Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de Biosphärenreservat Rhön de-DE Biosphärenreservat Rhön Tue, 09 Aug 2022 17:05:30 +0200 Tue, 09 Aug 2022 17:05:30 +0200 TYPO3 EXT:news news-2208 Tue, 09 Aug 2022 09:10:00 +0200 Dem Himmel so nah: Rhöner Sternenparkwochen vom 12. bis 28. August https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/sternenparkwochen-2022 Die Rhöner Sternenparkwochen finden dieses Jahr vom 12. bis 28. August 2022 statt. Bereits zum dritten Mal dreht sich in der Rhön wieder alles rund um Sonne, Mond und Sterne. Jedes Jahr kreuzt die Erde im August auf ihrer Bahn den Meteoritenstrom der Perseiden. Um den 12. August, pünktlich zum Auftakt der Sternenparkwochen, wird der Höhepunkt erreicht: Am wolkenfreien Nachthimmel kann man unzählige Sternschnuppen „vom Himmel fallen“ sehen. In diesem Jahr wird der Meteorstrom vom Vollmond begleitet, der die Rhön in einem besonderen Licht erstrahlen lässt.

Dass der Sternenhimmel hier ein besonderes Erlebnis ist, kommt nicht von ungefähr: Mit der Auszeichnung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön als internationaler Sternenpark im Jahr 2014 war das Versprechen verbunden, dass sich die Region für den Schutz der Nacht einsetzt. Lichtverschmutzung wird in den Sternenpark-Kommunen durch gezielte Maßnahmen eingedämmt. Das schützt die Artenvielfalt und unsere Gesundheit – und ermöglicht eine klare Sicht ins Universum.

„Wir freuen uns, die Sternenparkwochen bereits zum dritten Mal ausführen zu können. Durch unterschiedliche Angebote – im Bereich Erlebnis, Kulinarik und Übernachtung – können wir Gästen und Einheimischen unser Himmelszelt näherbringen. Die enge Zusammenarbeit der Rhön GmbH mit den Verwaltungen des Biosphärenreservats und dem Verein Sternenpark Rhön e. V. ermöglicht es, die Besonderheit des Sternenparks aufzuzeigen und erlebbar zu machen – und gleichzeitig auf das Engagement der Region für den Schutz der Nacht aufmerksam zu machen“, freut sich Silvia Hillenbrand, Projektmanagerin bei der Rhön GmbH.

Hierbei unterstützen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Sternenpark-Kommunen, die mit der Aktion „Licht aus, Sterne an!“ ein Zeichen setzen wollen. In der Nacht zum 28. August wird in einigen Ortslagen ein Teil der öffentlichen Straßen- beziehungsweise Gebäudebeleuchtung zeitweise abgeschaltet.

Das kann man erleben

Während der Sternenparkwochen können Gäste und Einheimische viel Neues entdecken. Die Angebote reichen von Nachtfotografie-Kursen am Ellenbogen über Waldbaden mit Sternenparkinfos in Fladungen bis hin zu Wanderungen unterm Sternenzelt und zu Himmelsschauplätzen.

Rund um den Rhöner Sternenpark dreht sich auch alles beim Sternenparkfest in Kaltennordheim, das mit einem thematisch passenden Puppentheater, einer Sternenparkführung und einem Skydinner zahlreiche himmlische Highlights bietet.

Bei einem regionalen Picknick unterm Sternenzelt in Tann, einer Sternenwanderung inklusive Gute-Nacht-Cocktail in Neuwirtshaus oder einer Verkostung regionaler Spezialitäten mit Sternengeschichten unterm Himmelszelt des Genussortes Ostheim kommen auch Genießer voll und ganz auf ihre Kosten.

Wer mehr zum Thema Sternenpark Rhön und Schutz der Nacht erfahren möchte, kann zwischen zahlreichen Sternenparkführungen mit den zertifizierten Sternenführerinnen und Sternenparkführern wählen.

„Die Kreativität in den Angeboten zeigt, dass der Sternenpark viel Potential für die Rhön bietet. Es ist schön zu sehen, wie Naturschutz und Tourismus voneinander profitieren können.“

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Sternenpark Rhön
news-2211 Mon, 08 Aug 2022 11:51:00 +0200 E-Mobilitätstag und geführte E-Bike-Tour in Thüringen zum Entwicklungszonentag am 11. September https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/entwicklungszonentag-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-e-mobilitaetstag-in-hessen-gefuehrte-e-bike-tour-in-thueringen Im größten Teil des UNESCO-Biosphärenreservats – der Entwicklungszone, die etwa 75 Prozent der Fläche ausmacht – gibt es nur wenige bis keine Auflagen oder Einschränkungen. Hier können Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie unter den üblichen gesetzlichen Auflagen wirtschaften. Auf freiwilliger Basis sollen hier nachhaltige Nutzungs- und Wirtschaftsformen erprobt, modellhaft umgesetzt und praktiziert werden. Diese stehen am Entwicklungszonentag, dem 11. September, im Vordergrund – mit dem Fokus auf dem Thema E-Mobilität. Parallel zum E-Mobilitätstag in Eiterfeld wird im Thüringer Teil des Biosphärenreservats eine geführte E-Bike-Tour angeboten. Zu der Radtour lädt die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ein. Treffpunkt ist um 13 Uhr in Pferdsdorf am Parkplatz Ulsterbrücke. Ab hier geht es über den Ulsterberg und weitere verschiedene Stationen, darunter Bermbach, Borsch und Geisa, über den Ulstertalradweg Richtung Buttlar und Wenigentaft wieder zurück. An mehreren Stopps erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in unterschiedliche Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung – darunter zum Beispiel der neue Naturerlebnispfad am Ulsterberg, den die Einheitsgemeinde Unterbreizbach derzeit errichten lässt.

Die Tour ist etwa 25 Kilometer lang, es werden 350 Höhenmeter zurückgelegt. Ende der Veranstaltung ist gegen 18 Uhr geplant. Unterwegs ist eine Pause zum Stärken in Geisa geplant (Teilnehmende zahlen selbst). Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, kurze formlose Anmeldung unter Telefon (0361) 57392 3330 oder per E-Mail an poststelle.rhoen@nnl.thueringen.de.
(Hinweis: E-Bikes werden nicht gestellt, diese müssen selbst organisiert werden)

Auf hessischer Seite findet von 11 bis 18 Uhr in der Marktgemeinde Eiterfeld wieder der Tag der E-Mobilität statt, bei dem Händler und Hersteller die Vielfalt der Elekto-Antriebe präsentieren – vom E-Bus über E-Pkws bis hin zu E-Bikes und Akku-Gartengeräten. Auch Ladetechnik und PV-Anlagen gehören wieder zum Programm der kleinen Messe. Vorträge und Diskussionsveranstaltungen, unter anderem zu Themen wie Wasserstofftechnologie und E-Mobilität, runden die Präsentationen ab. Die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und der Verein Natur- und Lebensraum Rhön informieren über Projekte der nachhaltigen Regionalentwicklung.

Zonierung – warum?

Um die vielfältigen Aufgaben und Ziele umzusetzen, sind UNESCO-Biosphärenreservate nach internationalen Leitlinien räumlich in drei Zonen unterteilt. Abgestuft nach den menschlichen Einflüssen, werden die Gebiete in Kern-, Pflege- und Entwicklungszone gegliedert.

Die Kernzonen, die insgesamt drei Prozent der Fläche eines Biosphärenreservats ausmachen sollen, stehen repräsentativ für den zu schützenden Naturraum oder für Bereiche, die sich durch Prozessschutz zu natürlichen oder naturnahen Ökosystemen entwickeln können. Das Ziel ist, der Natur einen Rückzugsort ohne menschliche Einwirkung zu bieten und eine ungestörte Entwicklung zu ermöglichen. Menschliches Wirken konzentriert sich auf Forschung und Monitoring und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Schwerpunkte sind vor allem das Erleben von Wildnis und das Verständnis für die Entstehung von Wildnis.

Umgeben wird die Kernzone von der Pflegezone, die die Kernzone von äußeren Beeinträchtigungen abschirmen soll. Schonende Landnutzungsverfahren dienen dazu, die wertvollen Ökosysteme der Kulturlandschaft zu erhalten. In vielen Bereichen ist eine gezielte und naturverträgliche Nutzung unabdingbar, da der Fortbestand zahlreicher Tier- und Pflanzenarten von dem Erhalt der Kulturlandschaft abhängt.

Die Entwicklungszone umfasst den Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum der Bevölkerung. In den Entwicklungszonen im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön leben rund 210.000 Menschen. In diesen Bereichen soll vor allem durch umwelt- und ressourcenschonende Arbeitsweisen die Wertschöpfung der Region gesteigert werden. Exemplarisch soll so eine nachhaltige Entwicklung im Einklang von Mensch und Natur gefördert werden.

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VNLR
news-2210 Thu, 04 Aug 2022 09:06:00 +0200 Nachruf: Schäfer Dietmar Weckbach aus Ehrenberg-Wüstensachsen war ein Rhöner Original https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/nachruf-dietmar-weckbach Mit Dietmar Weckbach, der am 29. Juli 2022 verstorben ist, verliert die Rhön ein Original. Er hat das Schäferhandwerk im Biosphärenreservat geprägt wie kein anderer. Wer den Namen Weckbach hört, denkt an das Rhönschaf – zu Recht. Dietmar Weckbach ist es zu verdanken, dass Ende der 90er Jahre auf Initiative des BUND eine Herdbuchherde aus Nordhessen in die Rhön geholt und vor dem Schlachthof gerettet werden konnte. Mit der Übernahme der damals 250 Tiere hat er dem zeitweise vom Aussterben bedrohten Rhönschaf im Landkreis Fulda wieder eine Zukunft gegeben. Er und später auch sein Sohn Moritz sind unverzichtbare Partner für die Landschaftspflege und den Erhalt des wertvollen Grünlands im oberen Ulstertal geworden.

Auch die Umweltbildung im Biosphärenreservat hat er jedes Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen maßgeblich unterstützt. Das Hoftor der Schäferei Weckbach steht seit jeher offen für Besuchergruppen jeden Alters. Wer Dietmar Weckbach bei einer Rhönschaf-Wanderung begleitet hat oder zum Essen Gast in seiner Schäferhütte war, konnte spüren, wie sehr ihm „seine Rhön“ am Herzen liegt. Die Schäferei hat er stets mit Leidenschaft erfüllt – allen Herausforderungen zum Trotz, die das Aufrechterhalten eines Traditionshandwerks für kleine Familienbetriebe mit sich bringt.

Dietmar Weckbach wird den Rhönerinnen und Rhönern, auch über die Landesgrenzen hinaus, in Erinnerung bleiben. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen.

 

Bernd Woide, Landrat des Landkreises Fulda

Torsten Raab, Leiter Hessische Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Dr. Hubert Beier, Vorsitzender Verein Natur- und Lebensraum Rhön (VNLR)

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VNLR
news-2207 Fri, 29 Jul 2022 10:20:04 +0200 Rhöner Landwirtinnen und Landwirte schaffen im Projekt "BROMMI" Lebensraum für Insekten https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rhoener-landwirtinnen-und-landwirte-schaffen-im-projekt-brommi-lebensraum-fuer-insekten Auf Wiesen und Äckern im Markt Oberelsbach, in Wollbach und Lebenhan blüht es derzeit stellenweise kunterbunt. Diese Blüh-, Wiesen oder Kleegrasstreifen bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Heuschrecken Nahrung – und Platz für ihre Kinderstube. Was aussieht, als wäre den Landwirtinnen und Landwirten beim Mähen die Lust ausgegangen, ist als aktive Maßnahme Teil eines deutschlandweiten Projekts zum Insektenschutz. Wiltrud Fischer vom WWF Deutschland, die das „BROMMI“-Projekt im bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön betreut, ist begeistert von der Anzahl der Insekten, die an sonnigen Tagen auf diesen Flächen flattern und kreuchen: „Die Streifen zeigen Wirkung!“ Im Projekt BROMMI – Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz – wird in fünf deutschen Biosphärenreservaten in enger Zusammenarbeit mit den Landnutzenden untersucht, wie die Integration von Insektenlebensraum in die Bewirtschaftung gut und effizient gelingen kann. Ziel ist es, dass Insektenreichtum wieder selbstverständlicher Teil der Landwirtschaft wird. Auch der bayerische Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön gehört zur Kulisse des Anfang 2021 gestarteten Projekts. Im Fokus stehen im Landkreis Rhön-Grabfeld Oberelsbach, Unterelsbach, Sondernau, Wollbach und Lebenhan sowie im Landkreis Bad Kissingen Poppenroth, Stralsbach und Schlimpfhof.

Aktuell engagieren sich insbesondere Biobauern in dem Projekt – unter ihnen Theo Heimgärtner aus Oberelsbach. Er schwärmt von den „Insektenwolken“, die dank eines speziellen Mähwerks bei der Mahd unverletzt davonfliegen. Und Eberhard Räder aus Bastheim hat sich getraut, den wohl ersten Insektenwall in der Rhön zu pflügen. Insektenwälle sind rund 50 Zentimeter hohe und etwa drei Meter breite Wälle, die mit Horstgräsern und Blühmischungen eingesät werden. Die Idee kommt aus England, wo die Wälle zur Förderung der Insektenvielfalt erprobt sind. Ebenso wie Eberhard Räder setzen Klaus Zimmer aus Wollbach und Cindy Pörtner aus Oberelsbach auf ihren Feldern eine Vielzahl von Maßnahmen um – unter anderem artenreiche Untersaaten und Blühstreifen mit heimischem Arten wie Wiesen-Kümmel, Kornblume und Wiesen-Flockenblume. Diese sind zwar etwas unscheinbarer als solche mit mediterranen Arten und Kulturpflanzen wie Sonnenblumen, sind jedoch für eine Vielzahl von Insekten immens wertvoll.

Unterwegs mit dem Kescher: Insekten werden gezählt

Um den Erfolg all dieser Maßnahmen zu messen, haben sich die Projektverantwortlichen Unterstützung von Expertinnen und Experten geholt, die die Entwicklung der Insektenzahlen auf den Flächen mit und ohne Maßnahmen beobachten. Auf Wiesen und Kleegrasflächen zählen sie Tagfalter und Heuschrecken – mit Keschern und einem Isolationsquadrat, einer nach unten offene Kiste, die mit einem weißen Tuch bespannt ist und auf das Feld gesetzt wird. Die ersten Ergebnisse werden im Herbst erwartet.

„Im nächsten Schritt wollen wir für das Projekt verstärkt auch die konventionelle Landwirtschaft gewinnen“, sagt Dr. Tobias Gerlach, der das Projekt als Partner aus der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats betreut. „Um die Insektenvielfalt wiederherstellen und schützen zu können, brauchen wir alle Landwirtinnen und Landwirte.“

Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt und dem Aktionsprogramm Insektenschutz gefördert. 

