Deutscher Name
Gelbbauchunke
Lateinischer Name
Bombina veriegata
Kurzbeschreibung

Die Gelbbauchunke ist eine "Pionierart", die neue Gewässer rasch besiedeln kann, aber bei zu starker Beschattung, Verkrautung oder Fischbesatz wieder verschwindet.

Wie sieht es aus?

Der kleine, spitzwarzige Froschlurch hat eine unscheinbar gefärbte Oberseite, während die Bauchseite eine leuchtend gelbe Warnfärbung aufweist.

Die Größe der Männchen und Weibchen liegt zwischen 35 und 56 Millimetern. Die Oberseite ist lehm- bis graubraun, die Unterseite inklusive der Innenseiten der Gliedmaßen und der Finger und Zehen ist intensiv hellgelb bis orange gefärbt und mit bleigrauen bis schwarzen Flecken oder Flächen durchsetzt. Die Oberseite weist zahlreiche Warzen mit erhabenen schwarzen Hornstacheln auf.

Welchen Lebensraum bewohnt es?

Heute besiedelt die Gelbbauchunke häufig vom Menschen geschaffene Ersatzlebensräume wie Abbaustellen (Kies- und Tongruben, Steinbrüche) oder militärische Übungsplätze. Hier findet sie noch geeignete Laichgewässer: offene, besonnte Klein- und Kleinstgewässer wie wassergefüllte Wagenspuren, Pfützen, Tümpel, Regenrückhaltebecken oder Gräben, die gelegentlich auch austrocknen können, also in der Regel fischfrei sind.

Wo kommt es bei uns vor?

Die erwachsenen, hauptsächlich nachtaktiven Tiere verstecken sich tagsüber auch an Land in Spalten oder unter Steinen. Bereits ab August werden dann Landlebensräume zur Überwinterung aufgesucht. Die Überwinterung findet meist in Verstecken in einem Umkreis von wenigen hundert Metern um die Gewässer statt, denn die erwachsenen Tiere sind sehr ortstreu. Jungtiere dagegen können bis zu vier Kilometer weit wandern und damit neue Lebensräume erschließen.

Noch was Wissenswertes

Neben der Anlage der Laichgewässer muss eine dauerhafte Pflege der Strukturen gewährleistet sein, da nur frühe Sukzessionsstadien besiedelt werden.
In Abbaustellen sollte man versuchen, auf der Basis sachlicher Gespräche und einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit Lösungen zu finden, die einerseits den Betriebsablauf nicht stören, andererseits Arten wie der Gelbbauchunke wieder Trittsteine in der ausgeräumten Kulturlandschaft ermöglichen.

Quelle und weitere Informationen: LBV