Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de Biosphärenreservat Rhön de-DE Biosphärenreservat Rhön Mon, 26 Jul 2021 18:28:56 +0200 Mon, 26 Jul 2021 18:28:56 +0200 TYPO3 EXT:news news-2064 Mon, 26 Jul 2021 16:59:47 +0200 Großes ehrenamtliches Engagement: Ein Ort für Bildung, Spiel und Gemeinschaft - Zella eröffnet neues Bildungszentrum https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/grosses-ehrenamtliches-engagement-ein-ort-fuer-bildung-spiel-und-gemeinschaft-zella-eroeffnet-neues/ Großer Tag für den Ortsteil Zella/Rhön der Gemeinde Dermbach im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön: Am Wochenende ist mit rund 200 Besucherinnen und Besuchern an der Propstei Zella das neue Bildungszentrum eröffnet worden. Neben einem Biosphären-Klassenzimmer und einem Entdeckerwagen ist ein Erlebnisspielplatz entstanden – dank großen ehrenamtlichen Engagements innerhalb des Ortsteils. In den vergangenen beiden Jahren hat die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön den Außenbereich der Propstei Zella – Dienstsitz der Verwaltung und des Bio-sphären-Infozentrums – kontinuierlich zu einem Bildungsstandort für nachhaltige Entwicklung ausgebaut. Dazu gehören ein "Biosphären-Klassenzimmer" mit 60 Sitzplätzen, ein Junior-Ranger-Entdeckerwagen, ein Lehrpfad rund um die Streuobstwiese unterhalb der Propstei Zella sowie ein Erlebnisspielplatz "Streuobstwiese", der in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dermbach entstanden ist. Diese Angebote sollen für Bildungsmodule zur nachhaltigen Entwicklung für Groß und Klein inklusiv erlebbar sein.

Anlässlich der Eröffnung sagt Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund: „Ich freue mich sehr, dass in der Rhön Umweltbildung einen so großen Stellenwert hat und mit dem neuen Außengelände ein Raum zum Entdecken und Lernen entstanden ist. Hier lernen Kleine und Große gemeinsam den Wert unserer Natur zu schätzen. Uns ist wichtig, dass der Ort allen zugänglich ist – deshalb haben wir den neuen stufenfreien Zugang gefördert.“

Mit Fördermitteln aus dem Programm „Investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön" des Umweltministeriums (16.632,74 Euro) finanziert die Gemeinde den Ausbau eines stufenfreien Zugangs zur Streuobstwiese seitens der Sportplatzstraße. Ebenfalls ein Projekt aus dem Förderprogramm: die Umrüstung auf Sternenpark-konforme Architekturbeleuchtung am historischen Propsteigebäude (Förderung: 57.271,72 Euro).

„Wir freuen uns, dass wir es geschafft haben, den Nachhaltigkeitsgedanken auf dem Propsteigelände ganzheitlich umzusetzen“, sagt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung. „Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung sind zentrale Aufgaben des Biosphärenreservats. Das Außengelände ist eine perfekte Ergänzung zum Biosphären-Infozentrum Propstei Zella/Rhön, hinzu kommt die Verwaltung als Netzwerkstelle für die Thüringer Rhön. Mit dem ganzheitlichen Ansatz ist die Propstei nicht nur Bildungsort für Schulen und Kindergärten, Ausflugsziel und Infostelle für Touristen, sondern auch ein Ort der Gemeinschaft für die Einheimischen geworden.“

„In der aktuellen Zeit kommen dem Spielplatz und dem Bildungszentrum noch einmal mehr Bedeutung zu. Nach den schwierigen Monaten haben die Kinder einen genialen Treffpunkt hinzugewonnen, und durch unseren eigenen Aufbau sind wir als Dorfgemeinschaft weiter zusammengewachsen“, betont Ortsteilbürgermeister Marcel Schumann. Im April 2020 hatten sich acht Ehrenamtliche zusammengefunden und seitdem in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Gemeinde geplant, Fördermöglichkeiten gesucht und mit vielen weiteren Helferinnen und Helfern den Spielplatz gebaut. Rund 1.600 ehrenamtliche Stunden sind in den Aufbau der Geräte und die Gestaltung des Geländes investiert worden – in einem Zeitraum von insgesamt 12 Wochen. Beachtlich ist auch die Spendengemeinschaft aus dem 400-Einwohner- Ort: Neben Sachspenden kam eine Summe von 17.000 Euro zusammen.

Das Interesse war bei der Eröffnung entsprechend groß: Rund 200 große und kleine Besucherinnen und Besucher verbrachten einen bunten Tag mit zahlreichen Mitmach-Angeboten.

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news-2059 Fri, 23 Jul 2021 11:24:00 +0200 300 Motive zu „Mensch. Natur. Einklang.“ – Siegerinnen und Sieger aus Fotowettbewerb gekürt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/300-motive-zu-mensch-natur-einklang-siegerinnen-und-sieger-aus-fotowettbewerb-gekuert/ Überwältigende Resonanz: Rund 300 Fotos aus allen Teilen der Rhön waren beim Fotowettbewerb „Mensch. Natur. Einklang.“ eingegangen, zu dem die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und die Rhön GmbH Ende Mai aufgerufen hatten. Nun stehen die Gewinnerinnen und Gewinner fest. Aus ihren Fotos entsteht eine Wanderausstellung. In Biosphärenreservaten weltweit steht, anders als in Nationalparks, nicht der Naturschutz allein im Mittelpunkt. Auch Bildung und Kommunikation, eine nachhaltige Regionalentwicklung und Forschung gehören zu den Aufgaben – immer mit dem Ziel eines harmonischen Zusammenspiels von Mensch und Natur. In der Rhön, die in diesem Jahr 30 Jahre Anerkennung durch die UNESCO feiert, dreht sich 2021 daher alles um das Motto „Mensch. Natur. Einklang.“

So auch während der ersten Biosphärenwochen, die von Ende Mai bis Mitte Juni stattgefunden hatten. Während der Aktionswochen waren die Rhönerinnen und Rhöner dazu aufgerufen, fotografisch festzuhalten, was sie mit dem Einklang von Mensch und Natur verbinden. Rund 300 Fotos waren daraufhin bei der Hessischen Verwaltung in Hilders eingegangen. Die Jury – Melissa Kalmund, Stephanie Meinecke und Bertram Vogel (Rhön GmbH) sowie Ulrike Schade und Anna-Lena Bieneck (Biosphärenreservatsverwaltungen) – hatte nun die Qual der Wahl und kürte die 20 Gewinnerinnen und Gewinner. „Ergebnis ist eine bunte Themenvielfalt. Denn das Zusammenspiel von Mensch und Natur steckt überall drin – ob beim Wandern durchs Land der offenen Fernen, in der Landnutzung und Landschaftspflege, der Entwicklung von Siedlungsbereichen, in nachhaltigen Tourismusangeboten oder im Rhöner Brauchtum“, sagt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung. Unter den Gewinner-Motiven ist zum Beispiel die Aufnahme einer Schafstelze, die in einem Weizenfeld bei der Nahrungssuche erfolgreich war – festgehalten von Annemarie Hochrein aus Poppenroth –, und Mitglieder der Folkloretanzgruppe Kaltenlengsfeld, die in traditioneller Montur von Regina Schmidt aus Kaltennordheim fotografiert wurden. Jonas Weller aus Rasdorf hat Jugendliche beim gemeinsamen Pflanzen von Gemüse im Rasdorfer Dorfgarten fotografiert, und die Freundin von Fotografin Martina Junk aus Fulda hat bei einer Wanderung auf der Wasserkuppe die Sonne mit einem Arm „eingefangen, weil es zu schön ist, sie untergehen zu lassen“.

Als Siegerin wurde Mariella Heinmüller aus Hünfeld für die beeindruckende Aufnahme des Wolkenmeers auf der Wasserkuppe gekürt – beobachtet von faszinierten Ausflüglern. „Auf den ersten Blick fühlt man sich an einen Strand versetzt, mit Blick auf den weiten Ozean. Das Foto zeigt den Zauber der Rhöner Natur. In diesem Fall ist der Mensch stiller Beobachter: Er darf dieses Wunder auf sich wirken lassen“, sagt Bertram Vogel, Geschäftsführer der Rhön GmbH.

Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten einen Genussgutschein im Wert von 50 Euro, der bei insgesamt 21 teilnehmenden Partnerbetrieben aus dem Netzwerk der Dachmarke Rhön eingelöst werden kann. Die Siegerin darf sich zudem über einen Übernachtungsgutschein für das Thüringer Rhönhaus freuen. Aus den Fotos entsteht eine Wanderausstellung „Mensch. Natur. Einklang.“, die noch in diesem Jahr starten soll. Einige der Bilder werden außerdem dauerhaft auf dem Außengelände der Propstei Zella/Rhön, Dienstsitz der Thüringer Verwaltung, zu sehen sein.

Alle Gewinnerfotos finden Sie hier.

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news-2063 Fri, 23 Jul 2021 10:13:05 +0200 Unverzichtbare Arbeit für Erhalt und Schutz der Natur: World Ranger Day am 31. Juli https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/unverzichtbare-arbeit-fuer-erhalt-und-schutz-der-natur-world-ranger-day-am-31-juli/ Rangerinnen und Ranger sorgen weltweit in Schutzgebieten für den Erhalt und Schutz von Pflanzen und Tieren und werben für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – auch im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Am World Ranger Day, dem 31. Juli, steht bei Veranstaltungen auf der ganzen Welt diese wertvolle Arbeit im Vordergrund. Der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. bietet eine Führung mit Rangerin Amelie Nöth am Naturlehrpfad Lösershag an. 1872 wurde in den USA der erste Nationalpark ausgewiesen. Acht Jahre später nahm dort, im Yellowstone National Park, der weltweit erste Ranger seine Arbeit auf. Seitdem ist die Notwendigkeit, das Naturerbe der Welt zu erhalten und schützend zu betreuen, dramatisch gewachsen. Der Einsatz von Rangerinnen und Rangern ist heute ein international anerkannter Naturschutzstandard. In Deutschland werden sie hauptsächlich in Großschutzgebieten (Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks) eingesetzt. Zunehmend werden aber auch einzelne Naturschutz- und Natura 2000-Gebiete durch hauptamtliches Personal betreut. Am 31. Juli wird weltweit vor allem auch all jener gedacht, die während ihrer Arbeit verletzt oder sogar getötet wurden. Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF verlieren jährlich mehr als 100 Naturwächterinnen und -wächter im Einsatz ihr Leben. Vor allem in Afrika ist der Beruf gefährlich – hier gehören Schusswaffen zur Dienstausrüstung. Ein Hauptproblem sind Wilderer, deren illegalen Geschäften die Wildhüterinnen und -hüter im Weg stehen.

Besonders gefährlich ist der Beruf im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön zum Glück nicht. Doch auch hier ist die Arbeit der Rangerinnen und Ranger für den Erhalt der Schutzgebiete unerlässlich. Ihr Aufgabengebiet ist vielfältig: Die Markierung und Kontrolle von Schutzgebieten und die Mitarbeit bei Artenschutz- und Monitoringprojekten gehören ebenso dazu wie Landschaftspflege, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Besucher werden von ihnen durch die Schutzgebiete geführt, und Kinder und Jugendliche setzen sich in Junior-Ranger-Gruppen mit den Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit auseinander.

Am World Ranger Day lädt der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. zu einer Führung mit Rangerin Amelie Nöth ein. Treffpunkt ist um 9 Uhr der Wanderparkplatz am Beginn des Naturlehrpfads „Lösershag“, etwa ein Kilometer östlich von Oberbach (50.34494, 9.89906). Auf der Lehrpfad-Wanderung durch das Naturwaldreservat Lösershag erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Urwald mit Basaltblockhalden und erloschenem Vulkanschlot. Mit ihrem extremen Mikroklima sind die Basaltsteine Lebensraum seltener und speziell angepasster Tier- und Pflanzenarten. Die Führung dauert etwa zweieinhalb Stunden.

Eine Anmeldung ist erforderlich im Biosphärenzentrum Rhön „Haus der Schwarzen Berge“ unter Telefon (09749) 91 22 0 oder per Mail an infozentrum@rhoen.de.

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news-2062 Thu, 22 Jul 2021 19:24:40 +0200 Licht aus, Sterne an zum Auftakt der Sternenparkwochen: Kommunen beteiligen sich an Aktion am 31. Juli https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/licht-aus-sterne-an-zum-auftakt-der-sternenparkwochen-kommunen-beteiligen-sich-an-aktion-am-31-ju/ Am 30. Juli starten die zweiten Rhöner Sternenparkwochen. Zu diesem Anlass beteiligen sich Kommunen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön an der Aktion „Licht aus, Sterne an!“ und setzen damit ein Zeichen für den Schutz der Nacht und das länderübergreifende Engagement gegen Lichtverschmutzung. In der Nacht zum 1. August wird in einigen Ortslagen ein Teil der öffentlichen Straßen- beziehungsweise Gebäudebeleuchtung zeitweise abgeschaltet. Die natürliche, dunkle Nachtlandschaft und der (Sternen-)Himmel sind aufgrund der geringen Lichtverschmutzung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön besonders sicht- und erlebbar. Mit den Aktionswochen wird diese Besonderheit in den Fokus gerückt. Vom 30. Juli bis 22. August stehen wieder zahlreiche Erlebnis-, Info-, Gastronomie- und Übernachtungsangebote rund um Sonne, Mond und Sterne auf dem Programm. Bereits im Jahr 2020 waren die von der Rhön GmbH geplanten Sternenparkwochen trotz Corona ein Erfolg, das Angebot wurde in diesem Jahr deutlich erweitert.

Dass der Sternenhimmel hier ein besonderes Erlebnis ist, kommt nicht von ungefähr: Mit der Auszeichnung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön als internationaler Sternenpark im Jahr 2014 war das Versprechen verbunden, dass sich die Region für den Schutz der Nacht einsetzt. Die teilnehmenden Kommunen sind eine Selbstverpflichtung eingegangen und haben einer Sternenpark-konformen Beleuchtungsrichtlinie zugestimmt. Zum Auftakt der Sternenparkwochen wollen zahlreiche Kommunen nun ein Zeichen setzen und schalten in der Nacht auf den 1. August an ausgewählten öffentlichen Stellen – Straßen oder Gebäuden – die Beleuchtung zeitweise aus.