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news-2206 Thu, 28 Jul 2022 14:20:38 +0200 Vorträge zu Bildungsforschung am NEZ Rhön online anschauen – Nächster Vortrag zur Berghexe und Co. am 29. September https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/von-grossen-baeren-und-kleinen-wildschweinen-vortrag-zu-bildungsforschung-am-nez-rhoen-jetzt-online-verfuegbar In einem Online-Vortrag der Reihe „In der Rhön – für die Rhön“ haben drei ReferentInnen Einblicke in die Bildungsforschung des neugegründeten Naturerlebniszentrums (NEZ) Rhön gegeben und konkrete Ergebnisse zweier studentischen Forschungsarbeiten präsentiert. Zu der Veranstaltung hatte die Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön eingeladen. Die Aufzeichnung der Veranstaltung kann man sich ab sofort online anschauen. „Mensch und Natur sollen in unserer Arbeit immer zusammengedacht und zusammengebracht werden“, fasste Felix Papsch, wissenschaftlicher Mitarbeiter des NEZ Rhön, einen der selbstgesteckten Grundsätze des Zentrums zusammen. Deswegen sei besonders ein Biosphärenreservat der ideale Ort für eine hochwertige Bildung für nachhaltige Entwicklung, da hier täglich unterschiedliche ökologische, soziale und ökonomische Interessen sichtbar gemacht, gegeneinander abgewogen und in Einklang gebracht werden müssen.

Fundierte und etablierte Modelle wie das Strukturmodell der Umweltkompetenz nach Roczen et al. (2004) stellen eine wichtige Grundlage für die Bildungs- und Forschungsarbeit des NEZ dar. Dieses identifiziert klassisches Systemwissen als notwendige, aber nicht ausreichende Voraussetzung, um Einfluss auf das individuelle Umweltverhalten zu nehmen. Neben weiteren Faktoren nimmt allerdings die Verbundenheit des Menschen zur Natur eine besondere Stellung ein. Diese messbare Größe hat einen besonderen Einfluss auf das individuelle Umweltverhalten und kann auf ganz unterschiedliche Weisen positiv beeinflusst werden. „Es ist also empirisch belegt: Rausgehen ist immer gut,“ so Papsch – eine schlichte, aber schöne Formel für die gemeinsame Arbeit mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der NEZ-Veranstaltungen.

Im Anschluss stellten Victoria Wunderle und Julia Tauer die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten vor, die sie in Zusammenarbeit mit dem NEZ Rhön angefertigt haben. Victoria Wunderle, Lehramtsstudentin der Universität Würzburg, hat Sternenparkführungen im Biosphärenreservat begleitet, um erste Erkenntnisse über mögliche Effekte dieser beliebten Veranstaltungen auf die Naturverbundenheit, das Wissen zur Nacht und die Bereitschaft zum Schutz der Nacht zu generieren. Ihre Fragebogen-gestützte Studie ergab dabei, dass besonders das Wissen zum Schutz der Nacht nach Sternenparkführungen positiv beeinflusst wird.

Julia Tauer, Studentin im Bereich Biodiversität & Umweltbildung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, hat ein Bildungsangebot für Grundschulkinder im Wild-Park Klaushof zur menschlichen Beziehung zu Nutz- und Wildtieren geschaffen und dieses mit einer Interview-gestützten Studie begleitet. Ermittelt werden konnte dabei ein besonderes Interesse an den Wildtieren des Parks und ihren ökologischen Beziehungen sowie den Lebensbedingungen von Nutztieren.

Beide Forschungsprojekte liefern wichtige und spannende Ansatzpunkte für weitergehende Forschung im NEZ Rhön und die Ausgestaltung zukünftiger Bildungsangebote.

Seltene Schmetterlinge der Kalkmagerrasen und die letzten „Hexen“ in der Rhön

Ende September geht die Vortragsreihe weiter: Seltene Schmetterlinge der Rhöner Kalkmagerrasen bringen Benno von Blanckenhagen und Janina Ebert den Teilnehmenden am Donnerstag, 29. September, von 19.30 bis 21 Uhr, näher.

Die Rhön ist bekannt für ihre Vielgestaltigkeit: Bergwälder, Berg-Mähwiesen und Borstgrasrasen gehören ebenso zu den herausragenden Lebensräumen wie auch Moore und Kalkmagerrasen. Die Qualität der Biotope, ihre Größe und Vernetzung machen die Rhön zu einem Hotspot der biologischen Vielfalt, so auch für Schmetterlinge. Bedingt durch Biotopverluste, die Intensivierung der Landwirtschaft und den Klimawandel ist die Vielfalt der Tagfalter aber auch hier gefährdet. Besonders betroffen sind hochspezialisierte Falter wie die vom Aussterben bedrohte Berghexe (Chazara briseis), die am thüringischen Gebaberg ihr deutschlandweit größtes Vorkommen hat.

Benno von Blanckenhagen (Büro für ökologische Gutachten Marburg) unterstützt seit vielen Jahren das Monitoring der Tagfalter im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Janina Ebert (Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement der Universität Gießen) hat sich im Rahmen einer Studie der Frage gewidmet, wie der rückläufige Berghexen-Bestand langfristig erhalten werden kann.

Der kostenfreie Vortrag findet auf der Online-Plattform Edudip statt. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden ihren persönlichen Zugangslink. Hier geht es zur Anmeldung. 

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news-2203 Tue, 26 Jul 2022 13:49:50 +0200 Schutz für seltene Pflanzen und Trekking in der Rhön: Spannende Projekte im Commerzbank-Umweltpraktikum 2022 https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/schutz-fuer-seltene-pflanzen-und-trekking-in-der-rhoen-spannende-projekte-im-commerzbank-umweltpraktikum-2022 Ihren Campus hat Pauline Pfeiffer gegen das Land der offenen Fernen getauscht, wie die Rhön auch genannt wird. Seit Mitte April hat sie ein Umweltpraktikum beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön (VNLR), dem Förderverein des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön auf hessischer Seite, absolviert. Ihr Umweltpraktikum hat sie nun erfolgreich beendet – und auch ihr Nachfolger Clemens Pleißner steckt schon nach wenigen Tagen mitten in einem spannenden Projekt. Finanziert und organisiert wird das Umweltpraktikum in der Rhön seit 1994 von der Commerzbank. Deutschlandweit findet es in 27 Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten statt. Die Studierenden unterstützen tatkräftig in den Bereichen Naturschutz und nachhaltige Entwicklung und sammeln dabei wertvolle Praxiserfahrungen. Sabine Wagner, die künftig die Commerzbank-Filiale in Fulda leitet, hat Pauline Pfeiffer und Clemens Pleißner in der Rhön besucht. Dabei überreichte sie ihnen je einen Rucksack mit nützlichen Utensilien für den Einsatz in der freien Natur. „Wir als Commerzbank freuen uns, junge Menschen hier auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten und ihr Engagement für den Naturschutz und für nachhaltige Projekte zu fördern“, sagt Sabine Wagner.  

Artenvielfalt, die begeistert

Pauline Pfeiffer sieht ihren beruflichen Schwerpunkt im Bereich des praktischen Naturschutzes. Aktuell studiert sie Biodiversität und Ökologie im Master an der Universität Greifswald, zuvor hatte sie sich in ihrer Bachelorarbeit mit Orchideen befasst. Ihr Fachwissen hat sie während des Praktikums weiter ausbauen können – als „Orchideen-Eldorado“ und Heimat zahlreicher schützenswerter Pflanzen war das Biosphärenreservat Rhön der perfekte Ort dafür. So hat sie in Zusammenarbeit mit dem Büro Barth & Partner botanische Kartierungen auf Kontrollflächen des EU-Life-Projekts zum Schutz der Rhöner Bergwiesen unterstützt, bei denen auch Standorte von Frauenschuh und Pyrenäen-Löffelkraut erfasst wurden. Auch ein Artenhilfsprojekt zum Schutz der Arnika in der Rhön konnte die Studentin mit betreuen: Hier wurden gemeinsam mit dem Netzwerk Rhönbotanik Auspflanzungen und Aussaat-Versuche gestartet.

Pfeiffer zieht ein positives Fazit. Nach zwei Jahren Online-Studium während der Pandemie hat sie die täglichen Geländearbeiten in der Mittelgebirgslandschaft Rhön im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen genossen. „Ich bin begeistert von der Artenvielfalt, die diese Landschaft zu bieten hat. Ich habe Arten kennen gelernt, die man in Deutschland zum Großteil nur noch aus Lehrbüchern kennt“, sagt Pauline Pfeiffer.

Mensch und Natur im Einklang – Trekking-Projekt im Sinne des sanften Tourismus

Erst seit Anfang Juli ist Clemens Pleißner dabei. Er studiert ebenfalls an der Universität Greifswald im Master – allerdings Nachhaltigkeitsgeographie. Auch dies ist ein wichtiges Aufgabengebiet im Biosphärenreservat, das gemäß der UNESCO-Auszeichnung eine Modellregion für nachhaltige Entwicklung ist. Während seines dreimonatigen Praktikums wird für Clemens Pleißner das Thema nachhaltiger Tourismus im Vordergrund stehen. Dieser wird im Biosphärenreservat angestrebt – Ziel ist die Vereinbarung von Naturerleben und Naturschutz, ganz im Sinne des Mottos „Mensch. Natur. Einklang.“ Pleißner hofft auf wichtige Impulse für seine Masterarbeit und die anschließende Berufstätigkeit. Im Rahmen des Praktikums widmet er sich dabei einem sehr konkreten Projekt: einem möglichen Konzept zur Ausweisung und Einrichtung von Trekking-Plätzen. Diese naturnahen Übernachtungsmöglichkeiten unter freiem Himmel sollen in Zeiten stetig wachsender Besucherzahlen im Biosphärenreservat die Nachfrage nach solchen Angeboten decken und somit auch zur Besucherlenkung beitragen. Hierfür gilt es zunächst, mit den vielen unterschiedlichen Interessensgruppen – Kommunen und Flächeneigentümer sowie Akteure aus Naturschutz und Tourismus – ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Lösungen zu finden.

„Die jungen Menschen bringen ihre Erfahrungen aus Studium und bisherigem Werdegang ein und geben uns wichtige Impulse. Anderseits erhalten sie Einblick in die Praxis und das regionale Zusammenspiel unterschiedlichster Akteure“, betont Martin Kremer, Einsatzleiter für die Praktikantinnen und Praktikanten beim VNLR, der sich bei Sabine Wagner und der Commerzbank für die seit Jahrzehnten erfolgreiche Zusammenarbeit bedankte.

Auch 2023 wieder zwei Praktikumsplätze zu vergeben

Im kommenden Jahr stehen in der Rhön wieder zwei Praktikumsstellen für jeweils drei Monate zur Verfügung. Studierende können sich ab Herbst für das Umweltpraktikum bewerben. Weitere Informationen zum Praktikum finden Studierende auf der Homepage https://umweltpraktikum.com.

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VNLR
news-2202 Tue, 26 Jul 2022 13:43:34 +0200 VNLR gewinnt bei Umweltlotterie – Unterstützung für Praktikantinnen und Praktikanten https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/vnlr-gewinnt-bei-umweltlotterie-unterstuetzung-fuer-praktikantinnen-und-praktikanten Der Verein Natur- und Lebensraum Rhön (VNLR) e. V., der seit mehr als 30 Jahren als Förderverein für des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön auf hessischer Seite tätig ist, freut sich über eine Förderung von GENAU, der Umweltlotterie von Lotto Hessen. Der Verein erhält von der Umweltlotterie ein Preisgeld von 5.000 Euro, um damit Studierenden eine Aufwandsentschädigung für ein Umweltpraktikum im Biosphärenreservat finanzieren zu können. Der Geschäftsführer des Vereins, Martin Kremer, betont, dass der Verein seit drei Jahrzehnten Studierenden die Möglichkeit einräumt, Praktika im Bereich Umwelt und Natur beim Biosphärenreservat zu absolvieren. Meist handelt es sich um dreimonatige Pflichtpraktika, die nachgefragt werden. Die fachliche Ausrichtung des Studiums spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist das Interesse an Themen wie Natur- und Artenschutz, Umweltschutz, Landschaftspflege, Umweltbildung oder auch nachhaltige Landwirtschaft und Regionalentwicklung.

„Wir versuchen immer, die Interessen der Studierenden mit den aktuelle Erfordernissen unserer Arbeit in Einklang zu bringen, gemeinsame Schnittmengen auszuloten und dann entsprechende Aufgaben abzustimmen. So hat in diesem Jahr zum Beispiel eine Praktikantin unsere Biologen bei der Kartierung von Orchideen unterstützt. Ihr Nachfolger kümmert sich derzeit um ein Projekt zu Übernachtungsmöglichkeiten unter freiem Himmel.“ 

Mit dem Preisgeld ist es dem Verein nun möglich, Praktikantinnen und Praktikanten eine monatliche Aufwandsentschädigung von 300 Euro zu zahlen. Dabei sollte das Praktikum zwei Monate nicht unterschreiten. Grundsätzlich sind Praktika bis zu 6 Monaten, sofern von der Studienordnung vorgesehen, möglich.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Studierende. Bewerbungen sind an den Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V., info@vnlr.de, zu richten. Weitere Auskünfte erhalten Interessierte unter Tel. 06681-9174524.

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VNLR
news-2200 Tue, 26 Jul 2022 12:46:00 +0200 Für den Schutz der Nacht unterwegs: 20 neue Sternenparkführerinnen und Sternenparkführer ausgebildet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/fuer-den-schutz-der-nacht-unterwegs-20-neue-sternenparkfuehrerinnen-und-sternenparkfuehrer-ausgebildet Neue Sternenparkführerinnen und Sternenparkführer für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön: Am Sonntag, direkt im Anschluss an ihre praktische Abschlussprüfung, haben 20 Frauen und Männer aus allen Teilen der Rhön bei einer Feierstunde auf dem Gelände der Propstei Zella/Rhön ihre Zertifikate erhalten. Künftig werden sie in Bayern, Hessen und Thüringen spannende Führungen rund um das Thema Sternenpark anbieten – und decken somit die stets wachsende Nachfrage von Nachthimmel-Fans aus ganz Deutschland. Das Angebot, das die seit Jahren beliebten Sternenführungen des Vereins Sternenpark Rhön e. V. erweitert, soll nicht nur den Tourismus fördern und die Destination Rhön stärken. Vor allem steht die Sensibilisierung für den Schutz der Nacht im Vordergrund. Mit der Auszeichnung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön als internationaler Sternenpark im Jahr 2014 war die Verpflichtung verbunden, Lichtverschmutzung mit gezielten Maßnahmen einzudämmen und zu vermeiden, um so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität, zum Schutz von Gesundheit und Klima und zur Energieeinsparung zu leisten. So war die Aufklärung über Lichtverschmutzung als schädliche Umwelteinwirkung und die Maßnahmen für den Schutz der Nacht im Biosphärenreservat nicht nur Fokusthema in der Ausbildung, sondern sie wird künftig auch fester Bestandteil der Führungen sein. „Außerdem können die Nacht-Expertinnen und -Experten für ein umweltverträgliches Verhalten in der Natur sensibilisieren“, erklärt Ulrike Schade, Leiterin der federführenden Thüringer Verwaltung des Biosphärenreservats. „Mit ihrem Angebot leisten die neuen Sternenparkführerinnen und Sternenparkführer einen wichtigen Beitrag zur Besucherlenkung in der Biosphäre Rhön.“

Ulrike Schade, Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats, Simon Manger, Vorsitzender des Vereins Sternenpark Rhön e. V., Dr. Joachim Schneider, Leiter des Naturerlebniszentrums (NEZ) Rhön – die beiden hatten die Ausbildung inhaltlich mitgestaltet und waren Teil des Prüfer-Teams –, Rhön-GmbH-Geschäftsführer Bertram Vogel, Torsten Warnecke, Landrat des Landkreises Hersfeld-Rotenburg sowie Anke Barthel als Vertreterin des Landkreises Bad Kissingen und Peter Casper als Vertreter des Landkreises Schmalkalden-Meiningen dankten und gratulierten den Absolventinnen und Absolventen.

