Streuobstwiese - Was ist das?

Die Streuobstwiesen der Rhön besitzen einen kulturhistorischen Wert. Aber auch die Artenvielfalt auf einer Streuobstwiese ist erstaunlich. Die Nutzung erfolgt über das ganze Jahr. Als Viehfutterspender im Frühjahr und Sommer, im Herbst freuen sich nicht nur die Menschen über die reifen Früchte. Schmetterlinge werden vom süßen Duft des Obstes angelockt. Durch das Fallobst bekommen Bienen, Wespen, Schlupfwespen, Ameisen und Fliegen Nahrung und Lebensraum.


Auf Grund dessen besuchen Vögel und Igel während der Obstzeit die Streuobstwiese sehr gern. Und nicht zuletzt tummeln sich auf einem Obstbaum bis zu 320 verschiedene Tierarten, außerdem viele Algen, Moose, Pilze und Flechten, vorhanden. Selbst im Winter bietet die Streuobstwiese noch Futter: Überwinternde Tiere halten sich an, am Baum verbliebenen, Äpfel oder Birnen schadlos oder graben gefrorene Früchte aus dem Schnee aus.

Wer macht's?

Kindergärten (nur Vorschulkinder) Grundschulen 1. – 4.Klasse (Gruppenstärke entspricht einer Klasse)
Wir werden Naturerlebnisspiele auf der Streuobstwiese durchführen, Erkunden, Bestimmen und Vertiefen der Tierarten, der Pflanzenvielfalt, Kennenlernen der Obstbäume, ihrer Wuchsform durch zeichnen, nachspüren mit den Armen, vergleichen und visuelle Eindrücke sammeln.

Und was geht mich das an?

Wir kommen mit unserem Umweltbildungsteam an einen Ort innerhalb des Bayerischen Biosphärenreservates, den wir individuell absprechen. Die Dauer ist von 9:00 - 11:30 , das Angebot ist kostenfrei. Je Vormittag arbeiten wir mit einer Gruppe. Vorzugsweise im Herbst – zur Erntezeit, aber auch in Verbindung mit dem Thema Wiese in der Frühlings- und Sommerzeit.

Wo? Wie lang? Was sind die Kosten?

Anmeldung über das Biosphärenzentrum "Haus der Langen Rhön". Das Angebot startet ab der Thüringer Hütte und ist kostenfrei. Die Schüler benötigen der Witterung angepasste Kleidung und Proviant. Die Dauer des Programmes beträgt je nach Absprache zwischen drei und viereinhalb Stunden.