausgerichtete Kooperationsverträge zwischen den beiden Dachverbänden mit Sitz in Berlin und Bonn unterzeichnet. Gemeinsame Pressemitteilung VDN e. V., NNL e. V. + UNESCO-Biosphärenreservat Rhön 

Auch Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sowie der beiden Rhöner Naturparke nahmen an der hybriden Tagung teil. In der Kooperation sehen sie Chancen für die Rhön.

„Die vertraglich vereinbarte Kooperation der beiden Dachverbände für deutsche Großschutzgebiete stärkt das bestehende Netzwerk der Nationalen Naturlandschaften in Deutschland und bietet unter anderem die Möglichkeit, in der Landes- und Bundespolitik noch besser wahrgenommen zu werden“, erklären Klaus Spitzl, Geschäftsführer Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e. V., und Torsten Raab, Geschäftsführer des Naturparks Hessische Rhön und Leiter der Hessischen Biosphärenreservatverwaltung. „Für unsere Naturparke und das UNESCO-Biosphärenreservat ist diese Kooperation auf Bundesebene ein wichtiger Schritt, um anstehenden Aufgaben und Probleme gemeinsam lösen zu können. Unsere Projekte wie das Junior-Ranger-Programm können jetzt von beiden Verbänden und ihren Mitgliedern genutzt werden. So ergeben sich auch in der Rhön neue Möglichkeiten für Projekte und Informations- und Wissensaustausch.“

Michael Geier, Leiter der Bayerischen Verwaltung, und Ulrike Schade, Leitung Thüringer Verwaltung, sehen gerade im Hinblick auf die politische Wahrnehmung der Schutzgebiete auf Bundes- und Landesebene große Chancen. „Die Mitglieder des NNL e.V. sind fast durchgängig staatlich organisiert, wohingegen die Mitglieder des VDN e. V. weitestgehend kommunal bzw. privatrechtlich organisiert sind. Dass die beiden Verbände hier zielgerichtet und dauerhaft an einem Strang ziehen, erhöht das bundes- und landespolitische Gewicht enorm.“

Bundesumweltministerin Svenja Schulze zeigte sich in ihrer Videobotschaft begeistert über diese Kooperation. Sie hob hervor, dass die beiden Verbände mit der Kooperation zusammenführen, was zusammengehört, indem jetzt Nationalparke, Biosphärenreservate, Naturparke und Wildnisgebiete unter dem gemeinsamen Dach der Nationalen Natur­landschaften vereint sind. Beide Verbände ergänzen sich künftig und leisten aus ihrer Sicht einen unverzichtbaren Beitrag für den Erhalt der biologischen Vielfalt und für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland.

Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, betonte in seinem Grußwort: „Die Zusammenarbeit der beiden Dachverbände wird das bereits jetzt wichtige Angebot der Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke weiter stärken – und dafür sorgen, dass ihre hohe Bedeutung für den Natur- und Klimaschutz, aber auch für Erholung und Lebensqualität noch bekannter wird.“

„Durch diese Zusammenarbeit schaffen wir erstmalig ein Bündnis aller 16 Nationalparke, 104 Naturparke, 18 Biosphärenreservate und 2 Wildnisgebiete auf 33 Prozent der Fläche Deutschlands. In Zukunft werden wir mit einer gemeinsamen Stimme sprechen und viele Menschen dafür gewinnen, faszinierende Natur zu bewahren, Freude in und mit der Natur zu erleben und mit Zuversicht die Zukunft nachhaltig sowie klimaneutral zu gestalten“, stellt Friedel Heuwinkel, Präsident VDN e. V., fest.

„Als Nationale Naturlandschaften wollen wir als Bündnis für alle Menschen in besonderem Maße Naturschutz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf einem Drittel der Landesfläche verwirklichen, um die Natur zu bewahren, erlebbar zu machen und nachhaltige Perspektiven für das Zusammenleben von Mensch und Natur zu entwickeln und somit die Grundlagen für eine lebenswerte Zukunft zu sichern. Unsere Vision ist es, gemeinsam mit allen Menschen die Natur mit Freude zu bewahren und nachhaltig sowie klimaneutral zu leben“, bringt Peter Südbeck, Vorsitzender NNL e. V., die Zukunftsperspektive der beiden Verbände auf den Punkt.

