Deutscher Name
Steinschmätzer
Lateinischer Name
Oenanthe oenanthe
Kurzbeschreibung

Die öden unfruchtbaren Landschaften mit Steinbrüchen, Ziegeleien, großen Steinhafen und dergleichen sind die Orte, wo man die Steinschmätzer früher häufig antraf und ihre schmatzenden oder schnalzenden Töne hören kann. Von diesen ist der Name des Vogels hergeleitet, der in den Mundarten unter anderem als Steinfletschker, Steinpicker oder auch Steinrutscher bezeichnet wird.

Wie sieht es aus?

Im Prachtkleid (Frühjahr und Sommer) zeigt das Männchen einen schwarzen Augenstreifen, welcher sich deutlich von ihrem grauen Scheitel und grauen Rücken absetzt. Dabei wirkt der schwarze Augenstreifen wie die farbliche Verlängerung des ebenfalls schwarzen Schnabels und wird oben von einem weißen Streifen eingerahmt. Die Färbung der Brust des 14 bis 16 cm großen Vogels ist ockerfarben, die des Bauches weiß und des Flügels schwarz. Die Unterschiede im Erscheinungsbild von Männchen und Weibchen sind gering, was im Schlichtkleid beider Geschlechter noch weniger deutlich ist. Die Flügel des Weibchens sind eher braun und der Augenstreifen schwächer gefärbt.

Welchen Lebensraum bewohnt es?

Steinschmätzer sind in den Gebirgen Europas verbreitet und bevorzugen dabei offenes, felsiges Gelände.

Noch was Wissenswertes

Steinschmätzer sind Langstreckenzieher, die im Direktflug bis zu 3,000 km über den offenen Atlantik überwinden können um von den Brutgebieten Grönlands zu den Überwinterungsgebieten südlich der Sahara zu gelangen. Dabei sind sie von März bis Mai und August bis Oktober in ihrem Zug zu beobachten.

In Deutschland ist der Steinschmätzer vom Aussterben bedroht.

Quelle: LBV