Mit dabei 

Thüringen: Wölferbütt und Völkershausen (Vacha), Schleid, Buttlar und Gerstengrund (Geisa), Herpf und Stepfershausen (Meinigen), Dermbach, Einheitsgemeinde Rhönblick (rund um die Hohe Geba), Mittelsdorf (Kaltenwestheim), Sünna und Pferdsdorf (Unterbreizbach) und Oberweid

Bayern: Ostheim v. d. Rhön, Fladungen, Schondra, Nüdlingen, Aura a. d. Saale, Münnerstadt, Bischofsheim/Rhön, Unsleben, Wollbach, Hammelburg, Burgwallbach (Schönau a. d. Brend) und Sondheim v. d. Rhön

Hessen: Ebersburg, Ehrenberg, Hilders, Tann, Petersberg und die Sternenstadt Fulda

 „Wir sind überwältigt von der spontanen und großen positiven Resonanz aus den Kommunen – auch außerhalb des Biosphärenreservats“, erklärt Ulrike Schade, Leiterin der federführenden Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Auch im hessischen Teil waren die Rathauschefs begeistert von der Idee, zugesagt hatten Gersfeld, Eichenzell, Flieden und Neuhof sowie – zwar auf bayerischer Seite, aber ebenfalls im Gebiet des örtlichen Energieversorgers – Motten. „Die Möglichkeiten des Abschaltens sind in den unterschiedlichen Versorgungsgebieten anders geregelt und mit unterschiedlichem Aufwand verbunden. Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr eine passende Lösung für Motten und die Hessischen Kommunen finden.“

Hintergrund zur Aktion

Kommunen stellen die Straßenbeleuchtung allen Bürgerinnen und Bürgern selbstverständlich zur Verfügung. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Beleuchtung der Straße gibt es jedoch nicht. Dem gegenüber stehen die schädlichen Auswirkungen von Licht bei Nacht als Umwelteinwirkung im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes, insbesondere in Bezug auf die Biodiversität. Nicht zuletzt ist künstliches Licht immer mit Energieerzeugung und -verbrauch verbunden. Die Aktion "Licht aus, Sterne an!" soll an den Schutz der natürlichen Dunkelheit der Nacht erinnern und Aufmerksamkeit darauf lenken, dass künstliches Licht auch in Zeiten von LED keine Selbstverständlichkeit ist.

Hinzu kommt, dass die Betrachtung des Sternenhimmels ein gemeinschaftliches Gut und das Verstehen der astronomischen Zusammenhänge eines der ältesten Kulturleistungen der Menschheit darstellt (Kalender und Navigation). Insbesondere aber steht der massive Rückgang der Insekten im Vordergrund, denn seit dieser ins öffentliche Bewusstsein gelangt ist, wird auch der Einfluss künstlicher Beleuchtung auf das Insektensterben anerkannt, und gesetzliche Vorgaben für eine insektenfreundliche Beleuchtung werden formuliert. Unter anderem ist das Bundesnaturschutzgesetz diesbezüglich neu formuliert worden.

„Mit der Aktion wollen wir daher den Rhönerinnen und Rhönern und auch den Touristen nicht nur ein tolles natürliches Nachterlebnis, sondern auch einen erlebbaren Zugang zum Naturschutz, und – über die Astronomie – zu den Naturwissenschaften bieten“, sagt Sabine Frank, Sternenpark-Koordinatorin beim Landkreis Fulda.

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Sternenpark Rhön
news-2061 Thu, 22 Jul 2021 13:57:30 +0200 Wiesen-Wissen fürs Foyer - Wanderausstellung Rhöner Bergwiesen kann wieder ausgeliehen werden https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/wiesen-wissen-fuers-foyer-wanderausstellung-rhoener-bergwiesen-kann-wieder-ausgeliehen-werden/ Bunt getupfte, kräuterreiche Wiesen und Weiden prägen das typische Gesicht der Rhön. Durch menschliche Bewirtschaftung über Jahrhunderte entstanden, sind die Bergwiesen ein artenreicher Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere. Auf diese schützenswerte und höchst attraktive Natur macht die Wanderausstellung des LIFE-Projekts Rhöner Bergwiesen aufmerksam. Nach monatelanger Corona-Pause darf sie jetzt wieder auf die Reise gehen. Das von der EU geförderte LIFE-Projekt Rhöner Bergwiesen setzt sich seit 2016 für den Schutz der einzigartigen Bergwiesenlebensräume im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ein. Seitdem wurde ein Bündel an Maßnahmen zur Pflege der Bergwiesen und Hutungen ergriffen, mit denen deren besondere Vielfalt an Pflanzen und Tieren erhalten werden soll. Worum es genau geht, welche Zielarten im Fokus stehen und was für das bunte Herz der Rhön getan werden muss, möchte die Wanderausstellung des LIFE-Projekts einer breiten Öffentlichkeit zeigen. Brillante Aufnahmen gespickt mit eindrücklichen Texten machen deutlich: Nur mit Unterstützung der heimischen Landwirtschaft haben die artenreichen Rhöner Bergwiesen eine Zukunft.

Ideal für Foyers von Rathäusern, Schulen und Unternehmen

Die 13-teilige Wanderausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem bekannten Naturfilmer Heribert Schöller realisiert. Sie eignet sich für die Präsentation in Foyers von Rathäusern, Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Veranstaltungs- und Kulturorten. Die Roll-Ups können kostenfrei bei der hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats ausgeliehen werden. Bei Platzmangel können auch nur neun der 13 Teile gezeigt werden. Die Verleihdauer erfolgt nach Absprache. Nähere Infos erteilen Ulla Heckert vom LIFE-Projekt (ulla.heckert@br-rhoen.de) oder das Sekretariat der hessischen Verwaltungsstelle (Tel: 0661-6006 7800, info@br-rhoen.de).

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LIFE
news-2060 Thu, 22 Jul 2021 13:32:32 +0200 Austausch zum Schutz der Quellen und des Grundwassers: Arbeitskreis Quellen und Grundwasser tagte in der Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/austausch-zum-schutz-der-quellen-und-des-grundwassers-arbeitskreis-quellen-und-grundwasser-tagte-in/ Sie haben sich die Erforschung und den Schutz des Grundwassers zur Aufgabe gemacht: die Mitglieder des Arbeitskreises Quellen und Grundwasser der Deutschen Gesellschaft für Limnologie e. V., die sich Mitte Juli in der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Hilders getroffen haben. Neben dem Austausch – unter anderem zur länderübergreifenden Quellenkartierung in der Rhön – standen Renaturierungsprojekte des Biosphärenreservats im Fokus. Dem Arbeitskreis, der sich im Jahr 2002 gegründet hat, gehören Mitglieder aus Deutschland und der Schweiz an, die sich beruflich oder ehrenamtlich mit grundwasserabhängigen Lebensräumen beschäftigen. Hierbei stehen auch Quellen im Mittelpunkt. Neben Experten der Universität Basel und des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) gehört unter anderen der Rhöner Quellen-Experte Stefan Zaenker zum Arbeitskreis. Als Vorsitzender des Landesverbands für Höhlen- und Karstforschung Hessen e. V. ist der Fuldaer verantwortlich für das Projekt Quellen der Rhön: Seit mehr als 25 Jahren werden im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Quellen kartiert und untersucht. Als Grenzlebensraum zwischen Grundwasser und Oberflächengewässer haben Quellen eine hohe Bedeutung für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, die an diese besonderen Umweltbedingungen angepasst sind. Die wenigen Arten, die in diesen kleinen Biotopen existieren können – unter anderem die Rhönquellschnecke –, reagieren sehr empfindlich auf Störungen, die nicht nur durch den Klimawandel, sondern auch durch menschliche Einflüsse wie Quellfassungen und Schadstoffeinträge verursacht werden. Deshalb werden im Rahmen des Projekts Maßnahmen zur Verbesserung und zum Erhalt der Quellen geplant und umgesetzt. Bis heute wurden 3.841 Standorte kartiert – die Rhön gilt bezüglich der Erfassung als eine der führenden Regionen Europas.

Im Arbeitskreis stellte Stefan Zaenker die Ergebnisse der Quellenkartierung in der Rhön vor. Weitere Vorträge beschäftigten sich unter anderem mit der Möglichkeit des DNA-Barcodings von Quellorganismen, der Kolmation – also der Verstopfung der Fließgewässersohle durch Sedimenteintrag aus der Landwirtschaft – und dem auch in der Rhön etablierten Quellen-Klimamonitoring.

Am zweiten Tag des Treffens standen bei Exkursionen Renaturierungsprojekte im hessischen Teil des Biosphärenreservats im Mittelpunkt: Am Auersberg bei Hilders wurden in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Hofbieber alte Verrohrungen unter Forstwegen für Gewässertiere durchlässig gestaltet, und bei Gotthards ist im vergangenen Jahr die Kalktuffquelle renaturiert worden.

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Arbeitskreistreffen waren durchweg positiv. „So ein Austausch von Experten ist sehr wichtig, um neue Ideen und Impulse für den Quellen- und Grundwasserschutz in der Rhön zu bekommen“, bilanziert Stefan Zaenker.

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news-2058 Fri, 16 Jul 2021 16:46:53 +0200 „Perlen des ländlichen Raums erhalten“: Kunststation Oepfershausen und Schlosshof in Wasungen werden aufgewertet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/perlen-des-laendlichen-raums-erhalten-kunststation-oepfershausen-und-schlosshof-in-wasungen-werden/ Wertvolle Schätze im ländlichen Raum erhalten, um das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön mit all seinen Kommunen und Ortsteilen attraktiv zu halten und lebenswert zu machen – dieses Ziel verfolgt auch die 5500-Einwohner-Stadt Wasungen in Thüringen. Sie nutzt eine Förderung des Thüringer Umweltministeriums zur Aufwertung der Kunststation Oepfershausen und des Schlosshofs, der gleichzeitig Eingang zum Natur Aktiv Museum ist. Einen Scheck in Höhe von insgesamt 32.000 Euro hat Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, an Wasungens Bürgermeister Thomas Kästner und Verantwortliche der Kunststation Oepfershausen übergeben. „Mit dem Förderprogramm laufen Sie offene Türen ein“, sagte Bürgermeister Kästner. „Das Programm zeigt, dass Biosphärenreservat so viel mehr ist als nur Naturschutz. Hier geht es um nachhaltige Attraktivität im ländlichen Raum – und die beginnt im Detail. Die Kunststation ist hierfür das beste Beispiel.“ Peter Casper als Vorsitzender des Vereins Kunststation Oepfershausen e. V. und langjähriges Mitglied des Biosphärenreservatbeirats ergänzte, es sei „hervorragend, dass das alles mit der unbürokratischen Hilfe aus dem Ministerium realisiert werden kann“.

Die barrierefreie Kunststation Oepfershausen bietet seit 1993 zahlreiche künstlerische, kreative Kurse für alle Altersgruppen an und ist weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Die Semesterkurse und Workshops werden jedes Jahr auch von zahlreichen Touristen genutzt – nichts zuletzt, weil die Extratour Vorderrhönweg direkt entlang der Kunststation am Ortseingang Oepfershausen verläuft. Um für die vorbeikommenden Wandernden, aber auch die Einheimischen noch attraktiver zu werden und eine Rastmöglichkeit bieten zu können, will die Stadt Wasungen die Terrasse vor der Kunststation sanieren lassen. Mithilfe der Fördermittel in Höhe von rund 19.000 Euro wird das Fundament erneuert, und es werden überdachte Sitzgelegenheiten geschaffen und mit Pflanzenkübeln gestaltet. „Bei uns soll sich jeder willkommen fühlen“, sagte Susanne Casper-Zielonka, Leiterin der Kunststation. Sie denkt bereits über weitere Aufwertungsmöglichkeiten nach – etwa den Verkauf regionaler Produkte direkt in der Kunststation wie den neuen Kaffee „Biosphäre2“ aus Peru.

Zweites Projekt ist der Schlosshof in Oepfershausen: Für rund 13.100 Euro pflastert die Stadt den Innenhof neu, schafft Sitzgelegenheiten mit Sonnenschutz und stellt Pflanzkübel auf. Der Schlosshof dient auf der Ostseite nicht nur als Parkfläche und Ort für Veranstaltungen, sondern ist gleichzeitig Eingangsbereich des Natur Aktiv Museums. Hier gibt es Umweltbildung zum Anfassen – für Schulklassen, freie Gruppen und Touristen.

„Wir sind glücklich, dass das Thüringer Umweltministerium in die nachhaltige Entwicklung investiert“, sagte Ulrike Schade. „Das Biosphärenreservat ist kein Naturschutzgebiet, sondern hier wird nachhaltige Entwicklung im Einklang mit der Natur vorwiegend von den Kommunen, den Landkreisen aber auch der Land- und Forstwirtschaft getragen. Gemeinsam ist es unser Ziel, die Perlen im Biosphärenreservat zu schützen – hierzu zählen seit Langem die Kunststation und das Natur Aktiv Museum.“

Hintergrund: Das Förderprogramm

Insgesamt investiert das Thüringer Umweltministerium im laufenden Haushaltsjahr 2,7 Millionen Euro in Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens. Ca. 600.000 Euro davon fließen in den Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Für die Thüringer Rhön ist die Förderung ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der im Rahmenkonzept des Biosphärenreservats festgelegten Ziele und Projekte. 49 Projektskizzen waren im Frühjahr 2021 eingegangen, 26 davon hatte der Beirat des Vereins Rhönforum e. V. als regionales Entscheidungsgremium daraufhin für die weitere Beantragung ausgewählt. Anfang Juni haben die Kommunen die Zuwendungsbescheide erhalten. Drei weitere Nachrückerprojekte sind frisch bewilligt. Infos zum Förderprogramm finden Interessierte auf der Homepage des Biosphärenreservats. Unter https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/mensch/kommunale-entwicklung/projekte-nachhaltige-entwicklung-thueringen/ werden alle Projekte ausführlich vorgestellt.

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news-2057 Fri, 16 Jul 2021 16:21:29 +0200 Das Biosphärenreservat spielerisch kennenlernen: Gemeinde Unterbreizbach errichtet Naturerlebnispfad am Ulsterberg https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/das-biosphaerenreservat-spielerisch-kennenlernen-gemeinde-unterbreizbach-errichtet-naturerlebnispfad/ Ein Naturerlebnispfad bis zum Gipfel des Ulsterbergs: Die Einheitsgemeinde Unterbreizbach mit den Ortsteilen Sünna und Pferdsdorf, die im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön liegen, nutzt Fördermittel aus dem Thüringer Umweltministerium zur Erweiterung ihres Tourismus- und Bildungsangebots. Den Aufruf aus dem Umweltministerium, Projektanträge zur nachhaltigen Regionalentwicklung einzureichen, nahm die Gemeinde dankend an. Eine der Ideen von Bürgermeister Roland Ernst, einen Waldspielplatz zu errichten, wurde von Christin Müller, Leiterin der Kindertagesstätte Sünna, begeistert aufgenommen. Die Erzieherinnen der Kindergärten Sünna und Pferdsdorf sind mit den rund 85 Kindern oft in der Natur unterwegs – vor allem am 487 Meter hohen Ulsterberg, „Hausberg“ der Einheitsgemeinde und insbesondere für die Kindergärten und Schulen der umliegenden Ortsteile ein beliebter Ausflugsort. Was bisher aber fehlte: Stationen entlang der Wege, an denen sie die Tier- und Pflanzenwelt des Biosphärenreservats spielerisch kennenlernen können. Gemeinsam mit den Ortsteilbürgermeistern Uwe Schmidt und Nico Lahs, der Regelschule Unterbreizbach, der Forstbetriebsgemeinschaft, der Agrarvereinigung „Rhönpforte“ Sünna und weiteren Verantwortlichen wurde ein Konzept entwickelt, wie der im Jahr 2010 entstandene Rhön-Rundweg Unterbreizbach 1 mit seinen bisherigen Infotafeln um ein solch kindgerechtes Angebot erweitert werden kann.

Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, hat Roland Ernst den symbolischen Scheck über rund 32.200 Euro übergeben. Mit dem Geld sollen an dem zwei Kilometer langen Rundweg fünf Stationen entstehen – unter anderem mit einer Tierweitsprunggrube, Hängematten, Baumstammwippen und Panoramaliegen. Auch eine Waldküche soll gebaut werden, und ein alter Bauwagen wird zu einer Sitzmöglichkeit für Gruppentreffen umgebaut. Die Planung erfolgte in enger Abstimmung mit der Biosphärenreservatsverwaltung, der Unteren Naturschutzbehörde, dem Forstamt Bad Salzungen und der Unteren Bauaufsichtsbehörde.

„Es ist toll, dass die Kinder hier künftig – dank dem Bau von Erlebniselementen mir hochwertigen Materialien aus der Region – Spaß an der Bewegung in der Natur haben und so spielerisch ihre Umwelt kennenlernen können. Denn nur was man kennt, kann man schützen“, sagt Ulrike Schade. Die Kinder der Kindertagesstätten Sünna und Pferdsdorf und der Grundschule Sünna freuen sich schon jetzt auf den neuen Erlebnispfad, der nicht nur in den Kita-Alltag, sondern auch in den Sach- und Heimatkundeunterricht der Schule einbezogen werden soll.

„Wir freuen uns über die 90-Prozent-Förderung und die unkomplizierte Antragstellung, bei der uns die Verwaltung des Biosphärenreservats intensiv unterstützt hat“, betont Bürgermeister Roland Ernst.

Hintergrund: Das Förderprogramm

Insgesamt investiert das Thüringer Umweltministerium im laufenden Haushaltsjahr 2,7 Millionen Euro in Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens. Ca. 600.000 Euro davon fließen in den Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Für die Thüringer Rhön ist die Förderung ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der im Rahmenkonzept des Biosphärenreservats festgelegten Ziele und Projekte. 49 Projektskizzen waren im Frühjahr 2021 eingegangen, 26 davon hatte der Beirat des Vereins Rhönforum e. V. als regionales Entscheidungsgremium daraufhin für die weitere Beantragung ausgewählt. Anfang Juni haben die Kommunen die Zuwendungsbescheide erhalten. Drei weitere Nachrückerprojekte sind frisch bewilligt.

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BRRhoen-TH
news-2054 Mon, 12 Jul 2021 16:11:09 +0200 Drei Wochen Sonne, Mond und Sterne: Zweite Auflage der Rhöner Sternenparkwochen startet am 30. Juli https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/drei-wochen-sonne-mond-und-sterne-zweite-auflage-der-rhoener-sternenparkwochen-startet-am-30-juli/ Die Auszeichnung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön als Internationaler Sternenpark steht für besondere Maßnahmen zum Schutz der natürlichen Nachtlandschaften – und für einen beeindruckenden Sternenhimmel, den man in der Rhön noch erleben kann. Sonne, Mond und Sterne stehen in diesem Sommer wieder im Mittelpunkt zahlreicher Angebote: Vom 30. Juli bis zum 22. August finden die zweiten Rhöner Sternenparkwochen statt. Einen besseren Zeitpunkt könnte es nicht geben: Denn wie auch im vergangenen Jahr sind um den 12. August die Sternschnuppen der Perseiden, ein jährlich wiederkehrender Meteorstrom, am stärksten zu sehen. Und die Vollmondnacht am 22. August wird den krönenden Abschluss der Aktionswochen bilden. Veranstalterin ist die Rhön GmbH, die in der Planung eng mit den Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen zusammengearbeitet hat.

Während der Sternenparkwochen, die in 2021 um eine Woche verlängert wurden, wird neben den beliebten Sternenführungen auch Neues geboten – zum Beispiel ein Klangabend zur blauen Stunde in Bad Neustadt und eine Sternstundenandacht unterm Sternenhimmel in Hilders. Kleine Sternenfans kommen beim Sternenparkfest in Kaltennordheim und einer digitalen Entdeckungstour durch die Sternenstadt Fulda mit Eule Luna auf ihre Kosten. 

Wer schon immer mal eine Sternenwanderung ausprobieren wollte, der hat dieses Jahr gleich mehrfach die Möglichkeit: Neben insgesamt 22 Führungen, die die Zertifizierten Sternenparkführer des Vereins Sternenpark Rhön e. V. anbieten, findet beispielsweise auch eine Nachtwanderung entlang der Extratour Waldfenster statt.

Warum der Schutz der Nacht und damit verbunden eine rücksichtsvolle Beleuchtung für den Natur- und Artenschutz unerlässlich ist, wird nicht nur bei den Sternenführungen, sondern auch bei Insektenworkshops der Sternenstadt Fulda deutlich: Das Projekt AuBe (Artenschutz durch Umweltverträgliche Beleuchtung) erforscht die Möglichkeit, Insekten anhand eines neuen Beleuchtungsdesigns für Straßenlaternen zu schützen.  

Auch Genießer kommen nicht zu kurz –  dank besonderer Angebote wie „Laurentius Tränen im Weinglas“ des Weingut Lange aus Hammelburg, Sternenwanderungen mit Gute-Nacht-Cocktail der Brennerei Bold’s aus Neuwirtshaus oder einem Picknick unterm Sternenzelt in Tann.

Alle Angebote finden Sie hier. 

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Sternenpark Rhön
news-2053 Fri, 09 Jul 2021 15:02:00 +0200 Einheitsgemeinde Rhönblick setzt auf nachhaltigen Sternenpark-Tourismus und schafft neue Angebote https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/einheitsgemeinde-rhoenblick-setzt-auf-nachhaltigen-sternenpark-tourismus-und-schafft-neue-angebote/ Sternenhimmel-Fans bekommen im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön bald besondere Schmankerl geboten. Die Einheitsgemeinde Rhönblick nutzt Fördermittel zur nachhaltigen Regionalentwicklung aus dem Thüringer Umweltministerium zur Errichtung von Übernachtungsmöglichkeiten unter freiem Himmel und baut einen „SkyPole“ auf der Hohen Geba. Auf den SkyPole freut sich Bürgermeister Christoph Friedrich besonders. „Wir ergänzen damit das Angebot für Touristen und Einheimische auf der Geba um ein weiteres Highlight – und das mit einer nachhaltigen Idee.“ Mit dem SkyPole kann man Himmelskörper in der Nacht, aber auch tagsüber oder in der Dämmerung finden. Insgesamt 200 Steine werden in den Boden eingelassen, die um einen Mast in der Mitte herum ein Koordinatensystem bilden. Über eine App wird angezeigt, auf welchen der Steine man sich stellen muss, um mithilfe des Masts bestimmte Sterne, Sternbilder, Planeten oder andere Himmelserscheinungen zu finden. „Hierfür braucht es keine Vorkenntnisse. So kann der Nachthimmel auch ohne Sternenführung auf eigene Faust erkundet werden“, sagt der Bürgermeister und ergänzt: „Anhand dieser neuen Attraktion wollen wir den natürlichen und nicht verschmutzten Nachthimmel im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön stärker in den Fokus rücken.“ Infotafeln weisen zusätzlich auf die besondere Bedeutung des Tag-Nacht-Rhythmus für Mensch und Natur hin.

Mit den insgesamt rund 50.200 Euro, die die Gemeinde Rhönblick aus dem Fördertopf für Projekte der nachhaltigen Regionalentwicklung aus dem Thüringer Umweltministerium erhält, werden zudem an zwei Standorten besondere Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen. Ebenfalls auf der Hohen Geba, im Rhönkulturgarten, wird ein durchsichtiges Kuppelzelt errichtet – zum Schlafen mit Blick in die Sterne. Eine Stromversorgung ist gewährleistet, für die Verpflegung sorgt das nahegelegene Bergstübchen. Hier können auch die Duschen und Toiletten genutzt werden. „Die Übernachtungsmöglichkeit ist emissionsfrei und somit ein besonders nachhaltiges Tourismusprojekt in der Biosphäre Rhön“, erklärt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, die den symbolischen Scheck an Bürgermeister Friedrich übergab.  

Emissionsfrei übernachten soll bald auch am Sportplatz der Gemeinde – am Ortsausgang mit Blick in die Rhöner Berge gelegen – möglich sein. Hier werden drei unterschiedlich große „Nature Homes“ gebaut, die nach der Zonierung des Biosphärenreservats "Kernzone", "Pflegezone" und "Entwicklungszone" benannt werden. Schutzziele der einzelnen Zonen werden über Infotafeln im Außenbereich erläutert. Strom beziehen die Übernachtungsgäste über eine Solaranlage. Ausgestattet werden die Nature Homes – gebaut aus regionalem Holz – mit Doppelbetten, Bänken, einem Tisch, Kühlmöglichkeiten für Lebensmittel, Wasserkocher sowie Ladegeräte für Elektrogeräte, E-Bikes. WLAN ist inklusive. Versorgt werden die Gäste aus der benachbarten Gaststätte, die regionale Produkte in ihrem Sortiment hat.

Die Übernachtungsangebote sollen online buchbar sein – über die Gemeinde Rhönblick und der Rhön GmbH. „Spätestens seit der Coronapandemie werden Ferien und Ausflüge in der Rhön immer beliebter, die Menschen entdecken ihre Heimat neu“, sagt Ulrike Schade. „Die Nachfrage nach außergewöhnlichen, individuellen Angeboten steigt. Es ist wichtig, diesen Besucherdruck nachhaltig zu lenken – im Sinne eines sanften Tourismus. Wir freuen uns, dass die Gemeinde Rhönblick die Chance ergreift.“

Die Projekte sollen noch in diesem Jahr umgesetzt werden, die Eröffnung des SkyPole ist für September geplant.

Hintergrund: Das Förderprogramm

Insgesamt investiert das Thüringer Umweltministerium im laufenden Haushaltsjahr 2,7 Millionen Euro in Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens. Ca. 600.000 Euro davon fließen in den Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Für die Thüringer Rhön ist die Förderung ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der im Rahmenkonzept des Biosphärenreservats festgelegten Ziele und Projekte. 49 Projektskizzen waren im Frühjahr 2021 eingegangen, 26 davon hatte der Beirat des Vereins Rhönforum e. V. als regionales Entscheidungsgremium daraufhin für die weitere Beantragung ausgewählt. Anfang Juni haben die Kommunen die Zuwendungsbescheide erhalten. Drei weitere Nachrückerprojekte sind frisch bewilligt. 

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Mensch Sternenpark Rhön Tipp AG Regionalentwicklung
news-2052 Fri, 09 Jul 2021 12:02:00 +0200 Abenteuerspielplatz und Übernachten im Gefängnis: Geisa setzt sechs Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung um https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/abenteuerspielplatz-und-uebernachten-im-gefaengnis-geisa-setzt-sechs-projekte-zur-nachhaltigen-region/ Die Stadt Geisa als Kommune im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön nutzt das Förderprogramm des Thüringer Umweltministeriums zur nachhaltigen Regionalentwicklung und setzt noch in diesem Jahr sechs Projekte um. Gesamtvolumen: knapp 100.000 Euro. Realisiert werden ein Meditationsweg, eine digitale Heimatentdecker-App, ein Abenteuerspielplatz, ein digitales Infoterminal und ein mobiler Escape-Room in Verbindung mit einer Gefängnisübernachtung. An der Borscher Hütte hat Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats, den symbolischen Scheck über 97.853 Euro an Bürgermeisterin Manuela Henkel, Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung und Vertreter der Interessensgemeinschaft Borscher Hütte übergeben. Hier, an der 2018 gebauten Hütte mit herrlichem Blick auf das Geisaer Land, wird ein Abenteuerpfad errichtet – in Eigenregie mit Kindern und Eltern. Die entstehende Naturwerkstatt in Kombination mit einem Spielplatz soll von Kindergärten und Schulen, aber auch vom Biosphärenreservat und seinen Bildungspartnern als Bildungsstandort genutzt werden. Zudem werden Infotafeln zur heimischen Tier- und Pflanzenwelt und die parallel verlaufende Keltenroute aufgestellt.

App, Stiller Weg, erste E-Paper-Haltestellen in Thüringer Rhön

Teuerstes Projekt mit einer Fördersumme von rund 25.000 Euro ist das geplante digitale Infoterminal am Markplatz. Anstelle des alten "anlogen" Infokastens mit gedruckten Medien finden Gäste und Einheimische dann Infos zu Veranstaltungen, Übernachtungsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten, Wander- und Radfahrstrecken sowie Ausflugszielen in digitaler Form – und das tagesaktuell. Auch an den stark frequentierten Bushaltestellen setzt die Stadt auf Digitalisierung: An Point Alpha, dem Kulturhaus und in einem der Ortsteile der Stadt werden solargespeiste E-Paper-Haltestellen aufgestellt, die neben aktuellen Fahrplänen – kurzfristige Änderungen können direkt eingegeben werden – auch weitere touristische Infos anzeigen. „Es ist das erste E-Paper-Projekt in der Thüringer Rhön und hat Modellcharakter für die ganze Region – insbesondere für den ländlichen Raum“, betonte Ulrike Schade. Weitere Haltestellen sind bereits in Planung. Ein weiteres digitales Angebot schafft die Stadt mit einer im Rahmen des Förderprogramms finanzierten App, die als Heimatentdecker-Tour programmiert werden soll. Inhalte und Vermarktung von App und Infoterminal erfolgen in Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Biosphärenreservatsverwaltung und der Rhön GmbH.

Zur Ruhe kommen und Grenzerfahrung machen

„Abschalten“ kann man künftig auf dem neu geplanten „Stillen Weg“ zwischen Otzbach und Bremen. Die dort entlangverlaufenden Wege „Jakobusweg“ und „Eisenacher Haus“ werden an sechs Stationen zum Thema Stille angepasst – zum Beispiel mit Relaxliegen, einer Gebetsmühle oder einem Meditationsplatz. Dabei wird besonderer Wert auf eine umwelt- und naturverträgliche Besucherlenkung gelegt. Denn in diesem Bereich befinden sich angrenzend Kern- und Pflegezone Arzberg mit der überregional berühmten blauen Scillablütte.

Eine „Grenzerfahrung“ der besonderen Art soll künftig im Gewölbekeller des Schlosshofes möglich sein. Hier wird ein mobiler Escape Room mit Fragen rund um die Grenze, Geschichte und Kultur der Region sowie zu Schicksalen von ehemaligen Gefängnisinsassen eingerichtet. Bei den Rätseln sind Wissen, Kombinationsgabe und vor allem Geschick unabdingbar. Die Inhalte der Rätsel werden mit der Biosphärenreservatsverwaltung abgestimmt. Im Escape Room erspielen sich die Gäste einen Schlüssel zum historischen Gefängnis, wo sie anschließend übernachten können. Die nahezu unveränderten Räume des bis in das Jahr 1945 genutzten Gefängnisses liefern besondere individuelle Grenzerfahrungen und eine ausgefallene Übernachtungsmöglichkeit.

„Wir freuen uns über die unbürokratische Fördermöglichkeit“, sagte Bürgermeisterin Henkel. „Wir ergreifen diese Chance und reagieren auf die steigende Nachfrage nach spannenden Ausflügen in der Region – und das mit tollen nachhaltigen Projekten.“ Die Stadt hatte insgesamt zehn Anträge eingereicht, von denen sechs bewilligt worden waren. „Das zeigt: Die guten Ideen sind da und müssen nur unterstützt werden.“

Hintergrund: Das Förderprogramm

Insgesamt investiert das Thüringer Umweltministerium im laufenden Haushaltsjahr 2,7 Millionen Euro in Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens. Ca. 600.000 Euro davon fließen in den Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Für die Thüringer Rhön ist die Förderung ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der im Rahmenkonzept des Biosphärenreservats festgelegten Ziele und Projekte. 49 Projektskizzen waren im Frühjahr 2021 eingegangen, 26 davon hatte der Beirat des Vereins Rhönforum e. V. als regionales Entscheidungsgremium daraufhin für die weitere Beantragung ausgewählt. Anfang Juni haben die Kommunen die Zuwendungsbescheide erhalten. Drei weitere Nachrückerprojekte sind frisch bewilligt. 

