Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de Biosphärenreservat Rhön de-DE Biosphärenreservat Rhön Wed, 27 Jan 2021 17:51:11 +0100 Wed, 27 Jan 2021 17:51:11 +0100 TYPO3 EXT:news news-1981 Tue, 26 Jan 2021 20:07:17 +0100 Anträge bis 1. März: Regionalbudget fördert auch 2021 wieder Kleinprojekte in der Hessischen LEADER-Region Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/antraege-bis-1-maerz-regionalbudget-foerdert-auch-2021-wieder-kleinprojekte-in-der-hessischen-leader/ Ob neue Geräte für Kinderspielplätze, die technische Ausstattung von Dorfgemeinschaftsräumen, Geräte für Sportvereine, ein Tipi auf dem Zeltplatz in Kleinsassen oder Infotafeln zur Kulturgeschichte oder zum Landschaftsraum: Im Jahr 2020 konnten mit dem Regionalbudget in der Hessischen Rhön 27 kleine Projekte mit einer Summe von insgesamt fast 170.000 Euro gefördert werden. An die Erfolgsgeschichte des Regionalbudgets will der Verein Natur- und Lebensraum e.V. (VNLR) in diesem Jahr anschließen. Bis zum 1. März können Anträge eingereicht werden. Das Regionalbudget wird finanziert vom Bund und dem Land Hessen sowie zu 10 Prozent der Fördersumme mit Eigenmitteln des VNLR.

Wichtige Schwerpunkte werden auch diesmal auf die Förderung von Einrichtungen für Kinder und Jugendliche und die Stärkung ehrenamtlicher und gemeinwohlorientierter Kultur- und Freizeitangebote gelegt. Gefördert werden Investitionen in Ausstattung, Maschinen, kleine bauliche Maßnahmen oder Dienstleistungen und Sachausgaben.

Die Gesamtkosten pro Antrag müssen mindestens 1.000 Euro und dürfen maximal 20.000 Euro betragen. Der Förderzuschuss beläuft sich auf 80 Prozent der förderfähigen Bruttokosten. Antragsteller können nur Vereine und Initiativen aus einer der Städte und Gemeinden der Hessischen LEADER-Region Rhön sein: Burghaun, Gersfeld, Dipperz, Ebersburg, Ehrenberg, Eiterfeld, Hilders, Hofbieber, Hünfeld, Nüsttal, Poppenhausen (Wasserkuppe), Rasdorf und Tann.

Die geförderten Projekte müssen innerhalb weniger Monate umsetzbar sein. Und, ganz wichtig: Die Umsetzung der Maßnahme darf noch nicht begonnen haben. Sie muss vom Antragsteller vorfinanziert werden. Ein Anspruch auf Förderung ist ausgeschlossen.

Bis zum 1. März 2021 können Anträge beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V. eingereicht werden. Die Unterlagen sind bei der Geschäftsstelle des VNLR in Hilders oder online zum Download (hier) erhältlich. Gern berät Sie auch das Regionalmanagement des VNLR (Ute Raband, Telefon (06681) 91745 15, E-Mail: ute.raband@vnlr.de).

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Ansprechpartner VNLR
news-1980 Tue, 26 Jan 2021 19:47:33 +0100 Fördermaßnahmen, Biodiversitätsprojekt, Umzug: Verein Natur- und Lebensraum Rhön blickt zurück auf 2020 https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/foerdermassnahmen-biodiversitaetsprojekt-umzug-verein-natur-und-lebensraum-rhoen-blickt-zurueck-auf-2/ Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie blickt der Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V., Trägerverein des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön auf Hessischer Seite, auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurück. Der Verein hat nun seinen Jahresbericht veröffentlicht. Das Corona-Jahr 2020 hat auch beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. (VNLR) tiefe Spuren hinterlassen. 2020 war das Jahr der ausgefallenen Termine: Regionalmessen, Jubiläen, Hessentag, Schäfereiexkursion u.v.m. mussten abgesagt werden. Auch die Gremienarbeit im Verein hat erheblich gelitten. Viele Beschlüsse mussten im Umlaufverfahren getroffen werden. Damit blieben nicht zuletzt persönliche Gespräche, wichtige Diskussionen und die Abwägung der unterschiedlichen Standpunkte auf der Strecke. Manche Projekte verzögerten sich. Zumindest konnte aber im Herbst noch eine Mitgliederversammlung durchgeführt werden. Dennoch wurde, so betont der 1. Vorsitzende Dr. Hubert Beier, auch und trotz Corona in 2020 viel erreicht. Einige Beispiele werden vom Verein als besonders beispielhaft benannt:

LEADER-Regionalförderung

Trotz Pandemie verzeichnete die Regionalmanagerin des VNLR, Ute Raband, eine große Nachfrage von potentiellen Projektträgern und Antragstellern. Mehr als 50 Förderprojekte wurden beraten. Zehn Projekte konnten mit einer Gesamtfördersumme von über 1 Mio. € einer Bewilligung zugeführt werden.

Auch beim Blick auf die gesamte Förderperiode 2014 – 2020 sind die Verantwortlichen beim VNLR stolz auf das Erreichte. Mit Stand 15.12.2020 wurden beim Verein knapp 2,8 Mio. € LEADER-Mittel gebunden. Damit liegt der VNLR rund 30 % über den ursprünglich zugewiesenen Mitteln für die gesamte Förderperiode. Hessenweit belegt die Rhön damit Platz 2 der gebundenen LEADER-Mittel.

Eine aktuelle Prüfung des Regionalmanagements im Dezember durch die WiBank Hessen bescheinigte dem Verein zudem eine vollständig beanstandungsfreie Arbeit.

Regionalbudget

Neben LEADER gehörte die Umsetzung des Regionalbudgets zu den Herausforderungen des Jahres 2020. Rund 170.000 € Fördermittel konnte der VNLR im vergangenen Jahr an Vereine und Kommunen weitergeben. Profitiert haben letztendlich 27 kleinere gemeinwohlorientierte Projekte, die jeweils mit einer 80 Prozent Förderung unterstützt wurden. Was das Regionalbudget ausmacht, sind ein vergleichsweise geringer bürokratischer Aufwand und die Stärkung heimischer Vereine sowie der sozialen Infrastruktur in den Kommunen. Gefördert wurden z. B. technische Ausstattungen für Sportvereine, Uniformen für eine Musikkapelle, Kinderspielplätze, ein Bauwagen für einen Waldkindergarten, aber auch die technische Aufwertung eines dörflichen Gefrierhauses. Besonders die geförderten Vereine bestätigen, dass sie mit dem Regionalbudget Investitionen tätigen konnten, die sie ohne die Förderung nicht oder erst viel später hätten umsetzen können. Dies gilt vielerorts auch dort, wo mit den Auswirkungen der Pandemie dem ein oder anderen Verein wichtige Einnahmequellen wegbrechen und gleichzeitig die Sorgen bzgl. der Finanzierung laufender Kosten steigen. Beim VNLR geht man aktuell davon aus, das Bund und Land auch in 2021 ein Regionalbudget zur Verfügung stellen werden.

Biodiversitätsprojekt Vielfältiges Fuldaer Land

Ein weiterer Meilenstein in 2020 war die Fertigstellung des Antrags für ein Biodiversitätsprojekt beim Bundesamt für Naturschutz (BfN). Die Landwirtschaftsberaterin Janet Emig hat dieses Projekt über Jahre vorbereitet, immer wieder abgestimmt und landkreisweit in die verschiedensten Gremien hinein kommuniziert. Landrat Bernd Woide hat nun zugestimmt, dass der Landkreis als Antragsteller des 3,1-Millionen-Projekts fungiert und der VNLR mit der Umsetzung betraut wird.

Mit dem Projekt soll insbesondere der Insektenschutz gefördert werden. Schwerpunkte des Projektes werden die Beratung der landwirtschaftlichen Betriebe und der Kommunen sowie Bildungs- und Schulungsangebote für die Bürgerschaft sein. Für die Projektvorbereitung konnte der Verein auf finanzielle Unterstützung des Umweltministeriums und der Biosphärenreservatsverwaltung zurückgreifen.

Wollpellets, Rhönschaf-Genießerwochen und Heumilch

Exemplarisch verweist der Geschäftsführer des Vereins, Martin Kremer, auf drei weitere Projekte im landwirtschaftlichen Bereich, die sich gut entwickeln und maßgelblich ebenfalls von Janet Emig betreut werden. So nimmt das Projekt der Düngepellets aus Schafwolle Fahrt auf. Gemeinsam mit den Schäfern der Region, der Rhön GmbH, dem Biosphärenreservat und einem Hersteller werden aktuell 2 t Rohwolle zu kleinen Wollpellets zu verarbeiten, die sowohl im Garten wie auch bei den Topfpflanzen auf der Fensterbank als Dünger zum Einsatz kommen können. Da Schafwolle inzwischen quasi wertlos ist, als Schlachtabfall gilt und kaum noch sinnvolle Verwendungen für Schafwolle bestehen, ist die Verwendung als Dünger eine Option, um Schäfern noch einen Erlös für die anfallende Wolle zu sichern.

Überaus erfolgreich waren auch die dritten Rhönschaf-Genießerwochen. Schäfer, Gastronomie, Metzger, Rhön GmbH und VNLR arbeiten hier eng zusammen. Die Nachfrage bei den Verbrauchern ist sehr gut und immer wieder waren im Herbst 2020 in einigen Restaurants die Lammgerichte ausverkauft. Schäfer und Gastronomie zeigen sich begeistert und zufrieden.

Gemeinsam mit der Ökomodellregion Landkreis Fulda wirbt der VNLR seit Jahren für ein Heumilchprojekt. Ziel ist die Trocknung von Gras in einem schnellen, schonenden Verfahren, um insbesondere das für die Milcherzeugung wichtige Eiweiß zu erhalten und ein hochwertiges regionales Futter zu gewinnen. Eine erste Anlage befindet sich in Mahlerts im Aufbau. Da bei der Heumilch auf die Fütterung von Soja verzichtet wird und sich die Heumilch einer stetig wachsenden Beliebtheit beim Verbraucher erfreut, verspricht man sich beim VNLR wirtschaftliche Chancen für die heimische Landwirtschaft.

Umzug von der Wasserkuppe nach Hilders

Als ein Kraftakt für die Geschäftsstelle erwies sich im Juni 2020 der Umzug von der Wasserkuppe nach Hilders. Rund 500 Umzugskartons wurden beim VNLR ein- und ausgepackt, Möbel abgebaut, verladen und neu aufgebaut. Der Umzug, so betont der Geschäftsführer, hat sich für den VNLR gelohnt. Die Büros sind großzügig und hell, und auch von Hilders lassen sich die Projekte gut betreuen. Ebenfalls wird am neuen Standort die bewährte Zusammenarbeit mit der Verwaltung des Biosphärenreservats nahtlos fortgeführt.

Bildungsurlaub, Freizeiterlebnisangebot und Umweltpraktikanten

Zur Bilanz des Jahres 2020 gehört der erfolgreich durchgeführte Bildungsurlaub, der gemeinsam mit der Heimvolkshochschule Burg Fürsteneck angeboten und durchgeführt wurde. Behandelt wurden die Themen Landwirtschaft, Naturschutz und Regionalentwicklung im Biosphärenreservat. Auch für 2021 wird dieser Bildungsurlaub wieder in das Programm von Fürsteneck aufgenommen.

In der Fertigstellung befindet sich eine Neuauflage des „Freizeit und Erlebnisangebotes“, mit welchem der VNLR für die Natur- und Landschaftsführer, Gästeführer, Sternen- und Moorführer oder auch das Projekt „Bauernhof als Klassenzimmer“ werben möchte.

Nicht zuletzt war der VNLR auch in 2020 wieder Anlaufpunkt für zahlreiche studentische Praktikanten und Praktikantinnen. Insbesondere das von der Commerzbank finanziell geförderte Praktikum für die Umwelt erfreut sich einer großen Nachfrage. Für den Zeitraum von sechs Monaten haben Umweltpraktikantinnen letztes Jahr aktiv die verschiedenen Projekte im VNLR unterstützt.

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Ansprechpartner VNLR
news-1978 Mon, 25 Jan 2021 17:49:35 +0100 Mit dem digitalen Wanderführer in die Zukunft: Alvaro Sanchez ist neuer Wanderwegekoordinator beim NBR https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/mit-dem-digitalen-wanderfuehrer-in-die-zukunft-alvaro-sanchez-ist-neuer-wanderwegekoordinator-beim-n/ Premiumwege, Rhön-Rundwege, Pilgerwege, Rhönklub-Fernwanderwege – es gibt etliche Pfade, auf denen Naturliebhaber die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt der Bayerischen Rhön entdecken können. Natürlich müssen all diese Wege mit einer Streckenlänge von insgesamt rund 3.500 Kilometern beschildert und gepflegt, weiterentwickelt und digitalisiert werden. Für die Rhöner Premiumwege ist der Wanderwegekoordinator zuständig. Ein wichtige Position also, die nun neu besetzt wurde: Seit September 2020 ist Alvaro Sanchez beim Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. (NBR) als Wanderwegekoordinator beschäftigt. Der 34-Jährige wurde in Cádiz (Spanien) geboren. Er hat an der dortigen Universität Umweltwissenschaften studiert und im Bereich Management & Naturschutz seinen Master-Abschluss gemacht. Vor rund drei Jahren zog es Alvaro Sanchez aus privaten Gründen nach Deutschland, genauer: nach Unterfranken. „Dass wir ihn nun als Wanderwegekoordinator gewinnen konnten, ist ein Glücksfall, denn Herr Sanchez ist nicht nur fachlich kompetent, sondern auch sehr engagiert“, freut sich Klaus Spitzl, Geschäftsführer des NBR.

Ein Schwerpunkt von Sanchez‘ Arbeit ist es, die Geodaten der Wanderwege-Infrastruktur zu dokumentieren. Denn heutzutage haben nur noch wenige Wanderer eine „analoge“ Karte im Rucksack. Stattdessen geht es mit einem GPS-Gerät oder dem Smartphone auf Tour: Darauf können Wanderrouten geplant und abgerufen werden, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie Sehenswürdigkeiten inklusive. „Damit den Nutzern all diese Informationen zuverlässig zur Verfügung stehen, muss der Wanderwegekoordinator viel Vorarbeit leisten“, erklärt Klaus Spitzl und Alvaro Sanchez ergänzt: „Jeder Weg wird in ein geographisches Informationssystem übertragen und so visualisiert. So entsteht Stück für Stück ein digitaler Wanderführer.“

Wander-Boom durch Corona

Aktuell ist wandern so gefragt wie nie: „Durch Corona haben wir in der Rhön einen regelrechten Wander-Boom erlebt“, sagt Landrat Thomas Bold, der zugleich erster Vorsitzender des NBR ist. „Die Menschen haben Deutschland als Reiseziel wiederentdeckt, und da ist gerade die Rhön durch ihre abwechslungsreiche und zugleich faszinierende Landschaft natürlich besonders interessant.“ Der Landrat rechnet damit, dass die Bedeutung der Rhön als Erholungsgebiet und Urlaubsregion in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen wird. „Umso wichtiger ist es, dass wir gut beschilderte und attraktive Wanderwege bieten, denn nur so können wir die Besucherinnen und Besucher lenken und legen damit den Grundstein für nachhaltigen Tourismus. Die schonende Nutzung unserer wertvollen Natur ist dabei von besonderer Bedeutung.“

Der Wunsch der Menschen nach Erholung in der Natur auf der einen Seite, der Schutz der sensiblen Flora und Fauna im UNESCO-Biosphärenreservat auf der anderen Seite – beides möchte der NBR miteinander in Einklang bringen. „Und da spielt eben das geographische Informationssystem eine wichtige Rolle“, so Klaus Spitzl. Tatsächlich ist die Besucherlenkung in allen deutschen Großschutzgebieten seit letztem Jahr zu einem ganz zentralen Thema geworden.