"Wir brauchen euch dringend"

Bei der Feierstunde wurde deutlich, wie gut die Teilnehmenden in den vergangenen Monaten als Team zusammengewachsen sind. „Wir sind gute Freunde geworden“, bilanzierte auch der Kommunikations-Trainer Sven Hähle, der die Ausbildung im Auftrag der Biosphärenreservatsverwaltungen durchgeführt hatte. In dem insgesamt 80-stündigen Lehrgang wurden die Teilnehmenden in den Bereichen Astronomie, Umwelt, Mensch und Natur, Kultur und Landschaft, Kommunikation und Führung sowie Recht und Betriebswirtschaft geschult. Nun können sie, ganz nach ihrem persönlichen Interesse, Führungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten anbieten – zum Beispiel zur Orientierung am Nachthimmel anhand der Sterne oder auch zur Mythologie und Rhöner Sagen.

„Wir brauchen euch dringend“, fasste es Dr. Joachim Schneider treffend zusammen. „Ihr seid eine bunt gemischte Truppe – wir sind gespannt auf die Vielfalt eurer Angebote.“ Die Teilnehmenden, die aus über 90 Bewerbungen ausgewählt worden waren, kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen – einige von ihnen sind Lehrer oder Altenpflegerin, andere bieten bereits Naturführungen an oder sind Gemeindemitarbeiter und wollen bei der Reduzierung von Lichtverschmutzung aktiv mithelfen. Sieben von ihnen stammen aus Hessen (fünf aus dem Landkreis Fulda, zwei aus Hersfeld-Rotenburg), sieben aus Bayern (drei aus Bad-Kissingen, vier aus Rhön-Grabfeld) und sechs aus Thüringen (vier aus dem Wartburgkreis, zwei aus Schmalkalden-Meiningen).

Die Ausbildung, bei der auch die Rhön GmbH und der Verein Sternenpark Rhön mitwirkten, wurde von den Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in länderübergreifender Zusammenarbeit organisiert und durch die Landkreise Bad Kissingen, Fulda, Rhön-Grabfeld, Schmalkalden-Meiningen, Wartburgkreis sowie die Touristische Arbeitsgemeinschaft „Nördliche Kuppenrhön“ gefördert. Verantwortlich für die Organisation und Verwaltung der Finanzen bei den Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön waren Nadja Thürbeck (TH) und Mechthild Winheim (HE).

Auf www.verein-sternenpark-rhoen.de finden sich alle öffentlichen Termine der Führungen im Sternenpark Rhön für das Jahr 2022. Zudem kann man über ein Formular individuelle Termine anfragen.

 

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Sternenpark Rhön
news-2201 Tue, 26 Jul 2022 11:49:48 +0200 Weil Natur zu einem guten Leben gehört: Erfolgreicher Aktionstag Umweltbildung und BNE im Freilandmuseum Fladungen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/weil-natur-zu-einem-guten-leben-gehoert-erfolgreicher-aktionstag-umweltbildung-und-bne-im-freilandmuseum-fladungen Natürlich draußen – wo denn sonst: Unter diesem Motto haben sich zahlreiche Akteure aus dem Bildungsbereich im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen präsentiert. Bei einem „Markt der Möglichkeiten“ wurde deutlich, wie vielfältig die Angebote zu Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön sind. Rund 40 Pädagoginnen und Pädagogen aus allen Teilen der Rhön waren gekommen, um sich über diese Angebote zu informieren und sich zu vernetzen. Den theoretischen Einstieg bot ein eindrücklicher Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Gebhard, Erziehungswissenschaftler an den Unis Hamburg und Bielefeld und Autor von „Kind und Natur“.  Der Experte fand deutliche Worte: „Natur gehört zu einem guten Leben dazu.“ Natur erfülle das grundlegende Bedürfnis des Menschen nach Vertrautheit und nach dem Beständigen – sie werde mit Gerechtigkeit, Glück und Lebensqualität verbunden. Gebhard ging auf diverse Studien ein und sprach unter anderem über die psychische Bedeutung von Naturerfahrungen und über die Korrelation dieser Erfahrungen mit Umweltbewusstsein. Es sei erwiesen, dass Menschen, die in der Kindheit positive Naturerfahrungen gemacht haben, im Erwachsenenalter nicht nur umweltbewusster leben, sondern auch stärker sozial engagiert sind. Allein Tiere und Pflanzen erkennen und bei ihrem Namen nennen zu können – also Umweltwissen –, könne schon einen positiven Einfluss auf das Umweltbewusstsein haben.

Werte seien zwar nicht lehrbar, betonte Gebhard, „aber wir können die Rahmenbedingungen schaffen, dass Menschen sich Werte wie Naturbewusstsein aneignen können.“ Der Schlüssel: Umweltbildung und BNE. Der Wissens- und somit auch Wertetransfer funktioniere hierbei nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. „Es spricht viel dafür, dass die Wertschätzung von Natur eher das Ergebnis von beiläufigen, gelungenen Erfahrungen in der Natur ist – unabhängig von deren umweltpädagogischen Intentionen.“ Die Erhöhung der Wertschätzung von Natur wäre dann ein geradezu unbeabsichtigter „Nebeneffekt“ von Naturerlebnissen. „Es ist eben der Freiraum, der die Natur so attraktiv macht. Und dann kommen umweltschützende Einstellungen fast von allein.“

Solche Erfahrungen und Naturerlebnisse ermöglichen im UNESCO-Biosphärenreservat zahlreiche Akteure aus dem Umweltbildungs- und BNE-Netzwerk. Einige von ihnen stellten sich und ihre Angebote im Anschluss an den Vortrag in entspannter Atmosphäre auf dem Museumsgelände vor: die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, die Ranger des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V., das Naturerlebniszentrum (NEZ) Rhön, die Umweltbildungsstätte Oberelsbach, das Biodiversitätszentrum (BioZ) Rhön, der Verein Sternenpark Rhön e. V., das Schullandheim Bauersberg, Naturschule Diez, Kunststation und NaturAktivMuseum Oepfershausen, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Bad Neustadt , HONU – NachhaltigErLeben sowie der Lern- und Erlebnisbauernhof Girz.

„Nach zwei Jahren Corona-Pause hat unser Aktionstag den unterschiedlichen Akteuren die Möglichkeit geboten, sich länderübergreifend auszutauschen und zu vernetzen“, sagt Dr. Joachim Schneider, Leiter des NEZ Rhön und Sprecher der länderübergreifenden AG Bildung des Biosphärenreservats. „Es wurde deutlich, dass wir im Biosphärenreservat eine vielfältige Bildungslandschaft mit zertifizierten Schulen, Kitas, mobilen Bildungsteams und außerschulischen Lernorten haben.“

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news-2199 Fri, 22 Jul 2022 16:56:36 +0200 Jobangebot: Thüringer Verwaltung des Biosphärenreservats sucht Mitarbeiter/in für Bildung und Kommunikation https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/jobangebot-mitarbeiter/in-fuer-bildung-und-kommunikation In der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön mit Sitz in Zella/Rhön ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer/eines Mitarbeiterin/Mitarbeiters für Bildung und Kommunikation zu besetzen. Das Aufgabengebiet umfasst insbesondere die Mitarbeit bei anfallenden Arbeiten im Bereich der Kommunikation und Bildung für nachhaltige Entwicklung, insbesondere die

  • Mitwirkung bei Bildungsmaßnahmen, z. B. Kita-Gruppen, Schulklassen, Junior Ranger
  • Betreuung von Informationsständen bei öffentlichen Veranstaltungen und Messen
  • Unterstützung bei der Pflege und Instandhaltung der Dienstfahrzeuge /Equipment
  • Übernahme von Transport- und Logistikaufgaben, z. B. im Bereich der Materialbeschaffung und Infomaterial-Verteilung
  • Einlagerung von Infomaterialien und Bestandsüberwachung in den Lagern
  • Vorbereitung und Durchführung anfallender Instandhaltungs- und kleinerer Baumaßnahmen im Außen- und Innenbereich sowie die
  • Übernahme von Tätigkeiten bei Forschungs- und Monitoringmaßnahmen, z. B. die Kontrolle von Insektenfallen.

Bewerben kann man sich bis spätestens 2. September 2022 (Posteingang) beim Thüringer Umweltministerium (TMUEN).

Die ausführliche Stellenausschreibung finden Sie im Downloadbereich auf dieser Seite.

Rückfragen können an das Umweltministerium gerichtet werden: Telefon (0361) 57 3911 129, E-Mail: personalreferat@ tmuen.thueringen.de

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news-2198 Thu, 21 Jul 2022 16:28:07 +0200 World Ranger Day am 31. Juli: Rhöner Rangerinnen und Ranger laden zu Aktionstag mit Führungen ein https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/world-ranger-day-2022-in-der-rhoen Auch in diesem Jahr laden die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. die Rhönerinnen und Rhöner dazu ein, am 31. Juli, dem World Ranger Day, dabei zu sein. Rangerinnen und Ranger sorgen weltweit in Schutzgebieten für den Erhalt und Schutz von Pflanzen und Tieren und werben für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – auch in der Rhön. Am World Ranger Day steht diese wertvolle Arbeit bei Veranstaltungen auf der ganzen Welt im Vordergrund. 1872 wurde in den USA der erste Nationalpark ausgewiesen. Acht Jahre später nahm dort, im Yellowstone National Park, der weltweit erste Ranger seine Arbeit auf. Seitdem ist die Notwendigkeit, das Naturerbe der Welt zu erhalten und schützend zu betreuen, dramatisch gewachsen. Der Einsatz von Rangerinnen und Rangern ist heute ein international anerkannter Naturschutzstandard. In Deutschland werden sie hauptsächlich in Großschutzgebieten (Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks) eingesetzt. Zunehmend werden aber auch einzelne Naturschutz- und Natura 2000-Gebiete durch hauptamtliches Personal betreut. Am 31. Juli wird weltweit vor allem auch all jener gedacht, die während ihrer Arbeit verletzt oder sogar getötet wurden. Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF verlieren jährlich mehr als 100 Naturwächterinnen und -wächter im Einsatz ihr Leben. Vor allem in Afrika ist der Beruf gefährlich – hier gehören Schusswaffen zur Dienstausrüstung. Ein Hauptproblem sind Wilderer, deren illegalen Geschäften die Wildhüterinnen und -hüter im Weg stehen.

Besonders gefährlich ist der Beruf im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön zum Glück nicht. Doch auch hier ist die Arbeit der Rangerinnen und Ranger für den Erhalt der Schutzgebiete unerlässlich. Ihr Aufgabengebiet ist vielfältig: Die Markierung und Kontrolle von Schutzgebieten und die Mitarbeit bei Artenschutz- und Monitoringprojekten gehören ebenso dazu wie Landschaftspflege, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Besucherinnen und Besucher werden von ihnen durch die Schutzgebiete geführt, und Kinder und Jugendliche setzen sich in Junior-Ranger-Gruppen mit den Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit auseinander.

Die Rangerinnen und Ranger in der Rhön

Derzeit sind im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön insgesamt 18 Rangerinnen und Ranger im Einsatz: sieben in Hessen sowie elf in Bayern (vier davon beim NBR, sieben bei der Verwaltung). Die bayerische Verwaltung hatte im Jahr 2021 im Rahmen des Förderprogramms REACT-EU Unterstützung durch fünf zusätzliche Rangerinnen und Ranger erhalten, die die übrigen beiden Ranger der Verwaltungsstelle bis Ende 2023 unterstützen. Einer von ihnen kümmert sich als „Digital-Ranger“ um die digitale Besucherlenkung und ist somit zum Beispiel für die Überprüfung und Bestückung von Webseiten, Social-Media-Kanälen und Outdoor-Apps verantwortlich.

Aktionstag und Führungen an der Schornhecke

Die Rhöner Rangerinnen und Ranger laden am World Ranger Day, 31. Juli 2022, von 10 bis 16 Uhr auf den Wanderparkplatz Schornhecke (bayerische Seite) zwischen Oberelsbach und Wüstensachsen ein. Besucherinnen und Besucher erhalten hier nicht nur einen Einblick in die Ranger-Arbeit und in spannende Projekte im Biosphärenreservat, sondern sind auch herzlich zu Führungen eingeladen: Diese starten um 11 und 13 Uhr und ermöglichen an verschiedenen Stationen rund um den Heidelstein einen „hautnahen“ Einblick in den abwechslungsreichen Ranger-Beruf. Man kann erfahren, was die Rangerinnen und Ranger alles tun, um die Rhöner Natur und Landschaft zu schützen und auch andere Menschen dafür zu begeistern. Die Führungen dauern jeweils etwa zwei Stunden, die Streckenlänge beträgt ungefähr drei Kilometer.

 

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news-2194 Wed, 13 Jul 2022 16:17:00 +0200 „Die Rhöner haben es nicht versiebt“ – Michael Geier verabschiedet sich nach fast 30 Jahren aus dem "Biosphären-Dienst" https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/michael-geier-verabschiedet-sich-nach-fast-30-jahren-aus-dem-biosphaeren-dienst Er hat das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön in dessen Anfängen mit aufgebaut, es erfolgreich durch einen Erweiterungs- und zwei Evaluierungsprozesse manövriert und die Erstellung des Rahmenkonzepts 2018 als „Kompass“ für die Zukunft der Biosphäre mit gesteuert. Mit Michael Geiers Eintritt in den Ruhestand nach 29 Jahren als Leiter der Bayerischen Verwaltung des Biosphärenreservats endet in der Rhön eine Ära. Anfang Juni hat der 63-Jährige sein Büro in Oberelsbach geräumt, nun fand der Abschied im Kreise der Kolleginnen und Kollegen statt. Wie lassen sich knapp 30 Jahre in Kisten verstauen? Erstaunlich gut – dieser Eindruck mag sich einschleichen, wenn man sich in diesen letzten Tagen im Büro des Verwaltungsstellenleiters im ersten Stock des Managementzentrums in Oberelsbach umschaut. Übrig sind zuletzt noch einige Stapel Zeitungen. In dem vollen, aber sauber sortierten Bücher- und Aktenschrank stehen Rhöner Spirituosen. Geschenke. Für nach dem Dienst. Die Wände zieren letzte Erinnerungsstücke. Morgen holt er den Rest ab – kein großer Akt, sagt Michael Geier. Die eigentliche Arbeit aber verbirgt sich an anderer Stelle: im Archiv, das erst seit Anfang der 2000er Jahre digital vorliegt. Wochen-, wenn nicht monatelang hat er die Prozesse der vergangenen Jahrzehnte geordnet und aussortiert, letzte Anmerkungen für seine Kolleginnen und Kollegen notiert, Übergabegespräche geführt. Übrig bleiben Tausende Dateien – und zahlreiche Baustellen für die Zukunft der Biosphäre, an denen Geiers Stellvertreterin Dr. Doris Pokorny und ihr Team weiterarbeiten werden. Nach fast 30 Jahren – Geier war seit Einrichtung der Bayerischen Biosphärenreservatverwaltung im Jahr 1993 deren Leiter – wird das eine Herausforderung. „Es wird anders“, fasst er es kurz, aber treffend zusammen.

