Deutscher Name
Mopsfledermaus
Lateinischer Name
Barbastella barbastellus
Kurzbeschreibung

Die Mopsfledermaus,  auch Westliche Mopsfledermaus genannt, gehört innerhalb der Fledermäuse zu den Glattnasen und ist leicht von anderen europäischen Arten zu unterscheiden.

Wie sieht es aus?

Die Mopsfledermaus ist mittelgroß und sehr dunkel gefärbt, fast schwarz. Sie hat ein langes seidiges Fell mit hellen Haarspitzen und bekommt dadurch einen silbernen Schimmer. Ihre Ohren sind kurz und breit und berühren sich auf der Stirn, was ihr einen mopsartigen Gesichtsausdruck verleiht. Die Ortungsrufe wechseln zwischen höheren (um 35 - 40 kHz) und tieferen Rufen (um 25 - 28 kHz).  

Welchen Lebensraum bewohnt es?

In Wälder und Waldränder, jagt oft entlang von Baumkronen.

Im Sommer inSpalten mit Bauch- und Rückenkontakt an Gebäuden (z.B. hinter Fensterläden und Holzverkleidungen) oder hinter abstehender Rinde an absterbenden Bäumen.

Im Winter inHöhlen oder unterirdische Gewölbe alter Festungsanlagen, Keller und Stollen.

Wo kommt es bei uns vor?

In Nord- und Ostbayern sowie in den Alpen regelmäßig anzutreffend, sonst vielerorts noch selten. In ganz Bayern sind nur etwa 40 Wochenstuben bekannt. Viele dieser Kolonien wurden erst in den letzten Jahren in Ostbayern entdeckt.

Noch was Wissenswertes

Das größte in Mitteleuropa bekannte Winterquartier der Mopfsfledermaus - mit neuerdings wieder über 500 Tieren - liegt in einem Stollen im Bayerischen Wald. 1960 waren hier noch knapp 4000 Tiere zu finden. Die Spezialisierung auf Rindenquartiere bewirkt, dass die Mopfsfledermaus im Sommer nur in Wäldern mit hohem Alt- und Totholzanteil leben kann.

Quelle: LBV