Dank an Ehrenamtliche

Die Rhöner Premiumwanderwege verteilen sich auf drei Bundesländer, fünf Landkreise und viele Städte und Gemeinden. In den jeweiligen Bereichen braucht es Aktive, die sich vor Ort um die dortige Infrastruktur kümmern. „Und da gilt unser besonderer Dank den Ehrenamtlichen des Rhönklubs, die hier wichtige Arbeit leisten“, sagt Spitzl.

Das weiß auch Alvaro Sanchez zu schätzen: „Mir macht es sehr viel Spaß, mit Menschen zusammenzuarbeiten, denen ihre Heimat am Herzen liegt.“ Der 34-Jährige ist außerdem im engen Dialog mit Institutionen und arbeitet mit Verlagen bei der Erstellung von Wanderkarten zusammen.

Obwohl Cádiz, sein Heimatort in der südspanischen Region Andalusien, ganz und gar nicht mit der Rhön zu vergleichen ist, fühlt sich Sanchez hier mittlerweile „richtig wohl“. „Mir fehlen die Worte, es ist wirklich atemberaubend hier“, so Sanchez. Bessere Voraussetzungen kann ein Wanderwegekoordinator wohl kaum mitbringen.

Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V.

Aufgabe des NBR ist unter anderem der Erhalt und die Entwicklung der Kulturlandschaft, der Schutz der heimischen Lebensgemeinschaften sowie die Förderung einer nachhaltigen Regionalentwicklung sowie einer naturverträglichen Erholung. Im bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön ist der NBR zudem tätig in den Bereichen Umweltbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Information.

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news-1973 Tue, 19 Jan 2021 15:34:00 +0100 Rhön zum Schutz der Natur meiden - Appell an Winterfreunde https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rhoen-zum-schutz-der-natur-meiden-appell-an-winterfreunde/ Aus aktuellem Anlass appellieren die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen an die Vernunft der Erholungssuchenden, von Besuchen in der Rhön derzeit möglichst abzusehen. Zudem wird auf Sperrungen hingewiesen. Der Besucherandrang im Biosphärenreservat ist jedes Jahr mit einsetzendem Schneefall groß. Nicht nur Einheimische, sondern Menschen aus ganz Deutschland lockt es in die schöne Winterlandschaft des Mittelgebirges Rhön. Der Wunsch nach Erholung in der Natur ist aufgrund der aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie noch einmal spürbar gewachsen.

In den vergangenen Tagen hat das stellenweise zu massivem Besucherandrang und Verkehrschaos geführt. Vielerorts wurden die markierten Loipen beziehungsweise die ausgewiesenen Wanderwege verlassen. Das ist in den Natur- und Landschaftsschutzgebieten, Kern- und zum Teil Pflegezonen ausdrücklich untersagt und kann mit einem Bußgeld belegt werden. Störungen durch Wanderer, Skiläufer und insbesondere auch Schneeschuhwanderer haben derzeit besonders verheerende Folgen – und das auch außerhalb der Schutzgebiete.

Viele Tiere, unter ihnen auch seltene Fledermausarten, halten derzeit Winterschlaf. Andere wie beispielsweise Dachs und Eichhörnchen befinden sich in Winterruhe. Werden Winterschläfer öfter gestört, kann dies tödlich für sie sein, denn das Hochfahren der Körperfunktionen kostet zusätzlich Energie, die sie über Nahrung aufnehmen müssten. Die dichte Schneedecke macht es auch für nicht winterschlafende bzw. -ruhende Säugetiere und Vögel schwierig, an Nahrung zu gelangen. Zudem bietet die karge weiße Schneelandschaft kaum Deckung. Jede – auch durch touristische Störung verursachte – Flucht zehrt zusätzlich an den Energiereserven und lockt Feinde auf die Spur.

Zum Schutz der einzigartigen Rhöner Natur unterstützen die Verwaltungen daher die Appelle der Kommunen, auf Besuche im UNESCO-Biosphärenreservat zu verzichten, bis sich die Situation entspannt hat.

Loipen und Bohlenpfad zwischenzeitlich geperrt

Der wegen Schneebruchs zwischenzeitich gesperrte Bohlenpfad im Roten Moor ist ab dem 23. Januar wieder geöffnet. Es wird zu Vorsicht aufgerufen - nach dem Tauwetter besteht durch die wieder sinkenden Temperaturen Gefahr durch Glätte.

Meldung der Tourist Info Gersfeld vom 22. Januar: Ab Samstag, 23. Januar, wird die Sperrung der Loipen am Loipenzentrum Rotes Moor wieder aufgehoben. Aufgrund von Aufräumarbeiten und der derzeitigen Wetterbedingungen wird eine Präparierung der Loipen im Loipenzentrum auch am Samstag erst wieder erfolgen können.

Weitere Sperrungen

Zwischen 9 und 16 Uhr bleiben derzeit samstags und sonntags in der Hessischen Rhön die Zufahrten zur Wasserkuppe sowie folgende Parkplätze gesperrt: P1 bis P5 auf der Wasserkuppe an der L3068 zwischen Fuldaquelle und Kreisel Richtung Abtsroda, Märchenwiese Talstation, Zuckerfeld, Abtsroda, Schwedenwall, Rotes Moor, Guckaisee, Grabenhöfchen sowie die beiden öffentlichen Parkplätze am Simmelsberg, im Bereich der Berghütte Simmelsberg/Talstation Skilift Skiclub Hanau.

Die Hochrhönstraße ist seit Mittwoch, 6. Januar, aufgrund der winterlichen Verhältnisse zwischen der Zufahrt Holzberghof und dem Dreiländereck bis auf Weiteres gesperrt.

Auch der Bohlensteg und der Aussichtsturm im Schwarzen Moor bleiben weiterhin gesperrt.

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news-1977 Tue, 19 Jan 2021 12:55:21 +0100 Altbewährt und innovativ: Umweltbildungsangebote für das Jahr 2021 in der Bayerischen Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/altbewaehrt-und-innovativ-umweltbildungsangebote-fuer-das-jahr-2021-in-der-bayerischen-rhoen/ Zum nunmehr 21. Mal stellt der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e. V. (NBR) das Jahresprogramm Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön vor. Die zahlreichen Angebote der Umweltbildung und -information sprechen Kindergärten und Schulen sowie Besucher und die einheimische Bevölkerung gleichermaßen an. Das Programmheft, das seit dem vergangenen Jahr im Sinne der Ressourceneinsparung nur noch digital erhältlich ist, steht ab sofort zum Download bereit. In diesem Jahr ist eine Neuerung besonders erfreulich: Das im Aufbau befindliche Naturerlebniszentrum Rhön ist erstmals im Programm vertreten. Jedoch stehen – leider – alle Termine aufgrund der Covid-19-Pandemie unter Vorbehalt. Dass die Umweltbildung, die Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Umweltinformation zu den Kernaufgaben eines UNESCO-Biosphärenreservates gehören, drückt sich einmal mehr in der mittlerweile 21. Auflage des Jahresprogramms des NBR aus. Dieses enthält Veranstaltungen von fünf Bildungseinrichtungen in der Bayerischen Rhön – dem Haus der Langen Rhön in Oberelsbach, dem Haus der Schwarzen Berge in Wildflecken-Oberbach, der Umweltbildungsbereich am Schwarzen Moor, der Umweltbildungsstätte Oberelsbach und dem neuen Naturerlebniszentrum Rhön in Hammelburg.

Natur- und Landschaftsführer als wichtige Partner

Durch verschiedenste Formate wie Aktionswochen, Ausstellungen, praktische Kurse, (virtuelle) Vorträge, geführte Wanderungen und Fortbildungen, verbunden mit einer Vielfalt an Themen, werden ausdrücklich alle Altersgruppen angesprochen. Die Angebote sind so vielfältig wie die Akteure, die dahinterstehen. „Ein so abwechslungsreiches und umfangreiches Programm können die hauptamtlichen Mitarbeiter allein natürlich nicht stemmen. Insbesondere die starke Nachfrage der Kindergärten und Schulen bringt die mobilen Umweltbildungsteams der Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld an ihre Kapazitätsgrenzen“, erklärt NBR-Geschäftsführer Klaus Spitzl. „Wichtige Partner sind daher die Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer (ZNL), die im Erwachsenenbereich durch ihre breit gefächerte Expertise und eine große Auswahl an Themenwanderungen die Nachfrage abdecken können.“ Die ZNL stehen auch für individuelle Anfragen zu Gruppenführungen immer gerne zur Verfügung.

Auch die Naturpark-Ranger bieten spannende Führungen an und geben Einblick in die Besonderheiten der Rhön: Daniel Scheffler bietet mehrere Vogelstimmenwanderungen in RhönGrabfeld an. Rangerin Amelie Nöth gibt Einblicke in verschiedene Lebensräume des Fränkischen Saaletals, des Thulbatals und am Lösershag in den Schwarzen Bergen.

Angebote des neuen Naturerlebniszentrums Rhön

Im Programm dürfen auch die beliebten Klassiker wie Moorführungen, Sternenwanderungen, Obstbaumschnittkurse oder Kurse zur Naturfotografie nicht fehlen. Neben den altbewährten Angeboten sind in der neuen Auflage auch viele Neuheiten zu entdecken. Das liegt auch daran, dass erstmals das neue Naturerlebniszentrum Rhön (NEZ) im Programm vertreten ist, welches sich derzeit noch im Aufbau befindet. Im Juni 2020 hat das dreiköpfige Team um Leiter Dr. Joachim Schneider seine Arbeit im Projektbüro im Hammelburger Kellereischloss aufgenommen und koordiniert von dort aus den Aufbau der beiden Standorte Hammelburg und WildPark Klaushof in Bad Kissingen. Das Team hat für 2021 ein innovative Angebote entwickelt. So lädt das NEZ zum Beispiel zu konsumkritischen Stadtführungen durch Hammelburg und Bad Kissingen ein, bei denen das eigene Konsumverhalten hinterfragt und die Möglichkeiten eines nachhaltigen Konsums beleuchtet werden. Außerdem bietet das NEZ Fortbildungen für Eltern und Großeltern an, die gern mit ihren Kindern und Enkeln nach draußen gehen: Es gibt hilfreiche Tipps zu Entdeckungstouren im Wald, auf der Wiese oder am Fluss. Und im WildPark Klaushof werden zum Beispiel mehrere Tierpfleger-Schnupperkurse angeboten, um Einblick in diesen vielfältigen Beruf zu geben.

30 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Das Jahresprogramm Umweltbildung reiht sich in diesem Jahr in eine besondere Veranstaltungsreihe ein: 30 Jahre Anerkennung durch die UNESCO – das soll im länderübergreifenden Biosphärenreservat Rhön, sofern es die Umstände zulassen, nicht nur im Rahmen von Veranstaltungen, sondern auch mit zahlreichen begleitenden Aktionen gefeiert werden.

Alle Termine unter Vorbehalt

Die einzelnen Angebote werden zeitnah – neben den geplanten Jubiläumsveranstaltungen – im Bereich Veranstaltungen zu finden sein. In der Regel ist für jede Veranstaltung eine Anmeldung per Telefon oder E-Mail beim jeweiligen Veranstalter erforderlich. Zu beachten ist, dass aufgrund der Covid-19-Pandemie alle Termine unter Vorbehalt stehen. Entsprechend der zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Regelungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens kann es zu Terminabsagen kommen. Informationen können im oben genannten Veranstaltungskalender oder telefonisch beim jeweiligen Veranstalter erfragt werden.

Das Jahresprogramm als PDF steht hier für den Download bereit.

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news-1976 Tue, 19 Jan 2021 11:35:49 +0100 Mittler zwischen Mensch und Natur: Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. sucht Ranger (m/w/d) https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/mittler-zwischen-mensch-und-natur-naturpark-biosphaerenreservat-bayerische-rhoen-ev-sucht-ranger/ Im Zuge der „Naturoffensive Bayern“ ist die Stärkung der Naturparke ein wichtiges Ziel des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. Der Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. sucht daher zum 1.07.2021 in Vollzeit einen Naturpark-Ranger (m/w/d). Der Dienstort und der Tätigkeitsraum im Bereich des Naturparkgebietes Bayerische Rhön wird seitens des Arbeitgebers vorgegeben. Als Schwerpunkt der Tätigkeit ist derzeit das Naturparkgebiet im Bereich Schwarze Berge und Kreuzberg/Rhön (Teilgebiete der Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld) vorgesehen.

Als Ranger (m/w/d) sollen Sie Mittler zwischen Mensch und Natur sein. Das Aufgabengebiet umfasst daher insbesondere folgende Tätigkeitsfelder:

Naturschutz und Landschaftspflege

  • Beratung von Landbewirtschaftern zu besonderen Lebensräumen und Arten sowie im Hinblick auf nachhaltige naturverträgliche Landnutzungsformen und Schutzmaßnahmen
  • Gebietskontrollen
  • Koordinierung und Überwachung von Maßnahmen des Naturschutzes, der Landschaftspflege sowie der Einrichtungen und Infrastruktur des Naturparks

Naturbezogene Erholung und Besucherlenkung

  • Beratung von Erholungssuchenden, Sportlern und weiteren Freizeitnutzern zu naturschutzfachlichen Fragen und zum Aufenthalt in der Natur im Sinne eines naturverträglichen Landschaftserlebens
  • in Teilbereichen: Entwicklung und Umsetzung von Besucherlenkungskonzepten

Naturparkspezifische Bildungs- und Informationsarbeit

  • Besucherinformation und -beratung im Gelände
  • Führungen für Schulklassen, Kindergärten, Fachpublikum und Naturparkbesucher/innen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Organisation sowie Betreuung von Infoständen auf Märkten, Messen, Veranstaltungen etc.
  • Aufbau und Betreuung von Juniorranger- und Freiwilligenprogrammen sowie Ehrenamt

Monitoring und Mitwirkung bei naturschutzrelevanten Forschungsaktivitäten

  • Unterstützung bei der Erfassung und Organisation von Monitoringdaten und Datenhaltung (u. a. Entwicklung Leitarten, einwandernde Arten, Naturschutzprojekte etc.)

Allgemeine bzw. übergreifend Aufgaben

  • Intensive Zusammenarbeit mit Kommunen, Bildungseinrichtungen, Naturschutz- und Tourismusakteuren und weiteren Verbänden im Gebiet des Naturparks
  • Unterstützung der Geschäftsstelle bei organisatorischen und logistischen Aufgaben

Die vollständige Stellenbeschreibung (PDF) sowie die Informationen zur Bewerbung (Frist: 5. Februar 2021) finden Sie hier.