Beide Verbände sind sich sicher, dass die nun abgeschlossenen Kooperationsverträge für noch mehr Sichtbar- und Wirksamkeit der Nationalen Naturlandschaften zum Wohle der Natur und der Menschen in Deutschland sorgen werden.

Über den Verband Deutscher Naturparke e. V.

Der Verband Deutscher Naturparke e. V. (VDN e. V.) mit Sitz in Bonn ist seit 1963 Dachverband der Naturparke in Deutschland, die als Großschutzgebiete zu den Nationalen Natur­landschaften zählen. Der gemeinnützige Verein vertritt 101 der 104 Naturparke in Deutschland. https://www.naturparke.de/

Über Nationale Naturlandschaften e. V.

Der Verband Nationale Naturlandschaften e. V. (NNL e. V.) mit Sitz in Berlin ist seit 1991 Dachverband der Großschutzgebiete. Der gemeinnützige Verein vertritt alle 16 National­parke, zwei großflächige Wildnisgebiete, alle 18 Biosphärenreservate sowie 16 Naturparke in Deutschland. https://nationale-naturlandschaften.de/

Über die Nationalen Naturlandschaften in Deutschland

Vom Wattenmeer an der Nordseeküste über ausgedehnte alte Buchenwälder und klare Seen im Tiefland und Mittelgebirge, vom Alpenvorland bis hin zum Hochgebirge – die Natur in Deutschland ist vielfältig und einzigartig zugleich. Um diesen Reichtum an Natur- und Kulturlandschaften sowie die biologische Vielfalt zu schützen und zu erhalten, gibt es in Deutschland 18 Biosphärenreservate, 104 Naturparke, 16 Nationalparke und zwei großflächige Wildnisgebiete. Vereint als Nationale Naturlandschaften bewahren sie faszinierende Natur, machen diese für die Gesellschaft erlebbar und entwickeln nachhaltige Perspektiven für das Zusammenleben von Mensch und Natur – für eine gemeinsame lebenswerte Zukunft.

 

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news-2099 Tue, 16 Nov 2021 16:48:00 +0100 Online-Seminarreihe "Klimaanpassung in der Forstwirtschaft": Letzter Termin am 3. Dezember https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/online-seminarreihe-klimaanpassung-in-der-forstwirtschaft-letzter-termin-am-3-dezember/ Der Klimawandel macht sich im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bereits in vielen Bereichen deutlich bemerkbar. Auch die Wald- und Forstwirtschaft ist von Veränderungen der Niederschlagsverteilung und der Temperaturen betroffen. Welche Probleme in Zukunft auftreten werden und wie man ihnen bestmöglich entgegentreten kann, soll in der kostenfreien Online-Seminarreihe „Klimaanpassung in der Forstwirtschaft“ thematisiert werden, zu der die Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt a. d. Saale im November und Dezember einladen. Wie ernst ist die Lage? Welche Auswirkungen hat die Klimakrise auf unsere Baumarten und Waldökosysteme? Welchen Beitrag können Waldbewirtschaftung, Holzverwendung und Agroforstwirtschaft zum Klimaschutz leisten? Wie können Waldbesitzerinnen und -besitzer ihre Wälder sich verändernden Verhältnissen anpassen, und welche Rahmenbedingungen sind dabei zu beachten? Auf Fragen wie diese sollen mit der Seminarreihe Antworten gefunden werden.

130 Teilnehmende bei Auftaktveranstaltung mit Harald Lesch

Erster Referent war der renommierte Astrophysiker Prof. Dr. Harald Lesch. Lesch, der unter anderem auch als Moderator der ZDF-Sendung „Leschs Kosmos“ bekannt ist, demonstrierte die Klimaveränderungen aus universeller Perspektive. Gravierend sei das Tauen der jahrtausendealten Permafrostböden. Würde diesem kein Einhalt geboten, „wäre das der Weg in die Katastrophe – das Explodieren einer Bombe in Zeitlupe“. Die Erderwärmung seit den 1950er Jahren sei, einhergehend mit der Industrialisierung, kontinuierlich angestiegen. Im Hinblick auf die in der öffentlichen Debatte häufig vertretene Ansicht, der Temperaturanstieg sei weder „menschengemacht“ noch aufhaltbar, fand der Referent deutliche Worte. Das Kohlendioxid, das beim Verbrennen fossiler Brennstoffe entsteht, sei als solches leicht zu erkennen und in der Atmosphäre auch eindeutig nachweisbar. „Wir sind der Grund“, betonte Lesch. „Und noch gibt es Möglichkeiten, gegenzusteuern.“

