Deutscher Name
Rotmilan
Lateinischer Name
Milvus milvus
Kurzbeschreibung

Der Rote Milan ist der auffälligste Greifvogel der Rhöner Kulturlandschaft. Die Gabelweihe, wie der elegante Segler im Volksmund auch genannt wird, gehört im Sommerhalbjahr bei uns zum vertrauten Anblick.

Wie sieht es aus?

Mit einer Körpergröße bis zu 70 cm, einem Gewicht von 900g - 1.200g und einer Spannweite bis zu 165 cm ist der Rotmilan nach See- und Steinadler unser größter heimischer Greifvogel. Auffälligstes Unterscheidungsmerkmal gegenüber anderen Arten ist sein tief gegabelter Schwanz. Färbung: Grundfarbe rostbraun, großes weißes Feld auf der Unterseite der Vorderflügel, weißlicher bis grauer Kopf. Schwanz oberseits rostfarben, unterseits hellgrau bis hellbraun. Eine Unterscheidung von Männchen und Weibchen am Gefieder ist nicht möglich; Jungvögel haben einen etwas dunkleren Kopf.

Wie der Name schon sagt, hat der Rotmilan einen hell bräunlich bis rostroten Rücken. Der Vogel ist wegen seines tief gespaltenen Schwanzes auch unter dem Namen 'Gabelweihe' bekannt.

Welchen Lebensraum bewohnt es?

Der Wechsel von Wald mit einem bunten Mosaik von Wiesen, Weiden, Äckern und Feldgehölzen, zahlreichen Quellen und Bachläufen macht die Rhön zu einer Hot-Spot-Region der biologischen Vielfalt. In einer solch strukturreichen Landschaft fühlt sich der Rotmilan wohl. Meist brütet er in Waldrandnähe. Zur Nahrungssuche fliegt er in die offene Kulturlandschaft. Auch Dörfer und Weiler werden vom Rotmilan aufgesucht.

Wo kommt es bei uns vor?

Anders als in anderen Regionen gelingt es dem Rotmilan in der Rhön noch relativ oft, drei Junge groß zu ziehen. In den Ackerbauregionen, in denen der Mais und andere hochwüchsige Kulturen einen hohen Anteil an der Anbaufläche haben, scheitern die Bruten oft an Nahrungsmangel.

Noch was Wissenswertes

Im Herbst verlassen die Rotmilane ihre Brutgebiete, um in der südwestspanischen Extremadura zu überwintern. Aber bereits im März treffen die Vorboten des nahenden Frühjahrs wieder in ihren heimischen Brutgebieten ein.

Der Weltbestand des Rotmilans wird auf etwa 21.000-25.500 Paare geschätzt. Davon leben ungefähr 10.500-13.000 Paare in Deutschland, zwei Drittel davon in den neuen Ländern. Deutschland beherbergt also ca. 50 Prozent des Weltbestands! Eine große Verantwortung!

Quelle und weitere Inforamtionen. LBV