Deutscher Name
Grauspecht
Lateinischer Name
Picus canus
Kurzbeschreibung

Der Grauspecht ist die Zwillingsart des Grünspechts und der zweite bei uns lebende „Erdspecht“. Er ist bis nach Asien verbreitet. Von Osten her ist er vor langer Zeit verstärkt nach Westen gewandert, während der Grünspecht stets ein „echter Europäer“ war.

Wie sieht es aus?

Der Grauspecht ist etwas kleiner als der Grünspecht. Beim Männchen ist nur der Vorderscheitel bis zur Kopfmitte rot. Dem Weibchen, dessen Kopf grau gefärbt ist, fehlt das Rot gänzlich.

Die Körperlänge des Grauspechts beträgt 28–33 Zentimeter, sein Gewicht liegt zwischen 110 und 206 Gramm.

 

Welchen Lebensraum bewohnt es?

Der Grauspecht ist in seinen Habitatsansprüchen wesentlich anspruchsvoller als der Grünspecht. Er bevorzugt alte Laubmischwälder mit einem hohen Totholzanteil. Die Art ernährt sich vornehmlich von Ameisen, obwohl sie nicht so ausschließlich auf diese Insektenfamilie angewiesen ist wie der Grünspecht. Die Bruthöhle wird meist in abgestorbenen, zumindest aber stark geschädigten Bäumen angelegt.

Wo kommt es bei uns vor?

Die Rufreihe des Grauspechts, sein Gesang, klingt zwar ähnlich wie beim Grünspecht, fällt aber nach hinten langsam ab und klingt dadurch melancholisch, statt lachend. Im Gegensatz zum Grünspecht trommelt der Grauspecht viel häufiger. Grauspechte beginnen spät mit der Eiablage, manchmal erst Ende Mai, wenn Stare bereits aus Höhlen ausgeflogen sind und als Konkurrenten ausfallen. Als Aufzuchtnahrung dienen fast ausschließlich Ameisenpuppen. Der Grauspecht sucht vor allem waldbewohnende Arten, ansonsten ist er weniger auf Ameisen spezialisiert. Häufig stochert er auch nach anderen Insekten hinter der Baumrinde. Dadurch ist er weniger empfindlich gegenüber kalten Wintern als der Grünspecht.

Quelle: NABU, Wikipedia