Deutscher Name
Fransenfledermaus
Lateinischer Name
Myotis nattereri
Kurzbeschreibung

Die Fransenfledermaus ist sowohl "Hausfledermaus" als auch "Waldfledermaus". Sie besiedelt als mittelgroße Fledermaus im Sommer sowohl Gebäude als auch Baumhöhlen. Wochenstuben befinden sich in Hohlräumen von Außenwandverkleidungen und in Zwischenwänden.

Wie sieht es aus?

Mittelgroß. Oberseite hell graubräunlich, Unterseite fast reinweiß. Ohr relativ lang, durchschimmernd rötlichbraun und am Ende leicht nach außen gewölbt. Lanzettförmig schlanker Tragus, länger als halbe Ohrmuschellänge. Rand der Schwanzflughaut mit nach innen gekrümmten kurzen, steifen Haaren besetzt. Jüngere Individuen meist mit Unterlippenfleck

Welchen Lebensraum bewohnt es?

Vor allem im Wald jagend, ferner in offener, doch reich strukturierter Landschaft (Baumgruppen, Gehölze, Gebüsche, Obstanlagen) und nicht selten auch über Wasser. Meidet im Sommer zentrale Stadtlagen, kann aber zu dieser Zeit durchaus in Dörfern leben und in Randlagen, z. B. in Parks, Gärten und auf Friedhöfen jagen.

Wo kommt es bei uns vor?

Sie jagen gerne im Wald oder in einer reich strukturierten Landschaft, die durch eine Vielzahl von Gehölzen (Baumgruppen, Knicks, Alleen, Obstgärten, Parks) geprägt wird.

Noch was Wissenswertes

In den vergangenen Jahren sind in südlicher gelegenen Bundesländern auch Quartiere in hohlen Decken oder Wänden von Kuhställen gefunden worden. Dort verließen die Fledermäuse den Kuhstall zum Teil nicht einmal, um auf Beutesuche zu gehen. Statt in die Umgebung ihres Quartiers auszufliegen, sammelten sie die vielen Fliegen von den Decken und Wänden in den Stallungen ab!

Es sind immer wieder einmal Fransenfledermäuse mit Erfrierungen an den Ohrspitzen auffallen, ist es aber auch möglich, dass ein Teil der Fransenfledermäuse auch an nicht frostsicheren Orten über der Erde (z.B. in Baumhöhlen) den Winter verschläft. Als Gebüschjäger sammeln Fransenfledermäuse - wie in den Kuhställen - auch im Freien ihre Beute überwiegend direkt vom Untergrund ab. Auf Blattoberflächen oder Baumstämmen sitzende Insekten und Spinnen werden zielsicher aufgespürt und erbeutet. Sommervorkommen von Fransenfledermäusen in Baumhöhlen sind vermutlich ebenfalls normal, sie werden jedoch wahrscheinlich seltener entdeckt.

Quelle und weitere Informationen: NABU und BfN