Deutscher Name
Schwarzspecht
Lateinischer Name
Dryocopus martius
Kurzbeschreibung

Der Schwarzspecht baut unter den Spechten die größten Höhlen und erschließt als Pionier des Waldes vielen anderen Höhlenbrütern wie Hohltaube, Waldkauz, Raufußkauz, Dohle und für den Baummarder den Wald. Weitere Nachmieter sind Star, Siebenschläfer, Fledermäuse, Hornissen und Wildbienen.

Wie sieht es aus?

Er ist der größte europäische Specht und erreicht die Grösse einer Krähe. Ihn zeichnet ein glänzend schwarzes Gefieder aus. Die Federn des männlichen Vogels sind auf dem Oberkopf leuchtend rot gefärbt, während sich diese Rotfärbung beim Weibchen nur am Hinterkopf befindet.

Welchen Lebensraum bewohnt es?

Ein Brutpaar benötigt in Mitteleuropa eine Waldfläche von ca. 250 – 400 ha. Deutschland beherbergt den zweitgrößten Brutbestand Europas und trägt damit eine besondere Verantwortung für die Art.

Wo kommt es bei uns vor?

Der unter Naturschutz stehende Schwarzspecht besiedelt auch die größeren Waldgebiete im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön.

Noch was Wissenswertes

Schwarzspechte brüten in Nadel- und Mischwäldern, wo sie in starken Baumhölzern jährlich ihre Höhlen neu errichten. Schwarzspecht Männchen und Weibchen legen gemeinsam die Bruthöhle an. Der männliche Vogel beteiligt sich am Brutgeschäft. Wenn während der Nacht das Männchen brütet, übernachtet das Weibchen in oft weiter vom Brutbaum entfernt liegenden Höhlen.

Der Schwarzspecht lebt während des Frühjahrs, Sommers und Herbstes vor allem von holz- oder totholzbewohnenden Insekten, deren Gänge und Nester mit wuchtigen Schlägen freigelegt werden. Im Spätherbst und Winter werden vor allem die Nester von Waldameisen aufgesucht, deren Haufen er öffnet und ausbeutet.