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NBR
news-1975 Mon, 18 Jan 2021 14:54:08 +0100 Kostenfreies Webinar "Wie Landwirtschaft von Artenvielfalt profitiert" https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/kostenfreies-webinar-wie-landwirtschaft-von-artenvielfalt-profitiert/ Schädlingskontrolle, Bestäubung, effektive Nährstoffkreisläufe oder Erhalt der Bodenfruchtbarkeit: Die Landwirtschaft profitiert in mannigfaltiger Weise von der Artenvielfalt. In der Reihe "In der Rhön, für die Rhön" lädt die Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön am 25. Februar zu einem Webinar mit dem Thema "Wie Landwirtschaft von Artenvielfalt profitiert" ein. Die Artenvielfalt, insbesondere von Arthropoden wie Insekten und Spinnen, spielt eine Schlüsselrolle für die Landwirtschaft: Nicht nur Schädlinge, sondern auch Nützlinge wie Prädatoren und Bestäuber sind essentielle Faktoren für den erfolgreichen Pflanzenbau. 

In diesem Vortrag geht Prof. Dr. Emily Poppenborg Martin von der Leipniz Universität Hannover darauf ein, wie und in welchem Ausmaß die Landwirtschaft von Artenvielfalt profitieren kann. Sie erläutert Strategien, wie landwirtschaftliche Betriebe die Artenvielfalt auf ihren Flächen effektiv erhöhen und dabei gleichzeitig auch einen kritischen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in Agrarlandschaften erbringen können.

Das Webinar findet am Donnerstag, 25. Februar, von 19.30 Uhr bis 21 Uhr auf der Plattform eududip statt. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie einen Link zur Teilnahme. Zur Anmeldung geht es hier.

Weitere Termine "In der Rhön, für die Rhön"

22. April, 19:30 Uhr – 21:30 Uhr: "Libellen & Wiesenbrüter in der Hochrhön, Heuschrecken auf Kalkmagerrasen" – Digitale Vorstellung der Forschungsarbeiten von Tina Bauer, Larissa Renninger und Johanna Trappe. Anmeldung

24. Juni, 19:30 Uhr: Vortrag „In der Rhön – für die Rhön“. Vortragsthema und Veranstaltungsort werden in Kürze im Bereich "Veranstaltungen" veröffentlicht.

02. September, 19:30 Uhr: Vortrag „In der Rhön – für die Rhön“. Vortragsthema und Veranstaltungsort werden in Kürze im Bereich "Veranstaltungen" veröffentlicht.

23. September, 19:30 Uhr: Vortrag „In der Rhön – für die Rhön“. Vortragsthema und Veranstaltungsort werden in Kürze im Bereich "Veranstaltungen" veröffentlicht.

25. November, 19:30 Uhr: Vortrag „In der Rhön – für die Rhön“. Vortragsthema und Veranstaltungsort werden in Kürze im Bereich "Veranstaltungen" veröffentlicht

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Ansprechpartner BRRhoen-BY
news-1971 Thu, 07 Jan 2021 15:12:31 +0100 Überarbeitete Förderrichtlinie für Vereine im Landkreis Fulda hat den Schutz der Nacht im Blick https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/ueberarbeitete-foerderrichtlinie-fuer-vereine-im-landkreis-fulda-hat-den-schutz-der-nacht-im-blick/ Der Landkreis Fulda hat seine Förderrichtlinie für Vereins- und Jugendarbeit weiterentwickelt. Eine wichtige interne Handlungsanweisung gibt es speziell in Bezug auf die Errichtung und Umrüstung von Flutlichtanlagen auf Sportstätten. Ziel ist, die Nachtlandschaften entsprechend der Vorgaben im Sternenpark Rhön künftig besser zu bewahren. Die Fördermittel sind an spezielle Auflagen geknüpft, bei denen der Kreis noch einmal ganz besonders den Umwelt- und Artenschutz und damit die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ins Boot geholt hat, um die Nachtlandschaften zukünftig besser zu bewahren und um Überbeleuchtung entgegenzuwirken. „Ziel bei der Errichtung neuer Flutlichtanlagen ist die Vermeidung von Lichtimmissionen“, erklärt Sternenparkkoordinatorin Sabine Frank. „Daher soll das Licht voll abgeschirmt sein, damit es auch nur dort strahlt, wo es hingehört – nämlich auf dem Sportplatz und einen möglichst geringen Blauanteil aufweisen.“

Jährlich werden zwischen 10 und 15 Flutlichtanlagen über die Förderrichtlinie des Landkreises gefördert. „Derzeit sind Flutlichtanlagen ein großes Thema, da es für den Bau und die Umrüstung Bundesmittel gibt“, erläutert Kerstin Höhne, Vereins- oder Förderlotsin des Landkreises Fulda. Deshalb wurden die internen Handlungsanweisungen zur Förderrichtlinie zum Schutz der Nacht entsprechend angepasst. „Viele Sportplätze liegen mitten im Wald, in der Natur oder an Wohngebieten. Mit dieser Auflage wollen wir eine Lichtreduktion erzielen, die für alle gut ist: Menschen, Tiere und Natur“, betont Sabine Frank, die mit Kerstin Höhne den Vereinen beratend bei der Umsetzung zur Seite steht.

Ausführliche Infos finden Sie auf der Homepage des Landkreises Fulda.

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news-1969 Fri, 18 Dec 2020 15:55:05 +0100 Bilanz nach erfolgreichen Maßnahmen im Rotmilanprojekt: Weitere Fördermöglichkeiten für Landwirtschaft wichtig https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/bilanz-nach-erfolgreichen-massnahmen-im-rotmilanprojekt-weitere-foerdermoeglichkeiten-fuer-landwirtscha/ Feldfutter in rotmilangerechter Mahd, Anbau von Zwischenfrüchten oder die Anlage von „Rotmilanfenstern“: Im Rahmen des länderübergreifenden Artenhilfsprojekts „Rotmilan in der Rhön“ wurden unterschiedliche landwirtschaftliche Maßnahmen zum Schutz des Greifvogels getestet. Mehr als 40 Betriebe haben teilgenommen – mit einer Gesamtfläche von 500 Hektar. Nach sechs Jahren Projektlaufzeit ziehen die Verantwortlichen Bilanz. Nicht nur in der Rhön, sondern weltweit hat die Intensivierung der Landwirtschaft zu einer Verschlechterung der Nahrungssituation für den Rotmilan geführt. Ein großes Problem des Rhöner Charaktervogels: Die Bestände von Raps- und Maismonokulturen werden zu früh zu dicht und zu hoch, was die Jagd nach Beute erschwert oder gar unmöglich macht. Die Verbesserung der Nahrungssituation durch gezielte Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft zählte daher zu den wichtigsten Zielen im Rhöner Rotmilanprojekt, dessen Förderung im Sommer 2020 ausgelaufen ist.

Martin Loskorn aus Geisa-Ketten zum Beispiel beteiligte sich mit der Maßnahme „Mehrjähriges Feldfutter in romtilangerechter Mahd“. Das bedeutet: Der Landwirt säte eine mehrjährige Leguminosen-Grasmischung an, die zwischen dem 1. Mai und 1. Juli zweimal gemäht wurde. In dieser wichtigen Zeit der Jungenaufzucht sollte so gewährleistet werden, dass der Rotmilan ausreichend Futter findet. Die Mahd wurde dabei mit einem Balkenmäher durchgeführt, der schonender für das Grünland und die dort lebenden Insekten arbeitet als die verbreiteten Kreiselmähwerke. Auf Düngung und Pflanzenschutzmittel und die Bekämpfung von Kleinsäugern, die eine wichtige Nahrungsgrundlage bieten, wurde verzichtet.

Bei einem Besuch des Betriebs haben sich Reinhard Krebs, Landrat des Wartburgkreises, und Projektverantwortliche des UNESCO-Biosphärenreservats bei Loskorn bedankt – stellvertretend für alle am Projekt beteiligten Landwirtinnen und Landwirte. „Wir sollten stolz auf unsere Rhöner Bauern sein“, sagte Landrat Krebs. Die Zusammenarbeit mit dem Naturschutz habe
nicht erst mit dem Rotmilanprojekt angefangen, betonte er. Krebs bewertete das Artenhilfsprojekt nicht nur als wichtige, sondern durchweg gelungene gemeinsame Errungenschaft der fünf Rhön-Landkreise, die das Projekt als ARGE Rhön auf den Weg gebracht hatten.

Kartierung geht weiter

„Wir leben von und mit der Natur – mit einer Zerstörung würden wir uns selbst unsere Grundlage nehmen“, sagte Martin Loskorn. Er habe sich gern am Projekt beteiligt, „ich würde es auch noch mal tun.“ Allerdings, sagte er, sei der teils enorme Mehraufwand vor allem für kleine Betriebe nicht ohne finanzielle Unterstützung umsetzbar. „Die Anschaffung eines Doppelmes-sermähwerkes zum Beispiel kann ich mir als kleiner Familienbetrieb nicht leisten.“ Vor diesem Hintergrund sei es nun Ziel, dass die wertvollen Erfahrungen hinsichtlich der Umsetzung von Agrarumweltprogrammen in der nächsten EU-Förderperiode berücksichtigt werden, erklärte Martin Kremer von der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön.

Denn, das haben die Untersuchungen im Projekt ergeben: Die Maßnahmen tragen Früchte. „Im Vergleich zu Kontrollflächen wurde die Nahrungsverfügbarkeit deutlich erhöht, und auch die Zahl der Feldvögel wie Rebhuhn und Feldlerche ist höher“, erklärte Projektmanagerin Heidi Witzmann. „Eine großflächige Umsetzung der getesteten Maßnahmen ist also erstrebenswert. Nur so kann eine nachhaltige Steigerung des Rotmilanbestands erfolgen.“ Witzmann lobte die unkomplizierte Zusammenarbeit und den sehr guten Austausch mit den Landwirtinnen und Landwirten. Witzmann, die im Dezember 2019 als Projektleiterin die Nachfolge von Bastian Sauer und Julian Oymanns übernommen hatte, hat im Oktober den Abschlussbericht an das Bundesamt für Naturschutz übergeben – das offizielle Ende des Projekts.

„Dank unseres großen Netzwerks an Ehrenamtlichen geht die Kartierung der Horste und Reviere aber weiter“, erklärte Karola Marbach von der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Gemeinsam mit je einem Kollegen aus der Bayerischen und der Hessischen Verwaltung wird sie die Kartierung künftig koordinieren. Wer hierbei mitwirken möchte, kann sich an die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön wenden.

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Klassenzuordnung Vögel Handlungsfelder Kulturlandschaft & Naturschutz Übergreifende Kategorien Natur
news-1964 Mon, 14 Dec 2020 13:37:00 +0100 Anwälte der Apfelvielfalt – Rhöner Apfelinitiative setzt sich seit 25 Jahren für Erhalt der Streuobstwiesen ein https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/anwaelte-der-apfelvielfalt-rhoener-apfelinitiative-setzt-sich-seit-25-jahren-fuer-erhalt-der-streuobs/ Sie heißen Schafnase, Roter Ausbacher oder Reders Goldrenette und waren bis in die 1990er Jahre kaum noch jemandem ein Begriff: die alten Rhöner Apfelsorten. Ein Netzwerk ehrenamtlicher Apfelfreunde hat die ökologisch wertvollen Streuobstwiesen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön aus dem Dornröschen-schlaf geholt. Die Rhöner Apfelinitiative beweist seit 25 Jahren, dass es mit einer Vision, den richtigen Leuten und kreativen Produkten gelingen kann, ein fast untergangenes Kulturgut fit für die heutige Zeit zu machen. Nebenbei entstand eine der größten bio-zertifizierten Vermarktungsinitiativen für heimisches Streuobst in Deutschland. Apfelbäume gehörten früher in jeden Rhöner Bauerngarten. Dazu besaß fast jedes Dorf eine oder mehrere Streuobstwiesen, die von der Landbevölkerung bis in die 1950er Jahre hinein bewirtschaftet wurden. Mit über 500 Sorten ist die Vielfalt in der Rhön beachtlich. Mit Einführung des Ertragsanbaus folgte der Niedergang. Heimisches Obst war nicht mehr gefragt, der Anbau auf den Streuobstwiesen nicht mehr rentabel. Bäume wurden aufgegeben, Anbauflächen verbuschten. Zudem wurde Bauland benötigt, weshalb in den 1960er und 70er Jahren viele Apfelbäume dem Bagger weichen mussten. Mit Folgen für die Artenvielfalt, denn Streuobstwiesen mit hochstämmigen Obstbäumen auf Wiesen, Weiden oder Mähweiden sind wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. Sie spielen außerdem eine wichtige Rolle im Klimaschutz.

Der Schatz vor der Haustür

Dem Untergang, der auch den Rhöner Äpfeln drohte, stellten sich ehrenamtliche Apfelfreunde aus der Rhön entgegen. Ausgehend von einer Projektidee der Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön gründeten sie 1995 die Rhöner Apfelinitiative. Eine der ersten Aktionen war die Organisation einer länderübergreifenden Apfelmesse. Jürgen Krenzer, Vorstands- und Gründungsmitglied, erinnert sich: „Viele Rhöner wussten damals gar nicht, welchen Schatz sie mit den Streuobstwiesen direkt vor der Haustür haben. Unser Ziel war es, mit einzigartigen Produkten den Apfel direkt ins Herz der Bevölkerung zu bringen und letztlich höhere Preise für das Streuobst zu erzielen.“ Das Konzept ging auf: Immer mehr Menschen, die mit den Rhöner Äpfeln Geld verdienten, kamen auf den zweijährlichen Apfelmessen zusammen. Im Jahr 2002 fand die letzte statt. „Irgendwann brauchte es keine Messen mehr, der Apfel ist zum Selbstläufer geworden, sodass die Initiative mehr in die Vermarktung einsteigen konnte“, erzählt Krenzer. 

Kreative Produkte

Heute versteht sich der Verein mit 104 Mitgliedern als Dachorganisation für alle, denen der Erhalt der Rhöner Streuobstwiesen mit ihren Apfelbeständen am Herzen liegt. Dazu zählen Apfelbauern und Baumschulen ebenso wie Keltereien und Erzeuger von Apfelprodukten. Das Apfelbüro, wie sich die zentrale Koordinierungsstelle nennt, gibt Tipps zur Anlage neuer und zur Pflege vorhandener Streuobstwiesen, berät über Förderungsmöglichkeiten, vermittelt Kontakte zwischen Obstbauern, Fachleuten für Obstbaukunde und Gastronomen und stößt immer wieder Kooperationen an. Eine ganze Reihe kreativer Apfelprodukte ist seit Gründung der Apfelinitiative entstanden. Apfelchips, Apfelsenf, Apfelsherry, Apfelbier oder Apfelbratwurst sind nur einige der kulinarischen Neukreationen. „Wir arbeiten aktuell mit dem Berliner Unternehmen Ostmost zusammen, das sich auf die Herstellung von Getränken aus alten Apfelsorten von Bio-Streuobstwiesen spezialisiert hat“, berichtet Antje Schwanke, Geschäftsführerin der Apfelinitiative. Ein Produkt aus Rhöner Äpfeln sei schon in der Mache.