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Mensch Tipp AG Regionalentwicklung
news-2050 Wed, 07 Jul 2021 14:36:59 +0200 Gemeinsam Insekten schützen: Aufruf an landwirtschaftliche Betriebe im bayerischen Teil des Biosphärenreservats https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/gemeinsam-insekten-schuetzen-aufruf-an-landwirtschaftliche-betriebe-im-bayerischen-teil-des-biosphaer/ Im Rahmen des deutschlandweiten Projekts "BROMMI: Gemeinsam Insekten schützen" soll im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön zusammen mit den Landnutzenden die Integration von Insektenlebensraum in die Bewirtschaftung weiterentwickelt werden. Zum Projektstart werden landwirtschaftliche Betriebe im bayerischen Teil des Biosphärenreservats gesucht, die bereit sind, auf ihren Flächen Maßnahmen umzusetzen.  Insekten sind für eine nachhaltige Landnutzung und Nahrungsmittelproduktion von immenser Bedeutung. Die Landwirtschaft ist bei der Produktion von Nahrungsmitteln nicht nur für die Bestäubung auf Insekten angewiesen – es gibt viele weitere Funktionen, für die Insekten essenziell sind. Dass Insektenreichtum wieder selbstverständlicher Teil der Landwirtschaft wird, ist Ziel des Projekts „BROMMI“, das im Januar 2021 offiziell gestartet ist und bis Ende 2025 läuft. Die Rhön ist eines von fünf UNESCO-Biosphärenreservaten, in denen Maßnahmen zur Integration von Insektenlebensraum in die Landnutzung entwickelt und erprobt werden. Weitere Modellgebiete sind die Biosphärenreservate Schaalsee, Schorfheide Chorin und Mittelelbe sowie das Biosphärengebiet Schwarzwald. Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt und dem Aktionsprogramm Insektenschutz gefördert.

Das Projekt konzentriert sich auf drei Schwerpunkt-Regionen im bayerischen Teil der Rhön: den Bereich Oberelsbach, Unterelsbach und Sondernau, den Bereich Wechterswinkel, Wollbach und Lebenhan sowie den Bereich Albertshausen, Schlimpfhof, Poppenroth, Lauer und Stralsbach. Es sind Regionen, die aktuell für Rhöner Verhältnisse wenig Lebensraum für Insekten bieten. Zur Umsetzung verschiedener Maßnahmen auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen in den drei Regionen werden nun Betriebe gesucht, die Interesse haben sich für mehr Insektenlebensraum auf ihren Flächen zu engagieren und sich gegen finanziellen Ausgleich an dem Projekt zu beteiligen. Hierbei geht es unter anderem um die Anlage von Blühstreifen und Insektenwällen, das Pflanzen von Fruchtsträuchern sowie das Belassen von Schonstreifen.

Interessierte können sich an die Projektleiterin Wiltrud Fischer, WWF-Projektbüro im Managementzentrum Biosphärenreservat Rhön in Oberelsbach, wenden: Tel. (0931) 380 1687, E-Mail: wiltrud.fischer@wwf.de.

Ausführliche Infos zum Projektgebiet und den Maßnahmen finden Sie hier!

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Kulturlandschaft & Naturschutz Natur
news-2049 Tue, 06 Jul 2021 09:46:51 +0200 Erhalt der Artenvielfalt entlang des Grünen Bands: Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ offiziell eröffnet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/erhalt-der-artenvielfalt-entlang-des-gruenen-bands-naturschutzgrossprojekt-thueringer-kuppenrhoen-off/ Die Artenvielfalt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist vor allem durch Nutzungswandel zunehmend gefährdet. Diesem Trend entgegenzuwirken und Flächen entlang des Grünen Bands unter naturschutzfachlichen Aspekten im Sinne einer nachhaltigen Landnutzung zu entwickeln, macht sich das Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ zur Aufgabe. In der Hochrhönhalle in Frankenheim ist das Projekt am 6. Juli von den Projektverantwortlichen sowie Vertreterinnen und Vertretern aus dem Bundes- und dem Thüringer Umweltministerium offiziell eröffnet worden. Dazu erklärt Umweltstaatssekretär Olaf Möller: „Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam das Naturschutzgroßprojekt ,Thüringer Kuppenrhön‛ auf den Weg bringen können. Wir erhalten eine wertvolle Kulturlandschaft, schützen die Artenvielfalt und bringen eine nachhaltige Landnutzung voran. Es ist uns besonders wichtig, dass die Ideen gemeinsam von Fachleuten und den Menschen vor Ort entwickelt werden. Aus der Region – für die Region. Und für eine intakte Natur in der Rhön.“

Sumpfspitzmaus, Kreuzkröte und Wanstschrecke, Wachtelkönig, Braunkehlchen und Wiesenpieper – das länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat Rhön trägt für zahlreiche bedrohte Arten eine bundesweite Verantwortung. Ein besonders wertvoller Schatz und ein Hotspot der Artenvielfalt sind die Flächen im und am ehemaligen Grenzstreifen, dem Grünen Band. Ein 112 Kilometer langes Teilstück dieses Nationalen Naturmonuments Thüringen und weitere angrenzende Flächen bilden die Kulisse des Naturschutzgroßprojekts „Thüringer Kuppenrhön“. Das „chance.natur“-Projekt hat das Ziel, das Gebiet – dieses erstreckt sich von Pferdsdorf im Wartburgkreis bis Hermannsfeld im Landkreis Schmalkalden-Meiningen – unter Naturschutzaspekten und im Sinne einer nachhaltigen Landnutzung zu entwickeln. Konkrete Ziele sind die Wiederherstellung verloren gegangener wertvoller Offenlandbereiche und die Vernetzung dieser Lebensräume, Biotopverbesserungen, der Erhalt und die Regeneration von Bergmähwiesen, Borstgrasrasen und Kalkmagerrasen sowie halboffener Biotope wie Wacholderheiden und Streuobstwiesen, aber auch die Renaturierung von Mooren, Quellen und Fließgewässern. Daneben sollen die Lebensräume der Zielarten wie Kreuzotter, Schwarzstorch, verschiedener Wiesenbrüter, Hochmoor-Perlmuttfalter und Edelkrebs erhalten und gefördert werden.

„Mit ,chance.natur ‛ will der Bund seinen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt erbringen und die Bundesländer bei der Sicherung des Grünen Bandes unterstützen“, erklärt Dr. Christiane Paulus, Ministerialdirektorin im Bundesumweltministerium (BMU). „Das Naturschutzgroßprojekt ,Thüringer Kuppenrhön‛ bietet Chancen – nicht nur für die Natur, sondern auch für die Menschen, die hier leben. Daher freue ich mich besonders, dass die Menschen in der thüringischen Rhön bereits das zweite Naturschutzgroßprojekt umsetzen wollen.“

Zeitraum und Finanzierung

Projektträgerin ist die Naturschutzgroßprojekt Thüringer Kuppenrhön gGmbH mit den Gesellschaftern Landschaftspflegeverband (LPV) "Thüringer Rhön" e. V. und Heinz Sielmann Stiftung (HSS). Im Projekt I wird voraussichtlich bis zum Jahr 2024 ein Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) mit Maßnahmen erarbeitet. Das Projekt I hat ein Gesamtvolumen von rund 965.000 Euro. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert das Projekt mit Mitteln des BMU in Höhe von 75 Prozent, das Land Thüringen (TMUEN) mit 15 Prozent, und die Trägergesellschaft übernimmt die verbleibenden 10 Prozent. Jener Eigenanteil der Projektträgerin wird von der HSS und dem LPV "Thüringer Rhön" e. V. getragen. Den Anteil des LPV wiederum übernehmen die Stiftung Naturschutz Thüringen und die beiden Landkreise Wartburgkreis und Schmalkalden Meiningen. Der abgestimmte PEPL wird die Grundlage für die Projektumsetzung sein (Projekt II), die eine Dauer von bis zu zehn Jahren haben kann.

Hilfe für rhöntypische Wiesen

Zum offiziellen Auftakt stellten die Verantwortlichen in Frankenheim/Rhön die wichtigsten Ziele vor und betonten die Bedeutung des Vorhabens. Die Projektleiterin Corinna Hoßfeld freut sich auf dieses neue Projekt in ihrer alten Heimat. Sie sieht große Chancen für den Naturschutz durch dieses langfristig angelegte Naturschutzgroßprojekt. „Vor allem, etwas für die rhöntypischen arten- und blütenreichen Wiesen tun zu können, ist eine schöne Aufgabe.“

Nach den Grußworten von Dr. Christiane Paulus und Olaf Möller kamen Dr. Heiko Schumacher (HSS), Walter Beck (LPV „Thüringer Rhön“ e. V.), Peggy Greiser (Landrätin des Landkreises Schmalkalden-Meiningen), Reinhard Krebs (Landrat des Wartburgkreises) und Denis Peisker (Stiftung Naturschutz Thüringen) zu Wort. Ihre Erfahrungen aus dem bereits abgeschlossenen Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Rhönhutungen“ teilten Gunar Senf (Agrargenossenschaft Helmershausen eG) und Erik Thümer (Bürgermeister Kaltennordheim) mit. Musikalisch begleitet wurde das Programm vom Musikensemble Vespertilio aus Erfurt.

Im Anschluss an die Festveranstaltung konnten sich interessierte Gäste bei einer Exkursion rund um Frankenheim einen Eindruck vom Projektgebebiet machen.

Ausführliche Informationen zum Projekt mit einer Übersichtskarte des Gebiets finden Sie online unter https://www.ngp-kuppenrhoen.de/.

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Kulturlandschaft & Naturschutz Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Natur
news-2048 Fri, 02 Jul 2021 12:24:59 +0200 Radtouren entlang Ulster, Thulba und Saale: Erster Entwicklungszonentag im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/radtouren-entlang-ulster-thulba-und-saale-erster-entwicklungszonentag-im-unesco-biosphaerenreservat/ Der größte Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ist „Entwicklungszone“: Hier ist Platz für nachhaltiges Leben, Wirtschaften und Erholen der Menschen. Die Entwicklungszonen stehen am Sonntag, 11. Juli, in Bayern, Hessen und Thüringen am ersten Entwicklungszonentag im Fokus. Die Verwaltungen des Biosphärenreservats laden zu geführten Rad- bzw. E-Bike-Touren. Das UNESCO-Biosphärenreservat hat einen umfassenden Auftrag der UNESCO, der deutlich über den Natur- und Artenschutz hinausgeht. Neben Forschung und Bildung zählt auch die nachhaltige Entwicklung seit 30 Jahren zu den wichtigsten Aufgaben. Diese steht bei den Touren im Mittelpunkt. Der Entwicklungszonentag wird in diesem Jahr erstmals veranstaltet – anlässlich des Jubiläums 30 Jahre UNESCO-Anerkennung. Am Freitag, 23. Juli, stehen außerdem die Kernzonen bei thematischen Führungen im Mittelpunkt, für das kommende Jahr ist dann ein Pflegezonentag geplant.

Thüringen: Die Entwicklungszone entlang des Rhönradweges

Zu einer Radtour entlang des Ulstertalradweges – ein Teilstück des Rhönradweges, der das Werratal mit der Hessischen Rhön verbindet – lädt die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön ab 11 Uhr ein. Die Tour startet an der nördlichen Grenze der Biosphäre Rhön in Pferdsdorf und führt entlang der Ulster bis nach Geisa und wieder zurück. Die Koordination wird von Dr. Frank Riedel übernommen, der in den vergangenen Wochen das neue Förderprogramm zur nachhaltigen Regionalentwicklung in der Thüringer Rhön eng mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern abgestimmt hatte.

Die Gemeinden, Städte und Vereine als starke Akteure in der Entwicklungszone stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung. An verschiedenen Standorten wird es interessante Einblicke in vergangene und aktuelle Projekte und Maßnahmen.

Die Gesamtstrecke beträgt rund 25 km, etwa 150 Höhenmeter werden überwunden. Start ist um 11 Uhr in Pferdsdorf am Parkplatz der Ulsterbrücke (Verlauf der Ulsterstraße in Pferdsforf folgen). Das Ende der Tour ist gegen 17 Uhr geplant. Es wird überwiegend auf befestigten Wegen gefahren, sodass die Strecke auch mit einem normalen Touren- oder Trekkingrad absolviert werden kann. Ein E-Bike ist nicht zwingend erforderlich. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Möglichkeiten zur Verpflegung sind mittags und nachmittags gegeben und müssen durch die Teilnehmenden selbst bezahlt werden.

Eine Anmeldung ist bis spätestens Freitag, 9. Juli, 13 Uhr, unter Telefon (0361) 57 392 3330 oder per Mail an poststelle.rhoen@nnl.thueringen.de erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. Die derzeit allgemein gültigen Infektionsschutzregeln des Freistaats Thüringen sind zu beachten. Wenn möglich ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zu halten. Insofern der Abstand nicht eingehalten werden kann, wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen.

Hessen: Mit dem E-Bike durchs obere Ulstertal

Bei einer geführten E-Bike-Tour erläutert Martin Kremer von der Hessischen Verwaltung Ziele und Maßnahmen der nachhaltigen Regionalentwicklung in der Hessischen Rhön. Start ist um 13 Uhr in Hilders. Bergauf und bergab geht es durch das idyllische obere Ulstertal nach Wüstensachsen und zurück. Schattige Waldwege wechseln sich mit offener Kulturlandschaft mit weiten Ausblicken ins „Land der offenen Fernen“ ab. Unterwegs finden einzelne Stopps zur Vorstellung verschiedener Projekte statt. Zudem ist eine Einkehr mit Kaffeepause in Wüstensachsen vorgesehen, die Kosten tragen die Teilnehmenden selbst.

Die Gesamtstrecke beträgt rund 25 Kilometer, wobei teilweise erhebliche Steigungs- und Gefällestrecken zu überwinden sind. Die Route verläuft zu über 70 Prozent auf schmalen geteerten Rad- und Feldwegen, teilweise aber auch über geschotterte und grasbewachsene Wegeabschnitte. Die Rundtour ist mit einem normalen Touren- oder City-Bike zu bewältigen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Eine Anmeldung bis spätestens Freitag, 9. Juli, 13 Uhr, ist unter (0661) 6006 7801 oder info@br-rhoen.de erforderlich. Der konkrete Treffpunkt wird bei Anmeldung bekanntgegeben. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt. Um das Mitführen eines Mund-Nasen-Schutzes für kritische Bereiche wird gebeten. Teilnehmen können Geimpfte, Genesene oder aktuell negativ getestete Personen.

Bayern: Beispiele nachhaltiger Entwicklung an Thulba und Saale

Wir nehmen Sie mit auf eine halbtägige Radtour zwischen Hammelburg und Bad Kissingen. Auf einer Strecke von rund 30 Kilometern mit kundiger Führung und Themen-Stopps erfahren Sie, welche beispielhaften Projekte Nachhaltiger Entwicklung gerade in Arbeit oder schon abgeschlossen sind.

