Deutscher Name
Braunkelchen
Lateinischer Name
Saxicola rubetra
Kurzbeschreibung

Das Braunkehlchen kehrt im April aus seinem Winterquartier im subtropischen Afrika in sein europäisches Brutgebiet zurück. Dieser sperlingsgroße Singvogel kann als europäische Vogelart bezeichnet werden, da sein Hauptverbreitungsgebiet im Sommer in fast ganz Europa liegt.

Wie sieht es aus?

Der kleine Singvogel ist kleiner als der Haussperling. Er erreicht eine Körperlänge von etwa 12 bis 13 Zentimeter, wobei auffällt, dass der Schwanz im Verhältnis zum Körper ziemlich kurz geraten ist.

Oberseite kontrastreich braunfleckig, markanter heller Überaugenstreif, dunkle Wangen, Brust orangebraun; Weibchen im Allgemeinen heller.

Welchen Lebensraum bewohnt es?

Braunkehlen sind typische Bewohner ausgedehnter Wiesenflächen, Feuchtwiesen und Verlandungsflächen. Die Vögel, die einst diese Biotope häufig besiedelten, haben in den letzten Jahrzehnten dramatisch abgenommen. Die erhebliche Reduzierung des Grünlandes zugunsten von Ackerland, oft zu frühe Mahdtermine der noch vorhandenen Wiesen und die Verluste beim Zug der Vögel sind nicht unerheblich.

Die Erhaltung der Habitatstrukturen in den Brutgebieten sowie die Vergrößerung solcher Flächen und ihre ordnungsgemäße Bewirtschaftung sind die vordringlichsten Naturschutzaufgaben.

Wo kommt es bei uns vor?

Braunkehlchen benötigen höhere Strukturen, wie z.B. Hochstaudengewächse oder Zaunpfähle und erhöhen die Attraktivität eines Lebensraumes. Sie sind wichtig für Jagd, Reviergesang und Nestanflug.

Als Bewohner strukturreicher Wiesen und Weiden gehört das Braunkehlchen zu den Arten, die ganz besonders unter der Nutzungsintensivierung in unserer Kulturlandschaft leiden. Im NESCO-Biosphärenreservat Rhön ist das Braunkehlchen auf den ausgedehnten, extensiv genutzten Wiesenflächen, auch bis in die höchsten Lagen, ein häufiger Brutvogel.

Noch was Wissenswertes

Die Reviere der Vögel werden bevorzugt im April besetzt. Ein bis zwei Jahresbruten mit jeweils bis zu 6 Jungen sind möglich. In Kraut- und/oder Zwergstrauchschichten werden die Nester angelegt. Eine gute Deckung ist erforderlich. Für die Nahrungssuche benötigt das Braunkehlchen jedoch Stellen mit niedriger und lückiger Vegetation, die zusätzlich sogenannte „Ansatz- oder Singwarten“ wie sperrige Kräuterstengel, Schilfhalme, Zäune oder einzelne Gehölze aufweisen. Die Nahrung des Braunkehlchens besteht aus Insekten, Spinnentiere, kleine Schnecken und Würmer; im Herbst auch Samen und Beeren.

Quelle und weitere Informationen: LBV