Fideles Langohr mit individuellem Felldesign: Das Rhönkaninchen

Wer sich in der Welt der Kaninchenzucht auskennt, der kommt an ihnen nicht vorbei und hat ganz sicher schon von ihnen gehört: die Rhönkaninchen. Ihr Herkunftsort ist, wie der Name schon sagt, die Thüringische Rhön, und ihre Existenz verdanken sie dem legendären Kaninchenzüchter Karl Becker aus Stadtlengsfeld. Sein Ziel war es eine Kaninchenrasse zu züchten, deren Fellfarbe den Stämmen der Birken in der Rhön gleichen sollte. Es gelang. Eine neue Rasse war Fideles Langohr mit individuellem Felldesign: das Rhönkaninchen geboren, die in der ehemaligen DDR schon 1973 auf Ausstellungen zu sehen war und auch 1981 in der ehemaligen BRD anerkannt wurde.

Die quicklebendigen Langohren sind alles andere als vom Aussterben bedroht, denn sie sind bei nationalen und internationalen Züchtern sehr beliebt. Dennoch sind es „rassige Raritäten der Rhön“ und haben mit ihrem Charme das Potential ein weiterer Rhöner Sympathieträger zu werden. Was die Rhönkaninchen vor allem für Züchter - und alle die es werden wollen - so interessant macht, ist die schier unerschöpfliche Vielfalt ihres Aussehens. Zwar ist ihre Grundfarbe immer weiß, doch welche Muster und Linien das Fell der einzelne Tiere haben (bei Züchtern Zeichnung genannt), dass ist bei jedem Wurf immer wieder eine überraschende Entdeckung. Sie sind leicht im Garten zu halten und für Kinder und die ganze Familie ein Quell der Freude.

Thomas Happel und seine Rhönkaninichen „In der Regel kann man die Rhönkaninchen oft sich selbst überlassen, sie beobachten und dabei einfach entspannen und sich an ihnen erfreuen“, so Thomas Happel aus Ehrenberg, einer von vielen heimischen Rhönkaninchenfans. Für Kinder und Gäste seiner Ferienwohnung sind sie jedenfalls eine Attraktion. Doch ist ihre putzmuntere Lebendigkeit nicht zu unterschätzen, denn für ihr Leben gern buddeln sie Löcher in die Erde. Am besten man hält sie auf der Wiese, wo sie als „kleine Rasenmäher“ fungieren und nicht selten auch das ein oder andere Stück Land umpflügen.

Thomas Happel nimmt das gerne für den ganzen Spaß, den sie bringen, in Kauf, setzt regelmäßig sein Freigehege um und weiß auch wie er sie einzufangen hat, indem er sie mit Körnern anlockt und dann flink „einkas - siert“. Im Winter sind sie dann im alten Kuhstall untergebracht, wo sie unermüdlich Höhlen und Gänge im Stroh bauen. Warum sich Thomas Happel 2012 für Rhönkaninchen entschieden hat? „Ich bin nun mal ein waschechter Rhöner, da wollte ich auch etwas Rhön-typisches halten.“

Kontakt: Thomas Happel, August-Spiegel-Straße 2, 36115 Wüstensachsen, Tel.: 06683-919230