Die Veranstaltung ist in zwei Gruppen geteilt, um auch unter Pandemiebedingungen möglichst viele Interessierte mitnehmen zu können. Für Fahrrad-Rücktransport wird bei Bedarf gesorgt. Die Kosten hierfür übernimmt die Bayerische Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön als Veranstalterin.

Eine verbindliche Anmeldung bis spätestens Donnerstag, 8. Juli, ist unbedingt erforderlich, und zwar nach Radgruppen getrennt. Anmeldung Gruppe „Thulbatal“ bei: Allianzmanagement Kissinger Bogen, Telefon: (09734) 9319 542, E-Mail: E-Mail: info@kissinger-bogen.de. Treffpunkt: 10 Uhr, Marktplatz Hammelburg.

Anmeldung Gruppe „Saaletal“ bei: Allianzmanagement Fränkisches Saaletal, Telefon: (09732) 902 307, E-Mail: info@fraenkisches-saaletal.de. Treffpunkt: 14 Uhr, Parkplatz des Forsthauses Klaushof, Bad Kissingen.

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Mensch
news-2047 Fri, 02 Jul 2021 09:16:00 +0200 Rotmilan, Biosphären-Schulen und offene Fernen in Erfurt: Eindrücke von der Bundesgartenschau 2021 https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rotmilan-biosphaeren-schulen-und-offene-fernen-in-erfurt-eindruecke-von-der-bundesgartenschau-2021/ In Erfurt dreht sich im Sommer 2021 alles rund um Garten, Natur, Umwelt und Genuss. Noch bis in den Oktober hinein werden auf der Bundesgartenschau 2021 Hunderttausende Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus erwartet. Auch das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist mit dabei: Am heutigen Thementag Rhön standen Rotmilan, Biosphären-Schulen, Dachmarke Rhön und Co. im Mittelpunkt. Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön präsentiert sich derzeit im Rahmen einer Themenwoche zu den Nationalen Naturlandschaften Thüringens in einer gemeinsamen Ausstellung der NNL vor dem Deutschen Gartenbaumuseum im egapark. Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hatte die Ausstellung am Montag eröffnet. Die thüringenweite Koordination und Planung des neuen Präsentationsanhängers lag bei Nils Hinkel von der Thüringer Verwaltung Biosphärenreservats. Am heutigen Donnerstag, 1 Juli, stand die Ausstellung ganz im Zeichen des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Am Stand konnten die Besucherinnen und Besucher das Biosphärenreservat und den Sternenpark Rhön interaktiv kennenlernen und unter anderem einen virtuellen Rundgang über die Rhöner Weiden erleben – inmitten einer Rhönschafherde. Am Partnerstand der Rhön GmbH machte Ursula Kritsch Lust auf Reisen ins „Land der offenen Fernen“.

Ein Besuchermagnet auf den Wiesen im egapark war Lucia – der in der Rhön bereits bestens bekannte Rotmilan von Falkner Michael Schanze, der in gut besuchten Vorträgen vom Rhöner Charaktervogel und dem Artenhilfsprojekt erzählte. Aber auch auf dem Petersberg setzte das Biosphärenreservat Zeichen: Im „Kreativ-Garten“ brachte die 6. Klasse der Dr.-Alfred-Hauser-Schule aus Ostheim vor der Rhön ein wichtiges Thema auf die Kultur-Bühne. Die Biosphären-Schule ist unter anderem für den Bereich „Gesunde Ernährung“ zertifiziert worden. Ein Video aus dem Schulalltag zeigte, wie das Thema aktiv in den Schulalltag eingebunden wird. Unter anderem haben die Schülerinnen und Schüler ein Menü kreiert, das frei von Palmöl ist. Auf der Bühne erklärten sie in einer Präsentation, warum der Palmöl-Konsum hierzulande massive Probleme in den Anbaugebieten verursachen kann.

Großer Andrang herrschte an der Gartenküche auf dem Petersberg, wo Sternekoch Björn Leist von der „Rhöner Botschaft“ in Dermbach Tartar vom Rhöner Weideochsen zubereitete – direkt vor den hungrigen Augen der Gäste, die beherzt zugreifen durften. Martina Klüber-Wibelitz informierte derweil über das Land der offenen Fernen, das Rhönschaf und die Dachmarke Rhön.

Warum nachtaktive Tiere und auch Pflanzen auf einen natürlichen Wechsel von Tag und Nacht, hell und dunkel angewiesen sind, erläuterte Sabine Frank, Sternenpark-Koordinatorin beim Landkreis Fulda, in drei Vorträgen zum Thema „Gärten bei Nacht“. Die BUGA-Gäste lernten den Sternenpark Rhön und die Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung kennen.

Bis in die Abendstunden gab es das Biosphärenreservat auch „auf die Ohren“: Auf der Parkbühne im egapark sorgte die Band „Adamwood“ aus Bad Neustadt für Stimmung.

Am Sonntag, 4. Juli, geht es weiter: An diesem Tag präsentieren sich das Biosphärenreservat Rhön und der Naturpark Kyffhäuser gemeinsam.

 

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Wissen Mensch Natur Sternenpark Rhön
news-2045 Fri, 02 Jul 2021 09:07:00 +0200 Ein neues Vereinsheim für die „Rhöntreue“ in Empfertshausen: Fördermittel aus Programm des Umweltministeriums https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/ein-neues-vereinsheim-fuer-die-rhoentreue-in-empfertshausen-foerdermittel-aus-programm-des-umweltmin/ Der 1935 gegründete Brieftaubenverein „Rhöntreue“ Empfertshausen e. V. ist einer der wenigen verbliebenen aktiven Vereine in Empfertshausen, einer 550-Einwohner-Gemeinde im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Dank eines neuen Förderprogramms des Thüringer Umweltministeriums kann die „Rhöntreue“ in diesem Jahr das Vereinsheim ökologisch sanieren. Das in den 1990er Jahren gebaute Haus wurde in den vergangenen Jahren auch vermehrt von anderen Vereinen beansprucht, da immer mehr regionale Treffpunkte und Lokalitäten wegfielen. „Vor diesem Hintergrund freuen wir uns ganz besonders, dass die Projektförderung bewilligt wurde und somit ein Stück Heimat- und Kulturgeschichte gewahrt werden kann“, sagt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen hatten die Gemeinde Empfertshausen bei der Beantragung der ökologischen Sanierung im Programm "Investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön“ unterstützt. Der Förderbescheid aus dem Ministerium folgte im Juni, und nun konnte Ulrike Schade einen symbolischen Scheck über 35.000 Euro an den 1. Beigeordneten der Gemeinde, Antonio Häfner, übergeben.

Mit der Zuwendung des TMUEN soll eine komplette ökologische Dämmung des Gebäudes im Dach- und Außenwandbereich realisiert werden. Der Fußboden wird neu beschichtet, die Tür und die Fenster sind bereits ausgetaucht worden. Außerdem wird ein Sanitärbereich geschaffen – dieser hatte bisher gefehlt. Der Zeitplan ist straff, schon in etwa zwei Monaten soll die Sanierung abgeschlossen sein. „Auf die regionalen Betriebe, mit denen wir zusammenarbeiten, ist Verlass“, sagte Häfner.

„Mit dem modernen Vereinsheim wird eine Begegnungsstätte geschaffen, die das Dorfleben und die Dorfgemeinschaft nachhaltig stärkt und dem Vereinsnachwuchs eine Perspektive bietet“, sagte Martin Henkel, Vorsitzender des Rhönforum e. V., regionales Entscheidungsgremium im Förderprogramm. „Vielen Vereinen fehlen die finanziellen Mittel – die Vereinskultur lebt aber von einem zentralen Treffpunkt. Diesen wollen wir hier gemeinschaftlich schaffen. In Empfertshausen sind alle willkommen“, ergänzten Uli Denner, Vorsitzender des Brieftaubenvereins „Rhöntreue“, und Mario Knackert (Projektleiter für den Umbau). Denn das Gebäude soll auch künftig nicht nur von den Brieftaubenfreunden, sondern auch anderen Vereinen aus den benachbarten Orten Andenhausen, Klings, Fischbach, Neidhartshausen, Brunnhartshausen, Theobaldshof und Kranlucken genutzt werden können.

Angedacht sind Infoveranstaltungen und Ausstellungen zu rhönspezifischen Themen wie etwa generationenübergreifende Thementage zu urtypischen Rhöner Hobbys der Tierzucht und dem Erhalt von alten typischen Rhöner Rassen wie beispielsweise die Thüringer Mäusertauben. Darüber hinaus können auch Veranstaltungen über aktuelle Programme oder Maßnahmen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – in Kooperation mit der Thüringer Verwaltungsstelle – angeboten werden.

Hintergrund: Das Förderprogramm

Insgesamt investiert das Thüringer Umweltministerium im laufenden Haushaltsjahr 2,7 Millionen Euro in Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens. Ca. 600.000 Euro davon fließen in den Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Für die Thüringer Rhön ist die Förderung ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der im Rahmenkonzept des Biosphärenreservats festgelegten Ziele und Projekte. 49 Projektskizzen waren im Frühjahr 2021 eingegangen, 26 davon hatte der Beirat des Vereins Rhönforum e. V. als regionales Entscheidungsgremium daraufhin für die weitere Beantragung ausgewählt. Anfang Juni haben die Kommunen die Zuwendungsbescheide erhalten. Drei weitere Nachrückerprojekte sind  frisch bewilligt. 

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Mensch
news-2046 Thu, 01 Jul 2021 07:16:55 +0200 Unterwegs mit dem Ranger – Beliebte Freitagsführungen in der Hessischen Rhön starten am 2. Juli https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/unterwegs-mit-dem-ranger-beliebte-freitagsfuehrungen-in-der-hessischen-rhoen-starten-am-2-juli/ Ranger sorgen weltweit in Schutzgebieten für den Schutz von Pflanzen und Tieren und werben für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – so auch im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. In Hessen sind die Ranger der Öffentlichkeit vor allem durch die seit Jahren beliebten Führungen bekannt, die sie im Sommerhalbjahr an jedem Freitag ab 14 Uhr anbieten. Nach einer Corona-Pause starten die Freitagsführungen in diesem Jahr am 2. Juli.   Die erste Tour am 2. Juli führt zum Ulmenstein. Es handelt sich um eine leichte, etwa 5 Kilometer lange Wanderung. Es sind ca. 140 Höhenmeter zu überwinden.

Die Themen umfassen Infos rund um 30 Jahre UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Aber auch der Basaltabbau im ehemaligen Steinbruch, die artenreichen Laubmischwälder im Umfeld, Waldbau, die Entwicklung der Kulturlandschaft und die heutige touristische Erschließung werden beleuchtet.

Die Führung ist kostenfrei und auch für Familien mit Kindern geeignet. Festes Schuhwerk ist erforderlich, für Verpflegung ist selbst zu sorgen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt, und auch in der freien Natur muss die Wahrung des Mindestabstands gewährleistet sein. Zudem werden Teilnehmende gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz für kritische Bereiche mitzuführen. Die Teilnahme ist gestattet für Genesene, Geimpfte und aktuell negativ getestete Personen.

Anders als bisher ist eine Anmeldung zu den Führungen unter Angabe von Name und Telefonnummer erforderlich: jeweils bis spätestens donnerstags, 16 Uhr, telefonisch unter (0661) 6006 7800 oder per E-Mail an
info@br-rhoen.de. Der Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben.

Die weiteren Termine finden Sie im Veranstaltungskalender. 

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Ausflüge & Wanderungen Tipp
news-2044 Fri, 25 Jun 2021 12:25:00 +0200 Sternenpark, Sternekoch und Streuobst: Die Rhön präsentiert sich auf der Bundesgartenschau in Erfurt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/sternenpark-sternekoch-und-streuobst-die-rhoen-praesentiert-sich-auf-der-bundesgartenschau-in-erfurt/ Gemeinsam mit den Nationalen Naturlandschaften (NNL) in Thüringen präsentiert sich das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön am 1. Juli mit seinen Verwaltungen, Vereinen und Partnern auf der Bundesgartenschau in Erfurt. Zentrales Element ist die neue Ausstellung der NNL in Thüringen vor dem Deutschen Gartenbaumuseum. Hinzukommen zahlreiche Veranstaltungen zum Biosphärenreservat – auch Junior Ranger aus Gersfeld und Wüstensachsen und die Dr.-Alfred-Hauser-Schule Ostheim v. d. Rhön sind dabei. Tausende Besucherinnen und Besucher werden täglich – trotz Corona – auf dem weitläufigen BUGA-Gelände, das sich auf die beiden Bereiche egapark und Petersberg aufteilt, erwartet. Im egapark zeigen die acht NNL eine neue gemeinsame Ausstellung. Die thüringenweite Koordination und Planung des neuen Präsentationsanhängers mit interaktiven Elementen lag bei Nils Hinkel von der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Am Donnerstag, 1. Juli, steht die Ausstellung ganz im Zeichen der Rhön. Am Sonntag, 4. Juli, präsentieren sich Biosphärenreservat Rhön und der Naturpark Kyffhäuser gemeinsam.

Auch bei zahlreichen Veranstaltungen können die Besucherinnen und Besucher aus ganze Deutschland das Biosphärenreservat mit all seinen Facetten hautnah erleben. Mit dabei sind neben den Verwaltungen des Biosphärenreservats auch die Rhön GmbH und der Landschaftspflegeverband „BR Thüringische Rhön“ e.V. Am 1. Juli wird zum Beispiel in der Gartenküche von Sternekoch Björn Leist regional und nachhaltig gekocht oder im BUGA-Klassenzimmer gemeinsam gerätselt. Zudem kann neben spannenden Vorträgen zum Thema „Gärten bei Nacht“ und Rhöner Streuobstwiesen auch ein Rotmilan live bestaunt werden.

Am 4. Juli reisen außerdem Junior Ranger aus Hilders und Wüstensachsen mit an. Zum Thema „Wildbiene, Blüwiese & Co.“ gewähren sie Einblicke in einen Bienenstock und zeigen, wie jeder Einzelne aktiv zum Schutz der Nutzinsekten beitragen kann.

 

Hier geht es zum Programm am 1. Juli.

Hier geht es zum Programm am 4. Juli. 

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Wirtschaft, Tourismus & Regionalkultur Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Sternenpark Rhön
news-2038 Tue, 22 Jun 2021 14:00:00 +0200 Eine E-Bike-Tour zu Ehren des Rhön-Maskottchens – Konzepte zur Aufwertung der Rhönschaf-Genießerwochen vorgestellt https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/eine-e-bike-tour-zu-ehren-des-rhoen-maskottchens-konzepte-zur-aufwertung-der-rhoenschaf-geniesserwoch/ Seit der ersten Auflage im Jahr 2018 sind sie ein Highlight im Veranstaltungsprogramm des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön: die Rhönschaf-Genießerwochen. Auch im Herbst 2021 sollen die länderübergreifenden Aktionswochen rund um das Rhöner Maskottchen wieder stattfinden. Wie das Format künftig noch weiter aufgewertet werden kann, darüber haben sich Studierende der Hotelfachschule an der Eduard-Stieler-Schule Fulda ausführlich Gedanken gemacht. Zum Start der Kooperation mit der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und der Rhön GmbH im September 2020 hatten sich die jungen Erwachsenen von Janet Emig (Verein Natur- und Lebensraum Rhön e. V.), Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltung, und Martina Klüber-Wibelitz (Dachmarke Rhön) über die Rhön, ihr Schaf und die Dachmarke informiert. Treffpunkt war die Schäferei von Dietmar Weckbach in Wüstensachsen. Mit seinem „Schäferstündchen…mal anders“ ist Weckbach fester Bestandteil des Genießerwochen-Programms.