Argumenten wie „das gab es schon immer“ oder „früher gab es auch schon Hitzeperioden“ müsse konsequent mit Aufklärungsarbeit begegnet werden, erklärte hierzu der zweite Referent des Abends, Dr. Michael Joneck. Der Unterschied zwischen Wetter und Klima sei vielen noch immer nicht bewusst. Joneck, Leiter des Klima-Zentrums des Bayerischen Landesamts (LfU) für Umwelt in Hof, stellte die „Klima-Faktenblätter Spessart Rhön“ des LfU vor. Diese zeigen zum einen, wie sich das Klima in der Region bisher verändert hat und weiter verändern wird. Vor allem die innerjährliche Umverteilung der Niederschläge wird der Forstwirtschaft auf lange Sicht Probleme bereiten, erklärte Joneck. Seine Szenarien zeigten zwei klimapolitische Entwicklungspfade, wie die Klimazukunft der Rhön bei Einhaltung der im Pariser Klimaschutzabkommen festgelegten globalen "2 °C-Obergrenze" und wie sie ohne Klimaschutzmaßnahmen aussehen könnte. Mit Klimaschutz sei bis zum Jahr 2100 ein Temperaturanstieg von 1 °C zu erwarten – ohne Schutzmaßnahmen seien es 3,6 Grad. „Das zeigt, dass wir in die Pötte kommen müssen.“ Klimaschutz- und Anpassung könne es hierbei „nur im Doppelpack“ geben.

In der Diskussion ging es auch um Verantwortlichkeit. Das Interesse am Seminar signalisiere die Bereitschaft der Akteurinnen und Akteure aus der Forstwirtschaft, ihren Beitrag zu leisten, sagte Bad Kissingens Landrat Thomas Bold, der in seinem Grußwort auf den notwendigen Waldumbau einging. „Sie als Privatleute sind maßgeblich beteiligt – das kostet nicht nur Geld, sondern auch Engagement. Staat, Bund und Kommunen müssen hierbei unterstützen.“ Voraussetzung sei aber die Bereitschaft der Forstleute, den Weg zum klimagerechten Wald mitzugehen. „Anpassung ist in vielen Bereichen unverzichtbar – nicht nur in der Forstwirtschaft“, ergänzte Oliver Kröner, Leiter des AELF NES. „Ohne wirksamen Klimaschutz aber drohen Anpassungsversuche zu scheitern.“ Eine intensive gesellschaftliche Debatte zur Postwachstumsökonomie sei längst überfällig. „Die Klimakrise lässt sich nicht technisch lösen, sondern nur durch die kollektive Bereitschaft, die eigene Lebensweise anzupassen.“ Dies wiederum sei nur umsetzbar, wenn Maßnahmen zum Klimaschutz von der Bevölkerung nicht als Verzicht, sondern als Chance auf eine nachhaltig bessere Lebensqualität begriffen werde.

Weitere Termine

Die weiteren Termine sind mittwochs, 24. November und 1. Dezember, jeweils 19 bis 21 Uhr, sowie die Abschlussveranstaltung am Freitag, 3. Dezember, 16 bis 19 Uhr. Die Seminare finden auf der Plattform edudip statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden die Zugangsdaten zur Online-Konferenz.

Alle Termine, Anmeldelinks und Aufzeichnungen finden Sie hier. 

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news-2109 Tue, 16 Nov 2021 10:08:00 +0100 Den Steinbruch als Lebensraum fördern – Monitoring von Fledermäusen als erstes Projekt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/den-steinbruch-als-lebensraum-foerdern-monitoring-von-fledermaeusen-als-erstes-projekt/ Den Steinbruch als Lebensraum und die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten zu fördern, ist das gemeinsame Ziel der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, dem NABU Hilders und der F. C. Nüdling Natursteine GmbH + Co. KG. Eine erste Aktion im Rahmen der neu geschlossenen Kooperation hatte die nächtlichen Flugkünstler im Biosphärenreservat im Blick: In einem ausgewählten Waldbereich wurden Nistmöglichkeiten für Fledermäuse angebracht und Daten für ein Fledermausmonitoring aufgenommen. Felswände, Kleingewässer, Saumstrukturen, Felsschutthalden und offene Bodenstellen: Steinbrüche bieten eine Vielzahl an Lebensräumen. Um diese vorhandenen Strukturen bereits während des Abbaus zu optimieren und um die in den speziell in Steinbrüchen vorkommenden Arten zu fördern, wollen FCN, NABU und Biosphärenreservatverwaltung künftig eng zusammenarbeiten. So soll im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements von FCN ein in den Abbau integriertes Biodiversitätsmanagement erstellt werden.

