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Unterstützer gesucht: Erstmals Kartierung von Mauerseglern im Landkreis Fulda

Fast jeder hat ihn schon einmal gesehen – oder zumindest gehört: den Mauersegler (Apus apus), der hierzulande den Sommer einläutet. Erst Anfang Mai kehrt er aus seinem Winterquartier zurück und macht eine Stippvisite, bevor er im August schon wieder in Richtung Afrika zieht. Die schrillen Rufe des Luftakrobaten sind vor allem in den Abendstunden zu hören, wenn er um die Häuser fliegt. Doch das Brutplatzangebot des rasanten Fliegers schwindet, da moderne Fassaden wenige Schlupfmöglichkeiten bieten. Im Landkreis Fulda soll das Mauersegler-Vorkommen nun erstmalig flächendeckend erfasst werden.

Der Mauersegler (Apus apus). Foto: Glader, Hans / piclease

Der Name „Mauersegler“ ist auf dessen Verhalten, an den Mauern „entlangzusegeln“, zurückzuführen. Früher wurde er deshalb auch Turmschwalbe genannt. Mauersegler haben sich in Städten und zunehmend auch in Dörfern angesiedelt. Als ehemalige Felsenbrüter haben sie sich an Hausfassaden als „Ersatzfelsen“ angepasst, unter den Dächern und in Gebäudenischen finden sie geeignete Brutstätten. Im Gegensatz zu den ferner verwandten Schwalben nutzen sie kleine Nischen und Löcher in hohen Gebäuden, die in ihrem Durchmesser nicht größer als ein Tennisball sind. Neben dem schwindenden Nahrungsangebot durch den zunehmenden Rückgang von Insekten stellen Sanierungsarbeiten an Gebäuden beziehungsweise Neubauten ohne Nischen und Spalten eine der größten Gefahren für die Segler dar.

Mithelfen

Um für den Schutz der Segler und ihrer Brutstätten zu sorgen, ist es wichtig, diese vorab ausfindig zu machen. Im Rahmen einer Masterarbeit an der Universität Wien soll in Kooperation mit dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön in 2020 das Mauerseglervorkommen im Landkreis Fulda erfasst werden. Start ist Mitte Mai, der Schwerpunkt liegt dabei auf den Dörfern der Region. Haben Sie die vergangenen Jahre Mauersegler beobachtet oder Brutstätten entdeckt? Wollen Sie bei der Kartierung helfen?
Schreiben Sie eine Mail an mauerseglerrhoen@gmail.comoder melden Sie sich bei der Hessischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön unter Telefon (06654) 9612-0.

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