Neben Dietmar Weckbach werden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Partnerbetriebe aus dem Netzwerk der Dachmarke Rhön das Programm gestalten – ob mit Hoffesten, Führungen zur Schafherde oder speziellen Gastronomie- und Übernachtungsangeboten. Mögliche ergänzende Formate und Chancen zur besseren Kommunikation und Vermarktung der Rhönschaf-Genießerwochen haben die Studierenden im Rahmen von Projektarbeiten analysiert. Gemeinsames Ziel: die Bekanntheit der Genießerwochen erhöhen. Die Ergebnisse haben sie nun im Rahmen von benoteten Präsentationen ihren Dozentinnen Anja Winges und Kristin Huke, Studiendirektorin Margit Goldstein sowie den drei Gästen aus dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön vorgestellt.

Nadja Hartmann und Karl Küstner hatten ihre Idee so detailliert ausgearbeitet, dass diese direkt in diesem Jahr umgesetzt werden kann: Eine E-Bike-Tour mit Stationen bei Schäferei-Betrieben und beliebten Ausflugszielen. Dabei hatten sie die Aspekte sanfter Tourismus, Stärkung der Region und Nachhaltigkeit im Blick – und griffen einen Trend auf: „E-Bike-Touren durch die Rhön werden immer beliebter, die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten steigt“, sagt Torsten Raab. „Wir können uns sehr gut vorstellen, eine solche Tour auch langfristig für Individualausflüge zu konzipieren. So können E-Bike-Fans alles rund um das Thema Rhönschaf auf eigene Faust erkunden.“

Digitales Marketingkonzept und Aktionstag

Kevin Köhler regte an, im Rahmen einer zentralen Veranstaltung inklusive Regionalmarkt eine Plattform zum Austausch zu den Themen Regionalität, Nachhaltigkeit, Schäferei, Heimat und Dachmarke Rhön zu schaffen – in Form eines Aktionstages mit Regionalmarkt. Ein passendes digitales Marketingkonzept auf Grundlage einer gemeinsamen Webseite aller beteiligten Partnerbetriebe hatten Sebastian Stein und Alexander Krenzer ausgearbeitet. Alle Projektgruppen hatten ihren Präsentationen Ergebnisse aus Umfragen und Zielgruppenanalysen zugrunde gelegt. Ein Ergebnis: Außerhalb der Biosphärenreservat-Grenze – als repräsentatives Beispiel wurde die Stadt Fulda gewählt – ist zwar das Rhönschaf gut bekannt, die Genießerwochen allerdings weniger. „Das wollen wir in den nächsten Jahren ändern. Die vorgestellten Konzepte können dabei helfen“, sagt Torsten Raab.

„Wir sind begeistert von den tiefgreifenden Gedanken, die sich die jungen Menschen gemacht haben – und das mit großer Professionalität und analytischer Herangehensweise“, bilanzieren auch Janet Emig und Martina Klüber-Wibelitz, die für die Genießerwochen als Kooperationsprojekt von Biosphärenreservat und Rhön GmbH verantwortlich sind. „Auch wenn vieles sogar noch einen Schritt über unsere aktuellen Möglichkeiten hinausgeht, konnten wir viel wertvollen Input für die künftige Weiterentwicklung mitnehmen.“

Die vierte Auflage der Rhönschaf-Genießerwochen findet vom 25. September bis zum 17. Oktober 2021 statt. Das Programm befindet sich derzeit in Planung.

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Kulturlandschaft & Naturschutz Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Mensch VNLR
news-2043 Tue, 22 Jun 2021 10:38:11 +0200 Unterstützung eines UNESCO-Biosphärenreservats in Peru: Jetzt kurzfristig bewerben für den Freiwilligendienst „weltwärts“! https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/unterstuetzung-eines-unesco-biosphaerenreservats-in-peru-jetzt-kurzfristig-bewerben-fuer-den-freiwilli/ Junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren können sich ab sofort für den Freiwilligendienst „weltwärts“ anmelden, der im BIOAY, dem neuen Partner-Biosphärenreservat des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Peru, geleistet werden kann. Ein einjähriger Einsatz ist schon ab 2021 möglich – Kurzentschlossene können sich bis zum 30. Juni bewerben. Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts richtet sich an junge Menschen aus Deutschland, die sich in einem Land Asiens, Afrikas, Lateinamerikas, Ozeaniens oder Osteuropas engagieren möchten. Das Programm wurde 2008 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen.

Erst im April hatten die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön eine Partnerschaft zur nachhaltigen Landnutzung mit dem Biosphärenreservat Oxapampa Asháninka Yanesha (BIOAY) in Peru geschlossen. Symbolhaftes Beispiel für partnerschaftlich gelebte Nachhaltigkeit ist der Kaffee "Biosphäre² – Peru trifft Rhön": Kaffee aus Peru, den man in der Rhön genießen kann. In Oxapampa, einer Kleinstadt auf der Ostseite der Anden inmitten des tropischen Bergregenwaldes, befindet sich die Verwaltung des im Jahr 2010 von der UNESCO anerkannten BIOAY. Der oder die Freiwillige unterstützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung bei Aktivitäten der Umweltbildung und der Bekanntmachung positiver, umweltschonender Praktiken. Unterstützende Aktivitäten sind unter anderem in folgenden Bereichen vorgesehen: Erarbeitung eine Marketingstrategie für die Bekanntmachung und Nutzung der neu registrierten Marke BIOAY, Erstellung von Flyern sowie anderem Öffentlichkeitsmaterial, Vorbereitung und Durchführung von Workshops sowie Feldbesuche im Rahmen des Programms "Nachhaltige Gemeinden".

Die zweite Einsatzstelle ist die staatliche Sekundarschule Tingo Mal Paso im gleichnamigen Dorf, das 30 Minuten entfernt der Stadt Pozuzo im Hochregenwald von Peru liegt. Die Dorfbewohner widmen sich weitgehend der Landwirtschaft. Die Natur ist noch relativ intakt, so dass angestrebt wird, einen nachhaltigen Tourismus zu fördern – unter anderem durch die Erschließung von Wanderrouten, in die auch das Dorf eingebunden sein soll. In diesem Zusammenhang ist eine Verbesserung der Englischkenntnisse der lokalen Bevölkerung von Vorteil. Der oder die Freiwillige unterstützt den Englischunterricht an der lokalen Sekundarschule sowie die Arbeit im schulischen Gemüsegarten. Außerdem gibt es die Möglichkeit, an Aktivitäten der Umweltbildung, an Aufforstungsaktionen sowie an Aktivitäten zur Förderung des Tourismus und der ökologischen Landwirtschaft teilzunehmen.

Der einjährige Aufenthalt ist jeweils ab September 2021 und August 2022 möglich. Wer noch in diesem Jahr starten möchte, der kann sich bis zum 30. Juni bei der Trägerorganisation Ecoselva e.V. bewerben. Auch für Einsätze im Jahr 2022 sind bereits jetzt Bewerbungen möglich. Ausführliche Informationen zur Bewerbung und den Voraussetzungen finden Interessierte unter www.weltwaerts.de

Die Einsatzstellen im Überblick

  • Einsatzstelle 1: Entsendung September 2021 (und August 2022)
    Direkt in der Biosphärenreservatsverwaltung BIOAY: Umweltbildung im BIOAY 
    Infos: https://www.weltwaerts.de/de/ep-detail.html?id=219714
    Hinweis: Für diese Einsatzstelle gelten als Voraussetzungen: mind. 1 Jahr Spanischkenntnisse; möglichst ein abgeschlossenes Bachelorstudium oder Berufsausbildung.
  • Einsatzstelle 2: Entsendung September 2021 (und August 2022)
    Gemeinde im Biosphärenreservat: Dorfentwicklung und Englischunterricht für Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe in Tingo Mal Paso, Pozuzo
    Infos: https://www.weltwaerts.de/de/ep-detail.html?id=218463

Weitere Freiwilligenplätze im Gebiet des Biosphärenreservats stehen für eine Entsendung August 2022 zur Verfügung. Eine Bewerbung hierfür ist ebenfalls schon jetzt möglich. Voraussetzungen wie auf Website beschrieben.

Wichtig für Interessierte aus der Rhön: Bewerberinnen und Bewerber, die ihren Wohnsitz in den Rhönlandkreisen Bad Hersfeld, Fulda, Schmalkalden-Meiningen, Wartburgkreis, Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen haben, werden bei gleicher Eignung gegenüber bundesweiten Bewerbern bevorzugt. Hierfür ist es erforderlich, auch mit der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön Kontakt aufzunehmen: Dr. Doris Pokorny, Telefon (0931) 380 1660, E-Mail: doris.pokorny@reg-ufr.bayern.de

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news-2042 Tue, 22 Jun 2021 10:22:07 +0200 Rosina Weber und Tobias Möller absolvieren das Umweltpraktikum beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rosina-weber-und-tobias-moeller-absolvieren-das-umweltpraktikum-beim-verein-natur-und-lebensraum-rhoe/ Bergwiesen schützen statt für die Uni büffeln: Seit Mitte April absolviert Rosina Weber ein dreimonatiges Umweltpraktikum beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön (VNLR), dem Förderverein des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön auf hessischer Seite. Mit Tobias Möller steht auch bereits ihr Nachfolger fest: Er wird den VNLR ab August unterstützen. Finanziert und organisiert wird das Umweltpraktikum in der Rhön seit 1994 von der Commerzbank. Deutschlandweit ermöglicht das Projekt Praktika in insgesamt 27 Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten. Die Studierenden unterstützen dabei tatkräftig beim Naturschutz und sammeln praktische Erfahrungen. Damit Rosina Weber und Tobias Möller dabei gut ausgestattet sind, überreichte ihnen Andreas Hose, Marktbereichsleiter der Commerzbank Fulda, je eine Fleecejacke und eine Tasche mit nützlichen Utensilien für den Einsatz in der freien Natur. „Wir freuen uns, das Engagement so vieler Studierender für den Naturschutz zu fördern“, sagt Hose.

Den Traum vom Naturschutz erfüllt

„Hauptsächlich unterstütze ich bei der Entwicklung der Exponate für eine neue Ausstellung zum Biosphärenreservat Rhön“, erzählt Rosina Weber. „Da gibt es zum Beispiel den ‚regionalen Teller‘, der den Umwelt-Fußabdruck eines typischen Rhöner Gerichts mit den gleichen Lebensmitteln aus Übersee vergleicht.“ Die neue Ausstellung wird voraussichtlich im Juli 2021 in der neuen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats in Hilders eröffnet, in der auch der VNLR seinen Sitz hat. „In dem Umweltpraktikum kann ich die Kenntnisse aus meinem Studium in der Praxis anwenden“, sagt Weber. Mit ihrem Studienfach Umweltmanagement hat sie sich einen Traum erfüllt. „Ich habe zuvor bereits Psychologie studiert und im Mathematikum, einem Mitmach-Museum in Gießen, gearbeitet“, erzählt die gebürtige Würzburgerin. Ihr Herz schlug jedoch für den Naturschutz, und so wagte sie den Quereinstieg.

Ihre Erfahrungen aus der Wissenschaftskommunikation passen nun perfekt zu ihrer Aufgabe in der Rhön. Denn komplexe Themen interessant aufzubereiten, ist sie gewohnt – ob bei mathematischen Themen oder beim Naturschutz. Daneben ist Rosina Weber in das LIFE-Projekt zum Schutz der Rhöner Bergwiesen eingebunden. „Viele Besprechungen finden durch Corona per Videokonferenz statt“, berichtet sie aus ihrem Arbeitsalltag. Doch auch draußen in der Rhön ist die Studentin natürlich unterwegs: „Bei Außeneinsätzen zähle ich zum Beispiel Vögel oder säe Magerrasen ein.“

Hilfe für bedrohte Tier- und Pflanzenarten

Tobias Möller ist schon auf sein Praktikum gespannt. Der gebürtige Petersberger studiert ebenfalls Umweltmanagement an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. „Ich interessiere mich besonders für Hydrologie, Bodenkunde, Biodiversität und Vegetationsökologie, aber auch für Projekt- und Umweltmanagement. Zu all diesen Themen gibt es Projekte im Biosphärenreservat, so dass ich sicher viel lernen kann“, beschreibt Möller seine Motivation. Geplant ist, dass Möller sich in das Rhöner Biodiversitätsprojekt einbringt und bei Artenhilfsprojekten für den Rotmilan und andere bedrohte Tier- und Pflanzenarten unterstützt.

„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch die Praktikanten“, sagt Martin Kremer, Geschäftsführer des VNLR. „Auch wenn es in den letzten Monaten aufgrund der Corona-Pandemie schwierig war, die Praktikantinnen und Praktikanten umfänglich in die Projekte einzubeziehen, so konnten wir das Angebot doch aufrechterhalten.“ Kremer ist sich sicher, dass die jungen Menschen viele Erfahrungen für das Berufsleben sammeln können. Er betont aber auch, dass das Biosphärenreservat immer wieder von den gut ausgebildeten Studierenden profitiert.

Bewerbung für Umweltpraktika 2022 ab Ende Oktober möglich

Für das kommende Jahr können sich Studierende ab Ende Oktober auf das Umweltpraktikum bewerben. Dann stehen in der Rhön wieder zwei Praktikantenstellen für jeweils drei Monate zur Verfügung. Weitere Informationen zum Praktikum finden Studierende auf der Homepage https://umweltpraktikum.com.

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Ansprechpartner VNLR
news-2041 Tue, 22 Jun 2021 09:27:56 +0200 Rhönomat, Sportplatzbeleuchtung, Trekkingplattform: Zehn nachhaltige Projekte für Dermbach und seine Ortsteile https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/rhoenomat-sportplatzbeleuchtung-trekkingplattform-zehn-nachhaltige-projekte-fuer-dermbach-und-seine/ In der Gemeinde Dermbach und ihren Ortsteilen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön werden in diesem Jahr unterschiedliche Ideen zur nachhaltigen Regionalentwicklung umgesetzt. Die insgesamt zehn Projekte werden mit einer 90-Prozent-Förderung des Thüringer Umweltministeriums finanziert Die Gemeinde war im Februar dem Aufruf des Umweltministeriums gefolgt, Projektskizzen für den Bereich nachhaltige Regionalentwicklung einzureichen. Trotz der knappen Frist waren vielfältige Ideen zusammengekommen. In zahlreichen Videokonferenzen wurden Dermbachs Bürgermeister Thomas Hugk und die Ortsteilbürgermeister von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Biosphärenreservatsverwaltung bei der Erstellung der Projektskizzen und -anträge unterstützt. „Das Budget ist für nachhaltige Projektideen angedacht, die auch modellhaft umgesetzt werden. Der Antrieb kam daher auch von den Ortsteilbürgermeistern, die die Chance sahen, ihre Impulse mit einzubringen“, sagt Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Mitte Juni konnte sie den (Ortsteil-)bürgermeistern den symbolischen Scheck über rund 130.000 Euro übergeben.