Anders ist auch die Rhön, die der 26-jährige Michael Geier zum ersten Mal im Jahr 1985 besucht – anders als seine Heimat, der Landkreis Deggendorf in Niederbayern. Empfangen wird er, wie sollte es in der Hochrhön im Mai auch anders sein, von heftigen Schneeschauern. An ein Biosphärenreservat ist damals, einige Jahre vor dem Nationalpark-Programm der DDR und der Wiedervereinigung, noch nicht zu denken. Michael Geier, der nach seinem Abitur im Jahr 1978 Landespflege studiert hatte, arbeitete bis 1989 in einem Landschaftsplanungsbüro in Nürnberg. Das Büro bekam unter anderem auch den Auftrag für die Erstellung des Pflege- und Entwicklungsplans (PEPL) für die Lange Rhön auf den Tisch – Geiers erster Berührungspunkt mit der Rhön. Auch nachdem er anschließend in den Staatsdienst gewechselt war, blieb die Rhön sein Aufgabengebiet. Die Auflage des EU-Strukturfonds brachte neue Fördermöglichkeiten im Bereich Naturschutz mit sich. Im Bayerischen Umweltministerium war Geier aufgefordert, „zu überlegen, was man damit in der Rhön anstellen könnte.“

UNESCO-Titel als Eintrittskarte

1991 kam das LEADER-Programm hinzu, „das wurde meine Wochenendlektüre.“ Zu den ersten vier Fördergebieten zählte auch das erst seit wenigen Wochen anerkannte Biosphärenreservat. „Der UNESCO-Titel war für die Rhön die LEADER-Eintrittskarte“, betont Michael Geier. „Die Rhön hatte damit einen Vorsprung vor anderen Regionen, den die Rhöner nie wieder hergegeben haben. Da bin ich ziemlich stolz darauf!“ Eines der ersten Ergebnisse war, verbunden mit der Ausweisung des Naturschutzgebiets Schwarze Berge im Jahr 1992, der Bau des Infozentrums Haus der Schwarzen Berge – damals noch in einem alten Schulgebäude neben dem Friedhof in Oberbach. Später schrieb Michael Geier das Regionale Entwicklungskonzept für die zweite LEADER-Auflage. Die Förderperiode brachte unter anderem die Möglichkeit für die Landkreise mit sich, RegionalmanagerInnen einzustellen. „Als die Förderung auslief, haben die Landkreise entschieden, weiterzumachen. Die Rhöner haben es nicht versiebt“, bilanziert Michael Geier heute.

Parallel liefen Anfang der 90er im Umweltministerium die Vorbereitungen zur Einrichtung einer Verwaltungsstelle für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön auf bayerischer Seite. Karl-Friedrich Abe, Geiers späterer Kollege, hatte bereits 1990 mit der Bildung eines Aufbaustabs im Thüringer Teil des Biosphärenreservats begonnen. 1992 fiel die Entscheidung zur Einrichtung der Verwaltungsstelle in Oberelsbach – am 10. Mai 1993 nahm Michael Geier als deren erster Leiter seinen „Biosphären-Dienst“ bei der Regierung von Unterfranken auf. Auch seine heutige Stellvertreterin Dr. Doris Pokorny war damals schon mit im Boot. Im selben Jahr zog Geier nach Hohenroth – und aus dem „Niederbayer mit Migrationshintergrund“, wie er sagt, wurde ein Rhöner durch und durch.

„Der Erfolg hat viele Väter: Er ist einer davon“, titelte die „Mainpost“ im Mai 2022 zum Abschied. Mit Michael Geier über Erfolg zu sprechen, bedeutet vor allem, auf die Prozesse zurückzublicken, die nicht immer bequem waren. Auf das Mühsame, das Konfliktreiche – das Langwierige. 878 Überstunden standen Ende 2017 auf seinem Zettel – wohl die intensivste Zeit seines Berufslebens. An die Fertigstellung des ersten UNESCO-Evaluierungsberichts folgte direkt der Antrag auf Erweiterung des Biosphärenreservats auf bayerischer Seite, dem 2014 stattgegeben wurde. „Damals bin ich acht Wochen lang nur zum Schlafen heimgefahren“, erinnert er sich. Auch eine bleibende Erinnerung: Ein Brand im benachbarten Haus der Langen Rhön an Aschermittwoch 2013. „Wir saßen am Erweiterungsantrag und hatten nebenbei noch eine Brandstelle an der Backe.“

Es sollten noch einige „Schwelbrände“ für die und in der Entwicklung des Biosphärenreservats folgen, die es zu löschen – oder auch zu verhindern – galt. Meilensteine aufzuzählen, die hierbei am wichtigsten waren, dafür reiche die Zeit nicht, sagt Geier. Persönliche Herzensprojekte aus dem aktuellen Rahmenkonzept fallen ihm aber schnell ein: Die Einrichtung des Naturerlebniszentrums Rhön, das Projekt „GreenCare – Natur und psychische Gesundheit“ und die Etablierung von Biosphären-Schulen und Biosphären-Kitas. Wer ihn kennt, weiß außerdem, dass er auf die Frage, was er sich für die Zukunft der Rhön wünscht, immer auch diese Antwort geben wird: Dass die letzte Lupine vernichtet und die invasive Pflanze aus der Region verbannt ist. Und auch den Ostheimer Wurstmarkt wird man für immer mit ihm verbinden. „Schon bei meinen ersten Besuchen in der Rhön war ich von den regionalen Wurstwaren und deren Qualität fasziniert“, erinnert er sich. Ob es den Wurstmarkt auch in 30 Jahren noch geben wird? „Um das Metzger-Handwerk in der Region sieht es schlecht aus. Der Personal- und Nachfolgemangel ist groß. Ein Rhöner Wurstmarkt funktioniert aber nur mit Rhöner Metzgern – ich täte es mir wünschen!“ Ein weiterer Wunsch für die Zukunft der Rhön: „Dass das Biosphärenreservat in der Breite der Bevölkerung als absolut lebenswerter Lebensraum wahrgenommen wird. Als Heimat.“

Umweltbildung bleibt persönlicher Auftrag

Nach dem Resturlaub endet Michael Geiers „Biosphären-Dienst“ zum 26. August; zum 1. September soll die Stelle neu besetzt werden. Gänzlich „verlieren“ wird die Biosphäre Michael Geier aber vielleicht nicht. Die (Weiter-)Entwicklung von Biosphären-Schulen und -Kitas liegt ihm am Herzen, hier möchte er künftig die Umweltbildungsteams unterstützen. Die nächsten Generationen für den Nachhaltigkeitsgedanken und somit für die Aufgabe und das Ziel der Biosphäre zu sensibilisieren und zu begeistern, ist die Grundlage allen Tuns im Biosphärenreservat, sagt er. „Mal schauen, ob ich da noch etwas ausrichten kann.“ Und auch sonst wird sich der künftige Rentier zu beschäftigen wissen. Seine „eingerosteten“ Botanik-Kenntnisse – Geier war 20 Jahre lang im Vorstand der Bayerischen Botanischen Gesellschaft – will er auffrischen. Und da ist auch noch eine andere Leidenschaft: Seit über 30 Jahren tanzt er – nicht nur – Polka.

Danke!

Die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen, der Verein Biosphärenreservat & Naturpark Bayerische Rhön (NBR) e. V. und der Verein Natur-und Lebensraum Rhön (VNLR) e. V. bedanken sich – stellvertretend für die zahlreichen Partner des Biosphärenreservats – bei Michael Geier für seine großen Verdienste um das Biosphärenreservat und wünschen ihm einen erholsamen und erfüllten Ruhestand!

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news-2195 Wed, 13 Jul 2022 15:41:40 +0200 Mähen mit dem Doppelmessermähwerk - Live-Vorführung für Landwirtinnen und Landwirte https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/maehen-mit-dem-doppelmessermaehwerk-live-vorfuehrung-fuer-landwirtinnen-und-landwirte Das LIFE-Projekt „Rhöner Bergwiesen“ in Kooperation mit der „Rhöner Land-technik GbR“ lädt interessierte Landwirtinnen und Landwirte am 21.07. um 10.00 Uhr zu einer kostenlosen Informationsveranstaltung zum Thema „Mähen mit Doppelmessermähwerk“ ein. Interessierte haben bei einer Live-Vorführung auf dem Buchschirm bei Hilders die Möglichkeit, ein Doppelmessermähwerk in Aktion zu erleben und die Vorteile der tierfreundlichen Mahdmethode kennenzulernen. Hierfür wird Landwirt Walter Schneider seine Fläche mit seinem Schmetterlingsmähwerk der Firma BB-Umwelttechnik mähen. Der Vorteil dieser Technik besteht darin, dass ein Großteil der Insekten und anderer Kleintiere die Mahd übersteht. Zudem wird das Futter vergleichsweise wenig verschmutzt. Für Fragen stehen vor Ort LIFE-Projektleiter Elmar Herget, Landwirt Walter Schneider, ein Vertreter der „Rhöner Landtechnik GbR“, Jessica Eifert vom Fachdienst Natur und Landschaft beim Landkreis Fulda und Ulla Heckert vom LIFE-Projekt zur Verfügung. Im Anschluss wird das Schnittgut mit dem Kammschwader von BB-Umwelttechnik noch auf Schwad gelegt.

Die Pflege der Fläche erfolgt in Abstimmung mit dem LIFE-Projekt und dem Fachdienst „Natur und Landschaft“ des Landkreises Fulda.

Anmeldung bis 19.07.2022 per E-Mail an ulla.heckert@br-rhoen.de oder telefonisch/per SMS unter 0151-65662936.

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LIFE
news-2197 Mon, 11 Jul 2022 17:06:00 +0200 Für die Gesundheit und die Dorfgemeinschaft: Kneipptretbecken in Wölferbütt eröffnet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/fuer-die-gesundheit-und-die-dorfgemeinschaft-kneipptretbe-cken-in-woelferbuett-eroeffnet Ein gutes Jahr ist es her, dass Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, im Auftrag des Thüringer Umweltministeriums einen Bescheid über 37.300 Euro an die Stadt Vacha übergeben hat. Der Stadt waren in einem Programm zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung im Biosphärenreservat zwei Projekte bewilligt worden, um die Extratour „Keltenpfad“ und das Freizeitangebot in der Region aufwerten zu können. Der Großteil, rund 29.000 Euro, sind in den Bau eines Kneipptretbeckens geflossen – eine Idee, die schon nach kurzer Zeit von Erfolg gekrönt ist: Erst seit wenigen Wochen ist das Becken nun fertig, es wird aber bereits jetzt schon bestens besucht. Darüber freuen sich nicht nur Vachas Bürgermeister Martin Müller und Wölferbütts Ortsteilbürgermeister Holger Göpfert, sondern vor allem die Dorfgemeinschaft, die den Anstoß für den Bau eines solchen Kneipptretbeckens gegeben hatte. Die Idee kam von Bernd Wiese, der von der Kneipp-Anlage in Gersfeld im hessischen Teil der Rhön begeistert war und der nun – mit weiterer Unterstützung – auch den Bau des zwei mal vier Meter großen Edelstahlbeckens geleistet hat. Vor allem das Pflastern des umliegenden Bereichs war aufwendig, erzählt er. „Drei Tage war ich am Werk“, sagt Bernd Wiese, der künftig nach dem Rechten sehen und die Reinigung des Beckens übernehmen wird. „Vor allem am Wochenende ist hier richtig viel los, die Leute nehmen das Angebot begeistert an.“

Das Becken liegt oberhalb von Wölferbütt, am Zubringer zur Extratour „Keltenpfad“ – direkt neben dem Überlauf des Trinkwasser-Hochbehälters, der ganzjährig Wasser schüttet. Dieses wird in das 3.000-Liter-Becken ein- und direkt wieder ausgeleitet. Das 8 Grad kalte Wasser bietet Wanderinnen und Wanderern so eine „gesunde“ Erfrischung. Auch Sitzmöglichkeiten wurden geschaffen, und auf Infotafeln lernt man nicht nur, wie Kneippen funktioniert, sondern auch, was es mit dem menschlichen „Wasser-Fußabdruck“ auf sich hat. Das Kneipptretbecken ist in wenigen Minuten zu Fuß von der Ortsmitte aus erreichbar. Parken kann man zum Beispiel am Dorfplatz oder am Dorfgemeinschaftshaus.

„Wir freuen uns, dass wir nicht nur ein neues touristisches Angebot, sondern vor allem einen Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft schaffen konnten, der in Eigenleistung entstanden ist und künftig gemeinsam gepflegt wird“, betont Holger Göpfert. Auch das zweite Projekt – die Aufwertung des Premiumwanderwegs „Keltenpfad“ durch den Bau einer Wanderhütte zwischen Wölferbütt und Völkershausen sowie das Errichten von Spielgeräten an der Oechsenberghütte – wurde erfolgreich abgeschlossen.

„Eine nachhaltige Entwicklung und die Weiterentwicklung der Biosphäre zu einer lebens- und liebenswerten Region sind die wichtigsten Aufgaben mit Blick auf die Zukunft“, ergänzt Ulrike Schade. Dass hierfür auch kleine Projekte einen großen Schritt weiterbringen können, beweise das Förderprogramm, bei dem im vergangenen Jahr insgesamt 29 kreative Ideen der Kommunen und Vereine im Thüringer Teil des Biosphärenreservats umgesetzt werden konnten. Auch für die laufende Förderperiode hat sich die Stadt Vacha mit weiteren Projektideen zur Aufwertung der Freizeitangebote beworben.

