Deutscher Name
Baumpieper
Lateinischer Name
Anthus trivialis
Kurzbeschreibung

Der spatzengroße Baumpieper ist optisch ein recht unauffälliger Bodenbrüter. Charakteristisch ist sein sturzflugartiger Singflug ausgehend von hohen Baum- oder Strauchspitzen. Dabei steigt er zunächst stumm weit über die Singwarte hinaus auf und startet am höchsten Punkt, kurz bevor der Abstieg beginnt, mit seinem Gesang. Dabei lässt er sich mit ausgebreiteten Flügeln und gespreiztem Schwanz wie ein Fallschirm fallen, um dann wieder auf der Baumspitze zu landen.

Wie sieht es aus?

14-16 cm groß. Diffus gestreiftes gelb- bis olivbraunes Gefieder auf der Oberseite, rahmfarben bis gelbliches Gefieder auf der Unterseite mit gestreifter Brust und Kropfseiten. Augenstreif über den Augen nicht immer deutlich zu erkennen. Stark gekrümmte Hinterkralle.  

Welchen Lebensraum bewohnt es?

Der bodenbrütende Baumpieper bevorzugt lockere Waldränder, Einzelbäume und -sträucher als Singwarten. Für die Nahrungssuche und als Neststandort benötigt er offene Flächen mit hoher Vegetation. Das napfförmige Nest wird beispielsweise in Grasbüscheln oder Farnen angelegt.

Wo kommt es bei uns vor?

Neben aufgelockerten, sonnigen Waldrändern, Kahlschlägen, Aufforstungsflächen und Waldlichtungen als wichtigste Bruthabitate nutzen Baumpieper auch Heiden, Weinberge und Moore, sofern diese ausreichend Baumbestand und eine dichte Krautschicht aufweisen.

Noch was Wissenswertes

Der Baumpieper ernährt sich überwiegend von kleinen Raupen, Spinnen und Insekten. Sein Gesang ist eine aneinandergereihte Folge von Lauten. Es beginnt mit einem abfallenden „zi-zi-zi“, das in pfeifende „wiswiswis“-Laute mit einem kleinen Überschlag am Ende übergeht und mit rau gezogenen „zjia zjia zjia“-Lauten endet. Sein Ruf ist ein scharfes „sphiz“.

Durch den Wandel der Fortwirtschaft verbunden mit der Umwandlung naturnaher Mischwälder in Nadelholzkulturen, der Trockenlegung von Mooren und der Aufforstung ertragsarmer Flächen, ist der Baumpieper inzwischen in seinem Bestand gefährtet. 

Quellen: NABU, Wikipedia