Eine erste Aktion, dem Anbringen von Flachkästen und Höhlen für Fledermäuse, wurde fachlich von Ranger Jan Knittel und Stefan Zaenker von der Oberen Naturschutzbehörde beim RP Kassel, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Fledermausschutz Fulda e. V. ist, begleitet. Mithilfe eines Erfassungsbogens wurden dabei alle wichtigen Standortdaten wie Höhe der Aufhängung, Umfang des Baumes, Ausrichtung und GPS-Koordinaten des Kastens sowie die Baumart dokumentiert. Diese fließen direkt in das Monitoringprogramm ein.

So soll in Zukunft gemeinsam dokumentiert und kontrolliert werden, wie die unterschiedlichen Kästen in Abhängigkeit von den Standortbedingungen von den Fledermäusen angenommen werden. Mit diesen Daten sollen Erkenntnisse bezüglich der Quartiernutzung der Fledermäuse ermittelt werden. Auch weitere gemeinsame Maßnahmen – wie zum Beispiel der Ausbau eines ehemaligen Sprengstofflagers im Steinbruch für die Fledermäuse – sind bereits in Planung.

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news-2089 Mon, 15 Nov 2021 12:44:00 +0100 Neu: Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön per App erkunden https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/neu-das-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-per-app-erkunden/ Mobile Unterstützung beim Erkunden des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön: Die neue App „Biosphärenreservat Rhön“ bietet eine 3D-Karte mit Ausflugs- und Touren-Tipps, wichtige Hinweise zum rücksichtsvollen Umgang mit der Natur und vieles mehr. Die App des Bayerischen Umweltministeriums kann man sich ab sofort kostenfrei auf das Smartphone laden. Die Karte bildet die einzigartige Rhöner Kulturlandschaft mit ihren vielfältigen Rad- und Wanderwegen rund um den HOCHRHÖNER und seine Extratouren sowie alle wichtigen geographischen Informationen ab. Auf geprüften Wegen werden die Besucherinnen und Besucher durch das Biosphärenreservat geleitet. Ihre Touren können sie dabei mit einem Tracking-Tool aufzeichnen, das unterwegs punktgenau den aktuellen Standort, den zurückgelegten Weg, die Dauer der Tour und aktuelle Höhenmeter anzeigt. Ein Wechsel zwischen 3D Karte, topographischer Karte und Luftbild ist jederzeit möglich. Da es nicht in allen Bereichen der Rhön Mobilfunkempfang gibt, wurde die App auch für den Offline-Modus erstellt. Dazu können die Luftbilder und Karten auf das Handy geladen werden.

Dank der Funktion „Virtuelles Panorama“ kann man auch vom Sofa aus ins „Land der offenen Fernen“ reisen: Sie ermöglicht ein 360°-Panorama von einem beliebig wählbaren Standort aus – angereichert mit Zusatzinfos wie Bergnamen. Außerdem bietet die App Wissenswertes über die Rhöner Natur sowie Verhaltenstipps für unterwegs, Webcams mit aktuellen Bildern und eine direkte Verlinkung zum Veranstaltungsangebot im Biosphärenreservat.

„Die mobile 3D-Karte ist eine wichtige Ergänzung des digitalen Angebots im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön“, sagt Michael Geier, Leiter der Bayerischen Verwaltung. Die Inhalte – Rundwege und Strecken-Wanderwege, Informationszentren, Einkehrmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten – sollen nach und nach erweitert werden. Ein erstes Update mit Ergänzung der Loipen und Winterwanderwege ist bereits in Vorbereitung. Entwickelt wurde die App vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit den Biosphärenreservatverwaltungen.

Die App „Biosphärenreservat Rhön“ ist ab sofort in den App-Stores für iPhones und Android-Geräte zu finden.