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Mensch BRRhoen-TH
news-1950 Tue, 05 Jul 2022 16:00:00 +0200 Biosphärenzentrum Haus der Langen Rhön und Infostelle am Schwarzen Moor am 09. und 10. Juli geschlossen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/biosphaerenzentrum-haus-der-langen-rhoen-geschlossen Das Biosphärenzentrum Rhön „Haus der Langen Rhön“ in Oberelsbach sowie die Infostelle am Schwarzen Moor sind aus betrieblichen Gründen am 09. und 10. Juli geschlossen. Wir bitten um Verständnis. Darüber informiert der Verein Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. (NBR). 

Bei dringenden Fragen wenden Sie sich bitte an das Haus der Schwarzen Berge unter Tel. 09749 9300800.

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news-2209 Mon, 27 Jun 2022 13:30:00 +0200 Erste E-Paper-Haltestellen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön in Betrieb genommen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/nahrhoen-th Aktuelle Fahrpläne, die sofort über kurzfristige Änderungen informieren können und nicht per Hand ausgetauscht werden müssen – und das betrieben durch Solarenergie: Die neuen E-Paper-Haltestellen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön sind ein Modellprojekt für die ganze Region, insbesondere für den ländlichen Raum. Über diese innovativen Informationssysteme können sich ab sofort die Fahrgäste des ÖPNV an den Haltestellen Diedorf und Zella der Gemeinde Dermbach sowie auf Point Alpha und in der Gemeinde Schleid freuen. Dank einer Projektförderung 2021 des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) konnte die nachhaltige Haltestelleninfrastruktur in vier Gemeinden der Thüringer Rhön realisiert werden und im Juni in Betrieb genommen werden. Die elektronischen Anzeigetafeln informieren die Fahrgäste in Echtzeit über die Ankunfts- und Abfahrtszeiten des öffentlichen Nahverkehrs. Zusätzliche Infos können flexibel angepasst und Betriebsstörungen schnell weitergeleitet werden. Die Anpassung von Fahrplänen vor Ort und Papieraushänge werden so vermieden.

„Aktuell kommen viele Gäste in die Region, die gewisse Standards und natürlich tagesaktuelle Fahrpläne und Infos erwarten“, sagt Geisas Bürgermeisterin Manuela Henkel. Aus diesem Grund habe die Stadt Geisa mit dem Antrag auf Fördermittel die Idee und das Projekt von Wartburgmobil mit der Umsetzung der E-Paper Haltestellen gerne unterstützt. „Mit dem Aufstellen der papierlosen Haltestelle stehen den Fahrgästen nun stets aktuelle Informationen zur Verfügung, das Einspielen der Daten in Echtzeit bietet einen spürbaren Mehrwert“, ergänzt Dermbachs Bürgermeister Thomas Hugk. „So können beispielsweise Unsicherheiten hinsichtlich der Abfahrtszeiten – etwa bei einen Fahrplanwechsel – vermieden werden, und ganz nebenbei kann man sich über aktuelle Veranstaltungstipps informieren.“

Die Gemeinde Dermbach und die Stadt Geisa hatten die Umrüstung der Haltestellen im Rahmen des Programms „Investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung in den Nationalen Naturlandschaften Thüringen“ 2021/22 des TMUEN beantragt. Umgesetzt wurde die Projektidee vom Verkehrsunternehmen Wartburgmobil, das auch die Instandhaltung und Einspeisung der Infos aus dem Betriebsleitsystem übernimmt.  

„Das Projekt zeigt modellhaft, wie sich die Zukunftsthemen Digitalisierung, erneuerbare Energien und nachhaltige Mobilität im Kleinen vereinbaren lassen“, erklärt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön.

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news-2191 Fri, 24 Jun 2022 17:59:46 +0200 Kernzone, Kulinarik, Karneval – Biosphären-Erlebnistag mit buntem Programm am 10. Juli - von 11 - 18 Uhr https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/biosphaeren-erlebnistag-thueringer-rhoen Die Biosphäre in all ihren Facetten und die vielfältigen Erlebnisangebote kennenlernen: Hierzu laden die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und regionale Partner am Sonntag, 10. Juli, von 11 bis 18 Uhr ein. Beim zweiten „Biosphären-Erlebnistag“ stehen zahlreiche Angebote auf dem Programm – von Erlebniswanderungen über Live-Musik und Regional-Markt bis hin zu Aufritten des Karnevalvereins Kaltenwestheim. Erkunden kann man die drei Stationen ganz nach Belieben. Für den Transfer wird ein kostenfreier Shuttlebus angeboten, der zwischen 11 und 17.00 Uhr alle 30 Minuten am Busbahnhof in Dermbach startet und als Rundtour die Haltestellen Propstei Zella, Sportplatz Fischbach, Busbahnhof Kaltennordheim, Gymnasium Kaltensundheim, Wetzstein Kaltenwestheim und Erlebniswelt Rhönwald anfährt. Für die sportlichen Rhönerinnen und Rhöner bietet sich aber auch eine Fahrradtour für die etwa 27 Kilometer lange Strecke zwischen Dermbach und Erlebniswelt Rhönwald an.  

Station 1: „Verrückt auf Morgen“ – Propstei Zella/Rhön

Am neuen Bildungszentrum an der Propstei Zella/Rhön (Goethestr. 1) bietet die Biosphärenreservatsverwaltung zahlreiche Angebote zum Mitmachen und Entdecken an. Mittelpunkt der Aktionen werden die Themen Streuobstwiese und Biosphäre Rhön mit „Verrückt auf Morgen“ sein. Für das kulinarische Wohl sorgt die Gemeinde auf der Festwiese vor der Propstei. Um 13 und 15 Uhr finden Führungen im Klostergarten statt. Wer die Architektur und Geschichte der Propstei Zella näher kennenlernen möchte, kann um 14 und 16 Uhr an Führungen teilnehmen.

Station 2: Sommertal und „Butzen“ Fischbach

In Fischbach werden ab der Bushaltestelle kostenfreie Kutschfahrten zu den „Butzen“ (Im Spring 1) im Sommertal angeboten. An den Butzen – aus Holz gefertigte, minimalistische Nachtlager – findet eine Holzbildhauer-Ausstellung mit Einblicken in die Holzschnitzkunst statt. Die Kunstwerke werden innerhalb der Aktionswoche Holzbildhauer-Symposium angefertigt. Zudem gibt es ein kleines Markttreiben mit heimischen regionalen Produkten sowie von 14 bis 17 Uhr Live-Musik mit den „Rhöner Urtypen“. Wer lieber in die Natur möchte, kann um 12 und 15 Uhr an den Butzen zu einer Führung in die Kernzone Sommertal starten.

Station 3: „Biosphäre Helau!“ in der Erlebniswelt Rhönwald

Karneval im Sommer? Na klar! Um 13 und 15 Uhr bringt der Karnevalverein Kaltenwestheim jeweils ein einstündiges Programm auf die Bühne in der Erlebniswelt Rhönwald. Zuvor gibt es für Familien eine zweistündige Erlebniswanderung mit einer Zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin, die um 11 Uhr an der Erlebniswelt startet. Um 14 Uhr gibt es ein Bühnenprogramm mit Rhöner Mundart; weitere Höhepunkte sind ein kleiner Regionalmarkt und Angebote wie Kinderschminken, eine Hüpfburg, eine Bastelstation und ein Gaudiwettkampf für Kinder.

 

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Kinder Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön BRRhoen-TH Tipp
news-2192 Fri, 24 Jun 2022 13:20:00 +0200 130.000 Besucherinnen und Besucher waren dabei: Riesiges Biosphärencamp auf dem Fest zu 200 Jahren Landkreis Fulda https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/riesiges-biosphaerencamp-auf-dem-fest-zu-200-jahren-landkreis-fulda Über dieses Wochenende wird die Region noch lange sprechen: Mit insgesamt 130.000 Besucherinnen und Besuchern hat der Landkreis Fulda vom 24. bis 26. Juni auf dem Festgelände Schloss Fasanerie seinen 200. Geburtstag gefei-ert. In einem riesigen Biosphärencamp haben sich die Hessische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und der Verein Natur- und Lebensraum Rhön (VNLR) e. V. mit zahlreichen Partnern, allen voran die Rhön GmbH und das Netzwerk der Dachmarke Rhön, präsentiert. Der Kraftakt hat sich gelohnt. Tiere streicheln beim Wildpark Gersfeld, Weidenarmbänder basteln oder Nistkästen bauen mit den Junior RangerInnen, Holz zersägen beim Forstamt Hofbieber, Malen mit Pflanzenfarben, Spazierengehen mit den Rhön-Lamas, Köstlichkeiten der Rhöner Direktvermarkterinnen und Direktvermarkter genießen – und natürlich Rotmilan, Rhönquellschnecke, Edelkrebs, Wildkatze und die Biosphäre kennenlernen: Der Obst- und der Hofgarten des Schlossgeländes hatten sich drei Tage lang in ein riesengroßes Biosphärencamp verwandelt. In insgesamt 70 Pagoden präsentierten sich Partner aus Gastronomie, Landwirtschaft, Tourismus, Umweltbildung und Naturschutz. 

Monatelang hatten die Planungen und die Koordination gedauert, die wegen Corona mehrfach verschoben und angepasst werden mussten. Auch der Aufbau in der vergangenen Woche kostete einige Tage Zeit und Kraft. Die Verwaltungsstelle präsentierte ihre Themen und Projekte in zwei großen Tipis, einer neuen mobilen Ausstellung zum LIFE-Projekt „Rhöner Bergwiesen“ und einem Infostand der Zertifizierten Natur- und LandschaftsführerInnen. Zusätzlich hatten die Mitarbeiter des Naturparks Hessische Rhön mit Sitzgruppen, einer Wellenliege, Wanderschildern und Infotafeln einen Rhöner Wander-Rastplatz auf das Fasanerie-Gelände geholt, und in einer Pagode des VNLR erfuhren Interessierte unter anderem Näheres über das Erfolgsprojekt RhönWollets.

Ergänzend zu den Pagoden und Zelten mit zahlreichen Info-, Erlebnis- und Mitmachangeboten gab es jeden Tag ein buntes Programm auf der Biosphären-Bühne. So konnte in einer Live-Kochshow täglich ein anderes Rezept aus dem Rhönschaf-Genießerkochbuch probiert werden, die Junior Rangerinnen und Ranger stellten sich und ihre Aktionen vor, und unter dem Motto „Wo Gutes direkt von hier kommt“ erzählten Direktvermarkterinnen und -vermarkter von ihren Betrieben und aktuellen Herausforderungen. Weitere Programmpunkte waren eine tägliche Talkrunde "Wertschöpfung im Tourismus" und, als besonderes Highlight, der erste Anschnitt des neuen Rhöner Biosphären-Schinkens durch Landrat Bernd Woide mit Unterstützung auch aus den fränkischen und thüringischen Nachbarlandkreisen. Der Schinken konnte vor Ort erstmals probiert werden, bevor er am Ostheimer Wurstmarkt (8. und 9. Oktober) offiziell von allen beteiligten Metzgern in Umlauf gebracht wird. 

Am Festwochenende, das bereits am Donnerstag mit einer Feier für geladene Gäste begonnen hatte, waren alle 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und des VNLR im Einsatz. Hinzu kamen zahlreiche Ehrenamtliche, die die Biosphäre und ihre Projekte seit Jahren unterstützen. All die Anstrengungen, die besonders für das vierköpfige Kernteam von Verwaltung und VNLR ein Kraftakt waren, haben sich angesichts der überwältigenden Besucherzahlen, des tollen Wetters und des reibungslosen Ablaufs gelohnt. „Wir sind begeistert von dem, was der Landkreis Fulda – und unser Fachdienst Biosphärenreservat als Teil der Kreisverwaltung – gemeinsam mit den Partnern auf die Beine stellen konnte. Wir bedanken uns bei allen, die ihren Beitrag zu diesem unvergesslichen Fest geleistet haben", sagt Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. „Es ist gelungen, die Vielfalt der Rhön in all ihren Facetten zu präsentieren.“

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news-2189 Mon, 20 Jun 2022 09:50:11 +0200 Siebter Rhöner Himmelsschauplatz auf dem Gläserberg bei Dermbach eröffnet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/siebter-rhoener-himmelsschauplatz-auf-dem-glaeserberg-bei-dermbach-eroeffnet Auf dem Gläserberg bei Dermbach kann man künftig den Sternen ein Stück näherkommen. Im Rahmen einer Sternenparkführung haben die Gemeinde Dermbach, die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und die Rhön GmbH dort den fertiggestellten Himmelsschauplatz offiziell eingeweiht. Der Standort auf dem 670 Meter hoch gelegenen Gipfel des Gläsers besticht mit einem einmaligen Panoramablick. „Wir freuen uns, dass es Dank der Förderung durch das Thüringer Umweltministerium möglich war, den Standort weiter auszubauen und nun auch den Titel Himmelschauplatz tragen zu dürfen“, sagt Dermbachs Bürgermeister Thomas Hugk.Denn unsere schöne Region besticht nicht nur am Tag durch tolle Aussichten und offene Fernen – sondern auch der Nachthimmel hat viele Besonderheiten zu bieten. Mit den neuen Elementen lässt sich der Sternenhimmel wunderbar erkunden.“

„Als eine von nur fünf Regionen in Deutschland darf unsere Rhön den offiziellen Titel Sternenpark tragen“, ergänzt Bertram Vogel, Geschäftsführer der Rhön GmbH. „Der neue Himmelsschauplatz bietet unseren Gästen und Einheimischen auf dem Gläserberg beste Bedingungen zur Beobachtung des nächtlichen Sternenhimmels und wird für beeindruckende und unvergessliche Rhön-Erlebnisse sorgen.“

Mit den Standorten Weidberg (Erlebniswelt Rhönwald) und Gläserberg gibt es nun zwei Himmelsschauplätze auf Thüringer Seite und insgesamt sieben Himmelsschauplätze im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Die ersten fünf Standorte wurden im Herbst 2019 in Hessen eingeweiht. Zur Ausstattung aller Plätze, die für die offizielle Zertifizierung durch die Rhön GmbH geprüft werden, gehört neben Infotafeln zum Sternenpark und Schutz der Nacht auch eine Sternkarte, mit der man sich am Tages- und Nachthimmel orientieren kann. Durch Zusatzelemente wie zum Beispiel einen Polarsternfinder, Sonnenuhren oder Fernglasaufsetzer wird der Besuch eines Himmelsschauplatzes zu einem besonderen Erlebnis. Die Karte und den Polarsternfinder auf dem Gläser hat die Gemeinde Dermbach mit Fördermitteln aus dem Thüringer Umweltministerium zur nachhaltigen Entwicklung finanziert.

Bestandteil der neuen Sternenpark-Führungen

„Wir freuen uns, dass die Gemeinde die Fördermöglichkeit genutzt hat und so ein neues Highlight im Sternenpark geschaffen werden konnte“, sagt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Biosphärenreservatverwaltung. „Der Himmelsschauplatz wird künftig auch fester Bestandteil der Sternenparkführungen sein.“ Derzeit werden 20 neue SternenparkführerInnen in Bayern, Hessen und Thüringen ausgebildet. Nach ihrer Zertifizierung – die Abschlussprüfung findet Ende Juli statt – können die frischgebackenen Nacht-ExpertInnen Führungen im Sternenpark Rhön anbieten und über die Einzigartigkeit der Rhöner Nachtlandschaften und den Schutz der Nacht im Biosphärenreservat aufklären. Die Ausbildung absolvieren auch Thomas Wehner und Daniela Sell, die die Gäste an diesem Abend vom Schloss über die Dermbacher Klippen auf den Gläser begleiteten.