Eine zentrale Aufgabe des Apfelbüros ist auch die Koordination und Unterstützung von Qualitätskontrollen. Denn damit sich ein Apfel „Apfel der Rhöner Apfelinitiative“ nennen darf, muss er von einer Bio-Streuobstwiese stammen, darf nicht künstlich gespritzt oder mineralisch gedüngt werden. „Die aufwändige Zertifizierung übernimmt zur Hälfte der Verein, zur Hälfte eine externe Kontrollstelle“, erklärt Schwanke. „Wir übernehmen die Kosten und bieten so unseren Mitgliedern einen echten Mehrwert.“ Der Erfolg spricht für sich, die Rhöner Apfelinitiative ist inzwischen eine der größten bio-zertifizierten Vermarktungsinitiativen für heimisches Streuobst in Deutschland.

Zukunftsthemen: Nachwuchsförderung und Klimawandel

Damit auch in 25 Jahren noch reichlich Äpfel an Rhöner Bäumen hängen, müssen sie gepflegt und regelmäßig geschnitten werden. „Das macht richtig Arbeit“, betont Antje Schwanke. Viele der heutigen Bestände seien überaltert, von Misteln befallen, das nötige Fachwissen gehe immer mehr verloren. Erst recht, wenn es nicht mehr wie früher von Generation zu Generation weitergegeben werde. Die Apfelinitiative setzt sich daher aktiv für die Nachwuchsförderung ein: „Wir möchten in der Rhön ein Netzwerk von Baumwarten aufbauen, die sich länderübergreifend um das bestehende Streuobstpotential kümmern, als Multiplikatoren fungieren und im Austausch untereinander bleiben“, kündigt die Geschäftsführerin an.  

Bei allen Erfolgen des Exportschlagers Rhönapfel, seine Zukunft hängt auch vom Klimawandel ab. Neben der Trockenheit, die sich auf die Saftmengen auswirkt, stellen Viruskrankheiten, die im Rhönklima normalerweise gebremst, durch höhere Temperaturen aber begünstigt werden, die Obstbauern und Keltereien vor neue Herausforderungen. Jürgen Krenzer: „Diesen können wir nur begegnen, wenn die Menschen bereit sind, für regionale, handwerklich hergestellte Qualitätsprodukte etwas mehr auszugeben als für Massenware. Die Wertschätzung hochzuhalten, das ist unser Ziel.“

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news-1967 Fri, 11 Dec 2020 15:48:30 +0100 RhönKinder-Haus in Poppenhausen ist die zweite „Biosphären-Kita“ in der Hessischen Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rhoenkinder-haus-in-poppenhausen-ist-die-zweite-biosphaeren-kita-in-der-hessischen-rhoen/ Alle fünf Plaketten auf einen Streich: Das RhönKinder-Haus in Poppenhausen ist als zweite Biosphären-Kita im Hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ausgezeichnet worden. Zertifizierungen erhielt die Kita in allen fünf möglichen Bereichen. Schulen und Kindertageseinrichtungen im Gebiet des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, die ihren Vorschulkindern, Schülerinnen und Schülern originäre und nachhaltige Natur-, Kultur- und Heimaterfahrungen im direkten Umfeld ermöglichen wollen, können sich für das Zertifikat „Biosphären-Schule“ oder „Biosphären-Kita“ bewerben. Um das Zertifikat zu erhalten, müssen die teilnehmenden Einrichtungen besonderes Engagement in mindestens zwei der folgenden fünf  Handlungsfelder erbringen: Ernährung, Ökologie, Bauliche Maßnahmen, Soziales & Kooperation, Konsum.

Das RhönKinder-Haus in Poppenhausen ist in allen Bereichen zertifiziert worden. Das Leitungsteam mit Jasmin Stumpf und Julia Teppich, die selbst sehr naturverbunden sind, hatten nach Beratung mit Martin Kremer, stellvertretender Leiter der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, dem Ranger Arnold Will und Bürgermeister Manfred Helfrich als Vertreter des Trägers ein Konzept ausgearbeitet, in das die geforderten Bausteine eingearbeitet sind.

Ziel in Biosphären-Kitas ist, den Kindern die sie umgebende Natur näher zu bringen. So lernen die Kinder im RhönKinder-Haus, Zusammenhänge zu erfassen und den Jahreszeitenwechsel bewusst wahrzunehmen und sie stärken ihre Achtsamkeit gegenüber der Natur. Ob Müll-Trennung, Papierschöpfen oder die Mitgestaltung des Naturplatzes „Racker-Acker“, wo künftig auch regelmäßig eine KinderKonferenzen abgehalten werden sollen: Das Engagement der Biosphären-Kita ist vielfältig. Auch der regionale Bezug zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und zur Region, ihrer Geschichte und ihrer Kultur wird den Kindern vermittelt.

So war die Freude beim Team der Erzieherinnen der Kindertagessstätte RhönKinder-Haus, bei den Kindern und dem Bürgermeister groß, als Martin Kremer Anfang Dezember das Zertifikat „Biosphären-Kita“ mit einer Auszeichnungstafel an das Leitungsteam überreichte. Jasmin Stumpf und Julia Teppich waren sehr stolz auf diese Auszeichnung und waren sich durchaus bewusst, dass dieses Prädikat Auszeichnung und Verpflichtung zugleich darstelle: Schließlich müsse künftig die Kooperation mit Erfüllung der Kriterien und den selbst auferlegten Verpflichtungen gelebt werden. Aber davor ist es den Verantwortlichen und den Kindern nicht bange, denn die eigene Einstellung und die örtlichen Gegebenheiten in der Luftkurortgemeinde im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bieten die besten Rahmenbedingungen für eine lange fruchtbare Zusammenarbeit. 

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news-1966 Fri, 11 Dec 2020 15:43:42 +0100 Neues Projekt „Schafwollpellets aus der Rhön“ startet mit Sammlung von zwei Tonnen Wolle https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/neues-projekt-schafwollpellets-aus-der-rhoen-startet-mit-sammlung-von-zwei-tonnen-wolle/ Auf dem Hof von Norbert Werner in Mittelkalbach ist am Freitag ein besonderes Projekt gestartet: Auf einem großen Hänger sind im Laufe des Vormittags rund zwei Tonnen Wolle zusammengekommen – geliefert von Schäfern aus der Rhön. Es ist die erste Ladung Wolle, die in den nächsten Tagen zu Pellets verarbeitet wird. Diese sollen künftig als ökologischer Langzeitdünger in der Rhön vermarktet werden. Die Sammlung der Wolle war der Startschuss für das Projekt „Schafwollpellets aus der Rhön“, das der Verein Natur- und Lebensraum Rhön (VNLR) e. V. und die Hessische Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Kooperation mit dem Netzwerk Dachmarke Rhön e.V. und der Rhön GmbH ins Leben gerufen haben. „Ziel ist, das Schaf als Ganzes zu vermarkten und die Wertschätzung für das Produkt Wolle zu erhöhen“, erklärt Janet Emig, Projektverantwortliche beim VNLR.

Verarbeitet wird die Rhöner Wolle von der Firma Natur Power Pellets von Markus Hofmann im bayerischen Wemding. Dort wird die Wolle hygienisiert und anschließend gepresst. Der Dünger hat dann in etwa die Größe wie Tierfutter-Pellets. „Somit kann man ihn nicht nur im Garten in die Erde bringen, sondern auch gut für den Blumentopf auf der Fensterbank dosieren“, sagt Emig. Die Schafwollpellets eignen sich für Blütensträucher, Gemüse und Kohlarten, aber auch für Beeren. Die Wolle liefert nicht nur wertvolle Nährstoffe, sondern dient zusätzlich als Wasserspeicher. Dadurch ist die Pflanze nicht nur in Trockenphasen gut versorgt, sondern die Bindekapazität im Boden wird mehr als verdoppelt. „So werden Nährstoffe bei Regen nicht so schnell ausgespült.“ Die Wirkung des Langzeitdüngers sei zudem nachhaltig: „Eine Anwendung genügt.“

Vorteile für Boden und Pflanzen

In Sachen Nachhaltigkeit punktet der Dünger aber nicht nur bei der Anwendung. „Durch die Pelletierung erzielen wir eine sinnvolle Zweitverwendung für die Rhöner Schafwolle“, sagt Nadja Schneider, Projektverantwortliche bei der Rhön GmbH, Abteilung Dachmarke. „Nach der Schafschur ist der wertvolle und nachwachsende Rohstoff Wolle immer häufiger ein Abfallprodukt“, weiß Schneider. „Durch die Pelletierung wird nicht nur die regionale Wertschöpfungskette Schaf erweitert, sondern auch eine nachhaltige Verwendung der Wolle mit vielen Vorteilen für den Boden und die Pflanzen erzielt.“   

Verkauft werden die Schafwollpellets voraussichtlich ab Anfang 2021, pünktlich zur kommenden Gartensaison. „Erhältlich sind sie direkt bei den Schäfern in 1- und 2,5-Kilogramm-Packungen“, sagt Nadja Schneider. Auf lange Sicht sollen weitere Verkaufsstellen, zum Beispiel Hof- und Regionalläden, hinzukommen.

Sie möchten sich beteiligen?

Bisher beteiligen sich acht Schäfer am Projekt – alle anderen Schäferinnen und Schäfer aus der Bayerischen, Hessischen und Thüringischen Rhön (alle Schafrassen) sind weiterhin herzlich eingeladen, mitzumachen. Interessierte können sich an Janet Emig, Tel. (06681) 91745 17, E-Mail: janet.emig@vnlr.de, oder an Nadja Schneider, Tel. (09771) 687 606 204,
E-Mail: nadja.schneider@rhoen.de, wenden.

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news-1963 Tue, 08 Dec 2020 16:53:31 +0100 Federführung wechselt von Hessen nach Thüringen – UNESCO-Biosphärenreservat Rhön blickt auf Jubiläumsjahr https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/federfuehrung-wechselt-von-hessen-nach-thueringen-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-blickt-auf-jubilaeum/ Der Staffelstab wird weitergereicht: Nach drei Jahren hat die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön die Federführung der länderübergreifenden Zusammenarbeit turnusgemäß nach Thüringen übergeben. Die Thüringer Verwaltungsstellenleiterin Ulrike Schade freut sich nun insbesondere auf das Jubiläumsjahr 2021, in dem das Biosphärenreservat 30 Jahre Anerkennung durch die UNESCO feiert. Torsten Raab (rechts), Leiter der Hessischen Verwaltung, übergab Ulrike Schade zum 1. Dezember 2020 in Hilders den symbolischen Staffelstab, der nun bis Ende 2023 in der Propstei Zella verweilt. Auch seitens der Umweltministerien wechselt die Koordination vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) an das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN).

Ulrike Schade und Michael Geier (Mitte) bedankten sich auch im Namen ihrer Ministerien beim Hessischen Umweltministerium und der Hessischen Verwaltungsstelle für die geleistete Arbeit in den vergangenen drei Jahren. Nun gilt es, die länderübergreifende Zusammenarbeit weiter zu intensivieren sowie Ideen und Projekte aus dem Rahmenkonzept aufzugreifen.

„Auch wenn die Corona-Pandemie in diesem Jahr viele Veränderungen und Einschränkungen mit sich gebracht hat, konnten wir in den letzten drei Jahren wichtige Projekte anstoßen und umsetzen“, sagt Torsten Raab. Ein wichtiger Meilenstein war sicherlich der Startschuss für die Umsetzung des neuen Rahmenkonzepts Anfang 2018. Dieses gemeinsam mit 300 Akteuren der Region erarbeitete Leitbild des Biosphärenreservats bildet die Basis für die nächste Evaluierung durch die UNESCO, die nun in 2023/2024 ansteht.

„In diesem Sommer haben wir zudem unser bisher größtes länderübergreifendes Projekt, das Artenhilfsprojekt Rotmilan in der Rhön, erfolgreich abgeschlossen. Und auch den Sternenpark haben wir in den vergangenen drei Jahren gemeinsam weiterentwickelt – zum Beispiel mit dem Bau der ersten Himmelsschauplätze und der Veröffentlichung von Planungshilfen für umweltverträgliche Außenbeleuchtung.“ Hinzu kommen erfolgreiche neue Formate wie die Rhönschaf-Genießerwochen in Zusammenarbeit mit der Rhön GmbH und dem Verein Natur- und Lebensraum Rhön (VNLR) oder auch die erste länderübergreifende Biosphärentagung im Jahr 2019, die nach einer Corona-bedingten Absage in 2020 im kommenden Jahr in Thüringen stattfinden wird.

Herausforderungen, 30 Highlights – und eine Überraschung

Auch in den kommenden Jahren wird die Zusammenarbeit im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön von zahlreichen Herausforderungen geprägt sein. „Im Vordergrund steht natürlich die Umsetzung des Rahmenkonzepts“, sagt Ulrike Schade. „Es gilt, weiterhin viele tolle Ideen zur nachhaltigen Entwicklung gemeinsam anzupacken und umzusetzen“, sagt Schade. Geplant ist unter anderem die Erstellung eines gemeinsamen Nachhaltigkeitsberichtes und die Stärkung der länderübergreifenden Strukturen und Arbeitsweisen.

Einen besonderen Höhepunkt bildet das 30-jährige Jubiläum, das im kommenden Jahr – im Rahmen der Möglichkeiten – mit 30 Highlight-Veranstaltungen und zahlreichen Aktionen gefeiert werden soll. Das Programm planen die Verwaltungen gemeinsam mit den Partnern VNLR und Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. sowie der Rhön GmbH. „Verraten können wir zum Beispiel schon, dass sich die Rhön auf der Bundesgartenschau in Erfurt präsentieren wird.“

Auch auf dem Hessentag in Fulda werden die Themen rund ums Biosphärenreservat wieder gewohnt breit vertreten sein. Hinzu kommt neben den bereits bewährten Rhönschaf-Genießerwochen und der zweiten Auflage der im Jahr 2020 erfolgreich gestarteten Sternenparkwochen das neu konzipierte Format Biosphärenwochen im kommenden Frühjahr. Kern-, Pflege- und Entwicklungszonentage sind geplant, zudem soll die Biosphärentagung in 2021 wieder stattfinden. „Auch digital kann man 30 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat Rhön erleben – mit Podcasts, Videobeiträgen und einer Überraschung, die wir aber erst im nächsten Jahr verraten.“

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BRRhoen-TH BRRhoen-HE BRRhoen-BY Handlungsfelder Demographischer Wandel Wirtschaft, Tourismus & Regionalkultur Energie & Mobilität Kulturlandschaft & Naturschutz Übergreifende Kategorien Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön
news-1965 Tue, 01 Dec 2020 09:47:00 +0100 Staatsehrenpreis für Thüringer Rhönschafzüchter - Höchste tierzüchterische Auszeichnung des Freistaates https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/staatsehrenpreis-fuer-thueringer-rhoenschafzuechter-hoechste-tierzuechterische-auszeichnung-des-freistaa/ Besondere Ehre für einen Rhönschafzüchter: Josef Wehner aus Schleid-Zitters ist vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft mit dem Staatsehrenpreis ausgezeichnet worden. Der jährlich verliehene Preis für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Tierzucht gilt als höchste tierzüchterische Auszeichnung des Freistaates. Josef Wehner ist seit 1984 aktiver Züchter der Rasse Rhönschaf. Damit gehört seine Zuchtstätte zu den ältesten wiederbegründeten Zuchten dieser Rasse in Thüringen. Mit etwa 40 Mutterschafen sei sein Bestand, sowohl was den Umfang als auch die Qualität angehe, einer der führenden in Thüringen, heißt es in der Medieninformation des Ministeriums.