 

Zur App im Apple® App-Store

Zur App im Google Play Store

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news-2111 Sun, 14 Nov 2021 16:31:00 +0100 Winterpause: Biosphären-Infozentrum Propstei Zella bis zum Frühjahr 2022 geschlossen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/winterpause-biosphaeren-infozentrum-propstei-zella-bis-zum-fruehjahr-2022-geschlossen/ Das Biosphären-Infozentrum Propstei Zella/Rhön geht in die alljährliche Winterpause und bleibt – in diesem Jahr etwas früher als üblich – ab Samstag, 20. November, geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für das Frühjahr geplant, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön bleibt wie gewohnt erreichbar: telefonisch unter (0361) 57392 3330, E-Mail: poststelle.rhoen@nnl.thueringen.de

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön
news-2108 Fri, 12 Nov 2021 21:12:51 +0100 Vielfalt vor der Linse – Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs „WiesenLEBEN“ gekürt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/vielfalt-vor-der-linse-gewinnerbilder-des-fotowettbewerbs-wiesenleben-gekuert/ Was lebt auf und von der Wiese? Unter diesem Motto stand der diesjährige Fotowettbewerb des LIFE-Projekts „Rhöner Bergwiesen“ im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, bei dem Hobby- und Profifotografinnen und -fotografen bis Ende September mitmachen konnten. Mit rund 160 eingesandten Fotos war die Resonanz überwältigend. Jetzt stehen die Gewinnerinnen und Gewinner fest. Gesucht wurden Aufnahmen von großen und kleinen tierischen Bewohnern, von Blumen, Blüten, Kräutern und Gräsern, die alle zusammen die Rhöner Bergwiesen zu dem machen, was sie zweifelsfrei sind: ein kleines Paradies vor der Haustür. „Wir freuen uns riesig über die rege Teilnahme und vor allem darüber, dass sich so viele Menschen mit den Wiesen beschäftigt haben“, sagt Nadja Moalem vom LIFE-Projekt. „Nur wer genau hinschaut, kann verstehen, warum der Schutz des artenreichen Grünlands in der Rhön so wichtig ist.“

Die Einsendungen aus allen Teilen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön spiegeln die bunte Vielfalt der Rhöner Bergwiesen wider: Zahlreiche Aufnahmen von Bienen, Hummeln, Käfern und Schmetterlingen in allen Farben, Arnika, Küchenschellen, Margeriten, Orchideen, Storchschnabel, Silberdisteln, Teufelskrallen, Wiesenflockenblumen, Trollblumen sind eingereicht worden. Die Teilnehmenden haben all die besonderen Schätze in den Fokus genommen, die es in der Rhön (zum Glück) noch gibt. Beeindruckende Nahaufnahmen von Insekten sind ebenso dabei wie herrliche Ausblicke über bunte Bergmähwiesen und weite Borstgrasrasen.

Zwölf Favoriten - ein Kalender plus Fotoausstellung

Die Qual der Wahl hatte die dreiköpfige Jury bestehend aus Pia Getzin, Chefredakteurin des Rhön-Magazins, Peter Stühlinger vom Hessischen Umweltministerium und dem bekannten Natur- und Wildlife-Fotografen und Influencer Chris Kaula. Sie kürten jetzt ihre zwölf Favoriten.

Glücklicher Gewinner des Fotowettbewerbs ist Friedrich Mährlein aus Hammelburg, dessen Foto von einer Bergwiese in der Bayerischen Rhön alle Jurymitglieder begeistert hat. „Das Bild ist einfach eine Explosion an Farben. Man kann sich gut vorstellen wie es auf dieser Wiese nur so von Insekten wimmelt“, begründet Chris Kaula die Entscheidung. Der Erstplatzierte gewinnt ein Wochenende für zwei Personen im Rhönerlebnishotel krenzers in Ehrenberg-Seiferts. Der zweite Platz geht an Andreas Gick aus Fulda mit seiner stimmungsvollen Aufnahme von Küchenschellen. „Die Kuhschellen im goldenen Licht verkünden den Einzug des Frühlings in der Rhön. Mit der noch tief stehenden Sonne sind die feinen Härchen besonders gut zu erkennen“, hebt Pia Getzin hervor. Der Zweitplatzierte erhält als Preis einen Tandemsprung der Flugschule Papillon auf der Wasserkuppe. Zum dritten Sieger wurde Frank Henkel aus dem thüringischen Untermaßfeld gekürt. Sein Foto zeigt einen von Schmetterlingen – Kaisermantel und Ochsenauge – nur so wimmelnden Wilden Dost. „Dieses Foto steht beispielhaft für das einzigartige Zusammenspiel von Insekten und Blütenpflanzen“, urteilt Jurymitglied Peter Stühlinger. Der dritte Platz wird mit einem Einkaufsgutschein für den Regionalladen auf der Wasserkuppe in Höhe von 50 Euro prämiert.