Auf dem Gipfel wurde die Gruppe von Dr. Peter Kroll empfangen, der eigens für die Eröffnung aus Sonneberg angereist war. In Zusammenarbeit mit der Sternwarte Sonneberg hatte die Sternenpark-Koordinatorin Sabine Frank die Idee für die Himmelsschauplätze und die Geräte entwickelt. Kroll erklärte, wie die Himmelskarte und der Polarsternfinder funktionieren. Bei klarer Sicht zeigte sich dann der Rhöner Abendhimmel von seiner besten Seite: Nach dem Sonnenuntergang legte sich die blaue Stunde mit ihren schönsten Farben über das Tal, und die ersten Sterne ließen nicht lang auf sich warten.

Hintergrund: Sternenpark Rhön

Sternenpark (Dark Sky Reserve) ist eine internationale Auszeichnung, die von der International Dark Sky Association (IDA) verliehen wird – an Kommunen und Schutzgebiete (z. B. Nationale Naturlandschaften wie das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön), die noch nahezu natürliche und besonders schützenswerte Nachtlandschaften aufweisen und/oder sich dem Schutz der Nacht verschrieben haben. Im August 2014 wurde dem länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön von der IDA die Auszeichnung verliehen.

Himmelsschauplätze im Sternenpark Rhön…

…unterstützen das eigenständige Erleben des Himmels bei Tag und Nacht und dienen der Wissensvermittlung zum Schutz der Nacht. Ausgestattet mit verschiedenen Elementen, bieten sie Laien die Möglichkeit, sich mit dem Himmel und seinen Phänomenen, dem Lauf der Gestirne sowie dem Rhythmus von Tag und Nacht auseinanderzusetzen. Besucherinnen und Besucher können den Rhöner Himmel auf besondere Weise erkunden und sich über die Bedeutung der nächtlichen Dunkelheit und Möglichkeiten zum Schutz der Nacht informieren. Nachts dienen sie der Besucherlenkung, indem sie bekannte Anlaufpunkte zur Sternenbeobachtung sind.

Qualitätsanspruch

Die Qualität der Himmelsschauplätze liegt darin, durch spezifische Ausstattungselemente Wissen zum Thema Astronomie und Schutz der Nacht zu vermitteln und gleichzeitig die Erlebbarkeit des Sternenparks Rhön zu fördern. Um als Himmelsschauplatz zu gelten, müssen daher an den einzelnen Standorten bestimmte Mindestanforderungen eingehalten werden. Diese tragen zu einer Individualität ohne Qualitätsverlust innerhalb der Gebietskulisse Rhön bei.Zur Qualitätssicherung wurde die Wortmarke „Himmelsschauplatz“ von der Rhön GmbH – Gesellschaft für Tourismus und Markenmanagement beim Deutschen Patent- und Markenamt markenrechtlich geschützt und innerhalb der Rhön koordiniert und vergeben.

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Sternenpark Rhön
news-2188 Wed, 15 Jun 2022 16:53:42 +0200 Gemeinsam für die Pflanzenvielfalt: Länderübergreifender Pflegezonentag mit Mitmach-Aktionen zur Bekämpfung der Lupine https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/laenderuebergreifender-pflegezonentag-mit-mitmach-aktionen-zur-bekaempfung-der-lupine Die aus Nordamerika eingeschleppte Stauden-Lupine (Lupinus polyphyllus) ist in der Rhön trotz jahrzehntelanger Bekämpfungsmaßnahmen noch immer ein Problem. Die hübsch lila blühende Pflanze, die mit ihren besonderen Wurzeln Stickstoff im Boden anreichert und damit die typischen Arten der mageren Rhöner Bergwiesen wie Trollblume, Teufelskralle und Arnika verdrängt, ist nach wie vor weit verbreitet. Großflächig gegen die invasive Art vorzugehen, erfordert jedes Jahr aufs Neue jede Menge Zeit und Kraft. Die Rhönerinnen und Rhöner können in diesem Jahr mit anpacken: Am 1. Juli 2022, dem ersten länderübergreifenden Pflegezonentag im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, gibt es öffentliche Aktionen zur Entfernung der Lupine und zum gemeinsamen Bestimmen von Tier- und Pflanzenarten. Zu dem Pflegezonentag laden die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und ihre Partner aus dem Bereich Landschaftspflege ein. Der Pflegezonentag komplettiert die Reihe der im vergangenen Jahr erstmals veranstalteten Aktionstage Kernzonentag und Entwicklungszonentag (dieser findet in diesem Jahr am 11. September statt). Die Pflegezonen umgeben die Kernzonen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, um diese von äußeren Beeinträchtigungen „abzuschirmen“. Hier geht der Mensch umsichtig mit der Natur um –  zum Beispiel für ökologisch orientierte Land- und Forstwirtschaft, Landschaftspflege, Maßnahmen zur Umweltbildung oder naturschonenden Tourismus. Viele naturnahe Wälder, aber vor allem die wunderschönen artenreichen Wiesen und Weiden der Rhön gehören zu den Pflegezonen.

Den Rhönerinnen und Rhöner diese einzigartige Vielfalt und Schönheit des Lebensraums Wiese in den Pflegezonen sichtbar zu machen und zu zeigen, wie gefährlich invasive Arten wie die Stauden-Lupine für die heimische Flora werden können, ist das Ziel an diesem 1. Juli. „Zur Landschaftspflege gehört in jedem Jahr auch die konsequente Entfernung der Lupine. In den sensiblen Schutzgebieten ist das nur mit mühsamer Handarbeit notwendig“, erklärt Ulrike Schade, Leiterin der federführenden Thüringer Verwaltungsstelle. Dabei erhalten die Verwaltungen der Biosphäre, der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. und die zuständigen Landschaftspflegeverbände regelmäßig externe Hilfe – zum Beispiel von Schulklassen. Am Pflegezonentag kann sich erstmals jeder, der möchte, beteiligen. „Wir freuen uns, wenn uns interessierte Rhönerinnen und Rhöner beim Schutz der Artenvielfalt unterstützen.“

Bayern: Bestimmen von Tier- und Pflanzenarten mit der ganzen Familie

Im bayerischen Teil steht die Artenvielfalt der von invasiven Pflanzen bedrohten Lebensräume im Vordergrund. Da man nur schützen kann, was man kennt und schätzt, laden wir zum gemeinsamen Bestimmen von Tier- und Pflanzenarten im Naturschutzgebiet „Trockengebiete nordwestlich Mittelstreu“. Nach einem kurzen Spaziergang, der einen Überblick über die Entstehungsgeschichte, Artenvielfalt, aber auch invasive Pflanzen gibt, stellen wir Feldführer und Literatur und laden zum gemeinsamen Bestimmen von Tier- und Pflanzenarten. Der Termin ist auch für Kinder, Jugendliche und Familien geeignet. Treffpunkt ist am 1. Juli um 15 Uhr die Kreuzung Frickenhäuser Straße / Abfahrt Birkighütte westlich Oberstreu. Anmeldungen per E-Mail an brrhoen@reg-ufr.bayern.de oder unter Telefon (0931) 380 1665 (montags bis freitags).

Hessen: Der Lupine geht es auf der Wasserkuppe an den Kragen

Im Hessischen Teil des Biosphärenreservats freut sich das Team des LIFE-Projekts „Rhöner Bergwiesen“ über tatkräftige Unterstützung. Treffpunkt ist am Freitag, 1. Juli, um 8.30 Uhr (Achtung, Uhrzeit von ursprünglich 8 Uhr geändert!) am Parkplatz Fuldaquelle auf der Wasserkuppe. Mit Sensen und Ampferstechern ausgestattet, verteilen wir uns auf Kleingruppen und gehen verschiedene Lupinen-Standorte auf der Wasserkuppe an. Dort werden unter fachkundiger Anleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des LIFE-Teams Lupinen gemäht oder ausgestochen. Werkzeug und Getränke werden gestellt. Wer eine eigene Sense hat, darf diese gerne mitbringen. Bitte an ausreichenden Sonnenschutz, festes Schuhwerk und angemessene Kleidung denken. Da wir mit scharfen und spitzen Gegenständen arbeiten, ist die Aktion leider nicht für Kinder geeignet. Ende ist gegen 13 Uhr. Anmeldung per Mail an info@br-rhoen.de oder telefonisch (montags bis freitags) unter (0661) 6006 7800.

Thüringen: Die Klingser Aue von der Lupine befreien

Im Thüringer Teil des Biosphärenreservats erwarten MitarbeiterInnen des Landschaftspflegeverbands Thüringer Rhön e. V. und der Biosphärenreservatsverwaltung ab 14 Uhr Interessierte an der Schnitzschule Empfertshausen (Andenhäuser Str. 2, 36452 Empfertshausen). Mit den Freiwilligen geht es vom Treffpunkt in die Klingser Aue, wo mit Ampferstechern unter fachgerechter Anleitung die Lupine – im besten Fall ohne Verlust der Samen – entfernt wird. Zuvor gibt es Infos zu den Lebensräumen in den Rhöner Pflegezonen und deren Beitrag zur Rhöner bzw. deutschlandweiten Artenvielfalt. Mitzubringen sind neben Sonnencreme und -hut unbedingt festes Schuhwerk und Arbeitskleidung. Werkzeug und Getränke werden zur Verfügung gestellt. Das Ende des Arbeitseinsatzes ist gegen 17 Uhr geplant. Diese Veranstaltung ist nicht für Kinder geeignet, da mit scharfen und spitzen Gegenständen gearbeitet wird. Die Anmeldung läuft bis zum 30. Juni 16 Uhr oder telefonisch (montags bis freitags) unter 0361 573923 330 oder per Mail: poststelle.rhoen@nnl.thueringen.de.

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news-2187 Fri, 03 Jun 2022 11:32:42 +0200 Farbe der Sehnsucht und der Naturwunder – und Warnsignal: Ausstellung „Warten auf Rot“ wird am 18. Juni eröffnet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/farbe-der-sehnsucht-und-der-naturwunder-und-warnsignal-ausstellung-warten-auf-rot-wird-am-18-juni-eroeffnet Die Kunstschaffenden des Vereins Nekst e. V. (Neuer europäischer Kunstsalon Thüringen) aus Meiningen präsentiert vom 18. Juni bis zum 15. August die Ausstellung „Warten auf Rot“ im Gewölbekeller des Biosphären-Infozentrums Propstei Zella. Der Eintritt ist kostenfrei. Zur Vernissage am 18. Juni um 15 Uhr laden der Verein und die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön alle Interessierten herzlich ein. In der Natur finden sich verschiedenste Rottöne, auf die es sich lohnt, sehnsüchtig zu warten: Sei es auf den blutroten Sonnenuntergang am Ende eines schönen Sommertages, auf das saftige Rot von reifen Kirschen, auf herrlich blühende Klatschmohn-Felder oder auf das strahlend rote Laub im Herbst. Kein Rot gleicht dem anderen, jedes ist individuell – und doch lohnt es sich, auf jeden einzelnen Rot-Ton zu warten, um diesen zu bestaunen.

Die Farbe kann aber auch als Warnsignal auftreten – in diesem Kontext kann nicht erst „auf Rot gewartet“ werden. Es gilt, jetzt zu handeln. Sei es in Bezug auf den Klimawandel, der uns immer weiter vor neue Herausforderungen stellt, oder auf den massiven Rückgang der Biodiversität. Hier ist die Botschaft, die einige KünstlerInnen vermitteln wollen, alarmierend und soll zum Nach- und Umdenken sowie zum nachhaltigen Handeln anregen.

„Mensch. Natur. Einklang.“ – nicht nur ein Ziel im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, sondern auch in der Kunst ein hochaktuelles Motto für jetzt und die Zukunft.

Die Ausstellung wird am 18. Juni um 15 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Sie ist bis zum 14. August im Gewölbekeller der Propstei (nicht barrierefrei), Goethestraße 1 im Dermbacher Ortsteil Zella/Rhön, zu sehen. Öffnungszeiten: montags 13 bis 16 Uhr, donnerstags und freitags 10 bis 16 Uhr, samstags und sonntags 13 bis 17 Uhr (Dienstag und Mittwoch Ruhetag).

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news-2186 Fri, 03 Jun 2022 08:49:27 +0200 Neues aus dem LIFE-Projekt: Wiesenbrüter, Bergwiesenschutz und mobile Ausstellung – Delegation informiert sich über den aktuellen Projektstand https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/neues-aus-dem-life-projekt-wiesenbrueter-bergwiesenschutz-und-mobile-ausstellung-delegation-informiert-sich-ueber-den-aktuellen-projektstand Das von der EU, dem Land Hessen und dem Landkreis Fulda geförderte LIFE-Projekt „Rhöner Bergwiesen“ steht kurz vor seiner Verlängerung. Über den aktuellen Projektstand und konkrete Naturschutzmaßnahmen im Projektgebiet informierte sich eine Delegation aus Vertreterinnen und Vertretern des Hessischen Umweltministeriums, des Regierungspräsidiums Kassel sowie der Agentur NEEMO, die im Auftrag der EU das LIFE-Projekt evaluiert. Erste Station der Bereisung war eine mit Projektmitteln zum Nahrungsbiotop für den Schwarzstorch umgestaltete Teichanlage der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) in der Gemeinde Poppenhausen. Projektleiter Elmar Herget gab Einblicke in die Maßnahmen zum Schutz des scheuen Waldbewohners, der die Feuchtwiesen und waldnahen Tümpel zur Nahrungsaufnahme aufsucht.

Auf der Wasserkuppe ging es um geplante Waldrodungen zur Herstellung von Verbindungskorridoren für Wiesenbrüter und die Neuentwicklung von Lebensraumtypen wie Bergmähwiesen und Borstgrasrasen, die im Schutzgebietsnetz Natura2000 im Fokus stehen. Auch kamen die unterschiedlichen Ansprüche der verschiedenen Nutzergruppen aus Flugsport, Tourismus und Naturschutz zur Sprache, für die jetzt im Rahmen des LIFE-Projekts ein neuer Prozess zum Interessenabgleich gestartet wird. 