Das Geld fließt in ganz unterschiedliche Projekte – zum Beispiel in die Umrüstung der Diedorfer Sportplatzbeleuchtung im Sinne des Sternenparks Rhön: Durch weniger Lichtimmissionen soll künftig nicht nur Energie eingespart und das Ortsbild attraktiver gestaltet, sondern dank warmweißer LED und Dimm-Möglichkeit auch aktiv etwas für den Insektenschutz getan werden. Auch die geplante Kinderküche für die Kita „Löwenzahn“ in Diedorf ist nachhaltig, denn gesunde Ernährung mit selbstgemachtem Essen ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Zertifizierung als Biosphären-Kita, die die Einrichtung anstrebt.
 

Los geht's noch diesen Monat

Im Bereich Tourismus gewinnen der Gläser- und der Emberg jeweils mit der Errichtung eines „Rhönomaten“ ein attraktives Angebot dazu. So können sich Wanderinnen und Wanderer auch außerhalb der Geschäftszeiten der Rhönklubhütten mit regionalen Produkten versorgen. Dass sich im Sortiment der Dachmarke Rhön bald noch mehr Qualitätsprodukte aus dem Thüringer Teil des Biosphärenreservats wiederfinden, sei ein generelles Ziel, betont Burkhard Seifert, Zweiter Bürgermeister von Dermbach und Ortsteilbürgermeister von Urnshausen. Der Rhönomat ist mit rund 37.000 Euro das teuerste Projekt, die kleinste Investition ist mit 1400 Euro für die Errichtung einer Bücherzelle in Urnshausen geplant.

Los geht es am Gläserberg noch im Juni: Für den Ausbau des Himmelsschauplatzes werden in den kommenden Tagen die Standorte des geplanten Polarsternfinders und der drehbaren Sternenkarte abgestimmt, sodass die Baugenehmigung schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden kann. „Schließlich stehen im August die zweiten länderübergreifenden Sternenparkwochen an“, erinnert Ulrike Schade. Sie freut sich auch auf die Betreuung der Projekte, die in Zella/Rhön, wo das Biosphären-Infozentrum und die Verwaltungsstelle mit dem gerade neu entstehenden Bildungsstandort ihren Sitz haben, umgesetzt werden: die Gestaltung des Ortseingangs mit Pflanzen einer Kirmeslinde, ein barrierefreier Aufgang zum Bildungsstandort an der Propstei Zella, der Bau einer Matschküche in der Kita sowie solargespeiste E-Paper-Haltestellen, die auch in Diedorf entstehen sollen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir all diese wertvollen Ideen dank der Förderung umsetzen können“, sagt Bürgermeister Thomas Hugk. Nun gehe es vor allem auch darum, eine nachhaltige Unterhaltung zu organisieren – wie zum Beispiel für die geplante Trekkingplattform in Brunnhartshausen, ein Pilotprojekt in der Thüringer Rhön.  
 

Hintergrund: Das Förderprogramm

Insgesamt investiert das Thüringer Umweltministerium im laufenden Haushaltsjahr 2,7 Millionen Euro in Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens. 525.000 Euro davon fließen in den Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Für die Thüringer Rhön ist die Förderung ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der im Rahmenkonzept des Biosphärenreservats festgelegten Ziele und Projekte. 49 Projektskizzen waren im Frühjahr 2021 eingegangen, 26 davon hatte der Beirat des Vereins Rhönforum e. V. als regionales Entscheidungsgremium daraufhin für die weitere Beantragung ausgewählt. Anfang Juni haben die Kommunen die Zuwendungsbescheide erhalten. Drei weitere Projekte sind als Nachrücker geplant.

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Mensch
news-2039 Wed, 16 Jun 2021 16:31:51 +0200 Biosphären-Infozentrum in der Propstei Zella/Rhön ab dem 18. Juni wieder geöffnet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/biosphaeren-infozentrum-in-der-propstei-zellarhoen-ab-dem-18-juni-wieder-geoeffnet/ Das Biosphären-Infozentrum im Thüringischen Zella/Rhön öffnet nach einer langen durch die Corona-Pandemie bedingten Pause am 18. Juni wieder seine Türen für Besucherinnen und Besucher. Karola Abel und Claudia Christ freuen sich, endlich wieder Gäste im Erdgeschoss der Propstei willkommen heißen zu dürfen. Die Propstei Zella, ein ehemaliges Benediktinerkloster, beherbergt seit 2009 eine Ausstellung über die Flora und Fauna der Rhöner Kulturlandschaft und gibt Einblicke in das Leben der Rhöner Bevölkerung. Im Kellergewölbe finden Wechselausstellungen ihren Platz. Ab Mitte August 2021 ist dort eine Ausstellung zum Wappenvogel der Rhön – dem Rotmilan – zu Gast.

Unter Hygieneauflagen ist der Besuch ab dem 18. Juni nun wieder möglich. Hygiene- und Schutzmaßnahmen sind für Gäste und Angestellte gleichermaßen die Grundlage für einen unbeschwerten Besuch in der Propstei in der Goethestraße 1. Daher wurde von der Gemeinde Dermbach und der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön – die Büroräume befindet sich im Obergeschoss – ein entsprechender Handlungsplan erarbeitet. So ist das Betreten der Räumlichkeiten nur mit Mund-Nasen-Bedeckung und vorheriger Händedesinfektion möglich. Auch Maßnahmen wie eine Einbahnstraßen-Führung und eine Besucherbegrenzung sind vorhanden.

Die Öffnungszeiten des Biosphären-Infozentrums sind: montags von 13 bis 16 Uhr, dienstags 10 bis 15 Uhr, donnerstags 10 bis 16 Uhr, freitags 10 bis 15 Uhr sowie samstags und sonntags 10 bis 14 Uhr.

Das Angebot ist kosten- und barrierefrei.

Bayern und Hessen

Auch die bayerischen Biosphärenzentren Haus der Langen Rhön und Haus der Schwarzen Berge sind geöffnet.

Die neuen Ausstellungsräume im neuen Sitz der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Hilders werden derzeit gestaltet und im Laufe des Sommers eröffnet. 

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Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön
news-2037 Tue, 15 Jun 2021 09:30:00 +0200 Kneipp-Tretbecken, Wanderhütte und Spielgeräte: Vacha nutzt neues Förderprogramm zur Aufwertung des Keltenpfads https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/kneipp-tretbecken-wanderhuette-und-spielgeraete-vacha-nutzt-neues-foerderprogramm-zur-aufwertung-des/ Die Extratour „Keltenpfad“ gehört zu den beliebtesten Touren im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Die Stadt Vacha will den Premiumwanderweg in diesem Jahr aufwerten und unter anderem ein Kneipp-Tretbecken oberhalb des Ortsteils Wölferbütt errichten. Gefördert wird die Maßnahme mit insgesamt rund 37.300 Euro – Mittel zur nachhaltigen Regionalentwicklung aus dem Thüringer Umweltministerium. „Die Idee kam von einem Bürger, der von der Kneipp-Anlage in Gersfeld im Hessischen Teil der Rhön begeistert war“, sagt Holger Göpfert, Ortsteilbürgermeister von Wölferbütt. Schon im vergangenen Jahr habe man den Bau eines solchen Beckens angehen wollen, Corona legte die Pläne erst einmal wieder auf Eis. „Dann kam Anfang 2021 der Aufruf aus dem Umweltministerium – das hat gepasst wie die Faust aufs Auge!“

Die Stadt Vacha hatte sich am Aufruf "Investive Projekte zur nachhaltigen Entwicklung im Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön" beteiligt. Den Zuwendungsbescheid für zwei Projekte – insgesamt 37.346,85 Euro – übergab Ulrike Schade nun an Holger Göpfert und Vachas Bürgermeister Martin Müller. Der Großteil, rund 29.000 Euro, fließt in den Bau des Kneipp-Tretbeckens. In der Nähe des Trinkwasser-Hochbehälters oberhalb Wolferbütts befindet sich ein Überlauf, der ganzjährig Wasser schüttet. „Der Bereich wurde in den vergangenen Jahren schon gern zum Wassertreten genutzt, ist jedoch viel zu klein und auch nicht abgesichert“, sagt Göpfert. Hier werden nun ein 2 x 4 Meter großes Becken und eine Sitzmöglichkeit geschaffen. Das Tretbecken liegt am Zubringer zur Extratour „Keltenpfad“ und soll künftig Wanderinnen und Wanderern eine „gesunde“ Erfrischung bieten – inklusive einem herrlichen Blick auf die Landschaft rund um Wölferbütt. „Gleichzeitig tun wir etwas für unsere Gemeinschaft: Die zukünftige Betreuung und Unterhaltung werden Bürgerinnen und Bürger übernommen“, sagt Göpfert. Infotafeln zum Kneippen und zum Lebensraum Wasser – auch in Bezug auf den Klimawandel – werden die Anlage komplettieren.

Mehr Möglichkeiten an gut besuchter Hütte

Die übrigen 8.600 Euro sollen ebenfalls dem Wandererlebnis entlang des Keltenpfads zugutekommen: Auf dem Teilstück zwischen Wölferbütt und Völkershausen soll eine neue Wanderhütte aufgestellt werden. Zudem werden an der Oechsenberghütte, die an den Wochenenden auch bewirtschaftet wird und Hunderte Gäste anlockt, Spielmöglichkeiten für die „kleinen“ Wanderfreunde geschaffen. „Uns lag schon lange am Herzen, eine weitere Rastmöglichkeit und einen Bereich für Kinder nahe der Hütte zu schaffen“, sagt Rainer Schlott, Vorsitzender des Rhönklub Zweigvereins Vacha, der den 17 Kilometer langen Premiumwanderweg ehrenamtlich betreut und mit Unterstützung der Stadt unterhält. „Für uns als Verein war ein solches Projekt bisher aber eine Nummer zu groß.“ Eine Umsetzung wird nun dank der altbewährten Zusammenarbeit mit der Stadt und des Förderprogramms möglich.

„Wir freuen uns über diese Chance und dass der Prozess – auch dank der Unterstützung durch das Biosphärenreservat – so unkompliziert funktioniert“, ergänzt Bürgermeister Müller. Der Fördersatz von 90 Prozent sei ein „charmantes“ Angebot für die Kommunen. Diese werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Thüringer Verwaltung bei der Umsetzung der insgesamt 26 Projekte begleitet.

Das Förderprogramm

Insgesamt investiert das Thüringer Umweltministerium im laufenden Haushaltsjahr 2,7 Millionen Euro in Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens. 525.000 Euro davon fließen in den Thüringer Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Für die Thüringer Rhön ist die Förderung ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der im Rahmenkonzept des Biosphärenreservats festgelegten Ziele und Projekte. 49 Projektskizzen waren im Frühjahr 2021 eingegangen, 26 davon hatte der Beirat des Vereins Rhönforum e. V. als regionales Entscheidungsgremium daraufhin für die weitere Beantragung ausgewählt. Anfang Juni haben die Kommunen die Zuwendungsbescheide erhalten.

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Wirtschaft, Tourismus & Regionalkultur Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Mensch
news-2036 Fri, 11 Jun 2021 15:16:15 +0200 Strategien aus der Bioland-Praxis: Gut besuchter Vortrag in der Reihe "Klimaanpassung in der Landwirtschaft" https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/strategien-aus-der-bioland-praxis-gut-besuchter-vortrag-in-der-reihe-klimaanpassung-in-der-landwir/ Das Frühjahr 2021 war regnerisch und kühl, dennoch sind die Auswirkungen des Klimawandels allgegenwärtig. Sie machen sich vor allem dort bemerkbar, wo Menschen in und mit der Natur arbeiten und leben. Welche Anpassungs- und Lösungsansätze es gibt und wie sie vor Ort umzusetzen sind, dem widmet sich die Online-Seminarreihe „Klimaanpassung in der Landwirtschaft“, eine Kooperation des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, der Kreisgruppen Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen des Bayerischen Bauernverbands, der Ökomodellregion Rhön-Grabfeld und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt (Saale). Am 12.05.2021 lud die Kooperation den Bioland-Pionier Sepp Braun aus Freising ein, um von seinen langjährigen Erfahrungen zu berichten. Braun gilt als ein Vorreiter in den Bereichen regenerative Landwirtschaft und Humusaufbau. Getreu seinem Credo „von der Natur abschauen, wie es geht“ setzt er in seinem Betrieb auf Diversifizierung anstatt auf Spezialisierung. Dies zeigt sich nicht nur auf dem Feld, sondern auch bei der Energieerzeugung und der Vermarktung der auf seinem Hof produzierten Waren wie Eiern, Fleisch und Käse.

Braun betonte das Prinzip eines Mischwaldes als Vorbild für die Strukturierung von Ackerflächen. Durch die Etablierung von Untersaaten und Zwischenfrüchten könne eine ganzjährige Bodenbedeckung sichergestellt werden. Dies habe zum einen den Vorteil, dass auch zu Zeiten, in denen die Hauptfrucht in der Abreife ist, auf dem Feld Photosynthese betrieben und somit der Atmosphäre CO2 entzogen wird. Zum anderen fördere eine intensive Durchwurzelung die Bodenstruktur, verbessere den Nährstoffaufschluss und trage zum Humusaufbau bei.

Braun verwies dabei eingehend auf die Bedeutung von Humus als Nährstoff-, Wasser-, Wärme- und CO2-Speicher. Gute Maßnahmen zum Humusaufbau sind seiner Erfahrung nach ein hoher Kleegras-Anteil, der Wechsel von Sommerung und Winterung sowie eine vielfältige Fruchtfolge. Immer stärkere Beachtung fände auch die Etablierung von Bäumen in der landwirtschaftlich genutzten Fläche, sogenannte Agroforstsysteme. Ebenso habe die Bodenbearbeitung einen Einfluss auf die Bodenfruchtbarkeit und das Bodenleben. Ganz wesentlich hierbei sei, dass lebendige und fruchtbare Böden in der Lage sind, Wasser zu halten, was einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Grundwasserschutz leiste.

Auch in der Tierhaltung setzt er auf Extensivierung und die Nähe zur Natur: Gesunde Tiere hätten eine längere Lebensleistung, was zu verminderten Methanemissionen führe.

Die Aufzeichnungen des Seminars finden Sie hier.

Die nächste Veranstaltung...

... in der Reihe "Klimaanpassung in der Landwirtschaft" findet am 30. Juni um 20 Uhr online statt. Die Themen sind Humusaufbau und Humuszertifikate. Weitere Infos und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

 

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Wissen Mensch
news-2035 Fri, 11 Jun 2021 11:43:57 +0200 Bildungsurlaub auf Burg Fürsteneck vom 5. bis 9. Juli 2021 https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/bildungsurlaub-auf-burg-fuersteneck-vom-5-bis-9-juli-2021/ Unter dem Titel „Ländlicher Raum im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – Ein Dreiklang aus Landwirtschaft, Naturschutz und Dorfentwicklung“ findet auf der Akademie Burg Fürsteneck in Eiterfeld ein fünftägiges Seminar, das als Bildungsurlaub beantragt wurde, statt. Vom 5. bis 9. Juli 2021 sind die Teilnehmer eingeladen, dem Spannungsfeld von Natur und Mensch nachzuspüren. Unter der Leitung des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön, der seit 30 Jahren als Förderverein die Entwicklung des Biosphärenreservats Rhön auf Hessischer Seite eng begleitet, erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblick in die historische Entwicklung, Ziele und Aufgaben des Biosphärenreservats.

