Bevölkerungsentwicklung in der Rhön

Die Bevölkerungszahlen sind rückläufig. In der Rhön hat sich die Zahl der Bewohner in der Zeit von 1991 bis 2005 um 5,5 Prozent verringert. 2015 lebten 218.751 Menschen im Bereich des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön. Mit 90 Bewohnern pro Quadratkilometer gilt die Region als ländlich beziehungsweise dünn besiedelt. Damit haben sich die demografischen Prognosen bewahrheitet.

Im Umland der Städte gibt es den „Speckgürtel“-Effekt. Grundsätzlich hat im gesamten Gebiet Thüringens die Bevölkerung flächendeckend abgenommen. Ein Beispiel: In Melpers hat sich die Einwohnerzahl von 1991 bis 2015 um 34,6 Prozent verringert.

In Hessen und Bayern lässt sich der „Speckgürtel“-Effekt im Umland der Städte erkennen: Die Gemeinden in der Nähe von Fulda, Bad Neustadt an der Saale und Bad Kissingen gewannen an Bevölkerung.

Es sterben mehr Menschen als geboren werden

Zwei Faktoren bestimmen die Bevölkerungsentwicklung: die natürliche Bewegung (Saldo aus Geburten und Sterbefällen) sowie die Wanderungsbewegung (Saldo aus Zuzügen und Wegzügen).

Im Jahr 2015 starben in der Rhön 901 mehr Menschen als geboren wurden. Im Jahr 2008 war der Saldo ebenfalls negativ, lag aber nur bei 654.

Die Abwanderungsbilanz hat sich in der jüngsten Erhebung aus dem Jahr 2014 im Vergleich zu 2008 etwas abgeschwächt. Erfreulich ist die Attraktivität von Bad Brückenau, Gersfeld, Fladungen, Bad Kissingen und Bad Bocklet. Hier lassen sich Menschen in der zweiten Lebenshälfte nieder und finden ihren Altersruhesitz.

„Babyboomer“ sind die stärkste Gruppe

Die „Babyboomer“-Generation in Deutschland hat die Lebensmitte bereits erreicht. So bilden auch in der Rhön die 50- bis 55-Jährigen die größte Gruppe mit 19.635 Menschen. Deutlich weniger Menschen (12.010) sind 35 bis 40 Jahre alt.

Ein gegenläufiger Trend ist nur bei den Säuglingen zu erkennen. 2015 gab es wieder mehr Kinder zwischen 0 und 3 Jahren als im Jahr 2008.

Die Rhön ist ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort für Einheimische, Zugezogene und Rückkehrer. Alle Einwohner mit ihren verschiedenen Lebensstilen und besonderen Bedürfnissen sind integriert.

Ziel gemäß dem Rahmenkonzept des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön