Deutscher Name
Geburtshelferkröte
Lateinischer Name
Alytes obstetricans
Kurzbeschreibung

Angesichts der west- und südwesteuropäischen Verbreitung der Geburtshelferkröte erreicht sie nur im äußersten Nordwesten den Freistaat Bayern. Die Art ist unmittelbar vom Aussterben bedroht. Die meisten der bayerischen Fundorte sind inzwischen erloschen. Aktuell existieren nur noch 13 Fundorte, vor allem im Landkreis Rhön-Grabfeld sowie im nördlichen Landkreis Bad Kissingen.

Aussehen

Die Geburtshelferkröte ist mit einer Größe von bis zu 5,5 Zentirmetern eine relativ kleine Art. Die Oberseite ist gelblich- bis bräunlichgrau mit undeutlichen dunkleren Flecken. Die Pupille ist leicht schlitzförmig und verläuft senkrecht.

Lebensraum

Die Ansprüche an den Landlebensraum sind oft höher als an das Laichgewässer, das maximal 100 m davon entfernt sein sollte. Die Geburtshelferkröte bevorzugt hohe Temperaturen (Vorzugstemperatur von über 30°C) und mittlere Feuchtigkeit. Im Sommer werden z.B. sonnenexponierte Böschungen, Geröll- und Blockschutthalden, jüngere Brachflächen oder Abbaustellen besiedelt.

Vorkommen

Die Geburtshelferkröte kommt natürlicherweise in Auen und an Bachböschungen der Gebirgs- und Mittelgebirgsregionen sowie in Geröllhalden und Rutschgebieten im Hügelland vor. Da diese natürlichen Habitate selten geworden sind, lebt die Geburtshelferkröte heute oft in Abbaugebieten oder Industriebrachen.

Wissenswertes

Bezüglich des Laichplatzes - bzw. des Absetzplatzes für die reifen Quappen - sind Geburtshelferkröten grundsätzlich wenig anspruchsvoll. Zwar werden teilweise besonnte Gewässer wie sommerwarme Pfützen, Tümpel und Weiher bevorzugt, aber auch sommerkühle, tiefe Abgrabungsgewässer besiedelt. Wichtig ist, dass das Wasser zum einen fischfrei ist, zum anderen nicht zu sauer oder anmoorig.

Quelle und weitere Informationen: NABU und www.bund-naturschutz.de