Besondere Verdienste um eine bedrohte Haustierrasse

Besondere Verdienste habe sich Herr Wehner im Rahmen der Erweiterung des Zuchttierbestandes der Rasse Rhönschaf in Thüringen erworben. Insbesondere zahlreiche weibliche Tiere dienten interessierten Schafhaltern zum Aufbau neuer Bestände. Damit habe er einen entscheidenden Beitrag zur Etablierung neuer Haltungen und Zuchten in der Rhön geleistet und nachhaltig für den Erhalt und die Erweiterung des Bestandes dieser Rasse gesorgt. Regelmäßig seien Herrn Wehners Zuchttiere bei der erfolgreichen Teilnahme an Regional- und Landestierschauen, sowie Kör- und Prämierungsveranstaltungen zu bestaunen.

„Wir gratulieren Herrn Wehner herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung. Züchtern wie ihm verdanken wir, dass das Maskottchen der Rhön Anfang 2020 von der Liste der bedrohten Haustierrassen gestrichen werden konnte. Heute ist das Rhönschaf als genügsamer Landschaftspfleger aus vielen unserer Naturschutzprojekte nicht mehr wegzudenken“, freut sich Ulrike Schade, die Thüringer Verwaltungsstellenleiterin des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön.

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news-1968 Tue, 01 Dec 2020 09:22:00 +0100 Endlich wieder freigestellt: Die Linden von Wüstensachsen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/endlich-wieder-freigestellt-die-linden-von-wuestensachsen/ Lange Zeit von Dickicht und dornigem Gestrüpp umgeben, kommen sie jetzt endlich wieder voll zur Geltung: die 400 Jahre alten Lindenbäume bei den Ritterhöfen in Wüstensachsen. Die einst zu einer prächtigen Allee gehörenden Bäume stehen seit 1936 unter Naturschutz und wurden jetzt mit Mitteln aus dem LIFE-Projekt „Hessische Rhön“ freigestellt. Die Lindenstraße in Wüstensachsen trägt nicht zufällig diesen Namen. Folgt man der Straße weiter Richtung Abenteuerspielplatz „Roter Rain“ und noch etwas weiter hinauf in Richtung des Ritterhofes, stehen rechts des geschotterten Weges vier mächtige Bäume, die noch aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen. Sie sind die Überbleibsel einer Allee, die im Mittelalter als direkte Verbindung vom Wüstensachsener Schloss, nahe der Kirche, zu den Ritterhöfen führte. Nach Flurbereinigungen und einer Umlegung des Weges in den 1920er Jahren ist die alte Allee quasi verschwunden. Lediglich elf Bäume blieben stehen. Von diesen haben bis heute nur noch vier dem „Zahn der Zeit“ Stand gehalten. Der mächtigste hat fast acht Meter Stammumfang und ist ein echter Baumriese.

Noch bis in die 1970er Jahre hinein diente die Fläche, auf denen die Linden stehen, als Viehtrift. In den besten Zeiten trieb ein Kuhhirte täglich 300 bis 400 Tiere vom Dorf über die Trift zu den höhergelegenen Weiden zwischen Steinkopf und Stirnberg. Mit dem Aufgeben dieser landwirtschaftlichen Nutzung begann die Trift immer stärker zuzuwachsen und zu verbuschen. „Zuletzt sah das hier mehr wie in einem Wald aus, die wunderschönen alten Linden hat man eigentlich gar nicht mehr wahrgenommen“, erinnert sich Kerstin Seegräber von der Tourist-Information Ehrenberg. Die Gemeinde hatte sich immer wieder – zuletzt 2018 – bemüht, die Trift offen zu halten, aber das Budget war klein und der Wildwuchs groß.

Landschaftspflege im Dienst der Artenvielfalt

Unerwartete Unterstützung kam jetzt vom LIFE-Projekt „Hessische Rhön“ (UNESCO-Biosphärenreservat Rhön), das die Trift bei Wüstensachsen aus ganz anderen Gründen im Fokus hatte. Die ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche soll wieder zu einem beweideten Offenlandlebensraum für bedrohte Vogelarten wie Neuntöter und Raubwürger werden. Dafür wurde zunächst großflächig Gehölz entfernt. „Als nächstes wollen wir hier eine Beweidung mit Ziegen etablieren, die die neuen Triebe wegbeißen“, erklärt Projektmanager Elmar Herget.

Im Lauf der nächsten zwei bis drei Jahre soll sich hier wieder eine artenreiche Weide entwickeln und eine Heimat für seltene Tiere und Pflanzen entstehen. „Dass wir mit der Naturschutzmaßnahme auch der Gemeinde einen Dienst erwiesen haben, freut uns umso mehr. Das zeigt, dass vom LIFE-Projekt letztlich alle profitieren.“ Die Gemeinde Ehrenberg plant für die Zukunft, die Linden für Besucher erlebbar zu machen. „Wir möchten hier gerne eine Infotafel und eventuell eine Sitzgelegenheit aufstellen“, kündigt Seegräber an.

Erhaben stehen sie da, dick und mächtig, die Jahrhunderte überdauert – die Linden von Wüstensachsen lassen einen Menschen ganz klein und unbedeutend erscheinen. Sie sind wahrlich einen Besuch wert. Zum Innehalten, Staunen, Horchen. Was würden sie alles erzählen, wenn sie sprechen könnten?

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LIFE
news-1962 Tue, 17 Nov 2020 09:34:47 +0100 Länderübergreifende Quellenkartierung in der Rhön - Forscher warnen vor zunehmender Wasserknappheit https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/laenderuebergreifende-quellenkartierung-in-der-rhoen-forscher-warnen-vor-zunehmender-wasserknappheit/ Insgesamt 211 Quellen hat der Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen im Jahr 2020 in der bayerischen, hessischen und thüringischen Rhön untersucht. Jetzt wurde der Untersuchungsbericht offiziell an die drei Verwaltungsstellen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön übergeben. Seit 1996 untersucht der Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen e.V. im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön die Quellbereiche und erstellt seit 2004 jährliche Untersuchungsberichte, in denen der Zustand der untersuchten Quellen dargestellt wird. Diese Berichte enthalten regelmäßig Vorschläge zur Verbesserung der Quellstandorte und werden auch den zuständigen Naturschutz- und Forstbehörden zur Verfügung gestellt. Erstmals wurde im Jahr 2020 eine länderübergreifende Quellenkartierung durchgeführt, die die Gebiete der Bremer Hut und des Mannsbergs bei Geisa (Thüringen), die Melpertser Hute, das Gebiet um den Tannenhof und den Buchenstrauch in der Gemeinde Ehrenberg (Hessen) und das Aschachtal bei Burkardroth (Bayern) umfasste.

Neben der Messung der Wassertemperatur, des pH-Wertes und der elektrischen Leitfähigkeit liegt der Schwerpunkt auf der zoologischen Untersuchung der Quellstandorte. So konnten bisher in den 3.662 untersuchten Quellen insgesamt 2.365 Tierarten nachgewiesen werden. Dies spricht für ein relativ ungestörtes Ökosystem in vielen Rhönquellen und dürfte im Vergleich zu anderen Mittelgebirgsregionen wohl einmalig sein.

Größere Quellbäche trocknen immer früher aus

Stefan Zaenker, Vorsitzender des Landesverbandes und Mitarbeiter der Oberen Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Kassel, warnt aber vor einem negativen Trend, der sich bei der diesjährigen Quellenkartierung stark bemerkbar gemacht hat. „Aufgrund der starken Trockenheit der letzten Jahre, sind viele der Quellen bereits im zeitigen Frühjahr trockengefallen“, erklärt der Quellenexperte. „Besorgniserregend ist vor allem das frühe Austrocknen größerer Quellbäche in der Rhön. Sollte sich das in den nächsten Jahren fortsetzen, dürfte eine große Anzahl der Quell- und Quellbacharten davon bedroht sein.“

Die Auswirkungen des inzwischen deutlich spürbaren Klimawandels dürften vor allem die auf kalte Quellgewässer angewiesenen Arten treffen. Dazu zählen beispielsweise die endemisch nur in der Rhön und im Vogelsberg vorkommende Rhön-Quellschnecke und der als Eiszeitrelikt geltende Alpenstrudelwurm. Diese haben kaum die Möglichkeit, sich an die schnell ändernden Klimaverhältnisse anzupassen. Viele der untersuchten Quellen sind zusätzlich durch landwirtschaftliche Nutzung, aber auch durch forstwirtschaftliche Arbeiten im Umfeld der Quellgebiete und durch Quellfassungen gefährdet.

Um diesen negativen Einflüssen zu begegnen, startet das Biosphärenreservat in Kürze ein Klima-Monitoring, bei dem neun ausgewählte Quellen als Dauerbeobachtungsstellen eingerichtet werden.

Der diesjährige Untersuchungsbericht und die Berichte der letzten Jahre können auf der Website „Quellen der Rhön“ heruntergeladen werden.

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news-1961 Fri, 13 Nov 2020 15:36:14 +0100 Jetzt abstimmen: Projekt von Nationale Naturlandschaften e. V. steht zur Wahl zum UN-Dekade-Projekt des Monats https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/jetzt-abstimmen-projekt-von-nationale-naturlandschaften-e-v-steht-zur-wahl-zum-un-dekade-projekt/ Jeden Monat schickt die UN-Dekade Biologische Vielfalt Projekte aus ganz Deutschland ins Rennen um das Naturschutzprojekt des Monats. Damit sollen Initiativen gefördert werden, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, die Nutzung oder die Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzen. Im November steht das innovative Projekt „Naturschutzzertifikate“ zur Wahl, mit dem unter anderem Streuobstwiesen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön gerettet werden. Die Abstimmung ist noch bis Ende November möglich.  Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für biologische Vielfalt erklärt. Die Staatengemeinschaft ruft damit die Weltöffentlichkeit auf, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Auch das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist Teil davon: Im Jahr 2019 wurde das länderübergreifende Artenhilfsprojekt „Rotmilan in der Rhön“ zum UN-Dekade-Projekt erklärt.

Im November 2020 steht nun eine Initiative von Nationale Naturlandschaften e.V. (ehemals EUROPARC Deutschland) zur Wahl als UN-Dekade-Projekt des Monats. Das Prinzip des Projekts: Durch den Erwerb von Naturschutzzertifikaten können sich Privatpersonen und Unternehmen direkt am Schutz der biologischen Vielfalt beteiligen. Jedes Zertifikat sichert einen Quadratmeter biologische Vielfalt für ein Jahr in einem der Lebensräume Streuobstwiesen oder Wälder. Mit dem Erlös finanziert der Verband biodiversitätsfordernde Maßnahmen in mehr als 100 deutschen Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks. Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön sind Streuobstwiesen in Hümpfershausen und Großenbrach beteiligt. Brachliegende und vernachlässigte Flächen sollen hier mit gezielten Pflegemaßnahmen wie Mahd, Beweidung, Baumschnitt und der Schaffung von Kleinstrukturen wieder die artenreichen Naturparadiese werden, die sie einst waren.

Noch bis Ende November abstimmen

Wer das Projekt und damit auch den Erhalt der Streuobstwiesen in der Rhön unterstützen möchte, hat bis Ende November die Möglichkeit, online seine Stimme auf der Seite https://www.undekade-biologischevielfalt.de/projekte/projekt-des-monats-waehlen abzugeben. Aus den Monatsgewinnern wählt die Fachjury Ende des Jahres das Jahresprojekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt, das zusätzlich zur Auszeichnung ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro erhält.

Die deutsche UN-Dekade Biologische Vielfalt wird im Auftrag vom Bundesumweltministerium (BMU), dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Geschäftsstelle der UN-Dekade umgesetzt. Zentrales Instrument ist die Zertifizierung von vorbildlichen Projekten und Beiträgen.  

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news-1960 Thu, 12 Nov 2020 10:02:54 +0100 Wasser in der Landschaft halten: Onlineseminar zum Thema Keyline Design https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wasser-in-der-landschaft-halten-onlineseminar-zum-thema-keyline-design/ Keyline Design – Wasser in der Landschaft halten“ ist Thema eines Onlineseminars für Landwirtinnen und Landwirte, zu dem die Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, die Ökomodellregion Rhön-Grabfeld, die Kreisgruppen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld des Bayrischen Bauernverbandes und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten am Mittwoch, 2. Dezember, einladen. Das Seminar ist Teil der Reihe „Klimaanpassung in der Landwirtschaft“, die in Kooperation mit dem Bayerischen Bauernverband und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt a. d. Saale angeboten wird.

Die Schlüssellinienkultur (engl. Keyline Design) ist eine Methode, mit der Wasser in der Landwirtschaft gesammelt, gespeichert und besser verteilt werden kann. Basierend auf der Geländekontur werden Bearbeitungs- und Pflanzmuster erstellt, die Ackerbau, Grünland oder auch Baumstreifen so ausrichten, dass Starkniederschläge gezielt aufgefangen werden und in den Flächen versickern können. So steht dem Betrieb das wertvolle Niederschlagswasser auch in trockenen Sommern noch als Grundlage für eine gesicherte Produktivität zur Verfügung. Dieser Lösungsansatz bietet eine Möglichkeit, den lokalen Folgen des Klimawandels zu begegnen und zeitgleich dazu beizutragen, den Klimawandel global abzumildern.

In seinem Vortrag erklärt Diplom-Forstwirt Philipp Gerhardt (www.baumfeldwirtschaft.de) die Grundlagen der Methode und zeigt, wie dieses System in landwirtschaftliche Betriebe integriert werden kann.

Das Onlineseminar findet am Mittwoch, 2. Dezember, von 19 bis 21 Uhr statt. Eine Anmeldung über die Onlineplattform eududip ist erforderlich. Zur Anmeldung geht es hier.

Teilnahmehinweise

Die Teilnahme ist kostenlos. Nach Ihrer Anmeldung unter obigem Link erhalten Sie die Zugangsdaten zur Online-Konferenz.

Der Check-in zum Online-Raum ist bereits 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung (18:45Uhr) möglich.

Technische Voraussetzungen:

  • PC oder Laptop
  • gute und stabile Internetverbindung (LAN-Kabel)
  • Internetbrowser mit Flash-Plugin
  • Webcam und Headset sind nicht erforderlich

Der Name, den Sie bei der Anmeldung eingeben, wird während des Vortrags in der Teilnehmerliste und im Chat eingeblendet. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet, mit der Anmeldung erklären Sie Sich mich mit der Veröffentlichung des in der Anmeldung angegebenen Namen einverstanden.

Während der Veranstaltung sind Sie als Teilnehmer weder per Video oder Audio sichtbar. Wir freuen uns, wenn Sie per Chat an der Diskussion teilnehmen und Fragen stellen.

Bei Bedarf, besteht die Möglichkeit Sie als „ktiven Teilnehmer" mit Video und Audio zuzuschalten.

Aufzeichnung des ersten Seminars online einsehbar

Das Seminar ist Teil der Reihe „Klimaanpassung in der Landwirtschaft“, bei der Anfang November bereits das Thema „Was Landwirte bei der Anpassung hemmt und welche Unterstützung sie benötigen“ auf dem Programm stand. 69 Interessierte aus Landwirtschaft, Verwaltung, Behörden und Wissenschaft verfolgten zwei spannende Vorträge der Universität Würzburg und der Universität Bayreuth, die dieser Fragestellung nachgingen.