Die Region wurde jahrzehntelang durch die deutsche Teilung geprägt. Mit der Wiedervereinigung gelang es, diese einzigartige Kulturlandschaft über die drei Bundesländer Hessen, Bayern und Thüringen hinweg als UNESCO-Biosphärenreservat zu schützen. In dieser ausgeprägten Natur- sowie Kulturlandschaft gibt es durchaus auch Konfliktpotenzial. Aber genauso gibt es auch Chancen für die Region, wenn es den Handelnden vor Ort gelingt, Vorurteile abzubauen, kreative Ideen zu entwickeln und sich auf das Potenzial dieser einzigartigen Landschaft zu besinnen.

Im Verlauf des Bildungsurlaubs wird im Rahmen von Fachvorträgen und zahlreichen Exkursionen auf Naturschutz-, Landwirtschafts- und Regionalentwicklungsprojekte eingegangen. Schutzgebiete, Bauernhöfe und bedeutende Projekte zur Stärkung der regionalen Wirtschaft werden unter die Lupe genommen, diskutiert und reflektiert. Auch die Besonderheiten der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze werden beleuchtet. Außerdem wird das Erlebte in einem Planspiel umgesetzt, und gemeinsam wird ein „zukunftsfähiges Dorf“ entwickelt.

Noch gibt es freie Plätze für dieses Seminar. Weitere Infos finden Sie hier.

Weitere Auskünfte erteilen die Akademie Burg Fürsteneck unter Telefonnr. 06672-92020 und der Verein Natur- und Lebensraum Rhön unter 06681-9174524.

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Ansprechpartner VNLR
news-2033 Tue, 08 Jun 2021 12:35:46 +0200 Die Rhönerinnen und Rhöner im Mittelpunkt: Neuer Podcast „Biosphäre Rhön“ gestartet https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/die-rhoenerinnen-und-rhoener-im-mittelpunkt-neuer-podcast-biosphaere-rhoen-gestartet/ Rhön, 08.06.2021 – Sie leben und arbeiten im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und gestalten jeden Tag auf ihre Weise das Jubiläumsmotto „Mensch. Natur. Einklang“ mit: die Gäste des brandneuen „Podcast Biosphäre Rhön“. Die erste Folge ist bereits zu hören, die nächste erscheint am Mittwoch, 9. Juni. Das Format haben die drei Verwaltungen des Biosphärenreservats anlässlich des Jubiläums 30 Jahre UNESCO-Anerkennung gestartet – inspiriert durch Katharina Klug und Bernd Fischer von der Umweltbildungsstätte Oberelsbach, die Anfang des Jahres den Rhöniversum-Podcast „Ein Kosmos voller Leben“ ins Leben gerufen haben. „Unser Format sehen wir als perfekte Ergänzung. Dankenswerterweise hat uns das Team der Umweltbildungsstätte beim Start unterstützt. Den Lockdown und die Schließung der Umweltbildungsstätte durften wir nutzen, um uns vor Ort mit der Technik vertraut zu machen und die ersten Folgen aufzunehmen“, sagt Julia Rösch. Die Diplom-Geographin ist in der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön für den Bereich Nachhaltige Entwicklung verantwortlich. Als Gastgeberin des Podcasts kommt sie künftig mit Menschen aus allen Teilen der Rhön ins Gespräch.

„Wir wollen nicht nur erklären, was Ziele und Aufgaben im Biosphärenreservat sind. Wir wollen vor allem die Menschen vorstellen, die die Rhön zu dem machen, was sie ist.“ Die Gäste sind daher genauso vielfältig wie ihr Biosphärenreservat: Sie kommen aus dem Naturschutz, der Forschung, der Bildung, der Landwirtschaft, dem Tourismus, der Politik, dem Ehrenamt – oder einfach "von nebenan". Erster Gast war Karl-Friedrich Abe, Mann der ersten Stunde: Der heute 65-Jährige aus Kaltensundheim hat im Jahr 1990, kurz vor der Wiedervereinigung, den Aufbaustab des Biosphärenreservats gebildet und somit historische Momente des deutschen Naturschutzes live miterlebt. Fast 30 Jahre lang leitete er daraufhin die Thüringer Verwaltung des heute länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Julia Rösch erzählt er von den spannenden Anfängen und seinen zahlreichen Erinnerungen.

Jeden Monat am zweiten Mittwoch

Die Auftakt-Folge mit Karl-Friedrich Abe war Ende Mai anlässlich des Starts der noch bis zum 13. Juni andauernden Biosphärenwochen erschienen. Künftig wird jeden Monat jeweils am zweiten Mittwoch eine neue Folge veröffentlicht. Der nächste Gast am 9. Juni: Michael Tulit aus Unterelsbach. Der 38-jährige Familienvater ist ein waschechter Rhöner und im Biosphärenreservat vielfältig aktiv – ob in der Pflege von Streuobstwiesen, beim Imkern oder als Zertifizierter Natur- und Landschaftsführer. Als solcher nimmt er Besucherinnen und Besucher mit auf Touren durch die Natur und weiß einiges zu erzählen. Dabei geht es um mehr als nur Basalt und Buchen…

Der Podcast ist als „Podcast Biosphäre Rhön“ auf gängigen Streaming-Portalen wie Spotify, Apple Podcasts, Deezer und Amazon Music sowie auf der Homepage des Biosphärenreservats zu finden: https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/podcast/ 

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Kinder Unser UNESCO-Biosphärenreservat Rhön Wissen Mensch Natur
news-2032 Fri, 04 Jun 2021 13:48:03 +0200 MAB-Jugendforum 2021 im Biosphärengebiet Schwäbische Alb: Bewerben bis 30. Juni https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/mab-jugendforum-2021-im-biosphaerengebiet-schwaebische-alb-bewerben-bis-30-juni/ Hast du Lust auf Partizipation, also auf Teilnehmen, Beteiligtsein und Mitbestimmen? Dann mach mit beim MAB-Jugendforum 2021, zu dem Nationale Naturlandschaften e.V. vom 24. bis 27. September ins Biosphärengebiet Schwäbische Alb einlädt! MAB steht für das UNESCO-Programm "Man and the Biosphere". Das Ziel der Jugendforen des MAB-Programms der UNESCO ist es, engagierte junge Erwachsene aus Biosphärenreservaten zu vernetzen, ihre Identifikation mit Biosphärenreservaten zu stärken, ihre Motivation für Engagement zu fördern, sie weiterzubilden und ihnen eine Stimme zu geben ist. Junge Menschen, die in Biosphärenreservaten wohnen und arbeiten, sollen darin bestärkt werden, selbst aktiv zur nachhaltigen Entwicklung „ihres“ Biosphärenreservats und des Weltnetzes der Biosphärenreservate beizutragen.

Das diesjährige Forum findet vom 24. bis 27. September auf dem Hofgut Hopfenburg in Münsingen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb statt. Gesucht werden 60 junge Erwachsene zwischen 18 bis 25 Jahren, die in oder in Nähe von Biosphärenreservaten leben, arbeiten, sich engagieren oder dies in Zukunft tun wollen. 

Die Teilnehmenden erwartet ein verlängertes Wochenende mit weiteren engagierten jungen Menschen, Ideenaustausch für mehr Partizipation, Exkursionen ins Biosphärengebiet, Workshops, Nachhaltigkeitsthemen, gegenseitiger Inspiration, Lagerfeuerabenden und vielem mehr.

Im Anschluss an die Veranstaltung haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, eigenständig oder mit Freund*innen ein eigenes Projekt für mehr Jugendpartizipation und Nachhaltigkeit in ihrem Biosphärenreservat umzusetzen. Dazu steht ein Fördertopf zur Verfügung.

Die Teilnahme ist kostenlos. Jede*r ist willkommen. Es ist keine Vorerfahrung nötig.

Hier geht es zu allen Infos und zur Anmeldung. 

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news-2030 Mon, 31 May 2021 11:50:04 +0200 Artenvielfalt braucht Landwirtschaft - Engagierte Landwirte als Kooperationsbetriebe gesucht https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/artenvielfalt-braucht-landwirtschaft-engagierte-landwirte-als-kooperationsbetriebe-gesucht/ Ab sofort können sich Landwirtinnen und Landwirte mit Betriebssitz im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön als Kooperationsbetriebe des EU-LIFE-Projekts „Rhöner Bergwiesen“ bewerben. Mit dem Label sollen Betriebe vernetzt werden, die etwas für die Artenvielfalt tun und dabei auch wirtschaftlich profitieren möchten. Die Artenvielfalt in der Rhöner Kulturlandschaft braucht die Landwirtschaft. Umgekehrt zwingen unsichere Erträge, der Klimawandel und ein zunehmendes Interesse der Verbraucher an nachhaltig erzeugten Lebensmitteln landwirtschaftliche Betriebe zum Umdenken. Mit einem Netz aus engagierten Landwirtinnen und Landwirten möchte das LIFE-Projekt zeigen, dass sich mit gezielter Beratung Naturschutz auf landwirtschaftlichen Flächen profitabel umsetzen lässt. „Hierfür braucht es Vordenker in der Region“, ruft Ulla Heckert vom LIFE-Projekt auf.

Kooperationsbetrieb werden in zwei Phasen

Alle Betriebe, die „Kooperationsbetrieb Rhöner Bergwiesen“ werden möchten, durchlaufen zwei Phasen. In der Vorbereitungsphase erhalten sie eine umfassende kostenfreie Betriebsberatung. Unterstützt durch externe Fachberater soll für jeden Betrieb individuell erarbeitet werden, welche betriebliche Entwicklung in Zukunft der beste Weg sein kann. „Vielleicht eröffnen sich für die Betriebe Möglichkeiten, an die sie in der täglichen Routine gar nicht gedacht haben“, meint Heckert. Gleichzeitig wird gemeinsam geschaut, welche Naturschutzmaßnahmen sinnvoll sind. „Landwirtinnen und Landwirte, die bei uns mitmachen, werden selbst entscheiden, wohin sie sich entwickeln möchten“, betont Heckert die Freiwilligkeit. „Uns ist wichtig, dass die Betriebe, die sich für Artenvielfalt einsetzen, auf sicheren wirtschaftlichen Beinen stehen.“

In der Umsetzungsphase beginnen die Betriebe, ihre neuen Pläne zu verwirklichen und bestimmte speziell auf den Betrieb angepasste Naturschutzmaßnahmen umzusetzen. Dabei stehen sie im engen Austausch mit den Beratern und Mitarbeitern des LIFE-Projekts. Mögliche Schwierigkeiten können so frühzeitig aus dem Weg geräumt werden. Sie erhalten kostenlose Fortbildungen und haben die Chance, sich mit anderen engagierten Landwirtinnen und Landwirten zu vernetzen und auszutauschen. Kooperationsbetriebe erklären sich außerdem dazu bereit, mit gutem Beispiel voran zu gehen und ihre Erfolge mit anderen zu teilen. „Je nachdem, wie sich jeder einzelne einbringen möchte, kann das in Form von Exkursionen, Vorträgen oder Workshops geschehen. Letztlich möchten wir alle motivieren, mehr für den Naturschutz zu tun und ihren Betrieb weiterzuentwickeln. Unsere künftigen Partner zeigen, wie es geht. Dabei dürfen und sollen sie das Thema auch gern selbst in die Hand nehmen und eigene Ideen einbringen“, erklärt Ulla Heckert.

Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit des LIFE-Projekts erhalten Kooperationsbetriebe eine zusätzliche Anerkennung in der Region und werden als Teil einer in die Zukunft gerichteten nachhaltigen Wirtschaftsweise wahrgenommen. Die Auszeichnung unterstreicht außerdem die Wertschätzung gegenüber dem Berufsstand durch das UNESCO-Biosphärenreservat und die einbezogenen Behörden.

„Der Fachdienst Landwirtschaft begrüßt die Initiative des LIFE-Projekts“, sagt Fachdienstleiter Martin Sudbrock vom Landkreis Fulda. „Biodiversität ist unser aller Lebensgrundlage. Sie zu fördern lässt sich in vielen Bereichen mit einer produktiven Landwirtschaft vereinen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der entstehende Mehraufwand für den Naturschutz entsprechend honoriert wird. Dafür stehen unterschiedliche Fördertöpfe bereit.“

 

Info:

Für die Bewerbung als „Kooperationsbetrieb Rhöner Bergwiesen“ richten interessierte Landwirtinnen und Landwirte, die Grünland in der Rhön bewirtschaften, bitte bis zum 30.06.2021 ein kurzes Schreiben mit Angaben zum Betrieb und ihrer Motivation an:
UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, LIFE-Projekt „Rhöner Bergwiesen“, Marienstraße 13, 36115 Hilders. Nähere Auskünfte erteilt Ulla Heckert, ulla.heckert@br-rhoen.de, Tel: 0151-65662936. www.rhoener-bergwiesen.de

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LIFE
news-2029 Fri, 28 May 2021 14:53:41 +0200 Endlich wieder richtig... das Biosphärenreservat erleben: Tipps für euren Naturbesuch https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/newsarchiv/detailseite/endlich-wieder-richtig-das-biosphaerenreservat-erleben-tipps-fuer-euren-naturbesuch/ Die außergewöhnlich lange und kalte Regenperiode neigt sich dem Ende entgegen, und in einigen Landkreisen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön entspannt sich die Corona-Lage nach und nach. Zeit, rauszugehen und unsere schöne Rhön zu genießen! Die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und die Rhön GmbH freuen sich darauf, auf den Wanderwegen und in den Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben bald wieder auf zahlreiche Gäste treffen zu können. Erwartungsgemäß wird mit dem besseren Wetter am Wochenende einiges los sein. 

Wir geben Tipps an die Hand, wie ein Besuch in der Rhön nicht nur unvergesslich wird, sondern möglichst rücksichtsvoll für die Tier- und Pflanzenwelt gestaltet werden kann – das kleine Einmaleins für den Naturbesuch sozusagen.

  • Auf den Wegen bleiben: So werden die Tiere und Pflanzen nicht gestört. Besonders die Wiesenbrüter brauchen momentan Ruhe, um sich um ihre künftige Familie kümmern zu können. 
  • Leise sein: So werden die Tiere nicht gestört, und man kann viel besser das Vogelgezwitscher genießen!
  • Kamera nicht vergessen: So kann man die wunderschönen Pflanzen, die jetzt blühen, fotografieren. Nur: Bitte stehen lassen! Ein Großteil von ihnen steht unter Naturschutz. Und vielleicht kommt euch ein geeignetes Motiv zum Thema Einklang von Mensch und Natur vor die Linse – dann macht doch direkt bei unserem Fotowettbewerb  mit!

Außerdem: Hunde an der Leine lassen, Müll wieder mitnehmen und nur auf den zahlreichen ausgewiesenen Parkplätzen parken. Danken tut's euch die Natur. Und die ist im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön besonders beeindruckend! Einen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bekommt ihr hier.
 

Übrigens...

Vom 29. Mai bis 13. Juni finden die länderübergreifenden Biosphärenwochen statt. In dieser Zeit geben wir dir auf Facebook zahlreiche Freizeittipps. Falls du für deinen Besuch in der Rhön Inspiration brauchst...

 

 

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