Deutscher Name
Silberdistel, Rhöndistel, Wetterdistel, Eberwurz
Lateinischer Name
Carlina acaulis
Kurzbeschreibung

Das Landschaftsbild im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön zeichnet sich durch seine kulturell geprägten offenen Flächen aus, welche vielfältige Landschaftsstrukturen beinhalten und eine hohe Artenvielfalt mit sich bringen. Die Silberdistel ist ein Wahrzeichen der Rhön und gilt als Indikatorart wertvoller magerer Flächen. Sie kann uns Hinweise darauf geben, dass dort auch viele weitere seltene Pflanzen vorkommen.

Wie sieht sie aus?

Die Silberdistel hat einen silbrig-weiß glänzenden, strohigen Blütenkopf mit einem Durchmesser von bis zu 10 cm. Die Blätter wachsen in einer Rosette, sind tief eingeschnitten und haben an den Spitzen kleine, stechende Dornen. Je nach Standort haben einige Exemplare einen roten Stängel von bis zu 50 cm Länge, während andere fast stängellos auf dem Boden aufliegen. Im vertrockneten Zustand kann die Silberdistel mit der Stängellosen Kratzdistel verwechselt werden, diese hat im Gegensatz zur Silberdistel aber keinen roten Stängel.

In welchem Lebensraum wächst sie?

Man kann die Silberdistel vor allem auf beweideten Magerrasen, an besonnten Hängen und den Rändern von Gebüschen finden. Häufig wächst sie in Verbindung mit Wacholder oder anderen typischen Pflanzen des Biotopes Kalkmagerrasen.

Wo kommt sie bei uns vor?

In den Hochlagen der kalkhaltigen Rhön. Wo genau, das soll im Rahmen eines bürgerwissenschaftlichen Erfassungsprojekts zusammen mit der Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön herausgefunden werden. Die Bürgerinnen und Bürger in Bayern, Hessen und Thüringen sind aufgerufen, von Anfang Oktober bis Ende November ihre Funde zu melden. Nähere Infos gibt es hier.

Noch was Wissenswertes

Da diese Pflanze unter Naturschutz steht, darf sie nicht gepflückt oder ausgegraben werden. Sie hat starke tiefe Pfahlwurzel. Bei schlechtem Wetter geht die strohblumernartige Blüte zu, daher auch der Name Wetterdistel. Beweidung ist an ihren Standorten unproblematisch, da die Silberdistel von den Tieren nicht gefressen wird. Wegen der großen Bekanntheit und Auffälligkeit in der Rhön, nennt man sie auch Rhöndistel.