Rhönschaf: Das Maskottchen der Rhön

Das Rhönschaf ist eine der ältesten Landschafrassen, die die einzigartige Landschaft der Rhön mitgeprägt haben. Einst fast ausgestorben, ist das Rhönschaf heute wieder in der Rhön zuhause und gilt als Sympathieträger und Maskottchen der Region.

Das hornlose Schaf mit seinem charakteristischen schwarzen, unbewollten Kopf ist bestens an das Klima sowie an die kargen Grünlandflachen der Hochrhön angepasst. Hohe Zunahmen erreicht das Rhönschaf nicht. Doch wird das Fleisch durch diese Art der Fütterung zu einer Delikatesse, die schon Napoleon zu schätzen wusste.

 

Durch den Einzug der Maschinen in der Landwirtschaft, wie auch in der Landschaftspflege wurde das Rhönschaf immer mehr verdrängt. Günstiges Lammfleisch aus Übersee tat sein Übriges. Der Einzug der Synthetik Faser ließ die Wollverarbeitung in Deutschland zusammenbrechen. Das alles führte dazu, dass das Rhönschaf in den 80er Jahren vom Aussterben bedroht war.  

Erst durch das beharrliche Festhalten einiger Schäfer an dem Rhönschaf, das gezielte Einsetzen der Rhönschafe in Naturschutzprojekten, die Unterstützung durch den BUND Naturschutz und das wieder Entdecken in der Gastronomie konnte die Anzahl der Tiere gesteigert werden. Der Bestand hat sich soweit erholt, dass es von der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Haustiere seit Anfang 2020 verschwunden ist.