Ein erstes Stimmungsbild zeigte die Befragung von 15 Landwirtinnen und Landwirten aus der Rhön. Sowohl die Risikoeinschätzung und Erfahrungen mit Klimafolgeschäden als auch die Erwartungen an die Wirksamkeit von Maßnahmen hatten bei den Befragten Einfluss auf eine Umsetzung. Bekannte Maßnahmen wurden tendenziell häufiger umgesetzt: Der gezielte Wissenstransfer und Austausch scheint ein wichtiger Punkt zu sein.

Eine bayernweite Umfrage hatte gezeigt, dass sich die Wahrnehmung des Klimawandels – im Sinne von Ertragsgewinnen und -verlusten – innerhalb von Bayern unterscheiden. Dennoch wurden die zukünftigen Folgen des Klimawandels auf die Flächen als überwiegend schlecht eingeschätzt. Gleichzeitig nannten die befragten Landwirte zahlreiche, sinnvolle Vorschläge zur Klimaanpassung: Die Top 10 der Maßnahmen fielen in die Handlungsfelder Sorten-/
Artenwahl, Humusaufbau und Wasserhaushalt.

In der abschließenden Diskussion war man sich einig: Klimaanpassung kann nur durch eine gelungene Kombination an Maßnahmen, z.B. aus Diskussions- und Fachveranstaltungen, finanziellen Anreizen und Vorgaben funktionieren.

Die Aufzeichnung des Seminars finden Sie hier. 

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news-1866 Wed, 11 Nov 2020 09:26:00 +0100 Infozentren schließen: Aktuelle Informationen zum Angebot im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/infozentren-schliessen-aktuelle-informationen-zum-angebot-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen/ Aufgrund der Verordnungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist das Angebot im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön derzeit eingeschränkt, Infozentren schließen ab dem 2. November vorübergehend. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den aktuellen Entwicklungen. Zum aktuellen Zeitpunkt sind Veranstaltungen aller Art abgesagt. Das betrifft auch Termine, die im Freien stattfinden – zum Beispiel geführte Wanderungen. Vereinzelt finden Sie in unserem Veranstaltungskalender aber auch Online-Angebote, die weiterhin stattfinden.

Für Aufenthalte im öffentlichen Raum gelten die jeweiligen Verordnungen der Länder Bayern, Hessen und Thüringen.

Bayern

Das Biosphärenzentrum "Haus der Langen Rhön" wird für Besucher geschlossen. Zu den üblichen Öffnungszeiten (10 - 16 h, Dienstag Ruhetag) bleiben die Mitarbeiter schriftlich, telefonisch oder per Mail erreichbar.....

Die Infostelle am Schwarzen Moor ist geschlossen.

Im Biosphärenzentrum Rhön "Haus der Schwarzen Berge" in Oberbach bleibt ab dem 2. November nur der RhönLaden geöffnet. Die Ausstellung und das RhönCafé bleiben bis auf Weiteres geschlossen. 

Der Naturlehrpfad Schwarzes Moor ist geschlossen.

Die  Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und der Verein Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. sind zu den Bürozeiten weiterhin telefonisch und per Mail erreichbar.

Hessen

Die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats und der Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V. sind zu den Bürozeiten weiterhin telefonisch und per Mail erreichbar. Bei Terminen vor Ort wird um vorherige Anmeldung gebeten, der Zutritt ist nur mit Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gestattet. 

Das NABU-Haus am Roten Moor ist geschlossen.

Thüringen

Das Biosphären-Infozentrum "Propstei Zella" ist ab heute - 2. November 2020 -  bis Ende des Monats geschlossen.

Ab dem 2. November schließt auch vorübergehend das Haus auf der Grenze (Platz der Deutschen Einheit 1 in Geisa).

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Thüringer Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön stehen Ihnen schriftlich, telefonisch und per E-Mail zur Verfügung.
 

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Übergreifende Kategorien Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön
news-1957 Tue, 10 Nov 2020 10:01:02 +0100 Kulturflüchter auf Wohnungssuche - LIFE-Projekt baut Teiche für den Schwarzstorch https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/kulturfluechter-auf-wohnungssuche-life-projekt-baut-teiche-fuer-den-schwarzstorch/ Blauschwarz, scheu, wählerisch, sucht – So könnte der Text für die Wohnungsanzeige eines heimlichen Waldbewohners lauten, der in der Rhön zu Hause ist, aber immer seltener wird: der Schwarzstorch. Anders als sein weißer Verwandter hat der Vogel große Probleme eine geeignete Bleibe zu finden. Das LIFE-Projekt „Hessische Rhön“ greift ihm mit der Renaturierung stillgelegter Fischteiche unter die Flügel. Lange rote Beine, langer roter Schnabel, anmutig im Flug: Auf den ersten Blick ist er seinem weißen Verwandten sehr ähnlich. Doch im Gegensatz zum Weißstorch, der wieder in vielen Dörfern im Fuldaer Land heimisch ist, lässt sich der etwas kleinere Schwarzstorch nicht in der Nähe von menschlichen Siedlungen blicken. Der scheue Vogel baut seine Nester verborgen im Wald, hoch oben in Baumkronen und sucht seine Nahrung in nahegelegen Bächen, Teichen oder Tümpeln oder auf frisch gemähten Wiesen. Fische und Amphibien stehen ganz oben auf seinem Speiseplan. „Dafür legt er schon mal 20 Kilometer zurück“, weiß Jonas Thielen vom UNESCO-Biosphärenreservat Rhön.

"Ruhe bitte!"

Wenn er im Frühjahr aus den Überwinterungsgebieten zurückkommt, findet er zwischen Tann und Gersfeld geeignete Wälder und exzellente Nahrungsreviere. Dennoch ist er in der hessischen Rhön wieder selten geworden, obwohl sich sein Bestand in den letzten zehn Jahren deutlich erholt hatte. Sein Hauptproblem: Störung durch Menschen. Während Nestbau, Brut und Aufzucht der Jungen zwischen März und August, braucht der Schwarzstorch absolute Ruhe. Thielen, der bereits Populationen im Vogelsberg und Schwarzwald untersucht hat, hat es mehrfach erlebt: „Kommen Wanderer, Mountainbiker oder Hobbyfotografen dem Nest zu nahe, ist er weg. Die Eier werden nicht weiterbebrütet, bereits geschlüpfte Jungstörche werden nicht weiter gefüttert und verhungern.“ In diesem Jahr wurden im Vogelschutzgebiet Hessische Rhön nur noch zwei Brutpaare gezählt, in den Vorjahren waren es durchschnittlich fünf. Auch wenn die Frequentierung der Wälder zu Freizeitzwecken nicht der einzige Grund für den Rückzug der Störche ist, richtet Thielen eine eindringliche Bitte an die Menschen: auf den Wegen bleiben!

Verbesserung der Nahrungsbiotope

Neben dem Horstschutz spielt die Verbesserung der Nahrungsbiotope eine wichtige Rolle für den Erhalt der Waldstörche. Vorangetrieben wird diese Maßnahme unter anderem mit Mitteln aus dem LIFE-Projekt „Hessische Rhön“. In Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde wurde in der Gemeinde Hilders bereits eine kleinere Teichanlage neu geschaffen, in der Gemeinde Ehrenberg ist eine stillgelegte Teichanlage renaturiert und für den Schwarzstorch optimiert worden. Derzeit laufen Arbeiten an einer verlandeten Anlage bei Poppenhausen, die die Hessische Gesellschaft für Ornithologie (HGON) erworben hat. „Nachdem wir Ende letzten Jahres das Wasser abgelassen haben und die Teiche über den Sommer austrocknen konnten, werden sie jetzt entschlammt und die Zu- und Abflussbauwerke instandgesetzt“, berichtet LIFE-Projektmanager Elmar Herget. Über den Winter werden hier zehn kleine Teiche zu zwei großen zusammengelegt. Aus diesen soll sich in den nächsten Jahren ohne weiteres menschliches Zutun ein Schwarzstorch-Nahrungsbiotop entwickeln.

Geeignete Standorte zu finden, sei gar nicht so einfach gewesen, sagt Herget, der die genauen Orte lieber nicht nennen möchte, um keine Besucher anzulocken. Denn auch bei der Nahrungsaufnahme lässt sich der Schwarzstorch nicht gern stören. Um das Nahrungsangebot insgesamt zu vergrößern, will das LIFE-Projekt mit Unterstützung der Bevölkerung in den nächsten Jahren weitere Biotope schaffen. „Was wir tun, ist nur ein Baustein“, fasst Elmar Herget zusammen. „Wir Menschen können diesem geheimnisvollen Vogel nur helfen, wenn wir seine zurückgezogene Lebensweise voll und ganz respektieren.“

Aufruf

Sie sind im Besitz einer stillgelegten Teichanlage, die sie gern dem LIFE-Projekt für den Schwarzstorchschutz in der Rhön zur Verfügung stellen möchten?
Wenden Sie sich bitte an Elmar Herget, elmar.herget@br-rhoen.de

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LIFE
news-1955 Thu, 29 Oct 2020 15:55:52 +0100 Offene Fernen statt Hörsaal: Bewerbungsphase für das Commerzbank-Umweltpraktikum 2021 startet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/offene-fernen-statt-hoersaal-bewerbungsphase-fuer-das-commerzbank-umweltpraktikum-2021-startet/ Ein weiter Blick über die hügelige Landschaft, frische Luft, ein atemberaubender Sternenhimmel bei Nacht und die Möglichkeit, mit daran zu arbeiten, all das zu erhalten: Das bietet das Commerzbank-Umweltpraktikum in der Rhön, dem „Land der offenen Fernen“. Ab dem 30. Oktober können sich Studierende für ein Praktikum in der Hessischen Rhön im Jahr 2021 bewerben. Mandana Hoffmann, aktuell Umweltpraktikantin beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön, schreibt:

Dein Wissen aus dem Hörsaal kannst du hier in die Praxis umsetzen. Beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön erhälst du Einblicke in die Regionalentwicklung, landwirtschaftliche Beratung und Naturschutzprojekte. Außerdem begleitest du die Ranger der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön bei Besucherführungen oder Artenschutzmaßnahmen, Fledermauskartierungen oder Pflegemaßnahmen (z.B. auf einem Kalkmagerrasen).

Bei Projekten wie dem LIFE-Projekt „Hessische Rhön – Bergrünland, Hutungen und ihre Vögel“ kannst du ebenfalls bei einigen Aktionen wie z.B. dem Säen einer Bergmähwiese mitwirken. Im Büro arbeitest du bei der Öffentlichkeitsarbeit mit und darfst z.B. bei der Gestaltung von Broschüren kreativ werden. Auf diese Weise erhälst du einen Überblick über die Tätigkeiten und Arbeitsabläufe im Biosphärenreservat. Zudem kannst du dein eigenes Projekt in dem Bereich realisieren, der dich besonders interessiert.

Unterstützt wirst du während deiner drei beziehungsweise sechs Monaten Praktikum von der Commerzbank mit einem Entgelt und einer Aufwandsentschädigung für Fahrt- und Wohnungskosten. Die Commerzbank zeigt dieses Engagement seit mehr als 30 Jahren und fördert mittlerweile 27 Praktikumsstandorte in Deutschland. Dadurch wurde bereits ca. 1800 Praktikantinnen und Praktikanten ein erlebnisreiches Praktikum in einem Nationalpark, Naturpark oder Biosphärenreservat ermöglicht, und bei vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde der Einstieg ins Berufsleben geebnet.

Du hast Interesse? Dann bewirb dich ab dem 30. Oktober für das Commerzbank-Umweltpraktikum 2021 unter www.umweltpraktikum.com!

(Bewerbungsende ist der 15. Januar 2021)

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Ansprechpartner VNLR
news-1951 Sat, 24 Oct 2020 11:43:00 +0200 Neue Sternenpark-Ausstellung im Bruder-Franz-Haus: 20 Fotos aus Facebook-Wettbewerb und Infos zu Lichtverschmutzung https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/neue-sternenpark-ausstellung-im-bruder-franz-haus-20-fotos-aus-facebook-wettbewerb-und-infos-zu-lic/ „Licht aus, Sterne an!“, hieß es im August während der ersten länderübergreifenden Sternenparkwochen in der Rhön.  Das Motto setzt sich über den Winter im Bruder-Franz-Haus auf dem Kreuzberg fort: Ab dem 23. Oktober zeigt das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön in Kooperation mit der Rhön GmbH dort eine Sternenpark-Ausstellung mit beeindruckenden Fotoaufnahmen. Zudem können sich Besucher über das Thema Lichtverschmutzung informieren. Hinweis: Aufgrund der aktuellen Verordnung hinsichtlich der Corona-Pandemie bleibt das Bruder-Franz-Haus ab dem 2. November bis voraussichtlich 30. November geschlossen.

Der Sternenpark im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön steht für einzigartige natürliche Nachtlandschaften mit einem beeindruckenden Sternenhimmel und für besonderes Engagement für den Schutz der Nacht. Sterne, Milchstraße, Sternschnuppen und Galaxien – und immer wieder der von Lichtglocken aufgehellte Nachthimmel: (Hobby-)Fotografen aus der gesamten Rhön und darüber hinaus zeigen in der Ausstellung ihre ganz persönlichen Sternenpark-Momente. Die 20 Fotos waren bei einem Facebook-Wettbewerb besonders beliebt und sollen fortan als Wanderausstellung in der Rhön zu sehen sein.

In einem weiteren Teil der Ausstellung können sich Besucherinnen und Besucher darüber informieren, was Lichtverschmutzung ist, wie sie entsteht und welche Auswirkungen sie auf Mensch und Natur hat. Zudem liegen kostenfreie Planungshilfen für umweltverträgliche Außenbeleuchtung bereit. Zu sehen ist die Ausstellung von Freitag, 23. Oktober, bis Sonntag, 21. Februar. Im Oktober ist die Ausstellung täglich von 10 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 18 Uhr geöffnet, von November bis Februar täglich von 10 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr. Der Zutritt ist nur mit Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gestattet.

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Sternenpark Rhön
news-1949 Fri, 16 Oct 2020 11:35:01 +0200 Onlineseminar: Was Landwirte bei der Anpassung hemmt und welche Unterstützung sie benötigen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/onlineseminar-was-landwirte-bei-der-anpassung-hemmt-und-welche-unterstuetzung-sie-benoetigen/ Trockenheit, Hitzeperioden, Starkregen, Spätfröste – die Landwirtschaft muss sich auf die Änderungen des Klimas einstellen. Wie können die Landwirte darin unterstützt werden, sich optimal an die Veränderungen durch den Klimawandel anzupassen? Was wird bereits umgesetzt und was nicht? Welche Hemmnisse gibt es? Darum dreht sich ein Onlineseminar der Reihe „Klimaanpassung in der Landwirtschaft“, das die Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Kooperation mit der Ökomodellregion Rhön-Grabfeld anbietet. Die Themen der Vorträge:

„Psychologische Einflussfaktoren bei der Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen in der bayerischen Rhön“

Anhand von Interviews mit Landwirten in der Rhön wurden Ursachen und Hemmnisse für die Umsetzung von Maßnahmen zur Klimaanpassung untersucht. (Luisa von Seggern, Universität Würzburg)

„Bayernweite Wissenschaftliche Umfrage zu Agrarumweltthemen und Klimawandel“

In einer bayernweiten Umfrage der Universität Bayreuth wurde die persönliche Meinung und Einschätzung zu verschiedenen Agrar- und Umweltthemen von Betrieben abgefragt. Die Ergebnisse der Umfrage sollen den politischen Entscheidungsträgern in Bayern präsentiert werden und in wissenschaftliche Veröffentlichungen einfließen. (Universität Bayreuth)

Alle Infos zum Ablauf und zur Teilnahme an der Veranstaltung finden Sie hier.

