Deutscher Name
Große Mausohr
Lateinischer Name
Myotis myotis
Kurzbeschreibung

Das Große Mausohr ist in Deutschland an menschliche Siedlungen gebunden. Besonders für die Jungenaufzucht benötigen sie warme, große und ungestörte Dachböden mit einem günstigen Mikroklima. Ihr Jagdgebiet liegt vorwiegend in den Wäldern und entlang linienhafter Strukturen im Offenland.

Wie sieht es aus?

Das Große Mausohr  ist eine der größeren Fledermaus-Art in Deutschland. Sie hatte eine kurze und breite Schnauze, die Ohren sind lang und breit.

Welchen Lebensraum bewohnt es?

Der Lebensraum des Großen Mausohres befindet vor allem in offenem Gelände, wie Wiesen, Feldern und offenem Waldland. Die Jagd auf Nahrung erfolgt vorwiegend in den Abend- und Nachtstunden bevorzugt in niedrigem Flug über den Boden, um an Käfer, Heuschrecken, Spinnen und Schmetterlinge heranzukommen.

Wo kommt es bei uns vor?

Durch die offenen Landschaftsstrukturen und den Schutz der bekannten Wochenstuben und Winterquartiere im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, konnten sich die Bestände des Großen Mausohrs wieder erholen und bilden stabile Populationen.

Zwischen Neidhartshausen und Zella gibt es den Fledermauspfad, der das Thema „Fledermaus“ künstlerisch umsetzt.

Noch was Wissenswertes

Mit Beginn der kalten Jahreszeit suchen die Tiere entsprechende Winterquartiere (Höhlen, Stollen, frostsichere Keller) auf, wo sie an der Wand oder an den Decken frei hängend zu beobachten sind. Dort verbringen sie schlafend die Winterzeit. Gerade in diesen Quartieren sind die Tiere sehr störanfällig.

Das Große Mausohr ist sowohl im Sommer auf den Zugang von Gebäuden angewiesen, die als Wochenstuben traditionell genutzt werden, als auch auf die bekannten Winterquartiere, die häufig in frostsicheren Kellern zu finden sind. Hier ist der ungehinderte Zugang der Tiere zu sichern und bei anfallenden Sanierungsarbeiten gilt es, diese Maßnahmen rechtzeitig mit den Unteren Naturschutzbehörden abzustimmen.

Als wichtigste Gründe für die Gefährdung des Großen Mausohrs sind die Quartierzerstörungen und ein durch den Kulturlandschaftswandel bedingter Rückgang der Nahrungsressourcen zu nennen.

  • Höhlentier des Jahres 2011