„Wir haben so viele tolle Fotos von Bergwiesen erhalten, dass wir uns entschlossen haben, neben dem geplanten Kalender auch eine Fotoausstellung aus den besten Einsendungen zu machen“, kündigt Projektleiter Elmar Herget an.

Die Fotos, die für den Kalender ausgewählt wurden, darunter die drei Gewinnerbilder, finden Sie hier.

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LIFE
news-2107 Thu, 11 Nov 2021 10:26:00 +0100 Hilfe für seltene Heuschrecken: Schülerinnen und Schüler der Rudolf-Steiner-Schule packen bei Landschaftspflege mit an https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/hilfe-fuer-seltene-heuschrecken-schuelerinnen-und-schueler-der-rudolf-steiner-schule-packen-bei-landsc/ Zugewachsene Flächen im „Land der offenen Fernen“ wieder freizustellen, um neue Lebensräume zu schaffen und zu sichern, ist eine wichtige Aufgabe im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – und eine aufwendige. In der hessischen Rhön unterstützen jedes Jahr Schülerinnen und Schüler der Rudolf-Steiner-Schule Loheland die Ranger der Hessischen Biosphärenreservatverwaltung bei solchen Landschaftspflegemaßnahmen. In diesem Jahr haben sie am Giebelrain bei Dietershausen, im Roten Moor und am Steinkopf mit angepackt. Der Giebelrain mit rund 588 Metern Höhe liegt in einer Pflegezone des Biosphärenreservats und ist als FFH-Gebiet ausgewiesen. FFH-Gebiete sind europäische Schutzgebiete und dienen dem Schutz von Pflanzen (Flora), Tieren (Fauna) und Lebensraumtypen (Habitaten), die in einer speziellen Richtlinie festgehalten sind. Zusammen mit den Vogelschutzgebieten bilden diese Gebiete das europaweite Netzwerk Natura 2000. Im Landkreis Fulda liegen 16 FFH-Gebiete, fünf davon liegen in der hessischen Rhön.

Auf den artenreichen Kalkmagerrasen am Giebelrain wachsen unter anderem Orchideen-Arten wie die Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) und das Kuckucks-Knabenkraut (Orchis mascula). Eine Besonderheit ist außerdem das Vorkommen seltener Heuschreckenarten, die zum Teil in der Rhön einen der letzten Lebensräume in Hessen haben. Umso wichtiger ist es, dass die Flächen nicht dauerhaft zuwachsen, um die wertvollen Lebensräume zu erhalten. Weil die geschützten Flächen zum Teil nicht mit Maschinen befahren werden können, ist hierfür viel Handarbeit nötig. Bei dieser Arbeit ist Ranger Hubert Stumpf in den vergangenen beiden Wochen von der Jahrgangsstufe 9 der Rudolf-Steiner-Schule unterstützt worden. Die Schülerinnen und Schüler haben ein vierzehntägiges Forstpraktikum absolviert, das fester Bestandteil des Lehrplans ist. Neben dem Spalten und Setzen von Holz in Zusammenarbeit mit HessenForst sind auch Landschaftspflegemaßnahmen im Biosphärenreservat seit vielen Jahren Teil des Praktikums. In diesem Jahr haben die Jugendlichen am Giebelrain Mähgut abtransportiert und Reisig verbrannt – bei Wind und Wetter, von morgens bis nachmittags.

Da die Arbeiten flott vorangingen, halfen die Schülerinnen und Schüler auch bei Maßnahmen im Roten Moor und am Steinkopf mit. Insgesamt rund drei Hektar Fläche haben sie so innerhalb von zwei Wochen bearbeitet – eine starke Leistung, lobt Ranger Hubert Stumpf. „Die vielfältigen Landschaftspflegemaßnahmen sind ohne das Engagement der vielen Ehrenamtlichen und die Zusammenarbeit mit Schulen nicht leistbar“, sagt Stumpf. „Die Unterstützung durch Loheland hat mittlerweile Tradition. Die Schülerinnen und Schüler leisten Jahr für Jahr einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.“

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