Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Thüringen (NALAP) – Streuobstwiesen

Das Thüringische Ministerium für Umwelt, Energie und Umweltschutz hat eine neue Förderrichtlinie zum Erhalt der Streuobstwiesen herausgegeben. Im Vergleich zu früheren Förderungen haben sich die Zuschüsse erhöht und auch bei der Pflege kann Förderung beantragt werden:

"Hinweis für Streuobstwiesenbewirtschafter und –besitzer in Thüringen: Im
neuen NALAP-Förderprogramm gibt es für Gemeinden, Vereine und Landwirte die Möglichkeit,
für die Pflege der Obstbäume Förderung zu beantragen. Diese beträgt zwischen 80 bis
100 % (!) Voraussetzung ist die Pflege durch ausgebildete Baumwarte. Beratung gibt es bei
den ortsansässigen Natura 2000 Stationen und den unteren Naturschutzbehörden."

Mehr Informationen im Internet auf dem Merkblatt "Streuobst" ( Auch auf unserer rechten Seite als PDF Merkblatt_4-2020-NALAP_Streuobst.pdf):
https://umwelt.thueringen.de/themen/natur-artenschutz/foerderung/nalap

In diesem Zusammenhang ist die Apfelinitiative bestrebt, eine Baumwartausbildung anzubieten, wir arbeiten mit Hochdruck daran.

 

Wer wird gefördert?

Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts (Kommunale Träger, Privatpersonen,
Verbände, Vereine, gemeinnützige Organisationen). Landwirtschaftliche Unternehmen sind von der
Förderung ausgeschlossen.
 

Was wird gefördert?


→ Pflege des Unterwuchses (Grünland) im Rahmen von Verträgen
→ Baumschnitt
→ Pflanzung von hochstämmigen Obstbäumen:
→ Sanierung von Streuobstwiesen im Rahmen von nichtproduktiven Investitionen des Naturschutzes

Das vollständig Merkblatt (Kurzfassung) kann auf der rechten Seite geladen werden:
 

Dazu gibt es seit Juni 2020 auch eine entsprechende Handlungsrichtlinie:
Das Handlungskonzept des Umweltministeriums finden Sie hier:

https://umwelt.thueringen.de/fileadmin/Publikationen/Publikationen_TMUEN/Streuobst_Final.pdf

 

 

Welche Apfelsorten gehören auf unsere Rhöner Wiesen?

Lokalsorten sind das für die Rhön absolut typische Apfelsorten, die es teilweise auch nur in der Rhön gibt, also richtige Spezialitäten. Für jeden Rhöner ein „Muß“, mindestens eine dieser Sorten zu pflanzen:

• Seebaer Borsdorfer (Bereich Seeba/Meiningen)
• Reders Goldrenette (Mellrichstadt und Umgebung)
• Pflankenapfel (Fladungen) (Apfel des Jahres 2008)
• Münnerstädter Apfel (Bad Neustadt/Münnerstadt)
• Roter Ausbacher (Kuppenrhön)
• Streifapfel
• Schafsnase (Rhöner Schafsnase)

Hauptsorten

Hauptsorten sind das auch in anderen Regionen bewährte Apfelsorten für den Streuobstanbau. Diese Äpfel gedeihen auch bei uns besonders gut:


• Kaiser Wilhelm (Apfel des Jahres 2007)
• Goldparmäne (Pollenspender)
• Landsberger Renette (Pollenspender)
• Ontario (vitaminreich!)
• Rheinischer Bohnapfel (Mostapfel)
• Brettacher (Mostapfel)
• Baumanns Renette (Massenträger)
• Weißer Klarapfel (Sommerapfel)
• Jakob Fischer (Sommerapfel)
• Winterrambour
• Schöner von Boskoop
• Goldrenette von Blenheim (lecker!)
• Lohrer Rambour
• Dülmener Herbstrosenapfel (vielseitig)
• Boikenapfel
• Riesenboiken
• Croncels
• Rote Sternrenette („Weihnachtsapfel“)
• Danziger Kantapfel
• Prinzenapfel
• Jakob Lebel

Befruchtersorten

Besonders Apfel- und Birnenbäume sind selbst unfruchtbar. Sie benötigen den Pollen von einem fremden Bestäuber. Wenn also ein solcher Baum vorher schon gut getragen hat und es sich nicht um eine "Pause" handelt, die der Baum einlegt, ist mitunter ein solcher Befruchter, bzw. Pollenspender in der Nachbarschaft gefällt worden.

Auch einige Zieräpfel können als Pollenspender für die Bestäubung von Kulturapfelsorten dienen, wie zum Beispiel die Sorten Golden Gem, Evereste-Perpetu, Professor Sprenger, Hillieri und Golden Hornet, um nur einige zu nennen.

Welche das sind sind in umfangreichen Aufstellungen aufgelistet. Siehe Downloadbereich auf der rechten Seite.