Nächste Station war die Steinkopfhute. Das weitläufige Offenland um den Steinkopf und den Stirnberg stellt eins der wichtigsten Brutgebiete der hessischen Rhön für die Wiesenbrüter Braunkehlchen, Bekassine, Wachtelkönig und Wiesenpieper dar. Durch enge Zusammenarbeit mit Landwirten wie Stefan Hohmann und Moritz Weckbach wird sichergestellt, dass die Flächen offengehalten werden. Zum anderen werden sie durch die Einrichtung von Schonstreifen und Ansitzwarten im Sinne der Vögel optimiert. Um neue artenreiche Bergmähwiesen zu entwickeln, werden auf dem Plateau verschiedene Ansaatverfahren erprobt. Hierdurch sollen zusätzliche Lebensräume für Wiesenbrüter entstehen. Erste Erfolge stellen sich laut Elmar Herget bereits ein: „Auf den Ansaatflächen brüten schon Wiesenpieper und Baumpieper. Wir hoffen, dass von dem Maßnahmenpaket auch andere Vogelarten profitieren. Vielleicht kehrt sogar das Birkwild zurück, das hier schon häufiger in der Balzzeit gesichtet wurde.“

Zwei Highlights in diesem Jahr: Infomobil und neue Extratour

In seiner Begrüßung auf dem Rathausplatz in Wüstensachsen betonte Landrat Bernd Woide die Wichtigkeit des Bergwiesenschutzes in der Rhön: „Das Projekt hat schon jetzt gute Fortschritte für die bedrohten Grünlandlebensräume und Vogelarten unserer offenen Fernen erzielt. Auf dieser Ebene wollen wir weitermachen.“ Erstmals präsentierten die Projektverantwortlichen die neue mobile Ausstellung des LIFE-Projekts: In einem Anhänger untergebracht, zeigt sie auf kleiner Fläche alles, was es über die Rhöner Bergwiesen zu wissen gibt. „Das Angebot soll Groß und Klein Lust machen, sich über den einmaligen Schatz vor der Haustür zu informieren. Gleichzeitig möchten wir begreifbar machen, dass nur in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft die artenreichen Wiesen und Weiden der Rhön für künftige Generationen erhalten werden können,“ freut sich Elmar Herget. Für den Herbst kündigten die Projektverantwortlichen die Eröffnung einer neuen Extratour in der Gemeinde Ehrenberg (Rhön) an. „Der Wanderweg wird speziell die Hutungen rund um Ehrenberg in den Fokus rücken, die untrennbar mit der Geschichte unserer Dörfer verbunden sind. Zum 50. Geburtstag unserer Gemeinde können wir uns kein besseres Geschenk vorstellen“, betonte Bürgermeister Peter Kirchner.

Auch beim Besuch des Hilderser Buchschirms stand das Thema Öffentlichkeitsarbeit im Fokus. Mit einer Serie neuer Infotafeln im Projektgebiet soll auf die besonderen Lebensräume der Bergwiesen und Hutungen aufmerksam gemacht werden. Simone Guiducci, die gerade ihre Ausbildung als zertifizierte Naturführerin im Rahmen des LIFE-Projekts macht, zeigte anschaulich, wie sie bei ihren Führungen den Menschen die Bergwiesen näherbringt. Elmar Herget und Dr. Johanna Steger vom Fachdienst Natur und Landschaft des Landkreises Fulda betonten die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft. Christian Hohmann und Pascal Eichler sind zwei von drei Landwirten, die den Buchschirm bergmähwiesenfreundlich bewirtschaften und so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und der einzigartigen Lebensräume leisten.

Erhalt der Kalkmagerrasen in Nüsttal

Abschließend machte die Delegation noch Halt in Nüsttal. Hier steht der Erhalt der orchideenreichen Kalkmagerrasen im Fokus der LIFE-Maßnahmen. Aufwändige Entbuschungsarbeiten an den Standorten Krengelsberg und Linsberg haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dass die artenreichen Kalkmagerrasen wieder für die Landwirtschaft, vor allem Schafhalterinnen und Schafhalter, nutzbar geworden sind. Die mit LIFE-Mitteln umgesetzte Extratour Ulmenstein trägt seit 2018 maßgeblich dazu bei, die Öffentlichkeit über die sensiblen Lebensräume aufzuklären und die Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und Artenvielfalt begreifbar zu machen.

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LIFE
news-2185 Thu, 02 Jun 2022 17:03:48 +0200 Landwirtschaftsbetriebe für die Umsetzung von Keyline-Design auf Ackerflächen gesucht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/landwirtschaftsbetriebe-fuer-die-umsetzung-von-keyline-design-auf-der-ackerflaeche-gesucht Im Rahmen eines Forschungsprojekts in der Antragsphase werden kurzfristig Landwirtinnen und Landwirte, die gerne auf ihren Flächen Keyline Design umsetzen wollen, gesucht. Beteiligt ist die Universität Göttingen – Forschungspartner der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön –, der Keyline Designer Philipp Gerhardt, die Klimapraxis gUG und weitere Partner. Gesucht werden drei Betriebe (Aufruf an Betriebe aus allen Teilen der Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen) mit ackerbaulich bewirtschafteten Flächen, in denen ab 2023 in einem Zeitraum von drei Jahren Maßnahmen zum Wasserrückhalt sowie dem Hochwasserschutz und der Dürreprävention geplant, umgesetzt und beforscht werden können.

Möglich sind etwa das Ziehen von Versickerungs- und Bewässerungsgräben, verschiedene Arten der Tiefenlockerung, die Anlage von Speicherbecken oder die Pflanzung von Agroforststreifen.

Folgende Bedingungen sollten die Betriebe erfüllen:

  • Eigentumsfläche, zusammenhängend, ohne Landschaftselemente
  • mindestens fünf Hektar Schlaggröße
  • Gefälle mindestens drei Prozent
  • Ackerbaulich genutzt
  • Bereitschaft zu Erdbewegung und Agroforst-Pflanzung auf der Fläche
  • konventionell bewirtschaftet, ökologischer Landbau auch möglich

Die Klimapraxis gUG bittet um einen kurzen Betriebsspiegel mit Beschreibung der Lage und eine knappe Begründung, welche Vorteile gesehen werden, wenn auf dem Betrieb eine Keyline-Struktur umgesetzt werden würde.

Bitte senden Sie uns Ihre Unterlagen bis 15. Juli 2022 per E-Mail an sassa.franke@klimapraxis.de

Was ist Keyline Design?

Die Schlüssellinienkultur (engl. Keyline Design) ist eine Methode, mit der Wasser in der Landwirtschaft gesammelt, gespeichert und besser verteilt werden kann. Basierend auf der Geländekontur werden Bearbeitungs- und Pflanzmuster erstellt, die Ackerbau, Grünland oder auch Baumstreifen so ausrichten, dass Starkniederschläge gezielt aufgefangen werden und in den Flächen versickern können. So steht dem Betrieb das wertvolle Niederschlagswasser auch in trockenen Sommern noch als Grundlage für eine gesicherte Produktivität zur Verfügung. Dieser Lösungsansatz bietet eine Möglichkeit, den lokalen Folgen des Klimawandels zu begegnen und zeitgleich dazu beizutragen, den Klimawandel global abzumildern.

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news-2184 Thu, 02 Jun 2022 13:40:24 +0200 Neuer Beirat für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – Erstes Treffen nach Corona in der Hochrhönhalle Frankenheim https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/neuer-beirat-fuer-das-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-erstes-treffen-nach-corona-in-der-hochrhoenhalle-frankenheim Wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, die für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön von grundsätzlicher Bedeutung sind, erhalten die drei Verwaltungsstellen in Bayern, Hessen und Thüringen wertvolle Unterstützung. Regelmäßig wird der Beirat des Biosphärenreservats einbezogen: Die ehrenamtlichen Mitglieder dieses beratenden Gremiums bringen zusätzliche Kompetenz und neue Sichtweisen ein. Der für die Jahre 2022 bis 2024 neu berufene Beirat hat nun erstmals getagt. Thema in der Hochrhönhalle in Frankenheim war unter anderem das Projekt „Green Care – Natur und psychische Gesundheit“. Jedes Bundesland beruft für die Dauer von drei Jahren vier Mitglieder und jeweils eine/n Stellvertreter/in. Den Vorsitz des Beirats hat derzeit die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund inne. Dem aktuellen Beirat für die Periode 2022 bis 2024 gehören an: für Bayern Sonja Rahm (Bürgermeisterin Gemeinde Schönau a. d. Brend), Thomas Beck (Bayer. Staatsbad Bad Bocklet), Dr. Harald Volz (Bayer. Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising) und Daniel Zippert (Bayer. Staatsforsten AöR), in Stellvertretung Cordula Kuhlmann (Landkreis Bad Kissingen, Regionalmanagement), Michael Diestel (Bayer. Bauernverband und Agrokraft GmbH), Bertram Vogel (Rhön GmbH) und Mareike Vogler (Voglers Hofprodukte); für Hessen Melanie Kreutz (BUND Landesverband Hessen), Dr. Hubert Beier (VNLR), Michael Brand (MdB) und Stefan Zaenker (Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen e. V.), in Stellvertretung Bruno Günkel (Landkreis Fulda, Regionalentwicklung), Prof. Dr. Andreas Mengel (Universität Kassel, Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung), Jürgen Reinhardt (Rhönklub e V.) und Clarissa Plendl (Hochschule Fulda, Beauftragte für Klimaschutz) sowie für Thüringen Philipp Metzler (Point Alpha Stiftung), Susanne Casper-Zielonka (Kunststation Oepfershausen), Sven Pfeifer (Thüringen-Forst) und Christoph Friedrich (Bürgermeister Einheitsgemeinde Rhönblick), in Stellvertretung Katja Remde (Burgbauernhof Katzenstein), Daniela Sell (Zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin), Julia Gombert (NATURA 2000 Station Rhön) und Andreas Hundertmark (Bündnis 90/Die Grünen, Kreistag Wartburgkreis).

In der ersten Sitzung in Präsenz nach der coronabedingten Pause hatten die alten und neuen Mitglieder Gelegenheit, sich kennenzulernen, sich auszutauschen und Wünsche und Anregungen für die kommenden Jahre zu äußern. Die drei VerwaltungsleiterInnen Ulrike Schade (Thüringen), Dr. Doris Pokorny (Bayern, stellvertretend für den scheidenden Leiter Michael Geier) und Torsten Raab (Hessen) stellten aktuelle länderspezifische und -übergreifende Themen und Projekte vor.

Ein Pilotprojekt aus dem Rahmenkonzept des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ist „Green Care – Natur und psychische Gesundheit“. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt ist im Jahr 2018 in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt gestartet. Noch bis 2023 wird untersucht, wie die positive Wirkung der Natur genutzt werden kann, um psychischen Erkrankungen entgegenzuwirken. Hierzu wird ein naturbasiertes Angebot entwickelt und erprobt. Zudem wird untersucht, inwiefern sich die entwickelten Methoden eignen, um die psychische Gesundheit zu fördern. Über den aktuellen Stand berichtete die Psychologin Katharina Thümer, „Green Care“-Projektleiterin bei der Bayerischen Verwaltung. In einem weiteren Kurzvortrag stellte Anna-Lena Bieneck, verantwortlich für die länderübergreifende Öffentlichkeitsarbeit des UNESCO-Biosphärenreservats, die Kampagne „Verrückt auf Morgen“ vor – eine bundesweite Initiative aller 18 deutschen Biosphärenreservate, die Ende April gestartet ist. Ziel ist, die wichtigen Aufgaben und Ziele der Biosphärenreservate stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

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news-2183 Wed, 01 Jun 2022 13:33:27 +0200 Natürlich draußen – wo denn sonst: Aktionstag Bildungsarbeit am 15. Juli im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/natuerlich-draussen-wo-denn-sonst-aktionstag-bildungsarbeit-am-15-juli-im-fraenkischen-freilandmuseum-fladungen Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sind seit Beginn zentrale Aufgaben im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. In den vergangenen 30 Jahren ist das Programmangebot stetig gewachsen. Die Vielfalt dieser Angebote können die Besucherinnen und Besucher des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen am Freitag, 15. Juli, von 15 – 17.30 Uhr, bei einem Aktionstag „Natürlich draußen! Wo denn sonst?“ erleben und ausprobieren. Für Fachkräfte wird, ebenfalls im Museum, eine Tagung mit einem Expertenvortrag angeboten. Zu dem Aktionstag lädt die länderübergreifende AG Bildung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön alle interessierten Rhönerinnen und Rhöner herzlich ein. Der „Markt der Möglichkeiten“ findet von 15 bis 17.30 Uhr auf dem Museumsgelände statt. Hier präsentieren sich die unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure mit ihrem Angebot. Die Angebote sind kostenfrei, zu zahlen ist lediglich der Museumseintritt.

Anmeldungen für Stand

Interessierte aus dem Bereich BNE und Umweltbildung, die sich mit einem Stand am Markt der Möglichkeiten beteiligen möchten, können sich bis zum 1. Juli bei Joachim Schneider, Leiter des Naturerlebniszentrums (NEZ) Rhön, melden, Telefon (0931) 380 1641, E-Mail: joachim.schneider@reg-ufr.bayern.de

Tagung für Fachkräfte

Zur Weiterentwicklung und Qualifizierung der Bildungsarbeit im Biosphärenreservat gibt die Fachtagung unter dem Motto „Natürlich draußen – wo denn sonst?“ bereits ab 14 Uhr aktuelle Einblicke in die Umweltbildung und BNE. Ein Impulsvortrag von Prof. Dr. Ulrich Gebhard, Erziehungswissenschaftler an der Uni Hamburg und Bielefeld, Autor von „Kind und Natur“, thematisiert den Einfluss von Natur auf die kindliche Entwicklung. Eingeladen sind UmweltpädagogInnen, LehrerInnen, ErzieherInnen, Zertifizierte Natur- und LandschaftsführerInnen sowie andere AkteurInnen der Bildungsarbeit. Für einen Einblick in Bewährtes und Neuartiges in der praktischen Bildungsarbeit steht ihnen im Anschluss der Markt der Möglichkeiten offen.

Für die Tagung ist eine Anmeldung bis spätestens 1. Juli beim Haus der Langen Rhön erforderlich: Telefon (09774) 910 260, E-Mail: info-theke@nbr-rhoen.de

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news-2181 Tue, 24 May 2022 15:01:00 +0200 Familien in Dermbach und Ebersburg für Forschungsumfrage zum Thema Telemedizin gesucht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/familien-in-dermbach-fuer-forschungsumfrage-zum-thema-telemedizin-gesucht Wenn medizinische Leistungen über eine räumliche Distanz hinweg – also mithilfe digitaler Wege wie Apps oder Videotechnologie – angeboten werden, spricht man von Telemedizin. Im Rahmen einer Dissertation werden für ein Interview zum Thema ärztliche Versorgung und Telemedizin auf dem Land Familien aus der Gemeinde Dermbach im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sowie in Ebersburg (Hessischer Teil) gesucht. Die Promotion des Studenten Julian Gick wird von der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön mitbetreut. Es soll untersucht werden, unter welchen Rahmenbedingungen junge Familien telemedizinische Anwendungen nutzen und welche Faktoren auf die Nutzung oder auch auf die Ablehnung Einfluss haben.

Im Rahmen kurzer Interviews will der Student herausfinden, wie Familien in den Gemeinden Dermbach und Ebersburg zum Thema Telemedizin auf dem Land stehen: Was ist ihnen – speziell für ihre Kinder – wichtig bei der ärztlichen Versorgung in ihrer Gemeinde?