Ein Video zum Thema finden Sie hier.

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Ansprechpartner BRRhoen-BY
news-1948 Thu, 15 Oct 2020 14:13:27 +0200 Wiederherstellung bunter Bergwiesen in der Hessischen Rhön: Im Einsatz mit eBeetle, Corsar und Knickschlepper https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wiederherstellung-bunter-bergwiesen-in-der-hessischen-rhoen-im-einsatz-mit-ebeetle-corsar-und-knick/ Auf dem Stirnberg lässt es sich wunderbar wandern. Spaziergänger dürften sich allerdings vor kurzem über einige Fahrzeuge gewundert haben, die auf dem Ehrenberger Rundweg Nr. 5 unterwegs waren. Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön testet das LIFE-Projekt „Hessische Rhön“ aktuell verschiedene Methoden zur Wiederherstellung bunter Bergwiesen. Mit Rechen und einem Sack Wiesensamen im Kofferraum fuhr das Team des LIFE-Projekts zu Flächen, auf denen bereits ein Natur- und Landschaftspflegebetrieb aus Ostheim mit einem Holder Knickschlepper samt Anhänger und alpinem Steilhangladewagen bei der Arbeit war – und währenddessen ebenfalls Anlass zu Verwunderung bot: Denn statt Heu aufzuladen, entludt Landschaftspfleger Gerd Frickel eine Fuhre Mahdgut nach der anderen, das dann von seinen Mitarbeitern und dem LIFE-Team mit Gabeln auf der Wiese verteilt wurde. Die Fläche, die zuvor mit Fichten bewachsen war, gehört HessenForst. Nach der Rodung mussten die Baumstümpfe mit einem Forstmulcher abgefräst und der Boden mit einer Kreisel-Egge nachbehandelt werden.

Wofür der Aufwand? „Ein Schwerpunktthema des LIFE-Projekts ist neben dem Schutz und der Schaffung günstiger Rahmenbedingungen auch die Wiederherstellung von inzwischen seltenem Berggrünland“, erklärt LIFE-Projektmanager Elmar Herget. „Gleichzeitig werden die Lebensbedingungen für verschiedene Vogelarten – hier am Stirnberg speziell für das Birkwild und Wiesenpieper – verbessert.“ Dafür wurden von intakten Bergmähwiesen Samen geerntet. Besonders spannend: Auf dem 902 Meter hohen Stirnberg werden drei verschiedene Verfahren parallel angewendet, um nach der Aussaat zu beobachten, welches den größten Erfolg verspricht.

eBeetle im Einsatz

Bereits im dritten Jahr ist der eBeetle zum Einsatz gekommen. Dieses Gerät, das äußerlich an einen Fahrradanhänger erinnert und wie ein Rasenmäher geschoben wird, hat der Landkreis Fulda angeschafft. Biolandwirt Stefan Weber aus Schwarzerden ist mit der Samenernte beauftragt worden. „Bis zu 60 verschiedene Pflanzenarten finden sich auf intakten Bergwiesen“, unterstreicht Herget. Ein Teil der Fläche auf dem Stirnberg war mit den auf diese Weise gewonnenen Samen im März eingesät worden. Doch richtig zufrieden zeigt sich das LIFE-Team mit dem Ergebnis noch nicht: „Das Frühjahr war wie bereits in den letzten beiden Jahren wieder zu trocken. Wir werden daher auf Herbstaussaat umsteigen“, führt der Projektmanager aus, während Kristine Schmitt, Ulla Heckert und Praktikant Martin Schiffhauer auf den kahlen Flecken per Hand nachsäen.

Mahdgutübertragung

Bei der zweiten Methode wurde das Mahdgut von einer besonders artenreichen Wiese der unmittelbar östlich angrenzenden Langen Rhön (Bayern) auf die Versuchsfläche übertragen. Landschaftspfleger Gerd Frickel hatte es gemäht und am darauffolgenden Tag direkt auf die Versuchsfläche gebracht – eine in der Rhön zuvor noch nicht getestete Vorgehensweise. Zum Vergleich wurde zudem auf einem Teil der Versuchsfläche die Mahdgutübertragung mit ausgebrachten Samen aus der eBeetle-Ernte kombiniert.

Samen aus dem Mähdrescher

Auf einer angrenzenden, frisch geeggten Fläche wurde eine dritte Variante zur Schaffung artenreicher Bergwiesen getestet. Eigens dafür hatte der Wüstensachsener Landwirt Moritz Weckbach einen alten Claas „Corsar“ umgebaut und mit feineren Sieben und reduzierter Luftzufuhr ausgestattet. Die sauber von den Halmen gelösten Samen, die im Körnerbehälter landeten, sorgten für Begeisterung – sowohl beim LIFE-Team als auch bei Martin Klein vom Fachdienst Natur- und Landschaft, der extra auf die von Landwirt Claus Knacker bewirtschaftete Fläche am Mathesberg gekommen war, um der Premiere beizuwohnen. Wegen der guten Qualität der Samen konnte dieser im September maschinell ausgesät werden.

Bis sich eine artenreiche bunte Wiese etabliert hat, wird es einige Jahre dauern. Doch vielleicht lassen sich noch während der Projektlaufzeit bis September 2022 erste Ergebnisse begutachten.

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LIFE
news-1944 Wed, 30 Sep 2020 10:05:00 +0200 30 Jahre Naturschutz im wiedervereinigten Deutschland – Bundesumweltministerium zeigt Film aus der Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/30-jahre-naturschutz-im-wiedervereinigten-deutschland-bundesumweltministerium-zeigt-film-aus-der-r/ "Natur kennt keine Grenzen, Naturschutz auch nicht": Das zeigt das Bundesumweltministerium anlässlich von 30 Jahren Naturschutz im wiedervereinigten Deutschland mit der Kampagne „natur:verbunden“. Auch das länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist Teil der Kampagne: Ein Film mit Karl-Friedrich Abe und Ulrike Schade ist ab sofort online zu sehen. Ziel der Kampagne „natur:verbunden“ ist, zu zeigen, wie wichtig intakte Natur für eine zukunftsfähige Gesellschaft ist und wie sich das BMU hierzulande und grenzüberschreitend für den Naturschutz einsetzt. 

Unter anderem hat ein Filmteam an drei Stationen "Zeitzeugen" besucht und nach deren Geschichte gefragt – wahre Heldinnen und Helden für den Naturschutz. 

Zum Thema "Grenzenlose Landschaft – Naturschutz in der Rhön zur Wendezeit und heute" erzählt Karl-Friedrich Abe, der bis Oktober 2019 Leiter der Thüringer Verwaltung war und das Biosphärenreservat im Jahr 1990 mit aufgebaut hatte, aus seinen wertvollen Erinnerungen. Einen Blick nach vorne wirft seine Nachfolgerin Ulrike Schade. 

In einem weiteren Filmbeitrag spricht Prof. Dr. Michael Succow, Gründer der gleichnamigen Succow-Stiftung, über das Nationalparkprogramm. Nachdem die Mauer gefallen war, wurde Succow im Januar 1991 stellvertretender Minister für Natur- und Umweltschutz sowie Wasserwirtschaft in der DDR. In der letzten Sitzung des DDR-Ministerrats vor dessen Auflösung im September 1990 verabschiedete dieser das Nationalparkprogramm – und legte somit auch den Grundstein für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Mit dem Programm konnten kurz vor der Wiedervereinigung 14 neue Großschutzgebiete dauerhaft unter Schutz gestellt werden.
Heute gibt es in Deutschland insgesamt mehr als 138 Großschutzgebiete: 16 Nationalparke, 18 Biosphärenreservate und 104 Naturparke. Somit stehen heute rund ein Drittel der Landesfläche unter Schutz.

Zur Kampagne geht es hier.

Einen ausführlichen Bericht über Karl-Friedrich Abe und seine Erinnerungen an 30 Jahre Nationalparkprogramm lesen Sie hier. 

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news-1945 Tue, 29 Sep 2020 11:25:00 +0200 ZNL-Lehrgang gestartet: 21 künftige Botschafter der Hessischen Rhön und ihrer Schätze https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/znl-lehrgang-gestartet-21-kuenftige-botschafter-der-hessischen-rhoen-und-ihrer-schaetze/ Exkursionen und jede Menge Infos rund um das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und die Maßnahmen im LIFE-Projekt zur Revitalisierung der Rhöner Bergwiesen: So ist die erste Septemberwoche für 21 angehende Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer/innen (ZNL) gestartet. Sie nehmen derzeit an einem Lehrgang teil, den das LIFE-Projekt in Kooperation mit der Naturschutz-Akademie Hessen anbietet. Als ZNL werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Botschafter der Region fungieren und wichtige Ansprechpartner für Tourismus und Naturschutz sein. Einige der Teilnehmenden, die aus allen Teilen des Landkreises Fulda und darüber hinaus stammen, haben bereits Erfahrungen als Natur- und Landschaftsführer/innen gesammelt. Das Zertifikat ist eine zusätzliche Qualifizierung, die die Naturschutz-Akademie Hessen zusammen mit den anderen Landesakademien im Bundesweiten Arbeitskreis der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz (BANU) in Form eines einheitlichen Fortbildungskonzepts erarbeitet hat.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Ausbildung sind die geschützten Bergwiesen und die dort vorkommenden Arten, die durch das LIFE- Projekt „Hessische Rhön – Berggrünland, Hutungen und ihre Vögel“ gefördert werden sollen. Dabei wird den zukünftigen ZNL das theoretische und praktische Handwerkszeug vermittelt, um Führungen fachkundig, engagiert und vielseitig zu gestalten, um damit gleichzeitig zum Schutz des wertvollen Berggrünlandes und seiner Tiere und Pflanzen beizutragen. Naturkundliche Grundlagen werden ebenso behandelt wie Aspekte der Kommunikation, Führungsdidaktik und Naturpädagogik. Auch rechtliche Grundlagen sowie Wissen zur selbstständigen Tätigkeit sind Inhalte des Lehrganges. „Gerade auf das Naturerlebnis legen wir besonderen Wert, denn das persönliche Erleben und Erfühlen bringt Begeisterung und Verständnis für die Natur und ihren Schutz“, sind sich die Kursleiterin Kerstin Sauermann und Ulla Heckert vom LIFE-Projekt Rhöner Bergwiesen einig.

Akzeptanz für Maßnahmen schaffen

Zum Auftakt haben sich die Teilnehmenden in der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Hilders getroffen. Mehrere Exkursionen führten unter anderem zur Wasserkuppe, zur Schäferei Weckbach in Wüstensachsen, zur Schornhecke und zum Buchschirm. Weitere Theorie-Module standen im Bürgerhaus in Wüstensachsen auf dem Programm, wo die Gruppe von Ehrenbergs Bürgermeister Peter Kirchner begrüßt wurde. Kirchner betonte die wertvolle Arbeit, die im Rahmen des Rhöner Bergwiesen-Projekts zum Beispiel auf den Ehrenberger Hutungen geleistet wird. Der Gesamtkomplex der 322 Hektar umfassenden Flächen, wie er sich durch die jahrzehntelange extensive Beweidung entwickelt hat, ist im Landkreis Fulda einmalig und naturschutzfachlich sehr wertvoll.

Durch die Revitalisierung der historischen Kulturlandschaft der Rhöner Bergwiesen werden die Lebensräume selten gewordener Tier- und Pflanzenarten wie Wiesenpieper und Braunkehlchen verbessert und ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt geleistet. Akzeptanz für diese umfangreichen Maßnahmen zu schaffen, sei eine wichtige Aufgabe der künftigen zertifizierten Natur- und Landschaftsführer/innen, betonte Peter Kirchner. Das zusätzliche Naturerlebnis-Angebot sei nicht zuletzt auch eine wichtige Stärkung des Tourismus, sagte der Bürgermeister.

Bis zur Abschlussprüfung im Jahr 2021 werden die Teilnehmenden unter anderem eine eigene Führung in Form einer Hausarbeit konzipieren. Auch eine schriftliche und eine praktische Prüfung im Gelände fließen in die Bewertung ein. Nach Erhalt des Zertifikats dürfen sie große und kleine Naturinteressierte durch die Hessische Rhön führen. „Mit der Ausbildung der neuen Natur- und Landschaftsführer können wir unser vielfältiges Veranstaltungsangebot noch einmal erweitern“, sagt Torsten Raab, Leiter der Hessischen Biosphärenreservat-Verwaltung. 

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LIFE
news-1943 Mon, 28 Sep 2020 13:39:00 +0200 Parlamentskreis Biosphärenreservate im Deutschen Bundestag gegründet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/parlamentskreis-biosphaerenreservate-im-deutschen-bundestag-gegruendet/ Abgeordnete mehrerer Fraktionen des Deutschen Bundestags haben am 11. September 2020 den „Parlamentskreis Biosphärenreservate“ gegründet. Dem neuen Arbeitskreis gehört auch der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand an, der das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön vertreten wird. Die Mitwirkenden des Parlamentskreises wollen auf politischer Ebene das voranbringen, was vor Ort seit über 20 Jahren hervorragend funktioniert: deutschlandweiten Austausch und die Vernetzung der Biosphärenreservate fördern, Ideen austauschen und Synergien schaffen. Ein Ziel ist die nachhaltige touristische Nutzung und die Etablierung regionaler Wirtschaftskreisläufe in den Biosphärenreservaten, um sie noch mehr zu Triebfedern im ländlichen Raum zu machen. Dem Vorstand des neuen überfraktionellen Arbeitskreises gehören die Abgeordneten Klaus-Peter Schulze, Steffi Lemke und Kerstin Kassner an. Schon im März trafen sich Abgeordnete aus Deutschlands Biosphärenreservaten in Berlin gemeinsam mit Professorin Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, und Vertreterinnen und Vertretern der Biosphärenreservate.

Nationale Naturlandschaften e. V. begrüßt diese Initiative, welche auf die Abgeordneten Klaus-Peter Schulze, Michael Donth und Armin Schuster zurückgeht. Bereits seit längerem hatte sich das Biosphärengebiet Schwarzwald mit Geschäftsführer Walter Kemkes gemeinsam mit dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften (NNL e. V.) und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Biosphärenreservate (AGBR) in der Vergangenheit für einen solchen Arbeitskreis stark gemacht. "Die deutschen Biosphärenreservate bieten als von der UNESCO international anerkannte Modellregionen für nachhaltige Entwicklung Antworten auf viele Zukunftsfragen. Sie erproben bereits in vielen Bereichen erfolgreich das Zusammenleben von Mensch und Natur, und somit einen Ausgleich der Interessen, ohne sich dabei im Konflikt zu befinden. Uns geht es darum, ihre Bedeutung auch auf nationaler Ebene deutlich zu machen und ihren großen Beitrag zu den Anliegen von Natur- und Artenschutz, Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltiger Regionalentwicklung aufzuzeigen", betonte Kemkes.

