Deutscher Name
Neuntöter
Lateinischer Name
Lanius collurio
Kurzbeschreibung

Der Volksglaube gab dem Neuntöter seinen Namen. Er würde nicht fressen, bevor er denn "neunerley todt gemachet", also neunmal Beute gemacht hat. Entsprechend klingen auch viele Namen im Volksmund: Dornwürger, Dorntrampler oder Dorngreuel. Auch unter dem Namen Rotrückenwürger ist er bekannt.

Wie sieht es aus?

Männchen hat einen rotbraunem Rücken, Scheitel und Nacken hellgrau, schwarzweißer Schwanz, Unterseite leicht rosa. Weibchen (und auch Jungvögel) braun, wellenförmige Brustbänderung. Leiser, angenehmer Gesang, gleicht einem „Plaudern“ versetzt mit Imitationen.

Welchen Lebensraum bewohnt es?

Er besiedelt gut überschaubares, sonniges Gelände, welches offene Bereiche mit niedrigem oder kargem Bewuchs (z. B. Staudenfluren, Wiesen, Trockenrasen) im Wechsel mit versprengten Hecken oder Gehölzen mit weniger als 50 Prozent Deckung aufweist. Als Warten zur Ansitzjagd und Revierbeobachtung sowie als Neststandort benötigt er ein bis drei Meter hohe Sträucher. Er bevorzugt Dornsträucher wie Schlehen, Weißdorne oder Heckenrosen.

Der Neuntöter besiedlet gerne heckenreiches Grün- und Weideland, teilentwässerte Moore mit Dammkulturen, Obstgärten sowie Lichtungen, Feuchtbrachen, Windwurf- und Kahlschlagflächen oder Jungpflanzungen innerhalb von Wäldern. Waldränder oder Lichtungen, insbesondere feuchte Standorte, also z. B. Säume von Erlenbrüchen oder Weidenwäldern sind für ihn wichtig.

Wo kommt es bei uns vor?

Langstreckenzieher, überwintert im südlichen Teilen Afrikas, Bestand in Deutschland nicht gefährdet und weitgehend stabil.

Noch was Wissenswertes

Seine Vorliebe als Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten (Käfer, Heuschrecken, Fluginsekten), ferner: Kleinsäuger (junge Feldmäuse), selten: Jungvögel

Der Neuntöter spießt größere Beutetiere (meist Insekten) auf Dornen, Äste und Stacheln auf. Dies dient sowohl als Hilfe bei der Zerkleinerung, als auch als Vorratslager.

Langstreckenzieher, überwintert im südlichen Teilen Afrikas, Bestand in Deutschland nicht gefährdet und weitgehend stabil.

Quelle: LBV