Deutscher Name
Gelber Frauenschuh
Lateinischer Name
Cypripedium calceolus
Kurzbeschreibung

"Die Unterlippe der Blüte wirkt wie eine Fallgrube. Insekten, die nach Nektar suchen, purzeln hinein. Um aus dem rutschigen Inneren hinauszukommen, müssen sie sich duch ene Öffnungen hinauszwängen. Dabei laden sie mitgebrachten Blütenstaub ab oder nehmen neuen mit,"  schreibt Franz Hecker in seinem Tier- und Pflanzenführer "Der Kosmos".

Wie sieht sie aus?

Die Stängel des Gelben Frauenschuh sind einzeln bis büschelig angeordnet und an ihrem Grund wachsen 1 bis 2 Grundblätter. Die 2 bis 4 Stängelblätter sind hellgrün und an den Blattnerven behaart. Meist stehen ein oder zwei Blüten in einem Blütenstand, selten auch drei. Die vier äußeren Perigonblätter des Gelben Frauenschuh sind purpurbraun, während die Lippe zu einem gelben „Schuh“ verwachsen ist. Der Gelbe Frauenschuh hat die größten Blüten unter den Europäischen Orchideenarten. Sie blüht von Mitte Mai bis Ende Juni.

In welchem Lebensraum wächst sie?

Wald, Gebüsch

Wo kommt sie bei uns vor?

Auf kalkhaltigem, basischem Untergrund ist sie bevorzugt zu finden. Sie wächst im Halbschatten auf trockenen bis frischen Standorten mit Lehm- und Tonböden.

Noch was Wissenswertes

Der Frauenschuh als eine der bekanntesten heimischen Orchideenarten ist in der Roten Liste als gefährdet eingestuft. Die Bestände in der Rhön gehen stark zurück. Sie darf auf keinen Fall gepflückt oder gar ausgegraben werden!