„Mit den Biosphärenreservaten schlummert vielerorts noch unentdecktes Potenzial gerade für die regionale Entwicklung. Durch eine nachhaltige touristische Nutzung sowie die Etablierung regionaler Wirtschaftskreisläufe könnten Biosphärenreservate zu einer wirksamen Triebfeder im ländlichen Raum werden“, so Schulze. Der Dachverband Nationale Naturlandschaften e. V. unterstützt die Biosphärenreservate mit einer Vielzahl an Projekten und Programmen bei der Umsetzung ihrer Aufgaben, bringt Akteure zusammen und erbringt Serviceleistungen. Als gemeinnütziger Verband unterstützt er die Ziele des Parlamentskreises Biosphärenreservate und steht auch als Ansprechpartner zur Verfügung.

Beteiligte Abgeordnete 

  • Michael Brand (CDU/CSU, Biosphärenreservat Rhön)
  • Astrid Damerow (CDU/CSU, Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen)
  • Michael Donth (CDU/CSU, Biosphärenreservat Schwäbische Alb)
  • Kerstin Kassner (Die Linke, Biosphärenreservat Südost-Rügen)
  • Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grüne, Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe)
  • Dietrich Monstadt (CDU/CSU, Biosphärenreservate Schaalsee / Flusslandschaft Elbe)
  • Klaus-Peter Schulze (CDU/CSU, Biosphärenreservat Spreewald)
  • Armin Schuster (CDU/CSU, Biosphärenreservat Schwarzwald)
  • Markus Uhl (CDU/CSU, Biosphärenreservat Bliesgau)

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat die Initiatoren bei der Gründung des Parlamentskreises unterstützt.

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news-1940 Fri, 18 Sep 2020 17:57:00 +0200 Rhöner Unternehmen Bionade investiert in Erhalt und Pflege von 66.800 Quadratmetern Streuobstwiese bei Großenbrach https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rhoener-unternehmen-bionade-investiert-in-erhalt-und-pflege-von-66800-quadratmetern-streuobstwiese-b/ Streuobstwiesen sind nicht nur "Hotspots der biologischen Vielfalt", sondern haben zudem eine große kulturelle Bedeutung. Für den Erhalt dieses kulturellen Erbes und der wertvollen Lebensräume wird auch im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön viel getan. Zum Beispiel im Bad Bockleter Ortsteil Großenbrach: In den kommenden fünf Jahren werden hier 66.800 Quadratmeter Streuobstwiese revitalisiert und gepflegt. Hierfür hat das Rhöner Unternehmen Bionade vom Verband Nationale Naturlandschaften e.V. Naturschutzzertifikate erworben, die nun offiziell überreicht wurden. Quadratmeter für Quadratmeter am Erhalt der Biodiversität arbeiten: Das ist die Idee hinter den zertifizierten Naturschutzprojekten des Verbands Nationale Naturlandschaften e. V. Durch den Erwerb von Naturschutzzertifikaten können sich Privatpersonen und Unternehmen direkt am Schutz der biologischen Vielfalt beteiligen. Jedes Zertifikat sichert einen Quadratmeter biologische Vielfalt für ein Jahr in einem der Lebensräume Streuobstwiesen oder Wälder. Dank der Einnahmen aus dem Verkauf der Zertifikate ist es den beteiligten Akteuren vor Ort möglich, die geeigneten Maßnahmen umzusetzen. So auch in Großenbrach: Hier hat die Bionade GmbH Naturschutzzertifikate für 66.800 Quadratmeter Streuobstwiese erworben. Die Fläche befindet sich zwischen Großenbrach und Bad Bocklet, der Rhön-Rundweg 1 Bad Bocklet führt Wanderer mitten durch die Streuobstwiesen mit ihren mehr als 550 Bäumen.  

„Ein Apfelbaum ohne Pflege wird nicht alt. Ziel ist zum einen, mehrere Obstbaumschnitte durchzuführen, und zum anderen die Verbuschung in den Griff zu bekommen“, erklärte Dieter Weisenburger, der zusammen mit dem Botanischen Arbeitskreis der BUND Naturschutz Kreisgruppe Bad Kissingen den Zustand der Streuobstwiesen vor Projektbeginn untersucht und daraus einen Maßnahmenplan entwickelt hat. Die Hälfte der Fläche ist in Privatbesitz verschiedener Eigentümer, die andere Hälfte gehört der BN-Kreisgruppe Bad Kissingen, die sich nun schon seit Anfang der 90er Jahre um die Streuobstwiese kümmert. Seit Jahren ist die Fläche ein Ort, an dem landkreisweit Schnittkurse stattfinden, erklärt der Vorsitzende Franz Zang. Zudem gibt es mit einem Kindergarten in der Nähe eine enge Kooperation: ernten, Saft pressen, mit Äpfeln und Birnen kochen.

Pflege mit Schafen und Ziegen

In Sachen Landschaftspflege besteht eine Zusammenarbeit mit dem Schäfer Wolfgang Hüter aus Großenbrach, dessen Schafe und Ziegen dabei helfen, die Fläche offenzuhalten. Durch die Unterstützung von Bionade können nun auch weitere notwendige mechanische Arbeiten finanziert werden. Auch An- und Nachpflanzungen sowie das Anlegen von Nistkästen, Stein- und Reisighaufen gehören zu den Maßnahmen. So soll langfristig eine Streuobstwiese mit altersgemischtem Baumbestand aus hochstämmigen Obstbäumen entstehen, die einen wertvollen Lebensraum für Tausende Tier- und Pflanzenarten bieten. „Fledermäuse zum Beispiel finden hier beste Bedingungen“, erklärte Stefan Zaenker, Vorsitzender des Vereins RhönNatur e.V., der Träger des Projekts ist.

Die Projektleiterin Dr. Katja Arzt freute sich, das symbolische Zertifikat – insgesamt hat Bionade 334.000 Zertifikate erworben – an Lucia Benchekroun, Nachhaltigkeitsmanagerin bei der Bionade GmbH, überreichen zu können. „Mit der Förderung der Biodiversität meinen wir es ernst“, sagte Lucia Benchekroun. In den Erfrischungsgetränken des Unternehmens landen die Äpfel der Streuobstwiese zwar nicht. Vielmehr möchte Bionade die Fläche stark in die Umweltbildung mit einbeziehen, die das Unternehmen betreibt. „Unser Ziel ist, dazu beizutragen, die Menschen an das wichtige Thema Artenvielfalt heranzuführen. Denn nur wer über die Bedeutung der Biodiversität Bescheid weiß, kann helfen, sie zu schützen.“

„In Großenbrach gibt es viele Menschen, die sich seit langem mit Herzblut dem Streuobst widmen“, sagte Julia Rösch von der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Das zertifizierte Projekt mache es dank der Investition von Bionade möglich, auch langfristig wirksame Effekte zu erzielen. 

Ausführliche Infos zum Projekt und der Streuobstwiese bei Großenbrach finden Sie hier. 

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news-1938 Sat, 12 Sep 2020 16:39:00 +0200 Vor 30 Jahren legte das Nationalparkprogramm mit der DDR-Verordnung den Grundstein für das Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/vor-30-jahren-legte-das-nationalparkprogramm-mit-der-ddr-verordnung-den-grundstein-fuer-das-biosphaere/ Die letzte Sitzung des DDR-Ministerrats vor dessen Auflösung, der letzte Tagungsordnungspunkt – und sozusagen die letzten Minuten vor dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik: Mit der Verabschiedung des Nationalparkprogramms ist der 12. September 1990 in die Geschichte des deutschen Naturschutzes eingegangen. Der Beschluss, 14 große Naturlandschaften dauerhaft unter Schutz zu stellen, legte vor 30 Jahren den Grundstein für das spätere länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Schon einige Tage vorher, ab dem 1. September, saß der damals 35-jährige Karl-Friedrich Abe in einem schmucklosen Flachbau der ehemaligen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) Kaltensundheim – zunächst dienten lediglich eine Obststiege und ein Telefon als Büroausstattung. Die Aufgabe: den Aufbaustab für den thüringischen Teil des im Nationalparkprogramm vorgesehenen Biosphärenreservats Rhön zu bilden. „Das war ein Wagnis – schließlich gab es das Gesetz noch gar nicht“, erinnert sich Karl-Friedrich Abe heute. Seit einem Jahr ist er nun im Ruhestand, im Oktober 2019 hatte er sich als dienstältester deutscher Leiter einer Biosphärenreservatsverwaltung verabschiedet. Heute, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, blickt er zurück auf die Anfänge „seines“ Biosphärenreservats.

„In der Rhön gab es schon immer Menschen, die sich für den Erhalt der Natur und der Kulturlandschaft  einsetzten – schon lange vor der Ausweisung des Biosphärenreservats“, betont Abe. Die Grenzöffnung machte schließlich den engen Austausch zwischen Naturschützern aus Bayern, Hessen und Thüringen möglich. „Am Donnerstag fiel die Mauer, am Freitag holte ich mir ein Visum, und am Samstag fuhr ich zum Wandern“, erzählt Abe. Schwarzes Moor, Heidelstein, Kreuzberg, Wasserkuppe, Rotes Moor, das alles in rasantem Tempo – jede freie Sekunde verbrachten Abe und seine Frau in der Bayerischen und Hessischen Rhön. „Man wusste ja nicht, wie lange diese neu gewonnene Freiheit anhalten würde.“ Schnell fasste er dabei Kontakte zu Willy Bauer, Dr. Franz Müller und Reinhard Kolb von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie (HGON), die später mit Abe, Dr. Aribert Bach, Klaus Schmidt und Volker Trauboth aus Thüringen sowie Ludwig Sothmann aus Bayern eine deutsch-deutsche Arbeitsgruppe ehrenamtlicher Naturschützer bildeten. Bereits im Januar 1990 gab es dann konkrete Überlegungen zu gemeinsamen Naturschutzprojekten, es wurde an einer Gebietsabgrenzung für ein länderübergreifendes Schutzgebiet gearbeitet. Der erste Arbeitstitel: Landschaftsreservat. „Die Schutzkategorie Biosphärenreservat kannte man damals im Westen noch nicht“, erklärt Abe. Auf einer Arbeitstagung am 13. Februar 1990 in Berlin verständigte man sich schließlich auf den Begriff Biosphärenreservat Rhön. Im Juni 1990 wurde Abe dann auf einer Tagung im „Lämmchen“ im hessischen Schlitzenhausen gefragt, ob er den Aufbaustab des künftigen Biosphärenreservats leiten wolle. „Ich hatte zwei Stunden, um mich zu entscheiden. Noch am selben Tag musste ein Name nach Berlin gemeldet werden.“

„Alles war noch im Aufbau, es herrschte große Euphorie"

So war Abes Karriere als Berufsschullehrer beendet, drei Monate später saß er in dem Flachbau in Kaltensundheim. Mit der Verabschiedung des Nationalparkprogramms wurde auch die „Verordnung über die Festsetzung von Naturschutzgebieten und einem Landschaftsschutzgebiet von zentraler Bedeutung mit der Gesamtbezeichnung Biosphärenreservat Rhön“ angenommen, die mit dem Einigungsvertrag in bundesdeutsches Recht überführt wurde. „Somit hatten wir eine Handlungsbasis“, sagt Abe. Eine der ersten Aufgaben des Aufbaustabs: Die Anerkennung durch die UNESCO musste auf den Weg gebracht werden. Im November 1990 stand der Entwurf für die thüringische Antragstellung, der später mit den bayerischen und hessischen Teilanträgen nach Bonn und von da als „Gesamtantrag Rhön“ nach Paris geschickt wurde. Die Übergabe der Anerkennungsurkunde an die drei Umweltminister folgte im Jahr 1991. „Das alles ging damals sehr schnell“, sagt Karl-Friedrich Abe. „Alles war noch im Aufbau, es herrschte große Euphorie. Die friedliche Revolution war ein Glücksfall für den Naturschutz in Deutschland und in der Rhön.“

Festjahr 2021 - 30 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

30 Jahre UNESCO-Anerkennung des Biosphärenreservats Rhön soll im Jahr 2021 mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen gefeiert werden – unter dem Motto „Mensch.Natur.Einklang“. Auch Karl-Friedrich Abe wird dabei sein. Er ist heute stolz auf die länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Bayern, Hessen und Thüringen, die besonders in den vergangenen Jahren noch weiter gefestigt worden sei. Die größten Aufgaben für die Zukunft? „Im breiten Miteinander an einer nachhaltigen Entwicklung arbeiten und den internationalen Status erhalten“, sagt Karl-Friedrich Abe. Die drei tragenden Säulen dabei: „Klima, Biodiversität – und die Menschen im Biosphärenreservat.“ Abes Nachfolgerin Ulrike Schade steht damit vor ganz anderen Herausforderungen als noch vor 30 Jahren. „Neben dem Schutz der Natur mit ihren Tieren und Pflanzen stehen heute vor allem Themen wie Regionalentwicklung und Bildung für nachhaltige Entwicklung im Vordergrund – und neben dem Klimaschutz die Frage, wie nachhaltiges Wirtschaften und Zusammenleben künftig funktionieren kann.“

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news-1914 Sat, 05 Sep 2020 17:39:00 +0200 Der Klimawandel und die Auswirkungen auf die Wasserverfügbarkeit in den Rhöner Gemeinden: Aufruf zur Online-Umfrage https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/der-klimawandel-und-die-auswirkungen-auf-die-wasserverfuegbarkeit-in-den-rhoener-gemeinden-aufruf-zur/ Wie nimmt die Rhöner Bevölkerung mögliche Folgen des Klimawandels auf die Verfügbarkeit von Wasser für private, wirtschaftliche und öffentliche Nutzung wahr? Wer ist in ihren Augen verantwortlich für beobachtete Veränderungen, und welche Lösungsvorschläge gibt es? Diesen Fragen geht ein neues Forschungsprojekt der Goethe-Universität Frankfurt am Main in Kooperation mit dem UNESCO-Biosphärenreservats Rhön nach. Die Rhöner Kommunen in Bayern, Hessen und Thüringen, aber auch die Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, an einer Online-Umfrage teilzunehmen. Besonders heiße, lange und trockene Sommer, die sich als Dürreperioden beschreiben lassen, und eine Häufung von Starkregenereignissen – Tendenzen, die sich mit fortschreitendem Klimawandel in Zukunft verstärken werden. Auch in der Rhön kann es daher zu Engpässen bei der Wasserversorgung und zu negativen Auswirkungen für die Pflanzen und Tiere in Flüssen, Seen und Mooren kommen. Diese Problemlage bildet den Ausgangspunkt für ein neues Forschungsprojekt, das die Goethe-Universität Frankfurt in enger Zusammenarbeit mit dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und der Unterstützung des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HNLUG) durchführt.

Titel des Projekts: „Auswirkungen des Klimawandels auf aquatische Ökosysteme und Wasserversorgung im Biosphärenreservat Rhön: Partizipative Risikobewertung und Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen – KlimaRhön“. Ziel ist, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel im Bereich Wasser zu entwickeln, die auch bei fortschreitendem Klimawandel die Wasserverfügbarkeit für Mensch und Umwelt im Biosphärenreservat sicherstellen sollen. Um geeignete Anpassungsmaßnahmen zu finden, ist das Forschungsteam auf die Mithilfe der Kommunen und der Bevölkerung angewiesen: Sie sind aufgerufen, an der Online-Umfrage „Survey KlimaRhön“ teilzunehmen.

Hier geht es zur Umfrage.

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