Lebensraum Hecke

Vom Menschen als Begrenzung von Feldern und Weiden angelegte "lebende Zäune" geben der Landschaft ein Muster. Hecken sind Lebenslinien und bieten Schutz. Tiere finden hier Nahrung, Brut- und Rückzugsräume. Hecken und Feldgehölze halten den Wind auf und stabilisieren den Boden.

In regelmäßigen Abständen werden Sie zurückgeschnitten (auf den Stock gesetzt). Das dabei anfallende Holz kann verbrannt oder für Zaunpfosten und Werkzeuge, aber auch für Ruten zum Flechten von Körben verwendet werden.

In Hecken leben viele Tierarten, die Rückzugsraum von der Feldbestellung benötigen bezwiehungsweise Deckung von Feinden brauchen. Dies sind zum Beispiel Reh, Feldhase, Fuchs, Wiesel, Igel, Feldspitzmaus, Blindschleiche, Erdkröte, Mönchsgrasmücke, Neuntöter, Zauneidechse, Grasfrosch sowie Widlbienen, Hummeln, Laufkäfer, Schmetterlinge, Heuschrecken, Fliegen und eine Vielzahl von Insekten. Weidetiere suchen an Hecken Schutz vor Wind, Sicht, Lärm und vor allem Sonne.

Für die Erhaltung der ökologischen Funktion müssen Hecken regelmäßig zurückgeschnitten werden. Dadurch kann ein Auskahlen von unten und ein Überwachsen mit hohen Bäumen verhindert werden. Im Idealfall werden durch eine kontinuierliche Wasserverdunstung Fröste und Hitze abgemildert und Bodenrutschungen sowie Humusausträge verhindert.