Deutscher Name
Gewöhnliche Osterluzei
Lateinischer Name
Aristolochia clematitis
Kurzbeschreibung

"Osterluzei wird wegen der Giftigkeit heute in der Schulmedizin und Volksheilkunde nicht mehr verwendet. Dabei war sie seit altägypischer Zeit eine begehrte Heilpflanze. Sie wirkt immunstimulierend und diente vor allem als Wundheilmittel. Daneben galt sie stets auch als Zauberpflanze und ist noch heute Bestanteil der geweihten Maria-Himmelfahrts-Sträuße," schrieb "Der Kosmos - Tier- und Pflanzenführer".

Wie sieht sie aus?

Die Osterluzei ist eine aufrechte bis zu einem Meter hohe Pflanze mit großen herzförmigen Blättern. Die Blüten sind eher unauffällig gelbgrün gefärbt und an den Blattachsen entspringend. Die Einzelblüte ist zu einem 10 cm langen Röhrenkolben geformt, der in einer ausladenden Lippe mündet. Sie blüht von Mai bis September und verbreitet einen leicht obstartigen Geruch.

In welchem Lebensraum wächst sie?

In lichten Wäldern, alten Weinbergen, an Mauern und sonnigen Heckenlagen.

Wo kommt sie bei uns vor?

Sie wächst auf mäßig trockenen, kalk- und nährstoffreichen Böden. Dort bevorzugt sie wärmere Lagen und ist ein Anzeiger für ehemaligen Weinbau.

Noch was Wissenswertes

Als alte Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum ist die Osterluzei in den warmen Weinbaugebieten verwildert und eingebürgert. Wie viele andere Arzneipflanzen ist auch die Osterluzei giftig. Besonders geschätzt wurde sie als Mittel gegen Schlangenbisse. Auch als Wundheilmittel, gegen Fieber und Frauenbeschwerden wurde sie eingesetzt.