LIFE-Projekt "Hessische Rhön – Berggrünland, Hutungen und ihre Vögel"

Bunt getupfte, kräuterreiche Wiesen und Weiden prägen das typische Gesicht der Rhön. Nichts verleiht der Mittelgebirgslandschaft im Herzen Deutschlands so sehr den Eindruck von Offenheit und Weite wie das so genannte Grünland. Durch menschliche Bewirtschaftung über Jahrhunderte entstanden, sind die Bergwiesen ein artenreicher Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere.

Hier gedeihen Blumen und Gräser, die man woanders kaum noch findet – und es wimmelt nur so von Leben: Insekten, Schmetterlinge und bodenbrütende Vögel finden Nahrung und Verstecke, und auch größere Tiere aus dem Wald kommen gern zu Besuch. Die Rhöner Bergwiesen sind das kleine Paradies von nebenan, ein Mikrokosmos, der auch uns Menschen guttut.

Bedrohtes Paradies von nebenan

Aber diese faszinierende Wunderwelt droht allmählich zu verschwinden. Wo die Beweidung aufgegeben wird, weil sie nicht mehr rentabel ist, machen sich Büsche breit und verdrängen andere Arten. Wo oft und intensiv gemäht und gedüngt wird, geht Vielfalt durch Kahlschnitt und das Überangebot an Nährstoffen verloren. Damit gelten Wiesen inzwischen als der am stärksten bedrohte heimische Lebensraum überhaupt.

Dem Rückgang der Rhöner Bergwiesen gebietet das LIFE-Projekt „Hessische Rhön – Berggrünland, Hutungen und ihre Vögel“ seit 2016 Einhalt. In enger Zusammenarbeit mit Rhöner Landwirten ergreifen wir Maßnahmen, um die selten gewordenen Lebensräume für Wiesenbewohner wie Bekassine und Wachtelkönig, Arnika und Trollblume zu erhalten. Schutz durch schonende landwirtschaftliche Nutzung ist dabei ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. 

Damit sich auch nachkommende Generationen noch an der Schönheit und dem Reichtum unserer Rhöner Bergwiesen erfreuen können, muss die einzigartige Kulturlandschaft gehegt und gepflegt werden. Oberstes Ziel des LIFE-Projekts ist daher die Erhaltung und Verbesserung der artenreichen Bergwiesen-Lebensräume in den Mittel- und Höhenlagen der Rhön.

Projektüberblick