Deutscher Name
Uhu
Lateinischer Name
Bubo bubo
Kurzbeschreibung

Die allermeisten Bezeichnungen des Uhu gehen auf die unheimlichen Rufe zurück, die er des Nachts von sich hören lässt. In älteren Sprachperioden sind die Lautformen 'Huhu' und 'Schuhu' vorzufinden.

Wie sieht es aus?

Der Uhu ist die größte Eule Europas, das Weibchen ist beinahe Steinadler-groß! Der Uhu hat einen massigen Körper, einen breiten Kopf mit charakteristischen Federohren und großen, orangegelben Augen. Die Färbung ist oberseits rostbraun mit dunkler Fleckung und Bänderung, bauchseitig etwas heller rostfarben mit dunkleren Längsflecken und feiner Querzeichnung. Singende Männchen exponieren den weißen Kehlfleck.

Welchen Lebensraum bewohnt es?

Der Lebensraum des Uhus ist sehr variabel; von mediterranen Strauchgesellschaften (Macchien) über Wald- und Grassteppen, bis zu borealen Nadelwäldern. Er bevorzugt in Mitteleuropa möglichst reich gegliederte Landschaften mit Felsen, Wäldern, Freiflächen und Gewässern. Sie brüten meist in Felswänden oder moderat bewachsenen Steilhängen, als Sekundärhabitat aber auch gerne in Steinbrüchen. Fehlen geeignete Felsen, werden verlassene Greifvogelhorste oder zur Not auch Mulden am Boden angenommen. Sehr störungsempfindlich!

In etwa 20 Unterarten ist der Uhu in großen Teilen Europas und Asiens verbreitet, ostwärts bis Sibirien und Sachalin, südöstlich bis Arabien, Indien und Südchina. In Europa ist er in Nordwestfrankreich, den britischen Inseln, auf Island sowie auf den meisten Mittelmeerinseln nicht verbreitet.

Wo kommt es bei uns vor?

Der Uhu ist ein Standvogel, der bevorzugt in reich strukturierten Landschaften jagt.

Die Brutplätze finden sich vor allem in Felswänden und Steilhängen und in alten Greifvogelhorsten, seltener an Gebäuden oder auf dem Boden.

Noch was Wissenswertes

Ihre Hauptbeute sind Säugetiere bis Hasengröße sowie kleinere und mittelgroße Vögel. Gelegentlich werden aber auch Fische, Amphibien oder Reptilien erbeutet.

Geschlechtsreif sind Uhus frühestens im zweiten (bei erfolgreichen Bruten) aber meist erst ab dem dritten Lebensjahr. Paar- und Revierbildung finden schon während der Herbstbalz statt, die eigentliche Balz ist im Februar/ März.Die Brut beginnt ab Ende Februar, meist erst Mitte März. Die Brutdauer beträgt ca. 34 Tage. Die Nestlingszeit beträgt je nach Brutplatz 3 1/2 (Bodenbrut) bis 10 (exponierte Felsnischen) Wochen. Anschließend gibt es eine zwei- bis dreimonatige Führungszeit, in der die Jungvögel die komplexen Jagdtechniken erlernen. Die Auflösung des Familienverbands erfolgt frühestens ab August.

Quelle: LBV