Interessierte Familien mit mindestens einem nicht-schulpflichtigen Kind können sich an Julian Gick wenden:  Tel. oder Whatsapp: (0163) 377 6160, E-Mail: gick.univechta@posteo.de.

Zeitraum für das Projekt: 15. Juni bis 31. Juli

Das Interview findet unter strengen datenschutzrechtlichen Richtlinien statt. Es kann persönlich, nach Wunsch aber auch telefonisch oder über eine Videokonferenz stattfinden.

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news-2177 Tue, 24 May 2022 11:35:00 +0200 Urwälder der Zukunft: Die Kernzonen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön kennenlernen https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/urwaelder-der-zukunft-die-kernzonen-im-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-kennenlernen Die Kernzonen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön dienen dem Naturerleben bei besonderer Rücksicht auf Tiere und Pflanzen, der Umweltbildung und der ökologischen Forschung. Die „Urwälder“ der Rhön, in denen sich die Natur nach ihrer eigenen Dynamik entwickelt, bieten Lebensraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Am zweiten länderübergreifenden Kernzonentag am Freitag, 3. Juni, kann man diese Schätze bei kostenfreien Führungen in Bayern, Hessen und Thüringen kennenlernen. Die Verwaltungen des Biosphärenreservats laden dazu ein, die besondere Natur auf sich wirken zu lassen und Näheres zu Projekten, Zielen und Maßnahmen in den Kernzonen zu erfahren.

Bayern: Laubmischwald und Vulkangeschichte – Führung am Gangolfsberg

Die Kernzone Gangolfsberg stellt einen sehr naturnahen, für die Basaltkuppen der Rhön typischen Laubmischwald dar. Vom Wanderparkplatz aus über die Brücke des klaren Elsbachs geht es mit den Rangern Maik Prozeller und Florian Essel entlang des Flusstals durch einen Waldbereich, der bereits 1978 aus forstwirtschaftlicher Nutzung genommen wurde. Alte Buchen, Eschen und Bergahorne begleiten uns zur Basaltprismenwand, die von der vulkanischen Entstehungsgeschichte der Rhön zeugt. Die Streckenlänge beträgt ca. 4 km, festes Schuhwerk ist angeraten. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Wanderparkplatz Gangolfsberg am Franzosenweg, Oberelsbach. Anmeldungen bitte per Mail an ulrike.sofsky@reg-ufr.bayern.de

Hessen: Biodiversität, Buchen, Basalt – Führung am Schafstein

Der Schafstein mit seiner großen Basaltblockhalde und den uralten Buchen ist ein herausragendes Geotop und eine wichtige Kernzone im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Bei einer leichten Wanderung erläutert Jonas Thielen, Sachgebietsleiter Naturschutz bei der Hessischen Verwaltung, Wissenswertes zu dem Naturschutzgebiet und der umliegenden Kulturlandschaft. Auch gemeinsame Projekte mit dem Forst stehen im Vordergrund, die Führung wird von Bernd Mordziol-Stelzer vom Forstamt Hofbieber begleitet. Das Forstamt, das im Jahr 2020 zum „Modellbetrieb für Biodiversität PLUS“ ernannt wurde, ist verantwortlich für 15.000 ha Wald, der vor allem durch Buchen, Fichten und weiteren Laubbaumarten geprägt ist. Neben der nachhaltigen Produktion des Rohstoffes Holz liegt ein besonderer Fokus auf den Schutzfunktionen des Waldes. Das „Biodiv-Forstamt“ entwickelt verschiedene Maßnahmen, die dem Erhalt und der Steigerung der Biodiversität im Landeswald dienen sollen. In Zusammenarbeit mit der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats werden zahlreiche Maßnahmen zum Schutz von Mopsfledermaus, Schwarzstorch und Co. umgesetzt.

Die Streckenlänge beträgt ca. 6 km, dabei werden ca. 120 Höhenmeter überwunden. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Parkplatz Fuldaquelle auf der Wasserkuppe. Die Führung dauert etwa drei Stunden. Anmeldung bis spätestens 2. Juni an info@br-rhoen.de oder unter Telefon (0661) 6006 7800.

Thüringen: Mosaik der Vielfalt – Führung am Umpfen

Die Kernzone Umpfen zeichnet sich durch seine unterschiedlichen Strukturen aus. Bereits 1971 wurde der Steinbruch, der einen Großteil der Kernzone einnimmt, offengelassen. Hier sind die verschiedenen Entwicklungsstadien der Wiederbewaldung gut nachvollziehbar. Entlang der Route kommen wir an den Hang- und Schluchtwäldern mit den starken Buchen und alten Ahorn-Bäumen vorbei.  Ein Mosaik der Vielfalt ist hier auf kurzem Weg erlebbar. Die Exkursion wird vom zuständigen Revierleiter Gerrit Schmook begleitet.

Die Streckenlänge beträgt ca. 3,5 km, festes Schuhwerk ist angeraten. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Rhön-Brise Wanderhütte, Zum Umpfen 12, 36452 Kaltennordheim-Kaltenlengsfeld.
Eine Anmeldung an poststelle.rhoen@nnl.thueringen.de zur besseren Planung ist wünschenswert, aber nicht notwendig.

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news-2180 Tue, 24 May 2022 11:22:46 +0200 Durch das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön mit seinen Schätzen führen: Neuer ZNL-Ausbildungskurs startet Ende August https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/durch-das-unesco-biosphaerenreservat-rhoen-mit-seinen-schaetzen-fuehren-neuer-znl-ausbildungskurs-startet-ende-august Sie führen durch das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön mit all seinen Natur- und Kulturschätzen und verstehen sich als BotschafterInnen der Region: Zertifizierte Natur- und LandschaftsführerInnen (ZNL) sind im Bildungs-, Erholungs- und Erlebnisangebot in der Rhön nicht mehr wegzudenken. Ende August 2022 startet ein Ausbildungskurs für neue ZNL im Thüringer Teil des Biosphärenreservats. Anmeldungen sind bis Ende Juli möglich. ZNL verstehen sich als „Botschafter ihrer Region“. Sie führen Einheimische und Touristen durch ihre jeweilige Heimat. Dabei setzen sie selbst gewählte inhaltliche Schwerpunkte – so kommt jedes Jahr ein vielfältiges Programm in Bayern, Hessen und Thüringen zustande. Sie kooperieren eng mit den Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sowie mit der regionalen Gastronomie und Tourismus-Akteuren.

Daniela Sell aus Dermbach ist Zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin in der Thüringer Rhön – und das aus Leidenschaft. „Ich bin in der Rhön geboren und verwurzelt. Mir ist es wichtig, etwas für meine Heimat zu tun. Als ZNL wirken wir an der Aufwertung des Tourismus mit“, sagt sie. Größte Motivation sei aber, in der einzigartigen Natur unterwegs zu sein und mit Menschen in Kontakt zu kommen. „Dabei dann noch Wissenswertes über die Region vermitteln zu können, ist einfach super!“

Am 27. August 2022 beginnt ein neuer ZNL-Kurs im Thüringer Teil des Biosphärenreservats. Die Ausbildung basiert auf einem bundesweit einheitlichen Rahmenlehrplan, der auf die Rhön angepasst wurde. Zu den Unterrichtsinhalten gehören Naturpädagogik, Kommunikation, Führungsdidaktik, Naturschutzrecht, Grundlagen der Ökologie sowie die Naturräume im Biosphärenreservat. Eine wichtige Rolle spielt zudem Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Der Lehrgang findet an insgesamt sieben Wochenenden in Zella/Rhön statt. Etwa ein Drittel des Unterrichts ist Exkursionen vorbehalten, um praxisnah zu lernen und sich in der Natur auszuprobieren. Letzter Unterrichtstag ist der 30. Oktober, im Anschluss folgen die Prüfungsteile. Dort liegt der Schwerpunkt auf der Erstellung eines Konzepts mit Wanderung.

Träger des Kurses ist der Heimatbund Thüringen e. V., der seit 2016 bereits 16 Lehrgänge organisiert und durchgeführt hat. Planung und Durchführung erfolgen in enger Kooperation mit der Thüringer Verwaltung des Biosphärenreservats. Die Teilnahmegebühr beträgt 250 Euro. Es stehen maximal 15 Plätze zur Verfügung. Interessierte können sich bis zum 31. Juli über den Heimatbund Thüringen e. V. oder bei der Verwaltung des Biosphärenreservats informieren und anmelden.

Das Anmeldeformular finden Sie im Downloadbereich auf dieser Seite. 

Kontakte für Rückfragen

Heimatbund: info@heimatbund-thueringen.de, Thomas Pohler, Tel. (0176) 96 84 92 35 und Hans-Joachim Petzold, Tel. (0176) 44 46 80 17 (Koordinatoren)

Thüringer Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, Ansprechpartner Nils Hinkel: nils.hinkel@nnl.thueringen.de, Tel. (0361) 57 3923 342.

 

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news-2179 Tue, 24 May 2022 08:52:46 +0200 650 Pflanzen, viele helfende Hände: Arnika in der hessischen Rhön gepflanzt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/650-pflanzen-viele-helfende-haende-arnika-in-der-hessischen-rhoen-gepflanzt Dem Schwund der Arnika im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön entgegenwirken: Das ist das Ziel im BUND-Projekt „Arnika Rhön“, das sich im Rahmen der Hessischen Biodiversitätsstrategie die Rettung der gefährdeten Heilpflanze auf die Fahne geschrieben hat. Bei einer Pflanzaktion in Dalherda (Gersfeld) haben kürzlich wieder viele helfende Hände mit angepackt. Unterstützt wurden die BUND-Mitglieder von Aktiven des Netzwerks Rhönbotanik sowie Anwohnern und Landwirten aus Dalherda. 650 junge Arnika-Pflanzen wurden von den Freiwilligen im Bereich einer lokalen Population hinzugepflanzt, zusätzlich wurde auf einer angrenzenden Parzelle ausgepflanzt und auch gesät. Diese Fläche wird künftig naturschutzkonform bewirtschaftet – hierzu hat der Landkreis Fulda gemeinsam mit dem Landwirt spezielle Maßnahmen wie eine späte Mahd und Beweidungszeiträume festgelegt. Das Ziel im 2018 gestarteten Projekt „Arnika Rhön“ ist es, der Arnika – Verantwortungsart im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – zu helfen, neue Populationen langfristig zu etablieren. Die ehemals weit verbreitete Heilpflanze gilt heute als gefährdet, ihre Bestände sind trotz aller Bemühungen seit Jahren rückläufig.

Mithilfe von regionalem Saatgut und daraus angezogenen Pflänzchen sollen im Projekt geeignete Biotope gezielt besiedelt werden. Hierfür werden zunächst Samen der gesetzlich geschützten Pflanze im nahen Umfeld der geplanten Ansiedlungsorte gesammelt – nach speziellen Regeln, die sicherstellen, dass nichts beschädigt wird und man „hochwertige“ Samen erhält. So gelingt oft eine Keimrate von etwa 90 Prozent, und selbst kleine, vom Aussterben bedrohte Populationen können noch gerettet werden. Die jungen Pflänzchen werden dann im Frühling „ausgewildert“. Zusätzlich werden Samen direkt ausgesät: Diese Pflanzen wurzeln von Anfang an tiefer ein und können klimawandelbedingte Trockenphasen besser überstehen. Anschließend erfolgen wiederholte Kontrollen.

Träger des Projekts ist der BUND-Kreisverband Fulda, der von Ehrenamtlichen des Netzwerks Rhönbotanik unter Leitung des Botanikers Uwe M. Barth unterstützt sowie von der Universität Kassel und vom Botanischen Garten der Philipps-Universität Marburg fachlich begleitet wird. Das Projekt, das noch bis 2023 läuft, wird mit Unterstützung der Oberen Naturschutzbehörde beim RP Kassel durchgeführt und aus Mitteln der Hessischen Biodiversitätsstrategie finanziert.

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news-2178 Mon, 23 May 2022 15:53:58 +0200 Deutschlandweiter Wettbewerb für junge Menschen – „Verrückte“ Ideen aus der Rhön gesucht! https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/deutschlandweiter-wettbewerb-fuer-junge-menschen-verrueckte-ideen-aus-der-rhoen-gesucht Bist du verrückt genug für uns? In 18 Schutzgebieten in Deutschland verändern die UNESCO-Biosphärenreservate die Welt mit innovativen Ideen, um ein nachhaltiges und klimafreundliches Miteinander von Mensch und Natur zu ermöglichen. Sie erproben das Leben von morgen, damit eine gemeinsame Zukunft auf diesem Planeten gelingen kann. Im Jahr 2022 haben die deutschen Biosphärenreservate die Initiative „Verrückt auf Morgen“ gestartet. Teil davon ist ein Mitmachwettbewerb für junge Menschen, bei dem die Einsendenden 1.000 Euro für die Umsetzung oder Fortführung des eingereichten Projekts im Bereich Zukunft und Nachhaltigkeit sowie die Patenschaft eines ausgewählten Biosphärenreservats gewinnen können. "Wir setzen bereits heute viele gute Ideen im Bereich Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Naturschutz und Soziales um. Aber das ist noch nicht alles. Wir wollen auch die allgemeine Bevölkerung einbinden. Wir suchen deine Idee, dein Projekt, dein Produkt oder deine Initiative, damit wir diese in oder durch eines unserer Biosphärenreservate gemeinsam weiterentwickeln können", erläutert der bekannte Fernsehmoderator und VIP-Wettbewerbsbotschafter Willi Weitzel, der auch in der Jury sitzt.

Wie funktioniert das Ganze? Sende uns deine Projektidee im Bereich Zukunft und Nachhaltigkeit – entweder als Einzelperson oder stellvertretend für eine Gruppe – bis zum 30. September 2022 über das Teilnahmeformular auf www.verrueckt-auf-morgen.de zu und gewinne 1.000 Euro für die Umsetzung oder Fortführung des eingereichten Projektes sowie die Patenschaft eines ausgewählten Biosphärenreservats.

In der Jury sitzt neben Willi Weitzel auch Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, sowie Vertreterinnen und Vertreter der UNESCO und der Biosphären-Schulen. Diese küren drei Gewinnerprojekte des Wettbewerbs "Verrückt auf Morgen", die auch auf der Roadshow mit Station in Berlin dem Bundestag vorgestellt werden.

Worauf kommt es an?

Maßgeblich ist der Innovationsgrad, mit dem Zukunft und Nachhaltigkeit im Rahmen eines Projektes vermittelt, gelebt, dargestellt oder analysiert werden. Außerdem von Relevanz ist die Anwendbarkeit des eingereichten Projektes für ein ausgewähltes Biosphärenreservat. Im Rahmen einer Patenschaft werden die drei Gewinnerprojekte umgesetzt oder weitergeführt.

Teilnahmebedingungen: https://verrueckt-auf-morgen.de/teilnahmebedingungen/

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